Patentlösungen.

Veröffentlicht: Oktober 25, 2013 in Comics, Psychozeug
Schlagwörter:, ,

muster

Kommentare
  1. yacv sagt:

    Aus der Serie „Kann einen blauen Fleck nicht von einem Achillessehnenriss unterscheiden“

    Gefällt mir

    • yacv sagt:

      Ergänzende Frage: Hattest Du auch schon einen Strip, in dem ein Mensch, der einfach ein bischen traurig ist, der ganzen Welt erzählt: „Ich bin heut depressiv“?

      Gefällt mir

      • Irgendwo hatte ich was ähnliches, ja. Ich weiß leider nicht mehr unter welchem Titel. Wenn ichs recht in erinnerung hatte habe ich es mit jemandem verglichen, der etwas Hustet und dann sagt „Ich hab heute etwas Lungenkrebs“ oder irgendwas in dieser Art.

        Gefällt mir

  2. hijack sagt:

    Ich sehe diesen Comic leicht kritisch. Grundsätzlich ist es ja richtig, dass es nicht ok ist, einer Krankheit mit so bekloppten und herabwürdigenden Ratschlägen zu begegnen.

    Allerdings komme zumindest ich manchmal nicht um das Gefühl drumherum, dass inzwischen extrem viele junge Leute Nichtstun mit einer vermeintlichen Depression entschuldigen. Dadurch wird Depression, ebenso wie der oft herbeizitierte Burn-Out, zu einer Modekrankheit, die man in die entsprechende Ecke packt. Dass man damit dann natürlich den ernsthaft Betroffenen Unrecht tut, ist klar. Aber vielleicht muss man sich ab und an mal fragen, woher denn das kommt, dass viele Menschen da inzwischen regelrecht angenervt von reagieren, wenn der soundsovielte Studi/Schüler/Azubi die Depressionen- oder Burnout-Karte zückt.
    :-/

    Gefällt mir

    • Das argument kannst du halt grundsätzlich für alle Vorurteile verwenden. „Frag dich mal warum Leute keine Türken mögen wenn man immer wieder sieht wie Türken rumpöbeln“, „Frag dich mal warum Frauen so misstrauisch sind wenn es imer wieder Männer gibt, die sie belästigen“, „Frag dich mal warum Leute kein X mögen wenn es immer wieder…“

      Weil man schonmal auf Idioten aus einer bestimmten Menschengruppe getroffen ist, ist das m.E. absolut kein Grund dann auf alle anderen blöd zu reagieren. Individuen für das büßen zu lassen was andere falscch gemacht haben ist doch scheiße.:/

      Gefällt mir

      • yacv sagt:

        Naja, bei Modeerscheinungen ist Skepsis erlaubt, oder?
        Nur: Der Typ oben ist ja nicht skeptisch, er nimmt sofort an.
        (Oder er hat keine Ahnung.)
        Das ist dann schon objektiv doof.

        Gefällt mir

        • hijack sagt:

          Ich sag ja nicht, dass es schön ist oder nicht doof wäre. Ich denke aber, dass es menschlich ist, sobald man mehrmals erlebt hat, dass vermeintlich schwer kranke Menschen komischerweise nur sehr selektiv schwer krank sind. (Lässt sich übrigens auf viele Erkrankungen umlegen; nicht zwingend nur mentale Erkrankungen.)

          @Skepsis: ich glaube nicht, dass obiger Comic eine andere Wirkung hätte, wenn der Gegenpart lediglich Skepsis zeigen würde. Man darf ja keine Erkrankung anzweifeln, ohne gleich ein Unmensch zu sein.

          Aber ich gebe zu, dass ich da wohl der falsche Diskussionspartner bin aufgrund diverser Erlebnisse, die mich da leider in eine bestimmte Richtung geprägt haben.

          Gefällt mir

          • Silke sagt:

            Das mit dem „selektiv“ ist auch so eine Wahrnehmungssache. Ich hab das auch immer gehoert, „was du wirklich willst, das kannst du doch auch!“ – klar, Dinge, die einem wirklich sehr am Herzen liegen, sind dann vielleicht doch noch mit der wenigen Energie moeglich, die man aufbringen kann. Andererseits ist man auch nicht immer gleichermassen tief im Loch, und kannst du es einem wirklich veruebeln, dass man, wenn denn mal was geht, das tut, was man sonst am meisten vermisst?

            Gefällt mir

            • hijack sagt:

              Nö, und um sowas geht es mir auch nicht.😉 Aber ich habe inzwischen wirklich reihenweise erlebt, dass so ziemlich jede Aktivität möglich war, und die Depression seltsamerweise immer dann zuschlug, wenn es wieder an die Ausübung von Pflichten ging. Das ganze gerne auch zu Lasten anderer Kollegen und mit teilweise sehr abgebrühtem Verhalten.

              Aber vielleicht habe ich da eine außergewöhnliche Abfolge nicht wirklich exemplarischer Fälle erlebt. Nichtsdestotrotz führt es dazu, dass man dann inzwischen in bestimmten Kontexten gleich entnervt abwinkt, falls mal wieder das Stichwort fällt.

              Gefällt mir

            • IULIUS sagt:

              „klar, Dinge, die einem wirklich sehr am Herzen liegen, sind dann vielleicht doch noch mit der wenigen Energie moeglich, die man aufbringen kann.“

              Würde es beschreibenes, es ist massig Energie, die man dafür aufbringen muß. D. H. wenn man nicht komplett abgestürzt ist, muß man immens mit seiner zur Verfügung stehenden Energie haushalten muß um Handlungsfähig zu bleiben.

