(K)ein Beinbruch.

Veröffentlicht: Februar 6, 2014 in Comics, Psychozeug
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beinbruch

Kommentare
  1. LoMi sagt:

    Der Comic ist super! Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich muss nur mal einsortieren, aus welchen Kontexten ich das kenne.

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    • Es gibt ein alten Lied:

      http://www.golyr.de/trad/songtext-frau-kern-272668.html

      Refrain:

      „Werd scho wer’n sagt d’Frau Kern, auch d’Frau Horn is wieder worn
      sowas gibt si meistens immer, bei der Wimmer war’s noch schlimmer
      Werd scho wer’n sagt d’Frau Kern, des geht rum sagt d’Frau Stumm.
      Selbst beim schönsten Haxenbruch lauftst du glei wieder rum “

      Der Song behandelt das gleiche Thema, das kleinreden von Problem.

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      • LoMi sagt:

        Ja, der Song passt. Und auch wieder nicht. Nach meinem Empfinden gibt Linksi Rechtsi Tipps aus der „Hausapotheke“, um dessen Leiden zu kurieren. Er nimmt das Leiden von Rechtsi nicht ernst als das, was es ist. Ich selber habe solche Tipps oft zu hören bekommen von Verfechtern von Naturheilmitteln oder von Homöopathie. Diese haben meist die Maßnahmen von Ärzten als völlig falsch verurteilt und im Gegenzug eben ihre Tipps gegeben. Und es schwang auch immer der Vorwurf der Bequemlichkeit mit, wenn man nicht zu Naturheilmitteln etc. griff, sondern sich auf die Diagnose des Arztes verließ. Es war der Vorwurf, man würde sich vom Arzt kritiklos eigentlich gefährliches Zeug andrehen lassen, nur weil man sich nicht wirklich um Alternativen kümmern mochte.

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        • „Er nimmt das Leiden von Rechtsi nicht ernst als das, was es ist.“

          Das war der Punkt, der mich am meisten berührt hat, wohl auch aus eigener trauriger Erfahrung. Vor allem bei Krankheiten, die man nicht sieht.

          Zum Glück nicht im echten Leben, aber in der Blogosphare bin ich auch schon über solceh Verfechter von alternativer Medizin gestolpert.

          Ich will da jetzt nicht ins Detail gehen. Es gibt sher wirksame Naturheilmittel. Es gibt aber auch Probleme, die sich so nicht gut behandeln lassen.

          Ein guter Heilpraktiker weiss, wann Naturheilmittel helfen, und wann er jemand zum Arzt schicken muss. Wer diesen Punkt nicht erkennt, ist ein schlechter Ratgeben.

          Vor allem die Strategie die Schuld auf den anderen zu schiebn „beten hilft, du glaubst einfach nicht stark genug“ oder eben die Heilpraktikerche Variante davon, ist Psychoterror, den man dann zum eigentlichen Problem der Krankheit nich zusätzlich hat.

          Wenn jemand kommt der wieder etwas von „giftiger Chemie“ erzählt, dann empfehele ich Tollkirsche, Curare und Knollenblätterpilz. Alles 100% Natur, sicher total gesund. Bevor mir das jetzt jemand glaubt – 100% natur stimmt, aber auch sehr tödlich. Natur ist nicht immer gesund, das Argument mit der gesunden Natur ist fehlerhaft.

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  2. Anual sagt:

    Ja genau… mach mal lieber das mit dem Johanniskraut, heute bekommt doch jeder ne Depression diagnostiziert.

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    • Johanniskraut wirkt wirklich gegen Depression. Das war vielleicht kein so gutes Beispiel für wirkungslose Therapien.

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      • Allerdings nicht das Zeug, das man in der Drogerie mitnimmt^^

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        • Kann sein. Ich habe Johhanniskraut-Tee probiert bis mir meine Therapeutin dann „echte“ Antidepressiva verschrieben hat. Ich weiss allerdings nicht ab welcher Dosis Johanniskraut rezeptpflichtig iwrd. Ist jedoch eines der wenigen Pfalnzlichen Mittel gegen Depression die durch medizinisch anerkannte Studien abgesichert sind.

          Toll dabei: Kein Mediziner weiss warum es wirkt, oder auf welchem weg es wirkt.

