Feminismuskritik: Doppelstandards

Veröffentlicht: Juli 25, 2013 in Mann-Frau-Kram
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Reden wir mal übers gendern: Das GenderKompetenzZentrum (http://www.genderkompetenz.info) nennt folgenden Grund fürs gendern der Sprache: „Frauen kommen historisch im allgemeinen Sprachgebrauch nicht oder nur stereotyp vor. Psychologische Untersuchungen zeigen, dass scheinbar neutrale Inhalte, die in männlicher Ausdrucksform transportiert werden, gedanklich mit Männern assoziiert werden und eher nur Männer ansprechen. So wird unbewusst die Anwesenheit und der Anteil von Frauen der Wahrnehmung entzogen. Gender Mainstreaming bedeutet daher, Frauen sprachlich in gleicher Weise wie Männer zu berücksichtigen.“ Soweit so gut, daher ist es natürlich auch wichtig grade Dinge zu gendern in denen Frauen sehr unterrepresäntiert (tatsächlich oder in der Vorstellung der Menschen) sind wie BaggerfahrerIn, PilotIn, ManagerIn, denn die Sprache schafft ja die Realität, wie häufig von feministischer Seite argumentiert wird.

Nun wird das im Feminismus gern und ausgiebig bei positiv besetzten Begriffen getan, schließlich soll ja möglichst schnell eine Welt geschaffen werden in der es auch viele Managerinnen, Chefinnen, Professorinnen und Doktorinnen gibt.

Aber was ist eigentlich mit den negativen Begriffen, also die, die irgendwie keiner haben will?

vgw

Das sind alles Flyer oder Aufkleber, die relativ aktuell in Gebrauch sind oder waren. Auffallend: (besonders interessant beim Anti-Sexismusflyer in der Mitte) es ist DER VergewaltigER und DIE Betroffene.

Noch deutlicher bei der Initiative „antisexistisch kneipen“ ((antisexistischkneipen[ät]web.de) Illustration: Ka Schmitz (www.ka-comix.de))

Dort werden auf Bierdeckeln in Kneipen die Vorder- und Rückseite mit folgendem bedruckt. Vorderseite:

bierdeckel

Rückseite:

sexism

Im Text wird ganz klar deutlich dass nicht gegendert wurde und konkret auch nur Situationen zwischen „Männern und Frauen“ angesprochen wurden obwohl man hier leicht hätte „zwischen anderen Menschen“ schreiben und damit auch Mann-Mann, Frau-Frau und Frau-Mann oder eben auch Transpersonen einschließen hätte können. Und selbstverständlich soll nachgefragt werden ob „die Frau sich bedrängt fühlt“ vom männlich ungegenderten „Täter“.

Schaut man sich die 4 Bilder an wird es noch klischeebeladener. Stets sind es Frauen, die von Männern bedrängt werden, im letzten Bild besonders übertrieben, das Lesbenpärchen das vom geiernden alten Lüstling begafft wird. Die „Retter“ sind in zwei Fällen definitiv männlich, in zwei der Bildern ist es nicht völlig klar aber die Personen sehen auch eher männlich aus (zumindest nicht klar weiblich).

Die Bilder (und man hatte 4 zur Auswahl also genug um auch wenigstens 1-2 weniger klischeebeladene Situationen darzustellen!) sind damit extrem Stereotyp gezeichnet. Böser Mann bedrängt Frau(en) und guter Mann eilt zu Hilfe. Der Mann also als Täter und Retter, die Frau als passives Opfer.

Wer nun denkt ich habe einseitige Beispiele gebracht möge mal Flyer zu Vergewaltigung googeln. Ich habe kein einziges(!) Bild mit einem männlichen Betroffenen gefunden, dafür wenn Täter gezeigt wurden, dann stets männliche.

Kommen wir nochmal zur Begründung vom gendern: Nicht gendern macht Frauen unsichtbar und verdrängt sie aus der Wahrnehmung (als nächster Schritt eben oft genannt: Sprache schafft Realität). Hier werden Frauen konsequent auf der Täterinnenseite negiert, oft sogar mit der Begründug, das spiegle eben die Realität eher wider.

