Konstruktiv kritisieren leicht gemacht!

Veröffentlicht: September 16, 2013 in Ratgeber
Schlagwörter:, , ,

Viele Menschen tun sich schwer konstruktiv Kritik zu üben, daher hier ein kleiner Guide, wie in Zukunft garantiert jede Kritik positiv ankommt:

1. Vergiss die Sandwichregel! Immernoch kursiert das Gerücht, Kritik ließe sich am besten in Sandwichform verpacken (Brot-Belag-Brot bzw. Lob-Kritik-Lob) aber mal ehrlich… weiß nicht jeder dass Kohlehydrate dick machen? Also vergiss das Brot, bzw. das Lob, das macht nur dick und selbstzufrieden. Kritisier los was das Zeug hält und verwirr den Kritisierten nicht mit positiven Aspekten

2. Bleib pauschal! Schlecht ist zunächst mal alles. Lass dich nicht darauf festnageln konkret zu sagen was dir nicht gefällt. Der kritisierte soll gefälligst selbst überlegen was er da für einen Quatsch gemacht hat, ist schließlich nicht dein Job ihm zu sagen was dir nicht gefällt.

3. Motiviere mit gutem Beispiel! Erkläre, dass du in 5 Minuten eine bessere Arbeit hingelegt hättest. Schweige dich darüber aus wie du das geschafft hättest und wahre so deine mysteriöse Aura des Expertentums.

4. Erkläre, dass die Arbeit falsch ist und dass es klare Fakten gibt weswegen des so ist. Motiviere zur Eigeninitiative und verweise nicht einfach auf die Quellen von denen du deine Fakten beziehst. Der Kritisierte soll selbst tätig werden und die von dir erwähnten Fakten finden. So stellst du sicher, dass er einen Lerneffekt erzielt.

5. Weise ihn darauf hin, dass das Thema seiner Arbeit komplett daneben ist. Es gibt nämlich weit wichtigere und relevantere Dinge die er statt dessen hätte bearbeiten können.

6. Ermutige ihn dazu, eine bessere Arbeit zu erstellen. Erkläre ihm genau wie diese zu sein hat und wie deine Wünsche aussehen, damit er nicht erneut einen Fehler begeht und etwas tut, das dir nicht gefällt.

7. Stelle klar, dass deine Meinung allgemeingültig ist. Verzichte dabei unbedingt auf Zeichen die auf Subjektivität hindeuten wie ein zögerliches „Meiner Meinung nach“ oder ein kriecherisches „Ich finde…“. Sei dominant und bringe rüber, dass du weißt was Sache ist indem du mit „Das ist so und so“ und „Fakt ist, dass…“ einleitest.

8. Sollte der Kritisierte deine Kritik nicht begeistert und dankbar annehmen und umsetzen, weise ihn darauf hin, dass seine Arbeit vermutlich genau deshalb so grundlegend schlecht ist weil er nicht kritikfähig ist. Hah!

Kommentare
  1. The Laughing Man sagt:

    Wow, wenn man das zusammen mit Diskussionsrettern verwendet kann ja praktisch gar nichts mehr bei Gesprächen falsch machen. ^^

    Gefällt mir

  2. tom174 sagt:

    Da geht all mein wahrnehmen-wirken-wünschen ding dahin *seufz*

    Gefällt mir

  3. Neuer Peter sagt:

    Ziemlich mauer Artikel, wie immer halt. Da hätte ich dir innerhalb von 2 Minuten was besseres hingeschmiert.

    Gefällt mir

    • Nur „ziemlich“ mau? Das ist ja eine enttäuschende Kritik. Die hätte ruhig schlechter sein können. Pfff.

