Trost spenden.

Veröffentlicht: Oktober 31, 2013 in Comics
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Dieser Comic geht mir schon lange im Kopf herum, da er auf einer wahren Begebenheit beruht, die mich beim Lesen sehr betroffen gemacht hat. – Fiel mir wieder ein bei meinem letzten Blog über die Kirche.

schuld

Hier ist der Link zum Originaltext.

Kommentare
  1. yacv sagt:

    Und jetzt die Herausforderung an den Leser: Wie oft war ich schon der auf der linken Seite, derjenige, der nicht in der Lage ist, sein grübelndes, trauerndes, schmerzendes Gegenüber zu verstehen, weil sein Wertesystem ein anderes ist als das des anderen, derjenige, der das nicht einmal merkt.

    In meinem Fall: Ein Dutzend? Zwei Dutzend Male? Würde mich nicht überraschen.

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    • arwen1234 sagt:

      Guter Kommentar.

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    • Adrian sagt:

      Komischer Kommentar. Worauf willst Du hinaus? Ist doch ziemlich offensichtlich, dass das rechte Strichmännchen keine Schuldgefühle wegen seiner Ex-Frau empfindet. Wäre es anders, hätte er ja über seine Ex-Frau geredet.

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      • yacv sagt:

        „Worauf willst Du hinaus? “

        Ja, der links ist dumm.
        Uns ist allen sofort klar, dass er das Problem dessen rechts nicht richtig wahr nimmt, weil wir alle gelernt haben, das Individuum in seinem Sein wahr und ernst zu nehmen und ihm einen höheren Wert zuzuweisen als irgendwelchen abstrakten Regeln und Gesetzen.

        Wie kann man nur so doof – und damit scheinbar so herzlos – sein zu glauben, es gäbe Regeln, die mehr Gewicht haben als das Gefühl einer Person. Zu glauben, das Schlimme sei ganz woanders zu sehen als dort, wo der Schuldbeladene es vermutet.

        Der rechts macht sich Vorwürfe, weil er nicht über eine göttliche Voraussicht verfügte, weil er nicht allwissend war und somit nicht vorher wusste, welche Folgen seine wohlmeinenden Taten haben würden. Der Satz „Der Mensch denkt, Gott lenkt“ ist dem rechts fremd. Auch die unreligiösen Fassungen wie „Das Leben ist, was passiert, während du Pläne schmiedest“ hat er nie verinnerlicht und daran leidet er.

        Einem religiösen Pfarrer wird so eine Denkstruktur fremd sein.

        Der links ist also nicht deswegen doof, weil er den rechts nicht versteht, sondern weil er nicht zwischen Seelsorge und psychologischer Hilfe unterscheiden kann.
        Er kennt seinen Job nicht.
        Wäre er nicht nur ein schlechter Psychologe, sondern auch noch ein guter Pfarrer, hätte er den rechts zum Psychologen geschickt. Absurderweise bietet gerade die Kirche (zumindest die evangelische) Selbsthilfegruppen für verwaiste Eltern und Partner an, die sehr viel einfühlsamer sind als dieser Pfaffe.

        Aber er dachte wohl, die Seele kommt zuerst, und die Psyche kann sehen, wo sie bleibt.

        Ich will darauf hinaus, dass ich, wenn auch mit einiger Mühe, in der Lage bin, mich in die Position dessen links zu versetzen.
        Ich bin mir sicher, dass ich nicht so schuldfrei bin, hier mit Steinen schmeißen zu mögen; jedenfalls keine Steine der „Wie kann man nur“ Art.

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        • Adrian sagt:

          „Ich will darauf hinaus, dass ich, wenn auch mit einiger Mühe, in der Lage bin, mich in die Position dessen links zu versetzen.“

          Das ist echt absurd. Denn der links hört dem rechts ja gar nicht zu. Das rechte Männchen sagt eindeutig, warum es Schuldgefühle hat, aber das linke Männchen hört gar nicht zu. Es hat demnach überhaupt kein Interesse an seinem Gegenüber.

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          • yacv sagt:

            „Das rechte Männchen sagt eindeutig, warum es Schuldgefühle hat,“
            Ja, für den links paraphrasiert: „Ich fühl mich schuldig, weil ich nicht Gott bin“
            Das ergibt keinen Sinn und kann nicht eingeordnet werden.
            Es bleibt also „Ich fühl mich schuldig…“
            Die einzige Schuld, die der links erkennen kann (aus seiner Sicht, wohlgemerkt), ist der ‚Ehebruch‘.

