Unsinn!

Veröffentlicht: Januar 19, 2014 in Comics, Psychozeug
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Kommentare
  1. Kenshin sagt:

    Ach, die Comics in diese Richtung sprechen mir so aus der Seele. Meine Eltern, besonders mein Vater haben irgendwie immer noch nicht verstanden, was psychische Probleme so sind, wie sie funktionieren und dass es sie überhaupt gibt. Ich versuche ja alles, aber so richtig verstehen können/wollen die beiden das nicht:-/ Sind trotzdem die beiden besten Menschen überhaupt ^^

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    • Ja, dieses „Du hast doch keinen Grund (also kanns nicht sein)“ kommt erstaunlich oft auch von sehr intelligenten Leuten. Oft sogar von Betroffenen selbst.
      Es ist in den meisten Fällen sicher auch nicht böse gemeint.

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      • IULIUS sagt:

        Eine Erklärungsmöglichkeit ist auch:
        Es könnte sein, daß Rechti eine ganze andere Wahrnehmung von Linki hat. Rechti muß seine Erfahrung über den Haufen werfen, da kommt es zu gewissen Abwehrreaktionen um genau dieses nicht tun zu müssen.
        Für Linki sicherlich lästig, weil er durch diesen Vorgang in eine Erklärungslage gedränkt wird. Rechti macht das aber nicht absichtlich, sondern weil es ihn wirklich interessiert.

        Andersrum haben Menschen auch die Erfahrung gemacht, wenn sie sagen stell Dich nicht so an anderen Menschen damit (temporär) zu helfen/ermutigen.

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  2. Amy sagt:

    Das habe ich auch schon von einem Arzt gehört… immer wieder hart, sich mit solchen Kommentaren auseinander setzen zu müssen.

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  3. gracuch sagt:

    Fehlt nur noch, dass Rechti mit Kindern in Afrika anfängt…

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  4. N/A sagt:

    Ich habe genau das gleiche problem. Aber auf den punkt getroffen. Das muss ich mir merken wenn mir mal wieder vorgeworfen wird das die Therapie ja nutzlos ist weil ich garkeine brauche.

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  5. evilmichi sagt:

    Auch gut: „WAAAAAS? DUUUUU? Burn Out??? Achwas! Du bist doch noch jung, hast doch keinen Grund über Müdigkeit oder körperliche Gebrechen zu jammern. Was machst du denn, wenn du erst alt bist?“ Weils eine ja voll extrem viel mit dem anderen zu tun hat -.-*

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  6. whgreiner sagt:

    So ähnlich geht’s mir als transsexuellem Menschen (Mann zu Frau), wenn ich zu hören kriege:

    „Du MÖCHTEST eine Frau sein“.

    Nein – ich möchte das nicht: Ich BIN’S, ob ich das nun will oder nicht. Das Problem ist nur, dass ich’s nicht vollständig (nämlich auch äusserlich wahrnehmbar körperlich) bin.

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  7. Das Problem ist die Akzeptanz der Probleme. So nach der Art, „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Ich fühlte mich auch oft alleingelassen mit meinen Problemen. Wenn einem nicht gerade das Blut über das Gesicht rinnt, dann ist man nach Ansicht einiger Leute durchaus gesund. Zumnindest kam es mir an manchen Tagen so vor. Was man nicht sieht, das wird einfach „übersehen“.

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  8. St. Elmo sagt:

    Klassiker:

    Schau dir doch mal XYZ an dem/denen geht es doch soooo viel schlechter als dir…..

    Soll ich mich jetzt an deren Leid erfreuen in der Hoffnung das es mir dadurch besser geht?

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    • Das wird erstaunlich oft vorgeschlagen. Sogar sehr ernsthaft – z.B. habe ich von einem Kollegen vor einiger Zeit einen kleinen Vortrag bekommen wie schlimm die Lebensbedingungen in teilen Südamerikas sind, und wie gut wir es haben, nachdem ich mich beklagt hatte.

      Ich war leider nicht schlagfertig genung, aber manche Leute scheinen tatsächlich der Meinung zu sein, es hilft der Seele, wenn man sich klar mach, dass es Leute gibt, denen es noch schlechter geht.

      Mir wäre es allerdings lieber, wenn es allen besser ginge. Es hilft mir nichts wenn es Leute gibt denen es schlechter geht. Zum einen fühle ich mich dann immer noch nicht besser, zum anderen vielleicht eher noch schlechter, weil ich jatzt zu meinen eigenen Sorgen auch noch Mitleid mit den noch ärmeren Menschen habe.

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      • ich habe mal in einer rehaklinik gearbeitet, die direkt bei einer neurologischen klinik lag. entsprechend gab es viele leute im rollstuhl, nach schlaganfall, etc. denen es körperlich sehr schlecht ging.

        die reaktionen darauf waren wirklich komplett unterschiedlich. es gab patienten, die sinngemäß sagten „mir ist klar geworden, wie viel ich doch noch habe und was ich daraus machen kann“ und denen es besser ging. dann gab es (die mehrheit) der patienten, die mit diesem leid gar nicht umgehen konnten und sagten, es ziehe sie sehr runter. kommt wohl sehr darauf an weswegen man depressiv ist und in welchem stadium man da grade ist.

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        • Seit einem guten Dreiviertel Jahr ist meine Mutter im Pflegeheim, auch Schlaganfallpatient, die linke Körperseite gelähmt. Die Besuche dort haben mich eine gewisse Demut gelehrt, das stimmt. Glücklicher macht es mich nicht, eher trauriger, weil ich die Leute sehr bedaure, manchmal kurz gesagt, „Das ist doch kein Leben so, das ist nur noch ein existieren.“

          Ich habe oft depressive Phasen, kommt auch darauf an, wie gut meine Medikamente wirken. Es ist schön wenn es tatsächlich Leute gibt, denen das Hilft (meinem Kollegen scheint es auch geholfen zu haben). Schade nur, dass mein Kollege nicht verstehen konnte, dass es mir nicht hilft.

          Ein Gedanke der sich in mir manifestiert hat, „Sei auf der Hut, dass Du über dein Leben selbst bestimmen kannst, auch wann es endet.“

          Ich glaube, ich möchte lieber tot sein, als so zu existieren wie einige Patienten dort im Heim. Aber ich weiss, dass viele lieber leben wollen, auch so, und vielleicht ändert sich meine Meinung dazu auch noch.

          Danke für deine kritischen Beiträge zu aktuellen Themen. Du sprichst einiges aus, was ich mich nicht trauen würde.

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  9. Miria sagt:

    Ähnliche Reaktion auch von Freunden und guten Bekannten, wenn sie von meiner Krankheit erfahren? Du bist doch immer so fröhlich, das hätte ich nicht gedacht bei dir…

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