Therapeutensuche.

Veröffentlicht: Februar 10, 2014 in Comics, Psychozeug
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THERAPEUTENSUCHE

Kommentare
  1. kinch sagt:

    Also ich wähl meine Therapeuten ja immer nach ihren Comics aus😛

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  2. Tja, ich habe anderthalb Jahre auf meinen Platz warten dürfen… Aber immerhin, ein paar andere Kriterien haben gepasst.

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  3. Schlubschi sagt:

    Ohja… ich habe jetzt demnächst erstmal den Termin beim Psychiater, auf den habe ich jetzt auch fast 3 Monate gewartet, nachdem ich mehrere durchtelefoniert haben, die keine neuen Patienten mehr aufnehmen.

    Hoffentlich klappt das dann und die Medis verleihen etwas antrieb, ansonsten schaffe ich nicht nochmal eine solche Tortur wie die letzte Therapeutensuche.
    Das letzte mal habe ich >100 Telefonate geführt, immer nur der AB mit den Sprechzeiten, jeder an einem anderen Tag, mal zur vollen Stunde, mal immer nur viertel nach. Bei vielen trotz innerhalb der Sprechzeiten nur das Band, was reichlich nervt wenn man 4 Tage drauf wartet dort anzurufen und nach 8 erfolglosen Anrufen dann nur zu hören bekommt, das derzeit keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden.

    Ich hatte dann irgendwann einen Termin, mit 3 Monaten Wartezeit, leider hat die Sympathie nicht so gepasst und die Folgetermine waren zu reichlich bescheidenen Uhrzeiten, musste immer 40 Minuten fahren und nen halben Tag Urlaub nehmen und wurde auch mal versetzt und stand vor der geschlossenen Praxis. Und da es mir da eh besser ging, hab ich es nach 5 Terminen bleiben lassen, habe ja die suche sofort nach der Terminzusage aufgegeben. Und weil ich so dämlich war, hab ich natürlich gleich angefangen das Venlafaxin auszuschleichen, wobei das noch harmlos ausgedrückt ist. Ja und jetzt knapp eineinhalb Jahre danach, bin ich wieder kurz vor dem Zusammenbruch und mag überhaupt nicht an die Therapeuthensuche denken😦

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  4. m sagt:

    Ich habe sofort einen Termin bekommen. Selbstzahler. 4.000 Euro später ist dann alles wie zuvor. ^^

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  5. St. Elmo sagt:

    Taurig aber Wahr

    Was manchmal helfen kann, bei der Krankenkasse Druck machen,

    Einfach bei der Krankenkasse anrufen sagen das man schon 20-30 Therapeuten durch hat, und deswegen eine Kostenübernahme für einen Privat-Therapeuten anfragen will.
    Dann bekommt man meistens von der Krankenkasse ein paar Telefonnumern von Therapeuten die noch Platz haben müssten, oder die Bestätigung der Kostenübernahme was dann die weitere Suche einfacher macht, da Privat abgerechnet werden kann.

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  6. F. T. sagt:

    Jaja, Therapeuten finden. Das ist so ein Glücksspiel. Klingt nach einer aufstrebenden Branche, wobei ich feststellen muss, dass es auch Therapeuten gibt die selbst eine psychologische Erkrankung haben. Ist mir aufgefallen als meine Ex damals über ihre Therapeutin redete. Es stellte sich heraus, dass die Therapeutin auch ADHS hatte. Ist keine so sinnvolle Kombination wenn Patient und Arzt die selbe Erkrankung haben. Vor allem wenn sich Phasen und Symptome auch noch angleichen. Ich hab sie dann wach gerüttelt und sie gebeten einen neuen Therapeuten zu finden. Sie hatte die gleiche Angst mit den 1000 Anrufen. Ich habe ihr gesagt, sie müsse nur die richtigen Argumente finden und dann wäre das kein Problem. Und siehe da, der 2. Anruf brachte Erfolg.

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    • Kinch sagt:

      ADHS ist keine psychologische Erkrankung. Und ich sehe da jetzt auch kein Problem mit, wenn der Thera ADHS hat. Aber vielleicht weiß EMN da mehr.

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      • „Und ich sehe da jetzt auch kein Problem mit, wenn der Thera ADHS hat.“

        Also ich finde das schon wichtig, dass sich der Therapeut die üblichen 45 Minuten einer Sitzung auf die Pronbleme und Sorgen des patienten konzentrieren kann. Sonst kann man das gleich bleiben lassen. Ein Therapeut mit ADHS ist eher eine Gefahr für die Patienten, die verlassen sich ja auf den Therapeuten und sein können.

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        • Kinch sagt:

          Dass jemand ADHS hat, heißt nicht, dass man sich nicht konzentrieren kann. Eventuell magst du dich mal darüber informieren, bevor du solche Töne spuckst.

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          • Ich glaube schon, dass ich das richtig im Kopf hatte:

            http://de.wikipedia.org/wiki/ADHS

            „Aufmerksamkeitsdefizitstörung“, das ist für Therapeuten doch ziemlich das KO Kriterium, meinst Du nicht auch? Ein therapeut muss in er Lage sein, konzenterirt und aufmerksam den Worten des patienten zu folgen, und das über 45 Minuten hinweg.

