Geschlechteruto… dysto…. zukunftsgeschichte.

Veröffentlicht: Juli 24, 2013 in Mann-Frau-Kram
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„Ich hoffe ich bin ein Mann“. Kim blickte nachdenklich auf seire Hände: „Sie sind groß, oder? Und ich finde mein Gesicht kantig. Ich bin mir ziemlich sicher dass ich ein Mann sein werde.“

Sarin schwieg eine Weile bis sier sich schließlich äusserte: „Mir ist es eigentlich egal.“

„Das sagen alle wenn sie gefragt werden aber in Wirklichkeit hofft jeder auf irgendwas. Also?“

„Meine Mutter glaubt, ich sei ein Mädchen weil ich fast nur Dinge mache die früher nur kleine Mädchen gern gemacht haben. Aber mein Vater meint, das sei Kaffeesatzleserei und wir müssten uns einfach überraschen lassen. Ausserdem spielst du auch mit Puppen und magst am liebsten Rosa und du bist wahrscheinlich ein Mann.“

„Denkst du?“ Kim war erfreut.

„Ehrlich gesagt schon. Keine Ahnung warum. Vielleicht hoffe ich das auch nur.“ gab Sarin zu. Den letzten Satz hatte sier mehr gemurmelt als gesprochen.

Kim wollte bereits zu einem Warum ansetzen als sier klar wurde, was Sarin andeuten wollte: „Also magst du Männer?“

Sarin zuckte mit den Schultern: „Ich glaube schon. In letzter Zeit stelle ich mir öfter vor einen Mann anzufassen. Und du?“

„Das ist mir nun egal. Ich glaube, ich mag beides. Mir wäre es egal ob du… na ja oder wer sonst so was ist.“

„Aber die meisten mögen irgendwas lieber. Und bei den meisten ist es das andere. Also bin ich wahrscheinlich eine Frau.“

„Oder schwul. Ist doch egal.“

„Stimmt schon. Ich weiß nicht, aber ich glaube ich will mal Kinder. Wenn ich eine Frau bin muss ich die Kinder kriegen. Wenn ich ein Mann bin ist es umständlich sich eine Leihmutter zu suchen. Beides komisch.“

„Du denkst schon viel zu weit. Ausserdem führst du ja vielleicht gar keine Zweierbeziehung sondern eine Dreier- oder Vierer und du musst gar nicht die Kinder kriegen.“

„Wenn dann höchstens mit mehreren Männern aber ich finde es doof wenn eine Frau dabei ist und ich keine Lust auf sie habe. Ich finde wenn dann muss es zwischen allen passen. Aber eigentlich will ich auch lieber nur zu zweit sein.“ Sarina sah Kim einen Moment zu lange an um siere Aussage beiläufig klingen zu lassen.

„Typisch Frau“ spottete Kim um von sierer Verlegenheit abzulenken.

„Meine Güte, du kennst aber auch kein anderes Thema mehr in den letzten Wochen. Du machst dauernd solche dummen Witze aber eigentlich bist du nur aufgeregt weil du bald 14 wirst. Wenn dir alles andere egal ist, warum ist es dir dann so wichtig dass rauskommt, dass du einen Penis hast?“

Kim wand sich unangenehm berührt und gab schließlich zu: „Du weißt dass ich nicht so verkopft bin, ich will was draußen machen als Beruf. Irgendwas mit Bauen oder Gartenarbeit.“

„Na und? Das kannst du doch auch als Frau.“

„Ja schon….“ seufzte Kim „Aber du weißt ganz genau, auch wenns keiner zugibt, dass sie dafür lieber Männer nehmen und mal ehrlich, Männer sind nunmal stärker…“

„Kim!“ Sarin war empört. „Unsere Vorfahren haben die Geschlechtsabdeckung bis 14 nicht eingeführt damit du jetzt solche sexistischen Sachen sagst!“

