Gefährlich.

Veröffentlicht: März 19, 2014 in Comics
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ritalin

PS: Ich hoffe, in der nächsten Folge nehmen sie mal Diabetesmedikamente unter die Lupe. Wusstet ihr, dass ein gesunder, erwachsener Mensch sterben kann, wenn man ihm Insulin spritzt? Und sowas gibt man diabetischen Kindern! Ist doch unverantwortlich.

Kommentare
  1. LoMi sagt:

    Sechs Panels! Puh! Dafür reicht meine Konzentration nicht aus. Wo ist mein RTL?

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  2. Martin sagt:

    „PS: Wusstet ihr, dass ein gesunder, erwachsener Mensch sterben kann, wenn man ihm Insulin spritzt? Und sowas gibt man diabetischen Kindern! Ist doch unverantwortlich.“

    Das geht sogar noch viel schlimmer!!! Spritzt man einem gesunden, erwachsenen Menschen einfache ATEMLUFT, stirbt er! Und sowas läßt man Kinder einatmen! Und nur, damit die Brieftaschen der Luftfabrikanten dicker und dicker werden! Unverantwortlich, unsere kapitalistische Herzlosgesellschaft!

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  3. Kinch sagt:

    Ritalinkritik ist echt populär. Neulich hatte die Zeitung hier erst einen Kommentar und unkommentiert veröffentlich, nachdem Kinder mit ADHS auf keinen Fall Medikamentös behandelt werden dürften, sondern nur durch Aufmerksamkeit und Traditionelle Chinesische Medizin. Ärzte würden nur deshalb Ritalin verschreiben, weil sie als sachorientierte Menschen nicht mit den kreativen Kinder umgehen würden.

    Frag‘ mich auch, wieso man so einen Esoscheiß guten Gewissens veröffentlichen kann.

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    • LoMi sagt:

      Ich habe gestern gerade mit Staunen vernommen, dass Ritalin antriebssteigend wirken soll. Ich hätte immer gedacht, dass man eher die Zappeligkeit damit bekämpft.

      Wie dem auch sei, es ist sicher zu einfach, die Ärzteschaft komplett als Idioten darzustellen. Andererseits wird ja auch oft kritisiert, dass Lehrer schnell Kindern ADHS unterstellen, nur weil sie mit ihnen nicht zurechtkommen. Vermutlich ist die Wahrheit komplexer: Es wird übereilte Diagnosen geben. Es wird aber auch ein Irrtum sein in vielen Fällen, dass man die Probleme eines Kindes oder Erwachsenen mit einfachen Psychotricks lösen kann. Oft steckt dahinter ja auch eine Sündenfall-Theorie: die fehlende Liebe im Kindesalter etwa. Die Heilserwartung richtet sich dann in der Aufarbeitung der Kindheit. Seit Freud ist das eine beliebte Annahme, dass man sich die Dinge nur von der Seele reden müsse, um frei zu werden.

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      • Ja, Ritalin ist aktivierend. Auf Gesunde wirkt es wie Speed, ähnlich halt wie wenn ein Gesunder Schilddrüsenmedis nimmt. Wenn er schon auf nem normallevel ist, wird es dann zu viel.
        Aber Kinder mit ADS sind ja nicht einfach überaktiv, sie können nicht fokussieren, weil die Reize von allen Seiten kommen und sie sich nicht konzentrieren können. Ritalin und Co hilft ihnen, ihre Energie zu fokussieren.
        Ein AD(H)S-Kind, das Medis nimmt ist deshalb nicht „ruhiggestellt“, auch wenns natürlich sein kann, dass es mit den Medis auch mal in der Lage ist eine ruhige Aktivität wie Lesen oder Puzzeln zu machen, was ansonsten nahezu unmöglich wäre.

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        • LoMi sagt:

          Danke für die Erklärung. Interessant wäre, wie diese Wirkung zustande kommt. Was erleichtert das Fokussieren? Gestern habe ich mich gerade darüber mit jemanden unterhalten und da fiel das Wort „dopamin“.

          “ sie können nicht fokussieren, weil die Reize von allen Seiten kommen und sie sich nicht konzentrieren können“

          Das geht mir leider auch oft so, was mit vermuteter Hochsensibilität zusammenhängt bei mir. In meinem Kopf purzeln die Gedanken durcheinander und Umweltreize kann ich schwer ausblenden.

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          • Hochsensibilität und ADS sind beides Konzepte mit Überschneidungen und manche sagen, Hochsensibilität sei nur eine Unterform von ADS. Das traurige ist, dass ich mich intensiv mit dem Hirnstoffwechsel bei ADS beschäftigt habe und jetzt, nach 5 Jahren, davon fast nichts mehr hängengeblieben ist. Ich glaube, wikipedia erklärt das besser als ich😀
            Ich weiß noch, dass es was mit Dopamin zu tun hat und das auch der Grund ist, warum unbehandelte ADHSler ein höheres Risiko haben zu Zigaretten und Kokain zu greifen, da das eine Art „Selbstmedikation“ darstellt, denn bei diesen Drogen werden ähnliche Bereiche stimuliert.