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            • Kinch sagt:

              Nein. Ließ vielleicht dazu auch einfach die Antwort von ENM. Generell ist die Frage, wie stark es ausgeprägt ist, ob man trotzdem damit effizient und effektiv arbeiten kann, wie man es managet und ob man ggfs. Medikamente nimmt.

              Eine Freundin von mit hat auch ADHS und gehört zu den Top Studenten in ihrem Jahrgang in Pharmazie. Wenn du eine Ahnung von dem Studium hast, kannst du dir vorstellen, wieviel Konzentration dafür notwendig ist. Die schafft es auch Vorlesungen zu folgen, zig Seiten Stoff zu lernen und mündliche Prüfungen zu bestehen.

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              • „Generell ist die Frage, wie stark es ausgeprägt ist, ob man trotzdem damit effizient und effektiv arbeiten kann, wie man es managet und ob man ggfs. Medikamente nimmt.“

                Ich ging jetzt von einer starken Ausprägung aus, die nicht medikamentös behandelt wird. So wie es aus den Worten des ersten Psoters hervorging, der es an den Symptomen diagnostizuiert hatte, die die Theruptin zeigte. Wenn es keine Symptome gegeben hätte, dann hätte er ja gar nicht erst geschrieben.

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                • Kinch sagt:

                  Ich kenne deine impliziten Annahmen nicht. Die Aussage war allein, dass ADHS ein KO-Kriterium für Therapeuten und sei, und dass Therapeuten mit ADHS eine Gefahr darstellen würden.

                  Den Beitrag von F.T. sehe ich mehr als skeptisch. Für ein abschließendes Urteil ist er zu diffus, aber ehrlich gesagt, denke ich im Moment, dass daraus schlicht Vorurteile sprechen.

                  der es an den Symptomen diagnostizuiert hatte

                  Allein die Vorstellung einen Therapeuten, den man selbst nicht besucht, ADHS diagnostizieren zu können, ist so absurd, dass ich das nichtmal sinnvoll kommentieren kann.

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                  • Ja, lassen wir es dabei. Die Meinungen sind ausgetauscht, und jeder Leser kann sich seine eigenen Gedanken dazu machen.

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                  • IULIUS sagt:

                    Ich denke, es ist ADHS-belasteten erwachsenen Menschen mit Sicherheit möglich eine Therapiesitzung von 45 Minuten durchzustehen.

                    Ein Grund (bei Therapeuten) ist schon mal, daß diese Menschen ein Vollzeit-Diplom-Studium hinter sich haben, als Psycho-Therapeut sogar noch in einer Klinik (od. ähnlich geeigneten) Ihre Ausbildung vollendet haben.
                    Das geht mit Sicherheit nicht, wenn man sich nicht über längere Zeiträume hinweg konzentrieren kann. Evtl. wären die Kriterien für ADHS zu überdenken. Mehr aber nicht.
                    Eine andere Sache ist, ADHS läßt das Denken, (wenn ich mich jetzt nicht irre) nicht zwanghaft auf ein bestimmtes Problem fokussieren.

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                    • „Ein Grund (bei Therapeuten) ist schon mal, daß diese Menschen ein Vollzeit-Diplom-Studium hinter sich haben, als Psycho-Therapeut sogar noch in einer Klinik (od. ähnlich geeigneten) Ihre Ausbildung vollendet haben.“

                      Ja, das ist ein Argument.

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                    • „Eine andere Sache ist, ADHS läßt das Denken, (wenn ich mich jetzt nicht irre) nicht zwanghaft auf ein bestimmtes Problem fokussieren.“
                      Was genau meinst du damit?

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                    • IULIUS sagt:

                      „Was genau meinst du damit?“

                      Verschiedenes.
                      Zum einen, eigene Probleme in den Patienten zu übertragen.
                      Nicht bei jedem Patienten das gleiche Problem erkennen bzw. übersehen.
                      etc.

                      Die Denk- und Handlungsfähigkeit eines ADHS ist grundsätzlich nicht beeinträchtigt.

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                • F. T. sagt:

                  Das schien der Fall zu sein. Die Ärztin hat meiner Meinung nach Symptome gezeigt die darauf hinwiesen: Sie hat viele Sachen nur nach mehrmaligem Nachfragen auf die Reihe gekriegt.

                  Meine Ex hat mal 3 Wochen auf einen Nachholtermin warten müssen, weil die Therapeutin es nicht auf die Reihe bekommen hat ihr einen neuen Termin zu nennen. Es lag nicht an der Zeit. Sie hat es einfach schleifen lassen. Meine Ex war da natürlich nicht besser. Sie war davon entmutigt und hat es dann jeweils auch wieder eine Woche liegen lassen. Bis ich mich mal aufgeregt habe und ihr sagte sie solle mit mehr Nachdruck an die Therapeutin gehen. Dann hats geklappt. Teilweise waren auch die Aussagen der Therapeutin zusammenhanglos und zerstreut. Als ich meine Ex nach den Resultaten des ADHS Tests fragte, meinte sie die Therapeutin hätte es ihr nicht so richtig erklären können.

