Angepasst.

Veröffentlicht: Januar 23, 2014 in Comics
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Kommentare
  1. Ja, jede Gruppe hat eben ihre „uniform“, vielen ist es nur nicht bewusst.

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    • Neutron sagt:

      Da irrst du, da du anscheinend nur an eine bestimmte Art der Gruppen denkst.

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      • @Neutron

        Vielleicht hätte ich eher schreiben sollen „die meisten Gruppen“. Aber es ist eine Frage, wie weit man es zieht. Einen „Dress Code“ gibt es meist für bestimmte Gruppen, zumindest dergestalt, dass die Verwendung eines falschen Dresscodes als merkwürdig angesehen wird

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        • Also mir gefällt der “Dress Code” von Femen ja ganz gut.🙂

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          • Kenshin sagt:

            Ja, die klassische Nonkonformistenuniform. Gewisse Szenen und Gruppen haben immer ihre Dresscodes. Meist als Mittel um sich abzugrenzen (Jugendszenen haben meist enge Klamotten, das können die gesetzteren Erwachsenen einfach nicht tragen) oder untereinander zu erkennen. Irgendwann wird die Gruppe dann eventuell groß genug und es wird Mode (Tattoos, Tunnels, Hipster, etc.). Dann wandert das auch aus der Szene heraus.

            Man versucht auch meistens eine gewisse Message mit seinen Klamotten zu transportieren (absichtlich oder unabsichtlich). Leider sind eben genau die alternativen Szenen oft unglaublich fixiert auf ihren Stil und wenn man zwar das Gedankengut teilt aber nicht den Style eckt man gerne mal an. Das ist eventuell so ein Überlegenheits Ding. Die Gruppe ist nicht Teil der „Schafe“ und zeigt ihre Überlegenheit an und wenn du dann aussiehst, wie ein „Schaf“, dann wiederspricht das ja dem Prinzip.

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        • Neutron sagt:

          Ist denke ich meistens eine Frage wie weit man etwas zieht😉
          Bloß sehe ich Familien als typische Gruppen und ab einem gewissen Alter von Kindern nimmt das uniforme äußere immer mehr ab.

          Aber klar, das viele Desscodes haben wird sicherlich stimmen.

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  2. IULIUS sagt:

    Das nennt sich dann wohl Gruppenzwang. Entweder Du schwimmst mit, oder wirst schief angeguckt.

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  3. Aranxo sagt:

    Irgendwie erinnert mich das an meine Studienzeit. Das Alternative Kulturzentrum war die einzige Disco, bei der man sich vorher wirklich überlegt hat, mit welchen Klamotten man da aufschlägt.😉

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  4. FrauJule sagt:

    Das erinnert mich an eine Folge von South Park.
    Zitat: „Wenn du ein Nonkonformist sein willst musst du die selben Klamotten wie wir tragen und die selbe Musik hören“.

    „Dresscodes“ dienen u.a. ja auch der Abgrenzung zu Anderen und der Identitätsfindung, mir stößt es allerdings übel auf, wenn das zu eng ausgelegt wird und man nicht mehr man selbst sein kann. Ich wurde in meiner Jugend oft schräg angeguckt, weil ich das Gefühl hatte, nirgenswo hin zu passen. Aktuell mache ich mir etwas mehr Gedanken über Kleidung, wegen der Arbeit, aber der Wohlfühlfaktor steht für mich immer noch an oberster Stelle.

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  5. fjoer sagt:

    ich weiß nicht, wie es möglich sein soll, keiner Gruppe anzugehören. einige wenige bleiben sicher wirklich gern allein, aber die könnte man, wenn man will, auch wieder in eien Gruppe einordnen. Es gibt die sich-anpassenden und es gibt die, die zusammenfinden, weil sie sich bereits ähnlich sind. alles eine frage der perspektive🙂

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  6. LoMi sagt:

    Der Comic ist etwas kurzschlüssig.
    Natürlich haben Gruppen jeweils auch Gruppennormen. Das gilt für jede Gruppe, ob nun jugendliche Subkultur, kriminelle Banden oder Ortsvereine der Jungen Union. Innerhalb von Gruppen, auch noch der revolutionärsten, ist Konformität mit den Gruppennormen ein großes Thema.

    Was der Comic aber übersieht, ist der denkbare Konflikt zwischen bestimmten Gruppenkulturen und dem, was man als „Hauptkultur“ oder mainstream bezeichnen könnte. Es gibt Gruppen, die sich deutlich vom mainstream abgrenzen, ihn herausfordern und genau in diesem Sinne nicht angepasst sind, z.B. Punks. Auf diese Ebene kann man schon berechtigt zwischen Anpassung und Abweichung unterscheiden, auch wenn man selber die eigenen Gruppennormen brav befolgt.