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            • LoMi sagt:

              Jipie, jetzt habe ich endlich eine wissenschaftliche Ausrede dafür, dass ich rauche(n muss!!!1111). ;-D

              “ Das traurige ist, dass ich mich intensiv mit dem Hirnstoffwechsel bei ADS beschäftigt habe und jetzt, nach 5 Jahren, davon fast nichts mehr hängengeblieben ist.“

              Ich kenne das Problem, dass man all die schönen gelernten und erarbeiteten Dinge wieder vergessen hat nach einiger Zeit. Ich habe da immer noch die Hoffnung, dass sie dafür schneller zu aktivieren sind, wenn man sich wiederholt damit beschäftigt.

              „Hochsensibilität und ADS sind beides Konzepte mit Überschneidungen und manche sagen, Hochsensibilität sei nur eine Unterform von ADS.“

              Das ist denkbar. Hochsensibilität ist jedenfalls verbunden mit der Schwierigkeit, Reize zu blocken oder die Assoziationsketten im Kopf zu stoppen und einzufangen. Konzentriert denken kann ich nur, wenn ich schreibe, also wenn ich es gewissermaßen mechanisch mache.

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            • DerShronkinator sagt:

              Kurz gesagt, gibt es einige Teile im Gehirn, die unter weniger Arousal, also Erregung stehen als andere. D.h. obwohl derjenige hellwach ist, sind andere Teile unterversorgt und schlafen eher ein. Um diese Bereiche aktiv zu halten, überkompensiert der Körper und derjenige wird insgesamt hyperaktiv. Entweder nur im Denken oder aber im Hanteln. Gibt man so jemandem nun eine Stimulantie, werden diese Teilbereich aus ihrem Dornröschenschlaf gefeuert und derjenige kann sich wieder konzentrieren. Es dabei vor allem um Bereiche im Striatum und Frontalbereich des Hirns. Deswegen nennt man AHDS auch eine striatofrontale Dysfunktion.

              Die Nebenwirkungen sind dann ein Teil dessen, was eben im Rest des Hirns passiert. In den USA ist bereits lange übglich, eine Stimulanz wie Ritalin oder Adderall zusammen mit einem Alpha2 Rezeptor Agonisten zu geben, beispielsweise Guanfacin. Damit senkt man die aufkommende Herzfrequenz, den Blutdruck und den Stress durch die Stimulantien. Man erzeugt eine Person, die neurotypisch denkt und handelt. Guanfacin ist in Deutschland nicht zugelassen, Amphetaminsalze wie Adderall kriegt ein Erwachsener nur auf eigene Kasse und einem sehr wohlwollenden Arzt in die Hände und WENN der Arzt einen Alpha 2 Rezeptor Agonisten geben kann, ist es Clonidin, dass direkt die zehnfache Nebenwirkungspalette mit sich bringt und daher in den USA dafür nicht zugelassen ist, nur im Notfall.

              Deutschland hängt da enorm hinterher, gerade bei Erwachsenen, bei denen sich die Dysfunktion nicht gibt. Das sind übrigens 60% der Leute. Sobald die 18 werden, streicht die Kasse die MIttel und sagt „F* dich, du bist jetzt Erwachsen und hast kein ADHS mehr.“

              Vor dem affordable care act hatte ich wenigstens noch etwas übers Versicherungssystem bei den Amis zu meckern, jetzt sind sie sogar noch günstiger versichert als wir. Son scheiss

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          • Rexi sagt:

            Das kenne ich nur zu gut:/

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          • Graublau sagt:

            Wolle Pelz ist laut eigenem Bekunden ebenfalls hypersensibel. Er hat auch die ADS-Überschneidungen bei den Symptomen erwähnt.

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        • „Ja, Ritalin ist aktivierend. Auf Gesunde wirkt es wie Speed“
          Um mich da mal einigermaßen offftopic reinzuschmuggeln: Das hat die Jugend auch schon gemerkt. Es gibt einen Markt für Methylphenidatzeugs – Verkäufer sind hyperaktive Jugendliche, die ihr verschreibungspflichtiges Medikament nicht komplett nach Anweisung des Arztes einnehmen, sondern an Nicht-ADHSler verscherbeln, die die Pillen einwerfen wie eben (s.o.) Ecstasy und Co.
          Mit diesem Wissen hausiere ich jetzt schon ne Weile bei Drogenberatern usw., die aber abwinken. Wohin also damit? Hier im blog hats wohl auch nichts zu suchen. Meh.

