Die meisten, die sich nicht in feministischen Kreisen bewegen werden mit dem Wort „Definitionsmacht“ erstmal nichts anfangen können.

Definitionsmacht wird grundsätzlich als Lösung für die schlimme Lage von Vergewaltigungsopfern gesehen, die oft mit Zweifeln oder Unglaube konfrontiert sind wenn sie es wagen über die Tat zu sprechen. Dazu hatte ich vor einigen Tagen beispielhaft die Reaktionen unter einem Youtube Video einer vergewaltigten jungen Frau gepostet, die gut widerspiegeln mit welchen Reaktionen ein Vergewaltigungsopfer teilweise kämpft. Auch im Gastbeitrag, in der eine Betroffene von Missbrauch von den Reaktionen ihrer Umgebung berichtet sind eindrucksvoll und machen betroffen.

In der Tat ist es oft problematisch eine Vergewaltigung zu „beweisen“, da es nur in den seltensten Fällen Zeugen oder Aufzeichnungen gibt und Spuren oft Raum für Verteidigungen („wilder aber gewollter Sex“) lassen. Da in unserem Rechtssystem der Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ gilt führt dies in vielen Fällen dazu, dass das Gericht Vergewaltiger freisprechen muss und das Opfer so ein zweites Mal verletzt wird.

Das Schlimme daran: Dieses Problem ist nicht lösbar. Man kann vieles verbessern, z.B. besser ausgebildete Polizisten, raschere Therapiemöglichkeiten, mehr Aufklärung, etc., aber am Ende bleibt dennoch oft Aussage gegen Aussage. Hier setzt nun die DefMa an, denn sie verkehrt den Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ in „gegen den Angeklagten“ – ihr seht, ich habe das „im Zweifel“ weggelassen, denn Definitionsmacht bedeutet, dass das Wort der Betroffenen (gilt offenbar nur für Frauen) in jedem(!) Fall gilt.

defma

Im Klartext bedeutet dies, dass auf jegliche Nachfrage was genau passiert ist, verzichtet werden muss und dem Opfer unbedingt zu glauben ist. Wobei Definitionsmacht in der Praxis offenbar nur für weibliche Opfer gilt („Im Folgenden wird von den durch Vergewaltigung Betroffenen immer in der weiblichen Form geredet, weil es einer Lüge gleichkäme, durch geschlechtsneutrale Sprache zu verdecken, wer Vergewaltigungen in der Regel verübt und wer sie erleidet.“)

Konkret findet man dies z.B. hier: „Sucht eine vergewaltigte Frau Hilfe beim Staat, so muß sie sich glaubhaft machen: Durch ärztliche Atteste (Verletzungen und Spermaflecken), detaillierte Schilderungen, am besten durch Zeugen oder Geständnisse.[…] Im Besitz der Definitionsmacht muß eine vergewaltigte Frau nicht mehr nachweisen, daß sie sich mit Händen und Füßen gegen den Mann gewehrt hat; sie muß nicht mehr ihre blauen Flecke vorzählen. Was oben als Definition von Gewalt eingeführt wurde: Das Brechen ihres Willens, muß nach der Definitionsmacht nur noch von der Frau benannt werden.“

Oder hier: „Zuallererst sollen die Bedürfnisse dieser Menschen beachtet werden, ohne dass in genauen Details Rechtfertigungen verlangt werden, die niemanden etwas angehen. Die Frage ist doch viel eher, woher (ob nun im Gerichtssaal oder beim Politgruppen-Tribunal) das Bedürfnis kommt, noch das allerkleinste Detail über das Geschehene in Erfahrung zu bringen.“ Sprich, allein die Frage danach was vorgefallen ist, ist bereits ein Affront.

