Bestimmte Menschen.

Veröffentlicht: Oktober 22, 2013 in Comics
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meinungsfreiheit

Kommentare
  1. kinch sagt:

    Ja; Meinungsfreiheit ist ein so wichtiges Gut und wird so oft völig falsch verstanden. Das ist schon traurig. Für fast jeden, der sich in der Meinungsfreiheit eingeschränkt sieht heißt Meinungsfreiheit entweder:

    – niemand das Recht hat die eigene Meinung zu kritisieren
    oder
    – jeder muss seine Ressourcen dafür hergeben, die eigene Meinung weiter zu verbreiten.

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  2. evilmichi sagt:

    Wie mir die Situation bekannt vorkommt.🙂

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  3. Egoteaist sagt:

    Das ist so wahr ._.

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  4. yacv sagt:

    Ich fände den Strip noch ein wenig schöner, wenn er nur aus dem ersten Bild bestände…

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    • Echt? Ich finds besonders lustig wenn solche Leute dann noch 3 stunden selbstmitleidig rumweinen dass keiner sie lieb hat^^

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      • IULIUS sagt:

        Merkst Du, hier kritisierst Du selber eine Meinungsäußerung.🙂

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        • Luc sagt:

          Falls das lustig sein sollte Julius, hat diesmal leider nicht geklappt:mrgreen:

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          • yacv sagt:

            Falls das lustig sein sollte.
            Nein, nicht lustig.
            Wahr.
            Mein Punkt war in der Tat, dass es im ersten Bild zwischen den beiden keinen Unterschied gibt. Außer, dass der rechts kein Label vergibt, sondern nur „Leute wie dich“ sagt.
            Aber beide pflegen eine Abneigung gegen eine Gruppe von Menschen.
            Und beide fühlen sich vollkommen gerechtfertigt in ihrer Abneigung.

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            • Adrian sagt:

              Und Deine Conclusio?

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              • yacv sagt:

                „Und Deine Conclusio?“

                Hmmm.. schlussfolgere ich daraus was?

                Vielleicht: Moral ist nicht objektiv. Es gibt per se keinen Grund, bedingungslose Integration mehr zu befürworten als InGroup-Abgrenzung. Ein Antifa-Randale ist meiner Einschätzung nach in der gleichen moralischen Schublade wie eine Bombenjackenglatze.

                Der leicht haarspaltende Grund für diese Gleichsetzung ist, dass der auf der rechten Seite sagt: „Ich mag LEUTE wie dich nicht.“ und nicht „Ich find diese Ansicht schlecht.“
                Die ganze Person wird abgelehnt.

                Oder im anderen Kontext gesprochen: Von denen, die z.B. Pippi Langstrumpf umschreiben wollen, weil da von einem Negerkönig die Rede ist (i.e. die Person rechts), geht m.E. eine wesentlich größere Gefahr für Demokratie und Meinungsfreiheit aus als von jedem Neonazi.

                Natürlich ist der Typ links dumm wie Brot. Aber ich finde es wichtig, dass Leute das Recht haben, eine brotdumme Meinung zu haben und auch zu äußern. Alles andere ist Zensur.

                Und ja, ich weiß, dass ich dem Typen rechts eine Menge in seine kleine Sprechblase reininterpretiere.
                Aber wie wir wissen, gibt es Leute, die sich exakt auf dieselbe Weise rechtschaffen vorkommen und dabei sind, Feminismuskritik gesetzlich strafbar zu machen.

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                • Es wird deshalb gleichgesetzt weil der linke Typ Leute ablehnt, aber selbst nicht damit klarkommt wenn er abgelehnt wird.
                  Darum gehts. Von mir aus kann jeder gerne doof finden was er will, aber wenn man sich hinstellt und sagt „Neger sind scheiße“ muss man halt damit leben dass Leute dann der Meinung sind „Leute die sagen dass Neger scheiße sind, sind scheiße“. Man kann nicht erwarten dass Regeln nur für die anderen gelten und Meinungsfreiheit nur so weit reicht wie keiner die eigene Meinung kritisiert.

