Verantwortlich.

Veröffentlicht: Januar 30, 2014 in Comics
Schlagwörter:, ,

grund

Kommentare
  1. guinness44 sagt:

    Bei Verantwortung fehlt ein „n“. Da kann ich über den Cartoon nicht lachen, wenn andere Fehler machen😉

    Gefällt mir

    • *grmpf* Daran ist nur meine Tastatur schuld^^

      Gefällt mir

      • guinness44 sagt:

        Und die Globalisierung. Wäre die Tastatur in Deutschland hergestellt worden, dann wäre das nicht passiert (gut wir könnten sie uns auch nicht leisten, aber das vernachlässigen wir mal)

        Gefällt mir

        • LoMi sagt:

          Und überhaupt der Feminismus und das Patriarchat, die Religion, der Kapitalismus, der internationale Terrorismus und alle, sie alle sind schuld!

          Gefällt mir

        • HansG sagt:

          1. Deutschland ist im europäischem Vergleich ein Billiglohnland.
          2. Qualitativ hochwertige Tastaturen kommen aus Deutschland (Cherry)
          3. Die Einsteigermodelle sind mit ca. 80€ bezahlbar.

          Gefällt mir

          • guinness44 sagt:

            Das ist ja wohl voll unfair mir mit Fakten die Polemik kaputt zu machen.

            Gefällt mir

          • St. Elmo sagt:

            80Euro fuer die Tastatur? Davon muss ein H4 empfaenger 1 Monat leben. Ueberpruef mal deine Privilegien 1!11!!elf!!1

            Gefällt mir

            • HansG sagt:

              Die hält aber auch problemlos 20 oder 30 Jahre. Ich bin einfach zu arm um billig zu kaufen…

              Gefällt mir

              • LoMi sagt:

                Welches Modell ist das, das dann für 80 Euro auch 30 Jahre hält? Bin da mal neugierig! Meine Cherry-Tastaturen habe ich meist nach eins, zwei Jahren durch.

                Gefällt mir

                • HansG sagt:

                  Ich habe hier eine G83-6260 die aktuell bereits ab 20€ zu haben ist. Sieht ein wenig schmuddelig aus, was aber an der Farbe liegt. Seit Jahren im täglichen Einsatz.

                  Ebenso eine G80-1800. Ca. 80€ aber auch günstiger zu bekommen und meiner Meinung nach fast unkaputtbar. Hellgrau und daher optisch auch nicht mehr optimal.

                  Auf der Arbeit stehen einige Modelle rum die die 20 Jahre locker auf dem Buckel haben.

                  Gefällt mir

                  • LoMi sagt:

                    Danke!
                    Das sind leider diese altmodischen Klappertastaturen mit enormen Tastenhub. Ich mag die Cherry-JK-0300DE lieber. Die ist aber nichts für 30jährigen Gebrauch, würde ich sagen.

                    Gefällt mir

                    • HansG sagt:

                      Ich bevorzuge das alte Design eben. Dafür empfinde ich die Haptik der leisen flachen als für mich ungeeignet. Die Folientechnik ist leider empfindlicher. Daher dürften da auch 5-10 Jahre schon das Maximum sein.

                      Gefällt mir

          • Blacky sagt:

            [klugscheiß]
            Meh.
            Also auf meiner Cherry steht „Designed in Germany / Made in China“.
            Also genauso deutsche Wertarbeit wie der Applekram US-amerikanische.
            [/klugscheiß]

            Gefällt mir

    • So, habs korrigiert und nochmal klarer gemacht was Rechti meint^^

      Gefällt mir

      • LoMi sagt:

        Jetzt wird die Sache klarer. Rechtsi benutzt einen Textbaustein aus der Genderkritiker-Ecke. Die Aussage, „Frauen übernehmen keine Verantwortung“ wiederholt sich recht häufig in bestimmten Diskussionszusammenhängen. Der Textbaustein hat eine gewisse Attraktivität, so dass er aus ursprünglich womöglich sinnvollen Kontexten herausgelöst wird und behandelt wird, als sei es eine allgemeingültige Tatsache.

        Rechtsi gibt seine Verantwortung damit schon in dem Moment ab, wo er solche Textbausteine ohne weitere Prüfung einfach für Tatsachenaussagen hält.

        Gefällt mir

  2. LoMi sagt:

    Es bleibt offen, ob Rechtsi damit Selbstkritik übt oder ob er seiner Partnerin anlastet, sie würde immer anderswo die Verantwortung suchen.

