Endlich: Nachgewiesene Todesfälle durch Kiffen

Veröffentlicht: Februar 25, 2014 in Satireartikel
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Der Uniklinik Düsseldorf gelang es unlängst, zwei Todesfälle durch Herzvesagen auf das Kiffen zurückzuführen. Der Konsum von Cannabis habe zu Herzrhythmusstörungen geführt und so den Tod der Konsumenten verursacht.

In Sachen Legalisierung von Cannabis bedeuten diese bestätigten Todesfälle eine umfassende Neubewertung der Sachlage. Politiker und Wissenschaftler sowie Lobbyisten gaben an, sich umgehend zu neuen Verhandlungen treffen zu wollen: „Dass Cannabiskonsum nun tatsächlich zum Tod führen kann verändert selbstverständlich die gesamte Situation! Natürlich kann man bei zwei Fällen noch nicht von einer starken Gefährdung sprechen, wir sind jedoch zuversichtlich, dass weitere Untersuchungen noch weitere Todesfälle auf das Kiffen zurückführen können. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass Cannabis sich in näherer Zukunft als ebenso gesundheitsschädlich bzw. tödlich wie Alkohol oder Zigarretten herausstellt, allerdings ist dies definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Sollten noch mehr Todesfälle oder auch nur gesundheitliche Einbußen bekannt werden, sehen wir gute Chancen für eine baldige Legalisierung der Substanz.“, so die Pro-Cannabis-Lobbyisten.

Konsumenten zeigen sich erfreut darüber, dass Cannabis sich möglicherweise als so gut wie fast ähnlich gesundheitsschädlich herausstellt wie legale Drogen und damit eine Integration in die gesellschaftlich akzetierten Rauschmittel wahrscheinlicher wird. „Der Legalisierung stand ja eigentlich bloß noch das fehlende Warnschild im Weg“, so ein Konsument, „solange man keine Grundlage für Warnungen wie Cannabiskonsum kann tödlich sein oder Cannabis kann zu Herzrhythmusstörungen führen hatte, war es natürlich schwierig, Cannabis als legales Rauschmittel im Zigarrettenautomat anzubieten. Das hätte ja blöd ausgesehen neben den jahrelang etablierten Lungenkrebswarnungen auf Zigarettenschachteln.“

In informierten Kresen rechnet man damit, dass die cannabisassoziierten Tode zu einer Legalisierung des Rauschmittels noch im Jahr 2014 führen werde.

Kommentare
  1. St. Elmo sagt:

    UI ui ui vielleicht war auch der Tabak mit dem das Canabis geraucht wurde schuld an den Todesfällen,dann hätte sich das mit der Legalisierung wieder erledigt🙂

    Aber im Grunde ist es wirklich unverständlich das auf der einen Seite Alkohol und Tabak erlaubt aber Canabis verboten ist…

    Wenn man sich dann noch die Bürgerkriegsähnliche zustände in Kolumbien und Mexiko sowie vielen anderen Lateinamerikanischen Staaten mit Tausenden von Toten anschaut, die horrenden gesellschaftlichen Kosten die eine wirkungslose Drogenbekämpfung verursachen, z.B. den Einfluss/Macht die sich Mafia und Rockergangs durch das Drogengeld verschaffen können.

    Legalisieren, Steuern drauf und Abgabe nur durch Apotheken an Erwachsene.

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    • HansG sagt:

      > Legalisieren, Steuern drauf und Abgabe nur durch Apotheken an Erwachsene.
      Zu Apothekenpreisen? Was hast du gegen Tabakgeschäfte oder sogar Drogerien? Die Abgabe über Apotheken wäre nur dann gerechtfertigt, wenn Canabis weiterhin als Wirkstoff nach dem Betäubungsmittelgesetz gehandhabt werden würde.

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      • St. Elmo sagt:

        Wenn die Apotheken Umsatz mit Drogen machen könnten vielelicht die Garantiepreise für die Medikamente abgabe sinken.

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        • St. Elmo sagt:

          Über Kurz oder lang müsste man auch andere, harte Drogen kontrolliert frei geben und da ist die Abgabe über eine Apotheke (z.b. auf Privatrezept von einen Arzt) der sinnvollste weg, auch um eine direkte Abgabe an Jugendliche zu erschweren.

          Jedenfalls schätze ich den gesellschaftlichen Vorteil durch das Austrocknen der organisierten (Drogen-)Kriminalität höher ein als die zusätzlichen Gefahren die durch die Freigabe entstehen können. Man sollte allerdings Aufklärung und Prävention verstärken.

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  2. jck5000 sagt:

    [Stell dir an dieser Stelle einen anerkennenden Smiley vor]

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  3. IULIUS sagt:

    Ich persönlich wüßte keinen ernsthaft nachvollziehbaren Grund einen gesundheitsgefährlichen Stoff zuzulassen, nur weil er weniger gefährlich ist, als ein zugelassener gesundheitsgefährlichen Stoff.

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    • Du meinst ausser… na ja… Logik?

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      • IULIUS sagt:

        Dann erkläre mal die Logik.

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        • Ist ja nicht so, dass man Zigaretten oder Alkohol nicht verbieten könnte. Wo ist die Logik wenn man eine harmlosere Droge verbietet, aber die schwerwiegenden Drogen frei verkauft?
          Wenn du ein Kind hättest, würdest du dann sagen „Du darfst nicht im zweiten Stock am offenen Fenster spielen, aber wenn du das im dritten oder vierten tun willst ist das OK“?

          Man verbietet Zigis und Alk nur deshalb nicht weil es einen Aufstand gäbe und weil klar ist, dass es nichts bringt. Weil man wie in der Zeit der Prohibition, nur Bürger in die Illegalität treibt. Warum treibt man dann Cannabiskonsumenten in die Illegalität obwohl das ebenfalls oft konsumiert wird?

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          • IULIUS sagt:

            „Man verbietet Zigis und Alk nur deshalb nicht weil es einen Aufstand gäbe.“

            Deswegen soll man weniger gefährliche auch erlauben?

            „Warum treibt man dann Cannabiskonsumenten in die Illegalität“

            Man treibt sie nicht rein, sie -sind- in der Illegalität. Sie haben sich da selber hineinbegeben.

            Deine Argumente aufgegriffen:
            Weil Boxen legal ist bin ich dafür, daß Menschen ohrfeigen legalisiert wird. Schließlich ist das ja viel weniger gefährlich und diejenigen, die andere ohrfeigen werden in die Illegalität getrieben.

            Das hältst Du vermutlich für absoluten Schwachsinn und wirst erklären, daß man das überhaupt nicht vergleichen kann. Aber ist dem wirklich so?

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            • Menschen Ohrfeigen ist nur ein Problem wenn die geohrfeigte Person nicht einverstanden ist. Wenn dein Partner drauf steht darfst du denjenigen Ohrfeigen wie du willst.

              Beim Boxen sind beide Parteien einverstanden mit dem was passiert. Du kannst ja auch Boxen nicht mit „Wildfremden auf der Straße eine reinhauen“ gleichsetzen.

              Der Vergleich ist daher vollkommen daneben, weil du versuchst „Freiwilliges Schlagen“ mit „unfreiwilligem ohrfeigen“ gleichzusetzen. obwohl sowohl unfreiwilliges schlagen illegal als auch freiwilliges ohrfeigen legal ist.

              Wenn du vergleiche benutzt, dann bitte keine vollkommen schwachsinnigen🙂

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              • IULIUS sagt:

                „Menschen Ohrfeigen ist nur ein Problem wenn die geohrfeigte Person nicht einverstanden ist.“

                Ich bin auch nicht damit einverstanden von einer bekifften Person in Gefahr gebracht zu werden, z. B. weil sie ein Auto fährt, oder …, oder …., oder ….

                Oder versuchst Du mir zu erklären, daß das bei Legalisierung nicht passieren wird?

                Es war mir klar, daß Du Dich genau auf den etwas unstimmigen Punkt stürzt, anstelle Dich mit dem eigentlichen Problem auseinander zu setzen.
                An der Stelle frage ich mich, welche Vorteile Du persönlich aus der Legalisierung von Drogen ziehst.

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                • „Ich bin auch nicht damit einverstanden von einer bekifften Person in Gefahr gebracht zu werden, z. B. weil sie ein Auto fährt, oder …, oder …., oder ….“

                  1. Gut dass es dank Cannabisverbot keine Kiffer gibt.
                  2. Gut dass noch nie jemand fahrlässig mit Alkohol umgegangen ist.

                  „An der Stelle frage ich mich, welche Vorteile Du persönlich aus der Legalisierung von Drogen ziehst.“
                  LOL

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                  • IULIUS sagt:

                    Wenn es legalisiert wir dürfte es erheblich mehr Kiffer geben.

                    Deine Argumentation zielt nur darauf, weil Alkohol und Tabak erlaubt ist muß auch Canabis erlaubt sein.

                    Dein eigenes Argument weswegen Alkohol und Tabak nicht verboten werden, “Man verbietet Zigis und Alk nur deshalb nicht weil es einen Aufstand gäbe” beachtest Du gar nícht. Lieber hast Du noch weitere Substanzen dabei.
                    Selbst vermeidbare Unfälle, die durch den Canabis-Konsum zwangsläufig entstehen, tust Du mit Alkoholi-Konsumenten gehen auch fahrlässig mit Alkhol um, ab. Das beinhaltet auch die Inkaufnahme vom Tod unbeteiligter Menschen.

                    Da ist die Frage gestattet, was für Vorteile hast Du, wenn Canabis legalisiert wird?