Kim schwieg eingeschnappt. Nach einer Weile fragte sier zögernd: „Du sagst das aber jetzt nicht der Sexismusbeauftragten, dass ich vorhin „typisch Frau“ gesagt habe und jetzt das mit dem Stärkersein? Ande muss sier Geschlechtsabdeckung bis 16 tragen weil sier Kar geärgert hat dass sier sicher ein Mädchen ist weil sier Mathe nicht kann.“

„Zu recht, das war auch sexistisch.“ Sarin ließ Kim einen Moment zappeln bis sier sien gegen den Oberarm boxte: „Nein, ich sage es nicht weiter. Und ehrlich gesagt hoffe ich doch dass ich eine Frau bin weil ich dich dann weiter boxen kann. “

„Das war noch schlimmer als das was ich gesagt habe. Dafür müsstest du deine Geschlechtsabdeckung bis 21 tragen.“

Es stimmte, die Bevorzugung von Frauen was Gewalt gegen Männer anging war eines der Themen, die tabu waren. Alle paar Jahre gab es einige hilflose Versuche mit anonymen Flugblättern auf das Thema aufmerksam zu machen, die jedoch schnell wieder im Sande verliefen wenn die Sexismusstelle die Täter ausfindig machten und der Geschlechtsneutralisierung unterzogen.

Für einen Moment drohte die Stimmung zu kippen, dann begann Sarin zu kichern „Jetzt fehlt nur noch dass wir Witze über unsere Hautfarbe machen. Weißt du noch der alte Herr Müller? Der durfte seine Hautabdeckung erst mit 73 abnehmen.“

Kim stimmte ein: „Ja, er dachte immer, er sei schwarz. Wie schockiert er war!“

In diesem Moment klingelte die Schulglocke. Mit einem verschwörerischen Blick und dem Wissen über siere verbotene Unterhaltung beeilten sich Kim und Sarin zu sierem Genderstudies-Unterricht zu kommen.

Kommentare
  1. Sehr schöner Text! Geschlechtsabdeckung bis 21 und Hautabdeckungen. Bin begeistert

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    • Ich überlege grade, die Geschichte fortzusetzen. Kim stellt an seinem 14 Geburtstag fest, dass sier eine Frau ist und ist verzweifelt weil er sich als Mann fühlt. Aber Transsexualität gibt es in dieser Gesellschaft nicht, da es ein Affront gegen die Grundsätze der völligen Gleichheit ist. Er schließt sich einer Rebellengruppe an und beschäftigt sich mit den verbotenen Lehren der Biologie. – Kann sein dass ich dich zu den verbotenen Lehren noch was frage, als Experte😉

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      • Robin Urban sagt:

        Christian steht dir dann gerne zur Verfuegung, wenn es darum geht, seine eigenen Praeferenzen biologistisch und evolutionaer zu begruenden. Das kann er gut.

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        • Ich meinte eher die biologischen Hintergründe von Transsexualität, da er darüber schon öfter was zitiert hat aus studien.

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          • Robin Urban sagt:

            Ich habe davon ja recht wenig Ahnung (interessiert mich auch nicht sehr). Aber wenn ich sehe, was fuer einen Schwachsinn er sich bei anderen Themen zurecht konstruiert, kann ich ihm das leider auch nicht mehr abkaufen.

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            • Ich meine halt, dass es irgendwas mit Hormonen im Mutterleib zu tun hatte. aber mal sehen ob ich überhaupt an der story weiterschreibe.