              Wahrscheinlich muß man das selber mal erleben um das wirklich zu verstehen.
              Manchmal hat man das Gefühl wenn man was Tun will der Körper sagt: „Mach doch, mal sehen, wie Du das anstellst, wenn ich Deine Tätigkeit mit ein paar Herzrhytmusstörungen und Atemnot unterlege.“

              Gefällt mir

          • @Hijack Skepsis kann man ja auch nicht-aggressiv zeigen indem man nachfragt. Wenn jemand ständig klagt bei unangenehmen Aufgaben und man das Gefühl hat, dass es sich um Ausreden handelt kann man ja auch freundlich nachfragen „Dir geht es schon länger nicht so gut, oder? Warst du damit schonmal beim Therapeuten, denn so eine Depression ist nicht zu unterschätzen.“ und wenn die Person dann sowas sagt wie „Nee, brauch ich nicht“ kann man ja durchaus darauf hinweisen, dass sie dann aber irgendwas tun sollte um es in den Griff zu kriegen, weil man nicht permanent für sich mitarbeiten kann (wenn es einen selbst betrifft. Wenn man nicht unter der Antriebslosigkeit der anderen Person leidet, ist es ja ihr eigenes Ding ob sie was dagegen tut oder nicht)

            Gefällt mir

      • m sagt:

        Ich habe an mir selbst beobachtet, dass ein wenig „zusammenreißen“ und Selbstdiszipplin Wunder wirken kann. Wunder, die eine einjährige Therapie nicht liefern konnte.

        Und nein, das steht in keinem kausalen Zusammenhang. Das kann ich sagen.

        Gefällt mir

    • bertrandolf sagt:

      Im internationalen Krankheitskatalog gibt es kein burn out. Zur Begründung wird gesagt das dies ein deutsches Phänomen ist und im Grunde eine Depression ist. Aber Depression hat so ein mieses Image in D.

      Gefällt mir

      • gracuch sagt:

        Na, ich würde schon zwischen Depressionen und Burnout unterscheiden. Burnout wird häufig durch Überlastung verursacht, während Depressionen viel viel mehr Ursachen haben können, auch z.B. wenn bestimmte Botenstoffe im Hirn nicht mehr richtig ausgeschüttet werden können.

        Gefällt mir

        • bertrandolf sagt:

          In einer Sendung habe ich gehört das diese Krankheit nur in Deutschland vorhanden ist. Und nur weil es den Kontext zu zuviel Arbeit gibt. Das ist gesellschaftlich Anerkannt. Alles andere persönliche Schwäche. Aber ich kann mich durchaus irren. Auch gibt es sicherlich verschiedene Arten von Depressionen, gerade mental und körperliche.

          Gefällt mir

          • Robin Urban sagt:

            Das passt zu dem, was ich gestern auch getwittert habe. In einem Seminar (Erziehungswissenschaften) ging es um psychische Krankheiten und in der Sitzung zu Depressionen wurde ein von den Referenten ein Film gezeigt.
            Burnout wurde dort als einziger Auslöser einer Depression dargestellt (alles andere nicht erwähnt), Tabletten als einziger Lösungsansatz – dazu noch irgendwas ganz verdrehtes im Schlaflabor, „Schlafentzug“ gegen Depressionen oder so. Das habe ich ehrlich gesagt nicht kapiert, es erschien mir aber doch sehr abwegig, wenn dann gleichzeitig die naheliegendste Lösung – eine Gesprächstherapie – überhaupt nicht vorkommt.

            Ich denke, die Diagnose hat schon ihre Berechtigung (ich schwanke da etwas), auch wenn die Beobachtung, dass viele lieber an Burnout leiden als an Depressionen, weil Depressionen so stigmatisiert sind, sicher richtig ist.

            Gefällt mir

            • Schlafentzug kann tatsächlich helfen. schlaf(störungen) und depressionen sind stark miteinander verquickt und schlafentzug kann dabei helfen wieder einen gesunden schlaf-wach-rhythmus zu etablieren. das wirkt sich dann positiv auf antrieb und stimmung aus weil das energieniveau wieder steigt.

              auch wenn das natürlich sehr platt klingt, aber allein die kombination „schlaf wieder einpendeln“ mit „eine stunde am tag etwas tun was richtig gut tut“ und „ernährung“ sowie „halbe stunde bis stunde raus in die sonne“ machen einen großen teil der verbesserung aus. auch wenn es natürlich die schwierigkeit ist, das hinzukriegen.

              Gefällt mir

              • Robin Urban sagt:

                Ich weiß schon, dass es sowas gibt (Schlafprobleme, olé, kenn ich ^^). Aber würdest du das in einer Dokumentation bringen, in der Grundwissen zur Depression vermittelt werden sollen bei völliger Auslassung vieler anderer Behandlungsmethoden?

                Außerdem ging es nicht um „den Schlafrythmus wieder einpendeln“. Das tue ich ja auch immer wieder… Es ist leider schon länger her, deshalb weiß ich es nicht mehr genau. Es war jedenfalls sehr kompliziert und hatte was mit der Gehirnchemie zu tun.

                Gefällt mir

                • zumindest würde ich die anerkannten therapieverfahren wir VT, Analyse und TP ebenfalls erwähnen^^
                  bei leichten und mittelschweren depressionen sollten antidepressiva auch nicht das mittel der wahl sein. vor kurzem gabs dazu ne studie (muss ich suchen) dass die wirkung da nicht so grandios ist.

                  Gefällt mir

            • IULIUS sagt:

              Das Kerngebiet von Erziehungswissenschaftler müssen wohl psychische Erkrankungen sein. Psychotherapeuten müssen ja richtig dumm sein, wenn sie in ihrem Studium 16x so lange brauchen, bis sie das alles begriffen haben wozu Erziehungswissenschaftler nur 1 Semester benötigen….

              Ich würde es ganz schnell vergessen, was Du da in dem Seminar gehört und gesehen hast. Fernseher und Bild bilden da mehr.

              Gefällt mir

              • Robin Urban sagt:

                Du kannst dir deine Süffisanz sowas von sparen.

                Natürlich kann ein Seminar schon einige Grundlagen vermitteln. Bei uns geht es ja nicht darum, die Betroffenen zu therapieren, sondern Betroffene erst mal zu erkennen und zu verstehen. Deshalb machte es mich sauer, dass genau das eben nicht geschehen ist – dieses Video war völlig ungeeignet. Darin hat mir auch meine Dozentin zugestimmt, als ich das in meiner Reflexion schrieb. Und DIE war zufällig Psychologin.

