Degradierung von Frauen.

Veröffentlicht: Juli 19, 2013 in Mann-Frau-Kram
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Eigentlich… ja eigentlich will ich gar nicht so viel über Feminismus schreiben. aber nach den intensiven Diskussionen hier im Blog kam grade ein gutes Beispiel dafür rein, was mich stört- wobei mir bewusst ist, dass man das unterschiedlich bewerten kann.

Also, es geht um diesen Artikel. Eine feministische Analyse einer Veranstaltung für Tierschutz/Veganismus, auf der Frauen sich als „Gemüse“ angezogen haben – na ja, das Gemüse hat ihre Brüste bedeckt, sonst war der Oberkörper frei. Die Feministinnen im Artikel haben sich daraufhin beschwert:

CUFA insists that they were not a part of this campaign. Apparently, these women came up with this idea on their own to “help draw attention” to the CUFA tent, and “they had fun doing it.” CUFA’s president assured me that dressing up in vegetable costumes was “empowering.” Cheers to them if they had fun and felt empowered, but this is far from an individual act. These women are representing CUFA’s organization.  CUFA okayed the stunt and is now promoting it on their Facebook page. Blaming it on the women seems to be an attempt to skirt accountability.

Also die Veranstalter sagen, dass die Frauen von sich aus mit der Idee auf sie zukamen um Aufmerksamkeit zu generieren und dass sie dabei Spaß hatten. Reaktion der Feministinnen: Schön für sie wenn sie Spaß hatten aber das ist nicht ihre eigene Sache sondern ein politischer Akt und als solches eben nicht OK. Ausserdem sei die Reaktion der Veranstalter ein Abwälzen der Verantwortung in dem sie die Frauen beschuldigen.

Und weiter:

CUFA commented that one man also took his shirt off and helped out: “There was a male dressed up as well, not sexist.” As we know, in our deeply sexist society, the bodies of men and women are not interchangeable. Men’s bodies are interpreted differently, generally in ways that empowers them and reasserts their dominance. Women’s naked bodies have yet to be divorced from the larger structure of degradation and sexual objectification.

Also das Argument seitens der Veranstalter, dass auch ein Mann sich ausgezogen hat, zählt nicht, denn wenn Frauen nackt sind werden sie objektifiziert und degradiert und wenn Männer nackt sind zeigt das deren Dominanz.

Im Artikel gibt es dann ein Bild wie die beiden Frauen in ihrem Stand stehen, eingeführt als „Meet the Cabbage Girls“, wobei laut dict.cc „Cabbage“ sowohl für „Kohl“ als auch umgangssprachlich für „Möse“ steht.

Da frage ich mich erstmal, bei allem guten Willen, WER diese Frauen degradiert. Sie sich selbst, wenn sie sich als Gemüse verkleiden um für ihre Überzeugungen zu werben oder die Feministinnen, die ein Foto von ihnen posten als „Mösenmädchen“ und ihnen jegliche Selbstverantwortung absprechen? Über die anderen fragwürdigen Statements will ich jetzt gar nichts weiter sagen, da soll sich jeder selbst ein Bild machen.

Kommentare
  1. Ich habe auch schon immer gedacht, dass das Frauenbild im radikalen Gender sehr schlecht ist. Eben weil bestimmtes Verhalten als Stützung des Patriarchats gesehen wird und damit ein Zuarbeiten für die Gegenseite

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    • Ich finde es halt ironisch wenn sie von „unserer zutiefst sexistischen Gesellschaft“ reden und dabei rumkommt dass sie selbst die größten sexisten sind.

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      • B-BC-2: MW sagt:

        … ja neben den Maskulinisten, religiösen Fanatikern und anderen Verblendeten. Scheint ein typisch menschliches Phänomen zu sein, sich willkürlich Feindgruppen zu suchen und diese ab- und sich selbst zugleich aufzuwerten. Und am besten finde ich immer noch diese völlig verdrehte Wahrnehmung, die sich massiv auf ihre sachliche Argumentationsfähigkeiten niederschlagen. Bitte verwirrt diese Menschen nicht mit Tatsachen; das könnte ihr Weltbild gefährden. Muss da immer an den Spruch denken: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel.

        Ich finde deine Comics sehr gelungen.🙂

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  2. Alien sagt:

    Ich habe mir jetzt mal den verlinkten Artikel und die Kommentare dazu durchgelesen und ich muss sagen – ich verstehe nicht, was diese Feministen wollen.