                  Also um das klar zu stellen: Ich bin der Ansicht dass ADHS kein grundsätzliches Ausschlusskriterium ist, wenn mann es unter Kontrolle hat. Aber die Therapeutin war organisatorisch die absolute Katastrophe und für einen Patienten der eine regelmäßige Therapie braucht, ist das die absolute Hölle.

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                  • IULIUS sagt:

                    Wenn ein Erwachsener sich organisatorich überhaupt nicht im Griff hat, hat das nichts mit ADHS zu tun. Ein Erwachsener sollte zu dem Problem hinreichend kompensierende Strategien entwickelt haben.

                    Ohne die Ärztin zu kennen, kann ich hier behaupten, deren Probleme liegen an einer ganz anderen Stelle.

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                    • F. T. sagt:

                      Dumm nur dass die Ärztin meiner Ex gegenüber gesagt hat, dass sie selbst ADHS habe und dass das nicht so schlimm sei…

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                    • IULIUS sagt:

                      Dreist ist, daß die Ärztin ihr ihr eigentliches Problem verschwiegen hat und ADHS als Erklärung vorschiebt, um vom primären Problem abzulenken.

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      • IULIUS sagt:

        Interessant wird es erst, wenn Deine Therapeutin dir ein psychologisches Problem andichtet, was vorher schon vollkommen ausgeschlossen wurde und selbst, wenn Du sie darauf hinweist ihre Meinung nicht überdenkt, sondern nur verteidigt.

        Da mein Hauptproblem eh der Umgang mit Narzißten ist…

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        • Yesa sagt:

          unterschreib das Problem kenn ich von der gottseidank Extherapeutin meines Kerls. Da ging dann regelmäßig der Kopf gegen die Wand sobald man draußen war…. leider war der nächste darauf spezialisierte Psychologe knapp 100 km weg…

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      • ADHS ist halt in erster Linie eine Vorbedingung, die u.U. auch Anfälliger macht für psychische Erkrankungen. Ich bin in dieser Frage vielleicht etwas Vorbelastet, da ich selbst ADS habe^^ Das Hauptproblem bei ADS (ohne „H“) ist die Konzentrationsproblematik, die zumindest bei mir innerhalb der Therapiesitzungen allerdings in den Hintergrund tritt, da ich dort hoch konzentriert bin (Die mesten ADSler haben Bereiche, in denen sie sich sehr gut konzentrieren können, das Problem tritt eher bei „langweiligen“ Arbeiten auf).
        Wo ich es allerdings merke ist, dass ich nicht optimal geeignet bin für Gruppentherapien, da es mir bei vielen Reizen (viele Wortmeldungen, Durcheinanderreden,…) schwer fällt den Überblick zu bewahren. Für mich ist da die Lösung, keine Gruppentherapien anzubieten^^
        Ich denke, wenn man seiner Stärken und Schwächen bewusst ist kann man sie auch nutzen bzw. vermeiden. Ich weiß, dass ich dazu neige zu prokrastinieren, daher gleiche ich das beruflich mit strikten Terminregelungen aus (während privat schonmal was durchgeht^^)
        Ich denke, einer meiner Vorteile ist, dass ADHS im Zusammenhang mit Kreativität steht und davon profitiert definitiv auch meine Arbeit^^
        Also insgesamt würde ich sagen, ADHS ist halt eine Vorbedingung, die man managen muss. Die Qualität als Therapeut kann sicher darunter leiden wenn mans nicht optimal hinkriegt (wenn ich z.B. ständig Gruppentherapien machen müsste) aber sie muss nicht leiden und gewisse Dinge kann man auch positiv nutzen.

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  7. Das Problem ist, dass man gute Therapeuten weniger an den äußerlichen Kriterien (wie in der ersten Szene aufgelistet) erkennen kann, sondern erst nach einigen Sitzungen.

    Außerdem habe ich das Gefühl, die Fähigkeiten von Psychologen werden oft überschätzt. Das sind keine Magier die eine kaputte Seele mal eben so in Ordnung bringen. Meine erste Therapeutin hat dann nach gut zwei Jahren zu mir gesagt, „Es tut mir leid, aber ich kann Ihnen nicht helfen“. Den Eindruck hatte ich zwar vorher schon, aber gut. Meine jetzige Therapeutin kann helfen, aber die Praxis ist so gnadenlos überlaufen, dass sie an manchen Tagen eher selbst Hilfe braucht – die letzte Therapiesitzung lief eher so, dass sie über die Praxisproblem erzählt hat, und ich habe versucht zu Trösten und Verständnis zu vermittlen.

    Also, erwartet keine Wunder nach dem ersten Termin (oder dem ersten Jahr). Für mich sind es hauptsächlich die Psychopharmaka, die helfen, die Gespräche sind gut um Probleme bewusster zu machen, aber lösen können sie viele Probleme nicht. Eine kaputte Seele bleibt auch nach einem Gespräch kaputt, kitten kann man sie nur selbst (wenn man dazu die Kraft hat).

