Menschen hassen, leicht gemacht!

Veröffentlicht: Dezember 5, 2013 in Ratgeber
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Du hasst eine bestimmte Menschengruppe? Wunderbar, nutze diesen kleinen Leitfaden um deinen Hass voll auszuleben:

1. Sammle jeden Fall von unrechtem Verhalten, den deine Zielgruppe X begeht. Idealerweise gegen Mitglieder der „guten Gruppe“ Y. Also etwa X erschlägt Y oder X raubt Y aus oder ähnliches. Auch Gewalt gegen Kinder ist ein ideales Mittel, wann immer du etwas dazu findest, dass X ein Kind geschädigt hat, nutze das! Betone die Schrecklichkeit und Ungerechtigkeit der Tat.

2. Bastle um diese Sammlung der Untaten von Gruppe X eine Theorie, die erklärt warum Gruppe X ganz klar dazu neigt, Unrecht zu begehen im Gegensatz zu „guten Gruppen“. Ideal ist hierbei die Mischung zwischen Genen und Sozialisation. „Das liegt einfach in deren Kultur/Sozialisation“ etc. ist eine gute Begründung.

3. Betone, dass Gruppe X deine Gruppe Y hasst und bereits seit langem schädigt mit dem Ziel, sie zu unterdrücken oder zu zerstören.

4. Wenn ein Mitglied der guten Gruppe Y ein Unrecht an Gruppe X begeht, lable das als „Reaktion auf die Gewalt durch Gruppe X“ oder schlicht als „wehren“. Denn wie man aus Punkt 1 und 2 deutlich erkennen kann neigt Gruppe X zu bösem Verhalten und hat mit Sicherheit das arme Mitglied der Gruppe Y irgendwie provoziert oder angegriffen.

5. Besorge dir einige Alibi-Verbündete aus Gruppe X als Freunde/Bekannte und sprich dich so von dem Verdacht los, Gruppe X zu hassen. Nutze dafür folgenden Satz: „Unsinn, ich bin kein X-Hasser/X-Feind, ich habe Xe in meinem Bekanntenkreis und verstehe mich gut mit denen. Natürlich sind nicht ALLE aus Gruppe X böse. Aber man kann nicht die Augen davor verschließen, dass Gruppe X problematisch ist.“

6. Behaupte, dass Gruppe X eine besondere Macht hat, also z.B. von der Regierung besonders geschützt wird, mehr Geld oder sonstige Macht hat und behaupte weiterhin, dass zwar alle wissen, dass Gruppe X böse ist aber keiner sich traut etwas dagegen zu tun oder zu sagen. Behaupte weiterhin, dass ein Großteil der bösen Taten von Gruppe X gar nicht in die Öffentlichkeit kommt und eine riesige Dunkelziffer an Untaten existiert über die sich niemand zu reden traut. Verweise nochmal auf Punkt 1 und deine Sammlung.

7. Wenn ein Mitglied deiner eigenen Gruppe Y der Ansicht ist, Gruppe X sei nicht böse, dann erkläre, dass dieses Mitglied ganz klar manipuliert ist und durch die Indoktrination von Gruppe X so geschädigt, dass es seine Unterdrückung nicht mehr bemerkt.

8. Bleib positiv! Lass dich nicht darauf festnageln, was mit Gruppe X zu tun sei, denn Menschen reagieren empfindlich wenn man darüber redet ganze Gruppen zu schädigen. Sprich also eher darüber, dass Gruppe Y im Gegenzug mehr Unterstützung, mehr Förderung, mehr Schutz benötigt um die Schäden durch Gruppe X auszugleichen. Und natürlich muss jegliche Förderung von Gruppe X gestoppt werden, denn denen geht es ja jetzt schon zu gut!

9. Idealerweise bist du durch die vorherigen 8 Punkte an einen Punkt gekommen, an dem Gruppe X auf dich aufmerksam wurde. Wann also immer sich eines der Mitglieder im Ton vergreift mach eine riesen-riesen Sache daraus und erkläre, dass du von dem Hass durch Gruppe X förmlich überschüttet wirst. Dies ist der beste Beweis dass du recht hast und Gruppe X böse ist und jeden attackiert, der die Wahrheit über sie sagt!