Man stelle sich vor, diese Begründung würde von Professoren genutzt um nicht zu gendern: Es sind ja auch viel mehr Männer Professoren, da brauchen wir nicht zu gendern weil es ja die Realität so besser widerspiegelt. #aufschrei

Nun gelten ja für Feminismus keine anderen wissenschaftlichen Realitäten, was bedeutet, Feminismus schafft mit der häufigen Nicht-genderung (wenn doch dann eher halbherzig und so dass der Text meist doch eher den Eindruck erweckt es gehe um Männer und Frauen als Täter und Opfer) und der steten Darstellung der Frau als Vergewaltigungsopfer Realitäten.

Das geht so weit, dass einem großen Teil der Bevölkerung nicht einmal klar ist, dass Frauen auch Männer vergewaltigen können (ohne jetzt ewig ins Detail zu gehen, wenn es euch interessiert googelt selbst, es gibt bestimmte Techniken einen Penis hart zu kriegen auch ohne sexuelle Erregung des Mannes, zudem sorgt z.B. starke Angst auch oft unwillkürlich aufgrund des Adrenalins im Blut für eine Erektion). Vergewaltigte Männer gelten noch immer entweder als Mythos oder als kuriose (oft sogar lächerlichgemachte) Ausnahmen. Szenen in den Medien, die ganz klar Missbrauch oder Vergewaltigung darstellen (z.b. den Missbrauch von Don Draper in Mad Men als Kind durch eine wesentlich ältere Frau) werden eher positiv als „sie wusste was er wollte und gab es ihm“ in der Zeitung kommentiert oder als lustige Meldung herumgereicht.

Mit der Darstellung vorwiegend männlicher Täter werden alle Opfer (egal ob männliche oder weibliche) die von einer Frau missbraucht oder vergewaltigt wurden unsichtbar gemacht und oft als Lügner dargestellt weil „Frauen sowas nicht machen“. Besonders perfide ist es, wenn dieses gesellschaftliche Denken von Vergewaltigerinnen dazu missbraucht wird um Vergewaltigungen zu begehen, so wie in dieser anonymen Schilderung auf der Seite MeinLebenStinkt:

vg

Wenn man bedenkt wie sehr der Feminismus sich für Vergewaltigungsopfer stark macht finde ich es umso trauriger dass männliche Opfer konsequent negiert und häufig sogar mit Spott bedacht werden. Ist die Täterin eine Frau wird dies oft verteidigt oder gelegentlich sogar als positives(!) Beispiel gelobt, wie etwa in dem Fall als eine Frau ihrem Ehemann nachts den Penis abschnitt. Das Leugnen weiblicher Täter wird übrigens auch von Lesben beklagt.

Es sollte jedoch klar sein, dass dieses Verhalten im Endeffekt nur eins zeigt, nämlich dass es nicht um Solidarität für Menschen geht, denen etwas schreckliches angetan wurde, sondern in erster und einziger Linie um das Fördern von Frauen. Grade im Kampf gegen Sexismus wäre es konsequent an erster Stelle die Interessen von Opfern zu vertreten, unabhängig vom Geschlecht. Auch wenn dies bedeutet, dass die Welt damit etwas weniger in schwarz-weiß einteilbar ist.

Kommentare
  1. Ich reiche mal die Gegenargumentation nach:

    Es kann keinen Sexismus gegen Männer geben, sie haben die Macht. Wenn Männer nicht das Patriarchat stützen würden, dann würden sie auch nicht unter dessen Folgen leiden. Frauen sind nur Täterinnen, weil sie im Patriarchat zurechtkommen müssen und so sozialisiert worden sind.

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    • stellinchen sagt:

      Glaube ich nicht, daas fängt doch schon mit Mobbing an. Wer wird gemobbt?
      Der Schwächste.
      Warum? Weil man sich hinterher besser fühlt. So simpel sehe ich das und bezweifle, dass sich Täter/innen um solche Themen Gedanken machen.
      Macht ist ein starkes Gefühl.