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                  • yacv sagt:

                    @emn, ja, das habe ich verstanden, und dem stimme ich zu. Obviously.

                    Hast du denn im Gegenzug auch mich verstanden, dass der rechte – so verständlich seine Reaktion auch sein mag – moralisch keine reine Weste hat?

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                • IULIUS sagt:

                  Die Ironie ist, daß die Antifa von den Faschisten abhängig sind. Im Grunde fördern die sogar die Nazis, alleine damit, daß sie ihnen einen viel zu großen Stellenwert eimessen und sie permanent ins Gerede bringen.

                  Eine ganze Industie ist damit beschäftigt Dinge ins Gespräch zu bringen. Die Antifa macht es für die Nazis sogar umsonst.

                  Die Antifa hat nur solange ihr Existensberechtigung wie es Nazis gibt. Hinzu kommt sie können ihren Haß – ganz offen – ausleben.

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                  • Michaela Lusru sagt:

                    „Die Antifa hat nur solange ihr Existensberechtigung wie es Nazis gibt. Hinzu kommt sie können ihren Haß – ganz offen – ausleben.“ –

                    Erstens heißt das dann die „Antifa“, als Eigenname, nicht als Aktivität.
                    Zweitens ist stets hinzuzufügen, WAS sie an Haß „ausleben kann“:
                    Man haßt dort antideutsch, und neuerdings auch ideologiefrei, also alles was deutsch ist: deutsches Kapital, deutsche Pcorr., alles was deutsch-links ist – weil das nämlich im tiefsten inneren deutsch-rechts und antisemitisch ist, schon immer war, und natürlich das Original – die Nazis.
                    Geliebt wird Amerika (allerdings nur der USA-Teil), amerikanischers Kapital, amerikanische Klassen und Israel in Gänze – und wer anderer Meinung ist, hat ein „Antisemit“ zu sein.

                    Es gibt da leider nur ein kleines (völlig ideologiefreies) Problemchen:
                    Es gibt das nicht mehr – „deutsches Kapital“, „amerikanisches Kapital“, da alles bedeutende Kapital heute eben international und global ist.

                    Da dürfte doch dieser (!) „Antifa“ (im Gegensatz zu den Antifaschisten) ein erheblicher Teil der Kampfbegründung abhanden gekommen sein,
                    bleibt nur noch die ideologiefreie Liebe zum (amerikanischen und israelischen) Kapitalismus als ordentlicher „Sieger der Geschichte“ und alle, die das nicht teilen, sind Antisemiten und Rechte und mit „Antifa“-Hass und Schmäh zu bekämpfen, ausnahmslos und völlig ideologiefrei …

                    Bleibt noch nachzutragen, daß diese ehemaligen „antideutsche Kommunisten“ der „Antifa“ sich mal „links“ verorteten, heute aber die „typische Affinität der Linken zum Antisemitismus“ beschreien, sich selbst damit aus „links“ raus katapultieren und alles „Linke“ als verabscheuungswürdigen Kriege ablehnenden naiven „Gutmensch“ schmähen.
                    Wie das Düsseldorfer Sprachinstitut DiSS zur Verwendung der Schmähung „Gutmensch“ feststellte, erfolgt diese „fast ausschließlich“ zur Schmähung von Frieden und sinnvollen Ausgleich suchenden besonnenen Akteuren durch und in den äußerst Rechts orientierten Kreisen der Gesellschaft, und das nicht nur in Deutschland ….
                    „Antifa“- also eventuell rechts gegen rechts?

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          • IULIUS sagt:

            Das sollte nicht lustig sein. Ich finde es einfach interessant, daß man häufig in seine eigenen Fallen läuft.

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            • Comic nicht verstanden. Es geht nicht darum dass ich es doof finde Meinungen zu kritisieren, eigentlich gehts ums genaue Gegenteil. Wurde anderswo in den Kommis schon sehr gut zusammengefasst, einfach durchlesen.