    Es ist im übrigen ein interessantes Thema. Meiner Meinung nach gibt es keine Kultur öffentlicher Selbstkritik. Selbstkritik ist riskant, wenn man sie als Politiker oder Experte öffentlich betreibt, weil man damit rechnen muss, dass die Medien undifferenziert auf einen einprügeln. Selbstkritik ist aber auch in anderen Bereichen komplett unüblich: Wann geben Chefs ihre Fehler schon mal zu? Wann sagt ein Wissenschaftler, dass er sich geirrt hat? Ich habe selbst den Rat gehört, auf Selbstkritik bei wissenschaftlichen Vorträgen zu verzichten. Das sei nur eine offene Flanke, die dann auch attackiert werde.

    Gefällt mir

    • bertrandolf sagt:

      Oder anders gesagt, Wer selbstkritik übt, handelt unverantwortlich für sein eigenes Wohl. Sehe ich zum grossen Teil auch so Und ist ein Teil des Optimismus.

      Gefällt mir

      • IULIUS sagt:

        „Oder anders gesagt, Wer selbstkritik übt, handelt unverantwortlich für sein eigenes Wohl. Sehe ich zum grossen Teil auch so Und ist ein Teil des Optimismus.“

        Das sehe ich nicht so.
        Wer Selbstkritik übt ist in der Lage sich zu verbessern und Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Sicher muß man nicht alles nach außen tragen. Ich persönlich erlebe gerade (privat) was fehlende Selbskritik anrichten kann.

        Gefällt mir

        • bertrandolf sagt:

          Ja, aber es gibt einen Unterschied zwischen innerlicher und äußerlicher Selbstkritik. Zudem ist innerliche Selbstkritik schon ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite kann man sich verbessern, aber auf der anderen Seite kann es das Selbstbewusstsein schmälern und eine Kaskade an Selbstzweifeln auslösen.
          Äußerlich ist Selbstkritik noch schwerer einzuschätzen und es kommt natürlich auf die Situation an und vor wievielen sie geäußert wird. Aber so gibt man bekannt, das man fehlerhaft ist und Vertrauen komplett verspielen. Deswegen gibt es wohl auch verhärtete ideologische Konflkte, weil man keine Fehler zugeben kann und auf etwas schiebt.

          Gefällt mir

          • IULIUS sagt:

            Selbstbewußtsein bekommst Du nicht bei fehlender Selbstkritik. Es ist eher umgekehrt, daß die Fähigkeit zur Selbstkritik mit dem Selbstbewußtsein steigt.

            Selbstzweifel haben nichts mit Selbstkritik zu tun. Selbstzweifel sind ein Vorgang, bei dem man sich selber klein macht. Das hat mehr mit Jammern und Mitleid erregen zu wollen tun.

            Bei Selbstkritik weißt Du hast was falsch gemacht und Du weißt auch, beim nächsten mal machst Du es richtig, zumindest besser. Der Vorgang ist erledigt und aus dem „Arbeitsgedächtnis“ raus.
            Ein Selbstzweifler stellt sich hin und sagt sich, warum soll ich das nochmal machen, ich bin eh unfähig das zu tun. „Mama tröste mich.“ Das Versagen verschwindet nicht aus dem „Arbeitsgedächtnis“.
            Ein Selbstkritischer Mensch sieht seine Fehler nicht als Versagen, sondern als Chance dazu zu lernen.

            Sicher sollte man nicht jeden Fehler nach außen tragen, insbesondere dann, wenn man sich in einer Gruppe bewegt, deren Mitglieder nur auf Fehler der anderen laueren, um sich selber zu beweisen.

            Denke auch so mancher Politiker der zurücktreten mußte, hätte noch sein Amt, wenn er seinen Fehler sofort zugegeben und sich entschuldigt hätte. Damit hätte er den anderen die Möglichkeit genommen weiter auf dem Thema rumzureiten und ihn als Lügner vorzuführen.

            Gefällt mir

  3. Martin sagt:

    Kann ich nur zustimmen, das ist ein Teil des gesellschaftlichen Gesamtzustandes. Wird auch in einem Artikel, den ich gestern gelesen habe, deutlich. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/allensbach-umfrage-die-rente-ist-sicher-oder-12774145.html

    Die ersten zwei Seiten beziehen sich spezifischer auf die Rentenpolitik, was ich meine ist ab Seite 3 als „Sozialmacht“ beschrieben. Das Ganze fügt sich zu einem Gesamtbild einer komplett vereinnahmenden Gesellschaft, das ich wirklich abstoßend finde, das aber auf breiter Basis sehr viel Zustimmung zu finden scheint.

