Interviewpartner gesucht.

Veröffentlicht: Februar 23, 2013 in Psychozeug
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Hallo Mitlesende (Ich glaube, ich spreche heute zum ersten Mal meine Leser direkt an^^),

wie ihr wisst liegt ein Schwerpunkt dieses Blogs auf allem was mit Psychotherapie, psychischen Erkrankungen und Gesellschaft/Psychologie zu tun hat. Und ich weiß, dass auch viele selbst Betroffene mitlesen. Mir kam daher die Idee, eine kleine Interviewreihe zu starten. Dabei geht es mir hauptsächlich um den Umgang mit bestimmten (psychischen) Erkrankungen – also wie die eigene Erkrankung in der Öffentlichkeit/den Medien erlebt wird, typische Reaktionen, Therapieerfahrungen (sowohl positiv als auch negativ), was hilfreich war/ist und was nicht.
Die Fragen werden weniger in Richtung Ursachen oder persönliche Geschichte gehen, also (hoffentlich) nicht als zu privat erlebt werden und natürlich versteht sich von selbst, dass nicht jede Frage beantwortet werden muss.

Um auch auf Antworten eingehen zu können will ich nicht einfach Fragenkataloge verschicken sondern idealerweise per Mail einzelne Fragen und Antworten hin und her schicken.
Wer Interesse hat möge einfach eine Mail mit dem Betreff „Interview“ an meine Mailadresse (erzaehlmiralles@web.de) schicken und dort wenn möglich einige Grunddaten (Geschlecht, Alter, Diagnose um die es gehen soll) angeben. Ich werde die Interviews nacheinander führen, also das nächste erst beginnen wenn eines veröffentlicht ist. Je nach Interesse könnte es also etwas dauern bis Antwort kommt bzw. das Interview stattfindet. Voraussetzung ist, dass ihr die Diagnose schon kennt, also nicht auf Verdacht über eine mögliche Diagnose sprecht – ob die Diagnose selbst noch besteht oder nicht ist egal (sollte aber in der Mail stehen ob sie aktuell besteht oder in der Vergangenheit liegt).

Allgemein könnt ihr natürlich währenddessen oder im Nachhinein jederzeit abbrechen oder die Veröffentlichung im Blog rückgängig machen. Ob ihr anonym sein wollt oder zu eurem Blog (wenn vorhanden) verlinkt werden möchtet ist euch überlassen.

Ich selbst bin keine Interviewerin (das wären meine ersten Interviews), das solltet ihr vielleicht wissen bevor ihr euch bereit erklärt😉 aber kenne mich, wie ihr euch denken könnt, berufsbedingt soweit mit der Thematik aus.

Meldet euch! (Oder gebt ein allgemeines Feedback zur Idee und ob von Leserseite her überhaupt Interesse besteht^^)

Kommentare
  1. Aruoka sagt:

    Also ich find die Idee nicht schlecht. Ich vermute zwar auch ein wenig eigennutz dahinter (warum auch nicht, wenn man Erfahrungen sammeln kann) – würde aber jederzeit mitmachen. ^^
    Regards,
    Aru

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    • Der Eigennutz besteht natürlich darin, interessante Inhalte für meinen Blog zu liefern, da hast du recht (ich glaube ja, dass wirklich hinter jedem verhalten immer auch ein eigener nutzen steht, sonst würde man es nicht tun^^)
      Allgemein gehts mir aber auch darum, dass ich mich oft über falsche Darstellungen von Erkrankungen ärgere und es hilfreich finde wenn nicht Betroffene oder beruflich damit zu tun habende (also Laien) ein paar Erfahrungsberichte lesen können. Also auch einfach ein aukfklärender charakter da ist. Am besten können nämlich immernoch Betroffene selbst die Erkrankungen vermitteln.
      (Danke für die Mail, ich werde es wohl chronologisch machen, deine war die dritte oder vierte wenn ich mich recht erinnere)

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  2. fiirvogu sagt:

    Ich bin für alle Bemühungen, die mithelfen, das Thema „psychische Erkrankungen“ in der Öffentlichkeit zu enttabuisieren. Persönlich gehe ich offen mit meiner Erkrankung um, merke aber leider auch, dass ich bei vielen Personen auf Unverständnis, Ablehnung und vor allem Unsicherheit stosse. Ich würde mich daher auch als Interviewpartner zur Verfügung stellen.

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  3. Robin Urban sagt:

    Find ich eine gute Idee. Da schick ich doch direkt mal ne Mail😉

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    • Danke😀 Du bist an 6. Stelle (ich werds wohl chronologisch angehen wenn nix dazwischenkommt), könnte also noch etwas dauern^^ Aber ich hatte gehofft dass du dich meldest, ich „kenne“ dich jetzt ja schon eine Weile durch deinen Blog.

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  4. Mic sagt:

    Ich finde es auch eine gute Idee, sehe mich aber leider in meiner persönlichen Krankengeschichte gerade nicht an dem Punkt, an dem ich mich für so ein Projekt zur Verfügung stellen möchte. Falls ich meine Meinung noch ändern sollte, bekommst du eine Mail🙂.

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    • Kein Problem😀 Es dauert wohl eh eine ganze Zeit bis alle Interviews gemacht sind. Und wenn du ein paar davon gesehen hast kannst du auch einschätzen ob du auf diese Fragen Lust hast oder nicht. Ich dachte ohnehin, die meisten werden warten bis sie mal ein oder zwei gelesen haben…😀

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  5. Sten Dunkan sagt:

    Die Idee finde ich Prima!
    Ich folge deinem Blog erst seit wenigen Tagen, würde mich aber sofort zur Verfügung stellen.
    Über Seelische Erkrankungen wird viel zu wenig Aufklärung betrieben und „Betroffener von Psychotherapie“ zu sein, löst noch oft genug diesen was-macht-der-Verrückte-als-nächstes-Blick bei den Mitmenschen aus ..

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    • Ich bin gespannt! Kurzer Einwurf zum letzten Teil: Ich komme vom Dorf und eine unserer Nachbarinnen war einige Wochen in der Psychiatrie (das war vor 20 Jahren und ist jetzt hoffentlich anders) – die ganze Nachbarschaft hat sie mit Samdhandschuhen angefasst als würde sie gleich ein Messer aus der Tasche ziehen und sonstwas anstellen. Das war echt eindrucksvoll…. und irgendwie auch prägend.

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  6. evilmichi sagt:

    Interesse besteht auf alle Fälle, wenn auch mehr als „Nur-Leser“ denn als Interviewpartner. Habe neulich mit jemandem ein hochinteressantes Gespräch geführt, der jahrelang an Schizophrenie gelitten hat. Die Variante mit den Stimmen im Kopf, die einem böse Sachen einflüstern. War krass und sehr aufschlussreich, aber ich finds toll wie offen er damit umgeht.

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