    Es gibt da also zwei Ebenen:
    Angepasstsein kann sich beziehen auf ein gesellschaftlich „normales“ Lebensmodell, das man als Teil einer Gruppe nicht mittragen will.
    Angepasstsein kann aber auch Kritik an fehlender Individualität an sich sein, gepaart mit dem Vorwurf, sich in seinem Tun zu sehr vom Urteil Anderer leiten zu lassen.

    Der Comic vermischt diese Ebenen und erzielt damit nach meiner Meinung falschen Beifall.

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    • St. Elmo sagt:

      Ich kann mich noch erinnern bin mal mit hellem Pullover, bluejeans und weißen sneakers auf ein Metall Konzert geganegen, war meine damaligen Lieblingsband.
      Selbst auf dem anschließend „meet und greet“ das nur Fan Club MItgliedern offen stand wurde ich von einigen anderen Schräg angeschaut, ich fands jedenfalls Lustig🙂

      Also wer war da jetzt angepasst und wer war Indiviuell?
      Ich in meinen „normalo“ Klamotten oder die ganzen leuten in Schwarz?

      Subgruppe B will sich aus Ablehnung des Konformitätsdruck und der Erwartungen die durch die Hauptgruppe A bestehen abgrenzen.
      Dies geschieht vorallem durch Kleidung und Verhalten dadurch entsteht aber ein neuer Konformitätsdruck, denn wer zur Subgruppe B gehören will muss sich deren Normen anpassen.

      Im Endeffekt wird die Konformitätserwartung von Hauptgruppe A nur durch die Konformitätserwartung von Subgruppe B ersetzt.

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      • LoMi sagt:

        „Im Endeffekt wird die Konformitätserwartung von Hauptgruppe A nur durch die Konformitätserwartung von Subgruppe B ersetzt.“

        Das ist soweit richtig und wird immer so sein.
        Nur tut der Comic so, als ginge es bei der Frage „Anpassung“ nur um Individualität und die Fähigkeit, als Einzelner nur seinen eigenen Vorstellungen zu folgen. Aber das muss eben gar nicht die entscheidene Frage sein. Man kann mit „Anpassung“ eben auch meinen, dass Leute sich einem mainstream andienen, den man für falsch hält.

        Um das mal mit einem Beispiel zu unterlegen:
        Die Mehrheit der DDR-Bürger verhielt sich angepasst, weil sie nicht offen aufbegehrte und tat, was die Obrigkeit von ihnen erwartete. Es gab sowohl Jugendszenen als auch Oppositionskreise, die sich dieser Anpassung widersetzten. Innerhalb dieser Gruppen gab es natürlich auch Gruppennormen und eine Anpassung an diese. Das entwertete aber keinesfalls den politischen oder kulturellen Protest gegen ein als falsch empfundenes System. Es geht eben nicht immer nur um „Individualität“ als solche.

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        • Sorry, dann hast du den Comic nicht so verstanden wie er gemeint war. Die beiden spekulieren mehrfach darüber, dass die Leute „nicht auffallen“ wollen oder Angst davor haben „anders“ zu sein. Dieses Motiv übertragen sie unreflektiert auf eine Person, der es offensichtlich am Arsch vorbeigeht ob sie mit ihren Klamotten auffällt.

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          • LoMi sagt:

            Ja, das stimmt. Aber irgendwie auch wieder nicht. Brüchig wird es eben an der Stelle, wo sich die beiden ach so individuellen Strichmännchen über „Spießer“ echauffieren und damit eben doch eine gesellschaftliche Dimension reintragen. Die Beiden bauen ja einen Gegensatz auf zwischen „locker“ und „löchrigen Hosen“ einerseits und „Spießer“ und „Masse“ andererseits. Insofern finde ich den Comic eben doch nicht richtig konsistent.

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            • IULIUS sagt:

              „Die Beiden bauen ja einen Gegensatz auf zwischen “locker” und “löchrigen Hosen” einerseits und “Spießer” und “Masse” andererseits.“

              An der Stelle sind sie das, was sie bei anderen anprangern: Spießer.

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  7. LoMi sagt:

    „An der Stelle sind sie das, was sie bei anderen anprangern: Spießer“

    Möglicherweise ja. Aber nicht zwingend. Es kommt darauf an, was man mit „Spießer“ meint: Sind es nur Leute, die sich danach richten, was andere von ihnen denken? Oder sind es die braven Bürger, die sich gegen gesellschaftliche Missstände nicht wehren?