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              • Robin Urban sagt:

                Dazu uebrigens: http://maedchenmannschaft.net/pronomen-ohne-geschlecht/

                Weil ich das „sier“ gelungen fand, aber du hast doch ganz am Anfang „seine Haende“ geschrieben😉

                (bevor das mal wieder jemand falsch versteht: Ich finde sowas wie im Link beschrieben absolut apokalyptisch, wenn es tatsaechlich mehr sein soll als eine linguistische Spielerei)

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                • Am anfang stand „seire Hände“, also auch wieder (beabsichtigt) als Mischung zwischen seine und ihre. aber ich habe den Blog x Mal ändern müssen weil ichs immer irgendwo übersehen habe.
                  Die Form ist ja echt zu der Mädchenmannschaftform ähnlich obwohl mich bei denen das „x“ stören würde.

                  Mich würde aber auch interessieren wie dir die Geschichte allgemein gefallen oder nicht gefallen hat.

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                  • Robin Urban sagt:

                    (Sorry, am 24. hatte ich nach dem Fertigwerden mit meinem eigenen Beitrag keinen Saft mehr, musste dringend ins Bett)

                    Der Stil ist gut, die Idee an sich super. Sciene Fiction, egal ob dystopisch oder utopisch, mag ich sowieso.

                    Aber ich kann sowas einfach nicht geniessen, wenn ich weiss, was dahinter steht. Es macht mich krank zu sehen, wie du deine Kreativitaet, dein Talent und deinen Humor fuer die Anliegen von Leuten verschwendest, die weder das eine, noch das andere haben.
                    Ich finde, wie schon oft gesagt: Dieses gesamte Genderthema wird voellig uebertrieben angegangen, aber es ist halt auch nicht komplett sinnlos. Nicole von Kleinerdrei mag das uberzogen rueber gebracht haben (finde ich ehrlich gesagt nicht mal), aber im Grunde stimme ich ihr vollkommen zu. Ich moechte nicht, dass mein Sohn spaeter mit Fussballklamotten zugeschmissen wird, nur weil er einen Penis hat, und noch weniger will ich, dass meine Tochter 10 Barbies und rosa Kleidchen zum Geburtstag bekommt, nur weil sie keinen hat. Am wenigsten will ich, dass sie schon staendig auf ihr Aussehen reduziert wird, bevor sie ueberhaupt richtig gehen kann.
                    Ich will, dass meine hypothetischen Kinder frei von solchen Zwaengen aufwachsen und sich so entwickeln, wie es ihrer Natur und ihrer Neigung entspricht. Wenn mein Sohn spaeter gerne Fussball spielen WILL, bin ich die letzte, die da etwas dagegen hat. Aber ich will nicht, dass er sich zu einem Fussballfanatiker entwickelt, nur weil die Gesellschaft ihm vorlebt, dass er im Idealfall als Mann einer sein muss.

                    Das sind alles nur Beispiele, aber ich nehme an, du weisst was ich meine.

                    Es kann natuerlich nicht in so etwas gipfeln wie in der Kurzgeschichte beschrieben. Auch finde ich es uebertrieben, niemanden das Geschlecht des Kindes verraten zu wollen. Aber ich weiss jetzt schon (obwohl weit, weit von einer moeglichen Schwangerschaft entfernt), dass mir da einige extrem heftige Diskussionen bevor stehen – vor allem mit der Familie des Kindes muetterlicherseits:/
                    Es waere schoen, wenn das nicht noetig waere. Deshalb ist es wichtig, Geschlechterklischees auszubrechen – waehrend einige von Christians Stammkommentatoren sogar leugnen, dass es sowas wie ein soziales Geschlecht ueberhaupt gibt! Womit sie in meinen Augen einfach nur Vollidioten sind, denn DAS erkennt doch wirklich JEDER! Aber Hauptsache anti. Das ist alles, worum es denen geht.

                    Deshalb: Schoene Geschichte. Haette thematisch von mir sein koennen (ich denke uebrigens schon seit laengerem ueber eine Geschichte oder ein kurzes Stueck mit dem Thema Radikalfeminismus nach… daher ist das echt nicht nur ein Spruch). Isses aber nicht. Und das ist das Problem. Wenn ich sowas schreiben wuerde, wuesste man, dass ich in diesem bestimmten Thema anderer Meinung bin, aber ansonsten dem Feminimus eine Daseinsberechtigung zuspreche. Das ist bei dir nicht der Fall, oder?