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                    • Nein, die Frage ist nicht gestattet, weil du mit ad hominem Argumenten nur von der dämlichkeit deiner eigenen Argumentation abzulenken versuchst^^

                      Wenn du dich um die Verkehrstoten sorgst würde ich an deiner Stelle aber tatsächlich für ein Alkoholverbot eintreten. Ist ja sonst ziemlich inkonsequent^^

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                    • HansG sagt:

                      > Wenn es legalisiert wir dürfte es erheblich mehr Kiffer geben.
                      In Holland ist genau das nachweislich _nicht_ passiert.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Nein, die Frage ist nicht gestattet, weil du mit ad hominem Argumenten nur von der dämlichkeit deiner eigenen Argumentation abzulenken versuchst^^ “

                      Klassisches ad hominem Argument

                      „Wenn du dich um die Verkehrstoten sorgst würde ich an deiner Stelle aber tatsächlich für ein Alkoholverbot eintreten. Ist ja sonst ziemlich inkonsequent^^“

                      Klassisches Strohmann-Argument

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                    • *chrchr* Ich gehe davon aus, dass du keine „Argumente“ mehr bringen möchtest? Schade, dein Boxerargument fand ich echt toll, ich hatte gehofft dass es nochmal was vergleichbares gibt😀

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                    • IULIUS sagt:

                      „*chrchr* Ich gehe davon aus, dass du keine “Argumente” mehr bringen möchtest? Schade, dein Boxerargument fand ich echt toll, ich hatte gehofft dass es nochmal was vergleichbares gibt“

                      Dies ist argumentum ad personam

                      Warum sollte ich mit jemanden Argumente austauschen, der nur darauf abzielt den anderen lächerlich zu machen?
                      Um Deine Frage zu beantworten: Du hast Recht.

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                    • „Warum sollte ich mit jemanden Argumente austauschen, der nur darauf abzielt den anderen lächerlich zu machen?“
                      Hmmmm, habe ich dich lächerlich GEMACHT oder habe ich auf lächerliche Argumente von dir hingewiesen? Ich bin mir nicht ganz sicher^^

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                    • Robin Urban sagt:

                      Ich in meinen Glenfiddich auch nicht😉 (mag Whisky lieber als Rum ^^)

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                • St. Elmo sagt:

                  Richtig oder Leute die am Steuer in der einen Hand die Zigarette und in der anderen Hand das Handy halten, oder betrunkene Autofahrer

                  Warum sollten die Kiffer plötzlich anfangen bekifft Autozufahren?
                  Selbst wenn alle Drogen erlaubt werden, wäre Autofahren unter Drogeneinfluss weiter verboten.

                  Vorteil vom lagalisieren von Drogen,
                  sinkende (beschaffungs) Kriminalität, geringere geselschaftliche Kosten, schwächen des Organisierten Verbrechens, mehr freie Kapazitäten bei der Polizei, zusätzliche Steuereinnahmen.

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                  • jck5000 sagt:

                    Das Argumentationsniveau ist eh schon am Boden, aber der Punkt ist selten dämlich: Wieso sollte denn die Beschaffungskrimininalität sinken, wenn die Droge legal wird? Werden durch Legalisierung die Konsumenten reicher oder die Produkte durch Steuern billiger? Vielleicht hast du Drogenkriminalität gemeint, aber „Legalisieren zur Reduzierung der Kriminalität“ ist ein selten dämliches Pro-Argument. Wir hätten auch weniger Prozesse, verwendete Polizeiressourcen und eine Schwächung des organisierten Verbrechens, wenn Steuerhinterziehung legalisiert würde.

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                    • St. Elmo sagt:

                      Selten Dämlich ist deine Annahme das der Preis trotz Steuer nicht deutlich sinken würde.

                      Wenn eine Tagesration der Droge beim Dealer heute 25€ kostet
                      und in Zukunft nur noch 12,95€ incl. Mwst., weil die Ware nicht mehr geschmuggelt wird sondern ganz legal Importiert und verzollt wird… d.h. du brauchst keine 750€ mehr um über den Monat zu kommen sondern nur noch 390€, heißt weniger Geld Bedarf der z.b. durch Diebstahl, Prostitution u.ä. finanziert werden muss, weil jetzt auch der Aushilfsjob genügend Kohle abwirft um die Sucht zu finanzieren.

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                    • jck5000 sagt:

                      Au contraire; einfaches Beispiel: Zigaretten auf dem Schwarzmarkt kosten deutlich weniger als legale. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum der Staat die Steuern nicht so hoch setzen sollte, dass die Zahl der Konsumenten zumindest gleich bleibt – sinkt der Preis, gibt es mehr Konsumenten (bei angenommener Preiselastizität, die eigentlich für alle Produkte existiert). Dafür, dass die Drogen billiger werden, gäbe es nur einen Grund, nämlich dass der Staat möchte, dass mehr Drogen konsumiert werden. Kannst du dir das vorstellen?

                      Btw. kenne ich keine Aushilfsjobs, bei denen am Monatsende 390 Euro übrig bleiben und halte es für verwerflich, Prostitution als „kriminell“ zu brandmarken, während sie das explizit nicht ist. Aber das war nicht der Punkt.

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                    • Na ja, es ist nicht vergleichbar ob etwas, das es legal zu kaufen gibt auf dem schwarzmarkt billiger ist oder ob etwas, das illegal ist noch immer billiger wäre, wenns legal wäre.
                      ein schwarzmarkt für zigaretten würde ja gar nicht existieren, wenn sie da nicht billiger wären. warum sollte ich mir etwas auf dem schwarzmarkt holen, das ich problemlos billiger bei aldi holen kann? wäre doch dämlich.

                      cannabis dagegen ist legal in der form nicht einfach zu kaufen, daher kann der dealer ums eck schon einen deutlich höheren preis veranschlagen als es eigentlich wert ist. allein für das risiko und weil der kunde keine legale alternative hat. ich bin vielleicht auch sehr spießig, kenne aber keinen dealer. ich wüsste auch nicht wo ich einenfinden würde. ein preisvergleich gestaltet sich da whl eher schwierig:/

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                    • HansG sagt:

                      @St. Elmo
                      Du vergisst den Eigenanbau. Tabakherstellung ist in Deutschland bei kleinen Mengen für den nicht gewerblichen Verbrauch steuerfrei. Hanf unter gleichen Bedingungen zu besteuern sollte also nicht das Problem sein.

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                    • jck5000 sagt:

                      @EMN: Ja, die Argumentation mit den Zigaretten hinkt, aber von dem, was ich durch googlen gefunden habe, sind die legalen Grammpreise in NL zwischen 6-15 Euro, in D auf der Straße illegal wohl im Mittel bei 10 Euro; das kommt aufs gleiche raus. Wie verlässlich die Angaben sind, sei dahingestellt. Das Argument mit der Preissetzung hingegen war mir wichtiger, und das steht wohl.

                      Btw. gibt es in den USA einen legalen und illegalen Markt für Cannabis parallel, weil der legale Markt mit Einschränkungen (Registrierung) verbunden ist. Mein diesbezügliches Wissen stammt allerdings aus „Weeds“.

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                    • HansG sagt:

                      @jck5000
                      Da ging es um die legale Abgabe für medizinische Zwecke. Also als Schmerzmittel zum Beispiel.

                      In Holland gibt es aber auch einen illegalen Markt. Dieser dient aber einzig dazu um die tägliche! Höchstmenge von 5g zu umgehen. Dazu gehören aber auch auch private Verkäufer die die Ware unversteuert verkaufen.

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                    • Robin Urban sagt:

                      Man kann das nicht vergleichen. Wenn du 15 Euro für ein Gramm in Holland zahlst, hast du astreinen Luxusstoff, von dem du viel weniger brauchst, um high zu werden, aber irgendein 10-Euro-Zeug von hier ist mitunter bis zum Geht-nicht-mehr gestreckt. Wenn der gute Stoff für 8 Tütchen reicht, der schlechte aber nur für 3, ist der teurere Stoff logischerweise auf’s Tütchen gerechnet billiger.

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                    • jck5000 sagt:

                      @Robin: Wenn du in NL tatsächlich mehr „High“ pro Euro bekommst, macht das natürlich mein Argument kaputt, da dann dann, nachdem in NL die Konsumenten nach der Legalisierung nicht mehr geworden sind (wenn das stimmt), Cannabis höchstens eine marginale Preiselasitzität hat (lies: Man nimmt das Zeug zu jedem Preis oder eh nicht). Sollte das auf andere Drogen auch zutreffen, ist der „War on Drugs“ sinnlos, da man ihn nicht gewinnen kann – so rein aus wirtschaftlicher Perspektive. Singapur (Konsumentenprävalenz bei ~1/100 anderer Länder) würde uns dann zeigen, dass die Preisobergrenze für Drogen bei Todesstrafe liegt; nicht drunter (alle anderen Strafen gibt es ohne merkliche Auswirkungen auf den Konsum irgendwo). Ich nehme also an, dass du Recht hast, Robin, und damit hat auch Elmo mit seiner Theorie Recht, dass Legalisierung vorteilhaft ist (sofern man die Todesstrafe nicht in Betracht zieht).

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                    • Robin Urban sagt:

                      Ich kann dir versichern, dass Ein Gramm für 15 Euro in den Niederlanden wirklich etwas für „Genießer“ ist. Sowas kaufen sich Leute, die sich was gönnen wollen oder welche, bei denen es nicht auf Geld ankommt. Vergleichbar in Deutschland mit Alkohol: Die armen Studenten mixen ihren Rum-Cola mit Billigrum für 5 Euro, die, die mehr verdienen nehmen für ihren Cuba Libre halt Barcadi für 16 Euro oder was noch tolleres.

                      Und beim Vergleich zweier 10-Euro-Stoffe einmal aus den Niederlanden und einmal aus Deutschland ist auf jeden Fall ein qualitativer Unterschied zu erkennen. Wobei es natürlich auch in den Niederlanden verantwortungslose Coffee-Shop-Betreiber gibt, die ihre Ware strecken.

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                    • jck5000 sagt:

                      @Robin: Du, ich glaub dir das. Warum auch nicht, ich hab da keine große Ahnung. Ich kann es aber nachvollziehen, da ich in meinen Ron Malecon never, ever Cola kippen würde.

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                    • Robin Urban sagt:

                      (Waaah, hier sollte es hin. Verdammter langsamer Ersatz-Laptop, der stottert so beim Scrollen)

                      Ich in meinen Glenfiddich auch nicht😉 (mag Whisky lieber als Rum ^^)

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                  • jck5000 sagt:

                    passiert… Rum ist eher was für den Sommer, finde ich, im Winter bin ich eher den Cognac-Typ, da kommt kaum jemand auf die Idee, was dazuzukippen. Ich wollte aber eigentlich ausdrücken, dass ich zwar Leute kenne, die Grey Goose mit Brause trinken, das aber bestenfalls für dekadent und schlimmstenfalls für Geld verbrennen halte – den Unterschied zwischen einem 5-Euro-Rum-Cola und einem Bacardi-Rum-Cola ist zwar höher, aber ab Bacardi eben nimmer. „Meine“ Whiskytrinker trauern noch um den Green Label und sind gerade heiß auf Talisker, von dem ich auch gerne ein Glas nehme.