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              • yacv sagt:

                Doch, Comic schon verstanden. Ist auch gut. Der Aspekt „Ich will nicht kritisiert werden dafür, dass ich andere kritisiere“ ist gut getroffen.
                Nuuuur, zufällig erzählt das erste Bild, ganz allein für sich genommen, eine andere, weniger offensichtliche, aber ähnlich wichtige Geschichte.
                Sozusagen eine versehentliche Zusatz-Pointe im Witz.

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  5. evilmichi sagt:

    Eigentlich hält die rechte Person der linken nur einen Spiegel vor. *find*

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    • Michaela Lusru sagt:

      und wenn du alles anschaust – auch umgekehrt, das ist die eigentliche Crux des Comics und des realen Lebens!
      Ein Teilnehmer eines „Runden Tisches“ der Wende in der DDR erzählte mir aus der Entstehungszeit der „antideutschen Kommunisten“ und ihrer „Antifa“ Anfang 1990, daß er im Laufe eines Tages an der Hauswand des Tagungsortes Rathaus im Abstand von stets einigen Stunden diese Grafittizeilen beobachtete:
      – STASI RAUS!
      – POLITIKER RAUS!
      – AUSLÄNDER RAUS!
      – NAZIS RAUS!

      – W O H I N ???

      Um mal einen Beitrag zur Lächerlichkeit solcher Parolen und damit zur Wertung des Themas obiger Comics zu bieten:
      Das Übel will da jemand stets mit dem gleichen Übel beseitigen – Ablehnung, Ausgrenzung, Hass

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  6. Luc sagt:

    Das Thema an sich ist sicher komplexer als es ein Comicstrip ausdrücken kann – immerhin gibt es so etwas wie political correctness ja durchaus, und im Vergleich mit internationalen Presseveröffentlichungen fällt auch immer wieder auf, dass in Deutschland oft keine Debatten im eigentlichen Sinn geführt werden, sondern vom gewünschten Ergebnis her „debattiert“ wird (aktuelles Beispiel ist die Flüchtlingsdebatte).

    Der von EMN bebilderte Aspekt trifft aber m.e. ins Schwarze. viele der PI-Jünger argumentieren genau so: du hast kein Recht was gegen mich zu haben, nur weil ich was gegen […] habe!

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    • Kinch sagt:

      „immerhin gibt es so etwas wie political correctness ja durchaus,“

      Ja; vor allem als Kampfbegriff vom rechten Rand, wenn die keine Schulter finden, um sich darüber auszuweinen, dass sie keine menschenverachtende Scheiße sagen können, ohne, dass andere das kritisieren.

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      • Luc sagt:

        Klar, der Begriff wird von rechts auch gern überstrapaziert. Man darf darüber nur nicht so tun als wäre jede Kritik an einer political correctness gleich rechts motiviert.

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      • Leszek sagt:

        @ Kinch

        „Ja; vor allem als Kampfbegriff vom rechten Rand, wenn die keine Schulter finden, um sich darüber auszuweinen, dass sie keine menschenverachtende Scheiße sagen können, ohne, dass andere das kritisieren.“

        Zufällig widme ich mich seit einiger Zeit einer Analyse und Kritik sowohl der linken Political Correctness als auch des konservativen/rechten Anti-PC-Diskurses, (letzterer wird von mir auch als Political Correctness von rechts bezeichnet).

        Dass es dem konservativen/rechten Anti-PC-Diskurs mehrheitlich um das vermeintliche Recht geht möglichst unwidersprochen über Frauen, Schwarze, Homosexuelle, Muslime, Juden, Migranten etc. herzuzuziehen und dass das tatsächliche Ziel dieser großen konservativen/rechten „Kämpfer für die Meinungsfreiheit“ die Abschaffung der Meinungsfreiheit zu ihren eigenen Gunsten ist, sehe ich auch so.

