Endlich: Politik verbietet das Wort w****

Veröffentlicht: September 5, 2013 in Satireartikel
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Nach dem unsäglichen Ferreroskandal, bei dem der Slogan „Deutschland wählt w****“ zur Bewerbung einer nicht ganz dunklen Schokolade gewählt wurde, waren Medien, Politik und Bürger schockiert. Im Zuge dieses schrecklichen verbalen Fehlgriffs zog die Politik endlich die Konsequenzen und beschloss ein Verbot des diskriminierenden und rassistischen Begriffs „w*****“.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist erleichtert, dass dieser Begriff mit der negativen Vergangenheit endlich aus unserem Wortschatz verschwindet. Eine anonyme Interviewte jedoch kritisiert das hellgrau-dunkelgrau Denken hinter dem Verbot: „Hin und wieder habe ich den Begriff auch genutzt, wenn ich z.b. Schnee beschreiben wollte. Bei vorsichtiger Verwendung muss er nicht zwangsläufig rassistisch sein.“ Weitere Kritiker geben an der Meinung zu sein, der Begriff sei trotz seiner rassistischen Herkunft geeignet um Dinge wie Mehl oder Schwäne zu beschreiben. Eine Umfärbung aller entsprechenden Gegenstände sei jedoch bereits im Gespräch: „Das Verbot des Begriffes ist ein guter Anfang, allerdings sollte der nächste Schritt sein, alle rassistischen Gegenstände zu beseitigen. Unsere Kinder sollten nicht auf Papier schreiben lernen, welches ihren Rassismus fördert.“

Derzeit werde abgestimmt, welche Farbe an Stelle des rassistischen w**** zur Einfärbung geeignet sei. Allerdings sei es schwer, einen geeigneten Ton zu finden. Alle rot und blautöne seien wegen des sexistischen Inhalts von vornherein ausgeschlossen. Gelb sei der fraglichen Farbe zu ähnlich und könne evtl. rassistische Assoziationen wecken. Grün wiederum sei problematisch weil sie eventuell Hitlers Lieblingsfarbe gewesen hätte sein können. Politiker und Medien seien jedoch zuversichtlich, das Problem bald im Griff zu haben.

 

Kommentare
  1. Balrog sagt:

    Ich finde das schlimm, dass man überall ein rassistisches Motiv hinein interpretieren muss und so eine Werbung nicht mal mit einem Augenzwinkern und einem weißen Ferrero Küsschen im Mund genießen kann.

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  2. Nadjeschda sagt:

    ich hab grad ohne scheiß erst ewig gegooglet….was is das bitte fürn mist? Dachte ernsthaft du nimmst wieder was auf die Schippe…also..tuste ja auch…aber konnte echt nicht glauben, dass das echt so sein kann… -.-

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  3. einer meiner neuen lieblingsbeiträge von dir! danke!

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  4. m sagt:

    Wo, verdammt, ist die [TRIGGER WARNUNG]???!!!!11

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  5. Omti sagt:

    Oh Gott, die politisch Korrekten und Dauerbeleidigten schreien wieder auf. Man kann auch echt aus allem einen Rassissmusskandal machen. Wenn zu viele Schwarze auf die schwarze Schokolade kommen dann ist es falsch. Wenn aber die weiße Schokolade gewählt wird ist es auch falsch. Ich wünschte die Medien würden bei diesen bescheuerten Shitstorms nicht mitspielen, aber die genießen das allzusehr da Leuten irgendwelchen Nazischeiss ans Zeug zu flicken, der nie im Leben gemeint war.

    In anderen Ländern würde da mit der Achsel gezuckt und son Quatsch ignoriert. Aber naja, wir müssen nicht nur jedes Jahr den Mea-Culpa Marathon für die Nazizeit ertragen, nein nun auch noch der Critical Whiteness Scheiss. Wenn ich so was nur sehe kommt in mir der Troll hoch.

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    • Tantal sagt:

      Du, ich finde die Nazizeit war schon nicht so der Brüller. Ist vielleicht schon ganz gut wenn man sich dran erinnert und versucht ein bisschen aus der Geschichte zu lernen.

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      • tom174 sagt:

        Aus der Geschichte lernen ist eine Sache. Ich bin auch bei wehret den Anfängen komplett dabei. Aber wirklich… weisse schokolade? gibt das wirklich eine Rassismus debatte her?
        Ich frage mich echt, wie man freiwillig in einer Welt Leben kann, in der man wirklich alles auf eine Goldwage legt. von Furor auf Furien kommt und damit dann wieder auf sexismus landet. Das muss doch schlimm sein, wenn man sich immer und überall permanent bedroht fühlt

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        • Tantal sagt:

          Wenn ich sie mal sehe, kauf ich mir die weissen Küsschen sicher auch mal. Der Spot ist ganz witzig. Daraus nen Skandal zu stricken finde ich auch erstens albern, und zweitens kontraproduktiv, weil es eben abstumpft und Leute nicht mehr reagieren, wenn es um wirklichen Rassimus geht.

          Mir platzt allerdings ein wenig die Hutschnur, wenn ich sowas lese: „wir müssen […] jedes Jahr den Mea-Culpa Marathon für die Nazizeit ertragen“. Das ist so das typische Es-muss-doch-mal-Schluss-sein-Gelaber, so ein Schwamm drüber, und mit dieser Art von geschichtsverleugnender Wurstigkeit mag ich mich nicht abfinden.

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    • hijack sagt:

      „Mea-Culpa Marathon für die Nazizeit“ – ich schmeiß mich weg!😀

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  6. Seitenblick sagt:

    „Unsere Kinder sollten nicht auf Papier schreiben lernen, welches ihren Rassismus fördert.“

    Merci.
    Was für ein Betthupferl😉.

