Soziale Rituale unter Damen.

Veröffentlicht: Oktober 9, 2013 in Comics
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beate

Kommentare
  1. evilmichi sagt:

    true story.

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    • tom174 sagt:

      Ne idee, woran das liegt?
      Neid? Unverständnis? Konkurrenz?
      Das ganze bei Männern läuft ja immernoch eher in Richtung bewundernder Neid ab.

      Ich meine, historisch und evolutionär macht es ja Sinn, als frau aufzupassen, seinen sexualtrieb zu zügeln und sehr wählerisch ist.
      Aber inzwischen? Es gibt einige zuverlässige Verhütungsmethoden, und selbst bei einer ungewollten Schwangerschaft hat Frau eine ganze Reihe von Optionen (Abtreibung, Adoption, Pille danach), der Mann hat mit der Entscheidung der Frau zu leben.. eigentlich sollte es sich aus dem Grund eher drehen.

      Sind es die Gene? Alles Sozialisierung?

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      • @tom1754

        „Ne idee, woran das liegt? Neid? Unverständnis? Konkurrenz?“

        Mir scheint es insbesondere Konkurrenz zu sein, als unterbewußter Vorgang. Evolutionär gesehen verdirbt zu leichter Zugang zu Sex die Preise für langfristige Bindungen und erhöht den Druck ebenfalls eine Kurzzeitstrategie fahren zu müssen. Zudem ist es eine potentielle Gefährdung für bestehende Paarbindungen.

        ich denke da besteht ein evolutionär entstandenes Mißtrauen bei Frauen gegenüber Frauen, die „zu schnell“ oder „zu wechselnd“ Sex haben, wobei die Frage, was zuviel oder zuschnell oder zu wechselnd Sex ist kulturell ausgeprägt ist.

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  2. evilmichi sagt:

    Gute Frage, nächste Frage. Mal ernsthaft, ich vermute dass es durchaus mit der Sozialisation zu tun hat, auch heute noch hängt in vielen [nicht allen!] Köpfen die Erwartungshaltung fest, eine junge Frau müsse sich zumindest für Mr. Right „aufheben“. Und bitteschön, jaa niemals nimmernicht „herumhuren“ wie es so schön genannt wird. Natürlich ist diese Ansicht zumindest theoretisch überholt, in der heutigen Zeit kann zumindest hierzulande jede Frau selbst entscheiden [zumindest in der Theorie] mit wem sie Sex haben möchte und auf welche Weise sie ihre Sexualpartnerwahl gestaltet. In der Praxis ist eine Frau heute noch „das letzte“ wenn sie noch die Dreistigkeit besitzt, keinen Hehl daraus zu machen, dass sie häufigen Partnerwechsel bevorzugt. Ein Stück weit kann es natürlich Unverständnis [wie kann sie nur?!!einself] sein, und vielleicht auch zum Teil Neid [„ein Teil von mir wünscht sich, auch so mutig zu sein]. Ich kann hier aber auch nur spekulieren.

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    • tom174 sagt:

      Schon seltsam das. Andererseits… als Vater zweier kleinen mädels finde ich die Rules about dating my daughter jokes auch fantastisch (#1 DON’T). Am liebsten war mir der: MY DATE’S DAD THREW A SHOTGUN SHELL AT ME. TOLD ME IT MOVES A LOT FASTER AFTER 1O PM

      Vor einer weile verlinkte ein Freund von mir dann aber das: http://www.theferrett.com/ferrettworks/2013/08/dear-daughter-i-hope-you-have-some-fucking-awesome-sex/ und das trifft es viel mehr…
      Ich hoffe, das hab ich dann in so 6-7 Jahren noch im Kopf, wenn die ersten typen kommen….

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      • evilmichi sagt:

        Jup. Danke für den Link, ist gut geschrieben und unterm Strich stimmt ich dem Verfasser zu. Ich glaub es ist dennoch trotz aller guten Vorsätze nicht leicht, hier den richtigen Mittelweg zu finden zwischen „sich sorgen“ und „loslassen“.

