Verhaltenstherapeutenprobleme.

Veröffentlicht: August 9, 2013 in Psychozeug
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vtler

Kommentare
  1. Alien sagt:

    Wenigstens ist es die erfolgversprechendste Methode. Aber deine Beschreibung war wirklich nicht besonders cool.😉

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    • *chrchr* Bisher habe ich auch noch nicht den BÄÄÄÄÄÄÄM-Satz gefunden um Verhaltenstherapie zu beschreiben😉

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      • Alien sagt:

        Verhaltenstherapeuten manipulieren Menschen durch mysteriöse Techniken wie kognitive Umstrukturierung. Dies führt zu Heilungsquoten, die ein Vielfaches von Freudscher Psychoanalyse betragen.

        *Ok, auch noch nicht so BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM*😉

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        • Marmotta sagt:

          Verhaltenstherapie ist die „erfolgversprechendste Methode“? Deren Heilungsmethoden „ein Vielfaches von Freudscher Psychoanalyse betragen“? Wo hast du denn das her???

          Verhaltenstherapie könnte man bildhaft so beschreiben, dass man in seinem Haus ein Zimmer streicht. Bei der Psychoanalyse hingegen renoviert man das ganze Haus, versetzt Wände, baut dies und jenes um, erneuert die Böden und streicht sämtliche Zimmer. Klar, dass das länger dauert, als nur ein einzelnes Zimmer zu streichen.

          Während man sich bei der Verhaltenstherapie nur mit einem einzigen Problem befassen kann, einer Phobie oder einer Zwangsstörung zum Beispiel, kann man in der Psychoanalyse gleich mehrere Probleme lösen. Und nicht nur das, man entwickelt sich auch persönlich weiter, wird selbstbewusster, kommt auf eine höhere Entwicklungsstufe. Während bei der Verhaltenstherapie nur die Symptome „beseitigt“ werden, widmet man sich in der Psychoanalyse der Ursache der Symptome. Und wenn man diese Ursachen und ihre Zusammenhänge begriffen hat, dann werden die Symptome überflüssig, der Zwang oder die Phobie löst sich auf. Ich finde das viel effektiver.

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          • Das ist ein sehr altmodisches Bild von Verhaltenstherapie, das so schlicht nicht stimmt.
            Was stimmt ist, dass VT nicht zum Ziel hat, die Persönlichkeit umzustrukturieren, was ich grundsätzlich sympathischer finde als Größenphantasien von „höheren Entwicklungsstufen“

            Ansonsten gibt es Studien die belegen, dass die Wirksamkeit der einzelnen Verfahren ähnlich hoch sind, oft mit einer Tendenz zur Verhaltenstherapie. Im Gegensatz zu dem Glauben, dass VT nur „Probleme überdeckt“ oder kurzfristig wirke, ist sie auch langfristig wirksam: http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-depressionen/

            Im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen was er sympathischer findet. Das Klischee, dass VT nur Symptome beseitigt und keine Ursachen ist so jedenfalls nicht richtig.

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            • IULIUS sagt:

              Denke mal es geht nicht um Sympahischer, sondern um Effizienz.

              Wenn ich wegen einem bestimmten Verhalten jedesmal ein Tritt vor mein Schienbein bekomme ist es Sinnvoll, wenn ich lerne das Verhalten abzustellen.
              Hier sind die Gründe warm ich das Verhalten zeige erst einmal völlig irrelevant. In dem Umfang, wie die Schienbeintritte aufhören steigert sich mein Wohlbefinden, meine Lebensqualität. Wozu dann noch in „alten Wunden“ kramen und irgendwelche unvorhersehbare Komplikationen riskieren.

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              • Ach, so extrem ist die VT doch auch gar nicht. Klar schaut man auch mal wie ein Verhalten entstanden ist… um beim Renovierungsbeispiel zubleiben: bringt ja nix den Wasserschaden zu überstreichen wenn das Rohr dahinter weiter leckt. Aber es geht halt nicht darum gleich alles aufzugraben sondern, wie du sagst, um Effizienz.

                Ich kenne tatsächlich Menschen, denen dieses exzessive in der Kindheit wühlen eher Verunsicherung als sonstwas gebracht hat und die mit einer VT viel besser gefahren sind. aber es gibt genauso Leute, die mit VT nix anfangen können… ist doch auch OK.

