Zwangsgedanken.

Veröffentlicht: November 20, 2013 in Comics, Psychozeug
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ZWANG

Kommentare
  1. Nerdwina sagt:

    Penis

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  2. Kinch sagt:

    Zwangsgedanken klingen ja beschissen. Wenn man nicht mal mehr Spaß an seinen Mordphantasien haben kann… ich wüsste nicht, wie man so durch den Alltag kommen kann:/

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  3. The Laughing Man sagt:

    Also da ich das manchmal wirklich so habe fühle ich mich jetzt doch etwas erleichtert. ^^

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  4. david sagt:

    Ein häufiger Zwangsgedanke ist ja auch, (den eigenen) Kindern etwas anzutun.
    Kennst du Einzelfälle in denen so etwas tatsächlich passiert ist, oder gibt es das nur bei komorbiden Psychosen?

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    • Du meinst Fälle, in denen aus Zwangsgedanken heraus tatsächlich was passiert ist? Habe ich bisher noch nie von gehört.

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      • david sagt:

        Ich auch nicht, denke aber dass es das vielleicht doch auch mal gegeben haben muss.

        Ich habe jedenfalls mal von einer Zwangspatientin gehört, die sich absichtlich mit HIV angesteckt haben und ihren krankheitsbezogenen Zwang damit geheilt haben soll (wie nachhaltig ist die Frage)
        Kann das sogar verstehen, ich würde eine schwere Zwangserkrankung sofort gegen HIV eintauschen.

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        • Meine Patientin hatte mir mal ein Selbsthilfebuch gezeigt (Ich weiß den Titel nicht mehr) in dem der autor schrieb, dass es ausgeschlossen sei, dass jemand mit Zwangsgedanken diese umsetzt. Ich fand das ziemlich mutig, denn das war ja schon ein sehr starkes Statement. Ich persönlich hätte jetzt vielleicht gesagt, dass es weniger wahrscheinlich ist als im Durchschnitt der Bevölkerung. Geglaubt hat meine Patientin das natürlich ohnehin nicht^^
          Die HIV-Geschichte ist krass, genau wie ie Wichstuchgeschichte😀 Ich scheine eine sehr langweilige Therapeutin zu sein, ich habe bisher kaum anekdotisches Material angesammelt. Ein Kollege von mir hatte als ersten Fall als PiA eine psychogene Lähmung, und er hat eine Frau aus dem Rollstuhl geholt. DAS ist doch mal ein Einstieg^^

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          • Luc sagt:

            Sei vorsichtig was du dir wünschst:mrgreen:

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          • david sagt:

            Ja, nicht soo schlecht so als erste therapeutische Selbstwirksamkeitserfahrung🙂

            Ich selbst hatte bisher nur ein paar wenige kleinere Waschzwänge in der Therapie.

            Gedankliche Zwänge sind aber auch nicht gerade selten recht therapieresistent, oder?

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            • Ja, sie sind schwer, die gedanklichen Zwänge. Was mich sehr nervt ist die unklare Begrifflichkeit. Meiner (arroganten) Meinung nach sind nämlich die meisten Bücher falsch.
              Ich finde, man sollte nicht den Gedanken [Hier beliebigen Gewalt- oder sonstigen Inhalt] als den Zwangsgedanken bezeichnen sondern die darauf folgende Spirale der „Ich darf das nicht, das ist schlimm“ und die Unterdrückungsversuche. Einerseits um klarzumachen, dass DAS das Problem ist und andererseits weil es auch das Äquivalent zur Zwangshandlung ist, wo nicht z.b. das beschmutzen der hände sondern das 100-fache reinigen das problem ist.

              Das steht aber in den meisten Büchern „falsch“ drin. Ich habe aber gute Erfahrungen mit meiner Definition, da es den Patienten besser hilft ihre „Zwangs-Gedanken“ (wie ich sie definiere) zu stoppen.

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        • Susann sagt:

          Angeblich ist das in manchen Kreisen (kann hier nicht ausschließlich homosexuelle Kreise sagen) eine Art Trend. Es soll vermeintliche HIV-Parties geben, bei denen man sich absichtlich ansteckt, um endlich die Angst, mit HIV infiziert zu werden, loszuwerden. Ich würde an der Stelle jener Menschen DIESE Angst lieber gegen eine ausgewachsene (andere) Zwangsstörung /-gedanken tauschen…

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          • lolek66 sagt:

            klingt eher nach einer Horrorgeschichte von Schwulenhassern. Gab es früher auch tausendfach über Juden etc. (lassen Mädchen über Falltür aus Umkleidekabine verschwinden).

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    • Zara sagt:

      „Ein häufiger Zwangsgedanke ist ja auch, (den eigenen) Kindern etwas anzutun.“

      ^^das ist mehr als verständlich bei manchen Kindern!