            Das kann man verstehen, wenn man dem Wertesystem des Linken nicht von Vornherein jede Existenzberechtigung abspricht.

            Er ist ein dummer Mensch.
            Aber ein Mensch.

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            • @yacv Ich finde, deine Interpretation könnte man gelten lassen wenn der Pfarrer in einem Kloster ohne Kontakt zur Aussenwelt leben würde. Aber Pfarrer haben täglich mit Trauernden zu tun und kennen somit die Vorwürfe, die sich die Hinterbliebenen fast zwangsläufig machen, selbst wenn sie unsinnig oder irrational sind. Er hat mit Sicherheit nicht zum ersten Mal von Angehörigen gehört, dass sie sich fragen was sie hätten tun können, etc.

              Seine Antwort halte ich daher für reine Ignoranz, denn er geht gar nicht auf den realen Schmerz ein sondern setzt noch eins oben drauf indem er dem trauernden Mann sagt, dass er in den Augen der Kirche nichtmal wirklich mit seiner geliebten Frau verheiratet war sondern sie nur etwas schmutziges, sündiges zusammen gemacht haben.

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              • yacv sagt:

                @emn,

                Sicherheitshalber: ich will den eigentlich gar nicht verteidigen. Vielleicht aber verstehen?

                „Seine Antwort halte ich daher für reine Ignoranz“
                Ist das nicht eine andere Formulierung für „Zu dumm, über den Tellerrand zu schauen und etwas außerhalb seiner Blase zu erkennen“?

                Aber mein Gedanke nimmt hier schon viel zu viel Raum ein, Du hast ja recht, dass dies ein schreckliches Beispiel für die extreme Blindheit eines dummen Ideologen ist.

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                • Nick sagt:

                  Ich würde dir zustimmen, wenn es um irgendwelche alltäglichen Malaisen ginge. Da ist man schnell mal etwas ignorant, weil man es in sein System packt.

                  Der Pfaffe scheint mir allerdings mehr als nur ignorant zu sein.

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                • Dummheit ist (meistens) unabsichtlich, Ignoranz hingegen absichtlich.
                  Denke das ist eher so nach dem Motto „Ist doch egal, ob die mit der du deine Frau betrogen hast, tot ist, reden wir lieber über den Ehebruch!“ …

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                • Kinch sagt:

                  „Ist das nicht eine andere Formulierung für “Zu dumm, über den Tellerrand zu schauen und etwas außerhalb seiner Blase zu erkennen”?”

                  Ignoranz ist kein kognitiver sondern ein charakterlicher Mangel. Ignoranz bezeichnet etwas nicht wissen und verstehen wollen. Genau daraum geht es hier auch. Der Priester will nicht verstehen, was ihm gesagt wurde.

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                  • Nick sagt:

                    Ignoranz ist kein kognitiver sondern ein charakterlicher Mangel.

                    Wo hast du das denn wieder her?

                    Ignoranz bezeichnet erstmal „nicht wissen“ und dafür kann es viele Gründe geben. Die menschliche Neigung, das Wahrgenommene in sein Weltbild zu pressen (->Bestätigungsfehler) ist ein möglicher Grund, ein Mangel oder eine mangelnde Bereitschaft zu Empathie ein weiterer.

                    Vorliegend sieht es für mich so aus, als ob der Pfaffe ob des Ehebruches diesen Menschen so sehr verurteilt, dass er ihm in so etwas Fundamentalen wie die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen Empathie verweigert („Ha, da hat dich Gott zurecht bestraft, weil du gesündigt hast!“ – eigentlich eher protestantisch)

                    Das geht in meinen Augen weit über bloße Ignoranz hinaus, das ist eine regelrecht entmenschlichende Schadendfreude.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Das geht in meinen Augen weit über bloße Ignoranz hinaus, das ist eine regelrecht entmenschlichende Schadendfreude.“

                      Kann sein, kann aber auch sein, daß er einfach nur einen schlechten Tag gehabt hat und deswegen gar nicht in der Lage war zu verstehen, was der andere wollte oder gar sich in ihn hineinzuversetzen.

