Selbst schuld.

Veröffentlicht: Dezember 4, 2013 in Comics
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chol

Kommentare
  1. The Laughing Man sagt:

    Wobei ich mir nicht sicher bin was nun die Botschaft genau sein soll. Weil die Aussage niemals etwas in Richtung von „selbst schuld“ zusagen wäre ja etwas zu pauschal.

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  2. Matze sagt:

    Ahhh, Blut!

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  3. emmakesselhut sagt:

    Immer dieser Zwang, deine Comics nachzuspielen…

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  4. emmakesselhut sagt:

    Dann müssen wir aber das Drehbuch umschreiben, den Anfang streichen und ich darf zurückhauen.

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  5. Aha? sagt:

    Tja, das sieht auch der Gesetzgeber so, ebenso Versicherungen. Zb wenn jemand sein Auto oder seine Wohnungstüre nicht versperrt. Oder im Dienstrecht, wenn jemand seinen PC nicht sperrt oder das Kennwort daneben stehen hat.

    Menschen haben durchaus auch Verantwortung, sich zu schützen.

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    • IULIUS sagt:

      Sicher haben Menschen Verantwortung sich zu schützen um die Wahrscheinlichkeit eines Verbrechens gegen sich zu minimieren.

      Aber das hat nichts damit zu tun, daß ein Opfer grundsätzlich nichts dafür kann, es sei denn, es setzt sich bewußt der Gefahr aus. Nur dann ist es nach meiner Ansicht kein wirkliches Opfer.

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      • Sobald also jemand sich bewusst einer Gefahr aussetzt, ist er kein wirkliches Opfer mehr?

        Und was ist, wenn die Gefahr von allen denkbaren Alternativen immer noch das geringste Übel ist?
        Oder wenn die Gefahr zwar vorhanden, aber sehr unwahrscheinlich ist, während ihr aus dem Weg zu gehen, gewisse Opfer erfordern würde?

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        • IULIUS sagt:

          Solange jemand davon ausgehen kann sich nicht ernsthaft einer akuten Gefahr auszusetzen kann man sicher von Opfer reden.

          Beim russichen Roulett mit einer Automatikwaffe bin ich davon nicht überzeugt. (im Sinne von Kriminalität)

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          • Pupsi das Schwein sagt:

            Hmmmm, selten endstehen Konflike aus dem nichts (ist aber möglich). Das heisst, eine Situation schaukelt sich immer weiter auf, bis sie eskaliert. Dann hätten beide Teile eine Verantwortung an der Gewalt. Z.B. ist häusliche Gewalt ist selten einseitig, meistens schaukelt sich ein verbaler Konflikt so weit aus, bis eine(r) zuschägt. Es gibt keine Rechtfertigung seine Frau zu schlagen, vieleicht sollte die Frau aber aufhören ihren Mann immer Versager zu nennen😉

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            • IULIUS sagt:

              „Es gibt keine Rechtfertigung seine Frau zu schlagen, vieleicht sollte die Frau aber aufhören ihren Mann immer Versager zu nennen “

              Im Normalfall kann man problemlos solchen Dingen aus dem Weg gehen. Familiär ist das ein wenig problematischer, da hängen ganz andere Gefühle mit Drin, meist auch gravierende Verlustängste.
              Da kann es wirklich passieren, daß ein Teil sich nicht mehr anders zu helfen weiß und Zuschlägt. Unter genauer Betrachtung der Handlungsabfolge kann das sogar eindeutig Notwehr sein.
              Aber Notwehr gegen eine Frau wird gesellschaftlich, insbesondere bei familiären Konstellationen, nicht akzeptiert.

              In solchen Fällen gehören beide unabhängig voneinander therapiert.

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  6. Wenn Links wußte, dass Rechts die Nase bricht, wenn man im widerspricht, dann kommt es ja sogar hin

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  7. Wenn man ein wildes Tier reizt und dann von diesem gebissen wird, ist man selbst schuld.
    Wenn man einen Menschen reizt, dessen Denkvermögen ungefähr dem eines wilden Tieres entspricht und dann verprügelt wird, trägt man hingegen keine Schuld?!

    Wenn man ein Bündel Geldscheine im Garten vergräbt und anstatt, dass daraus ein Geldbaum wächst, verrottet das Geld, ist man selbst schuld.
    Wenn man dem nigerianischen Prinz Geld überweist, damit er die Bankgebühr bezahlen kann und anstatt, dass der besagte Prinz wie versprochen seine Millionen mit einem teilt, einfach nur das Geld weg ist, ist man ein völlig unschuldiges Opfer??