                    Deshalb kann ich die Geschichte nicht gut finden. Das ist wie mit einem sexistischen Witz. Ich kann ueber sowas durchaus lachen, aber nur, wenn er von jemanden kommt, von dem ich weiss, dass er es wirklich nur als Witz meint. Hier geht das nicht. Ich halte dich nicht fuer eine Antifeministin, aber ich finde die Tendenz einfach schade.

                    Kannst natuerlich die Meinung haben, die du willst. Aber trotxdem. So sehe ich das halt.

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                    • Also zunächst mal war der Anfang durchaus dazu gedacht positive Assoziationen zu haben und es ging ja auch einigen Lesern so dass sie meinten, es sei eine interessante/schöne Vorstellung „neutral“ aufzuwachsen.

                      Du scheinst zu denken ich sei gegen Feminismus aber das ist nicht der Fall. ich bin dagegen wie er zur Zeit praktiziert wird weils diktatorisch und realitätsfern praktiziert wird.

                      ich sehe auch ehrlich gesagt nicht wo der Feminismus konkret ansetzt um stereotype Rollen bei Kindern zu verhindern, ausser gemotze und Aktionen wie das T-Shirt über Mathe (das es ja wie gesagt fpür Jungs auch gab!) zu shitstormen kommt da nicht viel praktisches. Ich würde ehrlich gesagt liebend gerne mal wieder eine gute feministische Aktion hier aufgreifen aber ich finde kaum was wo ich zustimmen kann. sowas wie diese Geschichte IST mein Versuch das aufzugreifen.

                      ehrlich gesagt finde ich das schlimmste am derzeitigen Feminismus dass kritik völlig geächtet ist und wer nicht rückhaltlos YAY schreit (oder „ihr könntet aber noch ein bisschen politisch korrekter sein“) wird nahezu komplett aus dem Diskurs ausgeschlossen und an den „Trolltisch“ verbannt.

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                    • Robin Urban sagt:

                      Hab erst danach gelesen, dass du den Ansatz durchaus auch positiv bewerten koenntest… nur schaetze ich, alle Antifeministen, die das gelesen haben, haben das nicht gecheckt (aber, haha – ich ja auch nicht).

                      Ja, ich finde die Diskussionskultur im vorherrschenden Feminismus auch schrecklich. Bin ja auch bei der MM schon seit Ewigkeiten auf der Blacklist.

                      Ich will aber mal versuchen, das Thema jetzt mal ein paar Wochen sein zu lassen… das frisst einfach zu viel Zeit (wollte doch ne neue Etappe schreiben, grmpf). Hab das mit dem Interview auch erst spaeter gelesen, aber das koennen wir gerne machen. Wuerde mich freuen.

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        • @Robin

          Lästereien über ein Fachthema, denen man ein „Ich habe davon ja recht wenig Ahnung (interessiert mich auch nicht sehr)“ folgen läßt, sprechen vielleicht eher dafür, dass du nicht einsehen willst, was dir nicht gefällt.

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  2. stefanolix sagt:

    Intensiv-Dystopie. Hoffentlich bringt es einige zum Nachdenken.

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  3. frauke91 sagt:

    Ist es schlimm, wenn meine erste Überlegung war, wie und ob man sich wohl mit Geschlechts-oder Hautabdeckung wäscht?😀

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  4. Adrian sagt:

    Versteh ich nicht.

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    • Was genau verstehst du nicht?