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          • Vielleicht solltest du dich vor dem nächstem Hausiren mal über die Unterschiede zwischen MDMA und Amphetaminen informieren, dann erzählst du denen vielleicht auch nicht mehr von Jugendlichen, die MPH wie Ecstacy benutzen und wirst eventuell sogar damit ernstgenommen…

            Abgesehen davon, sieh’s doch mal positiv: Immerhin schmeißen die Kiddies sich dann sauberes Ritalin aus kontrollierter Produktion rein anstatt gepanschtes Speed (oder sogar Meth) aus irgendeiner Hinterhofproduktion…😉

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            • DerShronkinator sagt:

              Gehen tut das, nur nicht besonders effizient. Beim Fressen fehlt der Kick, also muss es entweder gesnortet oder gespritzt werden. Weswegen die, die blöd genug dafür sind, bei der Drogenberatung auffallen werden. Ansonsten ist die Wirkung weit weniger stark, als eben die von bekannten Medikamenten und es fehlt der Kick. Genauso wie ein längerfristiges Abhängigkeitspotential.

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      • LoMi sagt:

        (Irgendwie spinnt wordpress heute…)

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    • Martin Domig sagt:

      Solche Kritik, die in die Richtung geht „die Kinder werden ja nur mit Drogen ruhig gestellt weil es der einfachere Weg ist“, kann ich auch nicht mehr hören ohne dabei innerlich an die Decke zu gehen.

      Ich habe mich mal etwas eingehender mit ADHS/Ritalin beschäftigt, und – vielleicht etwas Laienhaft – versucht mit dem Humbug aufzuräumen den es um diese Diagnose leider immer wieder gibt. Das Ergebnis gibts hier.

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  4. Rainer sagt:

    Als meine Tochter in der 1. Klasse Grundschule war wurde uns empfohlen, ihr Ritalin zu geben weil sonst der Übertritt ins Gymnasium (nach der 4. Klasse) gefährdet wäre. Als wir das strikt ablehnten war der alternative Ratschlag: „Lassen sie mit ihr einen Hochbegabungstest machen“.🙂
    Ich bin gegen Ritalin und für unangepasste Kinder.😉

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    • Wurde das denn vom Facharzt empfohlen, nach einer ausführlichen ADHS-Diagnostik?

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    • Franco sagt:

      Ritalin kann für die Kinder aber vieles vereinfachen. ADHSler werden nicht angepasster, wenn sie auf Ritalin sind. Sie können einfach die Assoziationen in eine richtige Prioritätenreihenfolge bringen. Es lässt sie leichter erkennen, ob etwas wirklich grad wichtig ist, oder eben nicht. Ein Studium mit ADHS ohne Ritalin ist die Hölle. Bei einem 8 Stunden-Tag hat man nur 2 gelernt. Dafür kann man zwei neue Zaubertricks und kennt Schillers Bürgschaft auswendig. Dann wird man nicht richtig ernst genommen, man ist nämlich nur Faul und Disziplinlos. Ich weiss nicht, was Deine Tochter dazu meint, wenn Sie das zweite Studium abgebrochen hat und erfährt, dass Sie ADHS hat und mit Ritalin das ganze ziemlich gut auf die Reihe gebracht hätte. Leider hat sich aber Papi dem Gedanken verweigert, dass das Töchterchen eine so komische „Krankheit“ haben könnte und sich dieser Möglichkeit verweigerte. Auch Hochbegabte können von Ritalin profitieren.

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    • DerShronkinator sagt:

      Durch Ritalin wird niemand angepasster, im Gegenteil. Dämpfung ist ein Zeichen für Überdosierung und dann sollte die Dosis reduziert werden.Kinder, die Ritalin nehmen, können zum ersten Mal ihre Gedanken ordnen, festhalten und werden dadurch ruhiger. Sie sind nicht weniger angepasst oder ruhig gestellt, denn sie nehmen EINE STIMULANZ. Die Idee, man könnte jemand mit Stimulantien ruhiger werden lassen, ist eben ein wenig absurd. Diese Wirkung ist eher ein Zeichen dafür, dass derjenige nicht so aktiv ist, weil das Kind das einfach so ist, sondern dass es durch die Störung kommt. Ein normales Kind auf Ritalin wäre so, als würdest du dem nen fünffachen Espresso klatschen.

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  5. susanna14 sagt:

    Es gibt unseriöse Kritik an der Vergabe von Ritalin, es gibt aber auch seriöse Kritik, und vor allem gibt es sehr seriöse Kritik an der Diagnosepraxis, das heißt, es gibt Menschen, die zwar grundsätzlich der Überzeugung sind, dass Ritalin der richtige Weg ist, wenn ein Kind wirklich ADHS hat, die aber kritisieren, dass die Krankheit überdiagnostiziert wird.

    Der Vergleich mit Diabetes ist meiner Meinung nach problematisch, da ADHS nicht durch Ritalinmangel verursacht wird und da die Ursachen von ADHS noch nicht gut genug erforscht sind – und da vor allem auch beim einzelnen Kind nicht unbedingt Ritalinmangel festgestellt wird.

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    • Ritalinmangel nicht, aber Störungen im Dopaminstoffwechsel, und hier greift Ritalin regulierend ein. Der Dopaminmangel wird also quasi synthetisch ausgeglichen, ähnlich wie bei Diabetes ein Insulinmangel behoben wird. Der Unterschied ist, dass man von ADHS nicht stirbt, von Diabetes uner Umständen schon. Aber hier ging es ja um den Vergleich von „Medikamente für Kranke an gesunden testen und überrascht sein, dass es denen schadet“

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      • susanna14 sagt:

        Bin dem Rat gefolgt, den du einer anderen Kommentierenden gegeben hast und habe bei Wikipedia nachgesehen.