Btw. ist „Vergewaltigung“/“sexuelle Gewalt“ hier ein weit gefasster Begriff, da er alles abdeckt was die Frau als belästigend empfindet. „Vergewaltigung“ ist bewusst nicht definiert sondern die Verwendung des Begriffs liegt alleine bei der Betroffenen („Eine Vergewaltigung sowie sexualisierte Gewalt ist aber nicht objektiv beweisbar. Wann die physischen oder psychischen Grenzen einer Person verletzt wurden, ist eine subjektive Erfahrung, die sich (häufig) einer objektiven Beurteilung entzieht. Deshalb soll die Definitionsmacht über das Geschehene bei der betroffenen Person liegen, sie allein kann sagen, wann ihre Grenzen überschritten wurden und wie sie diesen Übergriff nennen will« Sekundärquelle)

Das in Zusammenhang mit dem Konseqnsprinzip, das besagt, dass „Nein“-sagen nicht ausreicht sondern eine enthusiastische(!) Zustimmung zu jeglichen Handlungen erfolgen muss, eröffnet eine weite Definition von „Vergewaltigung“, da bereits eine nicht ausreichend enthusiastische Zustimmung bedeuten kann, dass ein Übergriff vorlag. „Darf ich deine Brüste berühren?“ – „Mmmmh, okay“ wäre je nach Definition schon ein Übergriff.

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… wobei dies an sich relativ egal ist, da ohnehin nicht nachgefragt werden darf was überhaupt passiert ist und es allein auf die Definition der Betroffenen ankommt. Wie nun also objektiv die Zustimmung tatsächlich war oder was vorgefallen ist, ist in dem Zusammenhang nicht relevant solange die Betroffene sich belästigt fühlt.

Natürlich zieht dieses Konzept auch Kritik nach sich. Wie wird darauf reagiert? Zunächst einmal ist Kritik am DefMa Konzept grundsätzlich antifeministisch, da DefMa als zentraler feministischer Baustein gilt („antifeministische Thesen, die sich gegen die Definitionsmacht richten“) Dies kam als Reaktin auf einen Text in dem Definitionsmacht kritisch behandelt wurde:

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Auch hier wird als Einleitung zu einer Kritik an Kritikern der DefMa ein klares Bild vonn Kritikern gezeichnet:  „Im folgenden Beitrag sollen u.a. einige definitionsmachtfeindliche Positionen dargestellt und kritisiert werden. Um verständlich zu machen, warum diese Positionen letztlich dem Ziel dienen, sexuelle Gewalt als gesellschaftlichen Normalzustand zu bagatellisieren, die Verantwortung der Täter wegzuwischen und ebenso der notwendigen Reflexion auf den eigenen Umgang mit dem sexistischen Normalzustand auszuweichen, räumen wir in diesem Text auch Positionen Platz ein, die wir für menschenverachtend halten und die wir im Zusammenhang einer Diskussion über den Umgang mit sexueller Gewalt eigentlich nicht reproduzieren wollen. „(–> Die Positionen sind u.a. die Befürchtung von Missbrauch der DefMa und mögliche Missverständnisse was belästigende Handlungen angeht)

Oder kurz gesagt: Wer gegen die DefMa ist, stellt sich gegen Vergewaltigungsopfer im allgemeinen („Die zusammengetragenen Einwände gegen die Definitionsmacht stellen in ihrer Gesamtheit einen Angriff auf diejenigen Menschen dar, die von sexueller Gewalt betroffen sind.“)

Bezüglich des Arguments des Missbrauchs der DefMa gibt es ebenfalls eine klare Haltung: Frauen tun sowas nicht.

Zu lesen hier: „Dazu wäre es wichtig, sich der gegenwärtigen Geschlechterordnung bewusst zu sein, in der Frauen eine untergeordnete Position einnehmen. Die Vorstellung eines Machtmissbrauchs durch Frauen in einer Gesellschaft, in der diese eben durch das Fehlen solcher Handlungsmöglichkeiten markiert sind, erscheint an dieser Stelle vollkommen absurd. […] Das Schicksal einiger Männer zu problematisieren, während die Betroffenen weiterhin zum Verstummen gebracht und ignoriert werden, entspricht genau den Frauen verachtenden Vorstellungen weiblicher Minderwertigkeit.“

Oder hier: „Kurz gesagt: Warum ein Vergewaltiger seine Tat abstreiten wird, ist sonnenklar, nämlich aus Selbstbehauptungswillen. Warum aber eine Frau einen Vergewaltiger willkürlich outen sollte, ist nahezu unerklärlich, weil sie von einem Outing in der jetzigen Szene-Situation eigentlich weniger Vorteile als vielmehr Ärger hat. Das heißt selbstverständlich nicht, daß ein Mißbrauch der Definitionsmacht ausgeschlossen ist. Auf diesem Argument herumzureiten, offenbart aber nur zu deutlich die Interessenlage potentieller Vergewaltiger oder allgemeiner gesprochen sexistische Männerinteressen, weil jede Wahrscheinlichkeit dagegen spricht.“

