Kerls Brotkrumen.

Veröffentlicht: Juli 17, 2012 in EMN und Kerl
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Viele Frauen bekommen ein ungutes Gefühl wenn sie Geschichten über Männer hören, die „Zigaretten holen“ gehen und nie wieder kommen. Mir geht das nicht so. Nicht weil Kerl nicht raucht – sich darauf zu verlassen wäre wohl ein Irrglaube, schließlich kann „Zigarettenholen“ für den kreativen Mann auch in „Tanken fahren“ oder „Pralinen für mein Schatzzilein holen“ abgeändert werden ohne dass der Zweck, sich für immer aus der Beziehungshölle zu befreien, damit verloren wäre. Meine Sicherheit resultiert auch nicht aus unserer unendlichen Liebe, die natürlich zweifellos vorhanden ist, aber wer weiß schon wie viele „Erzähl mir was!“se und „Bring den Müll runter“s sie noch unbeschadet übersteht.

Nein, der Grund warum ich vor einer plötzlichen Flucht meines Kerls keine Angst habe ist der, dass ich ihn ohne Zweifel wiederfinden würde. Es wäre überhaupt kein Problem und ich bräuchte nichtmal einen Privatermittler oder Vera Int Veen dazu. Ich würde schlicht und einfach der Spur aus Tassen folgen.

Tassen? Ja genau. Wo Hänsel und Gretel Brotkrumen streuten benutzt Kerl Tassen um sein Revier abzustecken – mit dem Vorteil dass diese nicht von Vögeln gefressen werden können. Mit dem Nachteil allerdings, dass übereifrige Freundinnen diese in einem Anflug von „Verdammte Scheiße warum stehen hier 10 Tassen?!“ einsammeln können. Tassen begleiten Kerl wo auch immer er geht und steht. Jedes Getränk bekommt seine eigene Tasse. Jedes Getränk. Auch wenn es exakt dasselbe Getränk ist wie zuvor würde es sich vermutlich durch eine bereits benutzte Tasse in seinen Gefühlen verletzt fühlen oder so ähnlich. An seinem Schreibtisch stehen somit mindestens drei Tassen, in der Küche noch eine Anzahl weiterer Tassen und wenn er Erledigungen in der Wohnung ausführt die länger als fünf Minuten dauern erkennt man das daran, dass im Umkreis von einem Meter eine Tasse zurückbleibt. Auch wenn ich mal einen Tag nicht da sein sollte kann ich so ohne zu fragen nachvollziehen was Kerl den Tag über getan hat. Tasse auf dem Couchtisch – Ah, was hast du interessantes geschaut? Tasse neben dem Bett – Armer Schatz, hattest du Kopfschmerzen? Tasse im zweiten Stock – Schatz, hast du was gearbeitet? Äußerst praktisch! Und sollte Kerl tatsächlich auf die Idee kommen mich wortlos zu verlassen erfüllen die hinterlassenen Tassen dazu noch den Zweck als Wurfgegenstände eingesetzt werden zu können nach der Verfolgung.

Ich würde ja gerne noch weitere Vorteile des inflationären Tassengebrauchs meines Freundes aufzählen aber ich fürchte… ich muss jetzt erstmal Geschirr spülen^^

Kommentare
  1. Authentic ChaiR sagt:

    Lieblingsaufgaben einer Sekretärin: Das Abwaschen der Tassen, die der Chef nicht mehr alle im Schrank hat😀

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  2. Schlafmaus_68 sagt:

    Ganz dringend: Spülmaschine anschaffen! *gg*

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  3. lolli148 sagt:

    Das ist schon seltsam. Gläser, ja, natürlich, da sind drei auf dem Schreibtisch sogar wenig, aber Tassen?

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