Der Vorstand der Jungen Union zur „Frühabtreibung“:

Veröffentlicht: Januar 20, 2014 in Comics
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UNION

Quelle Junge Union: http://www.junge-union.de/aktuelles/und-bdquo-pille-danach-und-ldq/

Quelle Realität: http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_pille-danach-wirkung-sicherheit_716.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/warum-die-pille-danach-keine-abtreibung-ist-a-879632.html

Nachtrag: Ich möchte mich hiermit bei allen Mitgliedern der Jungen Union für meine mangelnde Recherche entschuldigen. Mir hätte natürlich klar sein müssen, dass die Mitglieder „bereits ihren Unmut auf FB und Twitter kund getan haben“ und ich keineswegs über „die Junge Union“ sprechen sollte, weil das „der Vorstand der JU“ war. Und natürlich habe ich aus Gründen der Coolness und der Favs „(absichtlich?) den Unmut des JU-Großteils im Internet zu übersehen“. Nächstes mal werde ich selbstverständlich erst jedes einzelne Mitglied befragen, bevor ich mich auf so unwichtige Dinge wie Pressemitteilungen auf der offiziellen Homepage berufe.

Kommentare
  1. Martin sagt:

    Ha, ein klassisch schönes Eigentor🙂

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    • tom174 sagt:

      Nicht wirklich. Das ist zielgruppengerecht. Die wollen gewählt werden, nicht aufklären.

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      • Also sind Zielgruppe Leute, die gerne mit falschen Infos manipuliert werden und/oder von inkompetenten Politikern regiert werden wollen?
        Hm, das sollte doch ein prima Text für die nächsten Wahlplakate sein^^

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        • tom174 sagt:

          Sich bei Parteien Sachwissen holen zu wollen halte ich für naiv… Und natürlich wird das Wahlvolk permanent mit falschinformationen durch die politik versorgt. „die renten sind sicher“ „niemand hat die absicht eine mauer zu bauen“ „kein staat haftet für die schulden eines anderen“ „frauen verdienen wegen ihres geschlechtes 22% weniger“
          Ok, ich gebe zu der fall oben ist schon krasser. Aber es bedient genau das klientel der konservativen cdu. Verhütung ist sowieso schon eigentlich verwerflich, aber Abtreibung geht ja gar nicht. Da ich die Pille danach ja danach einnehme, muss es ja eine Abtreibung sein. Die bösen linken wollen kinder töten.
          Ich glaube, der Post bringt ihnen mehr stimmen, als es sie kostet. Insofern kein Eigentor.

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        • Heinz sagt:

          „Also sind Zielgruppe Leute, die gerne mit falschen Infos manipuliert werden und/oder von inkompetenten Politikern regiert werden wollen?“

          Klar auf soetwas stehen die Leute, solange man unehrlich genug ist es ihnen nicht zu sagen.

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  2. Luc sagt:

    Das ist so atemberaubend peinlich da fällt einem nichts mehr ein. Junge Union mal wieder ganz im Sinne von zu jung für simpelste politische Arbeit. Die Großen sind wenigstens so schlau ihre Ablehnung an dubios gehaltenen „Nebenwirkungen“ festzumachen🙂

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  3. Luc sagt:

    „Quelle Realität“ haha❤❤

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  4. Ich verstehe auch nicht, warum Pharmakonzerne und diverse Religionsgemeinschaften (inkl. der deutschen Wikipedia) nicht einfach beschreiben, wie die Pille danach wirkt, nämlich:

    1. der Eisprung wird verzögert, und dadurch wird eine Zeugung dann verhindert, wenn die Pille vor dem Eisprung eingenommen wird
    2. das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert wird, wenn die Pille nach dem Eisprung, aber max. 72h nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird.

    Nur wenn mir diese banalen (und von Pharmakonzernen etc. verschwiegenen bzw. verschwurbelten (*))Tatsachen bekannt sind, kann ich mir überlegen, wie ich insbesondere Punkt 2 für mich persönlich ethisch bewerte, also wo für mich ein „lebensfähiger Embryo“ anfängt und was für mich eine „Frühabtreibung“ ist, und wie ich ggf. eine solche moralisch bewerten möchte.

    Allerdings muss man der Ehrlichkeit halber dazu sagen, dass auch viele „normale“ hormonelle Verhütungsmittel den Wirkungsmechanismus 2 besitzen.

    Vielleicht hat Dein 2. Bild auch nicht gegoogelt?

    Grüßle, Radfahrer

    (*) Glaubst Du nicht? Ich hatte das Vergnügen, der Beipackzettel der „Ella One“ zu studieren. Das ganze ist sehr unverständlich beschrieben, da man offenbar mühsam kaschieren wollte, dass die Pille danach eben sehr wohl nach einer Befruchtung noch wirkt.

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    • Dazu hätte ich dann gerne das Original, denn ich habe es bisher immer anders gelesen, nämlich so wie oben.

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      • Hallo erzaehlmirnix,

        hier ein Link. Auf Seite 23 findet sich folgender Satz: „Sie können ellaOne jederzeit im Verlauf Ihres Menstruationszyklus einnehmen.“ Dieser verspricht erst einmal keine Wirkung, auch Placebo forte kann man jederzeit im Verlauf des Zyklus einnehmen. Aber es legt schon sehr nahe, die Pille danach wirke auch nach dem Eisprung. Und dies MUSS eine andere als ovulationsverzögernde Wirkung sein.

        Wie gesagt, es geht mir nicht um eine moralische Gutheißung oder Verurteilung der Postkoitalverhütung, sondern nur darum, dass man die Fakten (bzw. die bekannten Unsicherheiten bzgl. der Fakten) kennt.

        http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/001027/WC500023670.pdf

        @Luc, Du hast Recht, ellaOne enthält Ulipristalacetat. Falls das stimmt, was Du sagst, würde ich aber Levonorgestrel nicht nehmen, da eine rein ovulationsverzögernde Wirkung viel zu unsicher wäre.

        Grüßle, Radfahrer

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        • Tatsächlich interpretierst du da in diesen Satz etwas, was nicht drinsteht. Nur weil du eine Pille jederzeit nehmen kannst bedeutet das nicht, dass sie auch jederzeit wirkt. Du kannst sie auch nehmen wenn du deine Tage hast und sie verschiebt halt dann nichts.
          Es geht ja nur darum, dass wenn du ungeschützten Sex hattest und Sperma in deinem Körper ist, der Eisprung so lange verzögert wird dass das Sperma „ins Leere geht“. Wenn du eh grade keinen Eisprung hast ist es auch egal ob du die Pille nimmst oder nicht. Und wenn du die Pille danach zu spät nimmst und Eizelle und Sperma schon zusammengekommen sind ist es halt zu spät, daher sinkt die Wirksamkeit ja mit jeder Stunde, die sich die Einnahme verzögert.

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          • Da Sperma im Körper bis zu sieben Tage überlebt und manche Frauen schon sehr bald nach der Blutung Eisprung haben, kann es sogar sinnvoll sein, die Pille danach auch zu nehmen, wenn man noch blutet.
            Immer emphelenswert ist es, seinen Körper (und den der Partnerin) kennenzulernen. Was ich durch die symptothermale Verhütungsmethode gelernt hab, ist einfach unbezahlbar. Dadurch kann ich auch abschätzen, ob eine Pille danach nötig ist, wenn das Kondom platzt, oder nicht.

            Hier im erzkatholischen Österreich gibts die ja endlich rezeptfrei! Himmel, was ich früher gerannt bin und am Sonntag schon an Privatpraxisgebühr, Rezeptgebühr Und was noch alles zahlen musste… Man darf nicht Magengrippe kriegen oder beim falschen Kebabstand essen, aber das ist ja vermutlich eine Strafe Gottes oder so. Sagt die Junge Union dazu was? … Aber die ist ja auch gegen die Pille, also bin ich doppelt schuld, wenn ich die rauskotz.