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      • Dass Eltern sowas schwer finden kann ich mir allgemein gut vorstellen. Sowas habe ich aber auch schon vo Müttern über ihre Söhne gehört. Ich denke mal, Sex ist eben gewissermaßen ein Ablöseprozess von den Eltern. Zu akzeptieren dass das Kind etwas privates tut über das sie absolut keine kontrolle haben ist sicher gruselig.

        ansonsten… ich denke eher das ist anerzogen. ich habe auch das gefühl in der jüngeren generation ist das teilweise schon anders. zumindest ich habe nichts negatives in meiner schlampenphase zu hören gekriegt. ausser von meiner mutter und einem damaligen partner. für männer ist es vielleicht ein bisschen bedrohlich wegen der idee, sie könnten „weniger leistung“ erbringen als die vorgänger.

        andere frauen… hmmm, neid spielt sicher ein stückweit mit.

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        • tom174 sagt:

          „für männer ist es vielleicht ein bisschen bedrohlich wegen der idee, sie könnten “weniger leistung” erbringen als die vorgänger. “
          Doesn’t matter, still had sex😉
          Ernsthaft, ich hab beruflich viel mit jüngeren zu tun, klar gibt es da einige wenige die anders sind, aber die allermeisten mädels sind doch brav. Es gibt die Ausnahmen, die werden dann aber eher zum Kumpel von jungs, den Mädels ist das sehr suspekt.
          Könnte sowas wie „die machen sex wertlos“ eine rolle spielen?

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        • Neuer Peter sagt:

          „zumindest ich habe nichts negatives in meiner schlampenphase zu hören gekriegt. ausser von meiner mutter und einem damaligen partner.“

          Den Kommentar zur „Schlampenphase“ finde ich interessant. In der amerikanischen „Manosphere“ wird Frauen ja immer unterstellt, den hohen sexuellen Marktwert, den sie in ihren 20ern haben, stark für einen sehr promiskuitiven Lebensstil zu nutzen und diesen erst dann herunterzufahren, sobald der eigene Marktwert sinkt oder der Kinderwunsch sich einstellt. Mir war das immer zu holzschnittartig. Würdest du sagen, da ist etwas dran? Gibt es sowas wie eine „Schlampenphase“ im Leben vieler Frauen, die sich dann aber auch wieder gibt?

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          • Ich weiß nicht wie das bei anderen Frauen ist… ich hätte auch noch länger rumgevögelt aber als ich Kerl kennengelernt habe wurde es eben ne monogame geschichte. sollte aus irgendwelchen gründen wieder eine singlephase eintreten würde ich auch wieder locker sex haben bis sich was ernsteres ergibt. kinderwunsch habe ich ja keinen, daher fällt das bei mir als motiv weg.
            meine einstellung zu sex ist halt, dass es spaß macht und wenn man in einer monogamen beziehung ist bin ich treu, aber wenn nicht habe ich halt trotzdem sex. ich bin auch weniger der ons typ sondern habe dann eher lockere affären/sexfreundschaften. mir gefällt das ganze drumherum, also ein date haben, zusammen essen oder einen film schauen, quatschen und sex. das hat eine schöne atmosphäre, besonders auch wenn es menschlich passt aber keiner von beiden eine beziehung will.

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            • Graublau sagt:

              Also, wenn das ernsthaft als „schlampig“ gilt, ist es auch kein Wunder, dass Frauen Angst davor haben, als Schlampe zu gelten. Ich würde das zu 0% als „Verhalten einer Schlampe“ werten. Interessante Parallele zu Atacama bei „Alles Evolution“ (29. September 2013
              um 3:12 nachmittags… irgendwie kann ich da nicht direkt drauf verlinken – warum bloß nicht? Hat doch jedes anständige Blog zu bieten.), die ein ähnliches Verhalten schildert.

              Ich hatte an anderer Stelle schon einmal meine Maßstäbe geschildert. Wichtig sind aus meiner Sicht die Selbstbestimmtheit und auch gewisse Qualitätsansprüche. Treue in Beziehungen erwähne ich nur, um Missverständnisse zu vermeiden (das sollte selbstverständlich sein, aber man weiß ja nie).