        Davon sind insbesondere neuronale Regelkreise betroffen, die für die Regulation bzw. das Zusammenwirken von Motivation, Kognition, Emotion und Bewegungsverhalten verantwortlich sind. Da das Frontalhirn und das sogenannte Striatum (ein Teil der Basalganglien) in diesen Regelkreisen eine bedeutende Rolle spielen, spricht man auch von einer striatofrontalen Dysfunktion. Diese könnte erbliche, d.h. genetische oder pränatale (während der Schwangerschaft erworbene) Ursachen haben, als auch entwicklungsbedingte Faktoren einbeziehen. Mit bildgebenden Untersuchungsmethoden lässt sich bei etwa fünf Prozent der betroffenen Kindern eine Schädigung der Großhirnrinde nachweisen.[30] Eine unstrittige ADHS Diagnose allein anhand neurobiologischer und neurophysiologischer Kennwerte ist jedoch nach R. Tannock heute noch nicht möglich.[1] Es ist unbekannt, ob sich ohne erbliche Disposition denen einer ADHS vergleichbare neurologische Besonderheiten entwickeln können. Es gibt jedoch nicht ererbte Erkrankungen wie die europäische Schlafkrankheit, deren Symptome Überschneidungen mit denen einer ADHS aufweisen.

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        • Ja, das stimmt, es gibt noch kein einheitliches Muster anhand dessen man Abweichungen im Hirn ganz klar als ADHS identifizieren könnte (was auch daran liegt, dass das Hirn eben sehr komplex ist) – dennoch gibt es bestimmte Interventionen, wie z.B. Medikamente oder Neurofeedback, die direkt auf das Hirn einwirken und bei ca. 70% der ADHSler eine klare Verbesserung der Symptomatik bringen. Auch psychotherapeutische Intervetionen wie z.b. „Vorsatzbildung“ oder „Stopp-Intervention“ haben nachweisbare Effekte im EKG gezeigt.

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          • DerShronkinator sagt:

            Ritalin Therapie ist fast immer die Grundlage der Therapie. Wenn man sich Evidenzbasis ansieht, also die vernünftigen Studien und Reviews mit guten Designs, zeigt Therapie vor allen Dingen eine gute Bewertung der Eltern, aber bei persistenter ADHS ist sie als Monotherapie komplett ineffizient. Ohne Stimulantien sind auch Neurofeedback und kognitive Verhaltenstherapie weitgehend effektlos. Und DAS ist denke ich das Interessante. Es wird versucht zu verzichten auf Dinge, die toll sind und sofort wirken, innerhalb von 10 minuten, zugunsten von Therapien die langwierig sind, teuer und nur ein Drittel der Verbesserungen zeigen,

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  6. Ger KS sagt:

    Wer selbst ein Kind hat, das ADHS in Reinform hat und dies durch genaue klinische Test abgesichert wurde, der kann nur bedingt lachen. ADHS ist eine schwere Störung und für eine Zeitlang brachte Ritalin/Concerta ein echtes Aufathmen. Dann irgendwan entschied er sich dies nicht mehr zu wollen, zu brauchen und hörte auf damit.
    Das Ritalin von Lehrer/-innen gerne stark empfohlen wurde/wird für die „zappelingen Buben“ (die aber in Wahrheit nur eine Bewegungdrang haben, den sie nicht ausleben können) ist Tatsache und ein Skandal der auch noch dringend der Aufklährung bedarf. Was derzeit in Schulen abgeht ist nur noch traurig.

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    • DerShronkinator sagt:

      Das mit dem Bewegungsdrang ist ein Mythos, lies dich ein. Es gibt ADHS genauso auf Bauernhöfen, dort fällt es nur eben weniger auf.

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  7. tom174 sagt:

    Ich dachte immer, Ritalin würde bei Erwachsenen Hirndopend wirken.. Ritalinmissbrauch soll angeblich sehr verbreitet sein. Wieso wurde der schlecht?

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    • Jeder reagiert unterschiedlich. Vielleicht hat sie sich das auch nur eingeredet oder inszeniert um den Bericht reißerischer zu machen. Für Gesunde müsste Ritalin ähnlich wie Kokain/Speed wirken, also so eine Art hyperfokussierung bewirken und evtl. auch sehr anregend sein. Müsste ich mich nochmal einlesen. Klar ist, dass der ganze Test idiotisch ist. Es sei denn man hätte auf das Problem unter Studenten hinweisen wollen, die angeblich teilweise vor Prüfungen o.ä. illegal Ritalin besorgen.

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      • tom174 sagt:

        mal ganz unabhängig vom ritalin.. ich glaube, gehirn doping könnte durchaus einer der neuen trends werden. da wird wohl auch ordentlich geforscht gerade..

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        • gabs da nicht neulich so nen film drüber? superdroge, die superschlau macht?