        Dass es eine linke Form der Political Correctness als problematisches Phänomen nicht gäbe, halte ich aber trotzdem für falsch. Sowohl irrationale PC-Sprachumerziehungsmaßnahmen, die Konstruktion von „Norm-Feindbildern“ (männlich, weiß, heterosexuell, cissexuell, westlich) im Sinne eines irrationalen Schwarz-Weiß-Denkens als auch eine extreme Identitätspolitik z.T. verbunden mit autoritären Konzepten wie Definitionsmacht sowie Dogmatismus und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden gibt es ausgehend von bestimmten vulgär-poststrukturalistischen Strömungen m.E. leider doch. Mit dem ursprünglichen französischen Poststrukturalismus ist dies nicht kompatibel, dieser war undogmatisch und antiautoritär. Political Correctness – ursprünglich ein konservativer Kampfbegriff, der aber heutzutage quer durch das gesammte politische Spektrum bekannt ist und gebraucht wird – hat ihren Ursprung im Wesentlichen in einer rigiden, einseitigen und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption des französischen Poststrukturalismus in Verbindung mit einigen originären US-amerikanischen Quellen. Die ideengeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Wurzeln von Political Correctness hat der linksliberale Politikwissenschaftlicher Mathias Hildebrandt in dem sehr interessanten Buch „Multikulturalismus und Political Correctness in den USA“ dargestellt:

        http://www.amazon.de/Multikulturalismus-Political-Correctness-den-German/dp/3531148761/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1382519296&sr=1-4&keywords=mathias+hildebrandt

        Ein wissenschaftliches Buch, keine politische Kampfschrift, weder dämonisierend noch unkritisch.

        Hier kann in das Buch reingelesen werden:

        http://books.google.de/books?id=cGoIHrCz22cC&pg=PA10&lpg=PA10&dq=Multikulturalismus+und+Political+Correctness+in+den+USA+%28&source=bl&ots=ZHwe89_GvO&sig=lQ55yammxqrwPi3b0061iy7ZfTY&hl=de&sa=X&ei=-ZJnUpmSI8rUtQa7y4CgBw&ved=0CDgQ6AEwAQ#v=onepage&q=Multikulturalismus%20und%20Political%20Correctness%20in%20den%20USA%20%28&f=false

        Die „linke“ Political Correctness behindert aber m.E. vor allem die Linke in der Erreichung ihrer Ziele, denn die PC-Verrücktheiten tragen dazu bei die Linke von der Mehrheitsbevölkerung zu entfremden, begünstigen durch ihre Identitätspolitik eine Spaltung von Widerstandspotentialen gegen den Kapitalismus und eine Teile-und-hersche-Politik der herrschenden Klasse und wirken mit ihrer strategisch oft kontraproduktiven Identitätspolitik in letzter Instanz auch den Interessen der von ihnen angeblich vertretenen Gruppen entgegen.

        Ich hatte in einem Kommentar bei Robin am Beispiel der Critical Hetness/Knutschverbot-Debatte einmal versucht diese Aspekte etwas ausführlicher darzustellen – kann hier nachgelesen werden:

        http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/04/11/knutschverbot-eine-absolut-logische-durchfuhrbare-und-uberhaupt-nicht-beschissene-idee-hust/#comment-746

        M.E. bleibt, ausgehend von einem radikalen linken Standpunkt, in dieser Situation nichts anderes übrig als sowohl die linke Political Correctness als auch den konservativen/rechten Anti-PC-Diskurs radikal zurückzuweisen, sie beide einer fundierten Analyse und Kritik zu unterziehen und zu versuchen sie diskursiv aus dem Feld zu schlagen.

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        • tom174 sagt:

          Ich finde deine kommentare immer lesenswert, oft mit meiner meinung übereinstimmend, und meist zum nachdenken anregend.
          Magst nicht mal ein buch schreiben? ist mein voller ernst. EMN könnte das dann auch illustrieren😉

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        • @Leszek Hast du eigentlich einen Blog oder ähnliches? Falls nicht würde ich jederzeit gerne einen Gastbeitrag zu dem Thema von dir veröffentlichen.

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          • Leszek sagt:

            @ tom 174 @ erzaehlmirnix

            Danke, das freut mich natürlich.
            Im Augenblick habe ich zu wenig Zeit ein Buch zu schreiben und einen Blog zu betreiben wäre mir zuviel Arbeit.
            Wenn ich mit meinen Recherchen noch etwas weiter bin, komme ich vielleicht mal auf erzaehlmirnix Angebot zurück.