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    • IULIUS sagt:

      Ich denke, das wichtigste an einem Therapeuten ist, daß der aktiv zuhören kann und ab und zu mal einen praktisch umsetzbaren Typ gibt. Alleine daß zuhören vermittelt ein beruhigendes Gefühl.

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    • F. T. sagt:

      Das ist das Grundsätzliche Problem bei Psychologen. Die dürfen/wollen eigentlich keine konkreten Ratschläge erteilen. Das wäre sicher problematisch. Stell dir vor der Psychologe gibt einen Rat, der Patient versteht es falsch und bringt sich um. Jetzt versuch mal als Therapeut da wieder raus zu kommen… Ich habe mal den Satz gehört: Der Psychologe hilft Dir nur Dir selbst zu helfen.

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      • Meine erste Therapeutin hat mir geraten auszuziehen. Das gab zu Hause ein Heidendonnerwetter. D.h. zu den vorherigen Problem hate ich dann auch noch den Ärger zu hause.

        Als ich dann nicht ausgezogen bin, hiess es dann, ich wprde ja nicht auf die Vorschläge eingehen, dann könne sie nicht helfen.

        Super Situation. Sie hatte sicher recht mit dem Vorschlag, auszuziehen, allerdings konnte ich mich ohne Unterstützung nicht durchsetzen.

        Tja, es ist schwierig. Aber Du hast recht, konkrete Vorschläge sind riskant. Der letzte Satz st ganz sicher richtig, „Der Psychologe hilft Dir nur Dir selbst zu helfen.“

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        • IULIUS sagt:

          „Meine erste Therapeutin hat mir geraten auszuziehen. Das gab zu Hause ein Heidendonnerwetter. D.h. zu den vorherigen Problem hate ich dann auch noch den Ärger zu hause.

          Als ich dann nicht ausgezogen bin, hiess es dann, ich wprde ja nicht auf die Vorschläge eingehen, dann könne sie nicht helfen.“

          Die Frage wäre M. E. hier, hast Du die Probleme betreffend des geplanten Auszugs mit der Therapeutin besprochen.
          Interessant wäre auch die Information, wie alt Du zu dem Zeitpunkt warst.

          Nämlich nur der Rat auszuziehen ist nicht zielführend. Im Vorfeld sollte man wissen, wie man das bewerkstelligt.
          Nach dem was Du schilderst wäre evl. vorteilhaft gewesen sich erst eine Bleibe zu suchen und dann mit dem Möbelwagen vor der Tür den Auszug zu verkünden.

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  8. Yesa sagt:

    So wie ich es gemacht hab ist es sicherlich nicht für jeden geeignet, aber als ich das lustige Durchtelefonieren auch mal wieder machen durfte weil es gar nicht mehr anders ging, bin ich in die Teilstationäre Behandlung gegangen – gut ich war Student da ging das auch mal einfach so sechs Wochen täglich dahinzugehen. Für mich persönlich aber immer noch besser als zig Telefonnummern auszuprobieren (da Telefone mich ja fressen) und dann am Ende doch Jahre warten zu müssen

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  9. Captain Ahab sagt:

    Das Geschlecht des Therapeuten ist nicht sooo wichtig? Ja gehts noch! Politisch korrekter Quatsch! Selbstverständlich ist das Geschlecht ein wesentliches wenn nicht gar das wesentlichste Kriterium bei der Wahl des Therapeuten!

    Je ähnlicher der „Lebenserfahrungshintergrund“ ist, um so leichter fällt es dem Therapeuten, sich geistig in die Lage des Klienten zu versetzen. Über was soll ich mich mit einem weiblichen Therapeuten unterhalten? Über die mythischen Bewusstseinerweiterungen während der Menstruation? Den Zyklus des Mondes und die Bedeutung des weiblichen Prinzips in den prähistorischen Matriarchaten? Über postnatale Depression? Aber hallo! Geht gar nicht, sowas!

    Frauen sind sowas von verständnisvoll. Aaargh!!

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    • Martin sagt:

      Glaube nicht, das das so universell zutrifft. Mag sein, das ein Therapeut sich einfacher in die Lage eines Klienten mit demselben Geschlecht versetzen kann. Wenn man die Sichtweise akzeptiert, dann ist aber auch die Gefahr größer, das er dieselben „blinden Flecke“ hat, wie sein Klient.

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  10. Captain Ahab sagt:

    Das Therapeutenbusiness ist total feminisiert, völlig auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten, weil Psychologie und Sozialpädagogik mittlerweile weibliche Domänen sind. Dann kommt noch allzu oft eine gewisse Affinität zu feministischen Theorien in diesem Milieu dazu, was auch nicht wirklich dazu beiträgt, Männer zu therapieren.

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    • Gnarf. Muss eigentlich bei jedem thema das mann-frau fass aufgemacht werden? nicht dass ich es nicht interessant fände aber es ist doch bitteschön nicht das einzige was auf der welt stattfindet. oder wie freud es sagen würde: manchmal ist ein therapeut einfach nur ein therapeut.

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      • Captain Ahab sagt:

        Muss eigentlich bei jedem thema das mann-frau fass aufgemacht werden?