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          • Angenommen, eine Frau ist vom 9.-15. Tag fruchtbar und hat am 14. Tag ihren Eisprung. Am 13. Tag hat sie einen Verhütungsunfall, und es ist Sonntag, also der Gynäkologe ihres Vertrauens hat erst am Tag des Eisprungs wieder Bauernsprechstunde.

            Dann braucht man die Pille danach doch gar nicht mehr nehmen?

            Warum steht das nicht auf den Beipackzetteln und auch nicht in der Wikipedia?

            – entweder wollen Gynäkologen, Pharmakonzerne und Wikipediaartikelschreiber (also Gynäkologen und Pharmakonzerne) einfach die PD auch dann verkaufen, wenn sie gar nichts bringt (auch die Behandlung der Nebenwirkungen ist ja bezahlte Arbeit),
            – oder die PD hat außer der Ovulationsverzögerung noch eine andere Wirkung, und diese wird aus Angst vor Protesten (etwa aus dem katholischen Lager) verschwiegen?

            Oder gibt es eine dritte Möglichkeit?

            @Luc: Ich habe die Zahlen so interpretiert, dass nach Einnahme von Ulipristalacetat etwa halb so viele Schwangerschaften auftraten wie bei Levonorgestrel. Aber was mich vor allem interessiert: Wieviele Schwangerschaften gibt es denn, wenn keine Pille danach eingenommen wurde?

            Grüßle, Radfahrer

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            • Deine Frage ist merkwürdig. Wenn frau ganz genau weiß dass sie morgen ihren Eisprung hat (was äußerst selten der Fall ist, aber OK, gehen wir ma davon aus) geht sie natürlich direkt ins Krankenhaus und holt sich dort ihr Rezept ums in der Notfallapotheke einzulösen. Ich komme übrigens vom Land und bei uns wäre es 40 Minuten Autofahrt bis zum KH, falls man ein Auto besitzt.

              Im Normalfall weiß sie es nicht und dann ist natürlich jede Stunde Zeit die verstreicht ein Risiko mehr. Und wenns zu spät ist, dann ist es eben zu spät.

              Deine Verschwörungstheorien finde ich ehrlich gesagt ziemlich krude. Die „Behandlung der Nebenwirkungen“ bringt zu 99% gar nichts weil man nicht zum Arzt rennt wenn einem von der Pille Danach Übel wird oder man Kopfweh kriegt. Man sitzt es einfach aus und fertig.
              Dass die Pille noch andere Wirkungen haben soll und das verschwiegen wird (hm, klar, weil sowas immer enorm einfach ist) ist doch Unsnnig. Es ist allgemein bekannt dass die Wirkung innerhalb von 3 Tagen stark abnimmt und wer 3 Tage wartet um sie zu nehmen muss halt damit rechnen, dass es evtl. zu spät ist.

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        • Luc sagt:

          Hallo Radfahrer,

          ich habe mir den verlinkten Beipackzettel mal in Gänze durchgelesen und erkenne ehrlich gesagt auch nicht recht, was du meinst, falls sich das mit EMNs Erwiderung nicht sowieso erledigt hat.

          „@Luc, Du hast Recht, ellaOne enthält Ulipristalacetat. Falls das stimmt, was Du sagst, würde ich aber Levonorgestrel nicht nehmen, da eine rein ovulationsverzögernde Wirkung viel zu unsicher wäre.“

          „Viel zu unsicher“ trifft nicht zu. Die Wirksamkeit von Levonorgestrel steht je nach Studie bei max. einer Schwangerschaft mehr pro Hundert Einsätzen im Vergleich zu Ulipristalacetat. Wird übrigens auch in deinem Beipackzettel so zitiert.😉

          Die neueste Metastudie zum Thema, die ich gefunden habe, ist diese hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23114735 (Gemzell-Danielsson et al. 2013). Der Volltext ist leider kostenpflichtig. Für alle mit Zugang zu universitären Pubmed-etc.-Abos ist sie vielleicht interessant.

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    • Bei wiki steht, dass es bei einzelnen Präperaten DISKUTIERT wird ob sie möglicherweise eine Einnistung verhindern KÖNNTEN. Bei Profamilia steht, das sei nicht so.
      Aber selbstverständlich muss sowas erwähnt werden, selbst wenn nur eine 0,001%Wahrscheinlichkeit besteht. Dass die Pille Danach deshalb eine Frühabtreibungspille ist, ist genauso falsch als würde man sagen, dass Aspirin eine Selbstmorddroge ist weil schon Leute daran gestorben sind.

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    • Luc sagt:

      Das mit dem von dir unter 2. beschriebenen Mechanismus ist so nicht richtig. Eine nidationshemmende Wirkung der Pille danach ist nicht bewiesen, sondern umstritten. Klar ist, dass sie auf keinen Fall direkt die Einnistung verhindert. Diskutiert wird (mit Studienbefunden in beide richtungen) eine Gebärmutterschleimhautveränderung durch die Pille danach, die die Einnistung erschwert.

      Die Diskussion betrifft aber vor allem den Wirkstoff Ulipristalacetat. Der hier maßgebliche Wirkstoff (derjenige, der allein rezeptfrei werden soll) ist aber Levonorgestrel.

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  5. Gerry sagt:

    Man wird auch nicht mit jeder befruchteten Eizelle schwanger, auch dann nicht, wenn sie eingenistet war. Nur ein (sogar erstaunlicherweise recht kleiner) Prozentsatz führt zu einer Schwangerschaft, und das macht eine Messung der Wirkung der Pille-danach auch recht schwierig, auch gerade ob sie einen Abbruch erzeugen könnte oder nicht.

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    • Gerry sagt:

      Und dass nach 72 Stunden „in vielen Fällen“ bereits ein „lebensfähiger Embryo“ erzeugt wird, halte ich auch eher für Propaganda. Normalerweise braucht es schon 120 Stunden bis zum Einnisten. (Ich lass mich aber gern auch belehren, und würde mich freuen, wenn jemand eine Quelle hat, wo das bewiesen wird, also glaubwürdig)

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      • vor allem finde ich das wort „lebensfähig“ interessant… ich dache, das sei für Föten reserviert, die selbständig lebensfähig sind wenn sie zu früh geboren werden.

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        • Gerry sagt:

          Ich als Vater von 2 Fehlgeburten weiß auch, dass ein „lebensfähiger Embryo“ nicht unbedingt lebensfähig sein muss, auch wenn er schon seit Wochen eingenistet ist…. Und auch sollte man nur Kinder in die Welt setzen, wenn sie geliebt und erzogen werden können. Dummheit eines Paars, durch eigene Schuld ungewollt schwanger zu werden, ist keine Entschuldigung dafür, dass sie dann das (arme) Kind großziehen müssen, ohne es zu wollen. Dem Kind ist da nicht geholfen (Anmerkung: Als Embryo sind die Gehirnzellen noch nicht dermaßen konstruiert, als dass es „leid“ empfindet, aber ein geborenes Kind schon), was aber nicht automatisch heißt dass ich für Abtreibung wäre. Das ist etwas anderes finde ich. (Das mißhandelte Kind war eben schon „lebensfähig“…..)

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  6. Kinch sagt:

    Selbst bei Ärzten stößt das Medikament auf Kritik. So verhindert es bei einer Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr lediglich ein Drittel der Schwangerschaften

    Was zur Hölle ist das denn für ein Argument? Besser gar kein Medikament, als eines, dass in 33% der Fälle hilt?

    Zudem ist zu befürchten, dass die Rezeptfreiheit zu einer Verschlechterung der Betreuung und Beratung der Mädchen und Frauen und damit zu einer Zunahme der Schwangerschaftsabbrüche führt.

    WTF? Der Zugang zu Verhütung erhöht die Anzahl an Schwangerschaftsabbrüchen?