    Gefällt mir

    • LoMi sagt:

      Die vorgebliche „Sozialmacht“ ist nicht das selbe Thema, wie das eher allgemeine Fehlen von Selbstkritik. Damit meine ich eine Kultur, die recht weit in den Alltag hineinreicht, z.b. in den der Universitäten, wo es bei Vorträgen schon riskant erscheint, selbstkritisch zu sein. Das ist was ganz anderes als die Diagnose eines CDU-Politikers, die ohnehin nie wissenschaftlich exakt ist, sondern ideologisch gefärbt.

      Gefällt mir

      • LoMi sagt:

        @ Martin
        Sorry, ich glaube, ich habe Deinen Kommentar missverstanden als Antwort auf meinen! Ich sehe jetzt, dass er ein eigener Kommentar zum Comic ist.

        Gefällt mir

        • Martin sagt:

          Kein Problem🙂 Für mich ist die in dem Artikel mit dem Attribut „Sozialmacht“ benannte Tendenz „Demnach birgt Eigenverantwortung Risiken und verlangt Mühen, so dass die Versuchung groß ist, sich eines Teils dieser Last zu entledigen. Die Bürger nutzen deswegen die sich ihnen bietenden Gelegenheiten, mehr und mehr Verantwortung auf den Staat zu übertragen, dessen Zuständigkeiten auf diese Weise immer weiter ausgedehnt werden.“ nur eine etwas andere Erscheinungsform der im Comic beschriebenen Geisteshaltung.

          Gefällt mir

          • LoMi sagt:

            Ich verstehe so ungefähr Deinen Standpunkt, auch wenn ich ihn nicht teile. Es kann auch sein, dass diese Sichtweise zu kurz springt: Denn in einer hoch arbeitsteiligen Gesellschaft wie der unsrigen übertragen wir sehr viel Verantwortung nicht nur auf den Staat, sondern auch auf alle möglichen anderen Leistungssysteme. Unsere Gesundheit z.B. überlassen wir den Kassen, den Ärzten und der medizinischen Wissenschaft. Vieles delegieren wir an Technologie. Vieles wird auf dem freien Markt von Unternehmen geleistet: Energie, Wasser, Ernährung. Und immer so weiter. Man darf nicht vergessen, dass genau diese Entlastung der Leute deren produktive Kräfte freisetzt. Wenn der moderne Mensch sich um all diese Dinge selber kümmern müsste, wäre er nicht mehr imstande, ein intensives Berufsleben zu haben. Und die soziale Daseinsvorsorge ist nun einmal auch ein Sicherheitsnetz, dass es erlaubt, eine hohe Fluktuation der Arbeitnehmer zu haben.

            Gefällt mir

            • Martin sagt:

              Das sehe ich wieder nicht ganz so. Meines Erachtens vermischst Du da die Abgabe von Verantwortung mit Arbeitsteilung bzw. mit dem Einkauf von Arbeitsleistung/Dienstleistungen. Das sind aber verschiedene Dinge, auch wenn sie teils recht ähnlich sind.

              Dadurch, das ich das Getreide nicht selbst säe, ernte und zu Brot backe, gebe ich aber nicht die Verantwortung für meine Ernährung ab. Bauer und Bäcker sind nicht in der Verantwortung für meine Ernährung. Allenfalls in der Verantwortung, die Vertragsbedingungen zu erfüllen, wenn ich ein Brot kaufe. So wie ich dann in der Verantwortung bin, mit der vereinbarten Summe gültigen Zahlungsmittels zu bezahlen. Ähnlich gestaltet sich die Versorgung mit Energie und Wasser etc.

              Das Argument der Entlastung durch die Befreiung greift natürlich zu einem gewissen Teil. Aber eben nur zu einem gewissen. Das Problem liegt u.a. darin, das es eine Grenze gibt, ab der der Aufwand für die vermeintliche Entlastung und den dahinter stehenden Apparat so hoch wird, das es zur Belastung wird. Wenn die Zeit, die ich aufwenden muß, um den Bauer und Bäcker bezahlen zu können, so hoch wird, das ichs gleich selbst machen kann, dann ist diese „Entlastungsgrenze“ eben überschritten. Das ist m.E.grade in bezug auf staatliche Aufgaben, soziale Absicherung etc. schon seit langem der Fall.