        Man muss nicht. Wenn aber mittlerweile 90 % der Studenten der Psychologie weiblich sind und in einem feministischen Milieu ihr „Handwerk“ erlernen, dann sind die schlicht und einfach nicht geeignet, Männer zu behandeln. Das ist ein Problem, das meines Wissens so gut wie nie thematisiert wird. Das ist umso problematischer, weil sich Männer wegen ihrer Sozialisation in der Regel ohnehin schwer tun, psychologische Hilfe anzunehmen. Damit wäre auch, zumindest teilweise erklärt, warum sich Männer wesentlich häufiger umbringen als Frauen.

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        • Weißt du, dass hauptsächlich Männer mir sagen, dass sie unbedingt eine weibliche Therapeutin wollen? Von Frauen höre ich das selten, habe aber von männlichen Therapeuten schon gehört dass es das Gegenteil gibt (Frauen die Männliche Th. wollen).

          Bei uns in der Region gibt es mehrere männliche Therapeuten, wer also unbedingt zu einem Mann will hat da ebenfalls die Auswahl, nur ist sie natürlich kleiner als wenn man nicht nach Geschlecht selektiert.

          Es gibt übrigens Forschung, derzufolge Patienten-Therapeuten-„Ähnlichkeit“ (Geschlecht, Alter,…) lediglich einen geringen positiven Effekt auf die Beziehung hat und es mehr auf die sympathie und das vertrauen allgemein ankommt. Das ist auch meine Erfahrung. Ich hatte bisher nie ein Problem Männern gegenüber Empathisch zu sein und das Geschlecht ist auch nicht permanent Thema in Sitzungen. Es ist ja nicht so, dass bestimmte Interventionen nur mit Brüsten kompatibel sind. Viele Männer sagen, dass sie sich leichter tun sich einer Frau gegenüber zu öffnen, da sie Männern gegenüber mehr den Drang verspüren keine Schwäche zu zeigen, sich darzustellen, in konkurrenz zu gehen. Eine weibliche Therapeutin (selbst wenn sie bedeutend jünger ist) hat dann oft eher eine mütterliche Bedeutung für sie.

          Das ist sicher individuell verschieden und kommt auch darauf an was man bisher für Erfahrungen mit Männern bzw. Frauen gemacht hat. Grade für Leute, die Probleme mitdem anderen Geschlecht haben kann es aber gut sein, eine positive Erfahrung in der Therapie zu machen.

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          • „Weißt du, dass hauptsächlich Männer mir sagen, dass sie unbedingt eine weibliche Therapeutin wollen?“

            Uns wird ja immer vorgebetet, dass Frauen kommunikativ überlegen sind, und auch einfühlsamer seien. Irgendwann glaubt man das dann halt, und denkt, eine Therapeutin ist eben besser, da als Frau besser in Kommunikation und Einfühlunsvermögen, was ja wichtig ist für einen Therapeuten.

            Als neuer Patient weiss man ja sonst nicht viel über Therapeuten, woran man sich orientieren könnte.

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            • PS: Soweit ich weiss, untermauern Hinscans die These, dass Frauen im Schnitt kommunikativ besser sind als Männer. Was ich zuvor schrieb, war zwar die Polemische Variante, aber ich denke schon dass eine Prise Wahrheit darin ist – nur mag ich es nicht wie es immer wieder herausgestellt wird, als seien Männer allesamt Kommunikationstrottel.

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              • Martin sagt:

                Wobei man da nochmal definieren sollte, was „kommunikativ besser“ eigentlich bedeuten soll. Das Frauen generell „besser kommunizieren“ würden, ist eine Theorie mit der ich so meine Probleme habe und die ich auch nicht so recht glaube. Ich denke, das hängt vor allem davon ab, was, wie und worüber kommuniziert wird.
                Ich habe bisher jedenfalls z.B. keinen weiblichen Vorteil bei der möglichst klaren, eindeutigen und unambivalent formulierten Kommunikation von z.B. Anforderungen oder dergleichen feststellen können, eher im Gegenteil.

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                • T. Eichhörchen sagt:

                  Also das Frauen im Schnitt mehr kommunizieren würde ich sofort unterschreiben. Dass sie das „besser“ tun eher nicht.

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                  • Martin sagt:

                    Ja, das ist auch so ein bischen mein Grundverdacht….😉 Das irgendwann mehr einfach in besser umgedichtet wurde.
                    Vielleicht auch tatsächlich in manchen Bereichen qualitativ „besser“, will ich gar nicht ausschließen, aber grundsätzlich in allen Bereichen? Halte ich für falsch.

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                • Ich habe auch Zweifel.

                  Das einzige wissenschaftliche, das ich weiss, ist dass bei Männern das Sprachzentrum nur in einer Hirnhälfte sitzt, während es bei Frauen weiter verteilt und vermutlich auch besser vernetzt ist.

                  Das „möglichts klar“ könnte gesellschaftlich bedingt sein, dass man von Jungs das eher fordert geradeheraus zu reden, während Mädchen eher auf „nette“ Kommunikation getrimmt werden, und daher lernen, unbequeme Sachverhalte möglichst stark gefiltert und verpackt zu formulieren, so dass es konfliktfrei gesagt werden kann.

