#schauhin

Veröffentlicht: September 6, 2013 in Comics
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Seit heute gibt es auf Twitter den Hashtag #schauhin wo Menschen ihre alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus und/oder Ignoranz schildern. Mich machts betroffen, das zu lesen und ich habe das Gefühl der Großteil der Beiträge trifft auch wirklich das Thema und gibt ein kleines Gefühl davon, wie es ist wenn einen andere als „nicht dazugehörig“ behandeln. Es lohnt sich definitiv reinzulesen.

Eine kleine Comicversion davon worum es zum Teil geht.

markt

Kommentare
  1. tom174 sagt:

    Bei den neueren schon nicht mehr ganz so lesenswert.. Aber ja, Vorurteile gegenüber Fremden/Anderen sind noch sehr verbreitet bei auf der Welt. Manche Vorurteile sind ja auch ganz gut (z.B. Koche wenn türkische Freunde kommen kein Schweinefleisch) andere sind komplett dämlich.
    Leider scheint mir mir das schon wieder etwas #aufrschrei mässig zu wuchern, ein Grund, warum ich Twitter echt nicht mag. Von der ausländerfeindlich motivierten Straftat bis zur weissen Schokolade wird alles zusammengefasst. Aber ja, wenn #schauhin zu #handle führt, dann ist das sicherlich was Gutes.

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    • Stimmt, so langsam fällt die Zahl der sinnvollen Posts ab und der Nonsens, das Getrolle, Gestreite und geblödl kommt.

      Mich nervt grade etwas, dass eine Twitterin alles zuspamt, dass Dickenhass auch Rassismus ist… mir liegt die ganze Zeit ein „Du nimmst zu viel Raum ein!!!“ auf der Zunge😀 (Ich darf solche Witze machen^^)

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      • tom174 sagt:

        mach, mach😀

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        • tom174 sagt:

          Wobei eigentlich…
          Antworte ihr auf: #schauhin _ist_ mein Hashtag, denn was dicken Menschen täglich angetan wird, _ist_ Rassismus. Und den verteidigen die Bigotten innig.
          Einfach mit der #9 oder wahlweise mit #19

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      • Robin Urban sagt:

        Ja, die Tussi ist total Banane. Hab dir vor Ewigkeiten mal gefollowed wegen irgendwas Gutem, aber mindestens einmal am Tag kriegt die nen Rappel und rotzt einfach in der Gegend rum ohne Grund. Und irgendwie kann ich sie nicht unfollowen (sagt man das so? o.O), weil dem zuzukucken irgendwie wie ein Autounfall ist…

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        • Robin Urban sagt:

          Okay, jetzt hab ich es geschafft… Die Frau ist so dermaßen jenseits von. Nach diesem kurzen Gespräch [Link editiert] antwortete sie mir nicht mehr, nahm meine erste Antwort als Beispiel für Alltagsrassismus und nannte mich zwei Tweets später erneut Rassistin.

          Bei solchen Leuten frag ich mich immer, was bei denen schief gelaufen ist. Deine Expertenmeinung, EMN?

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          • Alter. Ich finds ja schön wenn Leute dafür kämpfen dass alle Leute so aussehen dürfen wie sie wollen, aber es ist dermaßen daneben mit diesem Thema einen Rassismusthread zuzuspamen. Aus der Ferne gibts da keine Expertenmeinung, nur ne private: Die nervt!
            (PS: Habe den Link mal rausgenommen)

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            • Robin Urban sagt:

              Vielleicht ist das komisch, wenn es von mir kommt… aber von der zu lesen, ist wie neben einem Schwarzes Loch zu stehen. So unendlich negativ. Das tut richtig weh. Ich frage mich echt, wie die an die ganzen Follower kommt (die können ja nicht ALLE Katastrophentouristen sein wie ich…).

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              • Ist mir gestern zum ersten mal aufgefallen. Ist die Piratin? Und hat die noch andere Themen ausser Dicksein?

