Frauenquote.

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 in Comics
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Kommentare
  1. The Laughing Man sagt:

    Die Wendung am Ende hat schon fast etwas von einem (guten) Shyamalanischen Twist. ^^

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  2. Dummerjan sagt:

    Und ich dachte es geht umDAX-Vorstände

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  3. honeyinheaven sagt:

    Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen, wäre noch untertrieben.

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    • an welchen punkten genau würdest du denn unterschiede festmachen?

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    • yacv sagt:

      Wer denkt, hier würden Äpfel mit Birnen verglichen, empfehle ich diese Lektüre:
      http://permutationofninjas.org/post/21544144182/on-why-most-convicts-are-men-and-it-probably-has
      (On Why Most Convicts Are Men (And It Probably Has Nothing To Do With Men Committing More Crime))

      Mit einigen wenigen Grundannahmen, von denen die Hälfte empirisch nachgewiesen und die andere Hälfte sehr plausibel ist, wird rein mathematisch vorgerechnet, wie genau es kommen kann, dass nur 7% der Gefängnisinsassen weiblich sind, selbst wenn die Geschlechterverteilung der kriminell Tätigen 50% ist.

      Äpfel und Birnen also höchstens insofern, als es sich bei Gefängnis-Raten viel offensichtlicher um Diskriminierung handelt als bei Karriereentwicklungen.

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    • Neuer Peter sagt:

      Ich muss honeyinheaven hier zustimmen – der Vergleich hinkt.

      Der Frauenanteil in Spitzenberufen in Ergebnis freier Entscheidungen, die innerhalb eines Systems getätigt werden, das den Gesetzen des Angebotes und der Nachfrage folgt.

      Der extrem geringe Frauenanteil in den Gefängnissen ist – wie die Links hier zeigen – zumindest teilweise Ergebnis eines männerdiskriminierenden Systems.
      😉

      Spaß beiseite: Männer sind im Schnitt aggressiver und risikobereiter als Frauen. Ich denke, dass wir auch ohne den Frauenrabatt im Gerichtswesen einen wesentlich höheren Männeranteil unter den Insassen hätten.

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      • IULIUS sagt:

        Das halte ich für ein Gerücht, daß Frauen weniger aggressiv als Männer sind.
        Wobei wir wieder beim Thema sind. Wie steht ein Mann da, der zugibt von einer Frau geschlagen worden zu sein…
        Das impliziert die zweite Frage: Will er so dastehen?

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        • Neuer Peter sagt:

          Es gab da mal eine ganz interessante Studie zu der Verteilung veschiedener Charaktereigenschaften zwischen Männern und Frauen. Muss mal schauen, ob ich die wieder finde.

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      • bertrandolf sagt:

        Ich glaub schon das es Tendenzen die das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen evolutionpsychologisch oder vielleicht auch -biologisch erklären. Es gibt nur einen großen Unterschied warum die einen Männer in den Vorstand und die anderen in den Knast kommen. Nämlich in welcher sozialen Schicht sie geboren sind. Die einen werden in einer Familie mit viel Knete groß gezogen und dere verhalten wird akzeptiert und sogar bewundert. Die anderen gehen für ihr Verhalten in den Knast.

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  4. Matze sagt:

    Professor Ulrich Vultjus, Richter am Berliner Amtsgericht a.D. gegenüber der „Zeitschrift für Rechtspflege“ (2008): „Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines Frauenrabatts erkannt. […] Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben. […] Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Vultejus

    Und wenn man sich dann den Link bei wiki dazu anschaut, ging es bei der Quelle um einen Doppelmord:

    http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article699015/Doppelmord-bleibt-ungestraft.html

    „Mit einem Tranchiermesser metzelte sie ihre Tochter (15 Monate) und ihren Sohn (sechs Jahre) nieder. Danach rammte sie sich selbst mehrfach das Messer in die Brust. Ihr Bruder kam Minuten später in die Wohnung und alarmierte die Polizei. […] Ohne Schuld handelt, wer . . . wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tief greifenden Bewusstseinsstörung . . . unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.“ In solchen Fällen sei ein Täter „schuldunfähig“, muss also weder Strafprozess noch Gefängnis fürchten. So kranken Tätern droht dafür eine Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt. […] Einen solchen „Wegschluss“ hat die Staatsanwaltschaft verworfen, weil die wichtigste Voraussetzung dafür fehle: Die Frau sei keine Gefahr für die Allgemeinheit. Die Gutachter glauben, dass bei dieser Form der Eifersuchtskrankheit nur die eigenen Kinder als Opfer in Betracht kommen. Es gebe keine Wiederholungsgefahr.“

    Na dann is ja gut. Bei einem Mann sähe es demnach anders aus, weil dieser ja im Gegensatz zu einer Frau eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.

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    • Dragon sagt:

      Deine Schlussfolgerung im letzten Satz ist falsch. Es wurde doch begründet, warum eine noch fortbestehende Gefahr für die Allgemeinheit im vorliegenden Fall nicht mehr bestand. Hast du netterweise noch selbst mitzitiert.