    Was für ein völlig dümmlicher Text.

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    • Ja, ich muss zugeben, dieses Comic war äußerst schwer zu verfassen. Der Text strotzte nur so vor bloggenswerten Aussagen, ich hatte echt mühe, mich zu entscheiden welche davon die blödeste ist.

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    • Martin sagt:

      Hmm, der Text ist wirklich selten arm. Aber aus den beiden von Dir zitierten Stellen läßt sich im Zusammenhang schon ein Sinn herauslesen (oder konstruieren):

      “ So verhindert es bei einer Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr lediglich ein Drittel der Schwangerschaften…..

      Den Absatz
      „Rezeptfreiheit zu einer Verschlechterung der Betreuung und Beratung der Mädchen und Frauen und damit zu einer Zunahme der Schwangerschaftsabbrüche führt.“

      kann man dann mit viel Goodwill so interpretieren, das aufgrund der fehlenden Beratung durch die Rezeptfreiheit vielen die niedrige Erfolgsquote nicht bewußt wäre, was zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen würde und in der Folge zu einer höheren Anzahl von Abbrüchen.

      Zumindest hätte das eine gewisse Folgerichtigkeit.

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      • Nö. Eine Schwangerschaft entsteht ja nicht dadurch, wie feste man daran glaubt. Wenn die Pille danach nicht wirkt ist es egal ob du dachtest „Hmmm, die Chancen sind aber nicht so gut“ oder „Hah! Das wirkt sicher!“
        Allerdings hat es auf die Wirksamkeit sehr wohl Einfluss ob man noch 5 Stunden beim Arzt sitzt oder die Pille direkt einnimmt.

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        • Martin sagt:

          Natürlich nicht. Aber es macht evtl. einen Unterschied im (Verhütungs-) verhalten, wenn jemand glaubt, das er eine 100% sichere Notbremse im Nachttischen hat. 33%ige heraus

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          • Aso du denkst, dass „nur zur Apotheke gehen und xy Euro zahlen“ nicht abschreckend genug ist und die leute dann lieber ohne kondom sex haben? oder dass fraen sich eine 10er packung ins nachttischchen legen und denken „hey, wenn ich eh nur 2x im monat sex habe nehm ich doch lieber die pille danach zur verhütung weil irgendwie finde ich die nebenwirkungen halt schon ziemlich geil“?^^

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            • david sagt:

              @EZM: es gibt ja nun de facto viele unerwünschte Schwangerschaften, eben weil in bestimmten Situationen der Verstand nicht das Kommando hat. In SItuationen die vielleicht bisher 50:50 waren hinsichtlich der Frage, ob man jetzt nochmal irgendwo nen Kondom auftreibt oder lieber zur Sache kommt, kann sich das natürlich verschieben, wenn die Erfahrung (von beiden!) schon gemacht wurde, dass sich da am nächsten Tag noch ne Lösung findet.
              Was ist mit Situationen unter Alkoholeinfluss, oder wenn das Bewusstsein da ist, dass die beste Freundin die Dinger ja für den Notfall zuhause hortet. Evt. auch längst abgelaufene?

              Es ist halt schon recht invasiv. Wie sieht es denn mit Interaktionen aus, also hängt (Neben-)wirkung nicht auch davon ab, was gerade sonst noch so an Nahrung und Substanzen im Magen bzw. Blut ist? Gibt es non-responder?

              Ich weigere mich erstmal zu glauben, dass es keine guten Argumente für eine Rezeptpflicht geben soll, so wie bei anderen Medis auch.

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              • ja, es ist auch tatsache, dass in allen andeen europäischen ländern, wo man die pille so bekommt, mittlerweile hordenweise frauen sich die dinger einwerfen, dreiköpfige babys geboren werden und… naturkatastrophen.

                mal im ernst, deutschland ist das letzte land mit rezeptpflicht. wofür haben wir denn apotheker? warum studieren die jahrelang wenn man ihnen dann nicht zutraut, wie bei jedem anderen medikament eine beratung zu machen? meinst du, die sieht vom apotheker anders aus als vom arzt?

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                • david sagt:

                  deutschland ist das letzte land mit rezeptpflicht.

                  Ok, das wusste ich jetzt nicht.

                  Aber bei uns wird das generell weniger lachs gehandhabt, finde ich auch eigentlich ganz gut.
                  Bist du denn für eine Freigabe von Ritalin bspw? Hat ja auch kaum Nebenwirkungen.

                  warum studieren die jahrelang wenn man ihnen dann nicht zutraut, wie bei jedem anderen medikament eine beratung zu machen?

                  Klar, das ist erstmal ein Argument. Durch die Freigabe wird es aber unweigerlich dazu kommen, dass manche sich einen Vorrat anhäufen.
                  Kennt man denn die genauen Ergebnisse dazu aus anderen Ländern? Hatte die Freigabe da keinerlei Nachteile gezeigt? Das muss jede Gesellschaft halt selbst aushandeln. Ich bin für ein aushandeln, indem nicht Argumente von vornherein als illegitim oder frauenbevormundend abqualifiziert werden. („Kifferbevormundend“ ist ja leider auch kein so schlagendes Argument in der Cannabis-Debatte, „Kiffer“ ist nicht so moralisch aufgeladen wie „Frauen“)

                  meinst du, die sieht vom apotheker anders aus als vom arzt?

                  Womöglich schon, denn der eine lebt vom Verkauf, der andere verdient an der bloßen Beratung genug.

                  Mit dem Argument müsste man übrigens auch alle Medikamente freigeben.

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                  • Bei Ritalin besteht deutlich mehr Missbrauchspotential, da es auch gesunde Menschen zur Leistungssteigerung nehmen. Ich wüsste jetzt nicht, dass ich schon je davon gehört hätte, dass eine Frau (oder ein Mann) sagt „Puh, heute hätte ich echt mal Lust für eine Hormondröhnung… hmmmm, ich glaub ich hol mir mal die Pille danach.“
                    Da ist das Missbrauchspotential ja sogar bei Ibuprofen höher.

                    Alle Medikamente freigeben? Häh? Für die meisten Medikamente muss man untersucht werden um rauszufinden was man überhaupt hat und braucht. Wie soll der Apotheker wissen, dass ich mt meinen komischen Schmerzen eine bakterielle Infektion habe und ein bestimmtes Atibiotikum brauche? Durch anschauen?

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            • Martin sagt:

              Ja, „zur Apotheke gehen und xy Euro zahlen“ ist total abschreckend. Drum machen die auch kein Geld mit rezeptfreiem Kram und durch die verlassenen Apotheken, in denen noch der verdorrte Leichnam des verhungerten Apothekers liegt, rollt zu melancholischer Melodei ein Tumbleweed. Wäre in die Apotheke gehen und xy Euro zahlen nur nicht so abschreckend gewesen, vielleicht hät‘ er mit Homöopathiekram, bunten Bonbons und allerlei anderem rezeptfreiem doch genug verdient um sich zu ernähren.

              Kurz: Nein, ich denke nicht, das „in die Apotheke gehen und xy Euro zahlen“ besonders abschreckend ist.Millionen Kunden und Käufer von allerlei rezeptfreiem Schmonzes auch nicht.

              Natürlich kann ich mir vorstellen, das sich eine Menge Leutchen das Ding als „Nothilfe“ parat legen. Bzw. eben bei Bedarf besorgen.

              Irgendwie scheinst Du den wesentlichen Punkt meiner Ausage zu ignorieren, welcher ist:

              Menschen verhalten sich im Allgemeinen risikobereiter, wenn sie eine (vermeintliche) Absicherung haben.

              Es ist also alles andere als irrational, anzunehmen das das bei der Pille danach auch der Fall sein wird. Wobei ich das selber -als absoluter Befürworter persönlicher Freiheit und eigener Verantwortung- das gar nicht als Argument dagegen sehe, im Gegensatz zur JU.
              Aber es ist halt eine Aussage, die m.E. nicht so völlig an den Haaren herbeigezogen ist, wie sie im Originaltext wirkt.