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              • Na ja, das schlampige daran (schlampig jetzt mal neutral von der wertung her) war halt, dass Sex nach ein paar Stunden vorkam wenn das Date gut lief und dass ich zu der zeit mehrere affären parallel hatte (natürlich wussten die männer, dass es nur affären waren und keine treue erwartet wurde).
                Kommt vielleicht darauf an wie man Schlampe definiert, aber rascher sex mit unterschiedlichen männern ist wohl allgemein schon ein gültiges kriterium^^ Persönlich hatte ich nie das gefühl dass es „billig“ war und mit den meisten männern hatte ich noch lose-netten kontakt auf freundschaftsbasis.

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                • Graublau sagt:

                  Wenn das ein allgemein gültiges Kriterium ist, ist die Angst unbegründet. Oder ausformuliert: „Ich habe raschen Sex mit unterschiedlichen Männern und Angst, als Frau abgestempelt zu werden, die raschen Sex mit unterschiedlichen Männern hat.“ / „Die Beate hat ja gestern schon wieder nen Typen mit nach Hause genommen, den sie erst vor zwei Stunden kennengelernt hat.“ „Diese Frau, die raschen Sex mit unterschiedlichen Männern hat!“

                  Offensichtlich ist Schlampe weitgehend negativ besetzt, denn das Wort läßt sich nicht durch eine (für mich) wertneutrale Formulierung ersetzen, ohne dass der Sinn völlig abhanden kommt. Ja, ich weiß, ich reite jetzt darauf herum, aber ehrlich: Natürlich gibt es da einen Unterschied. Vielleicht bin ich auch „falsch“ sozialisiert worden, denn in meinem Bekanntenkreis gab es genug Frauen, die so handelten, ohne negativ angesehen zu werden. Unten durch waren diejenigen Frauen, die tatsächlich „für jeden“ zu haben waren – und da waren sich Frauen und Männer überraschend einig.

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      • guinness44 sagt:

        Wie heisst es so schön. Erst hat man als Vater Angst, dass die falschen Typen kommen und irgendwann hat man Angst, dass der richtige Typ kommt😉

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  3. ReVolte sagt:

    „Majority of women use the promise of sex as a reward.“

    http://www.standardmedia.co.ke/?articleID=2000095073&story_title=health-majority-of-women-use-sex-as-a-reward

    Vor diesem Hintergrund steht zu vermuten, dass SEX für die Mehrheit der Frauen etwas entbehrliches ist, aus dem sich allerdings prima Kapital schlagen lässt (Belohnung für Leistung). Wenn also eine Frau verschiedene Männer in ihre Wohnung mitnimmt, schwingt immer der Verdacht der Prostitution mit und das heißt Nutte=Schlampe.
    Frauen können sich selbst wohl am besten einschätzen und pflegen (vermutlich) dem entsprechend soziale Rituale.

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    • Neuer Peter sagt:

      Beim no-stings-attached-sex fällt für die Frau außer der sexuellen Befriedigung und vielleicht mal einem Drink aber eben nichts ab.

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  4. Micha sagt:

    Vielleicht sollte man auf Allgemein-Erklärungen verzichten.Stattdessen sollte man berücksichtigen, dass Menschen unterschiedlich sind. Es gibt nicht „Die Frauen“ und es gibt nicht „Die Sozialisation“.

    1. Nicht alle Frauen werden so reagieren wie oben dargestellt. Deshalb ist die Suche nach einer Erklärung der Art „Alle Frauen sind genetisch so“ oder „Alle Frauen werden dazu erzogen“ sicher ein Holzweg.

    2. Es gibt unterschiedliche gesellschaftliche Milieus mit unterschiedlichen Moralvorstellungen. Es gibt eben offenere und konservativere Milieus. Daher wird eine lockere Lebensweise sehr unterschiedlich bewertet. Will man das erklären, muss man die Herkunft von Personen betrachten.