              Aber eine „hohe Fluktuation“ der Arbeitnehmer findet ja grade hierzulande eben überhaupt nicht statt. Ich sehe auch nicht, das das die Arbeitnehmerfluktuation in Staaten mit hoher sozialstaatlicher Absicherung gegenüber Gesellschaften mit geringerer sozialstaatlicher Absicherung deutlich höher wäre?

              Gefällt mir

              • LoMi sagt:

                “ Das ist m.E.grade in bezug auf staatliche Aufgaben, soziale Absicherung etc. schon seit langem der Fall.“

                Ich bin erstens dafür, dass es die soziale Absicherung gibt.

                Zweitens hat die Politik der Deregulierung (==> Hartz IV) keinesfalls den Aufwand gesenkt. Weder wird an Ausgaben gespart, noch ist der Verwaltungsaufwand weniger geworden.

                Drittens, als Ex-Hartzer kann ich aus eigenem Erleben berichten, wie gerade der Versuch des Abbaus staatlicher Verantwortung zu einer ungeheuer angewachsenen Macht der Behörde namens „Jobcenter“ geführt hat. Soviel Kontrollrechte und soviel Zugriff auf Daten, die eigentlich sonst geschützt sind, gab es vorher nicht.

                Viertens ist das Treiben der Jobcenter selber von Verantwortungsabgabe geprägt, weil die Fallmanager zu Standardlösungen greifen, anstatt konstruktive Vermittlungsarbeit zu leisten.

                Insofern ist mir das nicht sehr sympathisch, was der CDU-Politiker Biedenkopf sagt.

                Gefällt mir

                • Martin sagt:

                  „Ich bin erstens dafür, dass es die soziale Absicherung gibt. “

                  Sicher. Nur halte ich etliches daran, wie Durchführung, Aufwand und Gegenleistung längst für völlig aus dem Ruder gelaufen.

                  „Zweitens hat die Politik der Deregulierung (==> Hartz IV) keinesfalls den Aufwand gesenkt. Weder wird an Ausgaben gespart, noch ist der Verwaltungsaufwand weniger geworden.

                  Ja. Was unter anderem daran liegt, das es eben nicht konsequent gemacht wurde:
                  „Bereits von Beginn an war die Organisationsform der ARGEn heftig umstritten. So warnte die Bundesagentur für Arbeit (BA) bereits in der Vorbereitungszeit vor unklaren Zuständigkeiten. Tatsächlich ist – anders als geplant – eine dritte Leistung und Behörde entstanden, anstatt die Doppelzuständigkeit zusammenzufassen. Die unzweckmäßige rechtliche Konstruktion der ARGEn ist das Resultat eines politischen Kompromisses zwischen der damaligen rot-grünen Bundesregierung mit dem CDU-dominierten Bundesrat, die sich nicht auf eine eindeutige Zuständigkeit, d. h. weitere Verwaltung der bedürftigen Arbeitslosen durch die als bürokratisch diskreditierte BA oder vollständiger Übergang an die Kommunen einigen konnten.“

                  Und natürlich auch daran, das ein einmal geschaffener Verwaltungs- und Hilfsapparat vor allem danach trachtet, sich und seine Pöstchen zu erhalten.

                  „Drittens, als Ex-Hartzer kann ich aus eigenem Erleben berichten, wie gerade der Versuch des Abbaus staatlicher Verantwortung zu einer ungeheuer angewachsenen Macht der Behörde namens “Jobcenter” geführt hat. Soviel Kontrollrechte und soviel Zugriff auf Daten, die eigentlich sonst geschützt sind, gab es vorher nicht.“

                  Das mag sein. Es ist aber nicht nur der Empfänger zu betrachten und mehr Zugriff und Kontrolle könnte bei positiven Ergebnissen, eben auch gewünscht sein.

                  „Viertens ist das Treiben der Jobcenter selber von Verantwortungsabgabe geprägt, weil die Fallmanager zu Standardlösungen greifen, anstatt konstruktive Vermittlungsarbeit zu leisten.“

                  Im Prinzip hat man ja auch nur die Geschäftsform geändert und eine weitere „quasi-Behörde“ geschaffen. Wieweit das nun ein Argument für noch mehr Staat sein soll, entgeht mir allerdings.