Sprich: Wer doch Zweifelt ob DefMa nicht missbraucht werden könnte ist vermutlich ein potentieller Vergewaltiger. Wer sonst könnte etwas gegen die DefMa haben wenn nicht einer, der ungestraft Frauen vergewaltigen will?

Im Endeffekt bedeutet Definitionsmacht also, dass einer Frau ohne Nachfrage und ohne Zweifel geglaubt werden muss und der Täter selbstverständlich entsprechende Sanktionen erfahren muss (Wobei Ausschluss noch die harmlose Variante ist) – der Täter hat hier nicht die Möglichkeit sich zu äussern,, er hat lediglich die Möglichkeit sein Vergehen einzusehen.

Neben den vielen, vielen Kritikpunkten die man an dieser Stelle bringen kann, scheitert die DefMa letztlich jedoch bereits ganz am Anfang: Glauben kann mn nicht erzwingen. Die katholische Kirche hat dies zwar jahrelang versucht (und durch das Dummhalten der Menschen auch eine Zeitlang geschafft) aber im Endeffekt ist Glauben etwas, das nicht von aussen kommen kann. Man wird die Zweifel nicht ausradieren können. Am Ende ist ein Vergewaltigungsvorwurf eben leider oft eine Frage der Beliebtheit – und ist der potentielle Täter ein respektiertes und geachtetes Mitglied der Gemeinschaft weil er immer allen hilft und „so nett“ ist wird auch eine DefMa den Gedanken „Der doch nicht!“ aus den Köpfen der Menschen ausradieren können. Ist er hingegen ohnehin ein Sonderling  sind viele nur allzu bereit zu glauben.

Eine verlässliche Zahl wie viele Vergewaltigungsvorwürfe erfunden sind kann es nicht geben – das Schlimme ist jedoch, dass grade den erfundenen Vorwürfen oft mehr geglaubt wird als den realen. Das liegt an dem klischeebeladenen Bild eines Vergewaltigungsopfers, das in den meisten Köpfen vorhanden ist und von Frauen, die eine Vergewaltigung erfinden, perfekt gespielt wird. Auch wenn ein reales Opfer sich vielleicht genau gegenteilig verhält. Vielleicht sehr rational, vielleicht sogar besonders aktiv und scheinbar fröhlich.

Gegen das Problem hilft letztlich nur eins: zuhören. Offen sein und zuhören. Respektieren wenn Worte nicht möglich sind und da sein. Kein „Ich glaube dir weil ich an die DefMa glaube“ sondern „Ich glaube dir weil ich DIR glaube.“

(Und ich kann es nur nochmal sagen… Wegkommen vom Klischeebild eines Opfers. Opfer sind nicht immer weiblich, sie sind nicht immer süß und zierlich und in Tränen aufgelöst. Opfer sind nicht OPFER, sie sind Menschen die etwas schlimmes erlebt haben und als solche ebenso individuell wie jeder Mensch)

Kommentare
  1. Alien sagt:

    Wer gegen DefMa ist, ist für den Rechtsstaat (Im Zweifel für den Angeklagten). Aber scheinbar stehen manche Feministinnen über so „kleinlichen“ Prinzipien, wie dass jemand nur dann bestraft werden darf, wenn seine Schuld zweifelsfrei bewiesen wurde.

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    • Tantal sagt:

      Genau das ist es, man kann entweder für DefMa sein, oder für den demokratischen Rechtsstaat. Die beiden Konzepte stehen sich diametral gegenüber

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    • K-Lined sagt:

      Rechtsstaat ist in jenen Kreisen sowieso eine bourgeoise Erfindung alter weißer Männer der ausschließlich dem Zweck dient deren Macht zu zementieren. Insofern ist die Ablehnung rechtsstaatlicher Prinzipien nur konsequent.

