erzaehlmirwas… über Depressionen

Veröffentlicht: März 11, 2013 in Interview, Psychozeug
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Bevor es mit dem Interview losgeht noch kurz eine allgemeine Frage an euch Leser: Mittlerweile habe ich drei Interviews geführt und wie geplant war der allgemeine Schwerpunkt immer beim Umgang mit der Erkrankung, Reaktionen der Umwelt und Therapieerfahrungen. Das hat u.a. die Gründe, dass ich nicht zu tief in persönliche Bereiche fragen will (Fragen nach der Ursache, Entwicklung, etc der Erkrankung) und zum anderen ist es eine persönliche Interessensfrage, da das etwas ist, was mich einfach selbst sehr interessiert. Meine Frage an euch ist, ob ich weiterhin solche „allgemeinen“ Interviews führen sollte, auch mit der „Gefahr“, dass es Überschneidungen gibt oder ob es euch für die Zukunft lieber wäre, wenn ich mich vorab mit den Interviewpartnern auf ein bestimmtes Thema einige und dieses dann vertieft behandle. Falls euch letzteres interessieren würde könnt ihr auch gerne Vorschläge machen was genau Gebiete wären, die euch interessieren, z.B. zu bestimmten Erkrankungen o.ä (ob es dann passende Interviewpartner gibt ist dann natürlich offen). Natürlich hängt es auch von den Interviewpartnern ab – auch ihr könnt gerne Vorschläge machen was euch am Herzen liegt und worüber ihr gern vertieft gefragt werden würdet. Oder eben ob ihr lieber ein „klassisches“ Interview wie die letzten drei machen würdet, wo ich mehr in die Breite frage.

Aber nun erstmal das heutige Interview, das ich mit Fabian geführt habe, der etwas über das Leben mit der Diagnose Depressionen erzählt:

F32.-
Depressive Episode
Info.:
Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder
schweren (F32.2 und F32.3) Episoden leidet der betroffene Patient
unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb
und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die
Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach
jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist
gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und
Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der
leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene
Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag
zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so
genannten „somatischen“ Symptomen begleitet werden, wie
Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen,
Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit,
Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von
Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als
leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.

 

(Anmerkung: Im Interview werden keine diagnostischen Fragen gestellt, es wird also nicht konkret die Art der depressiven Erkrankung befragt)

EMN: Du bist 26… wann hast du zum ersten Mal Symptome bei dir festgestellt und wann und in welcher Situation wurde dir dann konkret eine Depression diagnostiziert?

Fabian: Ich…hm.
Ich würde sagen, zum ersten Mal wurde es „seltsam“ als ich zwischen 13 und 14 war.
Durch meine Familiären Verhältnisse empfinde ich meine Kindheit so schon nicht einfach, aber meine Mutter kam damals schon mit der Vermutung, ich sei Depressiv – war / ist Sie auch.
Konkret Diagnostiziert wurde es dann mit 18, nach einem fehlgeschlagenen Suizidversuch. Kann als solcher gelten, auch wenn es damals kein „konkret beabsichtigter“ war.

EMN: Hattest du denn in der Zwischenzeit, zwischen 13 und 18, irgendwelche Unterstützung? Also ärztlich-therapeutische?

Fabian: Mit 12-13 war ich bei einem Schultherapeuten. Unter anderem weil ich beharrlich darauf bestand, mich vor dem Schwimmunterricht vor meinen Klassenkameraden nicht aus- bzw. umziehen wollte.
Aber viel gebracht hatte das nicht, da der Therapeut damals viel mehr…Ja-und-Amen-Sager zu dem was ich so alles erzählte.
Mit 14 war ich ein halbes Jahr in Tagesstationärer Therapie mit Schulunterbringung bei der ich aber „rausflog“ weil ich vorgeblich zu Unkooperativ gewesen bin. Zu dieser Zeit wurde mir bewusst, wie man versucht auf mich einzuwirken bzw. mich zu „manipulieren“ – wie das eben in einer guten Therapie ansatzweise auch ist – und sperrte mich.

EMN: Ein Schwerpunkt der Interviews soll ja der Umgang mit der Erkrankung und die Reaktionen der Umwelt darauf sein. Nun sind psychische Erkrankungen ja allgemein oft nicht so Thema in der Gesellschaft, aber grade bei 13-14-jährigen kann ich mir vorstellen, dass noch nicht so ein Wissen darüber da ist. Wie waren denn damals die Reaktionen deiner Freunde und Mitschüler? Wurde offen darüber gesprochen warum du ein halbes Jahr weg warst?