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                • Robin Urban sagt:

                  Wie gesagt, ich folge der schon länger (bisschen bissig sein ist ja auch völlig okay) und da ist mir schon mehrmals aufgefallen, dass sie manchmal einfach willkürlich anfängt rumzupöbeln, teils sehr misanthropisch und beleidigend. Und unendlich arrogant… wer sie fragt, was sie für ein Problem hat, wird abgekanzelt, öffentlichkeitswirksam geblockt und völlig runtergeputzt. Und mehr als einmal hat sie sich jetzt schon einfach Leute rausgepickt, die mit ihr gar nichts zu tun haben, und sie wegen einer blöden Formulierung etc. total zugekotzt. Neben fatshaming geht sie total auf Leute ab, die sich über neurologische Erkrankungen oder andere Störungen „lustig machen“ (wie oben zu sehen), auch wenn ich das, was sie da teils angeprangert hat, als furchtbar harmlos empfand (sowas wie „Der Typ schimpfte rum, als hätte er Tourette“ – naja, ich finds nicht schlimm). Und auf die Art, wie sie es tut – völlig übertrieben provokativ und anklagend – springt natürlich kein Mensch an, sondern geht erstmal in Abwehrhaltung.

                  Und ja, die scheint Piratin zu sein, aber keine Ahnung wo und in welcher Position.

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  2. Peter Panther sagt:

    ((Im letzten Bild fehlt ein Komma.))
    😉

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  3. Peter Panther sagt:

    Ich frage mich bei allen den Tweets, wie die Autoren auf jemanden reagieren, der kurzgeschorene Haare und eine Bomberjacke hat.

    Nun könnte man einwenden, dass Mode ausgesucht wird, im Gegenteil zu Genen.

    Das lenkt aber vom Thema ab, dass jeder nicht-erleuchtete Mensch die Welt in „Wir/Die“ oder „Ist mir vertraut / Ist mir fremd“ aufteilt. Unwillkürlich.
    Menschen, die nicht gewohnt sind, erst zu denken und dann zu reden/handeln, sagen/machen dadurch Dummes.

    All die Hashtags und Poltical Correctness und Antirassismus-Aktionen sorgen, so weit ich das erkennen kann, absolut nicht für eine Erleuchtung aller Menschen im obigen Sinne. Sie teilen nur zusätzlich die Welt in „Gut / Böse“.

    Was die „Bösen“ höchstens noch weiter radikalisiert.

    Ich traue keinem, der auf andere mit Fingern zeigt, damit er sich selbst gut fühlen kann.

    Thinks: Jetzt hat bestimmt jemand nicht richtig hingelesen und meint, ich wolle hier eine Lanze für Rassismus brechen. Naja, manche können halt nicht richtig lesen. Wo ich doch nur diese Aktionen wie #schauhin doof finde. Was doch nicht das gleiche ist. Seufz.

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    • Generell bin ich kein Fan von diesen „schau mal wie schlecht alles ist“ aktionen aber ich finde schon, dass wenn man eine Weile die Anfangstweets liest, man wirklich was mitnehmen kann.

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  4. Peter Panther sagt:

    >man wirklich was mitnehmen kann.

    Die Tweets, die es einem erlauben, die Perspektive eines anderen einzunehmen, sind genau deswegen gut.
    Sind aber nicht viele.
    Bei nur 140 Zeichen.
    Aber auch bei Büchern oder Filmen, die eigentlich antreten, so eine Perspektive zu öffnen, steckt all zu oft der Imperativ: „Los, sei betroffen.“ mit drin.
    Wieso vertrauen diese Autoren und Filmemacher nicht auf „Los, sei neugierig.“?
    Fatih Akin ist so einer. Der baut auf Neugierde. Und erreicht viel mehr Leute als all die Betroffenheitsbohrer.