                Lösungen: Eine bessere Vorauswahl treffen oder gleich selber machen. Ich verstehe das sowieso nicht, diese Fixierung auf Referate im universitären Umfeld.

                Gefällt mir

                • IULIUS sagt:

                  Nö.
                  Ich habe häufiger mit Pädagogen und Sozialarbeitern zu tun. Die sind fast alle so von sich überzeugt, daß sie Meinungen von Fachleuten nicht gelten lassen. Nicht daß sie die kritisch hinterfragen. Die ignorieren einfach.

                  Sorry, in einem Semester kann kein Mensch lernen psychisch Kranke zu erkennen. Das ist purer Wahnsinn. Oder glaubst Du Du kannst eine dissoziale Störung, Narzißmus und bipolare Störung sicher zuordnen? Ich wette ein Erziehungswissenschaftler kennt nicht einmal die Kriterien für diese „psychischen Diagnosen“ bzw. was der Unterschied ist.
                  Evtl. kommt noch die Frage hinzu, ob jemand suizidgefährdet ist.

                  Gefällt mir

                  • kinch sagt:

                    Das ist ironisch. Ich kenne nämlich Leute, die weder Psychologie noch Erziehungswissenschaften studiert haben, aber felsenfest davon überzeugt sind, dass sie besser wüssten, was in den Studiengängen gelehrt wird, als die Studierenden selbst.

                    Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Die Vorlesungspläne der Studiengänge sind öffentlich und dank Internet jederzeit einsehbar.😉

                      Gefällt mir

                    • kinch sagt:

                      „Die Vorlesungspläne der Studiengänge sind öffentlich und dank Internet jederzeit einsehbar.“

                      Das ist der ICD-10 auch. Ha! Schach und Matt.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      „Das ist der ICD-10 auch. Ha! Schach und Matt.“

                      Joa klar, die versteht auch jeder und weiß genau, was damit gemeint ist. Wozu studiert man dann überhaupt noch, wenn man das gesamte Fachwissen aus dem Internet herauslesen kann?

                      Werde mich gleich Morgen als Psychotherapeut niederlassen.

                      Gefällt mir

                    • kinch sagt:

                      „Joa klar, die versteht auch jeder und weiß genau, was damit gemeint ist. Wozu studiert man dann überhaupt noch, wenn man das gesamte Fachwissen aus dem Internet herauslesen kann?“

                      Du bist nicht gerade sehr wählerisch bei der Wahl deiner Argumente, kann das sein?

                      Du meinst also eine Studienqualität anhand der Studienpläne beurteilen zu können, aber sprichst die Möglichkeit ab, den ICD-10 verstehen zu können?

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      „Du bist nicht gerade sehr wählerisch bei der Wahl deiner Argumente, kann das sein?“

                      „Du meinst also eine Studienqualität anhand der Studienpläne beurteilen zu können, aber sprichst die Möglichkeit ab, den ICD-10 verstehen zu können?“

                      Selbstverständlich. Bei zweiterem gehört ein wenig mehr dazu als lesen zu können, z.B. Erfahrung mit den Krankheitsbildern, das Wissen wie die einzelnen Symptome wirklich aussehen, worauf sie zurück zu führen sind, Wissen über die Hintergründe.

                      Gefällt mir

                    • kinch sagt:

                      Achso verstehe. Sieh‘ es mir nach, ich hab nie die Vorlesungspläne für Psychologie gelesen und mir fehlt da einfach der Background, den du wohl hast. Was studiert man da eigentlich im dritten Semester so? Das wollte ich schon immer mal wissen.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      „Achso verstehe. Sieh’ es mir nach, ich hab nie die Vorlesungspläne für Psychologie gelesen und mir fehlt da einfach der Background, den du wohl hast. “

                      Langssam beschleicht mich das Gefühl, daß wir beide von etwas ganz anderem reden.

                      Gefällt mir

                    • Kinch sagt:

                      „Langssam beschleicht mich das Gefühl, daß wir beide von etwas ganz anderem reden.“

                      Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass du immer von etwas anderem redest als alle anderen.

                      Gefällt mir

                  • Robin Urban sagt:

                    Es ging in diesem Seminar auch nur um die häufigsten Erkrankungen bzw. Symptome, die im schulischen Umfeld auftreten können, wie Essstörungen, Depressionen, die Folgen von Gewalt und Missbrauch.

                    Und gerade WEIL es nicht möglich ist, sich das alles in Gänze so schnell anzueignen (vor allem, da das Seminar noch nicht mal Pflicht war), wäre es nett, wenn die Zeit, die investiert wird, dann auch genutzt wird. Und das geht nun mal nicht mit schlechten Dokus.

                    Mir wäre ein wenig Frontalunterricht von der FACHFRAU am liebsten gewesen.

                    Aber nee, gehen wir doch lieber davon aus, dass ich als Betroffene absolut nicht in der Lage bin zu erkennen, ob eine Zusammenfassung der Krankheit, die mir diagnostiziert worden ist, lückenhaft und wenig informativ ist. ALLES klar.

                    Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Vielleicht verstehst Du etwas falsch (oder ich). Ich stell Deine Diagnose nicht in Frage.

                      Gefällt mir

                    • kinch sagt:

                      „Ich stell Deine Diagnose nicht in Frage.“

                      Ihre Diagnose nicht in Frage zu stellen, beist sich etwas damit, dass du ihr von Berufs wegen jede Komptenz absprichst eine Stellen zu können.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      „Ihre Diagnose nicht in Frage zu stellen, beist sich etwas damit, dass du ihr von Berufs wegen jede Komptenz absprichst eine Stellen zu können.“

                      Wo liest Du aus dem Satz: „die mir diagnostiziert worden ist, “ von Robin heraus, daß es eine Selbstdiagnose war?

                      Gefällt mir

                    • kinch sagt:

                      „Wo liest Du aus dem Satz: “die mir diagnostiziert worden ist, ” von Robin heraus, daß es eine Selbstdiagnose war?“

                      Ahhh, das war ein grammatikalisches Missverständnis meinerseits. „Meine Diagnose” ist doppeldeutig.