    3. Deshalb sind auch Erklärungen wie „Neid“ nicht immer zutreffend. Es gibt sicher genügend Frauen, die einen häufigen Partnerwechsel aus voller Überzeugung ablehnen und die eher auf monogame Beziehungen schwören. Das schließt „Neid“ nicht ganz aus. Aber so generalisiert muss es nicht zutreffen und es diskreditiert jene Frauen, die den Partnerwechsel ablehnen, von vornherein.

    4. Die im Comic durchgekreuzten Antwortmöglichkeiten widerspiegeln ja keine universelle Moral, sondern die Moral eines bestimmten, vermutlich eher großstädtisch-modernen Milieus. Sie stellen bereits kulturelle Vorlieben dar. Es ist aber ein Missverständnis, zu glauben, sie beschrieben eine allgemein-gesellschaftliche Moral, die selbstverständlich und für jeden vernünftigen Menschen vollkommen folgerichtig sei. Vertreter und Vertreterinnen anderer Moralen gehen eben von ganz anderen Grundsätzen aus und kommen zu anderen Schlussfolgerungen.

    5. Nicht zuletzt ist der Trieb unterschiedlich ausgeprägt. Nicht jede Frau wird es nachvollziehen können, dass andere solch ein starkes Bedürfnis nach häufigem Partnerwechsel haben.

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    • tom174 sagt:

      1. Es geht hier ja um die überwiegende Mehrheit. Klar gibt es ausnahmen, so wie es sicher auch genug männer gibt, die nicht gerne in einem Feuer rumstochern.
      2. Trotzdem geht da die Moral innerhalb eines Millieus zwischen Männern und Frauen anders. Passt also nicht. Meine Nachbarin, mit der ich in die selbe Klasse ging, die Selbe KJG Jugendgruppe, denkt da ganz anders als ich, obwohl wir aus genau der gleichen Gesellschaftsschicht stammen.
      3. Keine Erklärung wird immer und für alle zutreffend sein.
      4. Da geht es nicht um Moral, sondern um Vernunft, Anstand und respektvollen Umgang. Man kann für sich selbst soetwas ablehnen, aber es gibt eigentlich keinen Grund, jemanden der anders lebt zu beleidigen.
      5. Der Partnerwechsel ist nicht das ding. Es geht, glaube ich, mehr um die 2h bis zum Sex.

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      • Rexi sagt:

        Ich halte es eher für ein Gerücht, dass es hauptsächlich Neid ist. Neid kann aus zwei Gründen kommen: a) entweder ist die promiske Frau wesentlich hübscher, als man sich selber empfindet, aber dann spielt das Verhalten eigentlich gar keine so große Rolle. Dann könnte sie auch rein theoretisch den ersten Mann in ihrem Leben heiraten, und man würde etwas anderes an ihr finden, mit dem man sie herabsetzen kann. Oder b) man steckt selbst in einer Beziehung, in der man nicht glücklich ist, und hat das Gefühl, etwas zu verpassen. Wenn diese beiden Punkte nicht gegeben sind, frage ich mich, woher dieser Neid kommen soll.
        Ich glaube, man muss immer beachten, wie die Frau zu derjenigen steht, die sie da bewerten soll. Wenn es eine gute Freundin ist, würde wohl eher eine der durchgestrichenen Möglichkeiten kommen, auch wenn die andere selbst nicht so promisk lebt. Wenn die Frau aus irgendeinem Grund aber unsympathisch ist, dann ist Promiskuität (sicher auch aus evolutionären Gründen) eben eine billige Weise, sie zu beschimpfen, und das hat nichts mit Neid zu tun …

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        • Der Neid kann auch daraus resultieren dass frau sich nicht traut, dass sie sexuell unsicher ist, dass in ihrer Umgebung „Schlampen“ abgewertet werden und sie Angst hat so gesehen zu werden. Es ist ja nicht so dass eine frau besonders hübsch sein muss um sex zu haben, sex kriegt frau gewissermaßen nachgeschmissen.