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          • Captain Ahab sagt:

            Erzaehlmirnix, ich erzaehl dir jetzt mal was. Triggerwarnung: Mansplaining!!!!

            Ist ja nicht so, dass man Zigaretten oder Alkohol nicht verbieten könnte. Wo ist die Logik wenn man eine harmlosere Droge verbietet, aber die schwerwiegenden Drogen frei verkauft?

            Die Logik ist, dass bereits etablierte gesundheitsschädigende Stoffe (Drogen/Rauschmittel) eben etabliert sind und nicht so ohne weiteres verboten werden können. Theoretisch geht das schon, aber verbiete dem Deutschen sein Hefeweizen, dann gehts aber los! Es geht also darum, keine weiteren Rauschmittel/Drogen freizugeben, damit sie sich gar nicht erst gesellschaftlich als „normale Genussmittel“ etablieren können. Das ist bezüglich Cannabis nicht meine Auffassung, aber so in etwa kann argumentiert werden.

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  4. yacv sagt:

    Ich hatte verstanden, dass das Problem von Cannabis nicht ist, dass er per se gefährlich ist, sondern dass er wesentlich wahrscheinlicher als Einstiegsdroge wirkt als Tabak und Alkohol.

    MaW: Das Problem ist nicht Cannabis selbst, sondern all die Konsumenten, die dann irgendwann auf K oder H umsteigen.

    Aber da ich dafür grad keine Quelle angeben kann, lass ich mich auch eines anderen belehren.

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    • Ich finde dieses Argument (das ich tatsächlich schon öfter gehört habe) speziell dämlich. Solange eine harmlose Droge illegal ist und jeder, der sie nutzen will gezwungen ist sich in die Illegalität zu bewegen, ist es natürlich ein Weg auch anderen illegalen Drogen mit größerer Wahrscheinlichkeit zu begegnen.
      Logisch, ein Dealer der sowohl Cannabis als auch LSD und Koks im Angebot hat wird vermutlich mal fragen, ob man nicht Interesse hätte auch mal ausser Cannabis so eine kleine Probierportion… natürlich gratis zum Testen… nä?

      Warum sollte jemand, der sein Cannabis am Automaten zieht oder im Supermarkt kauft mehr Risiko ausgesetzt sein harte Drogen zu konsumieren als jemand, der seine Zigaretten oder seinen Vodka kauft?

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      • HansG sagt:

        Ich sehe in einer kontrollierten Abgabe sogar positive Nebeneffekte. Die Qualität der abgegebenen Droge ist im illegalen Milieu eher Zufall.

        Die meisten Drogentoten sterben wegen unbeabsichtigter Überdosierung.

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      • yacv sagt:

        Mooooment…

        Du setzt hier als Tatsache, dass die Ursache für „Einstiegsdroge“ der Kontakt zum Dealer ist. Wo kommt diese Annahme her? Du kennst die zu Grunde liegenden Studien anscheinend ebensowenig wie ich im Original.
        Wieso gehst du dann davon aus, dass es keinen physischen Zusammenhang zwischen Kiffen und stärkerem Stoff zu späterem Zeitpunkt gibt?

        Kann ja sein, dass das Argument dämlich ist, weil die Studie so einfache Rahmenbedingungen ignoriert.
        Aber du argumentierst „Das Ergebnis passt mir nicht, als MUSS die Studie dämlich gewesen sein.“
        Das geht auch nicht.

        Ich versuch mal, die Quelle zu finden.

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        • yacv sagt:

          Mein neues Motto: Erst Googeln, dann Schreiben.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Einstiegsdroge

          Zitat: „Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht haltbar.“

          – Cannabiskonsum: Entwicklungstendenzen, Konsummuster und Risiken, 1995

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          • yacv sagt:

            Trotzdem hast du nicht sauber argumentiert😉

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            • IULIUS sagt:

              Wikipedia ist bei solchen Themen kein guter Ratgeber, da grundsätzlich eine politische Meinung wiedergegeben wird.

              Z. B. Um festzustellen ob Canabis eine Einstiegsdroge ist, kann ich nicht fragen, wieviele Canabis-Konsumenten Kontakt mit Heroin haben.
              Ich muß fragen, wieviel Heroinabhängige haben/hatten Kontakt zu Canabis.

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              • „Z. B. Um festzustellen ob Canabis eine Einstiegsdroge ist, kann ich nicht fragen, wieviele Canabis-Konsumenten Kontakt mit Heroin haben.
                Ich muß fragen, wieviel Heroinabhängige haben/hatten Kontakt zu Canabis.“

                Wir sollten dasselbe mit Alkohol machen. Wie viele Heroinabhängige wohl vor ihrem Heroinkonsum Alkohol getrunken haben? Wenn das mehr als 95% sind, dann is Alk wohl offiziell die Einstiegsdroge für Heroin. Ist ja dann ziemlich egal wie viele Menschen Alkohol trinken und nicht Heroinsüchtig werden, oder?😉 Aaaaaah, the logic is strong here^^

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                • jck5000 sagt:

                  Wenn man sein Wissen schon aus der Wikipedia nehmen muss, dann aus der englischen; die hat meist eine sehr viel „neutralere“ Darstellung als die deutsche. Da findet man übrigens auch einen Alkoholzusammenhang – und die Gegenstudie.

                  Von pseudomedizinischen Lobbystudien halte ich aber sowieso nichts.

                  Ich muss dazu aber einen conflict of interest erklären: Ich find’s überhaupt nicht toll, durch das Rauchverbot in Gaststätten nicht mehr vielleicht indirekt für den vorzeitigen Tod Millionen Unschuldiger verantwortlich zu sein. Das behindert mich beim Ausleben meiner Misanthropie.

                  Vor diesem Hintergrund halte ich es aber für illusorisch, dass während eine weltweite, UN-beschlossene Denormalisierungsstrategie bzgl. des Rauchens betrieben wird, Cannabis legalisiert wird.

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                • IULIUS sagt:

                  @emn,
                  da hast Du etwas nicht verstanden.

                  Punkt 1 ist, wo ist definiert, daß bei einer Einstiegsdroge jeder weiter gehen muß.😉
                  Punkt 2 ist, wo habe ich bestritten, daß Alkohol nicht auch eine Einstiegsdroge sein kann?
                  Punkt 3 ist, wenn ich feststellen möchte, was die Einstiegsdroge einer anderen Droge ist, muß ich von der entsprechenden Droge zum Beginn hin vorabeiten und alle Möglichkeiten ausleuchten.
                  Punkt 4 ist, ich hatte offen gelassen, ob Canabis eine Einstiegsdroge ist. Ich habe bemängelt, daß man mit dem Ansatz von Canabis auszugehen es nicht möglich ist das festzustellen.

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                  • Der Punkt ist, dass du Forschung nicht verstehst wenn du nur rückblickend bei Heroinabhängigen schauen willst. Da kommst du ach darauf, dass die Brot, Milch und vermutlich sogar McDonalds konsumiert haben, ohne dass das Einstiegsdrogen sind.

                    Du musst dir die Gesamtheit der Cannabisnutzer anschauen, wie viele davon Heroinsüchtig wurden und das vergleichen mit der Gesamtheit der Nicht-Cannabisnutzer. Wenn die Cannabisnutzer wesentlich häufiger Heroinsüchtig wurden ist das erstmal nur eine Korrelation, sagt aber nicht, dass Cannabis zu Heroinkonsum führt. Es kann ebensogut sein, dass z.B. Menschen mit Suchtveranlagung eher Cannabis probieren und auch eher Heroin probieren.

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                    • IULIUS sagt:

                      Wir können festhalten, Canabis führt nicht zwangsläufig zu Heroinkonsum.

                      Sicher können wir uns auch darauf einigen, daß keinesfalls Canabis allein zu Heroinkonsum führen kann. (Unabhängig, ob Einstiegsdroge oder nicht)

                      Die Frage ist offen, ob der Verzicht von Canabis den Heroinkonsum verhindert. Dieser Frage wurde M. E. nicht nachgegangen. An diese Antwort kommst Du nur über die Heroinsucht heran.

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                    • jck5000 sagt:

                      @Iulius:
                      „Die Frage ist offen, ob der Verzicht von Canabis den Heroinkonsum verhindert. Dieser Frage wurde M. E. nicht nachgegangen. An diese Antwort kommst Du nur über die Heroinsucht heran.“

                      Auf die Antwort kommst du nur über eine enorm aufwändige Langzeitstudie, die z.B. auch die von emn erwähnte Suchtveranlagung und Hunderte anderer Punkte berücksichtigt. Vor dem Hintergrund ist die Gateway-Drug-Theorie as is schlicht nicht haltbar.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Vor dem Hintergrund ist die Gateway-Drug-Theorie as is schlicht nicht haltbar.“

                      Eine Theorie ist erst dann nicht mehr haltbar, wenn feststeht, daß sie falsch ist. Eine Unmöglichkeit des Beweises reicht allein nicht aus.

                      Die Frage ist eher, warum diese Studie nicht durchgeführt wird. Drogenprobleme haben wir ja nicht erst seit gestern. Canabis als Einstiegsdroge ist auch nicht erst seit neuestem in Verdacht.