                  Wahrscheinlich ist es wie immer – es gibt eine genetische Disposition, aber die sozialisation hat entscheidenden Einfluss auf die letztendliche Ausprägung.

                  Eine lange Reihe erfolgreicher männlicher Diplomaten scheint mir Beleg zu sein, das auch Männer gut kommunizieren können.

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                  • IULIUS sagt:

                    Ich denke eher Männer und Frauen haben grundverschiede.Kommunikationsansätze.

                    Frauen um des Kommunizierens willen, Männer um einen Sachverhalt zu klären.

                    „und daher lernen, unbequeme Sachverhalte möglichst stark gefiltert und verpackt zu formulieren, so dass es konfliktfrei gesagt werden kann.“

                    So etwas irritiert mich persönlich immer wieder, wozu erzähle ich irgend jemand etwas, wenn ich es so ausdrücke, daß der Empfänger nicht in der Lage ist es zu verstehen. Im Endeffekt läuft das darauf hinaus, daß das gesamte Umfeld mitbekommt was gemeint ist, nur derjenige, für den es interessant wäre nicht.
                    Unter konfliktfreier Kommunikation verstehe ich etwas anderes.

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                    • „wenn ich es so ausdrücke, daß der Empfänger nicht in der Lage ist es zu verstehen“

                      das war nicht ganz das, was ich gemeint hatte. Ich denke der „Sender“ in diesem fall gesht schon davon aus, dass ein hinreichend geübter „Empfänger“ die Botschaft verstehen kann. Die Botschaft wird aber so verpackt, dass sie auf den ersten Blick als problemslos gesheen wird, und erst nach einer Art von Analyse das Problem sichtbar wird.

                      Das Schema findet man in der Diplomatie, und auch in dem Modernene Schönsprech in Firmen, wo z.B. Probleme jetzt herausforderungen heissen, und unhaltbare termine „sportlich“ genannt werden. Kenner der Materie wissen dann was gemaint ist, für oberflächliche Leser/Hörer scheint es alles schön und positiv zu sein.

                      Ich glaube nicht dass das frauenspezifisch ist, nur dass Frauen gesellschaftlich eher so orientiert werden, diese Art der Kommunikation vermehrt zu nutzen, während Männer aufgefordert werden „klartext“ zu reden.

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          • Peter sagt:

            Es gibt übrigens Forschung, derzufolge Patienten-Therapeuten-”Ähnlichkeit” (Geschlecht, Alter,…) lediglich einen geringen positiven Effekt auf die Beziehung hat und es mehr auf die sympathie und das vertrauen allgemein ankommt.

            Sympathie und Vertrauen ist sicher sehr wichtig und notwendige Voraussetzung, damit sich der Klient dem Therapeuten anvertrauen kann. Meine beiden Beiträge waren etwas polemisch und überspitzt, klar. Aber meine Auffassung speist sich aus Erfahrungen. In der therapeutischen Praxis hat sich eine Monokultur breit gemacht. Wenn Männer in der therapeutischen Praxis als Behandelnde auftreten, dann sind sie ebenso von einem weiblichen Umfeld geprägt wie die weiblichen Therapeuten. Das wäre in einem Industriebetrieb, wo Teilchen entgrätet oder Formen gegossen werden ohne grosse Bedeutung. In der Therapie aber ist es ein grundsätzliches und schwerwiegendes Problem. Wenn ich von einer Verweiblichung der therapeutischen Praxis spreche, dann schliesst das einen grossen Teil der männlichen Therapeuten mit ein, Therapeuten, die, sagen wir mal, etwas mehr „weibliche Persönlichkeitsanteile“ haben als der Durchschnitt.

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            • Ich weiß nicht wie viele männliche Therapeuten du kennengelernt hast, kann aber sagen, dass es bei mir doch ein paar viele waren und davon wäre mir keiner als besonders „weiblich“ auftretend aufgefallen. Das war ein kompletter Schnitt durch die Männergesellschaft, vom etwas sensibler-nachdenklicheren zum netten, sportbegeisterten Kumpeltyp bis hin zum etwas Machohaften.
              Aber selbst wenn Therapeuten im schnitt „weiblicher“ sind, was auch immer das in deinen Augen nun genau heißt, wo ist das Problem?
              Bist du besorgt dass eine Frau sich nicht in die männliche Seele einfühlen kann? Keine Ahnung warum viele Leute auf dieser „Wenn man schon dieselbe Erfahrung gemacht hat…“ -Thematik rumreiten. Meiner Meinung nach ist das absoluter Blödsinn. Jeder erlebt Dinge anders, und eine Frau kann nicht besser verstehen wie sich meine Periode anfühlt, denn u.U. ist ihre viel stärker oder ganz problemlos. WEnn sie dann unreflektiert ihre eigene Erfahrung auf mich überträgt wird sie mir doch gar nicht gerecht. Da ist mir jemand, der erstmal unbeeinflusst versucht meine Erfahrungen wirklich zu verstehen tausendmal lieber.
              Oder denkst du, wenn ein unattraktiver Mann zu einem total attraktiven Mann in Therapie geht, dass dieser dann sofort weiß wie das ist, wenn man mit 30 noch Jungfrau ist weil die Frauen einen nicht toll finden? Wenn der Therapeut seit seinem 16. Lebensjahr ständig abgeschleppt wurde muss er sich doch genauso erstmal in diese Gefühlswelt reindenken. Was wäre das denn für ein Blödsinn wenn der sagen würde „Ja, wir sind ja beide Männer, ich kann voll verstehen wie das ist. Neulich habe ich mal eine Frau mit nach Hause genommen und die wollte dann nicht blasen. Das war echt schlimm.“
              Oder liegt es an der „weiblichen Kommunikation“? Auch da sehe ich jetzt den Punkt nicht wirklich…. man quatscht ja nicht einfach mal locker eine STunde, man wendet Techniken an, die man jahrelang erlernt hat.