                      Gefällt mir

                    • Robin Urban sagt:

                      „Vielleicht verstehst Du etwas falsch (oder ich). Ich stell Deine Diagnose nicht in Frage.“

                      Habe ich auch nicht behauptet. Du sprichst mir die Kompetenz ab, beurteilen zu können, ob eine Darstellung der Krankheit, von der ich betroffen bin, gutes Grundlagen(!)wissen vermittelt und umfassend ist oder auf Nebensächlichkeiten fokussiert und daher nicht hilfreich.

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Das habe ich auch nicht gesagt. Es sei denn Du meinst, Du hast Aufgrund Deiner Krankheit Erziehungswissenschaften studiert und hoppelst jetzt als Fachfrau für Deine Krankheit durch die Gegend.
                      Aber so habe ich Dich auch nicht verstanden.

                      Gefällt mir

                    • Robin Urban sagt:

                      Na, dann erklär mir dein erstes Kommentar doch bitte:

                      „Das Kerngebiet von Erziehungswissenschaftler müssen wohl psychische Erkrankungen sein. Psychotherapeuten müssen ja richtig dumm sein, wenn sie in ihrem Studium 16x so lange brauchen, bis sie das alles begriffen haben wozu Erziehungswissenschaftler nur 1 Semester benötigen….

                      Ich würde es ganz schnell vergessen, was Du da in dem Seminar gehört und gesehen hast. Fernseher und Bild bilden da mehr.“

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
                      Oder behauptest Du jetzt ernsthaft, daß Dir fundiertes Fachwissen in dem Seminar vermittelt wurde.

                      Ich behaupte, daß Du Dir Dein Wissen privat, neben dem Studium selber angeeignet hast.

                      Gefällt mir

                    • Robin Urban sagt:

                      *an kopf fass*

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      Erkläre mir einfach noch einmal für Dumme, ganz langsam, Warum Du Dich für kompetent hältst eine psychische Erkrankung zu erkennen und zu diagnostizieren.

                      Gefällt mir

                    • Robin Urban sagt:

                      Es tut mir leid, das so fragen zu müssen, aber: Bist du ein Idiot?

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      @Robin
                      Das tut Dir mit Sicherheit nicht Leid.

                      Wenn man auf ein Gespräch keine Lust mehr hat kann man einfach rausgehen. Ist im Internet einfacher, als in persönlichen Gesprächen.😉
                      Und wenn man (aus welchen Gründen auch immer) nicht ganz kommentarlos rausgehen möchte, kan man auch sagen, daß man keine Lust mehr hat.

                      Gefällt mir

    • Karl sagt:

      wow…“Allerdings komme zumindest ich manchmal nicht um das Gefühl drumherum, dass inzwischen extrem viele junge Leute Nichtstun mit einer vermeintlichen Depression entschuldigen“ Ein Gefühl.

      Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß in einer Psychatrie zu hocken, und es ist außerdem total trendy – sie werden in Freunden ersaufen. Genauso witzig ist es Medikamente zu fressen von denen man fett und weich in der Birne wird. Kein Geld haben und keine Zukunftsperspektive ist ohnehin das non plus ultra für jeden Menschen zwischen 16 und 30. Das war Ironie. Glauben sie auch, dass „junge Leute“ darauf warten endlich Hartz 4 zu kriegen? Das sind Hirngespinste die den Menschen in der Glotze serviert werden, weil es ihnen das gute Gefühl gibt der bessere Mensch zu sein. Es erzeugt dieses nostalgische „früher war alles besser“-Delirium, das ignoriert mit welcher komplexen, leistungsfixierten Welt Jugendliche heute Konfrontiert sind…

      Betroffene Leute greifen nach jeden Strohalm den sie finden können weil sie nicht mehr weiter wissen, und dann kommen Menschen wie sie und nennen dass „die Burn-Out-Karte“ zücken. Welchen riesigen Vorteil hat man denn davon krank zu sein? Freizeit? Weil’s so toll ist den ganzen Tag in der eigenen Butze zu verblöden?

      Ja, es gibt Leute die sind nicht ernsthaft krank. Ja, Burn-Out ist ein Modewort. Ja den wirklich Kranken schadet es wenn die Psychatrien mit solchen Menschen geflutet werden. Aber genau den Leuten die ernsthaft krank sind Schaden sie mit der Einstellung „die haben doch nix“ am allermeisten. Das sind nämlich diejenigen die nicht 50mal zum Arzt gehen und nicht bei jeder Gelegenheit ein Attest dabei haben – organisationsprobleme sind typisch. Jemand der tatsächlich nur „simuliert“ wird sich nicht die Mühe machen eine komplexe psychische Krankheit vorzuschützen wenn er auch einfach von chronischer Migräne sprechen kann.

      Aber schön, dass sie „so ein Gefühl“ bei „jungen Leuten“ haben.

      Gefällt mir

      • hijack sagt:

        Schade, dass bei Kritik zu einigen Themen gleich so ein extremer Beißreflex einsetzt.

        Ich habe ja nun nicht gesagt, dass ich mich zähnefletschend auf jeden kranken Menschen stürze, seine Krankheit lautstark anzweifle, ihn dann verbal zerfleische, um ihm anschließend sein restliches Leben zur Hölle zu machen, indem ich ihn, wo immer es geht, mit nicht zu bewältigenden Aufgaben traktiere, garniert mit den Worten „Reiß Dich halt zusammen.“

        Aber man darf doch sicher mal anmerken, dass man nicht selten Anlass hatte, die Erkrankung akut anzuzweifeln. Vielleicht hätte ich der Klarheit halber anmerken sollen, dass diese Zweifel sich einstellten nach einer langen Vorlaufzeit, in der man besorgt und voller Mitgefühl war, sich nach Kräften gekümmert und dem Betreffenden geholfen hat, nur um dann ein gnadenlos abgezocktes Verhalten zu erleben.
        Es müsste doch vielleicht nachvollziehbar sein, dass man aufgrund solcher Erfahrungen inzwischen entsprechend geprägt ist. (Ich denke, nur wenige Menschen können unbeeindruckt von wiederholt gemachten Erfahrungen immer wieder neutral auf ähnliche Situationen zugehen.)
        Dementsprechend kann man bzw. ich bestimmten Verhaltensweisen in Verbindung mit bestimmten Krankheiten einfach nicht mehr ganz vorurteilsfrei entgegen treten. – Wer mich dafür steinigen möchte, bitte.