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                    • jck5000 sagt:

                      @Iulius: „Eine Theorie ist erst dann nicht mehr haltbar, wenn feststeht, daß sie falsch ist. Eine Unmöglichkeit des Beweises reicht allein nicht aus.“

                      Immer diese Konstruktivisten. Lies Popper, Logik der Forschung, die ersten 20 Seiten. Eine (wissenschaftliche) Theorie muss widerlegbar sein, sonst ist sie wertlos. Wenn das dann passiert wie in dem bei en:Wiki zitierten Artikel „Vanyukov MM, Tarter RE, Kirillova GP, et al. (June 2012). „Common liability to addiction and „gateway hypothesis“: theoretical, empirical and evolutionary perspective“. Drug Alcohol Depend (Review). 123 Suppl 1: S3–17.“ und man weiterhin behauptet, die Theorie sei richtig, ist man kein Wissenschaftler, sondern bestenfalls Ideologe, schlimmstenfalls Idiot.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Eine (wissenschaftliche) Theorie muss widerlegbar sein, sonst ist sie wertlos.“

                      Cool, eine wissenschaftliche Theorie ist nur dann richtig und akzeptabel, wenn ich beweisen kann, daß sie nicht stimmt.

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                    • Du versuchst das jetzt zwar doof klingen zu lassen, aber… ja, genau so ist es.
                      Ich könnte sonst behaupten, dass unsichtbare Einhörner Heroinsucht verursachen und weil unschtbare Einhörner gerne Canabis fressen, werden Cannnabisuser schneller süchtig. Leider kann man unsichtbare Einhörner nicht sehen, fühlen oder riechen, sie existieren nämlich auf einer Astralebene, die für uns unzugänglich ist. Beweis mir doch das Gegenteil….

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                    • HansG sagt:

                      @IULIUS
                      Dumm stellen schafft Freizeit?

                      »Die Anzahl der Falschparker hängt, bei motorisierten Fahrzeugen, davon ab ob sich der Motor des falsch parkenden Fahrzeuges gerade als Mann, Frau oder Objekt fühlt.«

                      Viel Spaß beim widerlegen…

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                    • IULIUS sagt:

                      „Leider kann man unsichtbare Einhörner nicht sehen, fühlen oder riechen, sie existieren nämlich auf einer Astralebene, die für uns unzugänglich ist. Beweis mir doch das Gegenteil….“

                      Nichts leichter als das:
                      Lt. Anregungen von jck5000 ist eine Theorie nur dann gültig, wenn man sie widerlegen kann. In Deinem Fall ist es nicht widerlegbar. Damit ist eindeutig bewiesen, Deine Theorie ist falsch.

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                    • Cool, freut mich dass du doch noch grundlegende Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens verstanden hast🙂

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                    • IULIUS sagt:

                      Schon verstanden.

                      Da niemand widerlegen kann, daß 1 + 1 = 2 ist, ist 1 + 1 = 2 falsch.

                      Da dürften sich eine Menge Kinder in der Schule freuen…

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                    • HansG sagt:

                      @IULIUS
                      Du bist gerade über Axiome gestolpert. Das was du da machst nennt man für gewöhnlich trollen.

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                    • jck5000 sagt:

                      @Iulius:

                      „Da niemand widerlegen kann, daß 1 + 1 = 2 ist, ist 1 + 1 = 2 falsch.“

                      Ich weiß nicht, was dir Spaß daran macht, deine ungeheure Bildung zur Schau zu tragen, aber da muss ich dir natürlich Recht geben. 1 + 1 ist natürlich 10. Es ist nur leider ein Axiom und keine Theorie, insofern ein ungeeignetes Beispiel.

                      Wer’s lustig findet:

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                    • IULIUS sagt:

                      „Du bist gerade über Axiome gestolpert.“

                      Es ging geht um die Behauptung, Theorien sind nur dann richtig, wenn man sie widerlegen kann.
                      Insofern ist ein Axiom im weiteren Sinne ein Theorie, die als wahr angesehen wird, ohne daß es eines wissenschftlichen Beweises bedarf.

                      Genaugenommen bedeutet das, eine Theorie hat nur unter festgelegten Regeln bestand. In der Wissenschaft, gibt es das Phänomen, daß für ein Problem teilweise mehrere Theorien parallel existieren, die sich gegenseitig ausschließen. Das geht nur dann, wenn man Annahmen zum Bestand einer Theorie macht.

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                    • HansG sagt:

                      @IULIUS
                      Es gibt Unterschiede zwischen Theorien und Grundannahmen…

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                    • jck5000 sagt:

                      @Iulius, auf die Gefahr hin, dass sich das doppelt:

                      „Es ging geht um die Behauptung, Theorien sind nur dann richtig, wenn man sie widerlegen kann.“

                      Nein, nicht „richtig“, sondern wertvoll.

                      „Insofern ist ein Axiom im weiteren Sinne ein Theorie, die als wahr angesehen wird, ohne daß es eines wissenschftlichen Beweises bedarf.“

                      Nein. Never, ever. Axiome sind Voraussetzungen für Theorien.

                      „Genaugenommen bedeutet das, eine Theorie hat nur unter festgelegten Regeln bestand.“

                      Jupp. Für die Sozialwissenschaften nennt man diese Regeln „Realität“.

                      „In der Wissenschaft, gibt es das Phänomen, daß für ein Problem teilweise mehrere Theorien parallel existieren, die sich gegenseitig ausschließen.“

                      Und davon ist dann mitunter keine richtig. Das hat keine Aussage.

                      „Das geht nur dann, wenn man Annahmen zum Bestand einer Theorie macht.“

                      Nein. Man kann sich eine Theorie auch ausdenken. Das ist nur wahrscheinlich keine gute Idee, da sie sehr leicht an der Realität scheitert. Wie deine.

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                    • IULIUS sagt:

                      @jck5000,
                      machen wir es doch einmal anders: Erkläre mir was man in der Wissenschaft unter „widerlegen“ versteht. Bei dem Wort scheint es Diskrepanzen zu geben, wie ich es verstehe und wie es in der Wissenschaft zu verstehen ist.

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                    • jck5000 sagt:

                      Ich hatte Popper, Logik der Forschung, die ersten 20 Seiten schon erwähnt, oder? Findet man sogar als pdf über Google.

                      Ich hab das neulich in einem Artikel, den ich bei der JZ eingereicht habe, folgendermaßen ausgeführt (der wichtige Satz steht direkt vor FN 38, die ich mie mal zu kopieren spare):

                      Die Auseinandersetzungen in der Philosophie haben im Rahmen der jahrhundertelangen
                      Beschäftigung mit der Logik dazu geführt,27 dass eine Reihe von möglichen
                      Schlüssen tatsächlich Fehlschlüsse darstellen. Der zentrale solche Fehlschluss
                      ist im Hume’schen Gesetz ausgedrückt, welches besagt, dass nicht von einem
                      Sein auf ein Sollen geschlossen werden darf.28 Hume trennt auf diese Weise
                      zwischen deskriptiven und normativen Aussagen und vertritt einen wissenschaftsmethodologischen
                      Empirismus, den auch Kant beibehält, indem er in
                      seiner „Kritik der reinen Vernunft“ eine rationalistische Erkenntnistheorie (im
                      Sinne von Prüfbarkeit) vertritt.29 Lakatos bezeichnet dies als Übergang vom
                      Rechtfertigungsdenken zum Falsifikationismus.30
                      Popper vertritt eine vergleichbare Position, indem er fordert, dass wissenschaftliche
                      Theorien (welche die Wissenschaft als solche ausmachen) nicht durch
                      Induktion gewonnen werden sollten, da es „alles andere als selbstverständlich
                      [sei], dass wir logisch berechtigt sein sollen, von besonderen Sätzen [also Realitätsbeobachtungen]
                      auf allgemeine Sätze [also wissenschaftlichen Theorien]
                      zu schließen“.31 Als Beispiel dafür nennt Popper die Existenz ausschließlich
                      weißer Schwäne – einer empirisch begründbaren, aber schwer beweisbaren
                      Aussage. 32
                      Popper gesteht dem Erfahrungsschatz des Wissenschaftlers zwar zu, dass er als
                      Basis für wissenschaftliche Problemstellungen dienen kann, zeigt aber, dass
                      „wissenschaftliche“ Aussagen, sollten sie nur schwer oder nicht beweisbar
                      sein, keinerlei Mehrwert gegenüber reiner Fiktion aufweisen. Zugleich positioniert
                      sich Popper gegen den zu seiner Zeit (und heute immer noch) populären
                      Positivismus,33 den er abschließend als „sinnloses Gerede“ und „Blendwerk“
                      bezeichnet.34
                      Unter Rückgriff auf das oben gezeigte Erklärungstrilemma der Sozialwissenschaften
                      lässt sich Popper so zusammenfassen, dass nicht messbare Erklärungsprobleme
                      keinerlei Bezug zur Realität aufweisen und damit sinnlos
                      sind.35 Poppers Kritik am Positivismus und der Methode der Induktion fokussiert
                      somit den Versuch, die Metaphysik mit den Naturwissenschaften auf eine
                      Basis zu stellen, welchen er als würdelos darstellt.36

                      Auf Basis der Sinnfreiheit positivistischer Ansätze stellt Popper im weiteren
                      Verlauf seiner Arbeit Kriterien auf, die für alle Wissenschaften zu gelten haben
                      – sofern sie solche sein wollen und eben keine Metaphysik (lies: Scharlatanerie).
                      Poppers kritischer Rationalismus sagt im Kern aus, dass Wissenschaft eine
                      Methode sei.37 Wissenschaft benutzt Theorien, um daraus allgemeine Sätze
                      (Hypothesen) abzuleiten, die wiederum eine entscheidende Eigenschaft aufweisen
                      müssen: Sie müssen etwas über die Wirklichkeit aussagen, einen empirischen
                      Gehalt haben und dementsprechend müssen sie sich als falsch erweisen
                      können.38
                      Der grundlegende Punkt, das allgemeine Gesetz über die Wirklichkeit (1),
                      wurde bereits erläutert, da ohne eine (praxisbezogene) Aussage lediglich Wertloses
                      produziert würde (und damit eben nach Auffassung Poppers keine Wissenschaft).
                      Die Forderung der Falsifizierbarkeit (2), ist das Kriterium, das Wis-senschaft von Metaphysik bei Popper und von Ideologie im Allgemeinen unterscheidet.
                      39 Popper legt aber noch ein weiteres Kriterium für Wissenschaftlichkeit
                      fest: Er fordert, dass die Theorien (und Erkenntnisse) (3) intersubjektiv
                      nachprüfbar sind.
                      Die intersubjektive Nachvollziehbarkeit ist insofern von Bedeutung, als es einen
                      Unterschied zwischen objektiven und subjektiven Begründungen gibt.40
                      Subjektiv könnte jeder Zufall oder, um es mit Poppers Worten auszudrücken,
                      jedes Hirngespinst Basis einer wissenschaftlichen Theorie sein.41 Um einer
                      intersubjektiven Nachvollziehbarkeit Genüge zu tun, sind solche Zufälle oder
                      Einbildungen hingegen ungeeignet; vielmehr können sie zwar als Basis einer
                      wissenschaftlichen Hypothese dienen,42 sollten aber als rein solche keinen Bestand
                      haben, da „Vermutungen mit der Begründung wissenschaftlicher Sätze
                      … nichts zu tun“ haben.43
                      Wenn eine Aussage eines oder mehrere dieser drei Merkmale von Wissenschaft
                      nicht aufweist, dann handelt es sich aus Perspektive von Poppers kritischem
                      Rationalismus nicht um eine wissenschaftliche Aussage.44 Dementsprechend
                      kann gefolgert werden, dass eine Wissenschaft im Sinne Poppers nur
                      dann eine solche ist, wenn sie derartige Aussagen produziert.