                Ich finde dieses „Was ist denn nun das tollere Verfahren“ kann man gar nicht für jeden gleih beantworten. Statistisch gesehen wohl für die meisten die VT, aber ziemlich direkt dahinter eben die Tiefenpsychologie.

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                • IULIUS sagt:

                  Ehrlich gesagt, ich habe meine Zweifel, ob ein Mensch sein Verhalten ändert, nur weil er den Grund weiß.
                  Verhalten ist ja etwas erlerntes, daraus wird Gewohnheit. Um Gewohnheiten zu ändern muß man schon einen Grund haben.

                  Bevor jemand ein Langjähriges Verhalten aufgibt müssen die Vorteile die Nachteile der Änderung übersteigen. Das sind interne Abläufe.

                  Wo an dieser Stelle das Wissen um die Gründe eines Verhaltens hineinpaßt ist für mich nicht zu erkennen. Ändern kann man eh nichts mehr.

                  Ich denke die Psychoanalyse kommt ohne VT nur in den seltensten Fällen aus, währen eine VT komplett ohne Psychoanalyse auskommen kann.

                  Das ist natürlich, was Du immer betonst, vom der jeweiligen Person abhängig und ob die Person mit dem Therapeuten kann.

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                  • Die Gründe sind deshalb manchmal nötig weil Verhalten oft komplexer ist als einfach nur eine einzele verhaltensweise die nicht passt, wie bei einem hund der bellt wenn der briefträger kommt.

                    Natürlich bedeutet es nicht automatisch eine Änderung wenn man weiß warum man sich so verhält aber es ist oft schon nötig komplexe zusammenhänge herauszufinden. die wenigsten menschen kommen mit einem komplett isolierten problem wie einer kleinen phobie. meist sind es komplexere probleme, wie z.b. dazu neigen extrem viel zu arbeiten. da macht es keinen sinn einfach zu sagen „so, sie begrenzen jetzt die arbeit auf 8 stunden täglich und machen mindestens x stunden was schönes“, da die person das einfach nicht machen wird oder dann eben was anderes tut was ihr schadet, z.b. sich mit alkohol abschießen. – vielleicht war die viele arbeit ein verdrängen von anderen problemen. da sollte man schon vorher rausgefunden haben was dahinter steckt um erstmal das andere problem in den griff zu kriegen bevor man die bisherige lösungsstrategie wegnimmt.

                    manchmal benötigt es auch die einsicht um diesen internen vorgang der vorteile und nachteile – abwägung überhaupt richtig anzustoßen, da das verhalten gefühlsmäßig als unglaublich wichtig erlebt wird und dieses gefühl die rationalen gründe übersteigt. erst wenn man dieses gefühl dann ein stück rational machen kann kann man es auch greifen. jemand der sich immer beim ersten kleinen streit von partnern trennt wird auch nicht sagen können „das ist deshalb weil mein vater mich im stich gelassen hat und ich es nicht ertrage nochmal jemanden zu verlieren an dem ich hänge“ sondern er wird eher sagen „ich habe sie verlassen weil sie riesenarschlöcher waren und das war eine rationale entscheidung!“

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                    • IULIUS sagt:

                      Möglich, daß wir aneinander vorbei reden.

                      Leicht überspitzt:
                      Weil die Großtante von zu ihrem Neffen gesagt hat und der hat es Deinem Großvater erzählt und deswegen hat Dein Vater und der hat bei Dir…

                      Denke das sind Sinnlose Informationen. Wichtig ist, das ist mir Klar, daß die Gründe für ein Verhalten – abstrakt – bekannt sein sollten. Es sollte auch bekannt sein, ob eine Psychotherapie überhaupt Sinn hat. Was M. E. ein Großteil von fehlgeschlagenen Therapien verhindern könnte, was wiederum die Qualität und Erfolgschancen verbessern würde..

                      Sicher ist klar, daß mitgeteilt werden muß, daß das Verhalten aufgrund von bestimmten Mechanismen als Schutzverhalten angelegt wurde. Inhaltlich denke ich unwichtig und bei Narzißten (ich liebe die Typen) z. B. als Ausrede für ihr Verhalten herhalten könnte. Damit eher genau das Gegenteil erreicht werden würde.