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          • Rexi sagt:

            Hm, dass Frauen Sex gewissermaßen nachgeschmissen bekommen, auch wenn sie nicht so ansehnlich sind, ist auch so eine Behauptung, die sich für mich bisher nicht wirklich bestätigt hat. Ich bin zwar nicht so der Party- und Besäufnis-Mensch, aber auch früher, als ich noch regelmäßig länger in Bars herumgehangen bin, ist es mir eigentlich nicht aufgefallen, dass sich Männer massenweise mit Sexangeboten auf Frauen gestürzt haben, nicht mal bei besonders hübsch/aufreizend gekleideten Frauen. Vielleicht liegt es ja an den Kreisen, in denen ich mich vorwiegend rumtreibe, der Tatsache, dass ich das Internet als „(Sex)Partnermarkt“ völlig außer Acht lasse, oder an meiner Naivität, mit der ich diese massenweisen Angebote schlicht übersehen oder verdrängt habe … keine Ahnung.

            Jedenfalls glaube ich, dass Neid ein eher seltenerer Grund ist. Die Angst, dass die „Schlampe“ auch mit dem eigenen Partner ins Bett springt, oder den Mann ins Auge fasst, den man selbst interessant findet (also Eifersucht) kommt mir realistischer vor.

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            • Neuer Peter sagt:

              Gab es da nicht mal dieses Experiment, in dem jeweils ein Mann und eine Frau Passanten Sex angeboten haben? Das war zwar keineswegs repräsentativ, aber die Ergebnisse fielen recht deutlich aus. Finde es jetzt nur leider nicht mehr.

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              • Rexi sagt:

                Wie du schon sagst, nicht repräsentativ. Ich habe es auch gesehen (mir scheint auf RTL). Aber die Situation ist unrealistisch (wie viele Frauen gibt es, die das tun, die meisten warten ja trotzdem, bis der Mann den ersten Schritt macht), die Frau ist, wenn ich mich richtig erinnere, hübsch und nicht durchschnittlich, und man weiß nicht, wie viele Absagen sie bekommen hat. Dass mehr Männer dazu bereit sind, sofort mit einer Fremden ins Bett zu steigen, ist ja nichts Neues. Das bedeutet trotzdem nicht, dass sich Frauen im Allgemeinen vor Sex-Angeboten kaum retten können …

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                • wenn du das internet rauslässt ist da natürlich was dran. der großteil der männer rennt schließlich nicht rum und erzählt allen frauen die für ihn in frage kommen, dass er sex mit ihnen haben würde.
                  wenn eine sehr unattraktive frau mit edding auf der stirn geschrieben hätte, dass sie mit jedem ins bett geht würde sie garantiert nicht alleine nach hause gehen^^

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                  • Luc sagt:

                    Das ist der Punkt. Bei der Aussage, Frauen bekämen Sex nachgeschmissen, geht es darum, dass Frauen fast anstrengungslos Sex haben können, wenn sie wollen, aber natürlich nur, wenn sie selbst aktiv werden. Wenn sie das tun, gehen sie auf keinen Fall allein nach hause (was Männern hingegen eben sehr wohl passiert).

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              • @neuer peter

                Hatte ich hier zitiert
                http://allesevolution.wordpress.com/2013/08/12/erfolgsquoten-beim-direkten-ansprechen-auf-sex/

                The great majority of men were willing to have a sexual liaison with the women who approached them. Women were not. Not one woman agreed to a sexual liaison.

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          • Micha sagt:

            @erzaehlmirnix:

            Wenn solche Frauen als „Schlampen“ beschimpft werden, verunsichert das sicherlich andere. Man stelle sich eine Kleinstadt vor, wo jeder jede kennt. Da wird man sicher genauer auf seinen Ruf achten.

            Es gibt aber sicher auch andere Gründe, die Promiskuität zu kritisieren. In Deinem Comic wird ein wenig vorausgesetzt, dass es etwas Positives ist. Aber mitunter mag solch Verhalten auch beliebig wirken: Wenn er oder sie mit allen verfügbaren Personen ins Bett geht. Eben diese Beliebigkeit finden manche verkehrt und verurteilen das. Dabei muss gar kein Neid mitschwingen. Auch kann man eine solche Wahllosigkeit als Symptom von persönlichen Problemen beurteilen. Oder der häufige Wechsel erzeugt Probleme. Es sind ja immer Menschen im Spiel und da kann es zu Verwicklungen kommen. Und solche Probleme werden dann als Folge unvernünftigen Wechselverhaltens interpretiert.