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                    • IULIUS sagt:

                      @jck, habe ich das jetzt richtig verstanden, Du bist Anhänger einer bestimmten Richtung/Meinung, die Du zu Deiner Arbeitsgrundlage gemacht hast?

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                    • jck5000 sagt:

                      @Iulius: „Du bist Anhänger einer bestimmten Richtung/Meinung, die Du zu Deiner Arbeitsgrundlage gemacht hast?“

                      Ich habe eine anerkannte und weit verbreitete Wissenschaftstheorie zu meiner Arbeitsgrundlage gemacht, die sehr harte Maßstäbe an wissenschaftliches Arbeiten anlegt. Nach Popper.

                      Zur kurzen Erklärung, nur in der vagen Hoffnung, dass es dich wirklich interessiert: Popper lässt keine Werte zu, da sich Werte nicht validieren lassen. Wenn du sozialwissenschaftliche Forschung betreiben willst, um daraus wertbasierte Implikationen für die Gesellschaft abzuleiten, geht das nicht mit Poppers Maßstäben. Popper war das deswegen wichtig, weil die Nazis die Wissenschaft für ihre menschenverachtende Ideologie mißbraucht haben. Popper wollte ausschließen, dass Wissenschaft für ideologische Zwecke mißbraucht wird, und hat daher Maßstäbe entwickelt, nach denen das nicht geht. (Popper erklärt das in „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ sehr ausführlich; das ist aber keine leichte Lektüre)

                      Popper bezeichnet deswegen Leute, die diese Wissenschaftstheorie ablehnen oder eine andere Epistemologie vertreten, als Scharlatane, was er auch einfach und nachvollziehbar erklärt.

                      Dass besagte Scharlatane seit 1938 versuchen, diese Theorie abzulehnen, weil sie „Anhänger“ einer Ideologie sind, die sich nach harten wissenschaftlichen Maßstäben nicht vertreten lässt, ist nachvollziehbar, ändert aber nichts daran, dass Beliebigkeiten (wie das von EMN gebrachte Einhorn-Beispiel) als unwissenschaftlich abzulehnen sind. Aufgrund solcher Beispiele hat Popper diese Maßstäbe entwickelt, und es gibt auch m.W. keine „bessere“ Wissenschaftstheorie, die geeignet ist, Blödsinn von Wissenschaft abzugrenzen. Fakt ist, dass seit 1938 niemandem was besseres eingefallen ist, was Aussagen wie die mit den Einhörnern epistemologisch nicht zulässt. Ich halte die Theorie daher für valide und Kritiker je nach Bildungsstand für Ideologen oder dumm und ungebildet.

                      Um deine Frage zu beantworten: Ja, ich bin Anhänger der Meinung, dass Wissenschaft nicht für menschenverachtende, ideologische Zwecke mißbraucht werden sollte und ich befürworte daher wissenschaftliche Maßstäbe, die das nicht zulassen.

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                    • Amen.
                      (Deine Abhandlung über Popper hat mir peinlich bewusst werden lassen, wie wenig von meinen Methodikseminaren effektiv übriggeblieben ist.)

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                    • jck5000 sagt:

                      Ergänzung: Die Aussage „Popper lässt keine Werte zu, da sich Werte nicht validieren lassen“ ist eine praktische Aussage, keine theoretische und dient nur der Einfachheit der Erklärung.

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                    • jck5000 sagt:

                      @EMN: „Deine Abhandlung über Popper hat mir peinlich bewusst werden lassen, wie wenig von meinen Methodikseminaren effektiv übriggeblieben ist.“

                      Das liegt, wenn ich meine Meinung verallgemeinere, nicht an Dir, sondern an den Methodikseminaren.

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                    • Jazzpirate sagt:

                      Um mal bei der ganzen Sache einzuhaken:
                      1. Eine theorie muss nicht widerlegbar sein sondern falsifizierbar – das heißt es muss ÜBERPRÜFBAR sein, ob die Theorie falsch ist oder nicht. „Jeder massereiche Körper hat eine Anziehungskraft“ ist zum Beispiel nicht widerlegbar, einfach weil Schwerkraft nunmal existiert. Die Aussage ist aber prinzipiell falsifizierbar, weil ich nur einen Gegenstand finden müsste, der Masse aber keine Schwerkraft besitzt um sie zu widerlegen. Unterschied klar? Deswegen ist EMNs Einhorn-theorie „falsch“ (im Sinne von „wissenschaftlich völlig nutzlos“).
                      Der Grund (salopp erklärt) ist ganz einfach der: Damit eine Theorie überhaupt irgendeinen Nutzen hat, muss sie irgendwelche konkreten Vorhersage machen („Wenn/weil die Theorie wahr ist muss x gelten“). Welchen Nutzen hätte sie sonst? Jede Vorhersage ist aber etwas, was ich prinzipiell überprüfen kann, womit ich die Theorie also falsifizieren kann.
                      Um zum konkreten Fall überzugehen: Wenn die Behauptung, dass Cannabis eine Einstigsdroge sei nicht falsifizierbar ist – was soll es dann überhaupt bedeuten, dass es so ist? Ich kann daraus nichts (überprüfbares, also praktisch relevantes) folgern! Oder anders ausgedrückt: Eine Welt in der Cannabis eine Einstiegsdroge ist wäre ununterscheidbar von einer, in der es keine ist.

                      2. 1+1=2 ist KEIN Axiom, warum behauptet ihr denn sowas? Die Aussage ist (gegeben eine Sinnvolle Definition von „1“, „2“ und „+“, zum Beispiel in der Peano-Arithmetik) beweisbar ^^

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                    • IULIUS sagt:

                      @jck5000,
                      klar interessiert es mich. Deinen letzten Beitrag kann ich voll unterschreiben. Den Popper werde ich irgend wann mal nachlesen.

                      Vorher ging es um den Begriff „widerlegbar“. Wenn ich es richtig mitbekommen habe hat er zum allgemeinen Verständnis eine ganz andere Bedeutung. Daraus folgen automatisch Mißverständnisse.
                      Daß wissenschaftliche Erkenntnisse nachvollziehbar, widerspruchslos und nachprüfbar sein müssen sollte selbstredend sein.

                      Nur wenn man immer und überall die strengen Kriterien anlegt wird man kaum Forschung betreiben können. Ein wichtiges Hilfsmittel sind da Hypothesen. Im Laufe der Zeit sollten die dann aber verworfen oder in Erkenntnissen mit obigen Qualitätsmerkmalen münden.

                      Um auf das ursprüngliche Thema zurück zu kommen. Gerade bei Canabis findet sich soweit ich das beobachten kann keine Studie, die wirklich wissenschaftlichen Standarts entspricht.

                      Das heißt aber nicht, daß die Hypothese, daß Canabis eine Einstiegsdroge ist, auch nur ansatzweise widerlegt ist. Ob sie stimmt ist eine andere Frage.

                      Das was daraus folgt, ist es wissenschaftlich mangels anderer Erkenntnisse eine Hypothese über den Haufen zu werfen? M. E. nicht.

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                    • jck5000 sagt:

                      @Iulius: Wissenschaft schwerer, als man denkt, aber es geht nicht darum, mit Wörtern um sich zu werfen. Ob du dein Postulat nun Theorie, Hypothese oder Forschungsfrage nennst, ist effektiv Jacke wie Hose, das ist nur unpräzise.

                      Dein zentrales Mißverständnis ist immer noch: „Gerade bei Canabis findet sich soweit ich das beobachten kann keine Studie, die wirklich wissenschaftlichen Standarts entspricht.“

                      Du musst deine Hypothese nicht beweisen; außerhalb der Naturwissenschaften ist das schwer bis unmöglich. Du brauchst aber eine falsifizierbare Hypothese (oder Theorie als Menge von Hypothesen). Das drückst du weiterhin so aus:

                      „Das heißt aber nicht, daß die Hypothese, daß Canabis eine Einstiegsdroge ist, auch nur ansatzweise widerlegt ist. Ob sie stimmt ist eine andere Frage.“

                      Und das stimmt nicht. Die oben zitierte Studie zeigt, dass Deine Hypothese (zumindest in Japan) nicht gilt. Ob sie stimmt, ist also keine „andere Frage“; sie stimmt nicht.

                      Jetzt kannst du folgendes machen: Das ignorieren (dann bist du wie erwähnt Ideologe oder dumm und ungebildet) oder deine Hypothese verwerfen (hielte ich für eine gute Idee) oder modifizieren, z.B. „Cannabis ist in allen Ländern außer Japan eine Einstiegsdroge“. Wenn du dir dabei nicht dumm vorkommst (ich käme mir dumm vor), stellst du bei der DFG und allen anderen, die dir einfallen, einen Fördermittelantrag und untersuchst das für Deutschland oder wo auch immer du gerade bist. Dabei beachtest du natürlich die Ergebnisse aus Japan und vorangehenden Studien etc…, machst ein ordentliches, verzerrungsfreies Studiendesign und bist ein paar Jahre beschäftigt.