Kommentare
  1. The Laughing Man sagt:

    Schon auf traurige Art faszinierend wie oft dieses Verhaltensmuster auftaucht.

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  2. Spatz sagt:

    Xe und Ye sind mir egal, aber die Zs treiben mich immer wieder zur weißglut… Was die sich immer erlauben!

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  3. netreaper sagt:

    Feministinnen sind böse. Darüber müssen wir hoffentlich nicht näher reden.🙂

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  4. Ich bin sowieso gegen alles.

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  5. Mike Macke sagt:

    Jetzt hasst (sic!) Du es geschafft: Das ist zumindest eine Zeitlang meine neue Startpage…

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  6. IULIUS sagt:

    Zu 1
    nachdem Du erklärt hast wie schlimm das ist und was alles passieren kann solltest Du gezielt fragen, wie Dein Gesprächspartner es findet, daß X ein Kind geschädigt hat.

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    • gnaddrig sagt:

      Sehr richtig. Man kann das je nach Gesprächssituation auch sehr schön suggestiv verpacken: Du findest es also nicht weiter schlimm, dass X Kinder schädigen? Stell dir vor, das wäre dein Kind gewesen!

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      • IULIUS sagt:

        Auch gut.
        Meine Intention zielt auf den Lerneffekt durch Wiederholung des Gehörten.

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        • gnaddrig sagt:

          Klar, das ist auch wichtig. Man muss das wohl je nach konkreter Situation entscheiden. Sicher kommt bald jemand mit einer ausführlicheren Version dieses Ratgebers auf den Markt und bietet vielleicht auch Schulungen an, wo man sowas einüben kann.

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          • IULIUS sagt:

            Schulungen gibt es schon, für Mütter, die die Väter ihrer Kinder loswerden wollen.

            Betr. Rageber gab es Internet diesbezüglich einen ausführliche Buchbeschreibung, in der ausführlich und detailiert beschrieben wurde, wie eine Mutter es am effektivsten anstellt den Vater zu diskreditieren und komplett aus dem Leben der Kinder zu verbannen. – Außer natürlich, daß er zahlen darf. (Kann es kleider nicht mehr finden.)

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  7. Also normalerweise finde ich deine Ratschläge ja sehr hilfreich, aber das hier…
    Ich hab echt keine Ahnung, wie ich all das auf meine lärmenden Nachbarn anwenden soll! o.O

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  8. IULIUS sagt:

    Kannst damit anfangen, xyz hat Dir erzählt, die hätten eine Katze getreten. Das arme Tier humpelte hinterher. Und das arme Kind, das mit der Katze unterwegs war weinte bitterlich.

    Langsam darauf hinarbeiten, daß sie süße Hundewelpen essen.

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  9. Ok, aber wem erzähl ich das?

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  10. honeyinheaven sagt:

    Ist gut geschrieben. Wenn ich jetzt aber mal das Wort Hass weg nehme und durch, sagen wir, Abneigung tausche, dann benutzt du hin und wieder die Punkte Eins, Fünf und Sechs in abgemildeter Form selbst, wenn es darum geht, gegen Feministinnen wie beispielsweise Frau Schwarzer oder der Mädchenmannschaft zu schießen😉.
    Das soll kein Vorwurf sein, ist nur mein eigenes Gefühl.

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    • tom174 sagt:

      Der Unterschied da ist aber, dass man sich der Gruppe der Feministen freiwillig anschliesst. Die gruppe der Feministen schiesst aber regelmässig gegen die Gruppe der „Männer“.

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      • honeyinheaven sagt:

        Das Problem ist allerdings, dass für gewisse Männer – ich habe es hier schon mal geschrieben – eine Frau bereits als Feministin gilt, wenn sie es wagt, sich nicht geschmeichelt zu fühlen, wenn sie begafft wird oder gar eine eigene Meinung hat.
        Nimm einfach diesen Blog: Mich halten hier gewisse Leute für eine Radikal-Emanze. Aber niemand, der mich besser kennt, käme auf diesen Gedanken.
        Btw wage ich mal die Behauptung, dass gewisse Männer weit mehr über Feministinnen herziehen als dieselben über sie.