    (Wir kriegen Absurdistan nur mit Gelächter kaputt. Oder zumindestens zusammengeschrumpft …)

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  7. evilmichi sagt:

    wurde aber auch echt mal zeit. :>

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  8. stellinchen sagt:

    Ich fand dieses Wort übrigens schon immer verwerflich *noch gesagt haben wollte*

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  9. Jürgen Braatz sagt:

    Ich weiß nicht. Seht ihr nicht alle zu schwarz?

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  10. tom174 sagt:

    Wäre ich ein Weisses Ferrero Küsschen würde ich nun laut den Nofx-Song Don’t call me white trällern (tatsächlich einer meiner lieblingssongs)
    http://www.plyrics.com/lyrics/nofx/dontcallmewhite.html

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  11. Der ebenfalls an PC dahingeschiedene Sarotti-Mohr läßt vom entgegensetzten Ende der Farbskala aus grüßen.

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  12. Tantal sagt:

    Siehste, genau das meinte ich, als wir über die dm-Geschichte diskutiert haben. Alle paar Wochen gibts den nächsten Ismus-Skandal.

    Ich postuliere mal folgendes: „Es ist nicht möglich einen Artikel, einen Blogeintrag oder eine Werbung zu produzieren, die nicht von Radfems oder Critical Whiteness-Aktivisten skandalisiert werden könnte.“

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  13. Heinz sagt:

    Mir egal – ich werde auch weiterhin SCHWARZ und WEIß sagen!
    oh Moment es klopft gerade an der Tür…

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  14. Nixgescheids sagt:

    Weiß hier auch keinen Rat!

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  15. Alien sagt:

    Was ich schlimm finde, ist, dass durch so eine Kackmist-Kritik an harmlosen Zeug ernsthafte Kritik an wichtigen Sachen lächerlich gemacht wird. Rassismus ist ein reales Problem mit ernsthaften schrecklichen Auswirkungen auf Betroffene. Durch so eine Kritik (mimimi, er hat weiß gesagt) haben Rassisten die Möglichkeit zu sagen: „Was, Rassismus, das ist doch wenn man weiße Schokolade isst, oder?“ und damit ihre menschenverachtende Ideologie zu verharmlosen / zu verschleiern.
    Irgendwann wird „du bist Rassist“ fast zu einem Kompliment, so wie „du bist Antisemit“ von vielen auch nicht mehr Ernst genommen wird, weil dieser Vorwurf von manchen Kreisen wegen jedem Furz (gegen Beschneidung, gegen Schächten, Kritik an israelischer Regierung etc.) ausgesprochen wird.
    Wenn es soweit ist, haben die selbst ernannten „Antirassisten“ der Rassismusbekämpfung einen Bärendienst erwiesen. Vielen Dank auch dafür!

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    • Nick sagt:

      In der Tat.

      Hier spielen sich ein paar wasweißgrauich-Studenten als Bessermenschen auf.

      („si se puede“ != „yes we can“, übrigens“)

      Um Rassismus geht es dabei gar nicht, die davon Betroffenen werden zum bloßen Objekt der empörten moralischen Distinktion.

      Was soll man machen, in Hippster-Kreisen darf man sich ja nicht mehr darüber empören, dass die Nachbarin schon wieder einen neuen Freund hat.

      Yes, we shame!

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    • kinch sagt:

      Das fängt ja schon damit an, dass nach der Ideologie des Anti-Rassismus jeder Weiße in einer weißen Mehrheitsgesellschaft zwangsläufig ein Rassist ist, da er rassistisch sozialisiert wurde.

      Dadurch wird der Vorwurf, jemand sei ein Rassist auch völlig seines Inhaltes beraubt.

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      • Nick sagt:

        ..dass nach der Ideologie des Anti-Rassismus jeder Weiße in einer weißen Mehrheitsgesellschaft zwangsläufig ein Rassist ist

        Ja, nicht-Rassismus wird damit zu einer Frage des Bekenntnisses zur Schuld, zur Frage der korrekten Bußrituale und vor allem zur Frage der moralischen Empörung über Häretiker.

        Es wird das Gegenteil erreicht, der Andere wird erst recht zum Anderen, dem man dann fast zwangsläufig zuallermindest unterbewußt eine Schuld für die Schuldgefühle gibt.

        In dem so erzeugten Klima wird es dann fast unmöglich einfach nur nachzuempfinden, dass und warum z.B. manche Menschen tatsächlich von dem N-Wort verletzt sind. Es ist keineswegs immer böse gemeint, aber man kann es ja trotzdem lassen.

        Meine Cents.

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  16. eisfreak sagt:

    Hahaha – Großartig😉
    Und ich esse seit meiner Kindheit Negerküsse…………

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  17. Mir gefällt der Artikel auf akduell.de.

    Die, von Werbung und Medien ausgehende, galoppierende Verblödung der Leute ist trotzdem nicht mehr zu stoppen.

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  18. Rein geschmacklich können dieser des Schokoladengeschmacks amputierten Mutantenküsschen von mir aus verboten werden.
    Ansonsten bin ich froh, dass der Spot das Thema Wahl mehr aufgreift als die Parteien…

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  19. 100% hetero sagt:

    Man stelle sich vor die hätten geschrieben:

    Deutschland wählt braun.

    Was dann losgewesen wäre?

    Das 4. Reich kommt…

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  20. guinness44 sagt:

    Ich sage nur „Schokoschaumkuss“

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