    Ich will damit keineswegs manch selbsternannte Befreiungsbewegung adeln. Aber das Wort „Spießer“ kann eben verschiedene Bedeutung haben (für die Gruppenmitglieder). Der „Spießer“, der nur mit festgefügten Dresscodes leben kann, egal in welcher Szene er sich bewegt, ist nur eine Variante der Wortbedeutung.

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    • Da es in der Unterhaltung rein um Kleidung geht ist doch offensichtlich, dass hier nicht die gesellschaftliche Haltung kritisiert wird. Zumal die Einstellung, dass man an der Kleidungswahl sehen kann wie sich jemand gegen gesellschaftliche Missstände zur Wehr setzt, doch eine sehr oberflächliche ist.

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      • LoMi sagt:

        “ Zumal die Einstellung, dass man an der Kleidungswahl sehen kann wie sich jemand gegen gesellschaftliche Missstände zur Wehr setzt, doch eine sehr oberflächliche ist.“

        Das ist zunächst Dein Urteil. Aber in dem Weltbild mancher Gruppen wird diesen Äußerlichkeiten vielleicht größerer Symbolwert zugesprochen. Es soll ja auch Gruppen geben, die glauben, dass ein Binnen-I Machtverhältnisse verändern könne ^^.

        „Da es in der Unterhaltung rein um Kleidung geht ist doch offensichtlich, dass hier nicht die gesellschaftliche Haltung kritisiert wird.“

        Für mich ist das nicht unbedingt offensichtlich. Meine Assoziationen habe ich ja beschrieben. Es kann natürlich gut sein, dass ich das überinterpretiert habe.

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        • „Das ist zunächst Dein Urteil. Aber in dem Weltbild mancher Gruppen wird diesen Äußerlichkeiten vielleicht größerer Symbolwert zugesprochen.“

          Tja, dann sollte wohl mal jemand zurück in die Zet reisen und Martin Luther King oder den Geschwistern Scholl sagen, dass sie leider nichts auf die Beine gestellt haben weil ihre Kleidung nicht unkonventionell genug war. Dagegen verändert der durchschnittliche Punk natürlich allein durch sein herumsitzen in löchrigen Jeans bereits unsere komplette Gesellschaftsstruktur.
          Aaaaah. The logic.

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          • LoMi sagt:

            Wie gesagt, im Weltbild mancher Gruppen wird diesen Dingen große Wirkmächtigkeit zugeschrieben. Aufgrund solcher Bilder handeln sie. Deshalb ist es immer klug, deren Interpretationen der Welt kennenzulernen, um das Tun der Gruppe beurteilen zu können.

            Im Übrigen kann man das nicht so pauschal als Unsinn abwerten. In der DDR, in der ich aufgewachsen bin, waren Äußerlichkeiten ein Politikum. Man konnte dort durchaus mit der Wahl der Klamotten bereits einen Standpunkt ausdrücken, der auch Wirkung zeigte. Die Verweigerung der auch äußerlichen Anpassung war manchmal schon auch ein politischer Akt, vor allem dann, wenn man seine Klamotten gegen den Druck des Staates beibehielt und sich so einen Freiraum erkämpfe.

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            • Wir leben aber in Deutschland 2014 und darauf bezieht sich das Comic. Und es tut mir led, aber ich muss nicht die innerste Logik einer Gruppe verstehen um eine Einstellung zu kritisieren. Ansonsten müsste ich mich wohl auch bemühen die innere Logik einer rechtsradikalen Gruppe zu verstehen um nachvollziehen zu können, warum es absolut unabwendbar ist, Menschen mit dunklerer Haut zusammenzuprügeln.
              Tatsache ist, dass es nur mutig ist, sich über Kleidung abzugrenen, wenn diese Kleidung NICHT dem entspricht, was der Dresscode der Gruppe ist, in der man sich aufhält. Ansonsten ist es schlichtweg kein abgrenzen sondern anpassen. Auf einer Party mit dem Moto „peinliche Weihnachtspullis“ ist es nicht peinlich einen hässlichen Pulli zu tragen, denn je hässlicher, desto cooler bist du. Wenn du damt allerdings auf die Straße gehst und Lete nicht wissen, dass du grade von einer Mottoparty kommst ist das durchaus wieder in gewissem Sinne mutig.
              Wir reden jetzt nicht von Diktaturen, in der jederzeit die Kleidungspolizei eine Versammlung stürmen und Menschen mit hässlichen Pullis ins Arbeitslager stecken kann.