              Und die Nebenwirkungen? Pffft, bitte. Ich hab ja schon gelacht, als die als Grund angeführt wurden, warum es die nicht rezeptfrei geben sollte. Da hat ja jedes kinderzugelassene Schmerzmittel schwerwiegendere.

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              • Kann tatsächlich sein dass sich die Leute Risikobereiter verhalten, allerdings müsste man dafür schon sehr doof sein. Nicht, dass es doofe Leute nicht gäbe, aber wer käme bei einigermaßen klarem Gedanken auf die Idee, dieses Risiko in Kauf zu nehmen?

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                • Martin sagt:

                  Jemand, der der Meinung ist, das es kein Risiko gäbe, weil er von 100% Erfolgsrate statt von 33% ausgeht, weil er nicht beraten worden ist? Da wären wir dann wieder bei dem, was ich anfangs sagte.

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                  • 1. beraten apotheken. und wer sie zum ersten mal braucht und vorher nichts darüber weiß, dem hilft eine ärztliche beratung genausowenig we eine vom apotheker, weils dann eh schon zu spät ist.

                    2. weiß ich nicht wo die 33% herkommen. meines wissens nach ist am anfang die sicherheit über 95% und sinkt dann in den drei tagen stark ab.

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                    • Martin sagt:

                      Och komm…. 1: Müssen sie bei rezeptfreiem aber nicht, d.h. sie tun es eben mehr oder weniger zufällig bzw,. auf ausdrückliche Nachfrage und 2: weiß ich das auch nicht,es ist auch egal. Mir ging es drum, zu zeigen, das die Kombination der beiden Sätze im Kontext eben nicht so sinnlos ist, wie sie auf den ersten Blick aussieht.
                      Ob die Prämisse von den 33% stimmt, keine Ahnung. Ist dafür auch wurscht.

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                    • Laut Wiki ist die Versagensquote zu Beginn bei 0,4%. Also etwa so gut wie bei der Pille oder Kondom.

                      Ich wurde bisher wegen vielen rezeptfreien Medis in der Apotheke beraten. Bei Ärzten kanns genausogut sein dass sie dir nur das Rezept in die Hand drücken.

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                    • david sagt:

                      1. Wenn niemand so doof wäre, Verhütung zu vergessen, dann bräuchte es ja sowieso keine Pille danach. Das ist doch überhaupt kein Argument. „Pille danach“ brauchen diejenigen, die die „Pille davor“ (z.B) vergessen. Wenn Pille danach kein Risiko darstellt, ist es ja auch kein Problem, dass die dann öfter genommen wird.
                      Da brauchen wir halt medizinische Fakten, aber die scheinen ja nicht mal hier in der Diskussion auf dem Tisch zu liegen.

                      2. Ich denke, der Hauptunterschied zwischen Apotheker und Arzt ist das Vertrauensverhältnis. Ich würde mich an so einem verkaterten morgen auch nicht von einem Apotheker vollquatschen lassen, den ich nicht kenne. Die Beratung wird schlicht auf seiten des zu beratenden ganz anders ablaufen. Wenn der Apotheker zu viele unangenehme Fragen stellt („wie lang ist es her, dass sie GV hatten?“) und auch noch andere Kunden im Laden sind, geht man halt eine Straßenecke weiter.

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                    • Die Apotheker machen persönliche Beratungen im Nebenraum. Was das vollquatschen von Unbekannten angeht.. die wenigsten haben das Glück dass es grade in die Geschäftszeiten ihres Stammgyäkologen passt, dass ihre Verhütung versagt hat. Viele müssen in die Notfallsprechstunde im Krankenhaus o.ä. Ausserdem… was musst du denn für Vertrauen aufbringen um zu sagen, dass du die Pille danach brauchst? Es gibt ja keine intimen Fragen, die absolut nötig sind. Der zeitpunkt des letzten eisprungs vielleicht, aber wer da Überblick hat wird das auch selbst ausrechnen können.

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                    • david sagt:

                      Ich meinte eher das Vertrauen, das dafür sorgt dass ich die Beratung überhaupt in Anspruch nehme.

                      Wie das in Apotheken abläuft weiß ich nicht.

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                    • *chrchr* Die geben dir das Zeug einfach nicht über die Theke bis du dir angehört hast was sie sagen wollen^^

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                    • david sagt:

                      Also das überzeugt mich nicht davon, dass nicht tatsächlich die Beratung an Zugang und Bedeutung für die Patienten verliert.

                      Aber wenn es so ist wie du sagst, dann braucht es ja die Beratung sowieso nicht wirklich unbedingt.

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                    • @David Mal was komplett anderes (Ich war mir nur nicht sicher ob die Mailadresse die du angegeben hast deine echte ist, daher hier)… habe ich richtig im Kopf, dass du mit Asperger Autismus beruflich viel zu tun hast?

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                    • @david
                      *Ich würde mich an so einem verkaterten morgen auch nicht von einem Apotheker vollquatschen lassen, den ich nicht kenne.*

                      Ich bezweifele auch, dass du jemals in die Verlegenheit kämst, mit einer Person des Gesundheitssystems deinen Zyklus zu besprechen ^^

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                    • tom174 sagt:

                      1. Wenn niemand so doof wäre, Verhütung zu vergessen, dann bräuchte es ja sowieso keine Pille danach.
                      Dir is noch nie ein Kondom kaputtgegangen?

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                    • david sagt:

                      @EZM: hast post, schreib mich gerne an

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                • Kennt man die Zahlen aus den anderen Ländern? hier in Ö zB müssten die Verkaufszahlen ja in ungeahnte Höhen geschossen sein.
                  Das sollte bitte eure Diskussionsbasis sein. Es sollten mittlerweile doch schon Statistiken da sein, die euer würde-könnte-täte erledigen. Nein?

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            • Eledriel sagt:

              Ich persönlich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass durch die freie(re) Verfügbarkeit der Pille danach das Verhütungsverhalten verändert werden kann. Wer denkt, dass er eine 100%ige Notlösung hat, wird anders handeln. Oder hältst du es für unwahrscheinlich, dass schon jetzt viele Leute denken, die Pille danach wäre zuverlässig? Viele Leute die ich kenn denken das durchaus, aber ich kenne weder eine repräsentative Studie dazu noch zu der Frage ob in anderen Staaten der „Konsum“ der Pille danach zugenommen hat durch Rezeptfreiheit

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    • david sagt:

      Selbst bei Ärzten stößt das Medikament auf Kritik. So verhindert es bei einer Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr lediglich ein Drittel der Schwangerschaften

      Zudem ist zu befürchten, dass die Rezeptfreiheit zu einer Verschlechterung der Betreuung und Beratung der Mädchen und Frauen und damit zu einer Zunahme der Schwangerschaftsabbrüche führt.

      Also ich bin jetzt nicht so in der Debatte drin (hab auch keine klare Position, bin tendenziell pro Freigabe), aber das sind nun wirklich beides vollkommen nachvollziehbare Argumente.

      Eine sehr niederschwellige Post-koitale Verhütungsmöglichkeit ist selbstverständlich ein Attraktor, der das Verhütungsverhalten verschieben wird.
      Rezeptfreiheit sorgt für weniger Beratung, viele Mädchen werden die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Anwendung wohl überschätzen (das mit dem einen Drittel höre ich auch zum ersten Mal, stimmt das?) und dann vielleicht nicht überprüfen lassen.

      Kann die Einnahme denn auch derart schiefgehen, dass ein Fötus mit durch die Pille verursachten Fehlbildungen gedeiht?
      In dem Fall wäre ich sogar ganz gegen eine Freigabe.

      Ich verstehe auch die ganze Aufregung nicht. Viele hilfreiche Medikamente sind ja ebenso rezeptpflichtig.