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        • tom174 sagt:

          hmm.. ich glaube da sind wir hier aber drüber hinaus. im gegenteil, hier bezeichnen sich ein paar als feministen, die ich eher im humanismus verorten würde.
          In meinem Blog hab ich mich da mal etwas drueber ausgelassen. Und wenn gewisse männer über den feminismus herziehen, dann ist das eine sache. wenn feministen über männer herziehen, eine andere. Frauen über maskulisten, in ordnung. Der feminismus ist imho schlicht kaputt. es gibt keine internen selbstreinigungskräfte, das spektrum ist viel zu groß geworden. Von „wir wollen gleichberechtigung“ bis „männer gehören eigentlich komplett abgeschaft“ ist alles dabei. AS treibt quasi unwidersprochen ihre hetze, sorry. Vieleicht sollten feministen sich mehr differenzieren alla ich bin „genderfeminist“, „radikalfeminist“ oder was auch immer. Ich kann nichts mit menschen anfangen, die sich einer Gruppe zuordnen, in denen unwidersprochen behauptet wird, dass ich ausser 2 teelöffeln sperma nichts zu meiner familie beigetragen habe…

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          • honeyinheaven sagt:

            Letzteres, also den Teil mit dem Sperma, kann ich hundertprozentig verstehen.
            Und genau deswegen verstehst du dann vermutlich aber auch, warum ich hier sehr allergisch reagiere, wenn mir gewisse dominante Männer sinngemäß erklären, ich müsste als Mädchen gefälligst für jeden alten Lust-Greis dankbar sein, der mich belästigt. Es gibt eben auch bei Männern diejenigen, die sich ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzen und eben die, die ausschließlich provozieren und triggern wollen.

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            • IULIUS sagt:

              Mach Dich nicht kleiner, als Du bist, ansonsten:

              Papp Dir doch ein Schild an die Stirn, wo genau draufsteht, wer Dich belästigen darf.
              Alter, von bis
              Größe, von bis
              Gewicht, von bis
              Haarfarbe(n)
              Nationalität(en)
              Beruf(e)
              Einkommen, ab bis
              Vermögen ab
              etc…

              oder verteile Flyer.

              Aber höre auf zu provozieren.

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            • tom174 sagt:

              Ich glaube, die wenigsten Männer glauben, dass es irgendein Recht auf sexuelle Belästigung gibt. Aber die meisten hier haben einfach die Nase voll davon, unter Pauschalverdacht zu stehen. Feminismus, wenn man sich damit beschäftigt, triggert von ganz alleine und lässt auch mich sofort in die Verteidigungshaltung springen. Weder Männlichkeit noch Weiblichkeit schützt vor Arschlöchigkeit. Aber weder sind alle Frauen der Meinung, dass Männer alles Idioten sind, noch sind alle Männer daran interessiert, Frauen zu unterdrücken.
              Schlimm finde ich den totalitären Anspruch des Feminismus, andere Meinungen werden schlicht nicht geduldet. Mit ideologisierten Feministen ist eine echte Diskussion kaum möglich. Kommt der Feminismus irgendwann aus der Opferrolle, kann das was werden.
              Versuch mal die Emma seite aus Sicht eines Mannes zu lesen, dann kannst du verstehen, warum Feminismus ein rotes Tuch ist. Lies SCUM und wisse, dass auch das ein feministischer Klassiker ist. Schau dir den Jubel über ein abgeschnittenes Genital an, und versuch da mal Mann durch Frau und Schniedel durch Brust ersetzt zu denken. Nein, so wird das nichts mit einer Aussöhnung der Geschlechter.
              Ich mag starke Frauen. Je selbstbewusster, desto lieber. Ich mag aber keine Frauen, die meinen ich bin schlecht, weil ich ein Chromoson mehr hab (oder ein verkrüppeltes Chromosom, grade egal).

