Skandal! Edeka nimmt Unisex-Artikel ins Sortiment.

Veröffentlicht: Juli 28, 2013 in Satireartikel
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An diesem Montag gab es einige verstörte Kunden in den Edeka-Filialen. Bereits im Prospekt war die ungewöhnliche Aktion angekündigt worden aber so richtig ernst hatte das niemand genommen: „Ich hielt das für einen Witz, so eine verrückte Werbestrategie die schockieren soll. aber dass die das wirklich machen hätte ich nicht gedacht“, gibt Beate P. an, als wir sie in der Getränkeabteilung befragen. Ratlos hält sie die Flasche Mineralwasser in ihren Händen und scheint verunsichert: „Und die ist jetzt für Männer und Frauen? Das können beide trinken?“

Das neue Unisexwasser

Das neue Unisexwasser

In der Tat, Edeka hat seit neustem Unisex-Artikel in sein Sortiment aufgenommen, die von beiden Geschlechtern gleichermaßen konsumiert werden können. Ein riskantes Experiment. Mehrere Kunden verließen den Laden ohne etwas gekauft zu haben: „Ich wollte Männertomaten und etwas Männerorangensaft aber das gab es nicht. Statt dessen jetzt dieses Uni-Zeug. was soll ich denn damit? Wer soll das essen? Mein Mann sicher nicht.“ empört sich Gertrude H. Auch Heinz P., der mit seinen drei Kindern den Wocheneinkauf durchführen wollte kauft nun lieber bei Aldi: „Wegen der Kinder!“ gibt er im Vorbeigehen an während er fluchtartig den Supermarkt verlässt.

Viele Kunden sind gegen eine solche künstliche Zusammenführung der Geschlechter: „Männer und Frauen sind nunmal unterschiedlich. Eine gemeinsame Gurke mag ja noch angehen als lustige Aktion, aber dass jetzt fast alle Produkte unisex werden sollen ist übertrieben.“, so die Sprecher des Männer- und Frauenverbandes.

Auch auf der Social Media Seite des Marktes häufen sich kritische Stimmen: „Ich als Frau will kein Essen essen das auch von Männern gegessen wird. Ich fühle mich dann unweiblich.“ oder „Wo soll das noch hinführen? Was wird noch alles Unisex? Als nächstes dann die Morgenzeitung?“ oder „Ich will nicht auch noch beim Einkaufen auf die Ähnlichkeiten zwischen Männern und Frauen gestoßen werden. Ich will einfach in die rosanen Regale greifen und wissen dass da meine Produkte stehen!“ sind die Mehrzahl der Reaktionen.

Im Laufe des Tages kommen jedoch auch immer mehr Neugierige, die die Unisexartikel testen wollen. „Unisexseife… schon verrückt“ kichern Sabine und Marie während sie die Abteilung für Pflegeprodukte durchstreifen. Auch das Unisextoilettenpapier und das Unisexgeschirrspülmittel werden zunächst skeptisch betrachtet bevor sie in den Einkaufswagen wandern. „Praktisch wäre es ja schon für unsere WG. Dann könnten wir gegenseitig unsere Sachen mitbenutzen mit den Jungs.“

Traditionelle Bratwurst nach Geschlechtern getrennt

Traditionelle Bratwurst nach Geschlechtern getrennt

„Ich finde es ist ein Spaß, meine Frau findet es sicher lustig wenn ich ihr mal Unisexkartoffeln mitbringe und wir einen gemeinsamen Salat daraus machen können. Heute abend wird mit Freunden gegrillt, da kann man sowas als Gag ja mal machen. Die Bratwürste sind ja weiter für Männer und Frauen unterschiedlich “

Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten. Falls das Edeka-Experiment klappen sollten überlegen bereits andere Hersteller, nachzuziehen. VW möchte ein Auto für beide Geschlechter konzipieren und verschiedene Möbelfirmen wollen einzelne Produkte wie Küchentische oder Sofas für beide Geschlechter designen.

Was halten Sie von der Unisex-Idee?

Kommentare
  1. Yesa sagt:

    *grins* rasting halt….

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  2. DerPan sagt:

    Auch von den Piratinnen gab es kritische Kommentare. Auf der letzten Veranstaltung gab es nämlich nur das Unisex-Wasser von Edeka, von gut meinenden männlichen Piraten gekauft, angeschleppt und auf die Bühne gestellt.