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                    • Ist es denn grundsätzlich schwer zu verstehen warum jemand traurig ist wenn vor kurzem ein geliebter Mensch gestorben ist? Das erfordert doch keine große Denkleistung oder „Hineinversetzen“.

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                    • IULIUS sagt:

                      Sicher nicht. Aber hattest Du noch nie die Situation, bei der Du – aus persönlichen Gründen – nicht in der Lage warst Dich in andere hinein zu versetzen?
                      Wenn ich mich nicht ganz täusche spulst Du in dem Moment ein Programm ab, was Du irgendwann mal, meist in der Kindheit, gelernt hast. Nur um Dich durch die Situation zu „retten“.

                      Mir geht es nicht darum zu behaupten, daß es auch so war, mir geht es darum aufzueigen, daß es immer ein Risiko ist einen Menschen aufgrund von einzeln separierten Handlungen zu beurteilen.
                      Wir können nicht wissen, ob er mit seinem Zombie-Modus permanent durch seine Kirche rennt, oder ob das ein einmaliger Ausreißer war.

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                    • Martin sagt:

                      „Ist es denn grundsätzlich schwer zu verstehen warum jemand traurig ist wenn vor kurzem ein geliebter Mensch gestorben ist? Das erfordert doch keine große Denkleistung oder “Hineinversetzen”. “

                      Wenn man nie jemand geliebt hat, schon. Das kann für jemand, der komplett in einer (katholischen oder anderen) religiösen Umgebung aufgegangen ist, in der zwar irgendeine „Idee“ von Liebe ständig erwähnt wird (Nächstenliebe, Gottes Liebe usw. usf), echt emnpfundene, auch körperliche Liebe aber nie Bestandteil des Lebens ist, schon schwer sein, würde ich meinen.

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                    • Nick sagt:

                      Das erfordert doch keine große Denkleistung oder “Hineinversetzen”.

                      Man setzt sich in solchen Fällen eben, nach meiner Auffassung, regelrecht über seine Empathie hinweg bzw. man schaltet sie aus. Das schafft man beispielsweise dadurch, dass man den Schicksalsschlag als „gerechte Strafe“ umdeutet. (Das berühmte „victim-blaming“)

                      Es kann wohl mehrere Gründe dafür geben, entweder erträgt man die Erkenntnis nicht dass die Welt so ungerecht sein kann, oder man ist so gestrickt dass man tatsächlich meint, das sei eine gerechte Strafe dafür dass jemand es wagt, gegen seine befürworteten Regeln zu verstoßen. Oder Beides. („Gott kann nicht so böse sein, wenn er sowas macht, dann sind schwere Sünden im Spiel. Immer! Ha! Das ist doch ein Ehebrecher!“)

                      Was yacv offenbar meint sind so Sachen, wo man sich tatsächlich erst bemühen müsste, sie nachzuempfinden. Da sind wir wohl alle manchmal etwas ignorant.

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                    • Kinch sagt:

                      „Wo hast du das denn wieder her?”

                      Ich bin Muttersprachler. Darüberhinaus kannst du Begriffe auch nachschlagen.

                      „Ignoranz bezeichnet erstmal “nicht wissen” und dafür kann es viele Gründe geben.”

                      Ignoranz bezeichnet ein „Schuldhaftes Nichtwissen” und nicht einfach nur ein Nichtwissen. Ignoranz ist im Deutschen ein Vorwurf.

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                    • Nick sagt:

                      Darüberhinaus kannst du Begriffe auch nachschlagen.

                      Tadelnswerte Unwissenheit hat nicht immer mit „charakterlichem Mangel“ zu tun, und genau darum ging es. Auch „nicht wissen wollen“ trifft es nicht wirklich, der Vorwurf kann ja darin bestehen dass der für erforderlich erachtete (aktive) Wissensdrang fehlt. Es weiß eben nicht jeder, dass trauernde Menschen sich oft heftigste Vorwürfe machen. Nicht, weil man es nicht wissen will, sondern weil man sich noch nie damit beschäftigt hat. Ein Pfaffe mit der Aufgabe Seelsorge sollte das freilich wissen, insofern wäre das wiederum ein tadelswertes Unwissen.

                      Dummheit wäre gerade ein „charakterlicher Mangel“. Und Dummheit mag auch manch jemand durchaus tadelswert finden, und dies durch die Verwendung des Begriffes Ignoranz zum Ausdruck bringen.