    Ich bewerte Einstellungen danach, wie weit sie Handlungsfreiheit des Individuums zulässt, für Handlungen, die niemanden schaden. Diese Feministen wollen offenbar nicht, dass Frauen halbnackt posieren und herumlaufen. Obwohl das offenkundig niemandem schadet. Also sind diese Feministen intolerant – und ja, wie du schon sagst, selbst sexistisch.

    Paradoxerweise kritisieren sie islamische Ganzkörperverschleierung genauso wie das nackte oder halbnackte Auftreten. Um einem intoleranten Feministen gerecht zu werden, muss man als Frau also möglichst bedeckt, aber auch nicht zu bedeckt herumlaufen. Zu solchen Feministen kann ich nur nein danke sagen.

    Die sind genauso heuchlerisch wie (fast) alle Staaten, wo es per Gesetz verboten ist, sich zu vermummen aber auch verboten ist, sich auszuziehen. Aber sich in Sonntagsreden zur „freiheitlich“-demokratischen Grundordnung bekennen – wenn man sich noch nicht mal kleiden darf, wie man will.

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    • Grace Kasperkiewicz sagt:

      „Paradoxerweise kritisieren sie islamische Ganzkörperverschleierung genauso wie das nackte oder halbnackte Auftreten“ meinst du damit Femen? Wobei allerdings in den meisten feministischen Kreisen der Konsens besteht, dass das Kopfttuchtragen, ob freiwillig oder nicht, eine Stütze des Patriarchats darstellt. Aber allgemein sprühen Leute gerne Gift und Galle, wenn um die Ausübung seiner Religion geht.So wie Kübra Gümüsay schon mehrmals geschrieben hat, geht es Femen und einigen anderen nur um Bevormundung und Gesellschaftsimperialismus. Eine unterdrückte muslimische Frau befreit man nicht dadurch, dass man ihr das Kopftuch oder gar ganz ihre Klamotten abnimmt.
      Deshalb stehe ich Femen (nicht dem Nackt-Protest) kritisch gegenüber.

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      • Kinch sagt:

        „Wobei allerdings in den meisten feministischen Kreisen der Konsens besteht, dass das Kopfttuchtragen, ob freiwillig oder nicht, eine Stütze des Patriarchats darstellt.”

        Eher nicht. Bezüglich freiwilliges Kopftuch tragen, ist das sicherlich kein Konsens. Im Gegenteil dürften Nicht-POC solche Aussagen, um die Ohren fliegen.

        Bei unfreiwilligem Kopftuch, finden sich auch genug kulturrelativistische, antirassistische Feministinnen, bei denen du mit sowas auch nicht kommen solltest. Da darf man sich als Nicht-POC schlicht gar keine Meinung zu dem Thema bilden.

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      • Alien sagt:

        „Wobei allerdings in den meisten feministischen Kreisen der Konsens besteht, dass das Kopfttuchtragen, ob freiwillig oder nicht, eine Stütze des Patriarchats darstellt.“

        Das zum Beispiel finde ich Unsinn. Wieso soll die freiwillige Entscheidung einer Frau die Vorherrschaft der Männer sichern? Feministen sollten meiner Meinung nach für die Freiheit der Frau eintreten. Das tun sie aber dann nicht, wenn sie auch nur Kleidervorschriften machen nur mit anderem Vorzeichen wie die Gegenseite.

        „Deshalb stehe ich Femen (nicht dem Nackt-Protest) kritisch gegenüber.“

        Zu Femen habe ich gefunden, dass sie gegen viele wichtige Sachen kämpfen, aber auch gegen Prostitution. Würden sie sich gegen Zwangsprostitution einsetzen – gut. Aber sie setzen sich auch gegen die freiwillige Prostitution ein und wollen Freier bestrafen. Das ist diktatorischer Unsinn. Wer sollte warum die freiwillige Übereinkunft zweier erwachsener Menschen unter Strafe stellen wollen. Damit stehen sie der viel kritisierten Kirche in nichts nach.