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      • Adrian sagt:

        Die Intention

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        • Muss eine Kurzgeschichte denn eine haben? ausser zu unterhalten und ggf auch nachdenklich zu machen.
          Es begann halt als interessantes Gedankenspiel mit der Frage „Was wenn Menschen tatsächlich bis zu ihrer Pubertät nicht wüssten welches Geschlecht sie haben?“ und betraf dann auch die Frage „Was könnte passieren wenn undoing Gender als Bewegung sehr mächtig würde“

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          • Adrian sagt:

            „Was könnte passieren wenn undoing Gender als Bewegung sehr mächtig würde”

            Du meinst, es könnte passieren, dass man bis 14 nicht wissen darf, welches Geschlecht man hat? Halte ich für unwahrscheinlich, aber ehrlich: ich könnte mir schlimmeres vorstellen.

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            • Klar ist es unwahrscheinlich, deshalb ists ja auch nur ne fiktive Kurzgeschichte mit Gedankenspiel. Ich denke, der Part war auch in der geschichte sehr neutral. Die einen würden die Konsequenzen als super ansehen, die anderen als schrecklich. Ich persönlich tendiere zu super, die anderen Dinge jedoch als dystopisch.

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  5. Leszek sagt:

    Sehr schöne Satire auf politisch korrekte Übertreibungen.🙂
    Danke, erzaehlmirnix.

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    • gg wie oben schon gesagt kam das eher im zweiten Schritt. Die ursprüngliche Frage war tatsächlich die, was wäre wenn unsere Kinder komplett geschlechtsneutral aufwüchsen. Finde ich auch jetzt noch irgendwo ein spannendes Gedankenspiel.

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      • anonym sagt:

        die Frage ist eher, was wenn alle Menschen zum Anfang beide Geschlechter hätten! Wie und warum würden sie sich entscheiden, wenn sie sich denn entscheiden müssten? So nach dem Motte, du wirst heute 14 (ist jetzt ein fiktives Alter) entscheide dich, Mann oder Frau und dann würde derjenige eine Pille oder Spritze oder was auch immer bekommen und die Entscheidung wäre gefallen. Wer sich nicht Entscheidet bleibt ein Leben lang ein Neutrum. Was also wäre der Ausschlag für die Entscheidung (welcher Art auch immer) ??????????

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        • Stimmt, die Frage wäre echt sehr interessant!

          Wofür würdest du dich entscheiden?😀

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          • Adrian sagt:

            „Wofür würdest du dich entscheiden? :D“

            Darf ich? – Kommt drauf an: Wie sieht die Gesellschaft aus? Wenn sie so wie heute aussieht, d.h. heteronormativ, mit immer noch recht klaren binären Geschlechtsrollen, wäre ich lieber eine Frau, allerdings mit der Libido eines Mannes, damit ich auch was davon habe.
            Ansonsten bin ich gerne Mann, selbstverständlich schwul.
            Ein Hetero-Mann zu sein, wäre das, was für mich am uninteressantesten wäre.

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            • Es ist ein Gerücht dass Frauen weniger Libido haben als Männer^^

              Ich glaube, ich wäre dann gerne probehalber ein schwuler Mann, das ist die Erfahrung die ich am interessantesten fände. Aber wenn ich dauerhaft dabei bleiben müsste… puh. Frau vermutlich, da weiß ich was ich habe^^

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              • Adrian sagt:

                Es ist ein Gerücht dass Frauen weniger Libido haben als Männer^^

                Nein, ist es nicht. Wäre die Libido gleich verteilt, gäbe es

                a) keinen Feminismus

                b) mehr Pornoseiten mit nackten Männern

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                • a) Du kannst unmöglich einen winzigen Anteil der Frauen für die Libido aller Frauen beispielhaft nehmen.
                  b) Du gehst davon aus dass Frauen von exakt den gleichen Dingen angeturnt werden wie Männer, also hauptsache nackter Mann.
                  dazu kommt dass viele Frauen „normale“ Pornos gerne schauen, wer sagt dass jeder „für Männer gemachte“ Porno nur von Männern konsumiert wird?