      Ich verrate dir noch ein schreckliches Geheimnis: Man kommt als Straftäter auch nicht zwangsläufig in Untersuchungshaft … gibt da so Regelungen in der StPO, stell dir vor.

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      • Dragon sagt:

        ersetze Straftäter durch „Beschuldigter“

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      • Matze sagt:

        Hast recht. Im schlimmsten Fall kann sie sich einen neuen Mann angeln,Kinder kriegen, wahnhaft Eifersüchtig werden und wieder anfangen Leute mit Küchenmesser zu piksen. Kein Grund sie wegzusperren.

        Ich denke man muss schon sehr ausgefuchst sein um als Mann, der bei zwei Morden erwischt wird, nicht ins Gefägnis oder die Anstalt zu kommen.

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  5. *rofl* – Aber nur mal so nebenbei (und etwas off topic): Wieso gibt es eigentlich in sozialen Berufen wie Krankenpflege, Altenpflege, Geburtshilfe, für die sich (warum auch immer) eher Frauen entscheiden, eine um so vieles schlechtere Entlohnung als z.B. in der Stahlindustrie? Weil es da (bei gleichen Arbeitszeiten) nur um Menschenleben geht und nicht um so was Wichtiges wie Metall? Kann man argumentieren, dass eine Hebamme für die vielen Glückserlebnisse, die sie erfährt, ja quasi ehrenamtlich arbeiten MUSS (wenn man die unglaublich hohen Versicherungsbeiträge abzieht, die sie freischaffend abdrücken muss, weil ja Menschenleben auf dem Spiel stehen), während ein durchschnittlicher Metallarbeiter (in der Regel männlich) solche Grenzsituationen nie erfährt und deshalb einen handfesten Lohn BRAUCHT?

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    • Tantal sagt:

      Ich vermute, dass hängt mit der relativen Schlagkraft der Gewerkschaften, dem Rationalisierungspotential in den jeweiligen Branchen und ner ganzen Reihe anderer ökonomischer Faktoren zusammen….. oder einer Verschwörung des Patriarchats. So genau weiss ich das nicht.

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    • Florian sagt:

      Ja, soziale Berufe werden skandalös schlecht bezahlt, errollbundelfeuerstein.

      Aber doch nicht, weil hauptsächlich Frauen dort arbeiten, sondern weil im Kapitalismus Güter und Produkte und Export und Konsum mehr zählen als Hilfe und Soziales und Dienstleistung.

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    • energist sagt:

      Die schlechte Bezahlung ist kein Privileg der Krankenschwestern. Auch Rettungsassistenten und Feuerwehrleute werden mies bis frech bezahlt, und dabei handelt es sich um größtenteils bis reine Männerberufe.

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    • Ilja Iljitsch sagt:

      Das ist eine recht selektive Auswahl. Es gibt ebenso männerdominierte Branchen (z.B. Sicherheitsunternehmen, Paketdienste, aber auch teilweise im Kulturbereich), in denen extrem schlecht gezahlt wird, genauso wie weiblich dominierte Branchen mit sehr guten Einkommen (z.B. manche humanmedizinische Richtungen, Pharmazie).
      Gerade exportorientierte Branchen haben häufig eine hohe Produktivität/Wertschöpfung pro Mitarbeiter (finanziell, kein Urteil über den gesellschaftlichen Wert) und einen hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad. Hohe Löhne sind leichter durchzusetzen und zu verkraften.

      KrankenpflegerInnen sind übrigens bei weitem nicht am unteren Ende der Lohnskala zu finden. Freiberufliche Hebammen sind sicherlich häufig finanziell eher in einer prekären Situation, aber das ist bei Architekten oder (extrem) Musikern auch nicht anders, und meist auch vor Berufswahl bekannt. Wer sich trotzdem dafür entscheidet, tut das meist, weil ihm andere Faktoren wichtiger sind. Das ist wiederum kein Urteil über den gesellschaftlichen Wert dieser Arbeit. Ein bloßes Schauen auf das Einkommen ist irreführend. ich würde beispielsweise, auch wenn ich die Möglichkeit hätte, nicht Investmentbanker werden wollen, obgleich die Einkommen dort ein vielfaches meines Wissenschaftlergehalts entsprechen.

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    • yacv sagt:

      Ich vermute eher, es ist so eine Gefahrenzulage. Umgang mit flüssigem Metall ist ganz schön riskant. Wann, auf der Gegenseite, wurde das letzte Mal eine Hebamme von einem aus dem Bauch flutschenden Baby erschlagen?

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    • Neuer Peter sagt:

      Die Lohnentwicklung folgt den makwirtschaftlichen Prinzipien von Angebot und Nachfrage. Ob du glaubst, dass gewisse Berufsgruppen aufgrund der Beschaffenheit ihrer Arbeit mehr verdient hätten als andere, ist dabei absolut unerheblich.