    Nur weil der Täter Schuld hat, heißt das doch nicht zwangsläufig, dass das Opfer nicht auch eine gewisse Mitschuld treffen kann…

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    • IULIUS sagt:

      „Wenn man dem nigerianischen Prinz Geld überweist, damit er die Bankgebühr bezahlen kann und anstatt, dass der besagte Prinz wie versprochen seine Millionen mit einem teilt, einfach nur das Geld weg ist, ist man ein völlig unschuldiges Opfer??“

      Naja, würde sagen ist Opfer in vielfältiger Hinsicht: Seiner Gier, seiner Idiotie etc…

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      • Dann ist also das Opfer ein unschuldiges Opfer seiner Gier, aber der Täter ja eigentlich auch…

        Also ist im Prinzip niemand schuld und dem Täter etwas vorzuwerfen, ist genauso falsch, wie es gegenüber dem Opfer zu tun?

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        • IULIUS sagt:

          Da jetzt selbst ich nicht mit.

          Auch wenn Dummhiet kein Verbrechen ist ist er zum einen Opfer seiner eigenen Dummheit und Gier. Wobei Gier moralisch als Verwerflich gilt. (Jedenfalls sagen das alle Gierigen.)

          Dafür daß er durch seine „Einschränkungen“ Opfer einer anderen Person geworden ist kann man sicherlich auch nicht vorwerfen.
          Soweit scheint Klarheit zu bestehen.

          Sicher ist ein Täter auch Opfer seiner Dummheit und Gier. Hier muß man differenzieren:
          Ein Täter begeht seine Tat in der Annahme nicht erwischt zu werden. Insofern ist die Dummheit auf diesen Aspekt beschränkt. Die Tat selber wird im vollen Bewußtsein der Schädigungsabsicht durchgeführt. Folglich ist das ihm auf jeden Fall vorzuwerfen.

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          • In diesem konkreten Beispiel ist es wohl eher so, dass sowohl Täter als auch Opfer die Absicht haben, sich auf Kosten einer anderen Person zu bereichern.
            Der Täter nutzt die Dummheit des Opfers aus.
            Das „Opfer“ hingegen sieht die Chance von der vermeintlichen Notlage des Täters zu profitieren.

            Die meisten Trickbetrügereien funktonieren doch genau deshalb, weil dem Opfer das Gefühl vermittelt wird, dass eigentlich er derjenige ist, der die Dummheit des Anderen ausnutzt. Dass das Ganze von vornherein nicht hundertprozentig legal wirkt, spielt dabei sogar eine wichtige Rolle, denn so wird das Opfer dazu gebracht, niemandem davon zu erzählen (zumindest bis es zu spät ist).

            Der Nigerian Prince Scam ist natürlich ein recht extremes Beispiel, denn immerhin lässt sich das „Opfer“ auf den Vorschlag ein, einem gestürzten Staatsoberhaupt (möglicherweise ein furchtbarer Diktator, der sein Volk unterdrückt hat) dabei zu helfen, von der neuen Regierung eingefrorene Gelder (die er möglicherweise seinem Volk gestohlen hat) außer Landes zu schaffen. Aber auch die Variante, in der suggeriert wird, man könnte einen Gewinn aus einer Lotterie, an der man nie teilgenommen hat(!), einstreichen, zielt darauf, dem Opfer das Gefühl zu geben, dass es im Begriff ist, etwas zu bekommen, was ihm eigentlich gar nicht zusteht, weswegen das Opfer sich auf die merkwürdigen Bedingungen einlässt, ohne genauer nachzufragen (denn dabei könnte schließlich auffallen, dass der Gewinn eigentlich ein Fehler ist).

            Moralisch sind in diesen Beispielen Opfer und Täter aus meiner Sicht nicht sehr weit voneinander entfernt, das Opfer ist nur dümmer…

            Langer Rede kurzer Sinn: Nicht jedes Opfer ist zwangsläufig auch unschuldig.

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            • IULIUS sagt:

              Betrüger zielen, denke ich, mehr auf das Mitleid im Menschen. Der arme Staatschef, dem sein ganzes Geld genommen wurde. Dem man jetzt helfen kann sein Unrecht wieder gut zu machen… Sicher ist aber auch, daß die Aussicht auf das versprochene Geld die Sinne benebelt und die Arglosigkeit fördert.