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  2. soulless sagt:

    Also einem Vergewaltigungsopfer soll auf jeden Fall sofort geglaubt werden und es soll sofort jegliche Hilfe bekommen und auf gar keinen Fall stigmatisiert werden während die beschuldigte Person sofort bestraft werden soll.
    Und das soll dann nicht zu Missbrauch einladen?
    Ja, hört sich logisch an, bin ich auch der Meinung, vor allem nicht wenn nur Frauen das dürfen weil Frauen lügen nie und sind immer ehrlich und gut weil per Definition die besseren Menschen.

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  3. cidrin sagt:

    Gerade das „ich glaube dir, weil ich DIR glaube“, ist der entscheidende Satz, der unsere tägliche Arbeit mit Betroffenen von theoretischen und ideologischen Konstrukten trennt.

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    • Ich vermute, mit Mobbingopfern ist es da ganz ähnlich. Ich finde, es ist fast schon eine Herabwürdigung wenn man sich auf Ideologien beruft wenn die Frage nach dem Glauben im Raum steht. Für Betroffene ist es ja mitunter das Wichtigste dass sie das Gefühl haben, jemand glaubt ihnen vollkommen…. das kann doch ein ideologischer Glaube gar nicht leisten und ist unter Umständen sogar kontraproduktiv wenn der Betroffene nicht weiß ob ihm geglaubt wird weil man tatsächlich der Meinung ist dass er die Wahrheit erzählt oder weil es eben sein muss.

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      • cidrin sagt:

        Ganz genau. Die Parallele zu den Mobbing-Opfern kann man sicherlich ziehen, was die Wichtigkeit des Glaubensvorschusses angeht. Gründliches Nachfragen erfolgt trotzdem, schließlich muss ich mir ja einen Eindruck machen. Die Art des Nachfragens ist aber nicht skeptisch-misstrauisch, sondern interessiert und empathisch. Ideologische Einstellungen stören/ zerstören die Beziehungsebene, weil nicht mehr der Mensch, sondern die Ideologie im Vordergrund steht. Außerdem dient die Ideologie nicht dem Opfer, sondern nur dem, der durch sie der eigenen Unsicherheit entgehen will.

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  4. Der Pan sagt:

    Definitionsmacht hat mal nichts mit Vergewaltigung zu tun, das ist wichtig zu erkennen. Vergewaltigung ist nur das mit vielen starken Emotionen beladene Vehikel, wie zb Kinderpornos bei Internetzensur. Deswegen sollte man als Beispiel andere Opfer wählen, die emotional weniger besetzt sind. Dann wird schnell klar, dass DefMa nicht nur Unsinn, sondern enorm gefährlich ist. Und zwar nicht nur für den Rechtsstaat, sondern für Beziehungen aller Art und im Endeffekt für das Opfer selbst. Wer schon mal Therapien gemacht hat, wird erkannt haben, wie viele irreale Ding man selbst geglaubt hat, wem man aller unrichtigerweise Schuld gegeben hat usw

    Wenn DefMa sich durchsetzt, wird diese Art der Selbstreflektion unmöglich! Es wird eine Kultur aus Opfern erzeugt, die gegenseitig mit dem Finger auf sich zeigen bzw wird im Feminismus eben nur von Frauen auf Männer gezeigt, wobei selbst das schon nicht mehr gilt, und auch andere Frauen systematisch zu Täterinnen gemacht werden (kritische Frauen, erfolgreiche Frauen, Hausfrauen, Critical Whiteness usw). Damit wird jegliches Verhalten von Männern bzw „abweichenden“ Frauen 100%ig kontrollierbar, denn auch nur wenn Fem-Frau sich mal unwohl fühlt, hat sie die DefMa das auf den Mann/die abweichend denkende Frau abzuschieben, der/die sich nun ändern muss.

    Die Ablehnung von DefMa ist nicht antifeministisch, sie ist die Grundlage jedes Rechtsstaates und die Grundlage für das Wachstum von Menschen. Wer DefMa einführt, hilft nicht den Opfern zu Anerkennung, sie behindert Selbstreflektion und Heilung alter Wunden zur Gänze.