Fabian: Nein. Das Gegenteil war der Fall.
Als gefragt wurde, warum ich mich bspw. in einem abschließbaren Umziehen kann erzählte ich die Ursache dessen.
Tage später wussten mehr Leute davon, als ich kannte, und diese reagierten ziemlich Hässlich.
Aber an sich war das Wissen dafür noch gar nicht da – ich konnte schlicht nicht mit mir selbst umgehen, was sich dann auch an meiner Umwelt zeigte. Alles in allem war das ziemlich Schwer.
Und wie Mittelschüler so sind waren die Reaktionen mir gegenüber dann im allgemeinen ziemlich verhalten, sodass es zu Ausgrenzung und Mobbing weiterhin kam.

EMN: Du sagtest anfangs, deine Mutter habe selbst Depressionen. Waren diese Dinge (Therapien, Umgang damit, Gefühle) bei euch in der Familie Thema oder hat das eher jeder „mit sich selbst“ ausgemacht? Allgemein, gab es Menschen, mit denen du reden konntest?

Fabian: Naja…Thema waren sie schon – aber es war eher ein „jeder für sich selbst“. In meiner Familie war es so, dass diese Themen zwar angesprochen werden konnten – aber eine Unterhaltun diesbezüglich nie zu einem Ende gekommen wären / sind.
Menschen mit denen ich konkret über derlei Problematiken reden konnte? Nunja – erst später. So mit 19-20 rum. Aber da hatte ich dann ja schon die erste Therapie hinter mir.

EMN: Stichwort Therapie: Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Was für Therapeuten sind dir begegnet?

Fabian: Therapie…meine Haupterfahrung war, das man das meiste selbst und in Gesprächen mit Mitpatienten lernt. Das – für mein Empfinden – gute Therapeuten höchstens die Denkanstöße geben. Sie bohren im vermeintlich richtigen Moment und knacken die „Schale“ um die Sichtweise zu verändern. Das sorgt für Erkenntnisse.
Begegnet sind mir bisher…schätzungsweise 3-4 Therapeuten die diese Berufsbezeichnung haben.
Viele redeten – nur eine „half“ wirklich. Tiefenpsychologin. Aber am meisten half eben das Reden und darüber nachdenken. Auch wenn es Schwer war und ich mir manchmal regelrecht Dumm vorkam, gewisse Sichtweisen nicht schon zuvor gehabt zu haben.

EMN: Kannst du ein Beispiel von etwas (z.b. ein konkretes Gespräch/Thema/Intervention) geben, das wirklich geholfen hat?

Fabian: Ja. Aber eines, das eigentlich außerhalb der Therapie ablief.
Ein Schlüsselereignis war die Erkenntnis, das ich Bedürfnisse aus der Kindheit habe, die ich nicht mehr werde stillen können – die aber einstweilen „dazwischenfunken“ können.
Eines Morgens kam der Arzt, der mit mir Gespräche führte an und ich versuchte mit einem lockeren Spruch (weiß nicht mehr welchen) der allerdings ziemlich indiskret war, „anzukommen“.
In einem recht intensiven Gespräch das in einem ungewohnt heftigen Gefühlsausbruch endete in dem der Arzt ohne zu zögern nachbohrte stellte ich dann eben fest, das einige simple Emotionale Bedürfnisse – wie geliebt, geachtet, gemocht zu werden und geborgen zu sein – in einer Intensität vorhanden sein können, die ich so nicht befriedigen kann.

EMN: Wie sieht dein Leben und dein Umgang mit der Erkrankung denn heute aus? Nachdem du schon einiges erlebt und Erkenntnisse hinter dir hast, wie hast du das für dich umgesetzt?

Fabian: Die Umsetzung der Dinge, die ich erkenne, die zu ändern Wünschenswert oder gar Notwendig sind, fällt Schwer.
Es ist für mich nicht leicht, mich selbst zu den kleinen Dingen zu motivieren, die für mein Bild einer Gesellschaft oder eines Systems, das so Groß wie das „unsere“ ist, so Selbstverständlich scheinen.
Es…läuft. Zähflüssig. Ich bin mir meiner selbst mittlerweile sehr, sehr viel selbst bewusster, was es an manchen Tagen eher erschwert. Da sind dann Überzeugungen von der Sinnlosigkeit (in meinem Blog recht bildhaft nachzulesen – Anmerkung: Link zum Blog), oder einfach nur eine Grundnegative Einstellung. Stellenweise Selbstschutz, einstweilen der Versuch mich selbst und meine Welt zu erklären.
Mein Umgang ist eher ein Akzeptierender, ein Erklärender gegenüber Menschen, mit denen man über so etwas reden kann – der Umgang mit Psychologischen Störungen im allgemeinen ist ja meiner Ansicht nach nicht unbedingt der objektivste.
Ich bin der Meinung, gerade Dinge die mit sich selbst einhergehen, seien es „schwerere“ Seelische Störungen oder eben „nur“ Depressionen ist ein fortwährender. Ein Prozess, sozusagen.