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      • Luc sagt:

        @Stellinchen: Das, was Christian da schreibt ist eines der üblichen Argumente vieler Feministinnen wenn es darum geht, Frauen von jeder möglichen Täterschaft freizusprechen. Nimms nicht zu ernst, ist inhaltlich grober Unfug. Da hast du schon ganz recht das zu bezweifeln.😉

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  2. stellinchen sagt:

    „Wenn man bedenkt wie sehr der Feminismus sich für Vergewaltigungsopfer stark macht finde ich es umso trauriger dass männliche Opfer konsequent negiert und häufig sogar mit Spott bedacht werden. “

    Ooooh ja!
    Das ist mir auch schon negativ aufgefallen.
    https://stellinchen.wordpress.com/2012/12/07/25-november/

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  3. stellinchen sagt:

    Es missbrauchen ja auch Mütter ihre Kinder *noch gesagt haben wollte*

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  4. stefanolix sagt:

    Ich würde noch einen Schritt weitergehen: Es geht um das Fördern einiger weniger Frauen. Es geht letztlich um die Privilegien einer kleinen Elite.

    Die radikalen »Gender*Istinnen« wollen keinen Ausgleich zwischen den Interessengruppen. Sie können nicht anders als totalitär sein. Sie wollen die Deutungshoheit und die Macht über jeden Aspekt unseres Lebens haben – und man darf sie ihnen nicht lassen.

    Man schaue sich im Rückblick an, wie damals mit jener Gleichstellungsbeauftragten in Goslar umgesprungen wurde, die es gewagt hatte, an die Belange von Männern zu denken. Das war das Mobbing von privilegierten Funktionsträgerinnen gegen eine Frau, die es gewagt hatte, Gleichstellung wörtlich zu nehmen.

    Ich habe es hier und anderswo schon gesagt: Ich habe hohen Respekt vor der Richtung des Feminismus, deren Vertreterinnen auf einen Ausgleich zwischen Männern und Frauen bedacht sind. Sie ist ein Gewinn für alle Menschen.

    Aber eine Kultur und eine Gesellschaft, die von der Deutungshoheit der »Genderist*Innen« geprägt sind, halte ich nicht für lebenswert. Viele Kunstwerke und kulturelle Leistungen hätte es niemals gegeben, wenn die »Genderist*Innen« die Deutungshoheit über Kunst und Kultur gehabt hätten …

    Wäre der Begriff Humanismus in der Geschichte nicht so oft missbraucht worden und könnte man ihn noch mal neu erfinden – dann wäre ich für ein wirklich humanistisches Leitbild, in dem die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Frauen und Männern berücksichtigt werden und in dem genügend Freiräume für alle Orientierungen und Lebensentwürfe bleiben.

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  5. arwen1234 sagt:

    Häusliche Gewalt ist noch so ein Thema. Da sieht man immer die arme, geprügelte Frau, nie einen Mann, der von seiner Frau geschlagen oder psychisch fertig gemacht wird. Interessant, dass du die Professoren erwähnst. An der Uni Leipzig muss man jetzt Herr Professorin sagen. Wurde dieses Jahr so eingeführt, generelles Femininum. Spürst du schon, wie sich die Welt dadurch zum Besseren gewandelt hat?😉

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    • Kinch sagt:

      *hust* hoax *hust*

      Generischer Feminimum ist nur für einige Texte eingeführt worden und imho ne gute Sache. Besser, als dieses alberne herumgegendere.

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      • energist sagt:

        Naja, ganz so einfach ist das mit dem Hoax nicht. Tatsächlich ist die Grundordnung einer Uni nicht „einige Texte“. Die Grundordnung ist rechtlich und formal das Fundament, auf dem die gesamte Uni ruht.

        Darauf fußen bspw. ein Großteil der Verwaltungsakte, die die Uni ausführt. Auch die Fakultäten werden erst durch die Grundordnung definiert. Wenn also jetzt ein Professor neu berufen wird – und man sich an die Grundordnung halten würde – müßte er in der Tat den Titel „Professorin“ bekommen.