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            • Wird es im Comic positiv oder einfach nur neutral dargestellt? Gut, die erste sagt „schön für sie“,, die zweite hat andere Moralvorstellungen aber drückt sie der anderen nicht auf und die dritte ist der Ansicht das Sexleben anderer geht sie nichts an. Ja, zugegeben, das spiegelt vollkommen meine Moral wider, die da lautet, dass jeder sein eigenes Ding machen sollte, solange er keinem schadet.
              Wenn jemand mit beliebig vielen Menschen scheinbar wahllos Sex haben will ohne jemanden zu zwingen, zu belügen oder krank zu machen, dann ist das doch alleine dessen angelegenheit. was hat da die moral anderer leute zu suchen? wer sowas nicht ok findet muss es ja nicht tun. es gibt schließlich kein gesetz, das da lautet „wenn beate wahllos rumfickt muss tina das auch“^^ – wer da das bedürfnis verspürt dennoch anderen leuten seine moral aufzudrücken, DER hat das problem. sage ich jetzt mal so als therapeutin^^

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              • Micha sagt:

                @erzaehlmirnix:
                Das war kein Vorwurf, ich teile ganz und gar Deine Moral! Aber es gibt eben Leute mit anderen Ansichten, die aus ihrer eigenen Moral ableiten, dass man auf andere einwirken kann oder muss. Das begegnet einem doch immer wieder. Ich möchte das selber auch nicht haben. Man möge mich mit solchen Privatmoralen in Ruhe lassen. Denn es geht ja niemanden eigentlich was an, mit wem ich mein Bett teile. Aber mancher findet eben, dass eine freie Sexualität den Untergang des Abendlandes heraufbeschwört ^^

                Worauf ich eigentlich hinauswollte: Es gibt einfach Gründe für die Negativbewertung von Promiskuität, die nichts mit Neid oder dergleichen zu tun haben müssen. Solch ein Verhalten muss sich nicht dadurch begründen, dass eine solche Frau irgendwie Probleme hat oder unzufrieden ist. Aber vielleicht ist das auch nicht plausibel…

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                • Ich hatte auch bewusst geschrieben, dass Neid ein Grund sein kann, nicht dass es der einzige sein muss🙂
                  Letztlich ist das sicher individuell, aber bei diesem Schlampengeschimpfe spielt ja immer eine „Besrafungsidee“ mit. Wäre einem tatsächlich daran gelegen die andere Person von der eigenen Miral zu überzeugen würde man sie ja mal unter vier augen nett ansprechen und versuchen, sie zu überzeugen anstatt sie zu beschimpfen oder zu lästern.
                  Das hat doch eher was von Sanktionierung oder sich selbst aufwerten und da gibt es wirklich wenige „positive“ psychologische Gründe.

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                  • Micha sagt:

                    @erzaehlmirnix:

                    Ich gebe Dir recht, es ist eine Sanktion, also eine Strafe. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass jemand das reinen Gewissens tut und mit voller Überzeugung, dass das gerechtfertigt ist. Es kommt auf das Bezugssystem an, auf die eigenen Werte. Denn Deine Schlussfolgerung muss ein Mensch ja erstmal ziehen: Dass es moralischer ist, jemanden im 4-Augen-Gespräch auf einen – vermeintlichen – Fehler hinzuweisen, anstatt ihn öffentlich zu diskreditieren. Aber wie oft sind Menschen so selbstgerecht, dass sie vergessen, dass der vermeintliche „Normbrecher“ auch ein Mensch mit Empfindungen ist?

                    Aber ich denke, Du hast auch recht, dass es oft negative Gefühle sein können, die zu solchen Schimpfereien führen.