      Gefällt mir

    • tom174 sagt:

      Da fehlen aber ganz schön viele punkte.
      Ich bewerte nun mal deinen Post:
      Jedem, der je einen Post von dir gelesen hat, peter, war schon immer klar, dass du nicht fähig bist, dich vernünftig zu artikulieren. Statt deine auf 4 Punkte beschränkte Aufmerksamkeitsspanne für so sinnlose heisse Luft zu verschwenden, hättest du lieber einen Facebookpost geshared, der Kinder vor dem Hunger bewahrt. Ich hätte in 2 Minuten deutlich fundierter antworten können.

      ok.. ich gestehe, alle Punkte sind schwer😀

      Gefällt mir

  4. Aha? sagt:

    Es erscheint mir als ziemlich spannend, wenn einige Kommentatoren hier für eine kurze Zeitspanne nur mehr in E-Prime (http://de.wikipedia.org/wiki/E-Prime) schreiben würden. E-Prime ist (in aller Kürze) die uns bekannte Sprache, die aber keine absoluten Aussagen wie „Es ist“, „Der Film war gut“, „Die Rose ist schön“ enthält, sondern nur subjektive wie „Ich glaube“, „Ich mochte den Film“ oder „Ich empfinde die Rose als schön“. Als einfache Regel kann an sagen: alles was „to be“ enthält, wird ersetzt. Im Deutschen also „ist/ist nicht“, „war/war nicht“ usw.

    Ich hab das als Experiment mal vor ein paar Jahren versucht und es war erstaunlich, wie schnell sich das Denken geändert hat. Es ist allerdings mühsam, dass alleine zu machen, vor allem, weil die Sprache anfangs recht ungewohnt liest und anderen auf die Nerven gehen kann.

    Hat jemand Interesse daran, das mal für ein paar Tage in den Kommentaren zu üben?

    Gefällt mir

    • tom174 sagt:

      Kommt diesem Wahrnehmen-Wirken-Wünschen Feedback.DE model sehr nahe:
      Ist auf dauer sehr schwierig, aber bei manchen Feedbackgesprächen machen das ein paar meiner Leute immernoch.
      aus einem „Nie lobst du mich, immer redest du meine Arbeit nur schlecht“ mit der rechtfertigungsdiskussion wird dann
      Ich nehme wahr, dass du mich nicht lobst. Das wirkt auf mich, als würdest du meine arbeit nicht schätzen. Ich würde mir wünschen, dass du acu positive Arbeitsergebnisse von mir ansprichst“
      Der empfänger des Feedbacks bedankt sich dann und entscheidet für sich, ob er das feedback annimmt.

      Gefällt mir

      • Aha? sagt:

        Das klingt für mich sehr nach Gewaltfreier Kommunikation, hat damit aber nichts zu tun. Feedback kommt bei E-Prime überhaupt nicht vor.

        Gefällt mir

        • tom174 sagt:

          Dadurch, dass der erste teil deine Wahrnehmung beschreibt, ist das prinzip das ähnliche.

          Gefällt mir

        • IULIUS sagt:

          Ich kenne in Kommunikationsstrategien kaum eine gewaltbehaftetere Kommunikation, als die sogenannte „gewaltfreie Kommunikation“. Schon alleine, der Aspekt, daß ich bei dieser Kommunikationsart mich mit meinem Gegenüber mehr als notwendig, auf eine Art, die ich nicht will, befassen – muß – empfinde ich als übergriffig und Gewalt.

          Gefällt mir

          • Aha? sagt:

            Anschreien, Beleidigen, persönlich Werden, Verweigerung, Mobbing, Türen Knallen, mit Objekten werfen, Schläge usw sind für Dich nicht gewalttätiger? Mir fallen da noch recht viele
            ein. Aber mich interessiert mehr, welche Kommunikationsstrategien weniger gewalttätig sind?

            Der Sinn gewaltfreier Kommunikation ist
            1. Sich selbst klar zu werden, was man eigentlich meint und fühlt und wirklich vom anderen will (über ihn herrschen oder ihm eine Wahlmöglichkeit bieten)
            2. Den anderen zu erreichen, wenn er grade nicht mehr oder nur schwer erreichbar ist

            In keinem Fall zwingt sie einen aber, sich mit sich selbst oder anderen intensiver zu beschäftigen. Sie ist nur eine Wahlmöglichkeit in der Kommunikation, je nachdem, was man erreichen möchte.