        Ich weiß übrigens selbst, wie es sich anfühlt, „zwischen 16 und 30 zu sein, kein Geld zu haben und keine Zukunftsperspektive.“ Da braucht mir keiner was drüber erzählen, aber das nur am Rande.
        ….die von mir beobachteten Verhaltensweisen, die eben besagte Zweifel weckten, haben sich allerdings zugetragen bei Frauen zwischen 20 und 30, die monatliche Gehälter von ~ 3000-4000€ brutto nach Hause trugen (bei einer 35h/Woche) und sich dafür jobmäßig _nicht_ totmachen mussten.
        Insofern zieht der dramatische Perspektivlosigkeits-HartzIV-keinGeld-Vergleich hier nicht.

        Ich entschuldige mich, wenn ich mit meiner Kritik (die halt leider, es tut mir ja leid, genährt ist durch Erfahrungen, die ich nunmal gemacht habe), einigen Menschen auf die Füße getreten bin. Es ändert nur eben nichts an meinen Erfahrungen und den Rückschlüssen, die ich daraus irgendwann gezwungenermaßen gezogen habe.

        Gefällt mir

        • @hijack an sich ist es gut wenn sich auch Leute äußern, die eben andere Erfahrungen gemacht haben. Ich finde, es ist ähnlich wie in der Vergewaltigungs-Falschbeschuldigungssache.
          Auch da finde ich es wichtig, den Betroffenen mit Respekt zu begegnen, auch wenn man zuvor schonmal negative Erfahrungen gemacht hat. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass es verboten ist darüber zu reden, dass es auch Arschlöcher gibt, die so eine Sache erfinden um andere zu manipulieren.
          Diese Leute sind halt das eigentliche Problem, die auf Kosten tatsächlich Betroffener eine eigene Betroffenheit vortäuschen und so dafür sorgen, dass manche Menschen aufgrund blöder Erfahrungen dann auch echte Opfer misstrauisch reagieren.

          Allerdings finde ich, jeder hat verdient unvoreingenommen beurteilt zu werden für das was er selbst tut und nicht dafür, was andere schon vor ihm verbockt haben. Auch wenns schwer fällt in manchen Situationen.

          Gefällt mir

          • hijack sagt:

            Da sage ich doch auch nichts gegen, EMN, also gegen zumindest den Versuch der Voreingenommenheit. Aber auch da hat doch jeder Mensch seine Grenzen. Ich verstehe nicht, wieso da immer wieder mit „Da sollte man…“ gekontert wird. Ja, sicher „sollte man“, gar keine Frage. In der Realität kann man dann aber eben nicht immer so, wie „man sollte“.

            Hatten wir nicht irgendwo weiter oben noch das Thema „Akzeptanz für die individuellen Grenzen der einzelnen Menschen“? Irgendwie scheint die bei bei Themen wie „Vorurteilsfreiheit“ nicht mehr zu gelten. Da gilt dann plötzlich nur noch „man sollte aber“.

            Gefällt mir

            • Sollte man, ja. aus meiner Sicht definitiv. Ausser man ist absolut kein Heuchler und akzeptiert vollkommen und ohne zu jammern, dass andere einen vielleicht auch wegen Dingen scheiße finden, für die mam nichts kann. Weil sie vielleicht mal vo jemandem mit nem ähnlich aussehenden Profilbild angepampt wurden oder so.

              Wenn du dich also nie darüber aufregst, wenn andere menschen sich scheinbar grundlos scheiße zu dir verhalten wegen ihrer schlechten erfahrungen mit anderen menschen, DANN bist du zumindest kein heuchler.

              was aber ichts daran ändert dass ich es trotzdem scheiße fände😀

              Gefällt mir

              • hijack sagt:

                Irgendwie eine sehr seltsame Argumentation.

                Sicherlich ärgert mich ein scheinbar grundlos ätzendes Verhalten mir gegenüber in dem Moment. So wie es wohl JEDEN Menschen in dem Moment ärgern würde.

                Inwiefern mich das dann zum Heuchler macht, verstehe ich nicht.

                Ich bin ein Menschen mit Ecken und Kanten und mit vielen Schwächen und Fehlern. (So wie wahrscheinlich die meisten Menschen auf dieser Welt ebenfalls Ecken und Kanten und Schwächen und Fehler haben.)

                Einen Heiligenschein und stets fehlerloses Verhalten kann ich nicht aufweisen. Da hast Du Recht.

                Gefällt mir

                • Es macht dich dann zum Heuchler, wenn du das Recht verteidigst, andere Menschen aufgrund eigener doofer Erfahrungen doof zu behandeln. Das ist halt dann ein Doppelstandard wenn du sagst „Ja also bei MIR ist das verständlich, weil ich habe ja Erfahrungen X und Y gemacht, aber wenn andere das bei MIR tun ist das nicht OK, denn ich bin ein einzigartiges Schneeflöckchen und will auch so gesehen werden!“

                  get it?

                  ich will nicht sagen, dass ich immer fair bin, aber wenns mir auffällt, dann verteidige ich es nicht sondern sage „Hm, ja, da hatte ich Vorurteile, das war scheiße. Ich werd drauf achten!“ und nicht „Ja, aber X und Y vor dir waren halt so.“

                  Gefällt mir

                  • hijack sagt:

                    Habe ich irgendwo gesagt, dass ich Menschen so entgegentrete? Rah!
                    Das eine ist, was ich insgeheim denke, mich frage, anzweifle und was ggf. dazu führt, dass ich mich nicht mehr vollkommen auf eine Person einlasse, sondern mich abgrenze.
                    Das andere ist, so wie Du es mir (fühlt sich zumindest so an) vorwirfst, den Leuten das quasi ungeschönt ins Gesicht zu klatschen.