      Natürlich muss ich dazu sagen, dass mein Wissensstand begrenzt ist.

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      • „Kann die Einnahme denn auch derart schiefgehen, dass ein Fötus mit durch die Pille verursachten Fehlbildungen gedeiht?“
        die pille verschiebt nur den eisprung um ein paar tage und hat keinen effekt auf eine schwangerschaft.

        die erfolgsquote ist soweit ich weiß bei direkter einnahme um die 95%. wo die 30% herkommen weiß ich auch nicht.

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        • david sagt:

          okay, danke. Und wird bei Verschreiben der Pille normalerweise ein zweiter Termin zur Kontrolle vereinbart?

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          • david sagt:

            Wenn man wirklich sagen kann, dass diese Pille nichts weiter macht als den Eisprung zu verschieben und einem als Nebenwirkungen Kopfschmerzen und Übelkeit verpasst, ohne dass andere Dinge zu beachten sind – dann bin ich natürlich absolut für eine Freigabe.

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            • Das Problem ist, dass die meisten Leute eben nicht so genau wissen was das ist und im Zweifel dann lieber sagen „Jo, dann halt Rezeptpflicht“

              Dass der Besuch beim Arzt aber Zeit kostet und de Wirkung schon reduziert, wird nicht bedacht. Und das auch noch unnötigerweise.

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              • david sagt:

                Leute die das nicht genau wissen entscheiden schon auch nichts, keine Angst.


                Dass der Besuch beim Arzt aber Zeit kostet und de Wirkung schon reduziert, wird nicht bedacht. Und das auch noch unnötigerweise.

                Ach, das halbe Stündchen Wartezeit mehr als beim Apotheker ist angesichts der genauen Indikationsstellung und Beratung vielleicht nicht so schlecht investiert.

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          • nein. du kriegst das rezept und dann ist gut.

            meine „beratung“ war damals übrigens: „ah. hm. ja, hier ist das rezept. dann gleich nehmen, weil dann wirkt sie besser.“ Untersucht wurde nichts (weils auch nicht nötig ist, denn eine schwangerschaft wird ja nicht beeinflusst)

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            • david sagt:

              okay, wenn es tatsächlich so unkompliziert ist, dann bin ich tatsächlich für die Freigabe.

              Ist für mich aber wie gesagt eher eine medizinische Frage, danach richte ich meine Haltung aus.

              Scheint aber leider ein Politikum zwischen Feministinnen auf der einen, und konservativ-christlicher Lobby auf der anderen zu sein. Dass die Ärzte hier wiederum einen finanzielle Interessen haben, kann auch reinspielen.

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      • St. Elmo sagt:

        Weil ich mir den 1,-€ fürs Gummi und die X,-€ für die Pille sparen will renne ich dann nach jedem GV zur Nacht/Notdienst Apotheke und Kauf mir für XY,-€ die Pille danach?

        Klingt Logisch

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  7. Ach Gottchen. Politiker, auch die kleinen aus den Parteikader-Jugendorganisationen, fallen doch eigentlich schon nicht mehr duch „keine Ahnung“ auf. So sind die Politiker eben. Ich glaube langsam das ist eine der Grundeigenschaften um in den Parteien was zu werden. Man darf sich seinen Kariereweg doch nicht von der Wirklichkeit behindern lassen. Ich habe das jetzt nicht erwartet, aber darüber wundern kann ich mich auch nicht (mehr).😦

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  8. Politiker haben ab und zu so wenig Ahnung, dass einen Naturwissenschaftlich ausgebildeten Menschen graust. An einem Stand wollte mir ein Politker, der für den Einsatz von Großtechnik zur Bewältigung von Energie- und Klimaproblemen warb, doch tatsächlich erklären, die erde erwärmt sich, weil unser Sonnensystem seit einiger Zeit auf die heiser Seite der Galaxis treibt.

    Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Auf der einen Seite ist er für Technik, auf der anderen Seite aber hat er keine Ahnung von den Hintergründen. So kann er doch nie eine qualifizierte Entscheidung für oder gegen etwas treffen!

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    • Martin sagt:

      Du hättest ihm als „Großtechnik-Lösung“ halt riesige Triebwerke, die das Sonnensystem wieder auf die kühlere Seite der Galaxie schieben, empfehlen sollen🙂

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      • Das wär’s gewesen😀

        Leider habe ich versucht, zu erkären, dass die Sonne das interstellare Medium aus dem Sonnensystem fern hält, und dass das interstellare Medium eine viel zu geringe Dichte hat um unseren Planeten zu erwären, auch wenn es Millionen grad heiss ist.

        Tja. Schlagfertigkeit ist nicht meine Stärke.

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  9. Denny sagt:

    Ich weiß immer gar nicht, wo ich bei dieser Debatte ansetzen soll. Da sind so viele unsinnige Argumente im Umlauf, manches ist noch nicht eindeutig geklärt und jeder hat irgendwie irgendeine Meinung.

    Wirklich nervtötend finde ich das Argument, dass mit Aufhebung der Rezeptpflicht nicht mehr ordentlich verhütet würde, weil alle sich auf die Pille Danach verließen.
    Mit „alle“ sind normalerweise Mädchen unter zwanzig gemeint, die:
    – häufig wechselnde Sexualpartner haben
    – weder über Risiken und Nebenwirkungen der Pille Danach informiert sind,
    – bei der ersten Einnahme nicht darüber aufgeklärt werden,
    – keine Nebenwirkungen spüren,
    – keine Ahnung von üblicher Verhütung haben und
    – über ausreichend Geld und Nerven verfügen, um regelmäßig in der Apotheke aufzuschlagen

    Diese Gruppe dürfte, verglichen mit der Grundgesamtheit der fruchtbaren, sexuell aktiven Frauen*, ziemlich klein sein.

    Ich selbst war bisher zum Glück noch nicht in der Situation auf die Pille Danach angewiesen zu sein aber wenn die „Beratung“ ähnlich ausführlich ist, wie bei der normalen Pille, dann kann man darauf auch wirklich gut verzichten. Bei mir sah das damals so aus:
    Ich: „Hallo, ich würde mir gerne die Pille verschreiben lassen.“
    Ärztin: „Hmm. Sie sind ja noch recht jung und haben gute Haut. Dann verschreibe ich ihnen mal ein niedrig dosiertes Präparat. Wenn die Packung leer ist und sie ein neues Rezept holen, können sie mal einen Untersuchungstermin ausmachen. Tschüss.“

    Von der Apothekerin habe ich dann immerhin noch erfahren, dass ich mich nicht auf die in der Packungsbeilage angegeben 12 Stunden verlassen sollte, sondern bei einem so niedrig dosierten Präparat lieber von 1 – 2 Stunden ausgehen sollte. Damit war die Beratung in der Apotheke besser als bei meiner damaligen Ärztin.

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  10. Robin Urban sagt:

    Äh, ne Idee zu den 33%: Vielleicht meinten sie damit die Fälle, in denen die Pille Danach überhaupt nötig ist, also wo sie tatsächlich aktiv eine Schwangerschaft verhindert – abzüglich der Male also, in denen eine Frau die Pille danach zur Sicherheit nimmt, obwohl sie gar nicht fruchtbar war (aber wenn man das immer so genau wüsste…!). Das würde immerhin prozentual gesehen ein BISSCHEN passen. Anders kann ich mir diese Zahl nicht erklären. Ich finde es absolut hammerhart, wenn ich hier lese, wie diesen Zahlen einfach geglaubt wird o.O

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  11. Teta Epsilon sagt:

    Ist doch wahr, die Junge Union spinnt doch.

    Da redet man allen ernstes über Ethik und Frühabtreibungen. Man bastelt an einen kuriosen Heiligenschein, auf Basis Religiöser Indoktrination.
    Bei Frühabtreibung zucke ich noch nicht so zusammen, – aber auch für alle die das tun – es geht auch mehr…
    Weniger Bekannt und Ethisch Diskutiert ist die Spätabtreibung.