    Mein Punkt war aber nicht “schau mal wie schlecht alles ist”, sondern “schau mal wie schlecht diese Leute, die anderen sind. Aber wir nicht, wir sind nicht schlecht, denn wir haben ja das rechte Bewusstsein, sonst würden wir ja nicht bei dieser Aktion mitmachen.”

    Was wäre wohl, wenn Gewissenswäsche den gleichen juristischen Status hätte wie Geldwäsche?

    #schauhin ist moderner Ablasshandel. 5 politisch korrekte Tweeds für 5 Jahre weniger Fegefeuer.

    Nee, der Vergleich hinkt. Was wäre schon das Fegefeuer für heutige Leute?

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  5. gracuch sagt:

    Schade, dass der Tag mittlwerweile so zugespamt worden ist😦
    Wobei ich den Eindruck habe, dass viele Leute Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zusammenschmeißen, aber das nur nebenbei.
    Als Ausländerin habe ich zwar das Glück, dass man mir mein Anderssein nicht ansieht oder anhört, aber ich merke oft, dass man gerne zwischen „guten“ Ausländern aus Amerika, Großbritannien etc. und „schlechten“ Ausländern wie Türken und Osteuropäern unterscheidet. Ersteren verzeiht man sogar deren Sprachfehler, weil das ja so „süß“ wäre -____-

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    • Aha? sagt:

      Das Thema wird leider wieder nur einseitig angegangen. Denn es wird dabei (zumindest unterschwellig) unterstellt, dass „Einheimische“ über „Ausländer“ schimpfen bzw sie für etwas dümmer halten oder sie anderweitig „einteilen“.

      Aber auch (ehemalige) Ausländer teilen gerne zwischen guten und schlechten Ausländern ein: https://www.youtube.com/watch?v=Q8hnPWbKFPc

      In Wien ist das gang und gäbe, mit einer klaren Hierarchie: http://fm4.orf.at/stories/1601094/
      Dabei steht der gebürtige Österreicher übrigens nicht an der Spitze. Dem „Schwabo“ wird vieles Negative nachgesagt. Auch, dass er zu freundlich zu Ausländern ist(!!) und das gäbe es bei „uns“ (meistens Ex-Jugoslawen und Türken) nicht.

      Fremdenhass ist leider selbst unter Fremden ein beliebter Volkssport😦

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      • gracuch sagt:

        Selbstverständlich, Mentalitäten, die Menschen in ihren Herkunftsländern haben, werden sie auch ins Ausland mitnehmen. Und Deutsche werden es in einigen Ländern auch nicht einfach haben, wie zum Beispiel Polen und Frankreich. Dort kann man Deutsche aus Prinzip nicht leiden. Solange Vorurteile und Stereotype aber niemandem wirklich schaden kann man darüber nur die Augen verdrehen.
        Ich habe es aber schon paar Mal erlebt, dass man Polenwitze für bare Münze genommen hat. Als bei meiner Mutter auf der Arbeit mal Geld in der Kasse gefehlt hat, wurde als Erste sie verdächtigt, obwohl sie eine 1A integrierte Frau ist.

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      • Nick sagt:

        Naja, dieses ganze WhiteHeteroCisMaleAbeledMiddleclassPrivilege-Blah ist eben quasireligiöser Bullshit.

        Es gibt viele Motive für Rassismus, und leider neigen alle Menschen zu Gruppen- und Sündenbockkollektivdenken. Rassismus ist wohl eine Art Mobbing auf gesellschaftlicher Ebene.

        Minderheiten jeglicher Art haben allerdings das Problem, dass sie sehr schnell zu Opfern von Mehrheiten werden. Umgekehrt geht das nicht so einfach.

        Das heißt natürlich nicht, dass Minderheiten deshalb „besser“ sind.

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  6. Usako sagt:

    Fängt die Verfechterin der „Rasse der Fettleibigen“ mit „m“ an?

    hrhr https://twitter.com/edgy_master/status/376395563362578432 (mein Held des Tage!)

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