        Natürlich macht das keiner weil es völlig dem gesunden Menschenverstand widerspricht. Auch werden vermutlich wenige Studenten die GO formal angreifen, weil sie sich darin nicht wiederfinden („Frau Vorsitzende, ich kann garnicht exmatrikuliert werden, das geht nur bei Studentinnen.“). Falls doch: would make my day.

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  6. Kinch sagt:

    Lese gerade „Trauma und die Folgen” von Michaela Huber. Die Gendert auch wie sie will und schreibt grundsätzlich nur von Täter und Patientinnen. Beim ersten mal gab es noch den netten Hinweis in Klammern: „Ausnahmen bestätigen die Regel”. Schön. Es wird sicherlich ein Mann der Opfer sexualisierter Gewalt wurde, gerne hören, dass sein Schicksal die Regel bestätigt, dass er zum Tätergeschlecht gehört.

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    • Umgekehrte Genderung ist ja insofern noch schlimmer weil es männer faktisch ausschließt. Bei der männlichen Form werden Frauen zwar unsichtbar gemacht aber sind mitgemeint.

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  7. Neuer Peter sagt:

    Doppelmoral im Feminismus? Den GenderistInnen geht es womöglich gar nicht um Gleichberechtigung? Ich bin schockiert und betroffen.

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  8. DerPan sagt:

    Danke für den Artikel.

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  9. DerdieBuchstabenzählt sagt:

    Immerhin weiß man bei der gegenderten Sprache doch sofort mit wem man es zu tun hat…

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  10. Luc sagt:

    Ich habe es die Tage schon bei heroine geschrieben und kopiere der Einfachheit das ganze mal. Insbesondere @Kinch („generisches Femininum ist gut“), aber auch ganz generell für alle, die ihrem Sprachgefühl nicht mehr trauen vor lauter „liebe Bürgerinnen und Bürger“:

    “Generisches Maskulinum” ist übrigens ein unglücklicher Begriff und wird in der Linguistik auch kritisiert. Rein sprachlich ist das nämlich eigentlich kein Maskulinum.
    Dass man es überhaupt als solches ansehen kann kommt natürlich vom gefühlten Komplement: “die Studentinnen” beinhaltet die eindeutige Information “weiblich”, und wird dann eben als Komplement zu “die Studenten” gesehen, was dann ja männlich sein müsste. Tatsächlich muss ich aber, wenn ich ausdrücklich nur Männer ansprechen und Missverständnisse vermeiden will, “die männlichen Studenten” sagen, weil “die Studenten” für sich genommen nicht eindeutig ist.
    Wenn ich sage: “alle Autofahrer in Deutschland” dann geht man sprachlich zunächst davon aus, dass Frauen und Männer gemeint sind. Während “alle Autofahrerinnen” definitiv nur Frauen meinen kann.
    Dass dieses Sprachverständnis so existiert und funktioniert hat auch einen Grund: das heute als “männlich” bezeichnete Genus ist sprachhistorisch ursprünglich gar nicht männlich. Im urindogermanischen, aus dem (fast) alle europäische Sprachen entstanden sind, gab es nur zwei Genera: eins für Sachen, und eins für “lebendiges”, ohne nach Geschlechtern zu trennen. Irgendwann vor den alten Griechen kam ein drittes Genus dazu, dass neben der Information “lebendig” noch die Information “weiblich” trug, das klassische Femininum. Erst daraufhin hat sich bei manchen Wörtern (z.b. lat. Amicus/amica Freund/Freundin bzw. die gesamte o/a-Deklination) das “lebendig”-Genus zu einem gedachten Komplement des neuen Femininums entwickelt.
    Die ursprüngliche geschlechtslose Bedeutung hat sich im Sprachverständnis aber insb. im Plural bis heute erhalten, und deshalb muss man eben “alle männlichen Studenten bleiben bitte noch kurz hier” sagen, wenn man nur die Männer ansprechen will, während “alle Studentinnen” eindeutig ist.
    Dass damit Frauen unsichtbar gemacht würden, ist also nicht mehr als eine auf den ersten Blick nicht völlig absurde Behauptung, die man nur durchhalten kann, wenn man sein Sprachverständnis ignoriert und aufs bloße Schriftbild (Studenten – Studentinnen -> Gegensatzpaar!) abstellt. Wenn man das macht, müsste man konsequenterweise auch gleich den gesamten deutschen Plural abschaffen. Der wird nämlich ausschließlich aus der femininen Form gebildet:
    der Muskel – “die” Muskeln.
    Das ist nicht das Problem von Heinz und Peter – das ist nicht “ihr” Problem.
    Dass an der Stelle Männer unsichtbar gemacht würden ist natürlich genauso quatsch. Sprache ist eben mehr als das bloße Schriftbild.