      Den wichtigsten Punkt hast du aber bereits angesprochen: Menschen ENTSCHEIDEN sich – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – für diesen oder jenen Beruf. Sie tun das in gemeinhin in Kenntnis der Vor- und Nachteile dieses Berufs.

      Aus diesem Grund kann man hier auch nicht von Diskriminierung sprechen.

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      • bertrandolf sagt:

        „Die Lohnentwicklung folgt den makwirtschaftlichen Prinzipien von Angebot und Nachfrage. Ob du glaubst, dass gewisse Berufsgruppen aufgrund der Beschaffenheit ihrer Arbeit mehr verdient hätten als andere, ist dabei absolut unerheblich.“

        Dann erweiter doch mal dein Wissen über Angebot und Nachfrage hinaus. Monpole, Oligolpole und sowas….

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        • Neuer Peter sagt:

          Natürlich gibt es da noch andere Faktoren. Maren hat in unserer letzten Diskussion beispielsweise den Organisationsgrad der Gewerkschaften angesprochen. Bei entsprechendem Organisationsgrad können Gewerkschaften das Arbeitsangebot weitgehend monopolisieren, was sich auf die Arbeitspreisentwicklung auswirkt, das ist richtig.

          Auch haben wir in vielen Bereichen keine vollkommen freien Märkte, weil mitunter der Staat als Arbeitsgeber kräftig mitmischt.

          Inwiefern würdest du denn aber Monopolbildungen für den niedrigen Lohn in machen „Frauenberufen“ verantwortlich machen?

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          • bertrandolf sagt:

            Wahrscheinlich müsste der Markt erstmal definiert werden. Im Grunde ist der Staat über die Sozialversicherungen der Nachrager und andere Institutionen bieten soziale Leistungen an. Weil der Staat der einzige Nachfrager ist, besteht ein Monopson und der Staat spielt die Anbieter aus. Desweiteren ist der Big Player unter den Nachfragern die Kirche mit ihrem „dritten Weg“. Im dritten Weg gibt es kein Streikrecht und die bilden sozusagen die Lohnobergrenze, da helfen Gewerkschaften eben nichts.

            Schau dir doch mal die Staate mit freien Märkten auf den Gesundheitssystemen an. In Amerika zahlt der Staat pro Patient mehr zu wie in Deutschland und trotzdem wird nur ein kleiner Teil der Bevölkerung versorgt. Mit Obamacare versucht Deutschland in die deutsche Richtung zu gehen. Während Deutschland Richtung amerikanisches System gehen will.

            Und das Deutschland diese Richtung einschlägt liegt an großen statistischen Lügen. Seit über einem Jahrzehnt heisst es nur Kostenexplosion. Aber die wahren Kosten steigen minimal und wurden sogar teilweise verringert, aber inflationsbereinigt sinken sie seit über einem Jahrzehnt.

            So langsam raffen es die Frauen auch, das sie da kaum was verdienen und gehen nicht mehr in den Job. Ich habe hier eine verdi Zeitschrift zufällig rumliegen, da steht es fehlen schon 162.000 Vollzeitkräfte im Gesundheitssystem. In der Pflege fehlen 30.000 Vollzeitjobs les doch mal folgenden Artikel durch: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2277104/

            Das ist ein total komplexes System…

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            • Neuer Peter sagt:

              Da hast du schon Recht, nur hat der Markt, auf dem die Produkte der Gesundheitsdienstleister gehandelt werden, nur sekundär etwas mit dem Arbeitsmarkt in diesem Bereich zu tun. Wie auf jenem die Nachfrage generiert wird, ist für diesen erst einmal unerheblich.

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              • bertrandolf sagt:

                Was ist denn dann erheblich?

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                • Neuer Peter sagt:

                  Das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage in diesem Bereich und welchen Beschränkungen die Preisbildung unterliegt, die sich daraus ergibt.

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                  • bertrandolf sagt:

                    Aus welchen Faktoren setzt sich die Arbeitsnachfrage im Dienstleistungssektor zusammen?

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                    • Neuer Peter sagt:

                      http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzprodukt_der_Arbeit#Arbeitsnachfrage

                      Wer was nachfragt, ist dabei ziemlich egal.

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                    • bertrandolf sagt:

                      Du hast mit der Formel ja Recht, so wird die Nachfrage berechnet. Aber da ist ein dicker ökonomischer Fehler meiner Meinung nach drin.

                      Die Arbeitsproduktivität wird über die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion berechnet. Und dort musst du die Variable c betrachten, der technische Fortschritt.

                      In sozialen Berufen gibt es keinen wirlichen technischen Forschritt, die Arbeitsintensität bleibt die gleiche, wenn mit Menschen gearbeitet wird. In Kindergärten und Schulen können größere Gruppen oder Klassen gebildet werden, was die Qualität des Unterrichts verschlechtert. Um in dem Post vor mir, kannst du die Konsequenzen lesen, wenn in der Pflege auf diese Weise rationalisiert wird. Weniger Pfleger auf mehr Patienten, die sich dann wundliegen und weitere schlimme Dinge.