                    Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht immer fair ist, gemachte Erfahrungen auf neue Situationen umzulegen. Ich mache mir das bewusst und versuche das durchaus zu vermeiden. Nichtsdestotrotz bin ich eben vor bestimmten Mechanismen auch nicht immer gefeit, weil auch ich eben nur ein Mensch (und kein Übermensch) bin.

                    Nicht mehr, nicht weniger.

                    Und ich hatte angenommen, man dürfe eben auch die Seite mal ansprechen bzw aufzeigen. Dass Unverständnis eben nicht immer auf Vollpfostentum oder akuter Bösartigkeit beruht, sondern vllt auch eine Vorgeschichte hat.

                    Weil wir eben ALLE nur Menschen sind.

                    So.

                    Und nein, nach Deiner Definition bin ich kein Heuchler. ;P Halte mich zumindest für keinen.

                    Gefällt mir

                    • Ähm, ich hatte doch gesagt, dass es gut ist wenn du auch andere SEiten ansprichst und dass ich es scheiße finde wenn Leute Erkrankungen faken oder benutzen.

                      Ich widerspreche halt nur dem Schluss, dass es eine Begründung ist, so wie im Comic zu reagieren. Das las sich halt von dir ein bisschen wie eine Verteidigungsrede der Marke „Was kann ich dafür wenn vorher Leute scheiße waren und ich nun misstrauisch sein muss?“

                      Gefällt mir

                    • hijack sagt:

                      Ach so, ok. Dann sorry, dann war das jetzt ein klassisches Missverständnis.

                      Nein, sollte keine Verteidigungsrede sein. Mir ging es wirklich und einfach nur eben um das Aufzeigen der anderen Seite. Weswegen ich mich von einigen Kommentaren sehr angegriffen gefühlt habe (subjektiv gefühlt nicht zu Recht; aus Sicht jener Kommentatoren natürlich völlig zu Recht).

                      Gefällt mir

  3. maschenbart sagt:

    Einfach klasse🙂

    Gefällt mir

  4. Micha sagt:

    Wenn jemand antriebslos ist, ist es tatsächlich witzlos, ihm zu sagen: Raff Dich einfach mal auf! Oder zu dem Traurigen: Denk doch mal positiv! Ich erlebe solche schnellen Aufforderungen als Vermeidungshandlungen. Der Betreffende will das unangenehme Thema „Depression“ lieber nicht besprechen. Er will sich nicht auf das Leiden seines Gegenübers einlassen. Denn so eine Aufforderung ist im Grunde auch ein zackiges Beenden des Gesprächs: „Mach was und halt die Klappe!“

    Gefällt mir

  5. Es ist mitunter einfach so … deprimierend zu beobachten, wie eine Depression oder seelische Erkrankungen sich auswirken und es ist so unglaublich schwer zu fassen. Man sieht zu, wie sie immer wieder Probleme bekommen, eigentlich positive Situationen dadurch belastet werden, Beziehungen in die Brüche gehen und was noch nicht alles. Und man sieht ja irgendwie auch keinen augenscheinlichen Grund dafür, was wohl das fiese an solchen Krankheiten ist. Und man möchte gerne, dass sie sich aufrappeln, dass sie sich auf die positiven Seiten konzentrieren. Die Lösung liegt für einen selbst ja auch der Hand, man kennt auch schlechte Tage, man kommt da irgendwie durch. Insofern ist das Problem wohl schwer einzuordnen.

    Innerhalb seelischer Erkrankungen ist es schwer biologisch-medizinische Erklärungen zu akzeptieren. Es ist schwer zu akzeptieren, dass ein Mensch sein für ihn nachteiliges Verhalten nicht ändern kann.

    Das kann Intoleranz sein. Aber es ist häufig auch der Wunsch, dass der andere etwas macht, damit es ihm besser geht.

    Mitunter kommt es dann dazu: Du kannst nichts machen, aber ich kann mit dem gegenwärtigen Zustand auch nicht leben.

    Weil es einen selbst zu stark belastet.

    Gefällt mir

    • kinch sagt:

      „Das kann Intoleranz sein. Aber es ist häufig auch der Wunsch, dass der andere etwas macht, damit es ihm besser geht.“

      Es kann also Intoleranz oder Ignoranz sein, ja.

      Gefällt mir

    • @Christian Ich denke, auch angehörige und Freunde sollten auf sich achten und nicht Cotherapeut werden oder ähnliches. Bei #isjairre wurden vereinzelt auch Abgrenzungssätze wie „Das ist mir grade zu viel“ gepostet, die ich äußerst sinnvoll finde. Niemand muss sich von der psychischen Erkrankung eines anderen mit „herunterziehen“ lassen, damit ist auch keinem geholfen und der Erkrankte hat u.u. noch mehr schuldgefühe wenn er merkt dass er andere belastet.

      Ich würde fragen was der andere braucht und so viel anbieten wie ich mir zutraue. Im obigen Beispiel gäbe es ja eine Menge was man tun könnte, vom einfachen akzeptieren („Puh, das ist sicher belastend für dich.“) bis zu ermutigen („Ich finde es toll dass du dir Hilfe gesucht hast.“) oder auch konkret hilfe anbieten („Brauchst du vielleicht Unterstützung im Haushalt?“) oder ähnliches. – So viel man sich eben selbst zutraut.

      Ich denke auch, die Ermutigung zu professioneller Hilfe (ohne Druck) ist nie verkehrt wenn man das Gefühl hat der Person geht es nicht gut.

      Gefällt mir

      • kinch sagt:

        „Ich würde fragen was der andere braucht“

        Das ist leider ein eher unpopulärer Ansatz. Meistens sieht es so aus, dass man genau weiß, was der andere braucht, und er nur gezwungen werden muss, das anzunehmen.