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        • Grace Kasperkiewicz sagt:

          Femen glauben ja, dass Muslimas sich gar nicht freiwillig für das Tragen eines Kopftuches entscheiden können, weil sie ja religiöser Gehirnwäsche ausgesetzt wären (hört man auch ganz oft in radikal-atheistischen Kreisen, übrigens). Und hier fängt für mich Bevormundung an. Klar muss man über solche Kleidervorschriften diskutieren können, man möge nur nach Saudi-Arabien schauen, aber sobald eine Frau sich aus eigener religiöser Überzeugun dafür entscheidet, sollte das respektiert werden, egal, ob diese Entscheidung unserer eigenen Wertvorstellung entspricht oder nicht. Das nennt man nämlich Toleranz.

          „Da darf man sich als Nicht-POC schlicht gar keine Meinung zu dem Thema bilden“ finde ich an sich sogar richtig. Ich persönlich kann mir auch gar keine richtige Meinung dazu bilden, weil ich nicht so tief in der muslimischen Kultur drinstecke. Als Außenstehende kann ich deren Sitten auch nur oberflächlich beurteilen. Ich unterstütze es aber sehr, wenn Frauen in merheitlich muslimischen Ländern für ihre Rechte eintreten. Dass westliche weiße Feministinnen jetzt aber auf Rettungszug der unterdrückten muslimische Frau eintreten, finde ich ziemlich fehl am Platz, weil natürlich dann erwartet wird, dass sie dann westliche Wertvorstellungen annehmen.

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          • Alien sagt:

            Bis auf den letzten Satz stimme ich mit dir überein:

            „Dass westliche weiße Feministinnen jetzt aber auf Rettungszug der unterdrückten muslimische Frau eintreten, finde ich ziemlich fehl am Platz, weil natürlich dann erwartet wird, dass sie dann westliche Wertvorstellungen annehmen.“

            Ich würde hier differenzieren: Menschen aus fernen Landen zu helfen, sich von blödsinnigen und verachtenswerten Verboten zu befreien ist eine gute Sache. Zu erwarten, dass diese Menschen dann in allen Dingen das genaue Gegenteil von dem tun, wozu sie vorher gezwungen wurden, ist natürlich dämlich. Und das sollte dann auch kritisiert werden. Wenn ich mich dafür einsetze, dass alle Menschen in Deutschland nackt rumlaufen dürfen, heißt das noch lange nicht, dass ich das auch tun möchte. Nein ich würde mich im Gegenteil sogar recht altmodisch kleiden. Es sind eben zwei Sachen, das Recht zu etwas zu haben, und das Recht zu nutzen. Dennoch ist es ein Riesen Unterschied, ob ich mich so kleide, wie ich es tue, weil ich es muss, oder weil ich es will. Darum geht es.

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            • Grace Kasperkiewicz sagt:

              Meiner Meinung nach ist aber das Kopftuchtragen oder die Ganzkörperverschleierung das kleinse Problem, ein Symptom eines radikal-patriarcharischen Systems.Mir wäre es zum Beispiel wichtiger, dass Frauen in Saudi-Arabien allein Autofahren dürften. Oder dass sie nicht wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs verurteilt werden, wenn sie vergewaltigt werden. Das Recht, sich nicht verschleiern zu müssen, wird ihnen nicht andere Rechte einräumen, denn sie werden trotzdem nur als Menschen zweiter Klasse angesehen werden.

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              • kinch sagt:

                „Meiner Meinung nach ist aber das Kopftuchtragen oder die Ganzkörperverschleierung das kleinse Problem, ein Symptom eines radikal-patriarcharischen Systems.“

                Sag mal, da du ja eine Meinung zum Thema Kopftuchzwang hast: Siehst du eigentlich einen substantiellen Unterschied zwischen dem Zwang für Frauen ein Kopftuch in der Öffentlichkeit zu tragen und dem Zwang für Frauen ihre Brüste in der Öffentlichkeit zu bedecken?

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                • Grace Kasperkiewicz sagt:

                  Wenn du so fragst: auch wenn es einen kulturellen Unterschied machen mag, Körperteil ist Körperteil. Männer dürfen in unseren Breitengraden auch ihre Oberkörper entblößen. Man könnte damit argumentieren, dass die weibliche Brust stärker sexuell konnotiert idt die männliche, aber diese Konnotation ist menschengemacht. Ich meine, viele Frauen und Männer dürften eine Männerbrust als sexuellen Reiz empfinden, warum verbietet dann keiner den Kerlen, ihre Brüste einzupacken?