    Intersexuelle, die ja auch zu den LGBTTIQ gehören, können nach der medizinischen Indikation bis zum neunten Monat abgetrieben werden, wenn sie für die Eltern als „nicht zumutbar“ gelten.

    Bei Spätabtreibungen im 9.ten Monat allerdings, da zucke ich zusammen – „dass ist doch Mord“…
    Eine scheinheilige junge Union schert dass aber einen Dreck!

    Um mal einen Aspekt hier rein zu bringen, über den ich mich wirklich aufregen kann.
    Siehe auch: http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2013/01/27/Abtreibung-Indikation-intersexuelle-Missbildungen

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    • gracuch sagt:

      Ich habe ja mal gehört, dass man Föten mit feststellbarer körperlicher Behinderung/Fehlbildung noch im 9. Monat abtreiben darf….unfassbar.
      Daran merkt man die Scheinheiligkeit der Union zum Thema Abtreibung.

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  12. IULIUS sagt:

    Im Grunde hat die Junge Unioon recht.

    Ließ Dir den Artikel der Frauenärzte im Netz mal durch.

    Was wird nun verhindert? Der Eisprung? Oder das Einnisten?

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    • Der Eisprung wird verschoben und es wird diskutiert ob es evtl. Hinweise geben könnte (allerdings gibt es keine direkten) dass auch das Einnisten erschwert wird.

      Wenn dich das traurig macht, dann machen dich auch Frauen die rauchen, trinken oder dick sind traurig, denn deren Einnistung ist definitiv und nicht nur möglicherweise vielleicht erschwert. Gar nicht zu reden von Frauen mit Spiralen als Verhütung.

      Das ist dann aber keine „Frühabtreibung“, weils vollkommener Unsinn ist bei einer möglicherweise villeicht erschwerten Einnistung von Abtreibung zu reden.

      Also nein. Im Grunde hat die JU nicht recht.

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      • IULIUS sagt:

        „Hinweise geben könnte (allerdings gibt es keine direkten) dass auch das Einnisten erschwert wird.“

        Also wissen sie nicht, was da wirklich passiert, demnach wissen die nicht wie die Wirkungsweise wirklich ist.

        Eine andere Frage, wenn nur der Eisprung verzögert wird, wie hoch ist dann die Wirkungsquote?

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        • Och mensch, warum googest du sowas nicht? Also wenn zwei Menschen sich dolle lieb haben und der mann ein bisschen liebesnektar in der frau zurücklässt, dann kann ein baby daraus entstehen wenn die frau grade ihren eisprung hat. an den anderen tagen im monat passiert nüscht. die pille danach sorgt jetzt dafür, dass wenn das ei sich grade auf den liebesnektar stürzen will, das ei lieber noch ein paar tage wartet. aber dann ist der liebesnektar halt schlecht und will auch nicht mehr zum ei.

          wenn man also drekt die pille danach nimmt ist die chance groß, dass in der zwischenzeit keine befruchtung stattgefunden hat. wenn man einen tag wartet kanns halt sein, dass genau an dem tag schon alles wichtige passiert ist. oder wenn man zwei tage wartet. oder drei. danach ists dann auch egal.

          nun gibt es hinweise, dass evtl vielleicht die pille danach auch die schleimhaut der gebärmutter ein bisschen weniger freundlich macht, genau wie tausend andere sachen wie ernährung, umweltgifte (rauchen trinken), sonstiges.
          grundsätzlich ist es aber so, dass wenn das ei und der liebesnektar erstmal ihr ding gemacht haben, die pille danach auch nicht mehr hilft weil die pille danach halt nur den eisprung rauszögert und sonst nix macht. wenn also die eizele schon befruchtet ist, kannste auch smarties essen.

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          • IULIUS sagt:

            Ich stelle die Frage absichtlich so, um Dich auf etwas aufmerksam zu machen.

            Die Pille danach hat, wenn Du sie sofort nimmst eine Wirkmöglichkeit von max. 80%. Nach 3 Tagen lediglich von 20%. An ca. 25 Tagen im Monat hat die Pille danach überhaupt keine Wirkung.

            Folglich hat das Medikament kaum Wirkung, hat aber nicht unerhebliche Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel etc…
            Dafür gibst Du 18 Euro aus? Und wenn Du kotzt gleich noch einmal?

            Die Freigabe nimmt die Ärzte aus der Verantwortung.
            Da scheint mir ein fataler Schulterschluß zwischen Feministinnen und Pharmaindustrie dahinter zu stecken…

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            • Denny sagt:

              Wikipedia sagt:
              „Bei Einnahme der ersten Dosis innerhalb von 24 Stunden liegt die Rate der Schwangerschaften bei etwa 0,4 %. Wird die Pille danach erstmals am zweiten Tag nach dem Geschlechtsverkehr genommen, beträgt die Schwangerschaftsrate etwa 1,2 % und 2,7 % bei Einnahme am dritten Tag.“

              Und auch, wenn deine Zahlen stimmen sollten, zeigen sie doch nur, dass eine schnelle Einnahme absolut wichtig ist. Das wäre ein weiteres Argument gegen die Rezeptpflicht, da diese die Zeitspanne bis zur Einnahme verlängert. Selbst im Idealfall, also zu üblichen Sprechstundenzeiten, muss ich erst beim Arzt anrufen, hinfahren, vermutlich warten weil ich irgendwo dazwischen geschoben wurde, mir das Rezept holen und dann noch zur nächsten Apotheke dackeln.

              Dazu kommt, dass die fruchtbare Phase kurz sein mag, sich aber mittels Kalendermethode kaum bestimmen lässt. In diesem Fall gehe ich doch lieber auf Nummer sicher und nehme ein Präparat, das 18 € kostet und zu vergleichsweise harmlosen Nebenwirkungen führen kann, wenn meine Alternative „mögliche Schwangerschaft“ lautet.

              Mal eine Frage, die bisher nicht durch einen kurzen Blick auf Wikipedia oder fünf Minuten googlen gelöst werden konnte: Wie oft lehnen Ärzte eigentlich die Verschreibung der PiDaNa aus medizinischen Gründen ab?

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              • IULIUS sagt:

                “Bei Einnahme der ersten Dosis innerhalb von 24 Stunden liegt die Rate der Schwangerschaften bei etwa 0,4 %. Wird die Pille danach erstmals am zweiten Tag nach dem Geschlechtsverkehr genommen, beträgt die Schwangerschaftsrate etwa 1,2 % und 2,7 % bei Einnahme am dritten Tag.”

                Folglich ist das Medikament zu ca. 97% völlig wirkungslos. Die Wirkungsweise von Placebos ist erheblich höher.

                Die Zahlen, die bei Wikipedia genannt werden kann ich nicht Nachvollziehen. Rein rechnerich. müßte die erste Zahl mindestens doppelt (bis dreifach) so hoch sein, sofern die 3. Zahl ungefähr stimmt.

                Fazit:
                Man sollte das Medikament kritisch sehen, die Vor- und Nachteile Abwägen und -nicht- als „Wunderwaffe“ gegen Schwangerschaften anbeten.