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          • Martin sagt:

            Ah, das ist die, wo ich als Kind in den Kessel gefallen bin…😉

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          • tom174 sagt:

            nicht gesehen… ich hab vor 2 jahren mal so einen zukunftsforscher drüber erzählen gehört..

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          • Rexi sagt:

            Limitless mit Bradley Cooper.

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          • Ger KS sagt:

            Das hat eine Lehrerin meinen Sohn sogar vorgeworfen. Er sei gedopt und das sei es unfair gegenüber den anderen Schülern, deswegen dürfe er bei ihr in der Klasse das Medikament nicht mehr nehmen. Meine Frau (ist Medizinerin) ist fast ausgerastet. Sie hat ihr dann mit mühsamst unterdrückten Zorn erklärt, das Ritalin bei ihm nur dafür sorgt, dass er sich gleich gut konzentrieren kann, wie die anderen. Und als wir heimgingen, sagte sie immer wieder was für ein „blödes Weib“ und für eine „dumme Kuh“ diese Person sei. Ich verstand sie. Diese Frau war wirklich völlig emphatielos gegenüber ADHS.

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            • Solche Ignoranz macht mich sprachlos. Beeindruckend, dass deine Frau dazu noch was sinnvolles sagen konnte.

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            • Martin sagt:

              Tjo…. gibt’s eigentlich Untersuchungen über die Pathologie des Gleichheitswahns? Ist echt eine Massenerkrankung hierzulande. „unfair gegenüber den anderen Schülern“, weia.

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            • DerShronkinator sagt:

              Eine solche Lehrerin ist HART in ihre Schranken zu verweisen. Eine Diagnostik und medizinische Aussage vom Lehrpersonal ist so dermaßen daneben und nebenbei illegal, dass die Lehrerin sehr schnell lernen muss, wo ihre Kompetenzen leigen und wo sie sich strafbar macht.

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        • LoMi sagt:

          Ich wünschte mir manchmal die Möglichkeit eines solchen Dopings.

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          • Ger KS sagt:

            Du wünscht dir nicht wirklich, eine Störung der Konzentrationsfähigkeit zu haben um dann mittels eines Medikaments wieder den Normalzustands zu erreichen, oder?

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            • LoMi sagt:

              Nein, das wünsche ich mir nicht. Freilich komme ich mir manchmal schon recht konzentrationsgestört vor und genau daher rührt mein Doping-Wunsch.

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      • freiwiehonig sagt:

        Diese Neuroenhancement-Schiene wird uns in den kommenden Jahren vmtl noch ganz schön Kopfzerbrechen bereiten…Zum einen kenne ich keinen Neuroenhancer (und auch kein Dopingmittel für den Körper?) das Vorteile ohne „Risiken und Nebenwirkungen“ bietet und sei es „nur“ dass man abhängig wird. Oder die Frage der Verteilungsgerechtigkeit, wenn man das mal im größeren Rahmen sehen wollte: Für die Menschheit an sich wären schlauere und konzentriertere Menschen sicherlich ganz nett aber dass im wissenschaftlichen Betrieb dann quasi ein Zwang zum Enhancement eingeführt würde (Stichwort akademischer Wettbewerb und Drittmittel) bleibt außen vor. Oder dass Hirndopingmittel den ganz normalen Marktgegebenheiten unterliegen werden; damit auch reichere Menschen können sich diese Mittel früher und in größerem Umfang leisten (nicht genug, dass die (oder wir, so weltweit gesehen) tendenziell den besseren Zugang zu Bildung haben, besser ernährt sind etc.)
        Aber spannend ist es schon. Und wer weiß, vielleicht ändert sich ja bis wir sinnvolle Neuroenhancer haben, auch die Einstellung zum physischen Doping, gibt ja jetzt schon die Meinung, dass ein Dopingverbot – weil nicht durchsetzbar – der Fairness nicht hilft (mal abgesehen davon, dass es auch irgendwie unfair ist, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen zur Welt kommen und dann noch ganz unterschiedlich gefördert werden, wie kann man da jemandem das Dopen verbieten, der ansonsten quasi benachteiligt war?). Oder Menschen, die finden, dass das durch Technologie unterstütze erweitern der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten ein ziemlich typisch menschliche Handlungsweise ist und Doping/Neuroenhancement da nur eine weitere Möglichkeit bietet.

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        • tom174 sagt:

          jup. das wird die Ethik vor ziemliche herausforderungen stellen. ich bin gespannt….

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        • DerShronkinator sagt:

          Du solltest besser nachforschen. Die meisten kognitiven Enhancer die genommen werden, sind zwar weit weniger wirksam als das, was in Filmen gezeigt wird, haben aber ein so geringes Nebenwirkungspotential, dass ich dieses „Langzeitfolgen“ und „“Abhängig“ nicht mehr hören kann. Modafinil, Piracetam, Aniracetam, Vinpocetin, DMAE etc. sind alle so dermaßen gut vertragen, dass es schon fast lachhaft ist, über „Risiken und Nebenwirkungen zu sprechen.