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                    • Ich denke, die Erfahrung dass Beschimpfungen weniger bringen als jemanden freundlich unter 4 Augen auf etwas anzusprechen, hat jeder schon gemacht und die Schlussfolgerung, dass wenn einem wirklich an der anderen Person gelegen ist, man diese nicht demütigt oder herabwürdigt, ist auch nicht so schwierig.
                      Insofern halte ich die Theorie, dass Leute tatsächlich glauben, etwas gutes zu tun wenn sie XY beschimpfen, für falsch. Mag sein, dass sie das sagen -sich selbst oder anderen – um ihr Verhalten zu rechtfertigen, aber ich glaube nicht, dass Leute tatsächlich so dumm sind, das zu glauben.

                      Du hast natürlich recht dass Leute sich so in ihre Selbstgerechtigkeit hereinsteigern, dass sie der Ansicht sind ihr gewissen sei rein. Das ändert aber nichts an den dahinterstehenden Motiven, denn die werden ja nicht deshalb nett, weil jemand MEINT wenn er andere „Schlampe“ nennt sei das nett, weil er sich da eine Theorie zusammenspinnt, die das rechtfertigt.

                      Sprich, wenn ich mir selbst eine theorie zusammenspinne, dass gewisse leute es nicht verdient haben auf dieser erde zu sein und daraufhin alle personen mit dem merkmal x umbringe, dann schaffe ich es vielleicht das in so eine tolle theorie zu packen, dass ich mir einreden kann damit ein guter mensch zu sein – ich bin aber trotzdem nicht weniger ein arschloch😀

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                    • Micha sagt:

                      @erzaehlmirnix:

                      „Sprich, wenn ich mir selbst eine theorie zusammenspinne, dass gewisse leute es nicht verdient haben auf dieser erde zu sein und daraufhin alle personen mit dem merkmal x umbringe, dann schaffe ich es vielleicht das in so eine tolle theorie zu packen, dass ich mir einreden kann damit ein guter mensch zu sein – ich bin aber trotzdem nicht weniger ein arschloch“

                      Die Arschlöchrigkeit ist halt auch ein Werturteil. Und dieses Urteil gehört wiederum in einen bestimmten Kontext. Insofern stimme ich Dir nicht zu. Ja, für mich wäre diese Person auch ein Arschloch, klar. Aber dann urteile ich innerhalb meines Werterahmens. Erst, wenn ich das „Arschloch“ persönlich kennenlerne, kann ich herausfinden, ob diese Person ein Problem hat oder einfach ganz ausgeglichen ist. Das kann man nicht einfach herleiten aus der eigenen Kultur, in diesem Falle: der Kultur des eigenen Milieus.

                      Am Rande bemerkt: Es ist doch interessant, wie unterschiedlich unsere Perspektiven sind. Meine Perspektive ist eine soziologische und darum einfach etwas „relativistischere“. (Jetzt mal ganz ohne Wertung)

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                    • Dieser Teil ist jetzt weniger fachlich sondern mehr persönlich. Fachlich…. klar ist es teilweise kulturabhängig welches Wertesystem ich habe und inwieweit vielleicht sogar das Töten von Menschen OK ist. Ich gehe mal von Leuten aus, die in unserer Kultur großgeworden sind und nicht in einem Keller gehalten wurden – die also Kontakt zu unseren hiesigen Wertesystemen hatten. Ich denke, sobald man bestimmte Argumente mal gehört hat, kann man sich nicht mehr mit Unwissen herausreden.
                      Natürlich kann jemand mir erzählen, dass rothaarige Menschen keine Seele haben und man sie sofort töten sollte. aber sobald ich auch eine Gegenmeinung gehört habe bin ich ja selbst in der Position aus unterschiedlichen ansichten ein EIGENES Wertesystem zu kreieren. Ein schönes Beispiel dafür sind die zwei Mädchen aus dieser Baptistenkirche, die mit reinem Hass auf alle Ungläubigen und Homosexuellen aufgezogen wurden, die dann aber als junge Frauen inKontakt mit Literatur kamen und sich daraufhin davon distanzierten.
                      Würde man alles nur mit „Es wurde halt so beigebracht“ geltenlassen, wären wir keine Menschen sondern Tiere, denn uns unterscheidet ja im Prinzip nur die Reflexionsfähigkeit und das Ego.
                      My two cents^^

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                    • Micha sagt:

                      @erzaehlmirnix,
                      Oktober 10, 2013 um 14:36

                      Klar, ich würde ja auch nicht behaupten wollen, alles sei Sozialisation und damit sei dann auch jede Änderung und Entwicklung ausgeschlossen. Natürlich nicht. Gutes Beispiel: Die Generation meiner Eltern ist selber mit wilhelminischen Erziehungsmethoden ins Leben geprügelt worden. Sie hat dann aber großenteils sehr liberale Vorstellungen entwickelt in den 60er und 70er Jahren. Da ging also die wilhelminische Saat gar nicht auf. Menschen verändern sich, zumal dann, wenn sich die Welt ändert.