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  3. tikerscherk sagt:

    Sie scheinen echt ein riesiges Problem mit Feministinnen zu haben
    Sicher werden Sie noch ganz viele Beispiel dafür finden, wie krass „die“ sind. So ist das leider mit der selektiven Wahrnehmung.
    Bite arbeiten Sie daran, dann werden Sie sehen, dass auch andere Informationen verfügbar sind, die das Feindbild, das Sie da konstruieren wie ein Kartenhaus zusammen fallen lassen würden. Vorausgesetzt man ist offen dafür.

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    • Darf ich zunächst mal fragen was dieses unhöfliche Gesieze soll?
      Und wird jetzt grundsätzlich zu jeder konkreten Kritik an einer feministischen Haltung ein allgemeines Geschwurbel darüber kommen, dass ich ohnehin befangen sei oder kann ich damit rechnen, dass Kommentare sich in Zukunft auf den Inhalt des Blogeintrags beziehen, der kommentiert wird? Ansonsten wäre es vielleicht einfacher einen Standardtext zu verfassen, den man nur noch Copy & Pasten muss.
      Ich weiß nicht genau wie intensiv die Beschäftigung mit meinem Blog bisher war, aber es dürfte durchaus ins Auge stechen dass ich viele gemeinhin als Feministisch geltende anliegen unterstütze, z.b. im Bezug auf Opfer von Vergewaltigung (allerdings beiderlei Geschlecht), Missbrauch, Akzeptanz aller Körperformen, Abtreibungsrecht, etc.

      Meine Haltung könnte man wohl als Anstreben der maximalen Freiheit für das Individuum verstehen. Und den Kampf gegen die Einschränkung dieser Freiheit durch andere. sehen wir uns mal das obige Beispiel an: zwei freie Frauen treffen eine freie Entscheidung über ihren Körper und mehrere Unterdrückerinnen betreiben public Shaming, demütigen sie und versuchen das zu unterbinden. Angenommen, man würde nach Freiheit für jeden Menschen streben…. auf welcher seite würde man da stehen?

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      • Kinch sagt:

        Ich will dir natürlich nix vorschreiben, aber glaubste nicht, dass das vergebene Liebesmüh‘ ist? Bei tikerscherk prallen Kommunikationsversuche doch ab, wie Regentropfen an einer Glaswand.

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      • tikerscherk sagt:

        Bestätigungsfehler. Genau das meinte ich: Sie (die Anrede ist durchaus höflich gemeint, und erscheint mir gerade bei der Kritik, die ich übe mehr Respekt auszudrücken), schreiben auffallend oft über die „schlechten Seiten“ des Feminismus, so dass ich es als eine selektive Wahrnehung bzw. Darstellung empfinde.
        Ich bin ja bereits in einem vergangenen Post darauf eingegangen (copy und paste is also nich).
        Maximale Freiheit für das Individuum? Nix dagegen. Und Opfern, egal ob Frauen oder Männer verdienen unsere Unterstützung. Sehr lesenswert dazu ist beispielsweise der Text über Beschneidung und jener zur #aufschrei-Debatte von Robin (robins urban life stories- kennen Sie ja), die ich übrigens als Feministin einstufen würde.
        Solche Feministinnen gibt es nämlich auch, und ich denke etwas mehr Ausgewogenheit wäre nur fair.

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        • Seit etwa einer Woche fällt mir ziemlich viel zu Feminismuskritik ein (weil mir grade zufälligerweise viel davon über den Weg läuft). Davor und auch bereits seit langem immer wieder habe ich mich auch oft mit Maskulisten angelegt. Ich verorte mich ziemlich genau mittig und finde dass es wichtige Frauenrechtsthemen und wichtige Männerrechtsthemen gibt und sich das keinesfalls ausschließt.
          Das lustige ist, dass das hier wieder einiges bestätigt von dem was mir im letzten Jahr passiert ist. Du kannst x frauenrechtsthemen behandeln, aber kaum äusserst du dich kritisch wirst du direkt als „Antifeministin“ bezeichnet.
          Ich habe mich (du kannst gern die männerthemen-blogger dazu befragen) in den letzten monaten auch x mal mit Männerrechtlern bei manchen themen angelegt und tue das noch aber dennoch geht man relativ offen mit mir um und bezeichnet mich nicht als „männerfeindlich“. wie kommts? würde mich echt interessieren? wie kommts dass von feministischer seite auf kritik direkt mit ausschluss, sperre oder beleidigungen reagiert wird (ja, dazu zähle ich auch sowas wie stutenbissigkeit, die bezeichnung als antifeministin oder die unterstellung ich sei uninformiert und einseitig!)

