LARP – ein bedenklicher Trend.

Veröffentlicht: Dezember 10, 2013 in Comics
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Kommentare
  1. The Laughing Man sagt:

    Wobei sich das nicht nur auf LARP beschränkt, dass gleiche hat man ja auch schon bei klassischen P&P-Rollenspielen gedacht und ebenso bei Videospielen. Genauso wie Magickarten einen zu Satanisten machen. ^^

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    • als gäbe es Spiele und Geschichtenerzähler nicht schon seit tausenden von Jahren^^

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      • machermama sagt:

        Und auch LARP ist nicht wieklich eine NEUER Trend😉
        Ich kann zwar keine genauen Angaben machen wie lange es das schon gibt, aber mindestens seit Angang der 90iger des letzten Jahrhunderts.

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        • Ich weiß😀 Aber wenn du mal allgemein rumfragst wird da vieles als „neuer Trend“ gehandelt was in Wirklichkeit schon seit Jahrzehnten eine Fanbase hat😀

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          • machermama sagt:

            Traurig aber wahr…

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          • Yesa sagt:

            Hach ja… da erinner ich mich an Manus Therapeutin der wir 10 mal erklärt haben das wenn wir sagen „wir machen Rollenspiel“ wir NICHT WoW meinen… und die uns dennoch drei Stunden lang einen Sermon über „WoW führt fast immer zu Realitätsverlust“ gehalten hat. Nach der ersten Stunde haben wir jedes erklären aufgegeben und uns damit zufrieden gegeben, darüber nachzudenken was sie versucht hätte ihm einzureden was er hätte, wenn sie kapiert hätte das wir Call of Cthullu oder Vampire spielen… immer diese schrecklich neuen Trends (mein letztes Larp war glaub ich 1999)

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      • The Laughing Man sagt:

        Ist wohl allgemein die Angst vor etwas was man selbst nicht kennt oder einfach nur in der Form ablehnt und darum meint es müsse irgendwie schädlich sein (denn man weiß es ja selbst immer am Besten). Gab das ja davor schon mit jeder neuen Musikrichtung und Mode. ^^

        Mein Opa hört deswegen auch nur Schlagermusik und jede Form von Zeichentrick ist für ihn Gekritzel. xD

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  2. Alien sagt:

    Viel bedenklicher als Karneval kann das auch nicht sein.😉

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  3. wischiwaschi sagt:

    Trend? Neu?

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  4. Arne Hoffmann sagt:

    Gerne füge ich (ein wenig klugscheißend) hinzu, dass schon, als vor hunderten von Jahren die ersten Romane aufkamen, vor einer „Lesesucht“ gewarnt wurde, beispielsweise illustriert durch das Bild einer Mutter, die an einem Brunnen saß und in ein Buch vertieft war, während ihr Kind auf dem Brunnenrand balancierte und drohte hineinzustürzen. Es ist wirklich immer wieder derselbe Unfug.

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    • aranxo sagt:

      Zu unserer Zeit Anfang der Siebziger waren es die Comics, die den Untergang des Abendlandes herbeigeführt haben. Davor das Fernsehen, danach die Videospiele.

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  5. Flo sagt:

    Gibt es wirklich noch solche Vorbehalte? Kann ich gar nicht glauben.

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    • Yesa sagt:

      yep und die sind zum Teil noch schlimmer geworden hab ich das Gefühl. Auf jeden Fall in der Hochphase von WoW ist mir oft das Klischee begegnet, von wegen Realitätsflucht, Vereinsamung (ernsthaft! beim Larpen oder P&P) etc pp. weil alles Rollenspiel irgendwie nur mit „die sitzen alle vor dem PC“ verbunden wurde…

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  6. aranxo sagt:

    Unter den Umständen sollte man auch nicht mehr in Gottesdienste gehen. SCNR

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  7. aranxo sagt:

    Der ultimative Kommentar dazu kommt von Eure Mütter:

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  8. FrauJ sagt:

    Irgendwie scheinen die Vorbehalte gegen alles, was im Ansatz mit Rollenspiel zu tun hat, allgemein noch recht groß zu sein. Komischerweise ist die Beteiligung z.B. in einer Theatergruppe aber für Viele wieder akzeptabel, wobei das für mich eigentlich auch nur eine Art Rollenspiel ist.

