Dummheit verbreitet sich – Forscher sind besorgt!

Veröffentlicht: Mai 4, 2012 in Satireartikel
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Forscher warnen vor einem bedrohlichen Anstieg der Volkskrankheit “Dummheit” in Deutschland und der EU. Noch nie sei der Anteil chronisch dummer Menschen so hoch gewesen, wie dies in den letzten Jahren der Fall gewesen sei. Besonders auch in der Altersgruppe der 12 bis 20-jährigen sei der Anstieg dramatisch. “Wir hatten noch nie so viele dumme Teenager!” sagt etwa der Vertreter der deutschen Ärztekammer.
Noch sei nicht klar, worin die Ursachen der Verbreitung lägen. “Es gibt Hinweise auf erbliche Komponenten”, erklärt Prof. Dr. Dr. P. Löhd, Leiter des Lehrstuhls für intellektuelle Minderbegabung in Dresden. Dies habe er in langjährigen Längsschnittstudien mit vorwiegend rechtsradikalen Probanden herausgefunden. “Dennoch,” so sein eindringlicher Hinweis, “scheinen Erziehung und Umwelteinflüsse einen weit größeren Einfluss auf die Entwicklung von Dummheit zu haben, als die DNS.” Besonders gefährdend scheinen seinen Studien zufolge etwa der Konsum von Privatfernsehen und einigen Printmedien, wie etwa der BILD-Zeitung zu sein. “Wir haben 45 durchschnittlich intelligente Probanden über zwei Wochen hinweg verstärkt dem Konsum von RTL und der BILD ausgesetzt. Am Ende der Studie waren 28 Teilnehmer dumm und 10 weitere zeigten erste Symptome von Dummheit. Für 2 Probanden endete das Experiment tödlich, da diese, wie sich herausstellte, zuvor in einer Waldorfschule waren und der plötzlichen hochdosierten Verblödung schutzlos ausgeliefert waren. Der Versuch, durch exzessives Tanzen des eigenen Namens den Auswirkungen entgegenzuwirken endete in Dehydration und schließlich dem Tod.” Die Forschungsgruppe habe mittlerweile dazu angeregt, die besonders gefährdenden Medien mit Warnhinweisen zu versehen um derartige Überdosierungen in Zukunft zu vermeiden.
Doch wie gefährlich ist Dummheit tatsächlich? Grund zur Sorge besteht nach Einschätzung Prof. Dr. Dr. Löhds in den meisten Fällen nicht: “Ein bisschen Dummheit scheint unseren Studien zufolge mit Zufriedenheit zu korrelieren.” Andererseits sei die Grenze bis zur ernsthaften Verblödung schleichend und wenn man die Symptome bemerke sei es oft bereits zu spät, warnt der Forscher. “Meist merkt zuerst die Umwelt, dass etwas nicht stimmt.” gibt er an. Der Betroffene selbst sei häufig der letzte, der etwas ahne. “Das gehört zu den Kernsymptomen der Verblödung. In den meisten Fällen bleibt der Betroffene bis zum Ende uneinsichtig.”, so Löhd.
Besonders gefährlich sei Dummheit jedoch für Kinder und Jugendliche. Werde hier nicht rechtzeitig gegengesteuert werde die Dummheit rasch chronisch und könne nur schwer therapiert werden. Auf die Frage nach den Symptomen für Dummheit im Jugendalter gibt sich der Professor zurückhaltend: “Vieles ist temporär”. Auch die sogenannte “Jugendsprache” sei noch kein sicheres Indiz für Dummheit. Hier und da ein angehängtes “Alter” oder “Lan” könne auch ein Zeichen von guter Anpassung an das soziale Umfeld sein. Um sicher zu gehen empfiehlt Löhd besorgten Eltern, die Kinder in einen anderen sozialen Kontext zu bringen und dort zu beobachten. Spräche der oder die Jugendliche auch mit der 70-jährigen Großtante in “Jugendsprache” sei dies ein ernst zu nehmender Hinweis.
Therapiemöglichkeiten seien derzeit noch nicht in ausreichendem Maß vorhanden, beklagt der Professor. “Sicher, es gibt Mittel gegen Dummheit. Das Lesen hochwertiger Literatur beispielsweise.”, gibt er zu. Ist die Dummheit jedoch zu weit fortgeschritten sei es kaum mehr möglich, den Betroffenen mit diesen Therapiemöglichkeiten zu konfrontieren. Bücher seien dann “uncool” oder “zu anstrengend” und es werde wieder zunehmend Privatfernsehen konsumiert. “Ein Teufelskreis!”, beklagt Prof. Dr. Dr. P. Löhd. “Ist einmal ein gewisses Maß an Dummheit überschritten haben Bohlen und Vera gradezu magnetische Anziehungskraft und verblöden den Betroffenen noch weiter.”
Löhd selbst brach das Interview an dieser Stelle vorzeitig ab. Es sei bereits 14 Uhr, bemerkte er mit einem hektischen Blick auf die Uhr, und er wolle “Mitten im Leben” nicht verpassen. “Zu Studienzwecken! Nur zu Studienzwecken!” betont er mit zitternder Stimme. Beim fahrigen Griff nach seiner Aktentasche wird jedoch für einen kurzen Moment die zerlesene BILD sichtbar.

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