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              • IULIUS sagt:

                Logik und Fakten bringen bei der Dame nichts.😉

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              • honeyinheaven sagt:

                Diesem Beitrag kann ich fast vollständig zustimmen. Ich denke auch, dass es natürlich auf beiden Seiten der Geschlechter Arschlöcher gibt. Und ich käme auch nie auf die Idee, eine Person aufgrund seines/ihres Geschlechts zu beurteilen.
                Wenn ich Zeit habe, werde ich mir die Emma-Seite mal anschauen. Ich lese diese Zeitschrift mitunter, allerdings ganz altmodisch und nicht online. Manches darin finde ich sehr gut geschrieben, anderes trifft meinen Geschmack nicht so ganz. Ich weiß aber auch, was ich Frau Schwarzer an gesellschaftlichem Wandel verdanke. Und ohne den Feminismus würde ich nicht nächstes Jahr Abi machen und danach auch keine Uni von innen sehen. Dass es dabei weit übertrieben Positionen mancher Femnistinnen gibt, die über das, was man gesunden Menschenverstand hinaus geht, würde ich nie bestreiten.
                Aber noch etwas Gesellschaftliches: Versuche dir, mal vorzustellen, wie es für dich wäre, wenn in der Werbung plötzlich der Mann permanent nur auf das Sexuelle reduziert dargestellt werden würde. Wenn in der leider größten deutschen Tageszeitung die zahlreichen Zuhälteranzeigen nicht mehr aus „heißen Fotzen“, sondern aus „geilen Schwänzen“ bestehen würden. Wenn dir an jeder Bushaltestelle nicht mehr ein weiblicher Busen (meist bedeckt) und Po als Werbung begegnen würde, sondern ein männlicher Schwanz. Vielleicht kannst du dann ein bisschen besser verstehen – das war jetzt nur ein Beispiel – warum es mitunter nervt, ausschließlich auf das Aussehen reduziert und damit als Objekt gesehen zu werden.

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                • tom174 sagt:

                  Ich glaube, das ist ein klassisches Missverständnis. Klar, Prostituierte werden in Anzeigen auf ihre Sexualität reduziert. Das ist ja schliesslich auch das, was sie verkaufen. Eine Handwerkeranzeige hat sicherlich auch nicht die literarische Bildung des Handwerkers als motiv. Frauen im allgemeinen werden aber nicht reduziert, sondern es ist etwas, was sie (auch) haben. Auch bei sexualisierter werbung, da ist die Schönheit der Frau etwas, nach der wir Männer zu streben haben (kauf das und das Produkt, landest du auch bei schönen frauen). Ein bild des Körpers einer frau ist genau das was es ist. Da kenne ich die Frau nicht. Ich habe mit ihr weder ein gespräch gehabt, noch eine berufliche beziehung. aber ich kann sie hot finden. Einfach wegen ihres körpers ist sie schon begehrenswert. Als mann reisst man sich den hintern auf, um seinen Attraktivitätswert bei frauen zu steigern. Der weibliche Körper in Werbung ist schlicht eine Karotte, die uns vorgehalten wird.
                  Jap, ich mag brüste (und hintern gar noch mehr), aber das heisst nicht, dass ich den weiblichen Menschen, der mir gegenübersteht, auf sein äusseres reduziere. In beruflichen dingen spielt die attraktivitaet keinerlei Rolle.
                  Oder im internet.. da kennt man sein gegenüber schlicht nicht. Hier in den Diskussionen spielt auch das keine Rolle.
                  Hätte ich ein Problem mit schwänzen in der werbung? naja, das gleiche wie mit vaginas. Mit männlichen hintern? Nö. Männern in unterwäsche? Auch net. Ich bekomme auch gerne Komplimente für mein Äusseres.
                  Und es sind leider nicht nur „manche“ Feministinnen. Es ist leider die überwiegende Mehrheit. Gugg dir WBF an. Da wird wild gelöscht. Wie soll ich da diskutieren. Nenne mir eine feministische Plattform die andere Meinungen zulässt. Beleidigungen können gerne gelöscht werden, aber argumente sollten stehenbleiben, und ich diskutiere da gerne. Finde ich nicht.