            Gefällt mir

      • IULIUS sagt:

        „Ich nehme wahr, dass du mich nicht lobst. Das wirkt auf mich, als würdest du meine arbeit nicht schätzen. Ich würde mir wünschen, dass du acu positive Arbeitsergebnisse von mir ansprichst”
        Der empfänger des Feedbacks bedankt sich dann und entscheidet für sich, ob er das feedback annimmt.“

        Mein Kommentar hierzu, wäre:
        Ich nehme war, daß Du sehr auf Lobbedacht bist und Du von mir erwartest, daß ich Deine Bedürfnisse erfülle.

        oder kurz:
        Heulsuse.

        Gefällt mir

        • tom174 sagt:

          Sowas erlaubt sich der moderne scheffe net. Ich bin wirklich dankbar für jedes feedback. Einiges ist unsinn, anderes stellt aber so einen Eigen/Selbstbildvergleich her. Und wieder anderes sind dinge, bei denen ich schlicht müll bau. Und beim loben…. das ist so eine Sache, die ist kostenlos aber unbezahlbar. Ein demotivierter mitarbeiter, mit der immer nur kritisiert wird, wenn er was nicht gut gemacht hat, wird immer am unteren ende seiner persönlichen leistungsfähigkeit leisten.

          Gefällt mir

          • IULIUS sagt:

            Ich persönlich denke bei einem Menschen, der seine Leistungsbereitschaft davon abhängig macht, daß er gelobt wird, ist was in der Entwicklung schief gelaufen. Ob ich gute Arbeit leiste sehe ich selber. Das sollte schon alleine Motivation sein. Und wenn sie nicht gut ist sollte Motivation sein das zu verbessern. Da muß ich ihn auch nicht kritisieren.

            Allerdings haben Menschen, die man loben muß auch ihre Vorteile: Sie sind leicht manipulierbar…

            Gefällt mir

            • tom174 sagt:

              Loben „muss“ ist eine Sache. Selbst Mitarbeiter mit einer sehr hohen intrinischen Motivation freuen sich aber über ein „gut gemacht“. Selbst ich hör das dann und wann gerne und fühle mich gut dabei. Sich dieses Mittel zur Leistungssteigerung als Führungskraft zu verweigern wäre schlicht dämlich.

              Gefällt mir

              • IULIUS sagt:

                Ich persönlich bin nicht wirklich ein Maßstab dafür, weil wenn mich jemand lobt werde ich mißtrauisch.
                Und so gut wie immer kommt auch wirklich etwas hinterher.

                Gefällt mir

                • tom174 sagt:

                  Das eher schlimm, oder?

                  Gefällt mir

                  • IULIUS sagt:

                    Willst Du behaupten, Du hast keine Hintergedanken, wenn Du lobst.😉

                    Gefällt mir

                    • tom174 sagt:

                      Doch. Gutes Verhalten bestärken, dem anderen zeigen, dass er nicht egal ist und nur auffällt, wenn er scheisse baut. Aber selten lob ich, um gleich im Anschluss noch mehr zu wollen.
                      Tatsächlich mach ich das auch nicht nur aus reiner Mitarbeiterliebe. Ein Mitarbeiter, der sich gewertschätzt fühlt hat mehr Spass an der Arbeit, ist produktiver und entwickelt eine größere Loyalität zur Firma. Alles Hintergedanken, ja, klar.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Genau das ist das Problem, die wenigsten bekommen das mit, aber ich spüre die dahinterstehende Motivation körperlich.

                      In Handwerksberufen, jedenfalls wenn Du mit richtigen Fachleuten arbeitest bekommst Du nach einem Lob erst die Frage, ob Du schwul bist und danach ob es mehr Geld gibt.😉

                      Gefällt mir

                    • tom174 sagt:

                      ich bin halt so der Startup-Unternehmen Mensch. Sich wohlfühlen bei der Arbeit ist ein immenser faktor, und wird auch gefördert, wo es nur geht. Ob das das Feierabendbier ist, kostenlose getränke, ein spielezimmer.. regelmässig gemeinsames grillen… Wohlfühlen ist da meist ein wettbewerbsvorteil.