                      Wenn ich mich nicht irre, wird überlegt verdrängtes da zu lassen, wo es ist. Weil es nicht umsonst verdrängt wurde und Verdrängung ein äußerst effizienter Schutzmechanismus ist.

                      Bei der Psychoanalyse denke ich ist ausschlaggebend, daß sie über Jahre mehrfach die Woche stattfindet, während VT über wenige Wochen bis Monate einmal die Woche oder 14-tägig stattfindet. Ein Schelm, wer da böses denkt.
                      Geldeinnahmequellen regen nun mal die Phantasie an, warum sie unbedingt notwendig sind. So ist halt (derzeit) unsere Welt.

                      Für Deine Phantasie:
                      VT hätten bei mir kaum Sinn, da ich „Verhaltensvorschriften“ als übergriffig betrachte….

                      Bei Deinem Beispiel mit der Trennung denke ich ist der Ansatz falsch.
                      Menschen die sich trennen, weil der Partner ein Arsch ist suchen sich häufig von vorn herein „Ärsche“. (Braucht man im Fall der Trennung keine Gründe erfinden) Wenn ich hier das Verhalten der Trennung ändere, nur weil es das augenscheinlichste ist hat man – besser der Patient – ein ernsthaftes Problem.

                      Wenn Du das meinst reden wir vom gleichen. Nur bin ich hier der Meinung das Wissen „weil der Vater mich im Stich gelassen hat“ ist eine nicht notwendige Information. Könnte mir gut Vorstellen, daß das Wissen um die Information auch nachteilig sein kann, wenn sie dafür genutzt wird „Ausreden“ für sein Verhalten zu finden. Und damit die Bilanz der Vorteile und Nachteile zu Lasten der Nachteile (für das problematische Verhalten) verschiebt.

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                    • Dass Verdrängtes da gelassen wird wo es ist, ist richtig. Zumindest solange es keine Probleme macht. In der Medizin gibt es ja auch viele Dinge, die man nicht behandelt solange sie nicht weh tun. Präventiv mal herumzuoperieren obwohl vielleicht ansonsten ein Leben lang keine Probleme damit entstanden wären ist schließlich auch Unsinn.

                      Ich habe bisher selten erlebt dass etwas in der Therapie erarbeitetes als ausrede hergenommen wurde, meist achtet man da ja auch darauf wie man sowas vermittelt. Oft werden Ausreden ja eher genutzt um sich nicht mit eigenen Anteilen beschäftigen zu müssen. „Die hat aber xy gemacht“ wird dann zu „Was ging denn in Ihnen in dem Moment vor, dass xy so starke Emotionen bei Ihnen ausgelöst hat?“ und dann evtl. eben die Erkenntnis, dass es gar nicht xy war, was so schlimm war sondern dass es an etwas erinnert hat, dass mit einem selbst zu tun hat.
                      Den meisten ist ja klar, dass es ihnen nicht weiterhilft jetzt alles mit „Mama war damals gemein zu mir“ zu „entschuldigen“, die meisten kommen ja um was zu ändern.

                      Die Information wie ein Verhalten entstanden ist ist letztlich oft einfach wichtig um zu erkennen, dass es JETZT nicht mehr gebraucht wird oder sogar schadet. Einfach zu sagen „Schau mal, das ist doch bescheuert so zu reagieren, anders zu reagieren würde dir doch viel mehr bringen“ ist halt nicht hilfreich. Die meisten wissen ja, dass es irgendwie nicht gut ist, wie es ist. Und die allermeisten haben einen ziemlich genauen Plan davon welces Verhalten ihnen schadet und verstehen nicht, warum sie davon nicht lassen können.

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          • „Verhaltenstherapie ist die “erfolgversprechendste Methode”? Deren Heilungsmethoden “ein Vielfaches von Freudscher Psychoanalyse betragen”? Wo hast du denn das her???“

            –> Alien hat mit dem „vielfachen“ vielleicht etwas übertrieben aber tatsächlich zeigen Vergleiche verschiedener Verfahren eindeutig Vorteile der Verhaltenstherapie gegenüber anderen Verfahren.