              Betreffend Lotto kenne ich nur die Varianten, bei der man die Teilname auf eine Lotterie mit Aussicht auf Gewinn gewonnen hat, oder man einfach ausgelost wurde. Daß irgendwo auf eine vermeintliche Straftat abgezielt wird sind mir nicht bewußt untergekommen.

              Bei den Leuten, die da Geld überweisen reicht völlig die Aussicht auf einen Gewinn aus, um sie zu „Zombies“ zu machen. -> Gier macht Dumm.

              Interessant sind auch Schneeballsysteme. Da kann mehr investieren, um schneller kassieren zu können…

              Aber sicher gibt es auch Opfer, die andere betrügen wollen und selber auf einen Betrug reinfallen.

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              • Also an den armen Staatschef glaube ich ehrlich gesagt nicht. In diesem Fall ist es wohl eher so, dass das Versprechen, einen Teil des Vermögens zu kriegen, die Leute blind macht.

                Was die Lotterien betrifft, magst du Recht haben, dass diese oft eine Geschichte erzählen, die erklärt, wie man ohne eigenes Zutun in die Auslosung gekommen ist. Allerdings sind das auch die legalen Abzock-Varianten, die zwar absichtlich missverständlich ausgedrückt sind, aber eben gleichzeitig so, dass man sie auch richtig verstehen könnte.

                Gerade die nicht richtig illegalen Varianten haben sich natürlich in der Zeit des Spams im großen Stil sehr viel mehr verbreitet, aber es handelt sich dabei halt auch um keinen Trickbetrug im klassischen Sinne.
                Letzterer folgt eigentlich immer dem gleichen Konzept:
                Dem Opfer wird vorgegaukelt, eine Gewinnmöglichkeit zu bekommen, die unter normalen Umständen völlig unrealistisch ist.
                Begründet wird dies entweder damit, dass der Betrüger sich in einer vermeintlichen Notlage befindet und aufgrund des Zeitdrucks bewusst ein schlechtes Geschäft macht oder es wird der Eindruck vermittelt, dass der Betrüger sich nicht über den Wert dessen, was er anbietet, bewusst ist.
                Das Opfer macht sich zwar im Normalfall nicht strafbar, indem es das angebot annimmt, handelt aber zumindest aus moralischer Sicht verwerflich und die Chancen stehen gut, dass es seinen Verlust als gerechte Strafe für seine unlauteren Absichten hinnimmt und es evtl. aus Scham nicht einmal jemandem erzählt.

                Aber natürlich hast du Recht:
                Es gibt sehr viele Varianten von Betrug und bei vielen kann man den Opfern überhaupt nichts vorwerfen. Aber auch das ändert nichts daran, dass nunmal „Opfer = unschuldig“ so nicht immer zutreffend sein muss.🙂

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    • bertrandolf sagt:

      „Wenn man einen Menschen reizt, dessen Denkvermögen ungefähr dem eines wilden Tieres entspricht und dann verprügelt wird, trägt man hingegen keine Schuld?!“

      Kommt auf die Zurechenbarkeit an, wenn du wusstest das er agressiv und leicht reizbar ist und ihn dann noch provozierst. Dann ist dies eine Kausalität und eine eigene verantwortliche Selbstgefährdung. Ähnlich wie beim Tier. Ist halt fahrlässig.
      Aber es ist wirklich eine fast philosophische Frage ob die unbewusste Oaa, die dem Prinzen die Bankgebühr aus Gier und Nichtwissenheit überweist, Schuld ist oder ein Opfer. Im grunde suchen sich die Täter auch diese Opfer aus, weil sie wissen, das die anderen Nichtwissend sind.
      In unserem rationalen System mit dem Menschenbild des Homo Ökonomikus ist die Oma natürlich selbst schuld. Aber die ganzen Betrüger, Drückerkolonnen und Telefonvertragsverkäufer, die gezielt ale Leute aussuchen und ihnen eine 50.000er DSL Leitung mit Smart TV Option verkaufen, nicht schützenswert sind. Und in diesen Fällen den Verbraucherschutz und ähnliches ausweitet.

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      • Ich habe nie behauptet, dass jedes Opfer zwangsläufig eine Mitschuld trägt, sondern nur, dass das dieser Fall nicht generell ausgeschlossen ist.