                      C veränder sich fast gar nicht, deswegen gibt es keine Grenzproduktivität. Und an Y kann nicht geschraubt werden. Bei der Arbeitsnachfrage steigen die Löhne(w), durch die Inflation, weil c gesamtwirtschaftlich durch Rationalisierungen bei der Güterproduktion steigt. und p die Preise steigen auch nicht, zum Glück sonst hätten wir britische oder ameriaknische Verhätlnisse.

                      Im sozialen Bereich gibt es keine quantitativen Rationalisierungsmaßnahmen deswegen ist das ein Marktversagen. Ist es nachvollziehbar, was ich geschrieben habe?

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                    • Neuer Peter sagt:

                      Mein letzter Kommentar bezieht sich dabei natürlich auf die Nachfrage nach dem Produkt, das hergestellt wird.

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                    • tom174 sagt:

                      „Im sozialen Bereich gibt es keine quantitativen Rationalisierungsmaßnahmen deswegen ist das ein Marktversagen. Ist es nachvollziehbar, was ich geschrieben habe?“
                      Nicht wirklich. Die sozialen Berufe sind ja Dienstleistungen, die vom Rest bezahlt werden. Steigt der Lohn aller anderen, so steigt auch der zur Verfügung stehende Betrag.
                      Nehmen wir die Erzieher. Ja, viele träger sind öffentlich, aber es gibt auch genug private. Hier gibt es einen Wettbewerb um die besten Erzieher. Momentan zahle ich für einen Kindergartenplatz 120 Euro/Monat. Der kindergarten meiner Kinder hatte noch nie Probleme, neue Erzieher zu finden. Offensichtlich finden sich für das gezahlte gehalt genügend menschen, die den Job machen wollen.
                      Ich arbeite in der Computerspiele Industrie. Und ja, wir zahlen auch weniger, als vergleichbare Jobs in der Oldeconomy. Ein Supportmitarbeiter hier verdient weniger als ein Erzieher, und trotzdem haben wir weit mehr Bewerber als Jobs. Bewerber, die einen Job haben, der besser bezahlt ist.
                      Sicherlich ist der Supportjob nicht weniger anstrengend als der eines Buchhalters oder Controllers. Trotzdem verdienen letztere deutlich mehr, einfach weil es da weniger (geeignete) Bewerber gibt.

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                    • bertrandolf sagt:

                      „Nicht wirklich. Die sozialen Berufe sind ja Dienstleistungen, die vom Rest bezahlt werden. Steigt der Lohn aller anderen, so steigt auch der zur Verfügung stehende Betrag.“
                      „Ein Supportmitarbeiter hier verdient weniger als ein Erzieher, und trotzdem haben wir weit mehr Bewerber als Jobs. Bewerber, die einen Job haben, der besser bezahlt ist.
                      Sicherlich ist der Supportjob nicht weniger anstrengend als der eines Buchhalters oder Controllers. “

                      Habe vorhin auch einfach alles reingetippt. Ob du es glaubst oder nicht, aber beide Berufsgruppen haben das gleiche Problem, ihre Dienstleistungen haben mit Menschen zu tun und sie sind Opfer der Kostenkrankheit, welche ich nachfolgend zitiere.

                      „Die baumolsche Kostenkrankheit (nach William J. Baumol, 1967) bezeichnet die Problematik der schlechten Rationalisierbarkeit von Dienstleistungen im Gegensatz zu anderen Sektoren. Um die Qualität der Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, müssen die Löhne jedoch mit der allgemeinen Lohnerhöhung der Bevölkerung mithalten. Hier besteht ein Dilemma.“
                      http://de.wikipedia.org/wiki/Kostenkrankheit

                      Und normalerweise sollen die Löhne um die Höhe der gewachsenen Produktivität erhöht werden… Ich vermute sogar das Führungskräfte das selbe Problem haben. Sie werden zwar gut bezahlt, aber daher stammen bestimmt diese vielen Überstunden…

                      „Momentan zahle ich für einen Kindergartenplatz 120 Euro/Monat. Der kindergarten meiner Kinder hatte noch nie Probleme, neue Erzieher zu finden. Offensichtlich finden sich für das gezahlte gehalt genügend menschen, die den Job machen wollen.“

                      Dir ist auch klar, das private Kindergärten teilweise bis zu 95% vom Staat finanziert werden? Vielleicht haben sie den ein oder anderen Vorteil, aber sicherlich werden die Erzieherinen nicht besser und wenn, nicht viel besser bezahlt.