            Das bedeutet natürlich nicht, dass VT deshalb für jeden das Nunplusultra ist und für einige mag ein anderes Verfahren weit bessere Ergebnisse bringen.

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  2. Ich bin ein Fan der Verhaltenstherapie. Also von mir zehn Punkte drauf auf den Coolnessfaktor!

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    • Mir ist es auch definitiv die sympathischste Richtung (na ja, systemische ist noch cool) aber man muss zugeben dass die anderen Richtungen sehr coole Konzepte haben, die sich einfach interessanter anhören und besser einprägen😀

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    • Marmotta sagt:

      Verhaltenstherapie mag cool sein. Psychoanalyse ist viel cooler: auf der Couch liegen und sagen, was einem gerade einfällt (freie Assoziation), Träume deuten, keine Übungen, mehrere Therapietermine pro Woche, therapeutische Begleitung über einen Zeitraum von mehreren Jahren… Einfach genial! Ich bin ein totaler Fan der Psychoanalyse. Ich finde, das ist das coolste überhaupt. Sicher aber auch das stressigste Therapieverfahren…

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  3. praktikon sagt:

    Und die mit der mit Abstand am langeweiligsten Theorie! Die coolen Wörter hören am Anfang schon auf, bei Freud steigert es sich dagegen immer weiter (Eros, Thanathos, Libido, Ödipalkomplex *-* DAS klingt mal nach Psychomagie.. äh -therapie!)

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  4. IULIUS sagt:

    Erschreckend, die können ja gar nichts, die Psychotherapeuten.^^

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  5. Marco sagt:

    Klickern die Verhaltenstherapeuten und wenn ja, was nehmen sie so als primäre Verstärker? ^^

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  6. m sagt:

    ok, ich auch!😀

    Ich hatte ein Jahr lang Verhaltenstherapie bei einer Therapeutin. Es hatte keine Wirkung ausser auf meinen Geldbeutel (Scheiße teuer der Kram, aber nun, das bin ich ja auch…).

    Warum hat es nicht funktioniert?

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    • Du warst Selbstzahler?

      Warum es nicht funktioniert hat kann ich nicht sagen, da gibt es ja verschiedene Faktoren die wichtig sind. Und manchmal ist sogar alles da was es braucht, ein super ausgebildeter Theraopeut, ein motivierter Patient, ein guter Therapieplan, die richtige Diagnose und eine gute Beziehung zwischen Th und P aber es klappt trotzdem nicht. Zugegeben, das ist selten. Aber hin und wieder passt eine bestimmte Therapie(form) einfach nicht zu einem.

      Ich selbst habe z.B. jahrelang Entspannungsverfahren wie autogenes Training und Progressive Muskelentspannung angeleitet und gesehen wie gut das bei vielen Patienten wirkt… trotzdem geht es für mich persönlich gar nicht weil ich dann eher angespannt und nervös werde. Ich finde es aber auch wichtig, das dann zu akzeptieren und nicht zu pathologisieren. Ein damaliger Anleiter warf mir vor ich würde mich eben nicht richtig einlassen und mich sperren weil ich mich grundsätzlich nicht auf Dinge einlassen könne. Das fand ich ziemlich unmöglich und auch ein Stückweit verletzend. Daher kann ich Patienten, die mit irgendwas nicht gut können nur empfehlen das erstmal zu akzeptieren und evtl. später nochmal zu versuchen ob es klappt, aber es nicht erzwingen zu wollen. Ich konnte dann z.B. ganz gut mit dem „sicheren ort“ entspannen.

      Soll heißen: Mal zu überlegen warum etwas nichts für einen ist ist natürlich hilfreich um sich in Zukunft was passenderes suchen zu können. Aber gleichzeitig muss es nicht bedeuten dass irgendwas mit einem selbst oder der Therapie falsch war, es kann auch einfach eine Frage des „passens“ sein.

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      • m sagt:

        nun hätte ich gar keine richtige antwort erwartet.🙂

        ja, selbstzahler -› PKV.:\

        Danke für die Antwort.
        Identifiziert hatten wir „furchtbare“ Grundannahmen -› ungünstige Handlungsanweisungen. Da lässt sich schwer was machen. Aber das kann ich gut beobachten. Das ist ja auch was.