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      • Robin Urban sagt:

        Und da heißt es immer, wie Feministinnen könnten das nicht abschalten… Habe da inzwischen völlig andere Erfahrungen gemacht…

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    • St. Elmo sagt:

      @ Captain Ahab

      feministisches Mileu, das ist doch Blödsinn wir reden hier von Psychologie und nicht von
      Gender Studies, nur weil der Frauenanteil höher ist heißt das doch nicht das da feministisch indoktriniert wird.

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      • Ich habe vor etwas über 10 Jahren an einer sehr wissenschaftlich orientierten Uni studiert und von dem Wort „Gender Studies“ nichtmal in Ansätzen was gehört. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass feministische Thesen o.ä. jemals behandelt wurden, weder im Studium noch in der Therapiausbildung. Ich glaube auch nicht, dass ich feministische Dozenten hatte. Das Thema Geschlecht war zwar hin und und wieder Thema, aber ganz bestimmt nicht zentral, sondern eher am Rande. Es wurde auf Erkrankungen und Therapiemethoden fokussiert und in Fallbeispielen war das Geschlechterverhältnis sehr gemischt, also keineswegs „Frauenfokussiert“. Ich denke, manche stellen sich da offenbar vor, dass man in der Therapieausbildung nackt im Kreis sitzt und seine Vagina erforscht während man ein Loblied auf die weiblichkeit singt.

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        • St. Elmo sagt:

          Wie ist das nicht so?

          Mist,
          hatte mich gerade wieder an der Uni eingeschrieben.
          Na hoffentlich bekomme ich die Gebühren zurückerstattet.

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  11. Zwei Gedanken:
    In der Tat ist es auch bei uns so, dass es in meiner Gegend hervorragende (Kinder)Therapeuten gibt, die auf Monate, wenn nicht Jahre hinaus ausgebucht sind und andere, bei denen man schneller reinkommt, die aber nicht viel bringen. Das ist von außen echt bitter mitanzuschauen, wenn man genau weiß, wie nötig ein Kind eine QUALIFIZIERTE Therapie hätte und wie motiviert die Familie ist, mitzuarbeiten, aber nichts geht…:-(

    Wenn ich mich selbst betrachte, würde ich mir allerdings gar nicht zutrauen, für mich selbst einen kompetenten Therapeuten zu finden. Warum? Weil es oft recht bittere Wahrheiten über mich selbst sind, die ich zu schlucken habe, um menschlich weiterzukommen. Und die würde ich mir nicht von jedem anhören wollen und mich darauf einlassen können (Meine Schwester, die darf das, und die kennt mich bis ins Mark – das ist gut so und hat bis jetzt jede Therapie erspart :-)). Frage an EMN: Kann es nicht auch sein, dass Patienten manchmal Therapeuten suchen (wenn sie denn die Wahl haben), die so sind, wie die Patienten es gerne haben wollen und sagen, was die Patienten gerne hören wollen, statt sie mit unangenehmen Dingen über sich selbst zu konfrontieren, und so die Patienten als Dauergäste behalten, statt sie voranzubringen?

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    • ich glaube schon, dass es das gibt. Ohne mich jetzt selbst loben zu wollen (höhö) aber ich lehne auch Patienten ab, selbst wenn ich das Geld an sich brauchen könnte. Ich sage keinem „Ich will Sie nicht!“ aber ich stelle eben offen zur Debatte ob das jetzt grade mit der Therapie überhaupt sinnvoll ist. Ich habe auch schonmal einen Patienten an einen (männlichen) Kollegen überwiesen als wir das Gefühl hatten, dass wir nicht zum Punkt kommen (auch wenn es meinem Ego ganz gut getan hat, dass der Kollege nach kurzer Zeut an genau demselben Punkt stand).
      Ich habe aber mitgekriegt, dass es auch Therapeuten gibt, die eine unbefriedigende Therapie so lange laufen lassen, wie es Geld dafür gibt. Das ist dann für den Patienten vielleicht schwer zu überblicken, da man im Zweifel ja oft der Fachperson vertraut und wenn die nix sagt, geht man halt davon aus dass es OK ist auch wenn man ein schlechtes Gefühl dabei hat.