        Gefällt mir

        • Das ist vermutlich das Problem. Aber ein generelles, denn oft wird suggeriert, es gäbe im Leben nur den EINEN richtigen Weg zum Glück.
          Es kommen auch oft Patienten, die fragen „Was brauche ich jetzt?“ und enttäuscht sind wenn ich ihnen die Frage nicht beantworten kann, denn ich weiß nicht was sie brauchen. Ich kann nur dabei helfen dass sie es selbst rausfinden und umsetzen können. ansonsten würde auch ein gutes buch reichen, wo drin steht „tu a, b und c, dann bist du glücklich“

          Gefällt mir

      • Was mich interessieren würden:

        Gibt es denn aus deiner Sicht eine Grenze zwischen Krankheit und dem so starken identifizieren mit der Krankheit, dass man sie als Entschuldigung nimmt, sich nicht ändern zu müssen?

        Also die Frage: Was ist tatsächlich noch Krankheit was nicht?

        Wieviel Reflexionsvermögen erlaubt eine Krankheit dieser Art noch und kann man das steigern?

        Gefällt mir

        • Warum ist das wichtig? Wie will überhaupt jemals jemand von aussen beurteilen was eine Person tatsächlich kann? Wenn ich die riesigen Pflanzsteinne für unseren Garten nicht gehoben kriege und sage „Die sind mir zu schwer“ muss mein Mann mir das auch in gewissem Rahmen glauben.
          Es steht ihm aber auch frei zu sagen „Du, mich stört es wenn immer ich diese schweren Arbeiten machen muss. Ich fände es gut wenn du entweder an deiner Kraft arbeitest und ins Studio gehst oder wenn du mir dann statt dessen andere Arbeiten abnehmen würdest und z.b. öfter mal das Bad putzt oder kochst.“

          Sprich: Wenn es nur die Person selbst betrifft sehe ich keinen Grund mich als Ermittler zu betätigen um herauszufinden wie es ihr eigentlich objektiv zu gehen hätte und ob sie nun in ihrer Wahrnehmung recht hat oder nicht. Ich akzeptiere es und wenn sie sagt, dass sie sich damit nicht gut fühlt und (von mir) Hilfe möchte, dann gebe ich ihr so viel wie ich bereit bin. werde ich um Feedback gefragt, gebe ich es. Wenn nicht, akzeptiere ich ihre Ausage.

          Wenn mich ihr Verhalten direkt betrifft (ich dann z.b. die schweren steine schleppen müsste) äußere ich das und suche nach einer lösung mit der wir beide leben können.

          Gefällt mir

          • IULIUS sagt:

            Ich denke Christian meint er etwas was in Richtung Hypochonder geht. Und befürchtet schamlos ausgenutzt zu werden.

            Gefällt mir

            • Ich weiß schon was Christian meint, aber ich werde jetzt nicht Robins Twitterdiskussion mit ihm von gestern analysieren^^

              Wenn er sich ausgenutzt fühlt ist es seine Aufgabe sich abzugrenzen. Es ist schließlich niemand gezwungen in einer Beziehung zu verharren, wo man sich nur doof und ausgenutzt fühlt (ausser man ist ein Kind und die Eltern sind psychisch krank. DAS ist dann ne üble Sache weil man sich nicht abgrenzen KANN)

              Gefällt mir

              • IULIUS sagt:

                Es gibt Menschen, die können sich nicht abgrenzen. In den Fällen brauchen die Leute auch Hilfe. Die ist allerdings sicher nicht im Rahmen eines Forums zu bewerkstelligen.

                Du brauchst aber nur … könnte man vielleicht auch als „Patentlösung“ nutzen.

                Gefällt mir

                • Stimmt. Da schwang ein wenig der Verdacht mit, dass Christian mich zu einem statement bewegen wollte um es dann Robin unter die Nase zu halten so der Marke „Hah! Ich sagte doch dass du dich zu sehr identifizierst“, da die beiden eben just gestern auf Twitter eine solche Debatte geführt haben.

                  Klar ist Abgrenzung nicht immer einfach, besonders wenn einem was an der Person liegt.

                  Gefällt mir

              • yacv sagt:

                „Wenn er sich ausgenutzt fühlt ist es seine Aufgabe sich abzugrenzen.“

                Mit anderen Worten: Wenn der andere krank ist, ist dein Rat an Christian: „Sei du gefälligst gesund, dann tut dir die Krankheit des anderen nichts.“

                eieiei

                @Christian: klar gibt es das, dass ein (psychisch) Kranker seine Krankheit zwar irgendwie doof findet, sie ihm aber auch nutzt. Bei Therapien zu z.B. Zwangsverhalten oder Angststörungen kommt regelmäßig der Punkt, wo der Therapeut den Patienten fragen muss: „Was haben Sie davon?“
                Und die Antwort ist nicht nur „Ich kenne nichts anderes“ sondern häufig auch „So stelle ich diese und jene Art von Kontakt sicher“ (e.g. „Dann muss mein Mann sich um mich kümmern“)

                Dass emn sich darauf zurück zieht zu postulieren, dann müsse halt der andere zu 100% erwachsen und erfahren und sicher im Grenzen-setzen sein, erstaunt mich auch ein wenig.

                Gefällt mir

                • Hast du auch den Rest der Kommentare gelesen? Ich sagte bereits, dass die Antwort nicht so glücklich war, da sie sich zu sehr darauf bezog dass Christian gestern eine entsprechende Diskussion führte und ich nicht als „Siehst du EMN sagt auch dass ich recht habe“-Stichwortgeber fungieren wollte. Wenn ich das Gefühl kriege zu solchen „verwertbaren statements“ manipuliert werden zu sollen, werde ich ungehalten, aber das war, wie gesagt, nicht OK. Ich hätte Christian einfach fragen sollen ob mein Verdacht stimmt anstatt eine etwas pampige antwort zu geben.

                  Gefällt mir

                  • IULIUS sagt:

                    Nun fang nicht an Dich zu entschuldigen….