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        • Michaela Lusru sagt:

          „Zufällig widme ich mich seit einiger Zeit einer Analyse und Kritik sowohl der linken Political Correctness als auch des konservativen/rechten Anti-PC-Diskurses“ –
          Zufällig??
          Bist du sicher?
          Ich glaube dir das nicht, denn dein Beitrag sieht recht wenig nach „Zufall“ aus – ist dafür aber interessant. So sagst du:
          „die Konstruktion von “Norm-Feindbildern” (männlich, weiß, heterosexuell, cissexuell, westlich) im Sinne eines irrationalen Schwarz-Weiß-Denkens als auch eine extreme Identitätspolitik z.T. verbunden mit autoritären Konzepten wie Definitionsmacht sowie Dogmatismus und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden gibt es ausgehend von bestimmten vulgär-poststrukturalistischen Strömungen m.E. leider doch.“ –

          Nun, das gibt es nicht nur „leider doch“, sondern ist das normale DASEIN unser aller körperlosen Verständigungen und Auseinandersetzungen seit über hundert Jahren (ausgenommen die Nazizeit, wo das anders lief).
          Besonders alle „linken“ Kräfte übten sich heftig, um sich mit diesen Attributen zu übertreffen, und die Praxis im sogenannte Sozialismus der DDR (und nicht: der sogenannten DDR) zeigt uns wie es deutlicher nicht geht, wohin das führt:
          ins Nichts, in die Implosion all dessen, was ursprünglich gemeint war.
          Für dieses von dir recht gut beschriebene Verhalten von Leuten, die gutwillig etwas bewirken wollen, das aber weder verstanden, noch verinnerlicht haben noch es sinnvoll vermitteln können, bleibt nur dieses als Rettungsanker in der Not, und davon gab und gibt es überall sehr viele, auch heute.
          Insofern ist dieses Verhalten eben kein Unfall, keine Randerscheinung, sondern es ist das, was ständig an unserer Demokratie frißt und Unwirksamkeit verbreitet, ist das, WOMIT GRUNDSÄTZLICH ZU RECHNEN IST.
          Gesellschaft hat DAMIT sinnträchtig so umzugehen, daß strikte Ausgrenzung und haßerfüllter Ablehnung des Anderen, des Fremden, nicht zum Hauptthema aller Ressourcen wird, wie das z.B. in der DDR in größter Hilflosigkeit zum Alltag wurde und damit diesen grau machte.

          Du sagst
          „Die “linke” Political Correctness behindert aber m.E. vor allem die Linke in der Erreichung ihrer Ziele, denn die PC-Verrücktheiten tragen dazu bei die Linke von der Mehrheitsbevölkerung zu entfremden“ – Ja, ja, nur eben nicht nur „die Linke“, das gilt für alle!
          Es ist doch auch völlig verständlich, daß ein System, eine Ganzheit, will sie das sein und bleiben, sich abgrenzen muß, sie muß Konturen und Strukturen herstellen, erhalten, denn DAS ist die Identität ihrer Ganzheit, ihres Systems / Teilsystems, und diese Abgrenzung erfolgt im gesellschaftlichen Bereich durch Deutungshoheit, Sprachregelung und- die jeweilige typische Sprache der DAZU erforderlichen political correctness, da sonst im Inneren der Ganzheit kein Zusammjenhang und im Äußeren kein Erkennen und Beachten möglich ist.
          Dieses wissend und auf die („unkreative“) Spitze mangels Ideenreichhaltigkeit getrieben läßt Teile der Gesellschaft maßlos störend erstarren, bis dahin, daß diese einen eigenen Totalitaritätsanspruch, den Ausschließlichkeitsanspruch eigenen überkommenen Denkens entwickeln – und das gleichermaßen bei ALLEN politischen Richtungen, als Hauptursache aller extremen Anschauungen.
          Hinzugefügt: Besonders gern bei solchen, die sich „links“ wähnen,in der Absicht linker als andere sein zu wollen, eine reinere Lehre zu verfolgen – wie das übrigens den Neolib, den Neokons und den Neonazis und allen anderen Fundamentalisten auch so geht.
          Im religiösen Spielfeld reichen dies Auswüchse bis dahin, daß ein 1803 von Napoleon erlassenes Gesetz eingefordert wird, das hernach von x weiteren Regierungen „bestätigt“ oder „unbeachtet“ übernommen wurde, schließlich in der Weimarer Verfassung zur „Ablösung“ festgeschrieben wurde, dann mit einem Herrn Hitler persönlich „übernommen“ wurde und heute immer noch „abzulösen ist“ – allerdings nach zweihundert Jahren staatliche Bezahlung der Gehälter der Kirchenfürsten nun diese Kirche erneut für Jahrzehnte voraus weitere Zahlung als „Ablösung“ erwartet – ein Fall aus der Rubrik „Kurioses aus Deutungshoheitswelten“, aus gesellschaftlichen Erstarrungen nach o.g. Prinzip.