    Vorbehalte gibt es übrigens teilweise auch einfach gegenüber bestimmten Genres. Als ich eine recht intensive Fantasy-Lesephase hatte, meinte meine Mutter irgendwann mit besorgtem Blick: „Aber du weißt schon, dass das nicht echt ist.“ Sie hatte nämlich Angst, ich würde Realitätsverlust erleiden, wenn ich zu viel Fantasy-Kram lese. Als ich andere Genres gelesen habe (Krimi, Horror) oder wenn ich Gameboy gespielt habe war das wiederum kein Problem…

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    • unkraut sagt:

      Viel gefährlicher, als das offensichtlich fiktive ist doch die Fiktion, die flächendeckend als Realität verkauft wird. Oder zumindestens einen so hohen „realismusfaktor“ hat, dass viele sie für real halten.

      Meinetwegen Scripted Reality, Fotos die dem Marketing dienen (Stichwort Photoshop), so wie sicherlich auch so manches anderes im TV und Internet, wo die Grenzen fließend sind.

      Mal abgesehen davon gehört Realitätsflucht doch inzwischen zum Zeitgeist.
      Man fragt sich eher was passieren würde, wenn die gesellschaft nicht mehr die Fähigkeit hätte, mal kurz zu flüchten um „aufzutanken“. (Manch einer spricht auch von „Opium fürs Volk“)

      Letztenendes macht die Dosis das Gift. Komisch, der Satz ist so alt, und doch scheint Schwarz-Weiß-Denken sich besser zu verkaufen.
      Schwarz-Weiß-Denken ist häufig auch eine Form von Realitätsflucht. Man begibt sich gedanklich in eine Scheinsicherheit, nur um das Gefühl zu haben, dass alles in der Welt seine Ordnung hat und man simple Handlungsmöglichkeiten hat. Das spart Zeit und verbraucht weniger Hirnschmalz, den man dann anderwertwig einsetzen kann. (Oder auch nicht.) Realitätsflucht ist menschlich.

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  9. Dummerjan sagt:

    Frauenzeitschriften fallen meist auch in diese Kategorie….
    Wenn die erste Rechtsi-Linksi-Erzählmirnix-Convention stattfindet, in denen Deine Comics nachgespielt werden, dann hast Du es geschafft.

    Äh, ja ein Kollege will sich grade mit mir treffen und über LARP reden…

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  10. Das machen wir Rheinländer zuverlässig einmal im Jahr kollektiv!

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  11. Aha? sagt:

    Als ehemaliger LARPer muss ich sagen: für einen nicht geringen Teil der Menschen dort dreht sich das Leben um nichts anderes mehr. Es geht von einem LARP zum nächsten und ein Großteil der privaten Gespräche drehen sich darum. Einige leben ihre Rolle im Spiel dann auch real immer mehr.

    Das ist kein Vergleich mit Filmen! Da versinkt man maximal 2 Stunden in Gedanken. Beim LARPen ist das Gefühl wesentlich intensiver. Ich hab es genossen, Rollen zu probieren und hab mir ein paar Scheiben auch fürs reale Leben angeschnitten. Aber ich dann damit aufgehört, als gute Freunde dem LARPen so verfallen waren, dass sie ihr normales Leben vernachlässigt haben.

    Ich finde das aber immer noch besser, als sein Leben nach staatlich genehmigten Phantasien wie Religionen auszurichten. LARPer versuchen anderen wenigstens nicht vorzuschreiben, wie sie zu leben haben😉 (Leider aber oft, wie andere zu LARPen haben…das kann Stimmung kosten, aber echt!)