                      Ein Vorwurf ist Ignoranz im teutonischen Sprachgebrauch offenbar tatsächlich, insofern wieder 200 Rechthabepunkte für unseren Kinch.

                      Ich bin Muttersprachler.

                      Fühlempirie kann auch ziemlich ignorant sein😀

                      „Empathielos“ wäre nach meiner Auffassung hier der treffendere Vorwurf, es kann vermutet werden dass der Pfaffe durchaus zugehört hat.

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                    • Kinch sagt:

                      “Tadelnswerte Unwissenheit hat nicht immer mit “charakterlichem Mangel” zu tun, und genau darum ging es.”

                      Doch; es hat ausschließlich etwas mit dem Charakter eines Menschen zu tun. Wenn man etwas nicht weiß, weil man es nicht wissen kann, oder weil einem die Bildung fehlt oder weil man intellektuell nicht in der Lage ist zu begreifen, dann ist das ein unverschuldetes Nichtwissen, dass man niemand vorwerfen kann.

                      Nichtwissen kann man nur jemanden Vorwerfen, wenn er das Nichtwissen verschuldet hat; es also nicht wissen will oder das Wissen nicht beachtet. Dieses nicht wissen wollen, ist ein Charakterzug. „Ignorant” ist daher auch eine Charakterisierung eines Menschen und „Ignoranz” einen gegen den Charakter eines Menschen gerichtetet Vorwurf.

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                    • Nick sagt:

                      Doch; es hat ausschließlich etwas mit dem Charakter eines Menschen zu tun.

                      Du kannst dir natürlich deine Moral und dein Menschenbild so zusammenbasteln, wie du willst.

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                    • Kinch sagt:

                      „Du kannst dir natürlich deine Moral und dein Menschenbild so zusammenbasteln, wie du willst.“

                      Wirst du jetzt dadaistisch?

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                    • Nick sagt:

                      Wirst du jetzt dadaistisch?

                      Dazu müsste ich so etwas wie eine Konvention ablehnen.

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                    • Kinch sagt:

                      Na ja; ich denke, deine Kommentare ergeben einfach mehr Sinn, wenn man sie als Lautgedicht begreift. Einen sprachlichen oder gar diskursiven Sinn kann man ja ausschließen.

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                    • Nick sagt:

                      Einen sprachlichen oder gar diskursiven Sinn kann man ja ausschließen.

                      Dann ist das Selbstbild ja mal wieder gerettet.

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              • Martin sagt:

                Ein paar Anmerkungen/Deutungen:

                Auf mich wirkt der Pfarrer beim ersten Lesen nicht so sehr dumm oder ignorant per se. Er macht eher den Eindruck eines dogmatisch/ideologisch völlig verblendeten Menschen (ja, das schließt sich nicht aus, bzw. kann man auch so nennen, ist aber m.E. doch was Anderes).

                Er wirkt, als sei er unfähig, die Ursache der Schuldgefühle/des Schmerzes der rechten Person, auch nur wahrzunehmen. Sie ist komplett außerhalb seines durch Ideologie/Dogma und Lebenswelt (Zölibat) gegebenen Referenzrahmens.
                Jedenfalls wäre das so ziemlich die einzige „Entschuldigung“ für sein Verhalten.

                Nimmt er die Ursache richtig wahr, dann wäre eine andere Möglichkeit, warum er diese Äußerung so macht,die völlige berufliche Inkompetenz als Seelsorger. Finde ich schon weniger entschuldbar.

                In beiden Fällen stellt sich aber etwas die Frage, warum die rechte Person ihn dann überhaupt so anspricht. Sie scheinen ja zumindest im Ansatz vertraut zu sein, bzw. zumindest bekannt.
                Und normalerweise spricht sich derart eklatant ausgeprägte dogmatische Verblendung oder derart komplette Inkompetenz bei einem Pfarrer doch rum. Die Ansprache kann natürlich einfach aus einem enorm großen Leidensdruck heraus natürlich trotzdem, praktisch trotz „besseren Wissens“ geschehen.

                Eine deutlich bösartigere Interpretation des Geschehens gäb’s aber auch noch. Mir scheint die inzwischen am Wahrscheinlichsten.
                Die wäre, das der Pfarrer von der Scheidung/Wiederheirat wußte -was m.E. wirklich recht wahrscheinlich ist- und er dem Trauernden auf perfide und ekelhafte Art bewußt einen ganz bösen Tiefschlag verpaßt hat. Bei dem er sich dann aber immer auf ein „Mißverständnis“ berufen kann. Sei es um ihn für die Scheidung/Wiederheirat zu „bestrafen“, sei es für irgendwas anderes.