          Dabei ist die Wirkung seit merh als 2000 Jahren belegt, naja, zumindest vermutet worden.

          „Historical information dating back to 400 B.C. tells the story of hypericum and its medicinal and spiritual evolution. The ancient Greeks and Romans noted that St. John’s Wort was used for such things as snake or reptile bites, menstrual cramping, gastrointestinal distress, ulcers, depression or melancholy, superficial wounds, or sciatica.“

          Ich hab‘ jetzt die orginal-Quelle nicht, das Zitat ist von hier:
          http://www.herballegacy.com/Nelson_History.html

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          • Robin Urban sagt:

            Ich dachte Johanniskraut wirkt dadurch, dass es, äh, wie sag ich das jetzt ohne medizinisches Vokabular… es die Aufnahme von Licht begünstigt? Damit mehr Vitamin D etc. produziert wird, wofür man Sonnenlicht braucht und was ganz wichtig bei Depressionen ist (deshalb auch saisonale Depressionen im Winter, wenn die Tage kürzer sind)? Weshalb man es auch nicht im Sommer nehmen sollte, weil die Haut davon empfindlicher wird und man eher Sonnenbrand kriegt?

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            • Mein Kenntnisstand war wohl nicht mehr aktuell.

              „Die Wirkung der Johanniskraut-Präparate soll auf die chemisch definierten Substanzen Hyperforin und Hypericin zurückzuführen sein. Diese bewirken eine geringe bis mittelstarke cerebrale Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin; dies sind bekannte Wirkmechanismen synthetischer Antidepressiva.“

              Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut#Wirkungsmechanismen_und_Wirklatenz

              Die Sonnenempfindlichkeit trifft nicht jeden. Ich habe keinen solchen Effekt bei mir feststellen können, während ich Johanniskraut genommen habe.

              Sonne hilft mir aber sehr.

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              • Bin mir nicht sicher, wie Johanniskraut wirkt, aber ich glaube mich zu erinnern, dass das Zeug in wirksamer Dosierung kein bisschen harmloser ist als „richtige“ Antidepressiva und es auch „richtige“ Präparate gibt, die auf dem Zeug basieren.

                Im Prinzip ist das mit dem „Probier doch lieber mal Johanniskraut, anstatt gleich Medikamente zu schlucken“, als ob man sagt „Koffeintabletten, bist du irre?! Trink lieber mehr Kaffee, das ist viel gesünder, weil pflanzlich und nicht so ein chemischer Scheiß!“.

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        • Aber L sagt:

          Das Kraut von Tetesept hat 500 mg pro Kapsel. Das sind auch nur 100 mg weniger als das Zeug, was ich aus der Apotheke hatte. Da würde ich jetzt mal schätzen, dass das ausreichend hochdosiert ist, oder?

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      • Anual sagt:

        Ich will auch nicht sagen, dass es nicht wirkt. Ich hab das auch schon genommen. Ich würde Johanniskraut eher mit einem Verband bei einer oberflächlichen Verletzung gleichsetzen. Wenn du eine schwerere Depression hast, dann brauchst du aber eben auch die schweren Geschütze.

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  3. m sagt:

    Bein gebrochen?

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  4. Erik Freeman sagt:

    Bei Depressionen lass ich mir immer den Kopf eingipsen und inhaliere Johanniskraut auf C200 potenziert.

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  5. jck5000 sagt:

    auch wenn das total OT is: gibt es einen vernünftigen Grund, warum die Comics im RSS nicht auftauchen? Für so unterwegs wär das schön…

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  6. „Wie Leute reagieren, wenn man ihnen sagt, dass man Antidepressiva nimmt…“

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    • LoMi sagt:

      Ja, das ist eine typische Reaktion. Freilich ist ein Beinbruch auch leichter zu diagnostizieren als eine Depression. Ebenso ist die Wirkung des Gipses leichter nachweisbar als die von Antidepressiva.

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  7. annaarbeit sagt:

    Hat dies auf Leben mit Depression rebloggt und kommentierte:
    So wahr, so wahr, so fucking wahr.

    Und jetzt stellen wir uns alle mal nicht mehr so an *zynisch*

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  8. Margret sagt:

    Super!!! Ich kenn ähnliches Geschwurbel von ADS-Kritikern.

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