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    • susepedia sagt:

      Also: Dass Larp, wenn man es intensiv betreibt, einen großen Raum im Alltag einnehmen kann: Unterschrieben. Wenn ich mal kurz nachdenke: Vereinsarbeit (Vorstand), Organisation von Cons innerhalb des Vereins koordinieren, Plots und Landeshintergründe entwerfen, trainieren, Kulissen bauen, Masken basteln, schminken, Ausrüstung zusammensuchen (ebay, Flohmärkte) und basteln, Rüstungen basteln oder kaufen und modifizieren, Gewandungen nähen….

      Gegenbeispiel Sport (z.B. Fußball): Vereinsarbeit (Vorstand), Organisation von Vereinaktivitäten, Ausrichtung von Turnieren, Besuch von Turnieren, designen von Vereinskleidung, trainieren, Trainingsgruppen planen, Trainer suchen, Elternabende durchführen… Also irgendwie sehe ich den Unterschied nicht so recht. Außer, dass das eine „Sportler“ sind und das andere „Spinner“ – jedenfalls in manchen Köpfen. Ein junger Mann, der seine Freizeit nur mit seinem Sport zubringt und vielleicht das Abi vernachlässigt, ist irgendwie cool… jetzt überlegen wir mal, was bei einem Larper passieren würde…

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  12. Rexi sagt:

    O ja, dieser Post spricht mir aus der Seele.
    Selbst WENN Leute ihr ganzes Leben danach ausrichten … und wenn schon? Das geht niemanden etwas an. Offensichtlich arbeiten sie dafür, denn sonst könnten sie sich diesen Lebensstil nicht leisten – billig sind die LARPs (und die Kostüme, und die Reisen zu den Locations, etc) ja nicht alle unbedingt. Und was man in der Freizeit macht, ist einem doch wohl selbst überlassen. Wenn andere das als Spinnerei bezeichnen, von mir aus. Wenn man nicht will, wird man doch mit solchen Leuten gar nicht konfrontiert!
    Ich kann das mit dem „normalen Leben“ nicht mehr hören (nein, ich bin selbst keine LARPerin, war aber früher öfter mal auf LARPs). Selbst ich als Vielleserin und -schreiberin von fantastischen Geschichten (fantastisch im Sinne von nicht in der realen Welt angesiedelt) muss mir die Vorwürfe, mein „normales Leben“ zu vernachlässigen, hin und wieder gefallen lassen.
    Was ist das „normale Leben“ überhaupt? Freunde treffen? Party machen? Kaffeekränzchen? Shoppen gehen? Sonntagsspaziergänge? Was ist, wenn man darauf keinen Bock hat? Für manche LARPer IST das LARP das normale Leben. Manche machen das Hobby sogar zum Beruf. Und? Für Profi-Surfer ist das Surfen das normale Leben. Ich habe noch nie gehört, dass jemand einem Profi-Surfer Realitätsverlust vorgeworfen hätte ^^

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  13. St. Elmo sagt:

    Ich finde es gut wenn sich Menschen so für ein Hobby begeistern können.
    Ich kenne Leute die reisen 1x im Monat quer durch die BRD um an Wochenend Veranstaltungen (Lehrgängen Prüfungen Tunieren) ihres Sports teilzunehmen und geben teilweise mehrere 1000€ für ihre Sportausrüstung aus ist im Prinzip auch nicht viel anders als LARP.

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  14. Graublau sagt:

    Siehe dazu folgenden Film: „Nur ein Spiel“ http://vimeo.com/16064142

    Der Autor wollte den eigentlich fürs Fernsehen drehen, aber man fragte ihn nur, auf welchen Aspekt er sich denn konzentrieren wolle: Die Amokläufer oder die Realitätsflucht und Abhängigkeit.

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  15. susepedia sagt:

    Der Post ist zwar schon älter, aber den muss ich unbedingt rebloggen. *gnihihihi*

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  16. susepedia sagt:

    Hat dies auf susepedia rebloggt und kommentierte:
    Sehr schön. *grins*

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