                      Es mag trotzdem auch heute Moralen geben, nach denen das öffentliche Dissen bestimmter Personen ok zu sein scheint. Wie ich oben schon schrieb: Wer Hartz IV kriegt, bekommt das zu spüren. Da wird Neid dabei sein, aber nicht nur. Es gibt einfach Leute, die sind fest davon überzeugt, dass Hartz-4-Leute faule Säcke sind. Dann erscheint es ihnen auch gerechtfertigt, sie zu dissen. Das ist tägliche Praxis hierzulande. Und das sind alles Leute, die mit „unserem“ Wertesystem zu tun haben. Dennoch tun sie das.

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      • Micha sagt:

        zu 2.) Ist Gesellschaftsschicht auch Milieu? Ich meine, dass man nicht nur auf Einkommen, Beruf und Bildung schauen sollte, sondern auch auf den Lebenstil. Es gibt da sicherlich große Unterschiede zwischen Ingenieur und Bildungsbürger mit musisch-kultureller Ausrichtung. In meiner persönlichen Beobachtung stellt sich das oft so dar: Junge Leute aus dem eher ländlichen Raum scheinen konservativer zu sein, heiraten früher, bekommen früher Kinder. Die großstädtische Jugend neigt dagegen eher zum sich Austoben. ABer das ist ein subjektiver Eindruck.

        “ Da geht es nicht um Moral, sondern um Vernunft, Anstand und respektvollen Umgang. Man kann für sich selbst soetwas ablehnen, aber es gibt eigentlich keinen Grund, jemanden der anders lebt zu beleidigen.“

        Das sehe ich ja auch so, aber das ist schon eine Form der Moral. Und es ist die Moral einer bestimmten Gruppe. Es ist nicht die Moral, die überall selbstverständlich ist. Vielmehr ist es gar nicht so unüblich, Leute zu beschimpfen, die anders leben. Man schaue sich mal an, was sich Hartz-IV-Empfänger alles anhören müssen. Oder was Nichtchristen über Christen sagen und umgekehrt. Da wird, wenn auch nciht immer beleidigt, zuweilen durchaus hart geurteilt.

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  5. gracuch sagt:

    Meiner Erfahrung nach lässt das Schlampengeschimpfe meistens ab dem 20. Lebensjahr nach, während gerade unter Teenagern Lästern ganz hoch im Kurs zu sein scheint. Als ich in dem Alter war, war ‚Schlampe‘ allerdings ein Universalschimpfwort für alle Mädchen, die man scheiße fand, ob sie nun promiskuitiv waren oder nicht. Man hat sich aber trotzdem gerne etwas auf seine Jungfräulichkeit eingebildet, dass man etwas Besseres wäre als die ganzen ‚tussigen‘ Mädchen.
    Wie gut, dass man im Alter doch schlauer wird.

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  6. Robert W. sagt:

    Hm, in meiner persönlichen Ethik würde ich schon die linke Seite des obigen Cartoons durchstreichen als „geht gar nicht“. Danach hat sich schlicht überhaupt niemand darum zu kümmern, ob die Beate jetzt mit irgendnem Typ oder nicht😉
    Ich empfinde das Geklatsche über Menschen als „unwürdig“.

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  7. lybertine sagt:

    Leider wahr. Auf der einen Seite appelliert man für Toleranz, Individualität, usw. und auf der anderen Seite zieht man über andere her wenn sie anders handeln als man selbst. Weiter so!

    ~ lybertine

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  8. minoritymagnet sagt:

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