EMN: Das sehe ich genauso. Danke erstmal für den Einblick in dein Leben und deine Erfahrungen mit Depressionen und allem was ich drum herum noch gefragt habe. Gibts was, was du ergänzend noch sagen willst, was ich nicht gefragt habe oder was noch wichtig ist von deiner Seite aus?

Fabian: Naja…was gäbe es noch zu sagen…
Was mir alles im Kopf herumschwirrt ist zuviel, zu wirr, um das alles in so einem Interview unterzubringen.😀

Kommentare
  1. aruoka sagt:

    Ich denke, in entspr. Rücksprache mit den Interviewten wäre es auch sehr interessant, etwas aus dem persönlichen Bereich heraus zu erfahren.
    Seelische Störungen an sich entstehen ja nicht so ohne weiteres – und ein bisschen Geschichte dahinter erklärt eben auch die Kausalitäten ganz Gut. Finde ich.

    An dieser Stelle noch einmal Danke für das angenehme Gespräch – auch wenn ich es hätte Tagelang führen können.😀

    (Gibt es eigentlich irgendwie sowas wie Mail-Diskussionen?)

    Regards,
    Aru

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    • Ich sehe, ich muss an meiner Interviewer-Selbstsicherheit arbeiten – ich denke immer „Boah, jetzt hast du schon so viele Fragen gestellt, das nervt doch sicher, du überstrapazierst die Geduld“😀

      Mail-Diskussion? Klingt interessant… im Sinne von „Über ein bestimmtes Thema konktrovers diskutieren“?

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      • aruoka sagt:

        Beispielsweise. Ich hätte noch Stundenlang auf meine Geschichte eingehen können – und hätte dann natürlich auch Meinungen von dir erwartet.
        Ich finde, es gibt im Bezug auf psychische Störungen so viel kontroversen Diskussionsstoff.
        Beispielsweise die Frage der Ursache des Kompensationsverhaltens. Ich konnte sowohl an mir als auch an anderen „Fällen“ durchaus sehr kontrastreiche Verhaltensweisen entdecken.
        Und es würe mich Reizen mit jemandem darüber zu sprechen, der eben nicht nur aus dem Schulbuch heraus damit umgeht.🙂

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        • Klingt an sich spannend. Also das Diskutieren über bestimmte Bereiche psychischer Erkrankungen. Es dürfte halt schwer sein was zu finden wo sich ernsthaft kontrovers diskutieren lässt. Zumindest mit mir^^ Ich gehöre da zu der Fraktion, die verschiedene Wahrheiten nebeneinander sieht. Im letzten Interview meinte Amy ja z.b. sie sei sich mit ihrer Therapeutin nicht einig geworden, da diese der Meinung war ihr Sozialleben sei verarmt. Das beschäftigt mich seither weil ich es unmöglich finde, Leuten die da selbst kein Problem sehen etwas einreden zu wollen.

          Aber grundsätzlich würde ich es mir gerne mal im Hinterkopf behalten und nochmal überlegen wenn die Interviews abgeschlossen sind. Oder wenn jemand mit einem Diskussionsthema kommt😉

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    • … und danke natürlich auch!😀

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  2. cidrin sagt:

    Ich finds nach wie vor klasse so!

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  3. Robin Urban sagt:

    Gerade dieses Interview fand ich jetzt etwas schwierig, weil auf die Hintergründe eigentlich nicht eingegangen worden ist. Besonders bei so jungen Menschen interessiert mich aber schon, was der Auslöser der Depression war (eine depressive Mutter begünstigt das sicher, aber das wird wohl nicht der einzige Grund sein). Die anderen Interviews waren zwar prinzipiell genauso, aber da hat das eigentlich nicht gestört.