    Von Minute 15:10 bis ca. 15:40 kam es dann zum Eklat, als Organisatorin Ursula behauptet dass “das Mineralwasser [auf dem Bundesparteitag] auf den Geschmack von Männern” abgestimmt sei. Das Wasser, so führt sie weiter aus, führte dazu dass Frauen “kreischig” klängen, da zu viel Kohlensäure enthalten war.
    (http://asemann.de/?p=28)

    Ein Skandal, der sich nicht wiederholen darf. Deswegen ersuchen alle Piratinnen, ab jetzt Produkte von Edeka zu boykottieren. Als Alternative wird der „Tante Emma“-Laden genannt, in dem es nur Produkte für Frauen gibt. In diesem Schutzraum können Frauen ungestört einkaufen, der Männern der Zutritt verwehrt wird. Männer dürfen aber selbstverständlich online etwas für zukünftige Piratinnenkonferenzen bestellen.

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  3. hmpf. die Umfrage funktioniert bei mir nicht, weil ich doch prinzipiell rebellisch Produkte des ANDEREN Geschlechtes kaufe…

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    • Sowas ist pervers… unisex ist eine sache aber Männergurken oder Männerorangensaft zu trinken ist widernatürlich und ekelhaft!

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      • 😀 Ich machs deshalb auch nachts… und heimlich… manchmal trink ich sogar ein Bier und guck Sportschau *mich oute*… Ich glaub ich bin eine Transe – Transedekäuferin

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        • gnaddrig sagt:

          Cross Buyer heißt das.

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          • Buyer ginge ja noch, cross eater ist das schlimme. Die medizinischen Folgen sind noch gar nicht abzusehen.

            Das ganze greift übrigens epidemisch um sich. Gestern beim Aldi war ich total geschockt über die „Damen- und Herrensocken“ (zum Glück keine overknee-Modelle; müßte eigentlich auch Damen oder Herren (oder *) heißen, aber die alltägliche Heteronormativität will ich hier gar nicht erst thematisieren…). Die Zusammenhänge werden mir jetzt erst richtig klar. Ohne den investigativen Journalismus von ENM wären wir alle unserem Schicksal hilflos ausgeliefert.

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            • Waren das Socken für beide Geschlechter??? Oh Gott, das Grauen geht weiter…..

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            • gnaddrig sagt:

              Das Schlimme ist der salamitaktische Gewöhnungseffekt. Erst irgendwo eine Zigarrette für das andere Geschlecht geschnorrt, da ein Kaugummi für das andere Geschlecht gegessen, den falschen Joghurt (war ja hier bei EMN auch schon Thema), dann dort ein Paar Socken, und irgendwann ist eine Schwelle erreicht, ein tipping point, wo das ganze dann kippt und direkt in den Abgrund abrutscht.

              Wie beim Saufen, wenn man mit fruchtigem Apfellikör vorheizt und dann eine Flasche Birnengeist auf ex erledigt und sich dann wundert, wieso man auf der Intensivstation mit Salzwasser bewirtet wird und ein erstklassiges Delirium absolvieren muss.

              Da muss aufgeklärt werden, und der Einzelhandel darf sich nicht länger aus seiner Verantwortung stehlen!

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      • DerPan sagt:

        Apropos pervers: kauft die Gemüsefetischistin nun die Männer-Gurke oder die Frauen-Gurke, wenn sie romantisch-olusculuphile Gefühle bekommt? Und spielt die sexuelle Orientierung dabei auch eine Rolle?🙂

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  4. So ein Skandal. Das ist glatte Blasphemie. Eine Sünde anGOTTES genialer Schöpfung.

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    • Gott hat Mann und Frau nicht geschaffen um jetzt auf unredliche Weise die selben Produkte zu konsumieren, da stimme ich Ihnen vollkommen zu. schon im Paradies sah man was das gemeinsame Verzehren eines apfels für Folgen hatte!

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      • gnaddrig sagt:

        Stimmt, und dann kommen sie noch mit Unisexkondomen, wo doch alle wissen, dass Männer und Frauen die zwangsläufig ganz unterschiedlich benutzen! Das kann ja nicht funktionieren.

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  5. Jungs, ich denke wir sollten über Critical Edekaness nachdenkenund dazu eine Kon veranstalten, die EdeKon…

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  6. Dieses Perlchen habe ich ja jetzt erst gefunden. Sehr geil! Und natürlich viel zu gefährlich!

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