„Afrikanische Kinder Gebühr“ erfolgreich.

Veröffentlicht: November 18, 2013 in Satireartikel
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2019. Mehrere afrikanische Staaten berichteten gestern über ihre finanzielle Lage nach der Einführung der sogenannten „Afrikanische Kinder Gebühr“. 2014 hatten verschiedene afrikanische Staaten in einem Vertrag mit westlichen Staaten eine Gebühr festgelegt, welche die Nutzung von Floskeln mit dem Inhalt „verhungernde Kinder in Afrika“ mit einer Gebühr von umgerechnet 1,32 Euro beziffert.

Wann immer diese Floskel genutzt werde, etwa beim Mittagessen mit den Kindern um diese zum Essen zu ermuntern, zur „Aufheiterung“ von Menschen mit Problemen oder im Zusammenhang mit Essstörungen müsse die Gebühr entrichtet werden. Als alternative Namensvorschläge für die Gebühr sei „Ignoranzsteuer“ im Gespräch gewesen, man habe sich schließlich jedoch für das neutralere und positiv klingendere „Afrikanische Kinder Gebühr“ entschieden.

Die beteiligten afrikanischen Staaten geben an, durch die Gebühr in den letzten 5 Jahren mehrere Landstriche von westlichen Firmen zurückgekauft zu haben, so dass dort nicht mehr Hektarweise Pflanzen für Biosprit angebaut würden sondern Lebensmittel für die einheimische Bevölkerung. Auch habe man endlich wirkungsvolle Wege gefunden, die Flut westlicher Kleiderspenden einzudämmen, welche die einheimische Wirtschaft zerstört hätten. Man sei positiv gestimmt in den nächsten 5 Jahren auch die Müllentsorgung aus Europa und den USA auf dem Kontinent eindämmen zu können.

Afrikanische Wirtschaftsexperten gäben jedoch zu bedenken, dass eine Reduktion der Ausbeutung auch die Anzahl verhungernder Kinder verringern und damit die Einnahmen aus der „Afrikanische Kinder Gebühr“ schmälern könne. Andererseits interessierten sich ohnehin die wenigsten Gebührenzahler für die tatsächliche Anzahl der verhungernden Kinder, so dass die Nutzung der Floskel wohl stabil bleiben werde. Insgesamt sei dies somit ein Win-Win für alle Beteiligten.

Kommentare
  1. Martin sagt:

    Seit Jahren, JAHREN warte ich drauf, das mich mal jemand beim Essen, wenn ich was liegenlasse, mit „und in Afrika verhungern die Kinder“ anspricht. Seit Jahren.

    Ich: Lasse Steakknochen mit noch was dran liegen.

    Bessermensch *vorwurfsvoll*: Und in Afrika verhungern die Kinder!

    Ich: Hmmm, stimmt! Ist eigentlich wirklich totale Verschwendung!
    *nachdenklich mein Reststück Fleisch anschau*: Aber schmeckt ja doch besser und ist auch mehr dran als an so nem Kind.

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  2. Heinz sagt:

    „dass dort nicht mehr Hektarweise Pflanzen für Biosprit angebaut würden sondern Lebensmittel für die einheimische Bevölkerung.“

    Kapitalismusfeindin/Antikapitalistin – verbrennt sie!!1!!11!!einself

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    • St. Elmo sagt:

      Ne ne das ist ja Kapitalismus in Reinform, Antikapitalistisch wäre es gewesen
      wenn die afrikanischen Regierungen das Land nicht zuerst an ausländische Investoren verkauft hätten und mit den Einnahmen ihre Villen in der Schweiz gekauft hätten.
      Wobei verständlich ist es ja welcher Regierungschef will schon der eigenen Bevölkerung beim verhungern zusehen, da geht man doch Lieber zum shopen nach Monaco.

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      • Martin sagt:

        Quatsch. Das ist schlicht und einfach kleptokratisch. Hat mit Kapitalismus schlichtweg nix zu tun. Wird ja auch gerne und oft sozialistisch verbrämt.

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  3. Robin Urban sagt:

    Gibt es einen Paragraphen, der die Bemerkung „Du bringst hier grade ein „Verhungernde Kinder in Afrika“-Argument“ von der Gebühr freistellt? Sonst muss ich mir was anderes überlegen😦

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  4. bertrandolf sagt:

    Aber wie wollen die das Überwachen und durchsetzen?

    Oohh… Die Vögel haben mir gerade gezwitschert, starke Projektpartner haben ein Joint Venture mit den Afrikanern geschlossen. Die NSA ändert ihre Strategie, sie suchen ab jetzt keine Terroristen mehr, sondern Wortpiraten, die keine Gebühren zahlen. Und die Gema möchte auch mitziehen.

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  5. Blacky sagt:

    Viel wichtiger:
    ich will heute abend einen (pseudo-)afrikanischen Kichererbseneintopf kochen, obwohl meine Freundin und ich laut der MM-Farbskala eindeutig weiß zu lesen sind.
    Zählt das schon als kulturelle Approximation, Blackfacing oder ist es sonstwie PROBLEMATISCH [tm]?

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    • Du bist ein weißer Heteromann? sorry,, wir brauchen gar nicht ins Detail gehen, ab dem Punkt ist schon alles was du tust problematisch^^

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      • Blacky sagt:

        Hab ich befürchtet.😦
        Egal, wird trotzdem schmecken.

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        • St. Elmo sagt:

          Nein, es darf nicht schmecken.
          Da es von einem weißen nicht beeinträchtigten Hetero Päärchen gekocht wurde, ist dies eine heternormative essenund daher diskriminierung gegenüber allen die nicht kochen können, eine beienträchtigung ihres geruchs oder geschackssinns haben sowie von single, nicht hetro, asexuellen transsexuellen, nicht weißen, verwittweten, geschiedenen, kindern, rentnern usw.

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          • Blacky sagt:

            Gibt’s wenigstens Bonuspunkte, weil ich als WeißCisHetMann traitionelle Rollen durchbreche indem ich selber koche?
            Oder eher im Gegenteil, weil ich meiner WeißCisHetfreundin auf diese Weise meinen persönlichen Geschmack aufzwänge bzw. suggestiere, dass ihr das Kochen nicht zutraue?

            Ich glaube, ich sollte weniger MM lesen ohne Drogen.

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            • St. Elmo sagt:

              wenn du kochst reproduzierst du das patriarchat,
              (schließlich sind ja 90% der sterneköche Männer und du zeigst ja der Frau das sie nicht gut kochen kan),
              wenn du sie kochen lassen würdest würdest du ebenfalls das patriarchat reproduzieren (–>KKK)

              Egal was du als WCHM machst, es ist prinzipiell falsch, du kannst also nur das kleiner übel wählen,
              aber frag ja nicht was das kleiner übel ist, schließlich ist das ja victim blaming.

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