                  „Insofern ist mir das nicht sehr sympathisch, was der CDU-Politiker Biedenkopf sagt.“

                  Mir ist auch der ganze Biedenkopf und die ganze CDU nicht sympathisch. Ich bin da politisch eigentlich nicht bei irgendeiner eindeutigen Linie. In jedem Fall aber bei einer deutlichen Reduzierung des ganzen Sozial- und Hilfsapparats. Das das hierzulande solange nicht klappen wird, bis der ganze Kram völlig zusammengekracht ist, ist mir leider auch klar. Ebenso wie mir klar ist, das das kommen wird. Und dann werden für die kollektivismusverdummten Deutschen eh wieder „die Bonzen“, „die Banken“, „die Heuschrecken“ schuld sein und natürlich nicht die immer weiter hochgeschraubten Erwartungen der Art „Das steht mir zu, jemand anders solls bezahlen“ (zur Klarheit: bei allen, nicht etwa nur Hartzern.) und die vielen, vielen total wichtigen Pöstchen.

                  Naja. Ich versuche jedenfalls dafür Sorge zu tragen, daß meine Tochter ein paar Voraussetzungen dafür hat, hier rechtzeitig wegzukommen, so sie das will.

                  Gefällt mir

                  • LoMi sagt:

                    „Im Prinzip hat man ja auch nur die Geschäftsform geändert und eine weitere “quasi-Behörde” geschaffen. Wieweit das nun ein Argument für noch mehr Staat sein soll, entgeht mir allerdings.“

                    Das war auch kein Argument für „mehr Staat“, sondern eher ein Gegenargument. Denn ich wollte damit darauf hinweisen, dass gewisse Deregulierungsbemühungen den behördlichen Wasserkopf mitnichten abgeschafft haben.

                    „Das mag sein. Es ist aber nicht nur der Empfänger zu betrachten und mehr Zugriff und Kontrolle könnte bei positiven Ergebnissen, eben auch gewünscht sein.“

                    Mehr Zugriff und Kontrolle ist ganz sicher politisch so gewollt. Sinnvoll ist es darum noch lange nicht. Es ist eher demütigend und damit auch demotivierend. Zweitens ist jeder staatliche Eingriff in die Bürgerrechte bedenklich, weil da auch der Missbrauch lauert und weil es am freiheitlichen Selbstverständnis der Gesellschaft sägt. Man darf auch fragen, ob dieser Kontrollexzess irgendeinen Nutzen hervorbringt. Nach meinem Dafürhalten tut er es nicht. Ich schätze das eher als negativen Anreiz ein, damit die Arbeitslosigkeit „ungemütlich“ wird und man schnell dort wieder raus will.

                    Was übrigens ganz hervorragend klappt: Ja, es ist für den Normalbürger wirklich dadurch ungemütlich und ich habe mir natürlich gewünscht, schnell rauszukommen. Blöd nur, wenn diese Bemühungen erfolglos bleiben. Dann bleibt nur noch das Empfinden von Schikane. Ich bin sehr dafür, dass man den Arbeitslosen nicht zu sehr auf der persönlichen Würde herumtrampeln soll. Nur halbwegs ausgeglichene Menschen sind leistungsfähig, vor allem fähig zu eigenverantworteten Leistungen. Dazu gehört nun einmal auch die Jobsuche, zu der in meinem Fall das Jobcenter rein gar nichts beigetragen hat, schon aus Mangel an Verständnis des Arbeitsmarktes.

                    Gefällt mir

                    • IULIUS sagt:

                      „Mehr Zugriff und Kontrolle ist ganz sicher politisch so gewollt. Sinnvoll ist es darum noch lange nicht. Es ist eher demütigend und damit auch demotivierend. Zweitens ist jeder staatliche Eingriff in die Bürgerrechte bedenklich, weil da auch der Missbrauch lauert und weil es am freiheitlichen Selbstverständnis der Gesellschaft sägt. Man darf auch fragen, ob dieser Kontrollexzess irgendeinen Nutzen hervorbringt. Nach meinem Dafürhalten tut er es nicht. Ich schätze das eher als negativen Anreiz ein, damit die Arbeitslosigkeit “ungemütlich” wird und man schnell dort wieder raus will.“

                      Auf jeden Fall is der politisch gewollt. Damit kann der Staat –genauer die Politiker– eine Gruppe von Menschen in der Gesellschaft negativ dastehen lassen.
                      Es geht denen mitnichten darum diese Menschen in Arbeit zu bringen. Die brauchen Menschen, auf die sie herumhacken können, um von sich abzulenken und den anderen Menschen zu erklären, wie gut sie es doch haben.
                      Ähnlich dem Prinzip „Teile und Herrsche“.