          Bei Ritalin würde ich dir eher zustimmen, das ist aber auch kein kognitiver Enhancer, sondern eine Stimulanz. Ganz andere Stoffklasse.

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  8. susanna14 sagt:

    Ich kommentiere noch einmal, weil ich vergessen habe, das Kästchen für die Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren anzuklicken.

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  9. Biene sagt:

    kleine Anmerkung zu ADHS: mittlerweile sind einige Gene identifiziert, bei denen bestimmte Mutationen bei ADHSlern sehr häufig vorkommen. Sind übrigens alles Kanalproteine zwischen den Nervenzellen.
    Man könnte vermutlich auf der Grundlage Gentests entwickeln, aber das ist sehr teuer…

    Ansonsten zu Ritalin: naja, ich habe es schon aus Versehen überdosiert (brauche zu bestimmten Zeiten im Zyklus andere Dosen) – das ist keine nette Erfahrung… wie, wenn man zuviel Kaffee getrunken hat – also Herzrasen, Zittern, Schwindel… In der richtigen Dosis ist es aber zum Lernen und arbeiten eine echte Erleichterung, weil einem die Gedanken nicht sonst wohin abhauen und man sich ständig dabei erwischt, dass man der Katze beim Putzen zusieht, über das Abendessen nachdenkt oder sich überlegt, wohin man als nächste einmal reisen könnte.

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    • Ich finde, es klingt so als seis recht vergleichbar mit meinen Schilddrüsenmedis. Ich bin einmal in eine Überfunktion gerutscht und es war die Hölle. Würde ein Gesunder meine Pillen nehmen, wäre das absolut lebensgefährlich. Genauso schädlich ist es allerdings, mit Unterfunktion rumzulaufen. Aber wie idiotisch wäre es jetzt, wenn man einem Gesunden meine Medis gäbe und daraus dann folgert, dass sie schädlich sind? Als ob Medikamente ein Spielzeug wären…

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      • Ger KS sagt:

        Ja so ist es genau korrekt. Leider wurde Ritalin tatsächlich in vielen Schulen von den LehrerInnen als Allheilmittel gegen die „herumzappelnden Buben“ gesehen. Ich vermute sogar, dass in vielen Schulen diese Tendenz die unruhigen Kinder ruhig stellen zu wollen, noch verbreitet ist.

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      • Biene sagt:

        Sind sie nicht und die Nebenwirungen sind nicht so schön… ich baue MPH sehr schnell ab… also, wenn es heißt wirkt 3 – 4 Stunden kann ich etwa mit 2 rechnen, oder wenn ich Glück habe 2 einhalb… Wenn ich ein wenig zu hoch dosiert habe (also nicht so weit, dass man in das Herzrasen und zittern kommt, aber dennoch so, dass man die Leistung dann zu stark ankurbelt) und dann nicht rechtzeitig nachlege, komme ich in eine Phase in der sich so müde bin, dass ich nicht einmal freiwillig Auto fahren würde, weil Konzentration gar nicht geht. Nach ner Stunde ist das aber wieder weg und ich bin in meinem normalen und verplanten Zustand… Daher nutze ich MPH auch nur sehr selten – Alltag geht im Allgemeinen ganz gut, wenn mir jemand hilft, mich beim Aufräumen strukturiert zu halten (klingt total Lebensunfähig *drop*) oder wenn ich mit anderen unterwegs bin mich einfach festhält, wenn ich mal wieder bei Rot über die Ampel laufen will, weil ich die Ampel gar nicht wahrgenommen habe.

        Wobei ich vieles auch mit anderen Reizen ausgleichen kann… aber ich kann mich in einer Klausur halt auch nicht hinsetzen, meinen mp3 Player auspacken und lautstark Metalcore hören xD. Oder ich mache beim Autofahren, wenn ich merke (haha, aber nach 2 Jahren VT bin ich da mittlerweile ganz gut drin) dass meine Konzentration zu niedrig ist, Lieder raten… Keine Ahnung, wieso es funktioniert, aber wenn ich einen Teil meines Gehirns damit beschäftige, sich zu fragen, welches der über 1 000 Lieder auf meinem Stick gerade im Auto läuft (Random Funktion sei Dank!), schweife ich nicht so weit ab, dass ich große Fahrfehler mache.
        Beim Lernen kann ich mir behelfen, indem ich jemandem am Telefon habe und dem erkläre, was ich gerade tue… Selbst wenn die Person keinen Plan davon hat. Einfach, weil ich dabei schlechter abschweifen kann in Gedanken.

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      • Graublau sagt:

        Schilddrüsenunterfunktion? Funny van Dannen!

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  10. Lars sagt:

    Habe die Pointe eine Meile im Voraus kommen sehen. Ich schätze mal, das ist ein bisschen Berufskrankheit…

    …hrhr, „Kommen sehen“

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    • Kaum wurde der Herr auf einem T-Shirt verewigt, hält er sich für den Comickritiker😛

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      • Robin Urban sagt:

        Bei dem Stichwort kommt’s mir doch – warum nicht nen Shirtshop mit deinen Comics?😀

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        • Ich bin sicher, das Interesse daran wäre.. äh… überwältigend^^

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        • obwohls n lustiges feature wäre, wenn man sich für x euro nen beliebiges comic aufs shirt drucken könnte.