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        • Was das Tier/Mensch-Beispiel angeht:
          Wenn jemand nicht weiß, dass man wilde Tiere nicht reizen darf, ist er dann völlig unschuldig am Ausgang des Ganzen? Ich rede nicht von einem Kind, das es nicht besser wissen konnte, sondern von einem eigentlich intelligenten Erwachsenen, der in der Lage gewesen wäre, sich vorher zu informieren, welche Konsequenzen sein Handeln haben wird.

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        • bertrandolf sagt:

          Ja, es ist sogar fast eine gesellschaftliche Frage, ob man Nichtwissen oder das sich jemand zu wenig informiert hat, Mitschuld trägt. Und in welchem Falle. Gerade das ältere Menschen ausgenommen werden und überall abgezockt werden ist ja quasi gesellschaftlich toleriert.

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          • „Gerade das ältere Menschen ausgenommen werden und überall abgezockt werden ist ja quasi gesellschaftlich toleriert.“

            Das ist mir bis jetzt so noch nicht aufgefallen, aber vielleicht bin ich auch einfach nur etwas weldfremd… Für mich sind eigentlich gerade ältere Menschen eine Gruppe, die ich in Bezug auf diese Dinge als besonders schutzbedürftig betrachte, weil sie eben meistens nicht aus blinder Gier auf die Tricks der Betrüger hereinfallen, sondern oft einfach die moderne Zeit nicht mehr verstehen und sich bei merkwürdigen Dingen dann denken „Das ist scheinbar heutzutage so…“

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            • bertrandolf sagt:

              Theoretisch wären sie schutzbedürftig, praktisch darf man ihnen nicht allgemein das Recht auf Selbstbestimmung verwähren. Gibt natürlich Ausnahmen, mit gesetzlichen Berteuer usw…

              Aber sobald Senioren auf eine Personengruppe trifft, die mit Verkaufsprovisionen ihren Lebensunterhalt verdient, werden sie ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Zum Beispiel den neusten Fernsehen mit Smart TV Option und Full HD, obwohl sie kein Internet haben oder HD-fähige Sat-Anlage😀 Kaffeefahrten…
              Oder gerade voll im Trend 90jährige eine Finanzdienstleistung verkaufen, die nach 20 Jahren fällig wird.
              Das ist natürlich kein echter Betrug, aber trotzdem moralisch fragwürdig und gesetzlich legitim.

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      • Martin sagt:

        „Kommt auf die Zurechenbarkeit an, wenn du wusstest das er agressiv und leicht reizbar ist und ihn dann noch provozierst. Dann ist dies eine Kausalität und eine eigene verantwortliche Selbstgefährdung. Ähnlich wie beim Tier. Ist halt fahrlässig.“

        Das sehe ich aber nur so, wenn der Mensch wirklich als unzurechnungsfähig gilt und zwar immer. D.h. entweder in einer Anstalt oder betreut lebt und für alle Angelegenheiten entmündigt ist.
        Und wenn ich sicher weiß, das Rechtsi bereits nur auf Widerspruch gewalttätig reagiert, dann ist die richtige Handlungsweise m.E. nicht zu schweigen. Sondern Rechtsi präventiv kampfunfähig zu schlagen und dann zu widersprechen. Warum sollten Rechtsis Defizite mein Recht auf Widerspruch und freie Meinungsäußerung negieren?

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        • Martin sagt:

          Kurze Anmerkung noch:: Der Teil nach „Und wenn ich sicher ..:“ gilt natürlich nur in dem Fall, das Rechtsi *nicht* unzurechnungsfähig und entmündigt ist.

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          • Also, versteh ich dich richtig:
            Du würdest warten, bis Rechts etwas sagt, dem du nicht zustimmst, ihn dann erstmal „kampfunfähig machen“ (also zusammenschlagen) und sobald er dann hilflos am Boden liegt, würdest du seiner ursprünglichen Aussage widersprechen.

            Und das nennst du die richtige Handlungsweise?!

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            • Martin sagt:

              Wenn ich sicher weiß, das Rechtsi mich sonst nach der Erwiderung schlagen würde? Ja.

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              • IULIUS sagt:

                Das Verhalten dürfte wohl hoch bedenklich sein. Und mit Sicherheit als Vorsätzlicher Angriff gewertet werden, denn Du schlägst ihn zu sammen, nur weil er anderer Meinung ist.

                Der einzig richtige und vor allem legale Weg ist solchen Menschen aus dem Weg zu gehen. Wüßte jetzt keinen vernünftigen (und nicht konstruierten) Grund sich mit so jemanden auseinander zu setzen.