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                    • IULIUS sagt:

                      @jck5000,
                      welche Studie meinst Du?
                      „Die oben zitierte Studie zeigt, dass Deine Hypothese (zumindest in Japan) nicht gilt.“

                      Dies ist wohl völlig unwissenschaftlich, u. a. da Du mir vorschreiben möchtest, was ich zu tun habe und mein evtl. Verhalten gleich bewertest:
                      „Jetzt kannst du folgendes machen: Das ignorieren (dann bist du wie erwähnt Ideologe oder dumm und ungebildet) oder deine Hypothese verwerfen (hielte ich für eine gute Idee) oder modifizieren“

                      Folglich macht alleine dieser Punkt dich und Deine Positionen komplett unglaubwürdig. Unabhängig davon, ob es alles stimmt, was Du vorgebracht hast.

                      Einfach weniger kiffen.😉

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                    • jck5000 sagt:

                      @iulius:

                      https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2014/02/25/endlich-nachgewiesene-todesfalle-durch-kiffen/comment-page-1/#comment-19104

                      Meine ax ante – Bewertung deiner möglichen Reaktionen ergibt sich übrigens aus den obigen Ausführungen und sind spätestens ab durchschnittlicher Intelligenz nachvollziehbar. Ich hatte aber natürlich nicht in Betracht gezogen, dass auch die Möglichkeit besteht, dass du faul, ein Idiot oder ein Troll bist.

                      Einfach mehr nachdenken. Aber dann klappt das halt nicht mehr so mit der Ideologie…

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                    • IULIUS sagt:

                      @jck5000, denke damit ist die Diskussion abgeschlossen:

                      „Ich hatte aber natürlich nicht in Betracht gezogen, dass auch die Möglichkeit besteht, dass du faul, ein Idiot oder ein Troll bist.

                      Einfach mehr nachdenken. Aber dann klappt das halt nicht mehr so mit der Ideologie.“
                      Oder einfach weniger kiffen.😉

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                    • Jazzpirate sagt:

                      @IULIUS deine Ausführungen was „wissenschaftlich“ oder „unwissenschaftlich“ sei zeigen ziemlich deutlich, dass du keine Ahnung hast, wie und warum Wissenschaft funktioniert und deine Äußerungen zu „EInstiegsdroge“ zeigen ziemlich deutlich, dass du keine Ahnung zum wissenschaftlichen Stand und den vorhandenen Studienergebnissen zu Cannabis hast. Argumente lieferst du keine, insofern bleiben de facto nur die Optionen „Troll“ oder (was ich fast für wahrscheinlicher halte) ne sehr ungünstige Kombination aus falschem vermeintlichen Wissen, gefährlichem Halbwissen und groben unrealistischen Vorstellungen, die weder durch Fakten noch reale Erfahrungen gestützt sind; kurzum, zu einer realistischen Einschätzung der Rechts- und Sachlage fehlt dir offenbar der nötige Kenntnisstand und die Bereitschaft dich zu informieren bevor du losdiskutierst. Wikipedia wär ja mal ein netter Anfang gewesen…

                      …aber wer auf Popper und Widerlegungskriterium (bzw, besser „Falsifizierungskriterium“) mit Verwirrung und offensichtlichem Unverständnis reagiert ist offensichtlich nicht in der Lage, anderen Unwissenschaftlichkeit zu unterstellen und jeder Kommentar deinerseits bestätigt genau das.

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                    • jck5000 sagt:

                      Erstmal ein ehrliches Dankeschön @jazzpirate für die Klarstellung, insbesondere für das 1+1 und dem mir-klar-machen, dass hier mehr Leute mit Ahnung unterwegs sind (hatte ich gehofft und es freut mich über jeden weiteren).

                      Dann ein politisch korrektes Dankeschön @iulius, dass du so deutlich zeigst, dass es selbst für einen ein Misanthropen wie mich vergebene „Liebesmüh“ ist, sich mit faulen, idiotischen Trollen abzugeben. An dieser Stelle möchte ich mich explizit _nicht_ bei allen dafür entschuldigen, die meine langen Posts gelesen haben, aber explizit dafür, dass sie iulius „Reaktionen“ lesen mussten.

                      Ich verspreche daher feierlich, das zu ändern und keinerlei Hoffnung mehr in dumme, faule oder idiotische Menschen zu setzen. Ich bitte hier um eine Abstimmung, was die sozialadäquateste Antwort auf Meinungen von „iulius“ in Zukunft ist: (1) halts Maul, (2) stell dich in die Ecke und heul, (3) verpiss dich, Troll, (4) geh sterben (5) wieso gibt es keine Arbeitslager mehr?

                      [PS: Sorry an alle, die sich dadurch verletzt fühlen. Irl habe ich keine Erfahrungen mit derart dummen Menschen und bin daher unsensibel, was ich auch nicht zu ändern gedenke.]

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              • yacv sagt:

                Hast recht. Bisschen weitergegoogelt stoße ich auf das hier: http://www.dailymail.co.uk/health/article-395704/Cannabis-gateway-harder-drugs.html

                Zitat:
                „Neurologist Jim van Os, a cannabis expert at the University of Maastricht in the Netherlands, said the findings show the drug’s damaging effects on the reward structures of the brain.
                He added: “There is now overwhelming evidence that nobody in the brain’s developmental stage – under the age of 21 – should use cannabis.”“

                Die Aussage ist anscheinend: 30 Jährige können ruhig kiffen, aber Leute unter 21 richten handfeste Schäden im Hirn an.

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        • Robin Urban sagt:

          „Wo kommt diese Annahme her? Du kennst die zu Grunde liegenden Studien anscheinend ebensowenig wie ich im Original.“

          Bei diesem Satz musste ich mich erst mal zurück lehnen und sehr, sehr lange lachen.

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          • yacv sagt:

            Wie schön, dich erheitert zu haben.
            Nur: Was ist daran komisch?

            „Mir hat man erzaehlt, dass…“ – „Das ist Quatsch, weil kein Grund“ – „Moment, sollten wir nicht erst Fakten prüfen, bevor ‚das ist quatsch‘?“

            Der Witz erschließt sich mir nicht.

            Ist aber auch nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass es in Robins kargem Leben mal wieder ein wenig Endorphine geschüttelt hat.
            🙂

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            • Robin Urban sagt:

              Es IST halt erheiternd zu sehen, wie jemand, der keine Ahnung hat und das auch noch vor sich her trägt wie ein Banner, als wäre es etwas, auf das man stolz sein kann, so unglaublich selbstgerecht die Fresse aufreißt:mrgreen: und dann auch noch davon ausgeht, dass seine Gesprächspartner ja genauso unwissend sein müssen.

              Und danke für die Abwertung aller Personen, die gerne lachen. Wir haben also nicht etwa einfach Humor, sondern nur ein karges Leben. Tihihi, alles klar ^^ (EMN, jetzt weißt du, woraus deine Leserschaft besteht!)

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              • yacv sagt:

                Ach Robin…

                Ich bin gespannt, wann ich mal was von dir lese, was nicht irgendwie doof ist.

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                • Robin Urban sagt:

                  Du, Dinge zu schreiben, die du doof findest, halte ich persönlich für ein ausgesprochenes Qualitätsmerkmal. Sag mir also unbedingt Bescheid, falls du mal etwas von mir nicht doof findest, dann muss ich meine Meinung zu dem Thema nämlich dringend überdenken.

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                  • yacv sagt:

                    Entwarnung.
                    Das war wieder doof, irgendwie.
                    Besteht wohl keine Gefahr.
                    Kannst bei deinem Selbst- und Weltbild bleiben.

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                  • jck5000 sagt:

                    @Robin: „Du, Dinge zu schreiben, die du doof findest, halte ich persönlich für ein ausgesprochenes Qualitätsmerkmal.“

                    Gilt das für mich auch oder kennen wir uns dazu noch nicht lange genug? Ich habe durchaus enormes Potential dafür, dass mich Feministen hassen.

                    Ich frage nur deswegen, da von dir zwar viel offensichtlicher Quatsch kommt, aber halt auch (seltener) echt interessante Punkte.

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  5. Meiosch sagt:

    Man sollte das Cannabis legalisieren. Oben wurde das Argument mit der Einstiegsdroge genannt. Meiner Meinung nach ist auch für dieses Argument die Legalisierung die Lösung. Schließlich würde bei einem Verkauf in Drogerien etc. pp. ganz simpel der Kontakt zu dem zwielichtigen Milieu unterbunden werden. Natürlich gibt es dann immer noch die Minderheit, die dann trotzdem den einen Schritt weiter zur nächsten Droge geht, aber das ist doch überall so.
    Und wenn man an die zusätzlichen Steuereinnahmen denkt … Wahnsinn!
    Kontrollmöglichkeiten für die Polizei gibt es ja eh schon, kann man ja so lassen. Was die Konsequenzen für die Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss von Cannabis angeht, da ist meiner Meinung nach der Staat auch schon gut aufgestellt.
    Habe ich etwas vergessen?

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    • *chrchr* Wirst lachen, ich hab den Artikel gesehen, mir ist was dazu eingefallen und ich dachte so „Hmmmm, der Postillon hat noch nichts dazu gemacht… aber der macht ganz sicher heute was dazu. Wenns blöd läuft hat er denselben Aufhänger, also hauste heute halt zwei Artikel raus, wenigstens biste dann vor dem Postillon dran!“😀
      Glücklicherweise wars eh ne andere Richtung😀

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  6. guinness44 sagt:

    Es gibt einige sehr interessante wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Legalisierung, z.B. http://www.cato.org/publications/white-paper/budgetary-impact-ending-drug-prohibition, Die Quintessenz ist immer gleich. Der Staat würde sich leichter tun die Drogen zu liberalisieren und so teuer (Steuern) anzubieten, dass man es sich gut überlegt, ob man sie wirklich kaufen will. Das eingesparte Geld nutzt er, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen.
    In Anbetracht der Tatsache, dass der bisherige Weg nicht funktioniert hat, wäre es durchaus interessant den Alternativen mehr Raum zu geben.