          Insofern untzerstreiche ich dann deinen letzten Satz:
          “ … bleibt, ausgehend von einem radikalen linken Standpunkt, in dieser Situation nichts anderes übrig als sowohl die linke Political Correctness als auch den konservativen/rechten Anti-PC-Diskurs radikal zurückzuweisen, sie beide einer fundierten Analyse und Kritik zu unterziehen und zu versuchen sie diskursiv aus dem Feld zu schlagen.“ – und das in Permanenz.
          Als einziger Weg, Radikale Fundamentale und Totalitäre Deutungsversuche – auszuschließen, ja, die sind es, die auszuschließen sind, und nicht etwa Menschen.

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  7. Jan sagt:

    Natürlich darf man sagen wen man nicht mag, nur muss man die Konsequenzen in Kauf nehmen. Denn auch die, die dir dann aus den Weg gehen (auf Grund deiner MEINUNG) haben Ihre Meinung DICH nicht zu mögen. Ist doch ganz einfach, oder?

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  8. realisator3000 sagt:

    Und dann kommt da zwischen dem ganzen üblen Bullshit auf diesem Blog doch plötzlich ein richtig guter, treffender Cartoon. Weird.

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    • Dafür dass du mit meinem Blog nichts anfangen kannst schaust du recht häufig rein. Bisher hast du es leider noch kein einziges Mal geschafft Inhaltlich etwas zu bringen das über dem Niveau von „alles plöhd“ oder „fast alles plöhd“ lag. Vielleicht schaffst du es ja irgendwann mal deine Kritik mit etwas Substanz zu füllen und nicht nur platte Werturteile abzugeben.

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      • realisator3000 sagt:

        Nö, sorry, Grundsatzdiskussionen im Internet (mit „Substanz“) sind mir zu zeitintensiv wenn man bedenkt, dass sie nie zu irgendetwas führen.😉
        Und für eine fundierte Diskussion sind deine „Feminismus ist ablern und blöd“ Satireversuche auch einfach zu platt.
        Der Cartoon hier ist ja gerade deshalb schön, weil er eine sehr typische und frustrierende Reaktionsweise von Leuten mit bestimmten menschenfeindlichen Weltanschauungen auf den Punkt bringt – Passt also richtig zum Thema. Sicher kannst du mir deinem Erfahrungsschatz nachfühlen dass ich gewisse Grundsatzfragen nicht mehr ins Blaue hinein diskutiere.

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        • @Realisator3000 Ich kann das gut nachfühlen, bin aber der Meinung, wenn schon ein (kritischer) Kommentar, dann mit Substanz.
          Wenn du dir ernsthaft eine (kritische) Meinung zu meiner Einstellung bilden willst, dann lies meine Artikel über Feminismus (Suchfeld: Feminismuskritik). Wenn es bloß darum geht alles blöd zu finden und mit deinen Kommentaren zu frustrieren kannst du das natürlich auch tun. Find´ ich dann aber halt scheiße und wenn es begründet wäre, würde ich das dann vermutlich dennoch nicht ernst nehmen.