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        • bertrandolf sagt:

          „Das sehe ich aber nur so, wenn der Mensch wirklich als unzurechnungsfähig gilt und zwar immer. D.h. entweder in einer Anstalt oder betreut lebt und für alle Angelegenheiten entmündigt ist.“
          Ich meinte inwiweit die Zurechenbarkeit des Linken, also inwieweit er die Mitverantwortung trägt und das Risiko abschätzen konnte.

          „Und wenn ich sicher weiß, das Rechtsi bereits nur auf Widerspruch gewalttätig reagiert, dann ist die richtige Handlungsweise m.E. nicht zu schweigen. Sondern Rechtsi präventiv kampfunfähig zu schlagen und dann zu widersprechen. Warum sollten Rechtsis Defizite mein Recht auf Widerspruch und freie Meinungsäußerung negieren?“

          Ichzweifel dran, das es in diesem Fall um Meinungsfreiheit geht. Weil die Meinung nicht öffentlich kundgetan wird, sondern hier im Fall zielgerichtet auf ein Subjekt ist.

          Aber der Kommentar trifft den Kern der Frage. Wenn das Risiko zu 100% bekannt wäre, dann würde quasi ein Machtverhältnis bestehen. Wobei der rechte aus einer überlegenen Position agieren würde, weil er dem linken sein Verhalten diktieren kann, wenn dieser das Risiko ausschließen wollte. Dies wäre ein echtes Problem.

          Wenn es bedeutend wäre, ihm die Meinung mitzuteilen, wäre das vorsätzlich Kampfunfähig machen, krasser wie die Affekthandlung. Aber gibt ja auch andere Möglichkeiten, Telefon, Facebook😀 Oder sich Unterstützung organisieren.

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          • Martin sagt:

            „Ichzweifel dran, das es in diesem Fall um Meinungsfreiheit geht. Weil die Meinung nicht öffentlich kundgetan wird, sondern hier im Fall zielgerichtet auf ein Subjekt ist. “

            Im Beispiel äußert Linksi seine Meinung zu einem allgemeinen gesellschaftlichen Thema. Das fällt für mich unter Meinungsfreiheit.

            „Aber der Kommentar trifft den Kern der Frage. Wenn das Risiko zu 100% bekannt wäre, dann würde quasi ein Machtverhältnis bestehen. Wobei der rechte aus einer überlegenen Position agieren würde, weil er dem linken sein Verhalten diktieren kann, wenn dieser das Risiko ausschließen wollte. Dies wäre ein echtes Problem.“

            Das *ist* ein echtes Problem. Das ist eigentlich eine ziemlich klassische Konstellation in Familien/Beziehungen, mit einer gewalttätigen, cholerischen Partei und einer, die beschwichtigt oder/und ihre meinung nicht äußert.

            „Wenn es bedeutend wäre, ihm die Meinung mitzuteilen, wäre das vorsätzlich Kampfunfähig machen, krasser wie die Affekthandlung. Aber gibt ja auch andere Möglichkeiten, Telefon, Facebook😀 Oder sich Unterstützung organisieren.“

            Das Ausweichen auf andere Mitteilungswege löst m.E. das eigentliche Problem nicht. Es geht nicht drum, ob es wichtig ist, die Meinung mitzuteilen. Es ist wichtig, dieses Unterdrückungsverhältnis zu brechen. Es ist auch nicht einzusehen, warum jemand einfach durch Gewalteinsatz quasi einen Kommunikationsweg (direktes sagen) sperren können sollte.
            Ich halte es für falsch, Cholerikern dieser Art nachzugeben. Ich halte es für richtig, ihnen gegenüberzutreten, notfalls eben auch mit Gewalt und ggfalls auch präventiv. Ich halte es da für legitim aus vorherigem Verhalten auf kommendes schließen und gegebenenfalls auch präventiv zuzuschlagen.

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            • bertrandolf sagt:

              „Im Beispiel äußert Linksi seine Meinung zu einem allgemeinen gesellschaftlichen Thema. Das fällt für mich unter Meinungsfreiheit. “

              Ich glaube wenn du weisst, das es ihn provoziert, kommt es nicht auf den Inhalt an, sondern könnte sogar als Beleidigung ausgelegt werden. Bin kein Verfassungsrechtler und kenne mich nicht sehr mit dem stgb aus, aber ich glaube mich erinnern zu können, das Meinungsfreiheit etwas mit öffentlicher Meinung und Kundgebung zu tun.