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  7. Robin Urban sagt:

    Ich finde es erschreckend, wie wenig Wissen hier über das Thema herrscht, was trotzdem niemanden davon abhält, seine Meinung rauszuposaunen🙂

    Cannabis wird über kurz oder lang legalisiert werden. Die Frage ist nur, ob wir als Land Vorreiter dieser Entwicklung sein wollen oder wegen ein paar CDU-Spießern, die „Drogen“ hören und „Christiane F.“ verstehen, hinter her dackeln wollen wie so ein paar Deppen.

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    • Hey, ich bin wenigstens konsequent… ich weiß es nicht und es ist mir auch egal, sollen doch die Leute, die es interessiert selbst legal entscheiden^^

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      • Robin Urban sagt:

        Eigentlich wollte ich dich in diese Beobachtung nicht einschließen, sorry wenn das so rüber kam ^^

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        • Passt schon, ich hab wenig Ahnung. Vermutlich die einzige Studentin auf diesem Planeten, die nie gekifft hat😀 (Ein hoffnungsloser Versuch, nie zuvor an einer zigarrette auch nur gezogen, daher Hustanfall und schreckliche Lungenschmerzen. Kein spürbarer Rauscheffekt. Meeeeh.)

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          • HansG sagt:

            Das ist die übliche Folge von eher schlechtem Stoff.😀

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          • Robin Urban sagt:

            Dann empfehle ich dir einen Muffin. Der, den ich mal in Amsterdam gegessen habe, war her-vor-ra-gend:mrgreen:

            Aber ich kenne schon einige Studenten, die noch nie gekifft haben und auch nicht den Drang danach verspüren. Ich selbst mag es bzw. den Effekt auch nicht. Die Leute sitzen dann auf Partys immer nur so rum, während ich… halt so eher der eskalative Typ bin ^^

            Aber auch wenn ich selbst nichts davon hätte: Die Illegalität von Cannabis ist mit nichts zu rechtfertigen.

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            • Ja, irgendwann mache ich das mal mit dem Muffin in Amsterdam^^ Vielleicht erst mit der Rente, aber ich werds tun^^

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            • Meiosch sagt:

              Muffins sind echt gut.😉 Wobei so ein riesiges Blech Schokokuchen auch nicht zu verachten ist. Und ob man rumsitzt oder eskaliert hängt auch davon ab, was an dem Abend noch gehen soll. An mir selbst merke ich das sehr gut, wenn es noch vor die Tür geht im Laufe der Nacht, dann bin ich eher ein Duracellhase und wenn es „nur“ so etwas wie Hangover, Sinnlos im Weltraum oder anderen Klamauk gibt, dann komme ich nicht mehr vom Sofa hoch.

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    • jck5000 sagt:

      Ich bin ja sehr für die Legalisierung von überhaupt allem, aber hältst du es nicht für illusorisch, dass während eine weltweite, UN-beschlossene Denormalisierungsstrategie bzgl. des Rauchens betrieben wird, Cannabis legalisiert wird und verkennst da ein wichtiges Problem?

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      • Robin Urban sagt:

        Ich sehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Im Gegenteil. Es gibt sehr viele Kiffer, die, wenn sie aufhören wollen, davon berichten, dass es ihnen total leicht fällt, kein Cannabis mehr zu rauchen, aber sehr viel schwerer, das Nikotin wegzulassen. Deshalb drehen einige Konsumenten ihr Tütchen auch mit Ersatzstoffen, die wie Tabak aussehen, aber keiner sind, oder drehen gleich „pur“. Das ist in den USA sogar die Standardkonsummethode, anders als hier.

        Desweiteren kann man THC auch essen. Man muss das ja nicht rauchen.

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      • Beim Rauchen ist doch eher der Tenor, dass es legal bleiben aber eben uncool gemacht und Passivraucher geschützt werden sollen. Ich finde, das lässt sich theoretisch auch auf Cannabis ausweiten… wenn man denn möchte.

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        • jck5000 sagt:

          Ich freu mich auf die Studien, die verzweifelt zu belegen versuchen, dass passiver Cannabiskonsum schädlich ist. Dem Punkt von Robin schließe ich mich an und hoffe auf ein bisschen Verstand bei Politikern.

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    • HansG sagt:

      Ich sehe als Vorreiter eher Holland und einige Bundesstaaten der USA. Deutschland bleibt eigentlich nur noch eher später als früher nachzuziehen.

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      • Robin Urban sagt:

        Das ist nur eine Diskussion um Begrifflichkeit. Ich denke halt, so viele westliche Länder haben noch nicht legalisiert, da wäre eine Legalisierung in diesem Jahr tatsächlich noch geeignet, uns mit denen in eine Reihe zu stellen. Aber ja, natürlich wären wir nicht die ersten.

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        • HansG sagt:

          Stimmt schon. Aber unter Mutti steigt eher das Kindergeld um 2,19€ als das so eine »harte« Droge legalisiert wird. Dabei sehe ich da tatsächlich potentielle und nicht unerhebliche Steuereinnahmen. Von möglicher gezielter Aufklärung zum Drogenkonsum ganz zu schweigen.

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          • Robin Urban sagt:

            Ach, ich seh das nicht so pessimistisch. Die Legalisierung wird kommen, auch wenn es vielleicht noch 50 Jahre dauert ^^

            Es ist halt schwer, diese Gleichung „Cannabis = Droge = Heroin = Tod und Elend“ aus den Köpfen zu kriegen. Aber auch wenn sich das erstaunlicherweise durch alle Altersklassen zieht, so ist es doch bei älteren Leuten viel ausgeprägter. Dieser Unsinn wird sich also irgendwann von selbst erledigen *hust*

            Ich freu mich übrigens sehr, sollte ich mal Drogenprävention mit meinen Klassen machen dürfen. Man kann Schüler auch über die Gefahren diverser Substanzen aufklären, ohne alles soweit zu dämonisieren, dass man jegliche Autorität verliert (weil gerade heute Jugendliche mit Leichtigkeit in Internet an Daten heran kommen, die vieles widerlegen, was da sonst so erzählt wird).

            Ich werde wohl diesen Film benutzen, den ich hier vorgestellt habe:mrgreen: http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/03/27/kiddyserienspecial-teil-3-cartoon-all-stars-to-the-rescue/

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            • „Man kann Schüler auch über die Gefahren diverser Substanzen aufklären, ohne alles soweit zu dämonisieren, dass man jegliche Autorität verliert (weil gerade heute Jugendliche mit Leichtigkeit in Internet an Daten heran kommen, die vieles widerlegen, was da sonst so erzählt wird).“

              Das fände ich auch deswegen besonders sinnvoll, weil die im Internet verfügbaren Informationen zwar viele nichtexistente Gefahren widerlegen, aber im selben Atemzug auch meist die realen Gefahren (beispielsweise die Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns) stark herunterspielen.

              Gerade darin sehe ich auch das größte Problem mit dem Verbot: Die potentiellen Konsumenten sehen sich einerseits mit Horrorgeschichten und andererseits mit Glorifizierung der Droge konfrontiert, aber die eigentliche Wahrheit bleibt dabei meistens auf der Strecke…

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              • Nick sagt:

                ..aber im selben Atemzug auch meist die realen Gefahren (beispielsweise die Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns) stark herunterspielen.

                Ja, das finde ich auch äußerst bedenklich. So ganz die „weiche Droge“ ist es offenbar doch nicht. Dennoch bin auch ich gegen eine Kriminalisierung. Sie ist gegade bei der gefährdetsten Gruppe der Jugendlichen nur kontraproduktiv. Sie kriegen ihren Kiff sowieso und die Illegalität verleiht dem Ganzen auch noch den Nimbus einer Rebellion.

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              • Robin Urban sagt:

                Was gar nicht geht, ist diese Panikmache „Wer jetzt kifft, stirbt fünf Jahre später mit einer Nadel im Arm!“

                Aber ja, je jünger man ist, desto schädlicher wirkt THC auf das Gehirn. Und auch wenn die Gefahr dahingehend wirklich gering ist, besteht immer auch die Möglichkeit einer drogeninduzierten Psychose, aus der man nur schwer wieder rauskommt.

                Eher kriegt man die Schüler aber noch damit: Kiffen macht halt echt lame auf Dauer. Man gammelt nur noch rum, packt nichts mehr, auch nichts cooles mehr. Auf Dauer wird man davon ein bisschen matschig im Kopf, ne Witznummer, über die alle anderen lachen, wenn man mal wieder total verpeilt ist.

                Und, wie immer: Wenn man damit versucht, Probleme zu lösen, statt es als Genussmittel zu sehen, welches wenn überhaupt in Maßen konsumiert gehört, kann das nur schief gehen.

                Vielleicht auch mit diesem Satz eines Politikers, den mir der Leiter eines Drogenrehazentrums mal anvertraut hat: „Diese Jugendlichen hier, die Drogen nehmen – die machen ja keine Revolution.“

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                • Nick sagt:

                  Was gar nicht geht, ist diese Panikmache “Wer jetzt kifft, stirbt fünf Jahre später mit einer Nadel im Arm!”

                  In der Tat. Das erkennt wohl jeder Jugendliche als schwer mit der Realität vereinbar und somit als vesteckte Wertvorstellung für „anständiges Leben“. Und weil Jugendliche gerade solche Wertvorstellungen sehr kritisch hinterfragen _müssen_, _kann_ so etwas nur kontraproduktiv sein.

                  Kiffen macht halt echt lame auf Dauer. Man gammelt nur noch rum, packt nichts mehr, auch nichts cooles mehr. Auf Dauer wird man davon ein bisschen matschig im Kopf, ne Witznummer, über die alle anderen lachen, wenn man mal wieder total verpeilt ist.

                  Kann funktionieren, wenn man bei den Jugendlichen als „cool“ akzeptiert ist. Diese Position ist aber leider naturgemäß äußerst fragil. Ich als Jugendlicher hätte sofort die Wertvorstellungen dahinter herausgefiltert – „Aha, die Tante will mir also auf ganz schlaue art verklickern, was gut und anständig ist! Sie meint, sie könne mich kriegen wenn sie so buzzwords wie „cool“, „lame“ und „verpeilt raushaut. Ha!“ In meinem jugendlichen Leichtsinn hätte ich dann alles komplett verworfen.