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                  • IULIUS sagt:

                    „Ich weiß aber auch, was ich Frau Schwarzer an gesellschaftlichem Wandel verdanke. Und ohne den Feminismus würde ich nicht nächstes Jahr Abi machen und danach auch keine Uni von innen sehen.“

                    An dem gesellschaftlichen Wandel ist Frau Schwarzer bestenfalls Marginal beteiligt. Als Frau Schwarzer aktiv werden konnte war die Gesellschaft schon längst am Umdenken und hatte die meisten uns bekannten Reformen schon durchgeführt.
                    Frau Schwarzer kreicht nur am Lautesten und reklamiert alles für sich.

                    Was die Frau wirklich fordert, sind extreme, die (hoffendlich) nie umgesetzt werden. In der Summe hat die Schwarzer nichts zum gesellschaftlichen Wandel beigetragen, Im Gegenteil sie behindert ihn.

                    Betreffend Studium gab es ganz andere Frauen.Schwarzer müßte demnach locker 200 Jahre alt sein und unter einem Pseudonym gehandelt haben:
                    http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstudium_im_Deutschen_Sprachraum

                    „Aber noch etwas Gesellschaftliches: Versuche dir, mal vorzustellen, wie es für dich wäre, wenn in der Werbung plötzlich der Mann permanent nur auf das Sexuelle reduziert dargestellt werden würde.“

                    Primär werden nicht die Frauen reduziert, sondern die Männer werden mit diesen Bildern auf ihre sexuellen Triebe reduziert. Es werden Instinkte angesprochen um den Blick zur Werbung zu locken, damit das Produkt überhaupt, wenn auch ersteinmal nur nebenbei, wahrgenommen wird.

                    Glieder werden zur Werbung nur nicht genutzt, weil es moralisch schwer und rechtlich gar nicht möglich ist damit Werbung zu machen.
                    Insofern die Gleichberechtigung dazu führt, daß ein Mann genauso wie eine Frau sein Geschlecht offen zur Schau tragen kann – ohne gleich verhaftet zu werden – wird sich die Werbung auch anpassen.

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                    • tom174 sagt:

                      Es wäre mal interessant, wieviel der feminismus und wieviel die 68er zum aufbrechen der geschlechterrollen beigetragen haben..

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                    • LoMi sagt:

                      Dazu passend fand ich im „Profibuch Aktfotografie“ von Stefan Weis die Aussage: Weibliche Nacktheit in der Öffentlichkeit wird eher toleriert. Es sei darum meist unproblematisch, in der Öffentlichkeit Akte zu fotografieren. Bei Männern sei das was anderes, da müsse man schnell mit dem Auftritt der Polizei rechnen.

                      Ein nackter Mann scheint also eher ein öffentliches Ärgernis zu sein… Privilegien und so ^^

                      Aber man muss hier auch gerecht bleiben. Es sind nicht die Frauen, es sind die Männer selbst, die männliche Nacktheit scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Wobei Männer und Frauen da Hand in Hand arbeiten: Wie oft spotten Frauen über „Hemden“ und „Hühnerbrüste“?

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                    • IULIUS sagt:

                      Auch mit den 68ern hat Schwarzer nichts zu tun, außer daß sie im Nachhinein darüber „berichtete“.
                      In der Zeit war sie im Ausland.

                      Wohl das einzige Thema und Erfolg, den man ihr vielleicht – mit – zuschreiben kann ist die Modifizierung des §218 StGB.