              „Das Ausweichen auf andere Mitteilungswege löst m.E. das eigentliche Problem nicht. Es geht nicht drum, ob es wichtig ist, die Meinung mitzuteilen. Es ist wichtig, dieses Unterdrückungsverhältnis zu brechen. Es ist auch nicht einzusehen, warum jemand einfach durch Gewalteinsatz quasi einen Kommunikationsweg (direktes sagen) sperren können sollte.
              Ich halte es für falsch, Cholerikern dieser Art nachzugeben. Ich halte es für richtig, ihnen gegenüberzutreten, notfalls eben auch mit Gewalt und ggfalls auch präventiv. Ich halte es da für legitim aus vorherigem Verhalten auf kommendes schließen und gegebenenfalls auch präventiv zuzuschlagen.“

              Praxistauglich ist das nur bedingt, obwohl unter 4 Augen geht sowas natürlich schon. Das erinnert mich an einer meiner Lieblingswörter: „Vorwärtsverteidigung“😀😀

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              • IULIUS sagt:

                „Ich halte es für falsch, Cholerikern dieser Art nachzugeben. Ich halte es für richtig, ihnen gegenüberzutreten, notfalls eben auch mit Gewalt und ggfalls auch präventiv.“

                Choleriker haben es gelernt sich mit Gewalt durchzusetzen, was Du vorschlägst ist lediglich in ihrer Sprache zu agieren. Inwiefern das einen Choleriker zum Umdenken bringen soll ist mir Schleierhaft.

                In solch einem Fall würde ich eher vermuten, der Person geht es ausschließlich um Rache.

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            • Präventive Bestrafung ist in jedem Fall falsch. Was du tun kannst, wenn du weißt, dass Rechti mit Gewalt darauf reagiert, dass du ihm widersprichst, ist dich darauf vorzubereiten, seinen erwarteten Schlag abzublocken und ihm DANN eine zu verpassen.

              Das was du vorschlägst, macht dich hingegen zu etwas noch schlimmerem als einem Choleriker:
              Der Choleriker hat sich nicht außer Kontrolle, rastet ohne vernünftigen Grund aus und schlägt zu.
              Du hingegen hast dich komplett unter Kontrolle und schlägst trotzdem zu, weil du der Meinung bist, du hättest das Recht dich mit Gewalt durchzusetzen.
              Auf diese Weise löst du kein Problem, du wirst selbst zu einem noch viel größeren Problem!

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          • Mike Macke sagt:

            Mag ja ein bisschen OT sein – aber wie wär ’s mit Rennen nach dem „Meinung geigen“?🙂

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      • Dummerjan sagt:

        „Homo Ökonomikus“ ist kein Menschenbild sondern eine ökonomische Modellvorstellung, wie z.B. in der Physik der Kraftpunkt, oder das Lichtquant.

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    • Zara sagt:

      „Wenn man ein wildes Tier reizt und dann von diesem gebissen wird, ist man selbst schuld.
      Wenn man einen Menschen reizt, dessen Denkvermögen ungefähr dem eines wilden Tieres entspricht und dann verprügelt wird, trägt man hingegen keine Schuld?!“
      Ja – warum sollte man Schuld daran haben, dass sich der andere nicht im Griff hat? Selbst das Strafrecht räumt dem Provozierten nicht das Recht ein, das Gegenüber (= Provokateur) tätlich anzugreifen.

      Wenn ich wirklich davon ausgehen müsste, dass mir ein menschliches wildes Tier gegenübersteht, dass sich dann auch so aggressiv und rücksichtslos verhält wie ein solches, dann würde ich denjenigen abknallen. Fairerweise müsste dann dieses „wilde Tier“ rechtlich als Tier gelten, wenn man schon so argumentiert, dass sich der andere ja nicht kontrollieren kann.

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  8. Dummerjan sagt:

    Es wird wohl ein ewiges Dilemma bleiben. Nicht jede Wahrheit muss bei jeder Gelegenheit repetiert werden. Andererseits kann man sich nicht dauerhaft mit Lügen zufrieden geben.

    Es ist nicht angebracht eine atheistische Demonstration auf einem Friedhof durchzuführen.
    Andererseits muss man nun nicht um des lieben Friedens willen jeden religiösen Unsinn unwidersprochen ertragen. Takt und ein gewisser gesunder Menschenverstand sind sicher hilfreich.

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    • Martin sagt:

      Das stimmt zwar, aber hier handelt es sich offensichtlich um ein normales Gespräch zwischen zwei Leuten und nicht um einen besonderen „Schutzbereich“.

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