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          • tikerscherk sagt:

            Es freut mich zu lesen, dass Sie in Ihrer Kritik ausgweogen sind. Kam mir nicht so vor.
            Zum Thema Beleidigung: wenn man austeilt und versucht die Kritik anderer mit Ironie (Formulierungen wie OMG, oder „die ach so tollen..“ etc) abzubügeln dann sollte man nicht zimperlich sein, wenn andere Frauen das als stutenbissig empfinden und es auch so benennen.
            Genau so wenig ist es eine Beleidigung, wenn ich die -zur Zeit jedenfalls- offenkundige Einseitigkeit bezügl. Feminismus benenne, und daraus ableite, dass Sie Antifeministin sein müssen.
            Wenn das nicht der Wahrheit entspricht: umso besser.
            Im übrigen leben solche Diskussionen doch auch von Gegenstimmen. Wenn alle einander zsutimmen, abnicken und sich gegenseitig beweihräuchern, ist das doch sehr ermüdend und langweilig.
            Wünsche noch einen schönen Abend.

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            • Wie gesagt, die Einseitigkeit ist jetzt seit ungefähr einer Woche, davor könnte man sagen war es Einseitig feministisch von der Thematik her. Ich weiß, dass Sie meinem Blog schon vor längerem gefolgt sind, daher würde mich wirklich interessieren warum Sie sich nach wenigen Tagen Feminismuskritik zu Wort melden um mich als einseitige Antifeministin zu bezeichnen?

              Dieses „Ach, eine Antifeministin“-gelable kommt mir vor wie eine einfache art sich Kritik zu entledigen. Statt sich damit auseinanderzusetzen dass es so einiges am Feminismus zu kritisieren gibt und vieles fragwürdig ist wird der Kritiker rasch als „Antifeminist“ ins Aus befördert und hat dann eh kein Recht mehr gehört zu werden. Vielleicht ist das der Grund warum mir der Maskulismus in all seinen teils merkwürdigen Strömungen langsam sympathischer wird. Die reden auch mal Quatsch aber die hören sich die Kritik dann wenigstens an und gehen tatsächlich auch mal darauf ein.

              Insofern… ich finde es tatsächlich gut wenn Sie mir widersprechen, allerdings würde ich mir wünschen, das dann aufs Thema zu beziehen und nicht darauf ob und wie sehr ich nun Antifeministin sein könnte.

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              • tikerscherk sagt:

                Abschließend: ich habe mich in meiner Kritik der vergangenen Woche ganz klar auf´s Thema bezogen, was von Ihnen mit großem Unwillen, Ironie und Häme quittiert wurde. So habe ich mir dieses Mal erlaubt Sie darauf hinzuweisen, dass Sie sich gerade ein wenig festbeißen.
                Die Argumentation, dass Ihnen nun die Maskulinisten langsam lieber sind als die Feministinnen, weil diese sich so kritikempfindlich zeigen ist interessant. Zum Einen, weil Sie selbst so aufgeregt und aufgebrcht auf Kritik reagieren, zum anderen, weil gar keine Not besteht die beiden Bewegungen gegeneinander aufzuwiegen und zu bewerten.
                Darum geht es doch gar nicht. Feminsimus ist nicht das Gegenteil von Maskulinismus.
                Jedenfalls nicht für mich.

                Ja, ich folge Ihrem Blog seit einer Weile. Ihre Beiträge erscheinen in meinem Reader, und manche lese ich gerne, andere weniger.
                Die letzten fand ich, auch wenn Sie das nicht gerne hören: einseitig.

                Nix für ungut.

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                • Ich empfehle, dass Sie sich nochmal ganz in ruhe Ihre ersten Kommentare hier auf dem Blog durchlesen, besonders den ersten („Schade auch, dass viele Frauen fast schon reflexartig feindselig oder sarkastisch auf das Wort “Feminismus” reagieren, und dann ganz schnell mit abstrusen Beispielen um damit die gesamte Bewegung zu diskreditieren.“) und den zweiten (Interessanterweise findet sich die schlimmste Stutenbissigkeit unter den Antifeministinnen, , wie ich hier wieder einmal exemplarisch erleben darf.
                  ich wüsste zu gerne, was da schief gelaufen ist) und sich dann zu überlegen ob diese „Kritik“ zu einer produktiven Diskussion einläd oder vielleicht… nur vielleicht… nicht. Und wenn Sie sich dann meine Reaktionen auf die anderen kritischen Statements anschauen, vielleicht kommt Ihnen dann der Gedanke, dass es an der art liegt, wie man Kritik vorbringt, ob diese mit „Unwillen“ oder mit Offenheit beantwortet wird.
                  Nix für Ungut.