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                  • Adrian sagt:

                    „a) Du kannst unmöglich einen winzigen Anteil der Frauen für die Libido aller Frauen beispielhaft nehmen.“

                    Der Erfolg des Feminismus hat seine Ursache im Ungleichgewicht der Empfindungen der Geschlechter zueinander.

                    „b) Du gehst davon aus dass Frauen von exakt den gleichen Dingen angeturnt werden wie Männer, also hauptsache nackter Mann.“

                    Wovon werden Frauen denn angetörnt?

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  6. anonym sagt:

    klar darfst du Adrian🙂

    Also ich bin jetzt ein Mann und würde es wieder sein wollen, kenne ja nichts anderes.

    Aber ich verstehe dich, lese viel bei Christian, weis also in etwa wie du Tickst, ja wäre schön wenn es Frauen geben würde die unsere Libido hätten, ist nicht so was solls.

    PS: wenn du eine Frau wärst würde ich es bei dir versuchen🙂

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  7. anonym sagt:

    bo eh, ich bin nicht schwul, also alle Frauen zu mir, sorry Adrian, Süßer 🙂

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    • *chrchr* ich bin immer der Meinung jeder Mann muss irgendwie schwul sein. Liegt wohl daran dass ich Männer gut finde und nicht nachvollziehen kann wie jemand Männer nicht gut finden kann^^
      Trotzdem ist erfahrungsgemäß der Schritt von „Also mit dir könnte ich mir keinen Sex vorstellen“ zu „Bitte lass uns unbedingt Sex haben“ nie so groß wie gedacht^^

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      • anonym sagt:

        ja nee, und ich denke immer jede Frau muss doch immer Frauen lieben also so nebenbei, nee so ach egal,

        Frauen sind was schönes, jede für sich

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    • Adrian sagt:

      Kein Problem, Schnucki🙂

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  8. anonym sagt:

    so geh jetzt Geld verdienen

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  9. Sal R. sagt:

    Deine Geschichte finde ich sehr interessant – mal davon abgesehen, dass ich bis zum Ende, das mit »seire/sier…« nicht verstanden habe. Ich kam nur irgendwann darauf, dass es Absicht sein muss, aber ich kam noch nicht einmal hinter das Muster.
    Dass man bis 14 sein Geschlecht nicht weiß, scheint ziemlich positiv zu sein, ich könnte mir nur vorstellen, dass das ein zusätzliches Problem in der Selbstfindung darstellt, als würden Kinder/Jugendliche nicht vor den 14 schon oft genug über ihre eigenen Füße stolpern. Mal davon abgesehen, dass der Reifegrad von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist…aber es geht bei der ganzen Sache ja auch nicht um Fairness…o.O
    Als dann später noch die »Hautabdeckung« in deinem Text kam, musste ich lachen…ich stimme für graue, glibbrige Klumpen (glibbrig nur, weil es der Alliteration zugute kommt^^), immerhin ziehen schöne Menschen auch Vorteile aus ihrer gegebenen Schönheit.

    Mein Fazit: Ich würde nie in einer solchen Welt leben wollen, gerade auf Grund der Sanktionen (Wegen schlechter Witze…? o.O Wow. Ich wäre bis zu meinem Tode ein grauer Glibberklumpen.)
    Eine Weiterführung von dir hingegen, würde ich mit Freuden lesen – mit flauem Gefühl in der Magengegend, weil mir die Welt nicht gefällt.

    PS: Zu dieser Mädchenmannschaft-Form bzw. allgemein zu solchen Formen: Wann hören diese Menschen auf Sprachen zu vergewaltigen…das ist traurig und sehr unansehnlich.