                      Die Jobs, egal ob Erzieher oder Servicemitarbeiter werden schnell besetzt, weil es zuwenig Stellen in Deutschland gibt. Und die angeboten werden, sind meist wirklich mies…

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                    • tom174 sagt:

                      „Die Jobs, egal ob Erzieher oder Servicemitarbeiter werden schnell besetzt, weil es zuwenig Stellen in Deutschland gibt. Und die angeboten werden, sind meist wirklich mies…“
                      Ok.. Erzieher, nicht mein Ding. Mit Kundenservice kenne ich mich aber ganz gut aus. Es gibt da genau so viele Stellen, wie wir brauchen, um die Arbeit zu erledigen. Dafür suche ich mir die besten aus. Mein Beispiel zeigt nur eines, Bezahlung ist nicht der einzige Grund einen Job anzunehmen. Sich einen Traum zu verwirklichen, kann da schon wichtiger sein, als sich ein dickes Auto leisten zu können. Da ist nix schlimmes dabei. Ich behaupte auch einfach mal, dass wir deutlich mehr Spass beim arbeiten haben, als ein Industriemitarbeiter, der am Band steht. Ging mir übrigens nicht anders. Mein Jobwechsel hat mich 30% meines Gehaltes gekostet, trotzdem habe ich den Schritt in den vergangenen 7 Jahren nicht eine Sekunde bereut. Es scheint, als wetterst du doch gegen einiges an unserem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, hast jedoch so den konsum verinnerlicht, dass du glaubst dass Bezahlung der einzige Faktor für die Berufswahl ist.

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                    • bertrandolf sagt:

                      Ja natürlich ist Geld nicht alles und ist nicht mein primäreres Ziel viel zu verdienen, eher wenig Überstunden zu schieben. 30% sind relativ, aber das weisst du sicherlich bestimmt selber. Ich sehe Konsum nicht nur als persönlichen Hedonismus, sondern als entscheident für Wirtschaft und da sehe ich das System in dem wir leben in die falsche Richtung laufen, vor allen Dingen seit Ende der 90er. Nenn es Licht und Schatten oder Soll und Haben, aber die Dinge dürfen nicht nur in eine Richtung laufen und in den Medien wird nur die eine Seite geboten. Und ich halte es falsch das sich Menschen, zum Beispiel Krankenschwestern den ganzen Tag abhetzen oder Erzieherinen, die im einem Lautstärkepegel wie am Flughafen durch die kleinen Kinder arbeiten und dafür kaum entlohnt werden. Das ist nicht nur moralisch, sondern auch ökonomisch nicht richtig.
                      Geb dir doch mal die letzte doku von Fassbender, die ich rebloggt habe. Vielleicht siehst du es dann ähnlich.

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                    • tom174 sagt:

                      Nein, glaube ich nicht, dass wir uns da einig werden. Weder Baumhol (der das Dilemma beschreibt, dass auch Jobs mehr Geld bekommen müssen, bei denen sich dir Produktivität nicht steigern lässt, also eigentlich gerade das gegenteil von dem was du vermutest) noch Fassbender werden mich da umstimmen. Ich glaube, unser Wohlstand hat sich in den letzten 50 Jahren dramatisch erhöht. Ich glaube weiterhin, dass das so auf dauer nicht weiter aufrecht zu erhalten ist. Wir in Deutschland leben doch sehr am Rande der Vollbeschäftigung, auch wenn es immer Menschen geben wird, die keine Arbeit finden werden. Ende der 90 war so die Zeit, in der meine Führungskarriere anfing. Ich hatte eine ganze zeitlang jobs, deren einzig notwendige Qualifikation es war, zahlen lesen und tippen zu können. Dafür haben wir durchaus gutes geld geboten (messlatte ware Hiwi Job plus 20%). Ich hatte da probleme, leute zu finden. Anfang Euro lagen wir für den job bei 1600 Euro im monat. Und ich hatte einige Bewerber, die mir sagten, da bekomm ich mehr, wenn ich nix tue. Unter anderem deswegen bin ich durchaus ein Befürworter der Hartz Reformen.
                      Viele Jobs, die es jetzt gibt, hätte es früher schlicht nicht gegeben (beispiel mein Reinigungsmensch… ich zahl der firma 16EU/h, der Mann bekommt sicherlich keinen zweistelligen stundenlohn. Mehr als 16 Euro würde ich aber nicht zahlen, da würde ich selber einmal die woche wischen). Die Erzieher und Krankenschwestern verdienen eigentlich gar nicht so schlecht. Man kann sich überlegen, ob das angemessen ist. Auch ob die Erzieherausbildung der Verantwortung gerecht wird, die wir inzwischen versuchen ihnen aufzubürden. 1900 euro im Monat finde ich nicht wirklich wenig, Eine Krankenschwester im Schichtdienst wird nochmal mehr verdienen. Ich finde unsere soziale Marktwirtschaft nicht perfekt, aber mir fällt nichts besseres ein. Weder der reine Kapitalismus (USA oder noch viel krasser Philippinen) noch das französische system oder Gott bewahre der real existierende „Sozialismus“.
                      Sicherlich kann man sich über eine bessere Besteuerung von Vermögen einigen, da gibt es jedoch viele Randeffekte. gnaah.. genug getippselt… bin müde und schreibe vermutlich auch etwas wirr gerade😉

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                    • bertrandolf sagt:

                      Mit der Kostenkrankheit habe ich mich wohl unverständlich ausgedrückt. Das derzeitige Verhalten lautet „die Löhne, erhöhen sich aufgrund des Produktivitätsanstiegs, also Produktivitätszuwachs=Lohnerhöhung“. Die Kostenkrankheit beschreibt das dies bei Mensch-Mensch Dienstleistungen total falsch ist. Deswegen verlieren solche Jobs systematisch total an Attraktivität. Und müssen meiner Meinung nach anders betrachtet werden, wie dei Güterproduktion. Weil gerade in diesen Bereich werden Jobs geschaffen…
                      So wie ich verstanden habe, ist das Hauptproblem die extreme Arbeitsbelastung bei Krankenschwestern, weil die systematisch unterbesetzt sind, was voll und ganz der Kostenkrankheit geschuldet ist. Und ob bei den 2000 e nicht schon die Nachtzuschläge drin sind, ist die Frage, zudem ist es natürlich brutto. Es ist schon fast eine moralische Frage, wie anstrengende Jobs bezahlt werden sollen.

                      Und der Mann der das 1600 e Jobangebot ausschlug hat nichts mit Hartz4 zu tun, sondern mit Arbeitslosengeld 1.

                      Ich bin auch für die Marktwirtschaft. Allerdings gehen wir Richtung reinen Kapitalismus, in den Medien wird alles nach einem kurzfristigen Kosten-Nutzen Kalkül betrachtet. Damit schaffen wir effiziente Strukturen die hoch instabil sind. Wenn das kleinste Glied bricht, kann das gesamte System auseinanderbrechen. Zudem werden immer mächtigere Macht- und Abhängigkeitsverhältnise geschaffen.

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                    • tom174 sagt:

                      Hmm.. die Kostenkrankheit beschreibt in der tat ein dilemma (aber nicht vergessen, das stammt aus den 60ern)
                      „Baumol’s cost disease (also known as the Baumol Effect) is a phenomenon described by William J. Baumol and William G. Bowen in the 1960s.[1] It involves a rise of salaries in jobs that have experienced no increase of labor productivity in response to rising salaries in other jobs which did experience such labor productivity growth. This seemingly goes against the theory in classical economics that wages are closely tied to labor productivity changes.

                      The rise of wages in jobs without productivity gains is caused by the requirement to compete for employees with jobs that did experience gains and hence can naturally pay higher salaries, just as classical economics predicts. For instance, if the banking industry pays its bankers 19th century style salaries, the bankers may decide to quit and get a job at an automobile factory where salaries are commensurate to high labor productivity. Hence, bankers‘ salaries are increased not due to labor productivity increases in the banking industry, but rather due to productivity and wage increases in other industries.“
                      Er beschreibt, dass die löhne steigen, obwohl das nicht durch die Produktivität gedeckt ist.

                      Andereseits dreht sich das Spiel ja schon etwas. Mehr und mehr werden qualifizierte Mitarbeiter Mangelware. Um diese zu bekommen, verrenkt sich manches unternehmen jetzt schon, gehalt ist da nicht das einzige. Bei gehältern können wir zum beispiel nicht mit Daimler oder SAP mithalten. Wir machen dann so dinge wie kostenloses essen, obst, massagen, feierabendbier, viele parties und gar firmenurlaube. Dann haben wir noch so dinge wie freie zeiteinteilung.. der wettbewerb ist da echt hart. Das wird bei der Pflege nicht anders werden.
                      Klar ist, dass hier niedrig oder falsch qualifizierte menschen mitunter auf der strecke bleiben, alles, was man leicht verlagern kann, wird verlagert. Ein preis der hohen löhne. warum soll ein unternehmen hier 3000 euro zahlen, wenn es die gleiche arbeitsleistung in china, indien oder auf den philippinen für 200 bekommt?

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                    • bertrandolf sagt:

                      „Klar ist, dass hier niedrig oder falsch qualifizierte menschen mitunter auf der strecke bleiben, alles, was man leicht verlagern kann, wird verlagert. Ein preis der hohen löhne. warum soll ein unternehmen hier 3000 euro zahlen, wenn es die gleiche arbeitsleistung in china, indien oder auf den philippinen für 200 bekommt?“

                      Das ist ja genau das Problem, von heut auf morgen könnte die Hälfte unser Exportweltmeister Industrie abwandern. Der Grund warum in Deutschland produziert wird sind Subventionen, direkt und vor allen Dingen indirekt, über Lohnkürzungen und Steuerschlupflöcher die gebildet werden. Habe mal eine Rechnung gelesen, wo stand das 200mrd jährlich so den Firmen beigesteuert werden, das ist unser Wettbewerbsvorteil. Und diese Gewinne gehen fast komplett ins Ausland oder in die Finanzmärkte…

                      Im sozialen Bereich können die Jobs nicht ausgelagert werden, das ist der große Vorteil. So langsam werden auch Patienten und Rentner nach Polen geschickt um sich zu behandeln zu lassen, aber das ist bisher eine Randerscheinung.