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            • anonym sagt:

              @tikerscherk


              Genau so wenig ist es eine Beleidigung, wenn ich die -zur Zeit jedenfalls- offenkundige Einseitigkeit bezügl. Feminismus benenne, und daraus ableite, dass Sie Antifeministin sein müssen.
              Wenn das nicht der Wahrheit entspricht: umso besser.

              hier sieht man sehr gut wie, mit nur einem Satz, ein anders denkender abgewertet wird.

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              • tikerscherk sagt:

                Nein, sieht man nicht, anonym. Bzw. sehen Sie da etwas, was nicht der Wahrheit entspricht.Tatsächlich schätze ich EMN als eine kluge, wortgewandte Person, deren Blog ich regelmäßig lese. Insofern habe ich keinen Menschen abgewertet, sondern eine von mir „zur Zeit jedenfalls“ vermutete Einseitigkeit, zugegebenermaßen sehr deutlich, kritisiert. EMN hat darauf reagiert, ihre Haltung dargelegt und die habe ich interessiert zur Kenntnis genommen. Solche Auseinandersetzungen sind m.E. wichtig, um sich vertshen zu lernen.
                Graben Sie also bitte keine Gräben, wo keine sind, oder versuchen Sie nicht Öl auf ein eben gelöschtes Feuer zu gießen.
                (anonym zu kritisieren macht übrigens keinen guten Eindruck)

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        • Ich hab mir jetzt mal die Mühe gemacht die Blogs der letzten Tage anzuschauen die sich mit Geschlechterthemen befassten und Männer-kritisch sind.
          https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/06/13/wie-manner-erfolgreich-frauen-anflirten/
          https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/06/16/grunde/
          https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/06/19/fantasien-und-wunsche/
          https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/07/05/vergewaltigungslogik/
          https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/07/08/inklusion/ (Der war tatsächlich neutral gemeint und einfach nur als Witz, weder feminismus- noch maskulismuskritisch)

          Du siehst, die Wochen vor der Feminismuskritik waren sehr maskulismuskritisch. Die Themen, die nicht explizit feministisch waren aber Themengebiete behandeln, die dort auch diskutiert werden (Serientipp my mad fat diary – körpernormen; internview mit missbrauchbetroffener, etc, etc)

          also wie zur Hölle kommt es, dass da keine aufgebrachten Maskulisten kamen und mir Einseitigkeit vorgeworfen haben?

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          • Banaus sagt:

            Laß mich, einen Kerl, Deinen Blog deuten, um Tikerscherk zu zeigen, wie ich Eure Dabatte empfinde:
            d
            Dein Blog schreibt sinngemäß :
            „Taubenscheiße auf der Windschutzscheibe kann die Sicht beeinträchtigen.“
            Der implizierte Gedankengang ist:
            „…muß ich bei meinem Auto wegputzen…“
            Vertererinnen des karikierten Feminismus wollen von Dir wissen, warum Du Autos scheiße findest und Tikerscherk fragt, warum Du nicht auf Navis, Aufkleber und Handyhalterungen eingehst, die ja oft auch an der Frontscheibe hängen und die Fahrersicht reduzieren.

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            • Kinch sagt:

              „und Tikerscherk fragt,”

              Da geht jetzt aber deine Fantasie mit dir durch. Tikerscherk hat nicht eine einzige Frage an erzaehlmirnix gestellt. Tikerscherk braucht auch keine Fragen zu stellen, den Tikerscherk weiß bereits alles.

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              • Yesa sagt:

                sorry ich weiß ich sollte die klappe halten um niemanden zu provozieren und und und aber … ich kann mich einfach nicht beherrschen (scheiß impulskontrolle die brauch doch sowieso kein mensch) Tikerscherk ist eine weibliche Chuck Norris?

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                • Kinch sagt:

                  Das hätte dieser Privilegienpenis gerne! tikerscherk weiß alles und kann alles, auch ohne Patriachat im Rücken.

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