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                  • honeyinheaven sagt:

                    Da ich keine Feministin bin, zumindest nicht nach meiner Meinung, kann ich dir auch keine Feministische Plattform empfehlen, auf der du diskutieren kannst. Ich kannte vor EMN und ihrem Blog noch nicht einmal die Mädchenmannschaft.
                    So wie du das definierst und beschreibst, können Mann und Frau damit leben. Nur befürchte ich eben, dass nicht alle so differenzieren können.
                    Und grundsätzlich herrscht doch in der Gesellschaft folgendes Denken vor:

                    – weißer Mann am Steuer eines Porsche/Jaguar/Ferrari = toller Macher, erfolgreicher Typ

                    – Afrikaner am Steuer eins solchen Wagens = Verbrecher, Drogen-Dealer

                    – Frau, Hautfarbe egal, am Steuer eines solchen Wagens = Schlampe, die sich einen reichen Typen geangelt hat.

                    Der Gedanke, das eine Frau so etwas selbst geschafft haben könnte, kommt vielen gar nicht. oder nimm ein anderes Beispiel: Der erfolgreiche Mann gilt als Alphamännchen, die erfolgreiche Frau als Emanze. Oder nimm Frau Merkel – wie viele Stammtisch-Witze gibt es zu ihrem Aussehen? Ich mag weder sie noch ihre Partei, aber ich frage mich, ob es über männliche Politiker auch diese Witze gibt, nur auf das Aussehen bezogen.

                    Aber wie gesagt – mit deiner Definition stimme ich völlig überein.

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                    • weißt du noch wie über kohl gelästert wurde und sein gewicht? das war nicht mehr feierlich.

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                    • tom174 sagt:

                      Ich hoffe doch, dass mann und frau so mit leben können, daheim bin ich zahlenmaessig gänzlich unterlegen😉
                      Gegen Vorurteile zu kämpfen, bin ich sofort dabei. In meiner Welt gilt eine erfolgreiche Frau nicht als erfolgreich (noch). Allerdings sehe ich die Gefahr, dass ich da mehr und mehr nicht Emanze (steht für mich als emanzipierte Frau, finde ich nicht negativ), sodern als quotenfrau. Und das halte ich echt für gefährlich. Denn das zweifelt ihre Kompetenz an. Und das wiederum haben viele Frauen nicht verdient. Die erfolgreichen Frauen in meinem umfeld.. die sind da wo sie sind, weil sie es verdient haben. Wir haben hier keine quote, deswegen habe ich auch keinen grund ihnen zu unterstellen, sie könnten weniger als ihre männlichen pendants….

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                • LoMi sagt:

                  „Wenn dir an jeder Bushaltestelle nicht mehr ein weiblicher Busen (meist bedeckt) und Po als Werbung begegnen würd“

                  Dazu habe ich eine Anmerkung. Ja, ich kann mir vorstellen, dass man als Frau davon genervt ist. Aber die Behauptung, es sei eine Reduktion auf Äußeres und sonst nichts, geht fehl. Warum? Weil diese Darstellungen ambivalent sind. Die Medaille hat zwei Seiten. Die eine ist, dass eben häufig nur auf körperliche Vorzüge geschaut wird. Die andere ist aber, dass diese dauernden Darstellungen weiblicher Körper zugleich eine Art kultischer Verehrung sind. Denn sie sind ja getragen von der Faszination für weibliche Formen. Sie propagieren diese Faszination auch. Sie sprechen sie an, locken sie hervor, sie feiern sie. Der weibliche Körper ist damit nicht nur Ware, sondern eben auch Gegenstand permanenter Bewunderung und des dauerhaften Begehrens.

                  Dieser Aspekt wird leider übersehen. Es wird gerne immer nur negativ interpretiert. Aber es gibt eben auch die positive Seite. Ich meine damit nicht, dass die Werbeindustrie damit altruistisch die weibliche Schönheit feiert. Sie wird durch die Blicke gefeiert, durch die Neugierde, durch die Schaulust und durch das ungebrochene Interesse daran.

                  Viele Männer wären gar nicht undankbar, wenn der Männerkörper in vergleichbarer Weise Gegenstand der Bewunderung und des Begehrens wäre.