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        • IULIUS sagt:

          Ich würde es unter Mißverständnis, wein aneinander vorbei reden interprettieren. Daß emn hier ein etwas krasses Beispiel gewählt hat trägt der Sache nichts ab.

          Die einzige Schuld aus kirchlicher Sicht ist hier der Ehebruch. Das ist auch das Einzige, weswegen der Pfarrer ihm Absolution erteilen konnte. Formal hat er alles richtig gemacht.
          (Klarer Fall von Cargo-Kult.)

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          • Adrian sagt:

            „Formal hat er alles richtig gemacht.“

            Ja, das ist das Problem der Kirchen. Formal machen sie immer alles richtig. Das kommt davon, wenn man seine Moral auf ein tausende Jahre altes Buch aufbaut, anstatt lebendigen Menschen zuzuhören.

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            • Micha sagt:

              Das tausende Jahre alte Buch ließe es freilich zu, sich mit den lebendigen Menschen zu befassen. Jesus ging zu den Verachteten und Ausgestoßenen und nicht zu den ehrbaren Bürgern, sagt die Bibel. Das wird nur gerne vergessen von Leuten, die sich mehr an Vorschriften halten als an den Geist des „Neuen Testaments“.

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          • @IULIUS Ich habe diesmal ja gar nicht selbst ein Beispiel gewählt sondern ein tatsächlich so geschehenes Ereignis in Bilder gefasst.

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    • Kinch sagt:

      „In meinem Fall: Ein Dutzend? Zwei Dutzend Male? Würde mich nicht überraschen.“

      Mich auch nicht.

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    • evilmichi sagt:

      Interessanter Denkanstoß.

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  2. Cidrin sagt:

    Auf facebook hat doch jemand geschrieben, der Pfarrer wäre „von Gott besessen“.
    Das fand ich eine unglaublich treffende Formulierung.

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  3. gracuch sagt:

    Dann kann ich mich ja glücklich schätzen, dass ich bisher hauptsächlich auf einfühlsame Pfarrer und Nonnen getroffen bin. Die gibt es nämlich auch, wenn man die Augen aufhält!😀

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    • Martin sagt:

      Und wenn man die Augen zumacht, hören die auf zu existieren? Interessante Theorie, die verständnisvollen Schrödinger-Nonnen😉

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      • gracuch sagt:

        Ich frage mich nur manchmal, wie viele hier eigentlich katholische Amtsinhaber persönlich kennen

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        • inwiefern ist das grade wichtig?

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          • Diesen Pfarrer kann ich mir so überhaupt nicht vorstellen. Er wirkt wie das Produkt überlieferter Klischees von Kirche. Die großen Kirchen (katholisch und evangelisch) pflegen – so ist meine Erfahrung – mittlerweile einen hochprofessionellen Umgang mit Tod, Sterben, Begleitung von Angehörigen. Schließlich sind sie die „Hauptanbieter“ für das Reden über und Leben mit unserer Sterblichkeit, ein Thema, das in weitesten Teilen der säkularen Gesellschaft ein größeres Tabu ist als Sex und Geld.
            Mal ein Beispiellink (und diesmal WIRKLICH katholisch):
            http://www.katholisch.de/de/katholisch/beratung/seelsorge_a_bis_z_1/seelsorge_a_bis_z_hospiz_trauer.php
            Ich kenne eine katholische Sterbebegleiterin (Leiterin einer Hospizgruppe) persönlich. Sie begleitet selbstverständlich ohne Ansehen von religiösem Zugang oder nicht – in wenigen Fällen sogar muslimische Familien. Ihre Ausbildung war nicht religiös indoktriniert, sondern psychologisch fundiert.

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          • gracuch sagt:

            insofern, dass alle katholischen Amtsinhaber hier über den Kamm geschoren werden

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            • Also wenn ich darauf hinweise, ganz konkret ein Ereignis verbloggt zu haben und sogar den Link zu diesem Ereignis poste, dann ist das aus deiner Sicht ein „alle katholischen Amtsinhaber über den Kamm scheren“?