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    • Ja, das mit den schlechten Witzen bzw. sexistischen Sprüchen ist gar nicht so unwahrscheinlich wenn man sich Diskussionen von Gendervertretern anschaut. Wobei ich das mit dem Geschlecht nicht wissen im ersten Moment tatsächlich positiv fand bzw dargestellt habe. Falls die Geschichte länger würde, würden mir vielleicht auch negative Aspekte ein- bzw auffallen.
      In der Geschichte sind ja beide 13 und bald soweit ihr Geschlecht zu erfahren. Vielleicht ist der Übergang von dieser „unschuldig-neutralen Kinderwelt“ in die Erwachsenenwelt dann umso härter….

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      • Sal R. sagt:

        Ich habe die Geschlechtlosigkeit auch als positiv aufgefasst, also für mich kam es schon so rüber, wie du es hattest erreichen wollen…ich habe dann nur darüber nachgedacht. Diese Kinder werden ja in ein Korsett der Unwissenheit gedrückt und das wo kleine Menschen soviel wissen wollen…?

        »Ja, das mit den schlechten Witzen bzw. sexistischen Sprüchen ist gar nicht so unwahrscheinlich wenn man sich Diskussionen von Gendervertretern anschaut.«
        Oh ja. Daran habe ich denken müssen. Sie nehmen uns nicht nur die Pronomen, sondern auch den schwarzen Humor, also ich hätte besseres zu tun…

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        • Ich denke, bei so einem „Experiment“ könnte man nicht vorher sagen was passiert. Ich kann mir vorstellen dass Kinder, die ja sehr anpassungsfähig sind, die Tatsache dass eben jeder erst mit 14 erfährt welches Geschlecht er hat ohne weiteres akzeptieren. Aber es ist ja möglich, dass wir grade auch durch die Behandlung als „mädchen“ und „Junge“ in unser Geschlecht reinwachsen. Babysprache war ja auch lange was wo viele sagten das sei unsinnig, schädlich und doof und mittlerweile weiß man, dass Kinder so Sprache am besten lernen.
          Vielleicht hätte man in dieser Welt lauter Jugendliche, die sich nicht wohl mit ihrem Geschlecht fühlen und eigentlich lieber das andere Geschlecht hätten oder weiter neutral blieben….

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          • Sal R. sagt:

            Uuuuuh hast du absichtlich »mädchen« klein geschrieben? Das darf doch nicht… ^^

            Das Problem, das ich angesprochen habe, bezieht sich auch hauptsächlich auf das zweistellige Alter, bevor sie wissen, was sie sind, wenn die Pubertät schon so langsam einsetzt, vielleicht würde sich diese auch verschieben.
            Davor würde es mich wundern, wenn große Probleme auftreten würden, abgesehen von möglichen Spätfolgen.
            So ein »Experiment« wäre sehr interessant, ich werde weiter darüber nachdenken. Vorallem steigt das Interesse an einem weiteren Teil der Geschichte zunehmend…^^

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  10. energist sagt:

    Schöne Geschichte. Erinnert mich vom Stil und dem Ogottogottogott-Faktor an die dystopischen SciFi-Kurzgeschichten, die in den SciFi-Short-Story-Büchlein von Isaac Asimov gesammelt wurden … und ich die ich hoffnungslos veriebt bin.

    Wenn ich überhaupt Kritik anbringen müßte: für *meinen Geschmack* könnte die Story ein klein wenig länger sein und noch eine Prise Gesamtschau auf die Gesellschaft mitbringen. Zumindest scheint mir das im Moment eine gute Idee😉

    PS: Ist die Namenswahl des zweiten Protagonisten Absicht? http://de.wikipedia.org/wiki/Sarin

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    • Oh… ein tödliches Nervengift o.O Nein, ich wollte nur einen relativ geschlechtsneutralen (und in der Tendenz vielleicht ein bisschen weiblichen) Namen „erfinden“^^ Das war wohl ein Fail😀

      Danke für die nette Kritik!

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  11. Die pumpgun sagt:

    Ich musste mir dabei vorstellen, wie dann das geschlecht enthüllt wird. Ich stelle mir das vor, wie die zeugnisübergabe in amifilmen. Dabei werden dann zum schluss ganz feierlich die roben abgenommen und jeder einzelne präsentiert voller stolz sein (seire?) geschlecht.