                  Das Problem der Werbung ist eigentlich ein anderes: Sie propagiert die Normfigur, ein Schönheitsideal. Vermutlich nicht von heterosexuellen Männern entworfen. Denn ein Streifzug durchs Internet belehrt einem schnell des Besseren. Da herrscht Vielfalt. Ich selbst bin in meiner Freizeit Aktfotograf. Die Spannweite an Formen ist größer als in der Werbung und das Bedürfnis nach Vielfalt ist auch da.

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    • Feminismus ist eine Einstellung und gegen problematische Einstellungen darf und sollte man was tun. Das ist was völlig anderes als gegen Männer/Frauen/Ausländer/Migranten/Homosexuelle/sonstige zu hetzen.
      Ansonsten dürfte man ja auch nichts gegen Rechtsradikale sagen oder die sympathische Gruppe der Massenmörder^^

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      • honeyinheaven sagt:

        Naja, dahinter steckt immer eine Einstellung. Auch Rechtsradikalismus ist eine Einstellung, aber es sind Menschen, die Ausländer angreifen oder töten. Und wenn du die Mädchenmannschaft kritisierst, kritisierst du ja natürlich auch die Menschen dahinter und nicht nur deren Einstellung.

        Aber keine Frage, Kritik ist gut und okay. Mir ging es eben nur darum, dass mich beispielsweise die Punkte Eins (Du trägst viel negatives über den Feminismus zusammen und suchst danach (mein Eindruck)), Fünf (Du sagtest ja schon, dass du nicht gegen Gleichberechtigung bist und einige wenige Feministinnen okay seien) und Sechs (Du sagtest mal sinngemäß, dass du den Feminismus für gefärhlich hältst. Und gefährlich kann nur etwas sein, das auch eine gewisse Macht hat) an manches von hier erinnerte.

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  11. LoMi sagt:

    @EMN:
    Man könnte das noch ergänzen durch das Pars-Pro-Toto-Prinzip (Norbert Elias):
    – Beweise die Höherwertigkeit Deiner Gruppe dadurch, indem Du die besten Mitglieder Deiner Gruppe als beispielhaft für die ganze Gruppe vorweist. Die Vorzüge der Besten, ihre Leistungen, ihr Verhalten erklärst Du zu dem, was für Deine Gruppe typisch ist.
    – Leite den minderwertigen Charakter der Feindgruppe aus dem Verhalten ihrer schlechtesten Mitglieder ab. Deren Verfehlungen und Eigenheiten erkläre zu wesentlichen Merkmalen der Feindgruppe insgesamt. Falls Du einen Alibifreund aus der Feindgruppe hast, erkläre ihn zur Ausnahme: Für einen X ist der Alibifreund eigentlich ganz in Ordnung/ gar nicht so fanatisch/ gar nicht so ein Gewalttäter.

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  12. Mika sagt:

    Es fehlt die Unterscheidung zwischen formellen und informellen Gruppen.

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  13. Graublau sagt:

    Es gab schon vor ein paar Jahren eine schöne Anleitung für ein Hassblog, siehe http://politicallyimpotent.narod.ru/

    Auszug: (Zum Hassblog braucht man…)
    „1.) eine Faktenbasis – findet sich leicht, denn jede größere und langlebige Menschengruppe hat oder hatte irgendwelche Verbrecher in ihren Reihen.

    2.) eine Pseudotheorie, die erklärt, warum diese verbrecherische Minderheit das Wesen der Gruppe punktgenau repräsentiert, obwohl sich die Mehrheit der Gruppe nicht verbrecherisch verhält.

    3.) einen inneren Feind, der als Erklärung dafür herhält, warum es außerhalb eurer Hasscommunity keiner merkt, dass die Hassgruppe die ganze Menschheit terrorisiert und kurz vor der Weltherrschaft steht.“

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  14. […] Gegenlesen sei noch ein Artikel zum selben Thema von Erzählmirnix erwähnt (in einem Kommentar erwähne ich natürlich die Anleitung für ein Hassblog): Menschen hassen, leicht […]

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  15. Schön wie man das als Zusammenfassung für jegliche Aufregung der letzten Jahrzehnte (mindestens) verwenden kann!

    Danke dafür!

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