Wenn Homosexuelle heiraten zerstört das die Ehe

Veröffentlicht: März 19, 2013 in Comics
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Den Beweis sieht man eindrucksvoll an dieser von mir persönlich erstellten, wissenschaftlichen Grafik:

heirat

Ich denke, damit ist alles klar.

Kommentare
  1. Tschuldigung, ich muss mal ernst werden. „Ehe“+“Sonstige“:

    Es geht, denke ich, nicht nur um eine Lebensgemeinschaft, in der es potentiell Kinder geben kann oder nicht, sondern um die Übernahme von Verantwortung für den jeweils anderen. Verantwortung in menschlicher Hinsicht kann man nicht institutionalisieren, wohl aber Verantwortung in juristischer und finanzieller Hinsicht.

    Beispiele: wenn einer der beiden ins Krankenhaus kommt (z.B. nach einem Unfall), sollte dann nicht ein langjähriger Partner ein Recht auf Info und Mitentscheidungen haben wie ein Ehegatte – und andererseits genau so in die Pflicht genommen werden, auch im Pflegefall etc.?

    Wenn einer der beiden stirbt, sollte dann nicht der langjährige Partner ein Anrecht auf ein Erbe haben, besonders nach einer lebenslang gelebten Gütergemeinschaft?

    Sollte nicht gelebte Güterteilung als solche anerkannt und unterstützt werden?

    Ich fand es (erlebt im Krankenhaus vor 20 Jahren) zum Kotzen, dass die langjährige „Frau“ einer krebskranken Patientin, als diese nicht mehr ansprechbar war, weder informiert werden durfte über deren Zustand noch in irgendeiner Weise das Mitspracherecht über das weitere Vorgehen hatte – stattdessen irgendein „naher“ „Verwandter“, der sich sein Leben lang nicht um die Frau geschert hatte.

    Verfilmt ist die Situation eines Lebenspartners nach dem Tod des anderen in „Wer tötete Victor Fox“ – eine Komödie, die aber in dieser Hinsicht so manche Wahrheit enthält über die Bigotterie unserer Gesellschaft: die geldgeile offizielle Verwandtschaft wird kondoliert und darf die Beerdigung (ganz und gar nicht im Sinne des Verstorbenen) organisieren und sich dabei großartig inszenieren, der geliebte Partner muss sich „verstecken“, hat keinerlei Rechte, darf nicht trauern weil er offiziell nicht „sein darf“.

    „Ehe“, soweit sie gesetzlich definiert ist oder „juristisch der Ehe gleichgestellte Lebensgemeinschaft“ ist eben nicht nur romantischer Quark, sondern (was eigentlich viel romantischer ist) die Bereitschaft, sein Leben, ob materiell oder ideell, mit einem anderen zu teilen und sich einander als zugehörig zu definieren. Warum soll das für Homosexuelle weniger wichtig sein?

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    • Das Argument mit dem Krankenhaus und der Entscheidungsbefugnis war bei uns ebenfalls ein ausschlaggebender Grund. Der Blog mag zwar satirisch daherkommen, aber ich finde die Situation an sich wirklich unmöglich.

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  2. Sten Dunkan sagt:

    Die moralischen Grundsätze unserer Gesellschaft und Gesetzgebung basieren auf einem (überholten) Glaubenssystem das sich seit über 1000 Jahren nicht nennenswert weiterentwickelt hat. Und ich frage mich inwieweit es für unsere moderne Lebensweise überhaupt noch zugrunde gelegt werden sollte.
    Die Ehe besteht schon lange nicht mehr aus ’nur‘ Mann und Frau. Die Familie ist nicht allein die ‚gewachsene‘ Gemeinschaft die einmalig in jungen Jahren gegründet wurde. Beziehungen sind nicht einfach nur noch monogam, sondern immer häufiger auch komplexer und die Patchwork-Familie oder alleinerziehende Elternteile sind keine Einzelfälle oder Ausnahmen.
    Der Individualismus hält immer stärker Einzug in unsere Gesellschaft und damit verändert sich auch die dogmatische Form von Familie und Ehe. Diese Veränderung ist meiner Ansicht nach nicht einfach eine Modeerscheinung, sondern eine Entwicklung, hin zum natürlichen Entfaltungsdrang der Menschen.
    Es ist nur eine Frage der Zeit bis wir ein paar ‚traditionelle‘ Werte überarbeiten werden müssen um sie der Realität an zu passen. Vielleicht ist das sogar ein notwendiger Prozess um die klassische Familie, als Kern und Grundstein des Staates zu ersetzen.
    Vor 100 Jahren noch, lebten bis zu 4 Generationen unter einem Dach. Die meisten Menschen wussten wo sein Platz in der Gemeinschaft war. Heute gibt es fast mehr Singles (Senioren eingeschlossen) als Familienverbände. Ist es da nicht offensichtlich das sich etwas ändern muss?
    Es gibt verschieden christliche Werte die sehr wohl sinnvoll sind, die ich als religionsfreier Mensch sogar als erstrebenswert erachte. Es gibt aber auch eine Menge Dogmen die nichts mehr mit der Realität und der Form des Zusammenlebens der Menschen in unserer Gesellschaft zu tun haben.
    Die klassische Ehe als ‚Muss‘ ist eines dieser Dogmen.
    Ethik als Basis für vernünftiges Handeln, als Basis für ein Staatswesen ist unerlässlich – eine bigotte und überholte Moral ist das nicht – im Gegenteil.

    Ich kenne nur sehr wenige Paare die, erstmalig geheiratet, ein Leben lang zusammen blieben oder bleiben wollen, die gemeinsam (2,5) Kinder zeugen und erziehen. Trotzdem ist das noch immer das offizielle ‚Standardmodell für Familie und Ehe.
    Zeitgemäß klingt anders ..

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  3. gnaddrig sagt:

    Manche haben den Ernst der Lage hinsichtlich der Bedrohung der klassischen Ehe durch die Homo-Ehe noch nicht verstanden. Du könntest die Grafik nochmal benutzen, um die Message noch deutlicher zu machen. Überschrift: Warum Homosexuelle heiraten, und die Legende zum roten Abschnitt wäre dann: Um Hetero-Ehen zu zerstören oder Weil es Heterosexuelle stört.

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    • bombastu sagt:

      Das gilt natürlich nicht nur für die Homo-Ehe, sondern auch für Homosexualität an sich – eine Lebensweise, für die sich Unangepasste entscheiden, um mal so richtig auf den Putz zu hauen und allen den Stinkefinger zu zeigen. Logisch, oder?

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