        Ein Freund bot mir an, mich zu coachen. Das läuft erstaunlich gut, auch wohl weil es insgesamt konkreter ist, was mir wiederum mehr liegt. Vielleicht aber auch weil er ein Mann ist. Ich hatte mich Anfangs bewußt für eine Frau entschieden. War vielleicht keine gute Idee aber das ist reine Spekulation.

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  7. Leszek sagt:

    Schön, dass du Verhaltenstherapeutin bist.
    Ich hatte bei Diskussionen über Psychotherapieformen bei Christian und Robin mehrfach der Verhaltenstherapie den Vorzug gegeben. (Hatte schon ein wenig befürchtet, du könntest bei solchen Kommentaren vielleicht etwas verärgert sein, falls du einer anderen psychotherapeutischen Richtung angehören solltest.)

    Allerdings – auch wenn die Verhaltenstherapie in der Praxis wahrscheinlich die relativ erfolgreichste Therapieform darstellt – was die Theorien angeht, sind manche andere psychotherapeutische Verfahren tatsächlich manchmal interessanter.🙂

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    • Für die Prüfung mussten wir ja auch Grundzüge der anderen Therapieverfahren lernen und das war schon interessant… an der VT finde ich allerdings sympathischer, dass der Klient auf Augenhöhe ist und man gemeinsam arbeitet. Ich finde, je transparanter desto besser. Analyse hat halt oft sowas mystisches und geheimnisvolles, dass der Therapeut Dinge weiß, die der Patient nicht weiß… das ist nicht meine Welt.

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  8. The Laughing Man sagt:

    Ich weiß wie du Verhaltenstherapie intressanter machen kannst, lerne Leute zu hypnotisieren!
    Wenn die das nicht cool genug finde versuchst du ihnen eine Suggestion zuverpassen, dass sie es doch tun! ;P

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  9. Neuer Peter sagt:

    Könntest du für uns Laien vielleicht mal ganz beispielhaft beschreiben, wie so eine Therapie aussieht? Also so in etwa:

    X kommt in die Praxis mit Problem Y. Ich mache dann Z mit ihm und versuche P, Q, R und S herauszufinden. Ich sage ihm dann T und sage, dass er zu Hause U machen soll.

    Vielleicht in einem neuen Blogpost? Das wäre echt spannend.

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    • Ich fürchte, dafür müsstest du ein ganzes Buch lesen… 30 Stunden lassen sich schwer in einen Blogpost quetschen. Hättest du ne konkretere Frage? Irgendwie spezifischer?

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      • Neuer Peter sagt:

        Ich will ja kein Experte auf dem Gebiet werden, sondern nur eine leise Ahnung von dem bekommen, was du machst.

        Wärst du ein Physiotherapeut könntest du vielleicht sagen:

        Patient hatte einen Bänderriss. Ich mache Dehn- und Kräftigungsübungen mit ihm. Wir benutzen dafür gelenkschonende Expander. Für zuhause trage ich ihm auf, Beweglichkeitsübungen zu machen.

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      • Leszek sagt:

        @ erzaehlmirnix,

        Ich wollte mich bei Gelegenheit ein bißchen genauer mit der Schematherapie und der Dialektisch-Behavioralen Therapie als zwei der heutzutage bekanntesten Unterströmungen der Verhaltenstherapie beschäftigen. Wie beurteilst du diese beiden?

        Gibt es eine andere Unterströmung der Verhaltenstherapie, die du besonders gut findest?

        Was hältst du von den Wirkfaktoren der Psychotherapie nach Klaus Grawe?

        http://www.chemie.uni-hamburg.de/igtw/Gesundheit/studium/material/KommPsychSS09/B_Grawe94.pdf

        http://psychiatrietogo.wordpress.com/2012/02/04/die-5-wirkfaktoren-der-psychotherapie-nach-klaus-grawe/

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        • Puh, da fragst du was😀 Was die Wirkfaktoren nach Grawe angeht habe ich mit meinen Patienten dazu an einer Studie teilgenommen und kann nur bestätigen, dass es wichtige Faktoren sind. Vor allem die therapeutische Beziehung, quasi als Grundlage für alles.