                      Das die Kostenkrankheit aus den 60er Jahren stammt, ist nicht das Problem, sondern erschreckend weil es kein Problembewustsein gibt. In der Pflege ist es ganz schlimm, dadurch haben die einen extremen Kostendruck durch die Kostenkrankheit und stagnierenden Einnahmen. Dort können Stellen aus Kostengründen nicht mehr besetzt werden, aber die Patientenzahl bleibt. Deswegen ist der Job so stressig, was natürlich auch Auswirkungen aufs Team hat und die kaum motiviert sind. In dem Link sieht man die „qualiativen“ Konsequenzen bei den Patienten: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2277104/

                      Kenne mich im sozialen bereich nur so gut aus, weil mein Nebenstudiengang Gesundheits- und sozialwesen war, ich bin Logistiker und könnte auch die sozialen Bereiche effizienter machen. Beispielsweise könnten sich die Patienten vordiagnostizeiren, dann kriegen sie einen Termin, dürfen sich in eine Reihe stellen und werden im Akkord behandelt…

                      Ich vermute dein Arbeitsplatz ist der Traum jedes Programmierers, das eigen erstellte Spiel irgendwann zocken. Dann noch in einer kreativbranche, wo durch Maßnahmen wie Feierabendbier oder gemeinsamer Urlaub Ideen geschaffen und umgesetzt werden. Qualifizierte werden in der Hochtechnolgie gesucht, weil Kernkomponenten nicht nach China ausgelagert werden dürfen, weil die das dann dort kopieren und das Kerngeschäft dann weg ist.

                      Die Frage ist tatsächlich, was macht man mit den niedrig oder falsch Qualifizierten. Ich würde sie weiterqualifizieren. Lebenslanges Lernen ist ja voll das Modewort.

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                    • tom174 sagt:

                      Naja…
                      da sehe ich einiges anders. Unsere industrie ist inzwischen soweit automatisiert, dass wir die lohnstückkosten ganz gut im griff haben.
                      Das mit dem Qualifizieren klingt immer gut, funktioniert aber leider nicht immer und bei jedem. Aus einem arbeitslosen Hauptschulabbrecher wird man nur schwer einen Ingenieur oder Informatiker machen.
                      Ich habe anderswo geschrieben, dass ich seit 94 ausschliesslich in startups gearbeitet hab. Ich habe nun 2x gesehen, was mit der richtigen idee und den richtigen leuten alles möglich ist. Ich habe auch gesehen, was mal nicht funktioniert. Ich bin zwar selbst auch nicht der grosse ideen mensch, aber das aufbauen bekomm ich ganz gut hin.es gibt sie die chancen, jeder hat die möglichkeit, sein eigenes ding so zu machen, wie er das für richtig hält. Klar dass ich mit so einer vita eher liberal und anti-gewerkschaftlich eingestellt bin. Auch dass für mich in meiner work-life balance work zum life dazugehört. aber das ist mein ding.
                      Bis zu meinen beiden kids war die arbeit für fast alles, meine freundin hab ich am wochenende gesehen. das hat sich alles geshiftet, aber trotzdem werde ich wohl keinen job finden, wo nach 40h immer schluss ist…

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                    • bertrandolf sagt:

                      Die Lohnstückkosten in Deutschland sind durch die Lohnstückkosten gesunken. Im Grunde ist die deutsche Industrie ineffizient. Zum Vergleich werden gerne die Autobauer aus dem hocheffizienten Japan und Deutschland genommen um zu zeigen welches Rationalisierungspotential es noch gibt. Arbeitsstunden pro Produkt:
                      Toyota Corolla: 20,5 Stunden
                      VW Gold: 31,5 Stunden

                      Es ligt aber nicht an den Arbeitern das die deutsche Industrie so ineffzient ist, sondern an der Organisation. Wenn die Arbeitsproduktivität um 100% gesteigert werden würde, was machbar ist, dann werden nur noch 50% der Belegschaft gebraucht. Um das Potential zu nutzen, müsste dann in eine neue Halle und Maschinen investiert werden und die Investitionsentscheidung würde auf das Ausland fallen. Das heisst die Hälfte der Belegschaft würde entlassen werden und dann würde aber auch die Hälfte der Führungskräfte arbeitslos😀 Das machen die nicht, das wäre ein Knieschuss. Deswegen boomt die Beraterbranche, weil diese von so Gedanken unabhängig sind.

                      Aber es ist intressant das du deine Work-life Balance ansprichst. Vor allen Dingen deine Überstunden, nehmen sie eher zu oder ab?. Weil normalerweise Führungskräfte sind tatsächlich im gleichen Dilema der Kostenkrankheit. Sie können ihre Arbeit bei weitem nicht so rationalisieren, wie die produktiven Arbeiter/Angestellten. Deswegen müssen sie immer mehr arbeiten.

                      Ich schätze mich auch als liberal ein! Aber ich denke noch immer an meine erste Ökonomiestunde. Und die besagt das die Wirtschaft ein Kreislauf ist. Und wenn dies nicht geschieht, dann muss er von aussen rund gemacht werden.