                  Ich würde deshalb eher versuchen, möglichst wenig Werte hineinzulegen. Es gibt möglicherweise massive und bleibende Schäden bei Jugendlichen, dann muss man ihnen eben sagen dass es _möglicherweise_ massive bleibende Schäden gibt. Ich würde sie dann diskutieren lassen, ob das Risiko möglicher bleibender Schäden ein Verbot rechtfertigt oder nicht.

                  Wenn sie sowieso selbst entscheiden ob sie Kiffen oder nicht, dann kann man ihnen eben nur Hilfestellungen anbieten, wie sie zu für sie selbst gute Entscheidungen kommen.

                  Wenn es dem Jugendlichen egal ist, ob er sich sein Hirn kaputt macht dann ist es immerhin besser er Kifft, als dass er Pattexverdünner schüffelt. Wenn es weiß, dass Pattexverdünner mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein Hirn kaputt macht, Kiff aber nur möglicherweise, dann ist das ja eigentlich auch eine „gute“ Entscheidung.

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                  • LoMi sagt:

                    „Kann funktionieren, wenn man bei den Jugendlichen als “cool” akzeptiert ist. Diese Position ist aber leider naturgemäß äußerst fragil. Ich als Jugendlicher hätte sofort die Wertvorstellungen dahinter herausgefiltert – “Aha, die Tante will mir also auf ganz schlaue art verklickern, was gut und anständig ist! Sie meint, sie könne mich kriegen wenn sie so buzzwords wie “cool”, “lame” und “verpeilt raushaut. Ha!” In meinem jugendlichen Leichtsinn hätte ich dann alles komplett verworfen.“

                    Volle Zustimmung. Ich würde auch denken, der Lehrer steht in den Augen der Schüler meistens auf der „anderen Seite“ und sie ahnen die stets mitschwingende pädagogische Absicht. Jugendlich klingende buzzwords werden von ihnen hochwahrscheinlich als eher unauthentischer Etikettenschwindel wahrgenommen. Ich glaube, als Pädagoge muss man damit leben, dass man als Vertreter einer anderen Welt wahrgenommen wird. Darin sollte man auch authentisch bleiben, glaubwürdig, sich also nicht zum Schein an Jugendliche anbiedern, indem man so tut, als funke man auf der selben Wellenlänge.

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                    • Robin Urban sagt:

                      Ich bin ja keine Sechzig. Die Schüler werden schon merken, dass das bei mir keine Buzzwords sind, weil es nämlich keine sind😉

                      Einfach ehrlich sein und nichts dämonisieren – ein ähnlicher Ansatz hat mal South Park vorgemacht in „Mein Zukunfts-Ich und Ich“ (Staffel 6, Folge 16). Lohnt sich zu kucken:

                      http://www.southpark.de/alle-episoden/s06e16-mein-zukunfts-ich-und-ich

                      (Keine Angst, der Stream ist völlig legal :))

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                    • LoMi sagt:

                      „Ich bin ja keine Sechzig. Die Schüler werden schon merken, dass das bei mir keine Buzzwords sind, weil es nämlich keine sind“

                      OK, Robin, das gestehe ich Dir zu. Aber als Lehrerin bist Du dennoch die Vertreterin der Erwachsenen, also stehst Du automatisch auf der anderen Seite, allein schon wegen des Machtgefälles zwischen Dir und den Schülern.

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                    • Nick sagt:

                      Ich bin ja keine Sechzig.

                      Aber dennoch bist du eine Person, die die Erwaschsenenwelt repräsentiert.

                      Die Sechzigjährigen („68er“) sind in der Hinsicht die Schlimmsten. Ich spreche da aus Erfahrung.

                      Die Schüler werden schon merken, dass das bei mir keine Buzzwords sind, weil es nämlich keine sind😉

                      Man kann sich natürlich darüber streiten, ob „cool“, „lame“ oder „verpeilt“ noch Jugendsprache sind. Anderen Erwachsenen gegenüber wärst du aber mutmaßlich sparsamer mit solchen Wörtern. Authentisch – ja mei, was ist das genau? Als Lehrerin hast du doch die Aufgabe, die Erwachsenenwelt zu repräsentieren.

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                    • Robin Urban sagt:

                      Gab da letztens eine hübsche Graphik auf 9gag, die zeigte, wie Trendwörter kommen und gehen und nur cool seit Jahrzehnten nichts an seiner Coolness verliert😉

                      „Als Lehrerin hast du doch die Aufgabe, die Erwachsenenwelt zu repräsentieren.“

                      Nö. Ich habe die Aufgabe, ihnen etwas beizubringen und sie zu mündigen Bürgern zu machen. Die „Erwachsenenwelt“ zu repräsentieren sehe ich dabei nicht als primär an. Zudem ist es bedenklich, „Erwachsen sein“ an dem Gebrauch von Alltagssprache festzumachen.

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                    • Nick sagt:

                      Ich habe die Aufgabe, ihnen etwas beizubringen und sie zu mündigen Bürgern zu machen.

                      Diejenige des kompetenten, mündigen Bürgers würde ich als Erwachsenenwelt bezeichnen.

                      Zudem ist es bedenklich, “Erwachsen sein” an dem Gebrauch von Alltagssprache festzumachen.

                      Ist durchaus richtig. Allerdings hat der Erwachsene die Kompetenz, Alltagssprache zu vermeiden.

                      Mir ging es eher darum dass man, nach meiner rückblickenden Erfahrung, besser eher zurückhaltend mit Wertbeladungen jeglicher art sein sollte – zumindest wenn es um Aufklärung über mögliche negative Folgen von Drogen geht.

                      Weil Alltagssprache eben meistens stark wertbeladen ist, würde ich sie bei dem Thema eher nicht verwenden. Manche sind da ganz anderer Meinung, und versuchen Drogenaufklärung möglichst in „Jugendsprache“ zu betreiben.

                      Ich kann mich noch gut an so eine Comicfigur erinnern, die total vollgekifft mit breitem Grinsen dalag. Darüber in Rauchwolken die Frage „Total geil?“ – aber ja, was denn sonst? Das Bild machte ziemlich die Runde, es gab keinen Hardcorekiffer, der es sich nicht an die Wand gehängt hätte.

                      Von einer sachlichen Information über THC-Induzierte Antriebslosigkeit hätte ich vermutlich mehr gehabt. Gut, man findet es ja irgendwann selbst heraus..

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                    • LoMi sagt:

                      „Die “Erwachsenenwelt” zu repräsentieren sehe ich dabei nicht als primär an“

                      Du repräsentierst – egal wie jugendlich Du dabei bist – als Lehrerin die Erwachsenenwelt als die Welt der Pflichten, die Kindern und Jugendlichen auferlegt sind. Du bist ein Teil des Machtsystems Schule. Auch wenn man hier nicht gleich eine Diktatur beklagen muss ^^. Aber die Schule zeichnet sich nun einmal durch ein hierarchisches Machtgefälle aus. Deshalb gibt es auch einen Interessenkonflikt zwischen Schüler und Lehrer und deshalb wirst Du nie vollständig die Werte Deiner Schüler symbolisieren können. Denn ein Wert der Schüler wird immer sein, sich Deiner Macht zu entziehen.

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                • Das Zitat am Ende könnte evtl. was bringen, aber ich glaube, vielen Jugendlichen ist eh alles scheißegal und Revolution will a heutzutage scheinbar eh niemand machen…

                  Dein Argument, dass man „echt lame“ vom Kiffen wird, halte ich auch für weniger hilfreich, denn das, was du unter diesem Punkt beschreibst, sehen viele Kiffer als Lebenseinstellung und bewerten es als positiven Kontrast zur restlichen Gesellschaft.

                  Ich denke, man sollte einfach gar nicht probieren, gegen den Konsum zu argumentieren, sondern besser wertfrei die Fakten nennen, also sowohl glorifizierende als auch verteufelnde Mythen widerlegen und stattdessen erklären, was die Drogen bewirken und welche Risiken das mit sich bringt.

                  Dass man Probleme nicht durch Drogen lösen kann, bzw. dass für dieses Ziel wenn Psychopharmaka unter ärztlicher Kontrolle deutlich effektiver sind, gehört natürlich auch dazu, aber dabei sollte man dann Alkohol direkt mit einschließen.

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  8. St. Elmo sagt:

    Mist, ich hab den Link nicht geklickt
    und hielt das ganze für eine Ente/Hoax von ENM.
    Jetzt lese ich in der Zeitung das die Geschichte Wirkich echt ist…

    Damit steht fest wenn ich einen Mord plane muss ich die Leiche nur in Düsseldorf ablegen,
    und der Fall wird nie aufgeklärt werden…wenn der Mord überhaupt erkannt wird.
    HRHRHRHRHR!!! *diabolisches Grinsen*

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  9. Was wird passieren, wenn sie rauskriegen, dass Leben tödlich ist? wird das dann legal oder illegal?

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  10. franzpaffka sagt:

    Legalisierung oder nicht: Es wird immer Kiffer geben. Wo Konsumenten sind gibt es auch einen Markt. Ich finde das beste Argument für eine Legalisierung ist, dass man mit den Steuereinnahmen sinnvolle Drogenprävention an Schulen durchführen könnte. Das halte ich für enorm wichtig.

    Ich selbst war zehn Jahre lang überzeugter Kiffer und schreibe grade über meinen Absprung. Ich war süchtig. Ich schiebe diese Lage allerdings nicht auf die Droge selbst, sonders versuche zu ergründen, wie es dazu kam. Es gibt genug Kiffer, die verantwortungsvoll mit der Droge umgehen können. So, wie ich es mit Alkohol kann. Ich möchte niemanden bekehren, dennoch möchte ich Menschen anregen, sich mit ihrer Situation auseinanderzusetzen.

    Zu den Todesfällen: Ich halte es für fragwürdig. Menschen sterben, das ist tragisch. Und äußere Einflüsse spielen immer eine Rolle. Ich bezweifle lediglich, ohne es wissenschaftlich belegen zu können, dass sie ohne Cannabiskonsum überlebt hätten.

    Wer sich für Sucht und Entzug interessiert, darf gerne mal auf meinem Blog vorbeischauen und nachlesen, wie sich meine Welt und meine Argumentation seit der Abstinenz verändert. franzpaffka.wordpress.com

    Beste Grüße,
    Euer Franzl

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