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  5. Dummerjan sagt:

    Ahem, niemand muß sich für die Anzeige einer Vergewaltigung rechtfertigen. Jedoch muß die Tat bewiesen werden. Die Beweislast liegt bei dem der etwas behauptet.
    ist auch bei allen anderen Straftaten und Rechtsansprüchen so, es sei denn im Gesetz gibt es eine Beweislastumkehr.

    Warum nun ausgerechnet eine Verwegaltigung zu eienr Beweislastumkehr führen soll? Schwierig.
    Wahrscheinlcih wüürde diese Bweislastumkehr sogar nur geschlechtsspezisch sein: Nur vergewaltigte Frauen dürfen die Beweislastumkehr in Anspruch nehmen (kidner z.B. nicht).
    Erscheint mir noch schwieriger zu begründen.

    hach, wat für eine Minenfeld der Logik.

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  6. hijack sagt:

    Alter…sag mal. Merken die noch was?! …offensichtlich nicht. Ich bin immer wieder erschrocken, was für extreme Fanatiker es gibt, und welche Blindheit und Ignoranz die besitzen und dabei Grundrechte mit Füßen treten. Woah.

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  7. stefanolix sagt:

    Definitionsmacht geht auch auf dem persönlichen Gebiet viel weiter: Im Grunde kann ein Mann aus der Sicht der radikalen Vertreterinnen dieses Konzepts schon aus der linken Gruppe oder dem linken Wohnprojekt ausgestoßen werden, wenn eine Frau nur behauptet, dass der »TÄTER«

    – etwas Falsches gesagt,
    – eine falsche Geste vollführt oder
    – einen falschen Blick auf sie geworfen

    habe. Er muss die Frau noch nicht einmal berührt haben. Nennen wir es beim Namen: Das ist blanker Tugendterror. Das macht letztlich fast alle Beziehungen zwischen den Menschen kaputt, aber auch fast jede Art der Kunst und Kultur.

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  8. anonym sagt:

    He EMN schön zu wissen, nein schön zu sehen das es Frauen gibt die sich Gedanken machen, Gedanken über den Zustand in unserem Land über Opfer die kein Gehör finden, zähl ich mich dazu? ja tuhe ich, warum? Für den normalen Mann der sich den Pommianwalt nicht leisten kann ist eine Beweislastumkehr schon längst etabliert. Ich traue unserem Rechtsstaat schon lange nicht mehr.

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  9. aruoka sagt:

    Also zuerst möchte ich dir mal Danken.
    Ich kenne keine BekanntInnen, die sich über das, was ich unter Feminismus bisher verstand oder noch verstehe, auslassen. Von daher: Danke für die Beeinflussung diesbezüglich.

    Ich hab ja schon einige deiner Fem-Artikel gelesen und fand Sie einstweilen grenzwertig. Nicht deinerseits, sondern eher seitens der…aeh…Menschen (ist das Neutrale jetzt schon ein Übergriff?). Ich bin der Meinung, das geht schon krass ins Radikale.
    Ich meine, da würde ich gern mal mit ein paar Rechten Vergleichen kommen.

    Falscher Blick – Täter?
    Wo bleibt da die Emanzipiation für die von dir ebenfalls erwähnten Opfer…aeh…OpferERn?
    Ich meine – wo ist die Definitionsmacht für Männer? Wo bleibt die Rücksicht für gemobbte Männer – von augetakelten Frauen? Wo sind die Verurteilungen für Frauen die Ihre Sexistische Macht über die Männerwelt ausüben?

    Ein wenig ärgert mich die Polemisierung dieser Feministinnen schon.

    Regards,
    Aru

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    • Mich freut, dass es offenbar auch für Leser die sich nicht mit Feminismus beschäftigen einigermaßen interessant sein kann. Ich hatte schon befürchtet ich langweile alle mit dem Zeug🙂

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    • Krawallblüte sagt:

      Nun ist der Kommentar schon sehr sehr alt, trotzdem will ich hierzu etwas schreiben:
      Definitionsmacht existiert genauso auch für Männer, jedenfalls in den Kreisen, in denen ich mich bewege. In diesen Kreisen spielt die Definitionsmacht aber auch weniger bei Vergewaltigungen eine Rolle, sondern bei sexistischen Übergriffen. Das kann zB ein sexuell anzüglicher Spruch sein, der von der*dem Betroffenen als sexistisch empfunden wird. Die Konsequenz daraus ist immer: Wenn der*die Betroffene dies so empfindet, dann ist es eben auch sexistisch.
      Viel wichtiger ist dann doch die Frage, wie damit umgegangen wird. Ein kompletter Ausschluss von Veranstaltungen etc wäre ja blödsinn. Normalerweise wird erwartet, dass der*die Täter*in dann eben sagt „Sorry, das wollte ich nicht, Grenzüberschreitungen gehören eben zum Leben dazu, ich erkenne das an und es tut mir leid, es kommt nicht mehr vor“ (oder eben eine abgekürzte Variante😉 ) und damit hat sich die Geschichte. Finde ich ehrlich gesagt dann auch weit weniger wild, als es hier dargestellt wird und in solchen Fällen finde ich die Definitionsmacht auch angemessen. Dann entsteht nämlich keine Diskussion darüber, wie die „Tat“ gemeint war etc, sondern es geht um das Wohlergehen der Menschen und muss nicht zwangsläufig radikale Konsequenzen nach sich ziehen.

      Sinngemäß: Das Ziel kann es nicht sein, keine Grenzen mehr zu überschreiten, sondern zu versuchen, es zu unterlassen und sich im Falle eines Falles dafür zu entschuldigen.

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      • „Die Konsequenz daraus ist immer: Wenn der*die Betroffene dies so empfindet, dann ist es eben auch sexistisch.“

        Ich empfinde Sternchen, Original *, auch als super sexistich! Bitte lass solche Sexistengesten bitte. Solche Sternchen (*) machen mich ein Stück weit total betroffen. Nimm Rücksicht! Überschreite meine Grenzen nicht immer.😦

        Ernsthaft. Ich finde Sternchen wirklich sexistisch, was denn sonst? Sie bringen den Sexismus ja erst in fast jeden Satz den Du schreibst. Bist Du also bereit meine Grenze nicht mehr zu überschreiten und entsprechend auf Dein Sexistensternchen zu verzichten? Denn, daß es sich um Sexismus handelt wird ja dadurch festgelegt wie ich es empfinde! Also, was wird nun?

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        • Tut mir leid, deine Argumentation scheitert an der Tatsache dass du ein Mann bist und keinerlei Definitionsmacht zu Sexismus hast. ******* BAM! Nimm das, Sex*ist!^^

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          • Bombe 20 sagt:

            Dr.E,

            Sex*ist!^^

            also das ist ein Kunstwerk.

            B20

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          • Ich bin ein Mann? Wer bestimmt das? Was ist wenn ich mich, zumindest für die Zeit einer solchen Debatte, als Frau lese? Willst Du einer Frau etwa die DefMa absprechen?

            Kann es sein, daß Du eine ganz hatnäckige Sexistin bist! Warum muss ich Dir die Basics noch erklären? Beschäftige Dich ertmal mit Deinem Biologismus!! Es gibt keine Tatsachen, die mich auf ein von Dir gelesenes Geschlecht festlegt … DU bestimmst nicht, ob ich eine Frau bin! DU NICHT …😦

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  10. Neuer Peter sagt:

    Dass der radikale Feminismus hier einmal mehr seine totalitäre Fratze zeigt, ist offensichtlich. Es ist aber vonnöten, auf solche menschenrechtsfeindlichen Absurditäten immer wieder hinzuweisen. Erst, wenn Feminismus in den Köpfen der Menschen nicht mehr mit Gleichberechtigung verknüpft wird, können wir zu einem Humanismus gelangen.

    Frei nach der SPD: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die feministische überwinden!

    Was ich mich aber frage, ist folgendes: Was zum Teufel ist ein Täter(schützer_innen)?

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  11. Matze sagt:

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  12. Heinz sagt:

    > Eine verlässliche Zahl wie viele Vergewaltigungsvorwürfe erfunden sind kann es nicht geben.

    Naja zumindest die Fälle, in denen die Lüge zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, kann man zusammen Zählen.
    Aber du hast recht, die Zahl ist natürlich viel kleiner, als die echte Zahl der Falschbeschuldigungen.

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