                    Gefällt mir

                    • Bei sowas ists mir wichtig dass es nicht falsch ankommt weil es auch betroffene lesen können, die es dann ohne den kontext als verletzend empfinden. wenn jemand sich nicht abgrenzen kann ist es ja tatsächlich scheiße so ein flapsiges „ja, ist halt deine aufgabe dich abzugrenzen, pech gehabt“ zu lesen.^^

                      Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      So etwas passiert halt. Das meinte ich übrigens letztens in dem anderen Thread. Dagegen ist kein Mensch gefeit.^^

                      Die leiben anderen müssen mit falschen Äußerungen fertig werden. Man kann ja nicht jedes Wort immer auf die Goldwage legen und anschließend sich noch versichern, niemanden auf die Füße zu treten. Schließlich bist hier nicht auf Arbeit.^^

                      Gefällt mir

                  • yacv sagt:

                    „Hast du auch den Rest der Kommentare gelesen? “

                    Ja, aber nicht verstanden, weil ich von Christians Diskussion mit Robin nichts wusste. Entschuldige bitte, wenn ich dir was unterstellt habe.

                    Gefällt mir

            • @iulius

              Nein, in dem Fall würde mich das nicht weiter stören. Es geht mir eher um Handlungsmöglichkeiten. Wenn ein Teil einfach Identifikation ist, dann könnte man schauen, ob man die Person insoweit darauf aufmerksam machen kann

              Gefällt mir

              • IULIUS sagt:

                Warum?

                Gefällt mir

              • @Christian es gibt da schlicht keine Patentlösung. Zur richtigen zeit mit den richtigen worten kann sowas klappen, aber das ist eine sache des gespürs wann die andere person offen dafür ist und wie du es für sie formulierst, dass es sie erreicht.
                Auch mir ist sowas schon gewaltig in die Hose gegangen und führte zu meinem einzigen therapieabbruch, weil ich es wohl doof formuliert oder das falsche timing hatte.

                der einzige rat dazu: tu es nie aus einer emotionalen situation heraus wenn du dich sauer oder hilflos fühlst.

                Gefällt mir

              • kinch sagt:

                „Wenn ein Teil einfach Identifikation ist, dann könnte man schauen, ob man die Person insoweit darauf aufmerksam machen kann“

                Mit narzisstisch besetzten Krankheiten funktioniert das sehr schlecht und je nachdem auch gar nicht, imho.

                Sowas ist natürlich immer von Mensch zu Mensch anders, aber meiner Erfahrung nach, erreichst du, wenn du versuchst auf die Betroffenen einzuwirken, das genaue Gegenteil. Sie fühlen sich eher abgelehnt oder sabotiert, was die Identifikation mit der Krankheit verstärkt.

                Das einzige was man tun kann, in solchen Fällen ist ein guter Freund sein und abwarten, bis die Person selbst aus sich heraus das Bedürfniss verspürt etwas an ihrem Verhältnis zur Krankheit zu ändern. Je nachdem, kommt dieser Zeitpunkt auch niemals.

                Gefällt mir

        • Robin Urban sagt:

          Aha. Um dein eigenes Arschloch-Verhalten zu entschuldigen, unterstellst du mir jetzt also munter, dass ich mich nicht ändern will und nicht reflektieren kann.

          Ich wünsche dir nur EINEN EINZIGEN meiner schlimmsten Tage und dann sehen wir weiter. Bis dahin weiterhin die Empfehlung: Einfach noch ein bisschen googlen!

          Gefällt mir

          • IULIUS sagt:

            Locker bleiben.😉
            Bis ebend hat Dir hier niemand hier etwas unterstellt.

            Gefällt mir

            • Robin Urban sagt:

              Ja, so subtil und hintenrum ohne Namensnennung, das sind dann auch noch zusätzlich feige Methoden, damit kann man Leuten gerne unterstellen, sie wären paranoid oder narzisstisch, weil sie es auf sich beziehen.

              Aber EMN hat das schon ganz richtig interpretiert.

              Gefällt mir

          • @Robin

            „ha. Um dein eigenes Arschloch-Verhalten zu entschuldigen, unterstellst du mir jetzt also munter, dass ich mich nicht ändern will und nicht reflektieren kann.“

            Tatsächlich ging es in meinem Kommentar gar nicht um dich. Du bist nicht die einzige Person mit Depressionen und es könnte dir vielleicht in den Sinn kommen, dass meine Haltung insoweit auch damit zusammenhängt, dass ich andere Personen als dich kenne.
            Ich schrieb ja davon, dass man diese Person bei ihren Problemen beobachtet – dich kenne ich abseits deiner Kommentare nicht und beobachte dich auch nicht im Alltag.

            „Ich wünsche dir nur EINEN EINZIGEN meiner schlimmsten Tage und dann sehen wir weiter. Bis dahin weiterhin die Empfehlung: Einfach noch ein bisschen googlen!“

            Soll ich dir dann im Gegenzug jemanden wünschen, der dir etwas bedeutet und bei dem du nichts machen kannst?
            Ich wünsche dir lieber gute Besserung

            Gefällt mir

  6. Yesa sagt:

    du fällt mir noch was zu ein a la „Und die Tabletten musst du dein ganzes Leben nehmen?“ – „Im schlimmsten Fall schon“ – “ Das ist doch Blödsinn, das geht doch irgendwann wieder weg“…. Ok ich sach mal dem nächsten Diabetiker das er sein Insulin doch gar nich braucht und den bösen Pharmafirmen nur Geld in den Rachen schmeißt.

    Gefällt mir

    • Gibt ja tatsächlich Leute, die mit irgendwelchen Wunderdiäten und zeug um die ecke kommen (was ja in manchen fällen auch hilft, wenn diabetes im späteren leben entsteht und auf ernährung zurückzuführen ist).

      mich nervt halt dieses „weils mal in fall xy geholfen hat muss es jetzt für jeden funktionieren“. dabei sind manche tipps eben sogar kontraproduktiv. einer angerissenen sehne gibt es noch den rest wenn jetzt trainiert wird und ein schwer depressiver, dem du mit ner to-do-liste kommst ist im blödesten fall völlig überfordert und bricht erst recht zusammen.

      Gefällt mir

      • Yesa sagt:

        klar🙂 wenn ich mit dem scheiß zu kämpfen hat und mein liebster meint mir mit sowas zu kommen dann kriegt er gepflegt gesagt wo er sich die liste hinstecken darf… ich werd immer so aggressiv wenn der Hund vorbeikommt

        Gefällt mir