      Ich denke schon, dass Patienten sich erstmal wohl fühlen wollen, weswegen die meisten Therapeuten nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und erstmal eine Vertrauensbasis schaffen bevor sie unangenehme Wahrheiten bringen (Insofern dürfte sich die gezielte Suche nach einem Jasagertherapeuten schwer gestalten, denn das kommt meist erst nach ein paar Sitzungen. – Ist aber auch sinnvoll, denn man muss ja ungefähr wissen, wie der Patient reagieren wird. Es könnte ja sein, dassdu eine harte Wahrheit sagst, den Patienten noch nicht gut genug kennst und denkst es sei alles OK, aber der geht raus und suizidiert sich. )
      Ich hatte bisher zwei Extreme: Eine Therapie die ewig (zweite Verlängerung!) lief und bei der ich im Nachhinein dachte „Wow, da ging ja eigentlich gar nichts voran, warum hast du nicht gemerkt, dass das so keinen Sin macht?“ und eine, bei der der Patient mitten in der Sitzung aufstand, schweigend seine Jacke nahm und türeknallend rausging (Er kam dann auch nicht wieder). Das waren meine beiden Erfahrungen mit zu wenig Konfrontativ und zu konfrontativ. Der Rest war glücklicherweise eher mittig^^

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  12. Kenshin sagt:

    Tja, diese Rumtelefoniererei hat mich immer von der Therapie abgehalten. Wenn man panische Angst vor wichtigen Entscheidungen hat und dazu noch brutale Prokrastination betreibt und eigentlich genau das die therapiebedürftigen Störungen sind kommt man scheinbar nicht wirklich an einen Termin. Das sind einfach zu viele Hürden. Und ich gebe ja schon auf, wenn ich die erste in der Entfernung ausmachen kann😦

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  13. Meiosch sagt:

    Hmm ich hatte dann wohl riesiges Glück mit knapp zwei Monaten Wartezeit. Leider hat sich erst im fortgeschrittenen Therapiestadium herausgestellt, dass bei mir eine emotionale Blockade gegenüber meinem Therapeuten besteht und dass die Verhaltenstherapie mir nur ein wenig im Alltag hilft, aber das eigentliche Problem nicht wirklich angegangen werden kann. Vielleicht ergibt sich ja in näherer Zukunft die Möglichkeit einen anderen Therapieansatz „auszuprobieren“, allerdings muss ich vorher noch grundlegende Dinge in Angriff nehmen, bevor ich das tun kann.

    Mein Therapeut war übrigens männlich und damit hatte ich kein Problem.

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  14. arazura sagt:

    Hat dies auf The life of Arazura rebloggt und kommentierte:
    Gott sei Dank hatte ich da mehr Glück😉

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  15. Wodurch kommt eigentlich diese lange Wartezeit? Das sollte der Markt doch eigentlich zu einem gewissen Teil regeln oder nicht?
    Klingt ja als hätte man recht automatisch die Praxis voll, wenn man sich niederlässt.

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    • Das Problem ist, dass die Krankenkasse einen gewissen „Bedarf“ berechnet (der vollkommen absurd unterschätzt wird) und danach dann Kassensitze vergibt. Für Kassensitze gibt es derzeit lange Wartelisten unter voll ausgebildeten Therapeuten.

      Du hast also auf der einen Seite zig Monate lange Wartelisten für Therapieplätze und auf der anderen Seite Jahrelange Wartelisten für Kassensitze.
      Natürlich kann man es so machen wie ich und eine Privatpraxis eröffnen (Privatpatienten + Selbstzahler ohne Probleme) aber die Anträge an die KK für eine Übernahme der Kosten sind ätzend. Der Patient muss nachweisen in den nächsten 3 Monaten bei x Kassentherapeuten keinen Platz bekommen zu haben bevor die Kasse erwägt die Kosten zu übernehmen (wohlgemerkt, meine Ausbildung und mein Abschluss ist exakt gleich wie der eines Kassentherapeuten, ich habe nur weder die Lust 10 Jahre zu warten noch das Geld, mehrere 10.000 Euro hinzulegen um eine Praxis abzulösen)

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      • tom174 sagt:

        Freundin von mir hat sich auf so eine niederlassungstelle beworben (ohne wirkliche hoffnung, die zu bekommen) und es hat direkt geklappt. Nu hat sie eine Kassenpraxis. Vorher war sie im Krankenhaus. Der Invest für die Praxis hielt sich in grenzen…

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      • St. Elmo sagt:

        Man kann davon ausgehen das die geringe Anzahl von Kassenzulassung absicht sind um die Kosten niedrig zu halten, da viele Versicherte nicht wissen das sie, wenn der Hausarzt eine Therapie verordnet, einen Rechtsanspruch haben und die Kasse letztendlich die Kosten eines Privattherapeuten erstatten bzw. einen Anteil der Kosten übernehmen muss/(müsste).

        Die Krankenkassen rechnen wohl damit das nach Wartezeiten von 3 Monaten oder mehr der Patient oft kein Bedarf mehr nach einem Theareuten hat und sie so Kosten einsparen können.

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  16. Joachim sagt:

    Aber… Tiefenpsychologie *ist* Esokram! VT ist wiss. haltbar.

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  17. gmctopkick sagt:

    Ba dum tiss! Emnchen du hast den Nagel mal wieder Onehit-mäßig in der Wand versenkt. DANKE *.*

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