                      Gefällt mir

    • unkraut sagt:

      Das Konzept klingt interessant.
      ch versuche meist auch so einiges zu relativieren, was ich schreibe, um nicht den Anspruch zu Erwecken irgendwas für allgemeingültig zu beschreiben, das eher meinem subjektiven Empfinden enspringt.
      (Manch einer schmeißt das in einen Topf mit „political correctnes“, aber wurscht :D)

      Ich merke da manchmal die Problematik, wenn man in so einem Denken dann steckt, dass man dann die Urteile anderer, die dann quasi nicht „E-Prime“ sprechen, als noch viel pauschaler vom „e-primer“ wahrgenommen werden können, als sie gemeint sind. Weil man dann erst recht nicht mehr zwischen „normalgebräuchlichen Pauschalisierungen zur Meinungsmitteilung“ und „echten Pauschalisierungen“ unterscheiden kann.

      (Mal vorrausgesetzt dass E-Prime mit meiner Schweibweise vergleichbar wäre)

      Also insgesamt kein schlechtes Konzept, nur bringt es nicht viel, wenn man damit in der Minderheit ist. Dann verstehen andere einen, aber man selbst gewöhtn sich zu sehr daran dass es dann schwieriger wird andere zu deuten. (Also so, dass es zur GEwohnheit wird)

      Vielleicht ist das aber auch nur ein persönliches Problem von mir selbst, weil ich im allgemeinen Sprachgebrauch innerlich zu sehr von mir auf andere schließe. Vielleicht ist das aber auch normal, wer weiß😀

      Gefällt mir

      • Aha? sagt:

        >Also insgesamt kein schlechtes Konzept, nur bringt es nicht viel, wenn man damit in der Minderheit ist. Dann verstehen andere einen, aber man selbst gewöhtn sich zu sehr daran dass es dann schwieriger wird andere zu deuten. (Also so, dass es zur GEwohnheit wird)<

        Deswegen hab ich auch gefragt, ob sich da mehrere beteiligen wollen🙂

        Gefällt mir

  5. guinness44 sagt:

    Das hätte ich besser gekonnt😉

    Gefällt mir

  6. Liebe EMN,
    es tut mir wirklich sehr leid, dir das sagen zu müssen, aber dein Blog ist einfach nur Scheiße.
    Ich weiß, dass das jetzt echt gemein von mir klingt, aber ich finde es einfach nicht richtig, so zu tun, als wäre das, was du hier tust, gut, nur um deine Gefühle zu schonen, wie es alle anderen tun.
    Sieh diese Kritik bitte als Zeichen von Respekt meinerseits an, denn ich glaube im Gegensatz zu deinen restlichen Lesern nicht, dass du zu schwach bist, um die Wahrheit zu verkraften und ich glaube, dass ich dir mit diesem Post in Wirklichkeit einen großen Gefallen tue, auch wenn es sich für dich vielleicht gerade nicht so anfühlt.
    Ich denke, dass du, wenn du dich mal richtig anstrengst, durchaus in der Lage bist einen durchschnittlich guten Blog hinzukriegen, den vielleicht sogar der ein oder andere gelegentlich gerne liest, also nicht nur aus Mitleid!
    Sei stark und arbeite an deinen Fehlern, dann wird das schon.🙂
    Solltest du Fragen haben, schreib mich einfach an. Ich bin zwar meistens mit sehr vielen, wichtigen Dingen beschäftigt, aber ich werde mir Mühe geben, zwischendurch ein paar Minuten zu finden, um dir auf deinem Weg ein bisschen unter die Arme zu greifen.
    Malvar

    PS: Das ist wirklich nicht böse gemeint. Ich respektiere dich bloß zu sehr, um dir vorzuspielen, ich würde dein Blog mögen und dann hinter deinem Rücken mit all den anderen darüber zu lästern. Sowas ist echt scheiße und ich finde, da muss man drüber stehen, auch wenn das manchmal etwas unfreundlich wirken kann.
    Ich hoffe du verstehst, dass ich es nur gut mit dir meine!

    Gefällt mir

  7. Freut mich dass ich helfen konnte! Jeden Tag eine gute Tat ist mein Motto…😛

    Gefällt mir

  8. Judith sagt:

    Nanu – wo ist denn der „Dr. Phil & betrunkene Frauen“ – Beitrag von dir hin EMN? Musstest du den rausnehmen oder so?

    Gefällt mir