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  12. stefanolix sagt:

    OT: Wenn es eine Wunschliste für Comics geben sollte, würde ich mir einen Comic wünschen, in dem der Aspekt der Selbstoffenbarung in der Kommunikation veranschaulicht wird. Für alle auf Twitter, die sich *isten oder *istinnen nennen und für alle, die strikt gegen *isten oder *istinnen sind.

    Ich würde mich für den Comic mit einem Glas selbstgekochter Sommerkonfitüre bedanken ;-)

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    • gg das mit dem Auftragscomic ist ne nette Idee, würde ich versuchen (Input ist schließlich immer willkommen). Allerdings müsstest du etwas konkreter werden was du meinst😉

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      • stefanolix sagt:

        Mir ging es um das Kommunikationsquadrat (die vier Ebenen oder Seiten einer Nachricht): Jede Person sendet immer eine Selbstoffenbarung mit. Auch wenn die Person gerade jemanden trollt, bloßstellt, auf vergiftete Weise lobt oder […].

        Es ist wirklich nur eine Anregung, wenn Du andere Pläne hast, stelle das Thema einfach ganz nach hinten.

        Wenn ich das richtig reflektiere, ist meine Selbstoffenbarung im Moment: Ich finde das Klima der Diskussionen furchtbar, ich würde die Twitter-Fenster am liebsten alle schließen, und ich würde mir sehr wünschen, dass wenigstens einige Leute aus Deinem Comic etwas lernen ;-)

        Mit 140 Zeichen kann ich es nicht ausdrücken.

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  13. Leopard sagt:

    hmm … so wie im Comic dargestellt, wirkt das Ganze natürlich lächerlich. Wenn ich so auf meine Kindheit zurückblicke, hätte ich mich aber aufrichtig darüber gefreut, wenn das Geschlecht nicht so eine große Rolle gespielt hätte, sondern mehr die Gesamtpersönlichkeit.

    Liegt daran, dass ich mich nie mit meiner Geschlechtsrolle besonders gut identifizieren konnte, weil ich – nach dem Stereotyp – von meinen Interessen, Fertigkeiten etc. her mehr mit dem anderen Geschlecht konfom gehe. Anerzogen hat man mir das aber nicht. Im Gegenteil, man hat sehr lange und sehr hartnäckig versucht mir das Ganze abzuerziehen und schlecht zu machen. Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum die Bewertung meiner Interessen etc. mit meinem Geschlecht stehen und fallen soll. Mittlerweile habe ich mich nach außen hin gut angepasst auf den ersten Blick; an meiner Persönlichkeit hat sich aber kaum etwas geändert. Amüsiert mich teilweise sogar, wenn manche Leute auf mein attraktives Äußeres anspringen und gleich aufgrund meines Geschlechts denken sie wüssten, wie ich charakterlich so in etwa ticke … bis sie dann ihren Irrtum erkennen müssen, irritiert vor mir stehen und versuchen ihr Weltbild neu zu sortieren. Betrifft glücklicherweise aber nur eine Minderheit, die ich nach Möglichkeit gleich links liegen lasse.

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    • Ja, ich gebe dir recht, ich finde es immer schrecklich wenn ein Kind etwas toll findet und jemand sagt dann „Das machen Mädchen/Jungs aber nicht“ oder „Das ist was für Jungs/Mädchen, das ist nichts für dich“… daher sollte der erste Teil gar nicht unbedingt lächerlich wirken sondern, wie manche es ja auch empfunden haben, als ganz positiv bzw „was wäre wenn…?“-anregung. erst der zweite teil mit dem zwang zur korrektheit, also dass man fakten nicht aussprechen darf obwohl offenbar unterschwellig so einiges falsch läuft.

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