          Die Satire richtet sich im übrigen nicht an „feminismus ist albern“ sondern ganz konkret daran, dass Feminismus sich oft mit Kleinkack beschäftigt, dabei einseitig vorgeht und damit dazu führt, dass sich der Großteil der Bevölkerung damit nicht identifizieren und berechtigte Anliegen die unter dem label „Feminismus“ laufen, in der Folge ebenfalls für albern halten. Als Frau fände ich es nämlich durchaus begrüßenswert wenn z.B. Abtreibung legal würde und die Pille danach rezeptfrei.

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        • kinch sagt:

          Verstehe ich das jetzt richtig? Du ließt regelmäßig einen Blog, den du scheiße findest. Dann kommentierst du regelmäßig „Das find ich Scheiße“ und wenn man dich fragt, warum, sagst du nix, weil dir für Begründungen deine Zeit zu schade ist.

          Findest du das nicht selbst völlig bescheuert?

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          • realisator3000 sagt:

            Nein, das verstehst du falsch. Ich klicke gelegentlich auf Links zu Artikeln mit interessanten Themen. Das führt mich unter anderem gelegentlich auf diesen Blog. Wenn ich den Artikel dumm finde schreib ich’s drunter, für mehr als das ist mit meine Zeit zu schade.
            Und nein, finde ich nicht bescheuert.

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            • kinch sagt:

              Und was ist deine Motivaton dafür, so nen nichtssagenden „find ich scheiße“ Kommentar zu schreiben? Für mehr ist deine Zeit zu schade; aber warum ist dir dafür nicht deine Zeit zu schade? Was gewinnst du dadurch?

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              • yacv sagt:

                Es ist sehr weit verbreitet, „Meinung“ für das gleiche wie „Argument“ zu halten.
                Vielleicht leidet r3 auch daran?

                Oder er* ist einfach ein Troll.

                \|||/
                (o o)
                ,~~~ooO~~(_)~~~~~~~~~,
                | Please |
                | don’t feed the |
                | TROLL! |
                ‚~~~~~~~~~~~~~~ooO~~~‘
                |__|__|
                || ||
                ooO Ooo

                *) generisches Maskulinum. Bin grad nicht sicher: hätte ich leipzigerweise das generische Femininum nehmen sollen?

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                • yacv sagt:

                  Dang! Textaufräumerkommentarfunktionsmist >|

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                • Luc sagt:

                  Jaja, die Zeit um inhaltlich was zu bringen ist zu schade, aber für pauschale Beleidigungen in der Wortwahl à la „übler Bullshit“ ist die Zeit plötzlich nicht zu schade.

                  Das geht einfach nicht. Du hast recht, im Internet sind Diskussionen oft komplett für den Arsch. Die Alternative ist dann aber, sich gar nicht zu beteiligen. Was du tust ist grobe Unhöflichkeit. Du gehst an jemandem vorbei und brüllst ihm „blöder Wichser!“ ins Gesicht, und wenn er dich dann anhält und „bitte was?!“ antwortet, sagst du: es tut mir leid, für eine inhaltliche Argumentation ist mir die Zeit zu schade.

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        • Michaela Lusru sagt:

          Das macht nix, realisator3000, die einen denken in Worten, die anderen fühlen in cartoons. Das ist halt so. Schwierig wird es nur, wenn diese beiden interessanten Wahrnehmungs- und Verständnisarten vertauscht werden, wenn in Cartoons gedacht und in Worten (nur) gefühlt wird, davor hätte ich bei dir etwas Sorge, wie du das zu verstehen gabst – dazu gab es weiter oben etwas vom Hildebrandt, der sich dazu einen Kopf in einem Buch (das ist Papier ohne comics, ohne Sprechblasen, gelegentlich mit Komik) machte und eine Schlußfolgerung fand, die auch für uns, für dich, gelten könnte, aber lesen muß, wer kann, jeder schon selber

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