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              • LoMi sagt:

                „Ansonsten müsste ich mich wohl auch bemühen die innere Logik einer rechtsradikalen Gruppe zu verstehen um nachvollziehen zu können, warum es absolut unabwendbar ist, Menschen mit dunklerer Haut zusammenzuprügeln.“

                Die innere Logik der Gruppe erklärt zumindest, warum sie tun, was sie tun. Aber nur, weil man diese Logik kennt, muss man sie weder verstehen noch akzeptieren. Es ist bloß ein Weg, das Tun dieser Leute zu erklären.

                „Tatsache ist, dass es nur mutig ist, sich über Kleidung abzugrenen, wenn diese Kleidung NICHT dem entspricht, was der Dresscode der Gruppe ist, in der man sich aufhält.“

                Ja und nein. Ja, weil es natürlich nicht sonderlich mutig ist, schräge Kleidung zu tragen in einem Umfeld, wo alle das tun. Mutig könnte es aber auf dem Dorf sein, wo man von der Mehrheit scheel angesehen wird. Ob das im Deutschland 2014 wirklich noch der Fall ist, kann ich als Berliner nicht wirklich sagen.

                Aber ich sehe, Du hast das ja selber so formuliert: „Auf einer Party mit dem Moto “peinliche Weihnachtspullis” ist es nicht peinlich einen hässlichen Pulli zu tragen, denn je hässlicher, desto cooler bist du. Wenn du damt allerdings auf die Straße gehst und Lete nicht wissen, dass du grade von einer Mottoparty kommst ist das durchaus wieder in gewissem Sinne mutig.“

                Insgesamt kann ich Deinen Standpunkt schon verstehen.

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                • IULIUS sagt:

                  „Die innere Logik der Gruppe erklärt zumindest, warum sie tun, was sie tun. Aber nur, weil man diese Logik kennt, muss man sie weder verstehen noch akzeptieren. Es ist bloß ein Weg, das Tun dieser Leute zu erklären.“

                  Das sehe ich problematisch und zwar aus folgendem Grund:
                  Nur wenn ich die Ansichten einer Gruppe verstehen kann, kann ich auch verstehen, wie und warum die Gruppe sich so verhält. Nur wenn ich das weiß, kann ich mit der Gruppe auch in Kontakt treten und mit ihnen kommunizieren.
                  Das Verstehen heißt jedoch nicht, daß ich die Meinung und das Verhalten der Gruppe akzeptieren oder tolerieren muß.

                  Das hat aber nichts mit dem Comic zu tun, Da geht es um Vorgänge innerhalb einer Gruppe und nicht um zwei konkurierende Gruppen.

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                  • LoMi sagt:

                    Meine Interpretation ging in eine andere Richtung: Ich habe gedacht, die Gruppe grenzt sich gegen „Spießer“ als Vertreter des gesellschaftlichen mainstreams ab („löchrige Hose“). Deshalb mein Interesse an dem Weltbild der Gruppe: Geht es um unbedingte Individualität oder geht es um den Konflikt Gruppe vs. mainstream? Zumindest könnte das auch mitschwingen.

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                    • IULIUS sagt:

                      Nach meiner Interpretation geht es um einen gruppeninternen Konflickt, bei dem ein Mitglied nicht den Erwartungen der anderen Gruppenmitglieder standhält. Der Vergleich als „Spießer“ ist hier eine Abwertung, als Vergleich zu einer Gruppe, von der die Gruppe sich abgrenzen und erheben will und soll zum Ausdruck bringen, daß die Person nach deren Ansicht nichts in ihrer Gruppe verloren hat.

                      EMN will wohl darauf hinaus, daß l + r mit ihrem Verhalten sich genau wie die „verhaßte Vergleichsgruppe“ verhält und damit ihren selber gesetzten Ansprüchen nicht genüge tun.

                      Das hat deutliche Tendenzen zu Mobbing:
                      „Dann muß sie sich auch nicht wundern, wenn die Leute hier nicht mit ihr reden wollen.“
                      (Botschaft, wie mit der Person umgegangen werden soll.)

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            • IULIUS sagt:

              „Es kommt darauf an, was man mit “Spießer” meint: “
              So wie es in den Kontext paßt.😉

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  8. Graublau sagt:

    Klingt wie eine Episode aus meinem Leben. „Nicht die richtige Kleidung tragen“ ist ein ganz wichtiger Grund für Ausgrenzung.

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