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                    • tom174 sagt:

                      Ist unterschiedlich. Von den standard Über 70h wochen bin ich aber schon lange weg. So gesehen hat das schon deutlich nachgelassen.. Man muss halt schauen, dass man unterhalb eine solche führungsmannschaft hat, dass die dinge alleine tun können. Im normalbetrieb bin ich quasi komplett arbeitslos, und mach mir über die zukunft gedanken (und da geht es dann auch oft um optimierungen). Führungsarbeit skaliert dann aber doch einigermassen. Je erfahrener und eingespielter das team ist, umso weniger muss man da tun, dementsprechend kann das team pro fk etwas größer sein. Führungsarbeit skaliert dann nicht, wenn man dem wahn erliegt, alles selber machen zu müssen. Oder man nur leute einstellt, die einem nicht „gefährlich“ werden können. Das „startup“ nun ist schon wieder mehr konzern geworden, auch wenn wir uns startupteile noch erhalten.

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                    • tom174 sagt:

                      Ah hmm.. noch ein nachtrag.. führungskräfte bei rationalisierungen zu schonen ist natürlich das letzte was man tun sollte. Ich war nun schon bei ein paar so krisendingern dabei, und da waren es eigentlich meist die „manager“ die als erstes gehen mussten. Wenn irgendwas ineffizient ist, dann ist da selten der kleine mitarbeiter verantwortlich. Das heisst natürlich nicht, dass auch mitarbeiter nicht ihren job tun und dann auch mal entlassen werden müssen, oder tatsächlich auch ganze bereiche nicht mehr benötigt werden.

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                    • bertrandolf sagt:

                      Das bei Krisendingern rationalisiert wird und eine entsprechende Mobilität dann vorhanden ist, ist das Eine. Aber gerade in der Old Economy setzt sich immer weiter der Kaizen oder KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ Gedanke durch. Dann wird jedes Jahr rationalisiert oder anders ausgedrückt „optimiert“. Manchmal kann in der Zeitung gelesen werde, wie weit das Bewusstsein ist. Am einen Tag wird ein Rekordgewinn vermeldet, am nächsten Tag Werkschließungen oder Stellenabbau verkündet. Aber es wird immer weniger davon berichtet, was auch mit der Zeitarbeit zusammenhängt. Bei uns wurden im letzten halben Jahr 1/4 der Zeitarbeiter „heim geschickt“ und durch polnische Zeitarbeit ersetzt. Die einen dürfen wohl ihren hedonistischen und vom Staat bezahlten Hartz4 Lebensstil genießen. Während die Polen ihre Löhne sowieso nach Hause tragen, denk mal in 1 – 2 Jahren werden diese sowieso durch Rumänen ersetzt… Das ist das Los der niederen manuellen Tätigkeiten. Vielleicht schleißt sich der Wirtschaftskreislauf durch den Export, aber für Steuereinnahmen und Sozialversicheurngsbeiträge ist dies tödlich.
                      BTW: Ein optimierungsvorschlag für deine Branche?😀 http://www.zeit.de/digital/internet/2013-01/outsourcing-china-verizon
                      Habe das 2 mal geschrieben *grrr* und deswegen recht kurz gefasst.

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                    • tom174 sagt:

                      Den Bob… der ging hier durch die Firma😉
                      Nein, das ist nix für uns. Als wir eins unserer Spiele mit einem Partner in China gepublished haben, das grandios erfolglos blieb, uns unser spiel aber dann ein Jahr später für den europäischen markt angeboten wurde… haben wir das mit china sein lassen😉
                      KVP ist in jedem unternehmen immer ein thema, natürlich auch bei uns. Da wir aber wachsen führt das nur selten zu Entlassungen.

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                    • bertrandolf sagt:

                      Bei uns hat Bob niemand registriert und auch nicht intressiert, ausser mir, ich hab geweint vor lachen😀

                      Aber kurz zum Ursprungsthema, soziale Berufe und die Kostenkrankheit, gibt es gerade eine krasse Doku auf ARD. Es geht zwar um Privatisierung, aber dies ist nur eine Fortsetzung der niedrigen Steuer- bzw. nicht aufgestockten Versicherungsbeiträge. Also quasi die Rationalisierung, bzw. die Lohnstückkostensenkung…. Ich weiss auch nicht ob das einfach nur Horror ist oder einfach eine Übergangsphase. Lohnt sich zu schauen, jeder kann ja ins Krankenhaus kommen…

                      Profit statt Patientenwohl.
                      http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/131014-doku-profit100.html

                      Aber eigentlich gehört es nicht zur Frauenquote, sondern ist tatsächlich ein Teil von Gender Gap. Weil der tertiäre Sektor in der Zeit, wo Frauen in den Arbeitsmarkt geströmt sind.

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                    • bertrandolf sagt:

                      Bei Startups zu arbeiten ist bestimmt total cool. Das ist bestimmt auch ein großartiges Leben, vor allen Dingen wenn es gelingt.

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    • 100% hetero sagt:

      Ganz einfach: Altenpflege kann man nicht exportieren…

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