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  5. david sagt:

    Interessantes Beispiel: eine Kollegin hatte einen jungen Patienten, der von der Angst gequält war, dass irgend eine Frau durch sein Sperma indirekt über zig Ecken hinweg komtaminiert werden könnte und dann göttlich bestraft würde.
    Die Kollegin bat ihn kurzerhand, sich vor der nächsten Stunde einen runterzuholen, das Wichstuch mitzubringen und ihr die Hand zu geben. War wohl eine unheimlich effektive Exposition und hat mich unheimlich beeindruckt.

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    • Kinch sagt:

      Ewwwwwww; einen Berufswunsch weniger.

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    • Luc sagt:

      Sehr interessant : ) Ist die Idee dahinter dass er dann merkt dass keine göttliche Bestrafung einsetzt? Der Fall war sicher komplexer als es die Anekdote jetzt hergibt und das soll deshalb keine Kritik an deiner Kollegin sein, aber müsste man nicht erst einmal herausbekommen, woher er die Idee der göttlichen Bestrafung hat um entscheiden zu können, inwiefern eine rationale Exposition bei einer solch irrationalen Vorstellung überhaupt hilft? Oder hat der Patient einfach darauf gewartet, dass ihn mal jemand an die Hand nimmt und sagt, siehst du, ist doch gar nicht so schlimm, du machst dir nur nen Kopf?

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  6. david sagt:

    @Luc: es ist ein Kernmerkmal des Zwangs, dass der Patient zumindest eine gewisse Distanz zu dem Gedanken/der Angst herstellen kann. In vielen Fällen (wie wohl auch diesem) ist sich der Patient der Irrationalität des Gedankens vollkommen bewusst, er wird als ich-dyston erlebt.

    Klar muss man solche Expositionen vorbereiten und die therapeutische Beziehung, aber auch die sekundäre Funktionalität des Zwangs spielen eine Rolle.
    Bei der Exposition geht es dann vor allem wie du sagst um die korrektive Erfahrung, dass nichts schlimmes passiert. Außerdem habituiert die Angst (auch physiologisch) und die überwertige Bedeutung des Gedankens nimmt durch das Erlebnis ab.

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    • Luc sagt:

      Ah interessant, danke. Macht auch mehr Sinn, dass die meisten durchaus um diese Irrationalität ihres Gedankens wissen. Umso spannender natürlich, warum diese Gedanken überhaupt persistieren können.

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  7. david sagt:

    @ezm: du ich komme gerade darauf, dass der fall womöglich nicht entfremdet genug ist, um ihn online zu posten…meinst du er sollte so stehen bleiben?

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    • Gute Frage. Rein rechtlich ist es OK, da keine Namen und nichts identifizierbares dabei steht. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Person das zufällig liest und sich wiedererkennt ist die Frage… ich überlasse es dir🙂

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  8. St. Elmo sagt:

    Was unterscheidt Zwangsgedanken von „normalen“ Gedanken, also woran erkenne ich dass mein Denken zwanghaft ist und ich mal einen Therapeuten aufsuchen sollte?

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    • Kinch sagt:

      Wenn du darunter leidest.

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      • Stimmt, das ist die kurze, knackige Antwort.^^

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      • Martin sagt:

        Naja, wenn Du Gedanken hast, die dauernd wiederkehren, gegen die Du (erfolglos) Widerstand leistest (nicht gegen eine etwaige daraus resultierende Handlung, sondern gegen das Aufkommen der Gedanken), wenn sie auf Dich abstoßend/eklig/angst auslösend wirken und sich nicht (dauerhaft) unterdrücken lassen, würde ich mal einen Therapeuten aufsuchen.

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      • St. Elmo sagt:

        Das heißt also wenn ich spaß an meinen Mordphantasien habe und nicht darunter leide ist alles ok…

        Dann bin ich ja beruhigt.

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        • Ist tatsächlich so. Das Problem bei Zwangsgedanken ist, dass ein sehr rigides Wertesystem bei den Personen vorherrscht, also sie sehr streng mit sich selbst sind, was sie tun und denken dürfen um ein guter Mensch zu sein.
          Die absolut natürlichen und bei jedem gesunden Menschen vorkommenden Gewaltgedanken oder andere (Wer hat nicht schonmal während einer Schweigeminute oder einem sehr ruhigen, ernsten Moment daran gedacht ganz laut etwas total unpassendes zu rufen?) werden als bedrohlich erlebt und gewaltvoll versucht zu unterdrücken. Der Prozess des Unterdrückens sorgt allerdings für verstärkte aufmerksamkeit und schließlich dazu, dass solche Gedanken paradoxeweise mehr werden.

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          • St. Elmo sagt:

            „Der Prozess des Unterdrückens sorgt allerdings für verstärkte aufmerksamkeit und schließlich dazu, dass solche Gedanken paradoxeweise mehr werden.“

            Das kenne ich vom Schnarchen meines Nachbarn… je mehr man weg hören will desto schlimmer wird es.

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          • Frank sagt:

            „Wer hat nicht schonmal während einer Schweigeminute oder einem sehr ruhigen, ernsten Moment daran gedacht ganz laut etwas total unpassendes zu rufen?“

            Ich. Bis jetzt. Danke dafür🙂

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  9. amitaf86 sagt:

    Krass…

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