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                • Weißt du, das Ding soll schwangerschaften verhindern, und wenn die wirksameit mit der zeit abnimmt ist es ganz cool, wenn die schwangerschaftsquote bei direkter einnahme so niedrig ist. das zeigt nämlich, dass es wirkt^^

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                  • IULIUS sagt:

                    Du kannst Dir auch nach dem Sex einen Hammer auf den Fuß fallen lassen. Anschließend wirst Du feststellen, daß zu 95% ist es zu keiner Schwangerschaft gekommen.
                    cool, wenn die schwangerschaftsquote danach so niedrig ist. das zeigt nämlich, dass es wirkt^^

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                    • Luc sagt:

                      Deine „Argumentation“ ist in dem ganzen Strang schon so atemberaubend unbeleckt von jedem sachbezogenen Wissen, merkst du das eigentlich? Ich meine du stellst selbst lauter teils simpelste Fragen, nur um dann jedes Gramm gerade erworbenes Zusatzwissen sofort zu den krudesten Ansichten zu verwursten statt mal 2 Minuten durchzuatmen. Zuviel Trollinger getrunken?😉

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                • Denny sagt:

                  Ich steh gerade auf dem Schlauch. Wie kommt man denn von einer Schwangerschaftsrate von 0,4 % (d. h. 99,6 % der Frauen wurden nicht schwanger – das ist in diesem Fall positiv) auf eine Wirkungslosigkeit in 97 % der Fälle?

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                  • IULIUS sagt:

                    Nah den zahlen wäre zu maximal 3% eine Schwangerschaft vorhanden. Folglich kann zu 97% das Medikament überhaupt keine Wirkung entfalten, weil gar keine Schwangerschaft vorhanden ist.

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                    • es wirkt auch noch am dritten tag. nur nicht mehr vollständig.
                      aber selbst wenn es 3% wären, ist es da nicht ziemlich toll, das risiko auf 0,4% zu senken?

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                    • Denny sagt:

                      Ich verstehe nicht, wie du auf 3% kommst. Weil bei der Einnahme der PiDaNa am dritten Tag eine Schwangerschaftsrate von 2,7% beobachtet wurde?
                      Die ist aber doch nur so gering WEIL die PiDaNa eingenommen wurde.

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                    • IULIUS sagt:

                      „das risiko auf 0,4% zu senken?“

                      Die 0,4% zweifel ich an. Die Pharmaindustrie hat ein Interesse daran, daß diese Zahl extrem niedrig ausfällt. Sonst wäre wohl bei dem Preis das Medikament nicht zu verkaufen.

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                    • ich hab echt keine lust mehr auf diesen scheiß. wenn du nur trollen willst, dann viel spaß, aber erwarte nicht, dass ich auf diesen mist noch ernsthaft antworte.

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                    • IULIUS sagt:

                      Ernsthaft antworten ist so eine Sache…

                      Dann halt nicht.

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            • Ich nehme 18 Euro und Übelkeit gern in Kauf (ich hatte übrigens keine Nebenwirkungen) wenn ich dann nicht mit einer unerwünschten Schwangerschaft ende.
              Was soll der Arzt tun? Du kannst theoretisch sogar zum zeitpunkt der periode den eisprung haben, es gibt keine untersuchung mit der der arzt sicher sagen kann ob du die pille danach brauchst, also verschreibt er sie dir.
              Die Wirkung am Anfang ist eher 95%, aber klar, wenn du unnötigerweise 3 Stunden beim Arzt hockst, ist die Chance schon höher dass sie versagt.

              Ich habe die PD bisher 1x in 10 Jahren gebraucht. Das reicht aber schon für eine Schwangerschaft. Ich nehme sie herzlich gerne nochmal wenns wieder nötig sein sollte.

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          • @Iulis
            Du weisst schon, dass das erwachsenen Frauen sind? Machst du dir auch so viele Sorgen wenn sie Aspirin nehmen (schlägt auf den Magen, erhöht die Blutungsneigung(!))? Oder Nasenspray (trocknet die Schleimhäute aus, kann daher körperlich abhängig machen). Oder Alkohol (auch davon kann man kotzen).

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            • IULIUS sagt:

              „@Iulis
              Du weisst schon, dass das erwachsenen Frauen sind?“

              Jetzt wo Du fragst kommen mir Zweifel.^^😀

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              • honeyinheaven sagt:

                Was schlichtweg mal wieder zeigt, dass du mit Frauen an sich ein Problem hast. Oder anders ausgedrückt – einfach immer dagegen sein, so aus Prinzip. Für Einen, der vor vierzig Jahren in der Schule war (siehe dein Zitat in einem anderen Bereich), erstaunlich. Deine Pubertät dauert schon ziemlich lange!

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                • IULIUS sagt:

                  „dass du mit Frauen an sich ein Problem hast.“

                  Das ist eine Beobachtungsweise, die ohne zu hinterfragen ausschließlich aus Deinem eigenen persönlichen „Weltzentrum“ kommt, wie auch bei allem anderen.

                  Tröste Dich, bist nicht die Einzige hier im Forum.😉

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          • gracuch sagt:

            Kannst du bitte Aufklärungsbücher in dem Stil schreiben?😀

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    • Denny sagt:

      „[…]Die hormonelle Methode hat keinen Einfluss auf die Einnistung (Implantation) einer befruchteten Eizelle.[…]“
      http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_pille-danach-wirkung-sicherheit_716.html

      Infwiefern hat die JU jetzt recht?
      Davon mal abgesehen: Selbst wenn die Einnistung verhindert würde, würde sich das Mittel damit nicht von einigen anderen Verhütungsmethoden unterscheiden. Die Kupferspirale verhindert u. a. eben auch genau die Einnistung einer eventuell befruchteten Eizelle.

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      • St. Elmo sagt:

        Die Kupferspiralle kann aber nicht mit Smarties verwechselt werden.

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        • Denny sagt:

          Ich glaube, die PiDaNa wird auch nur von den Leuten mit Smarties verwechselt, die nie in die Gelegenheit kommen werden, sie mal zu brauchen.

          Anders ausgedrückt:
          Frauen, die ohnehin hormonell verhüten, wissen meist sehr gut, was das mit dem Körper so anstellen kann.
          Frauen, die nicht hormonell verhüten, haben dafür meist gute Gründe und wissen deshalb auch, was Hormone mit dem Körper anstellen können.

          Den Vorwurf, Frauen würden so ein Medikament wie Smarties naschen, finde ich dreist und ziemlich beleidigend.

          Außerdem verstehe ich eben nicht, weshalb so ein TamTam um eine mögliche(!) aber bisher unbewiesene nidationshemmende Wirkung der PiDaNa gemacht wird, wenn gleichzeitig ein Mittel auf dem Markt ist, das genau diese Wirkung für immerhin drei bis zehn Jahre entfaltet.

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  13. Zara sagt:

    @erzaehlmirnix:

    Glückwunsch, der Comic scheint ziemlich eingeschlagen zu haben:

    337 retweets und 229 Favoriten, da müssen andere ihr Leben lang für arbeiten🙂

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  14. Eledriel sagt:

    Mal eine ganz andere Frage – müsste man nicht, wenn man für die Freigabe der Pille danach ist, auch für die komplette Freigabe der „normalen“ Pille sein? Sind das nicht ähnliche Hormone in deutlich niedrigerer Dosierung?

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    • gracuch sagt:

      Ich glaube, bei der Antikonzeptivpille ist der Missbrauch viel größer. Ich habe schon von transsexuellen Jugendlichen gehört, die sich einfach die Pille einwerfen statt eines ärztlich verschriebenen Östrogenpreperates. Meine Pillenpackung zum Beispiel enthält 63 Tabletten, also auf 3 Monate verteilt, bezahle pro Packung 20 €. Die Pille danach ist eine Einzeltablette für etwa denselben Preis.

      Außerdem ist nicht jede Pillensorte gleichwertig zur Verhütung geeignet. Es gibt nämlich welche mit Gestagenen, die hauptsächlich dafür genutzt werden, hormonelle Akne zu behandeln (haben aber als netten Nebeneffekt eine verhütende Wirkung)

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    • Denny sagt:

      Die aber über viele Jahre eingenommen werden und noch ganz andere Nebenwirkungen haben können, als bei der PiDaNa bekannt sind. Diese schleichen sich auch gerne mal über mehrere Jahre ein, weshalb ich die in den Packungsbeilagen angegeben Häufigkeiten für eher unrealistisch halte.