    Wegen den Fragen für die nächsten Interviews: Weil ich ja auf der Liste stehe, hab ich mir schon ein bisschen Gedanken gemacht, was ich da erzählen könnte. Ich denke, die Erfahrungen mit dem Umfeld sind ja doch für jeden unterschiedlich… da ist es nicht schlimm, wenn die Fragen bei allen Interviews in die selbe Richtung gehen.
    Mir würde es nicht so viel ausmachen, auch etwas zum Hintergrund zu erzählen, andere vielleicht schon. Aber das kann ja vorher abgeklärt werden.
    Dennoch finde ich den Fokus auf die Erfahrungen mit dem Umfeld eigentlich am besten. Vielleicht mit ein wenig mehr Schwerpunkt auf negative Therapieerfahrungen…

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    • Hmmm, die Gründe sind halt ein sehr umfassendes Thema. Sowas ist unmöglich in Interviewgröße zusammenzufassen und ich wills auch nicht auf so simple Erklärungsmodelle der Marke „Na der hat immer Killerspiele gespielt und plötzlich isser Amok gelaufen“ herunterbrechen (also logischerweise nicht als Gleichsetzung gemeint, der Vergleich). Dennoch könnte man evtl. vielleicht mal Beispiele herausgreifen und vertiefen. Es gibt ja auch in der Schematherapie die Methode dass man ein aktuelles Ereignis und die dazugehörigen Gefühle zurückverfolgt in die Kindheit. Sowas wäre evtl mal interessant.

      Aber ich lasse mich ja auch gern vom jeweiligen Partner etwas leiten🙂

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    • aruoka sagt:

      Hier, denke ich, war es etwas Schwierig mit Hintergründen und Geschichten.
      Depressionen ist nicht nur eine der Störungen, die unter Umständen durch entspr. Einschnitte entstehen kann.
      Ich für meinen Teil war auf eine der Ursachen eingegangen – doch ich kann nachvollziehen und sehe es EMN nach, das Sie diesen Teil (sehr unauffällig übrigens) aus dem Interview herausschminkte.
      Bei Geschichten gibt es Sachen, da müsste man vom Kleinen ins Kleinste, um das Bild dann auch wirklich Verständlich zu machen, finde ich. Und da wirds dann auch recht Delikat.

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  4. ich finde die Reaktionen aus der Umgebung der Erkrankten am spannendsten – welches Verhalten wird als hilfreich empfunden, was macht noch kränker bzw. ist komplett unangemessen, wie weit sind wir in der Gesellschaft schon, wie wird auf ein „Outing“ von psychisch Kranken reagiert?

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  5. DieAufmSofa sagt:

    Bei Depressionen gibt es meist nicht einen ganz bestimmten Auslöser. Eher ist es oft eine Ansammlung und irgendwann kommt dann ggf. der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt
    (so ist es zumindest bei mir)!

    Hintergründe und Geschichten sind daher auch so umfangreich und vielschichtig, dass man es in einem Interview eigentlich gar nicht erfassen kann und sie eben auch erst in einer Gesprächstherapie entdeckt! Deshalb ist es ja auch so unendlich schwierig Außenstehenden zu erklären wie es einem geht und was in einem vorgeht. Man versteht es ja teilweise selbst nicht wirklich.

    Gutes Interview, weiter so!

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    • Nadjeschda sagt:

      Da muss ich dir total recht geben. Manchmal fände ich es auch für mich eben sehr praktisch, wenn es einfach „deeen“ Grund gegeben hätte…
      Also ich bin dafür, dass da eben nicht zwingend drauf eingegangen wird. Wenn es sich ergibt ist’s okay, aber find ich jetzt nciht so wichtig.

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      • DieAufmSofa sagt:

        Vor allem, selbst wenn man DEN Grund findet, was ändert es? Es wird den derzeitigen Zustand nicht ändern.
        Ich habe auf dem „Weg der Ursachen“ einiges gefunden, aber das allein hilft eben nicht. Das musste ich zwar auch erst lernen, aber zumindest das hab ich schonmal geschafft!🙂

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        • aruoka sagt:

          Ich denke aber, das Ursachenerkennung erstmal ein Schritt ist. Man kann sich dann selbst beobachten und erkennt in diesem Zusammenhang vielleicht Schlüsselfaktoren. Der Rest mag sich mit Zeit ergeben. Viel Zeit.

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  6. aruoka sagt:

    Vielleicht ein kleiner Nachtrag, was Geschichten bzw. Ursachen angeht.
    http://aruokashiro.wordpress.com/2010/01/06/23/

    Eine der Ursachen ist hier in einer Geschichte eingebettet.
    Regards,
    Aru

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