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  11. gracuch sagt:

    Das Täterinnenschaft häufig geleugnet wird beruht wohl auf dem Irrglauben, dass Vergewaltigungen immer etwas mit physischer Gewalt zu tun haben muss. Dass psychische Gewalt ausreicht, um jemanden seinen Willen aufzuzwingen, zeigt ja das Beispiel mit dem armen Kerl und seiner Nachbarin. Juristische würde das wohl unter „sexuelle Nötigung“ fallen, aber praktisch ist da doch kein Unterschied zur Vergewaltigung:/
    Und was die Bierdeckel betrifft: gute Idee, deren Potenzial nicht ausreichend ausgeschöpft wurde, um allgemein mehr Zivilcourage zu fördern😦

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  12. Sascha sagt:

    Insgesamt ein schöner Blogeintrag zu einem bekannten Thema, leider aber mit einer Schwäche. Das ist deswegen schade, weil man genau wegen dieser Schwäche eigentlich noch mehr daraus machen könnte. Du schreibst:

    „Das geht so weit, dass einem großen Teil der Bevölkerung nicht einmal klar ist, dass Frauen auch Männer vergewaltigen können (ohne jetzt ewig ins Detail zu gehen, wenn es euch interessiert googelt selbst, es gibt bestimmte Techniken einen Penis hart zu kriegen auch ohne sexuelle Erregung des Mannes, zudem sorgt z.B. starke Angst auch oft unwillkürlich aufgrund des Adrenalins im Blut für eine Erektion).“

    Das ist aber inhaltlich falsch. Gehen wir von der vaginalen Penetration aus. Zwingt ein Mann eine Frau dazu, dann ist das eine Vergewaltigung. Zwingt aber eine Frau einen Mann dazu, dann ist es keine Vergewaltigung, sondern eine sexuelle Nötigung. (Und genau da liegt imho eine weitere Ungerechtigkeit.)

    Also selbst, wenn die Frau es irgendwie schafft, den Penis des Mannes hart zu bekommen, kann sie auf diese Art und Weise keine Vergewaltigung durchführen. Der Grund liegt in der strafrechtlichen Definition der Vergewaltigung aus StGB §177:


    In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
    1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder

    Eine Vergewaltigung ist eine sexuelle Nötigung, bei der gegen den Willen des Opfers in dessen Körper eingedrungen wird. Die Frau dringt aber bei obigem Beispiel nicht in den Mann ein.

    Ich habe damals zwei mir bekannte Strafrechtler dazu gefragt, die mir beide diese Definition bestätigten.

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  13. Wolle Pelz sagt:

    ha! Habe ihn dann selbst gefunden.

    Danke für diesen Artikel! Du gibst Dir viel Mühe, wenn Du was schreibst. Sollte ich mir mal ein paar Scheiben abschneiden.😉

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  14. Thomas sagt:

    Bild 2 :
    Geht ein Mann abends einer Frau in einigem Abstand hinterher ist es also völlig nachvolziehbar ihn als potenziellen vergewaltiger zu betrachten?

    Und wo bleibt das Gegenbeispiel wo eine Frau, die einem Mann hinterherläuft als potentielle Täterin betrachtet wird?!

    Bild 4:
    Sexistisch (männerfeindlich)

    Hier wird der Mann der zwei Frauen anschaut als Perverser deklariert.
    Was wäre wenn da eine Frau sitzen würde, die ein männliches Pärchen anschauen würde? Hätten dann auch jemand den Baum umgestellt?!

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