      Grundsätzlich wäre ich aber dafür, dass das Rezept für sechs Monate oder ein Jahr ausgestellt wird. Drei Monate machen mMn nur Sinn, wenn die Reaktion auf das Medikament noch unklar ist (z. B. bei Neuverschreibung) oder andere medizinische Gründe vorliegen.

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      • gracuch sagt:

        Meine Frauenärztin verschreibt mir mittlerweile auch für 6 Monate🙂 Kommt sogar günstiger raus als die Einzelpackung für 3 Monate…

        Die Nebenwirkungen sind bestimmt von Frau zu Frau unterschiedlich, wobei das mit dem einschleichen sicherlich auch stimmen könnte.

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        • Denny sagt:

          Meine auch. (Die, von der ich oben mal geschrieben hatte, habe ich recht schnell gewechselt).
          Habe aber die letzten Jahre mit Nuvaring verhütet, der nur in dreier Packungen abgegeben wird. Das war gerade zu Zeiten der Praxisgebühr ärgerlich, das Ding ist eh schon so teuer.

          Seit letztem Donnerstag verzichte ich auf hormonelle Verhütung, mal sehen, was sich so ändert.

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  15. stellinchen sagt:

    Hab deinen Comic bei der Seite der „Jungen Union Deutschlands“ gepostet und wurde gesperrt :p

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  16. fjoer sagt:

    Hah! Genial … viel zu selten werden solch hochgradige politische Statements entsprechend gewürdigt. Vielen Dank dafür!

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  17. IULIUS sagt:

    „Nachtrag: … und ich keineswegs über “die Junge Union” sprechen sollte, weil das “der Vorstand der JU” war. “

    Jetzt irrst Du erst richtig: Denn

    Zitat aus Deinem Link:
    „Wir fordern den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB auf, einer entsprechenden Verordnung des Bundesrates nicht zuzustimmen und keine anderweitigen derartigen Initiativen zu unterstützen. Das höchste Beschlussgremium der JU, der Deutschlandtag, hat 2013 in Erfurt einen entsprechenden Beschluss gefasst.“

    Der Deutschlandtag bei der Jungen Union steht über dem Vorstand. Das ist eine Mitgliederversammlung demnach ist es die Meinung „der Junge Union“.
    Der Deutschlandtag besteht aus „Abgeordneten“ die die gesammten Mitglieder der Jungen Union vertreten (sollen! Haha).

    Die Junge Union ist selber Schuld, wenn sie bei der Auswahl ihrer Verteter nicht mehr Sorgfalt angedeien lassen.

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  18. Hat dies auf Die Wunderbare Welt des Wissens rebloggt und kommentierte:
    Gut gebrüllt, Erzählmirnix.

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  19. Elli sagt:

    Der Cartoon ist lächerlich. In Wikipedia ist nachzulesen, dass die Wirkung nicht abschließend geklärt ist und die von der JU dargestellte Wirkung eine von mehreren möglichen ist. Hingegen ist die Antwort ‚hat keinen Einfluss‘ eher Wunschgedanke als Tatsache.Um das herauszufinden muss man 2 Minuten googeln.

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    • Nö, das stimmt s eben nicht. Es ist klar erwiesen dass die Pille nicht abtreibt und es wird diskutiert ob es Hinweise geben KÖNNTE dass evtl die Einnistung erschwert wird. Definitiv wird die Einnistung übrigens auch vom Rauchen, Alkohol und Übergewicht erschwert. Ich wüsste nicht, dass die JU das schon als „Frühabtreibung“ bezeichnet hätte.

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      • Denny sagt:

        Mir will auch einfach nicht in den Kopf, weshalb wegen dieser möglichen, unbewiesenen Nebenwirkung so ein riesen Aufriss gemacht wird.
        Viele der regulären Verhütungsmittel setzen wenigstens teilweise auf eine nidationshemmende Wirkung zur Schwangerschaftsverhütung.

        Warum ist diese Wirkweise ausgerechnet bei einem Medikament, das nur im Notfall eingesetzt wird und bei dem diese Wirkung noch nicht mal erwiesen ist, so von Bedeutung?
        Natürlich sollte vor der Herausgabe darüber aufgeklärt werden, dass eine nidationshemmende Wirkung bei der PiDaNa nicht ausgeschlossen werden kann, so dass jeder für sich selbst entscheiden kann, ob das mit seinen persönlichen moralischen Maßstäben vereinbar ist. Daraus eine Rezeptpflicht abzuleiten, ist aber Unsinn, genauso wie das Wort „Frühabtreibung“, das in diesem Zusammenhang einfach nur polemisch ist.

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      • IULIUS sagt:

        Hattest Du schon ein Comic mit völlig falsch angebrachten Vergleichen gemacht?

        Im Grunde vertrittst Du genau die gegenteilige Position der Jungen Union und benutzt genau wie sie die gleiche Argumentationsstrategie.

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        • Nein, tue ich nicht. Wenn du dir die Fakten mal durchlesen würdest statt stur irgendeinen Quatsch zu schreiben würdest du sehen, dass es keineswegs unklar ist wie die Pille Danach wirkt und dass sie definitiv keine Abtreibungspille ist. Dass evtl. eine Einnistung erschwert wird ist nicht im Ansatz eine Abtreibung.
          Was ist eigntlich los dass du zu diesem Thema so hartnäckig – ich sags jetzt mal so deutlich – nervst?

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          • IULIUS sagt:

            Das war definitiv wieder argumentum ad nauseam kombiniert mit Strohmann Argument.

            Ich habe nie behauptet, daß die Pille Danach eine Abtreibungspille ist. Die JU übrigens auch nicht.

            Die Junge Union (JU) hat mit einer „Frühabtreibung“ argumentiert.

            Insofern Du selber sagst, daß die Pille Danach möglicherweise die Einnistung des befruchteten Eis verhindert, kann man problemlos von einer „Frühabtreibung“ reden. Eine „Frühabtreibung“ ist keine Abtreibung im rechtlichen Sinne. Sie meinen damit offenkundig einen Abbruch, bevor sich das befruchtete Ei in der Gebährmutter eingenistet hat.
            Die JU nennt den Vorgang nun mal Frühabtreibung. Ist nicht falsch, aber auch nicht ganz richtig.
            Keinesfalls beschreibt das jedoch auch nur im Ansatz einen Schwangerschaftsabbruch.

            Ich finde es interessant, daß Du dich wie ein Terrier an der Jungen Union festgebissen hast und nicht mehr los läßt. Auch habe ich das Gefühl, daß Du meine Argumente zu dem Thema persönlich nimmst.

            Daß die JU nicht rein sachlich argumentiert, sondern äußerst subjektiv ein bestimmtes Ziel verfolgt, darüber denke ich brauchen wir uns nicht streiten. Du machst aber den gleichen Fehler, nur andersrum, Du hebst die Pille Danach als Wundermittel auf einen Sockel.

            Insofern die Entscheidung zur Pille Danach bewußt unter Abwägung der Risiken eingenommen wird stehe ich völlig auf Deiner Seite. Ich halte nur nichts davon, daß Medikament als ultimative Lösung auf einen Sockel zu heben und dabei zu verdrängen, daß es sich um ein Medikament handelt, das nicht unerheblich in den körperlichen Kreislauf eingreift und auch einige unerwünschte Nebenwirkungen hat.

            Bevor Du wieder Argumentierst:
            „Ich hatte keine Nebenwirkungen.“
            Wenn Du das Medikament ohne Nebenwirkungen verträgst hast Du Glück. Daß heißt aber nicht automatisch, daß andere auch keine Nebenwirkungen haben. Hier nutzt Du etitio principii.

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  20. […] aus Arroganz, Unwissenheit und Beschränktheit so ausgeprägt, dass sie sich nicht scheuen, ihre Unkenntnis genauso wie religiöse uninformierte Uniformierte aus der katholischen Kirche öffentlich zur Schau […]

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