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              • gracuch sagt:

                Damit meinte ich eher die Kommentarschreiber hier (und auf vielen anderen Seiten), die mehrheitlich in einem Menschen in Kutte den Dämon sehen.

                Deine Kritik an diesem individuellen Priester will ich ja auch so stehen lassen, daraus lässt sich ja aber nicht ableiten, dass alle Seelsorger der Kirche einen unsensiblen Umgang mit Hinterbliebenen pflegen.

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      • yacv sagt:

        „Interessante Theorie, die verständnisvollen Schrödinger-Nonnen“

        Berkeley-Nonnen.
        Es geht nicht darum, dass die Nonne real gleichzeitig einfühlsam und ignorant ist, bis zu dem Zeitpunkt, dass man kuckt und damit einen Seinszustand kollabiert.
        Es geht darum, ob es die Nonne überhaupt gibt, wenn sie nicht wahrgenommen wird.
        Standardbeispiel: Wenn ein Baum umfällt und es ist keiner da, das zu hören, macht er dann trotzdem ein Geräusch?

        😉

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        • IULIUS sagt:

          Sicher.

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          • yacv sagt:

            „Sicher.“

            Das ist das Problem am Realismus (i.e. der Annahme, dass es eine Reale Welt gibt): er ist pragmatisch, er besteht Occam’s Razor, aber „sicher“ ist er nicht.

            Denk an die rote Frau in „Matrix“…

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        • Martin sagt:

          Och, die Frage ist doch längst mit absoluter Sicherheit beantwortet.
          Nein, der Baum macht *KEIN* Geräusch.

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          • Martin sagt:

            Die Frage, ob ein umfallender Baum ein Geräusch macht, wenn niemand da ist, um es zu hören, trägt die Antwort (Nein) bereits in sich. Die Antwort steckt in den Definitionen. Ein umfallender Baum verursacht natürlich dieselben Luftdruckveränderungen, wenn er umfällt, egal ob jemand in der Nähe ist oder nicht.
            Ein Geräusch entsteht aber erst, wenn diese auf einen entsprechenden Rezeptor, sprich ein Hörorgan treffen.
            Die Definition von Geräusch bedingt die Existenz eines „Empfängers“. Gibt es diesen nicht, gibt es auch kein Geräusch.

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            • IULIUS sagt:

              Sehe ich nicht so.
              Geräusche entstehen, egal, ob jemand hinhört oder nicht. Wenn niemand da ist nimmt nur niemand die Geräusche als Geräusch war.
              Die Definition, was ein Geräusch ist ist unabhängig davon, ob es jemand hört. Bei der Zuordnung geht es darum, wie das menschliche Gehirn die Folge Druckänderungen wahrnehmen würde.

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              • Kinch sagt:

                „Die Definition, was ein Geräusch ist ist unabhängig davon, ob es jemand hört.”

                Die Frage ist, ob ein Baum ein Geräusch macht, wenn er umfällt und niemand es hört. Du bist der Meinung, er macht ein Geräusch, weil die Existenz eines Geräusch unabhängig davon ist, ob es wahrgenommen wird oder nicht.

                Meine Antwort: Es würde genügen, das Wort „Geräusch” nachzuschlagen. Dann könnte man lesen, dass ein „Geräusch” eine Hörempfindung ist.

                Zum Beispiel Duden, definiert Geräusch als „etwas, was akustisch mehr oder weniger stark wahrgenommen wird” oder wiktionary definiert Geräusch als einen „akustisch wahrnehmbarer, unspezifischer Vorgang; ” oder Wikipedia definiert Geräusch als „Sammelbegriff für alle Hörempfindungen, die nicht als Ton, Klang, Tongemisch, Zusammenklang oder Klanggemisch bezeichnet werden können.

                Deine Aussage, die Definition von „Geräusch” ist unabhängig davon, ob es jemand hört, ist damit nachweißlich falsch.

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  4. lybertine sagt:

    Wie wahr.

    Der Mann redet an dem Pfarrer vorbei, weil der Pfarrer eben auf seinen Glauben fixiert ist😦

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  5. Manchmal frage ich mich bei deinen Comics, ob nach dem Gesagten noch etwas passiert (in den Köpfen der Strichmännchen). Diese „leeren“ Bilder am Ende sind eigentlich am spannendsten. So generell.Selbst wenn nicht: Toll, wie stets zwei Welten aufeinander prallen und einander standhalten.

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