                      Daß die wenigsten Hartz IV-ler mißbrauch betreiben ist hinlänglich bekannt. Wer einiger maßen fit ist kümmert sich um sein Leben. Diejenigen, die das nicht können werden schikaniert. Das ist mittelalterliches Gedankengut mit modernen Methoden. Wer nicht in der Lage ist mitzuhalten ist vom Wohlwollen anderer angewiesen.
                      Wobei in der BRD die Menschen nicht vom Wohlwollen anderer angewiesen sein dürfen, sondern die staatlichen Leistungen ein Grundrecht sind.

                      Gefällt mir

  4. Waschbaerranger sagt:

    Traurige Tatsache.
    Gabs da nicht mal so ein Kartenspiel, wo man anderen den sprichwörtlichen „Schwarzen Peter“ zuschieben musste? Hieß, dächte ich, auch genauso.
    Das heißt, seit der Kindheit werden wir gelehrt, andere zu beschuldigen…Eltern, Kindergärtner und Spieleproduzenten sind schuld!
    ..Irgendwie dreht man sich bei so einer Argumentation, wer schuld daran ist, dass andere immer schuld sind, minimal im Kreis. ^^
    Da fällt mir ein…man hat doch auch schon früher alle Schuld eines Dorfes auf eine einzelne Ziege geladen und das Tier davongejagt. Stichwort „Sündenbock“…Verantwortungslosigkeit hat Tradition!

    Gefällt mir

    • LoMi sagt:

      Man kann ja auch einfach selber anfangen, die Verantwortung zu übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen und sich in Selbstkritik üben. Irgendwie wird es ja doch ein bisschen paradox, wenn man für das Fehlen der Selbstkritik wieder die Gesellschaft verantwortlich macht (wie ich es oben auch getan habe, mal selbstkritisch angemerkt ^^).

      Gefällt mir

      • Kenshin sagt:

        Interessant finde ich in dem Zusammenhang, wie mein Vater mir zwar Selbstkritik beigebracht und auch eingeeimpft hat (bis zu dem Grad „du bist immer selbst Schuld“, der natürlich auch nicht stimmt), aber selbst nie nach außen Selbstkritik geübt hat/übt. Das ist wohl in anderen ein feiner Zug, aber selbst untergräbt das natürlich die eigene Stellung. Heikles Thema. Da würde ja auch das Ego zu wanken beginnen, wenn man etwas reflektierter mit dem eigenen Handeln umgeht.

        Gefällt mir

  5. Maxim sagt:

    Erst fühlt man sich schlecht wenn man Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss, aber ich fühle mich danach als hätte ich ein Stück Macht über mein Leben zurückgewonnen. Auch wenn ich diese nicht nutze um mein Handeln später zu ändern…

    Gefällt mir

  6. BD sagt:

    Ich will mal ein bisschen jammern / nörgeln. Auch wenn ich deine Comics toll finde, fehlen mir ein wenig die gehaltvolleren Text-Posts.

    *jammer*

    *nörgel*

    *murmelmurmel*

    So, feddich.

    PS: Ich habe keine Ahnung, woher das Bild kommt… naja, doch, aber nicht warum.

    Gefällt mir

  7. onyx sagt:

    Schönes Comic. So siehts aus. Gesagt wird viel. Letztlich gemeint ist „Frauen sind schuld“

    Gefällt mir

  8. IULIUS sagt:

    Adenauer hat einen praktikablen Mittelweg gefunden zwischen Selbskritik und die Verantwortung auf andere abwälzen:

    „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“

    Gefällt mir

  9. Peter Teuschel sagt:

    Ich gebs jetzt offiziell auf. So dick ist kein Buch, dass da alle Comics reinpassen.
    Und auch nicht so aktuell.
    Können Sie vielleicht nen Server rausgeben?

    Gefällt mir

  10. Peter Teuschel sagt:

    Ähh … ja … also … so betrachtet …

    Gefällt mir

  11. Franziskaner sagt:

    Ich will mehr von diesem Zeugs. Kannst du nicht mal 3-4 (gerne mehr) Comics pro Tag machen?
    Bei gleichbleibender Qualität, versteht sich.

    Gefällt mir