          Die Schematherapie finde ich richtig klasse, will da auch unbedingt noch entsprechende Fortbildungen dazu machen. Das was ich bisher an Übungen und Theorien in die Stunden einbringe funktioniert immer sehr gut.

          DBT kenne ich auch nur grob, das was ich bisher davon gehört habe klingt nicht schlecht. Das wäre aber recht weit hinten auf der Liste der Richtungen in die ich für mich investieren würde.

          Ich finde die Zusammenschlüsse mit der systemischen Therapie ziemlich spannend und würde gerne mehr dazu lernen.

          Ansonsten würde ich mich evtl in EMDR weiterbilden. Weniger wegen des großartigen Konzeptes, soweit ich gehört habe wird das ziemlich aufgebauscht und teilweise wie eine Religion gehandelt… obwohl in Wirklichkeit auch nicht so viel dran ist. Allerdings hätte ich gerne mehr Unterbau in Sachen Traumatherapie und würde da gerne noch ein paar Fälle unter spezieller Supervision machen. Ich fand das grade bei Trauma bisher sehr hilfreich.

          Soweit die kurze Atwort🙂

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  10. Nian sagt:

    Mit Psychoanalyse könnte man mich glaube ich jagen. Die ist mir zu stark von den Ideen Freuds durchzogen und damit kann ich nichts anfangen bzw. kann das nicht ernstnehmen (Freud scheint mir irgendwie ein großes Problem mit Sexualität gehabt zu haben).

    Eine Therapieform auf Augenhöhe, die weitgehend transparent gestaltet ist, würde mich da schon eher ansprechen. Verhaltenstherapie assoziiere ich mit praktischen, pragmatischen Tipps mit recht sichtbarer Wirkung in einer überschaubaren Zeit. Eben effizienter angelegt. Kann aber sein, dass ich da ein zu positives Bild habe. Kontfrontations“übungen“ habe ich selbst privat für mich mal gemacht und fand das sehr hilfreich.

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  11. Viktor sagt:

    Wieder so schöne viele Kommentare😉

    Ich hatte vor einigen Jahren eine VT. Davor lange Zeit eine tiefenpsychologisch orientierte Gesprächstherapie.

    War beides in gewisser Hinsicht hilfreich. Der Gesprächstherapeut war – soweit ich das beurteilen kann konnte – eher psychoanalytisch orientiert, der Verhaltenstherapeut, ja ähh…da ist keine bestimmte Richtung herausgekommen.

    Bei beiden habe ich etwas vermisst. Beim GT die Praxis und beim VT den theoretischen Hinterbau (Nein, nicht den Unterbau, das konnte der prima! Aber so gelegentlich hätte mich schon interessiert, warum ich in speziellen Situationen Angst habe…).

    Beide haben mich wieder zurück in die Arbeitsfähigkeit begleitet.

    Der VT war rückblickend gesehen deutlich effizienter – so kann ich jetzt vor Gruppen angstfrei Fachvorträge halten oder Diskussionen führen und das ganze auch noch auf englisch. Das war damals ein erklärtes Therapieziel (englisch jetzt nicht unbedingt).

    Mir scheint, als würden die Ausprägungen der VT in den letzten Jahren den Mangel an Hinterbau endlich ausgleichen. War mir damals auch ein bisschen zu wenig, daß nur ein Manual durchgeklappert wurde.

    Mist, jetzt hab ich wieder Lust auf eine Therapie bekommen😉

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  12. Seit wann halten sich eigentlich diverse Therapeuten für Anwälte? Ist das mit den „Klienten“ son political correctness Ding? Also ich käme mir ziemlich verarscht vor, wenn man mich so bezeichnet!

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    • Wikizitat: Ein Klient (abgeleitet von lat. cliens = Anhänger, Schützling, Höriger) ist der Auftraggeber oder Leistungsempfänger bestimmter Dienstleistungsträger, etwa von Notaren, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Sozialpädagogen. Therapeuten und Angehörige von Pflegeberufen verwenden den Begriff gelegentlich in Abgrenzung zu „Patient“, um den Dienstleistungscharakter ihrer Tätigkeit und die Mündigkeit des Behandelten zu betonen.

      … ist ein völlig üblicher Begriff, soweit ich weiß, der eben einfach oft genutzt wird.

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