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          • Robin Urban sagt:

            Mit Sicherheit. Ich sag ja nicht, dass du dich dadurch zur Ruhe setzen kannst, aber es gibt sicher ein paar Interessierte😉 (würde sich gut in meiner Shirtsammlung machen!)

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            • Und irgendwann, in 20 Jahren dann der magische Moment, wenn ich jemandem auf der Straße begegne und er trägt mein shirt…. *der traum vom ruhm*

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              • LoMi sagt:

                Ich würde mir glatt eins kaufen.

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              • Robin Urban sagt:

                Warum nicht. Denk mal drüber nach😉

                Würde allerdings eine Vorauswahl zur Verfügung stellen, eine Auswahl deiner besten Comics, bzw. alles nach Kategorien ordnen… und sobald das läuft, nen Button unter jedes Comic mit „Dieses Comic als Shirt bestellen“🙂

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                • Die Idee ist richtig cool, allerdings müsste ich vermutlich jedes Comic neu machen, ich bezweifle, dass meine kleinen Paintbildchen sich gut auf Shirtgröße vergrößern lassen.
                  Wenn ich 1000 fb follower hab, überleg ich mir das😀
                  (Das Mastershirt wäre dann die letzten beiden Panels… zwei Männchen, die sich anschweigen^^)

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                  • LoMi sagt:

                    Vorne schweigen die beiden. Auf der Rückseite reden sie.

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                  • Robin Urban sagt:

                    Zwei Männchen, die sich anschweigen… und darunter „www.erzaehlmirnix.com“.

                    Sorry, aber das wär ja wohl der absolute Hammer.

                    (eine eigene Domain kostet bei WordPress nur 18 oder 19 Dollar im Jahr! :D)

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                    • Graublau sagt:

                      Also, das würde ich mir kaufen. Ohne Kontext wirkt es wie moderne Kunst oder irgendein Indie-Popkulturzeug. Da kann man dann allen eine lange Nase drehen, die’s nicht verstehen, und die wenigen Kenner werden einem auf der Straße zunicken!🙂

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                  • tom174 sagt:

                    http://www.spreadshirt.de/start-verkaufen-C5780 das recht einfach. und deine comics lassen sich bestimmt auch einfach drucken…

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                    • Die wollen ein Impressum:/

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                    • jck5000 sagt:

                      Ohne Impressum ist das aber verdammt schwer, dich zu stalken😦

                      Aber zum Thema: Hast du keine Oma? Die heißt anders, wohnt (hoffentlich) woanders und freut sich sicher total, endlich mal wieder eine Steuererklärung abgeben zu müssen, vor allem wegen 1,50 Euro pro Shirt… finanziell ist das also ein recht unpraktisches Projekt.

                      Bzgl. der Druckqualität wär’s ja nun total praktisch, wenn einer Deiner Leser irgendwie Ahnung von Photoshop hätte. Der würde dann wissen, dass deine Paint-PNG’s halt Rastergrafiken sind, die sich nur mies skalieren lassen, aber sowieso so grob sind, dass das tendenziell Wurst ist. Bei der Schrift isses halt doof… das sieht dann etwa so aus, und auf meinem Laserdrucker wirkt’s unscharf.

                      http://250kb.de/48RXrSl

                      Insofern wäre mein Vorschlag, man macht die von Robin vorgeschlagene Standardgrafik mit einem vektorbasierten Grafikprogramm und, nachdem man damit eh kein nennenswertes Geld verdient, verschenkt man sie, dann kann sich das jeder selber machen. Dafür muss man natürlich mit vektorbasierten Grafikprogrammen umgehen können, und das kann ich auch nicht. Ich kann aber Powerpoint:

                      http://250kb.de/YvBHFB8

                      Manchmal hab ich das Gefühl, ich hab zu viel Zeit…

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                    • Erik Freeman sagt:

                      Hmmmm. Tragbare Maskuscheiße? Will ich haben!!!🙂

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  11. Andreas sagt:

    Bez. Ritalin muss das schon genau angeschaut werden und es ist nicht in jeder Situation und bei jedem Kind zu empfehlen. Darum muss eine Ärztliche Vorabklärung machen was zwingend erforderlich ist. Jedoch komplet verneinen, sorry, dass ist definitiv der falsche weg. So wie oben kann nur jemand schreiben der kein Kind hatte welches ADSH hat. Ich habe es selber erlebt und ich habe auch die Belastung in der Familie erlebt welches ausgelöst wurde durch ein Kind mit ADSH. Darum der Komik oben sorry ist vollkommen daneben. Man kann nicht hier entweder mit gut oder schlecht beantworten. In der Medizin gibt es viele sehr giftige stoffe die jedoch heilend wirken in sehr geringen Mengen. Da werden z.B. Schlangengifte etc. verwendet. Wird z.B. auch eingesetzt bei der Botox Behandlung welches ich definitiv als sehr Fragwürdig ansehe. Dies jedoch mehr darum weil ich es Krank finde wenn menschen nicht zu seinem alter stehen können. Falten gehören zum alter wo ist das Problem? Aber wir sind hier bei einem anderen Thema. Auch bei Ritalin kommts auf die Menge an welches in sehr geringen dosen eingesetzt wird. Wir essen jeden Tag mit der Mahlzeit Salz welches in dieser Menge gesund ist. Iss davon mal einen Esslöffel und ich garantiere dir dass es dir nicht mehr lange gut geht. Das selbe mit Muskatnuss. Ein sehr gutes Gewürz aus meiner Sicht aber isst du eine ganze Muskatnuss dann wird es dir auch nicht mehr so gut gehen. So ist das auch mit Ritalin. Ritalin oder auch Concerta wird in sehr geringen Mengen eingesetzt und es wirkt dass das Kind Konzentrierter ist. Das funktioniert aber nur bei Kindern die ADHS haben und nicht bei Personen welche diese Krankheit nicht haben. Vor allem wirkst dieser Stoff über die Zeit der Schule hinaus und schwächt sich nachher wieder auf null herunter. Genau so ist es dann dem Kind auch möglich dem Schulstoff zu folgen. Es gibt allerdings Kinder die haben zu starke Nebenwirkungen und dort sollte man dies auf keinen Fall weiterbetreiben. Da geht es dann auch um das Verantwortungsbewustsein der Eltern dies sicher zu entscheiden dass dies dann nicht mehr eingesetzt wird. Aber ich kann euch Sagen: Für viele Kinder war Ritalin auch ein Segen. Wie gesagt, ich habe ein solches Kind. Es ist einfach wichtig dass das immer wieder Ärztlich Kontrolliert wird. Ohne Arzt Ritalin oder Concerta einfach einzunehmen ist ein NoGo denn es muss für jedes Kind einzeln abgemessen werden.
    So, nun bitte schreibt nicht einfach Schwarz oder Weiss in diesem bereich sondern denkt darüber mehr relativ.
    Gruss
    Andreas

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  12. Ha! Ich lese Dich schon so lange! Den habe ich ab Panel 2 kommen sehen ;D
    Dennoch super.

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  13. Irgendwie war mir schon beim zweiten Panel klar, worauf das hinausläuft, weil ich mich schon beim ersten Panel über die Blödheit solcher RTL-Selbstversuche (die es ja leider wirklich gibt) aufgeregt habe…😉

    Insgesamt ist das aber auch ein Thema, zu dem nur sehr selten mal jemand etwas sinnvolles von sich gibt:

    Die Behauptung, Ritalin sei totaler Mist und das könne man den Kindern nicht geben, ist natürlich total bescheuert, aber dafür vertritt die Gegenseite meistens genauso radikal die These, dass Ritalin das alleinige Heilmittel für AD(H)S ist (natürlich nur bei Kindern, aber dazu gleich).
    Wenn man diese Menschen dann darauf hinweist, dass MPH sich nur minimal von Amphetaminen unterscheidet und prinzipiell auch kaum ungefährlicher ist (lest euch mal den Beipackzettel von Ritalin durch, ist online ganz leicht zu finden), kommt dann meistens sowas wie „Ne, das kann nicht sein, das würde man doch dann keinen Kindern geben!“.

    Noch viel abstruser wird es dann aber, wenn es um Erwachsene mit AD(H)S geht:
    Plötzlich vertreten nämlich sogar Ärzte die These, dass Ritalin doch keine Lösung ist und man es doch lieber mit Verhaltenstherapie probieren soll. Gerne wird dabei auch noch die Gefahr des Drogenmissbrauchs mit ins Spiel gebracht, wobei dann natürlich komplett außer Acht gelassen wird, dass diese Gefahr bei ADS’lern eigentlich schon allein aufgrund des ADS gegeben ist, denn schließlich wirkt sich quasi jede uns bekannte Droge in irgendeiner Form auf den Dopaminhaushalt aus und lindert so mehr oder weniger gut die ADS-Symptomatik.
    Plötzlich ist es dann auch relevant, dass MPH nur mit BTM-Rezept abgegeben werden kann, was absurderweise auf deutlich gefährlichere Mittel wie zum Beispiel Benzos wiederrum nicht zutrifft. (Lorazepam bzw. „Tavor“ wird bei Erwachsenen genauso sorglos verschrieben, wie bei Kindern Ritalin.)

    Ich spreche hier übrigens aus Erfahrung:

    Als ich mit Mitte 20 das erste Mal die Vermutung hatte, AD(H)S zu haben, habe ich einen Test gemacht, der zu dem Ergebnis kam, dass ich „eine leichte Form von ADHS habe“, aber von Medikamenten hielt der Arzt nichts.

    Nun wusste ich also, dass ich ADS habe (obwohl ich von der „leichten Form“ nicht ganz überzeugt war), aber besser ging es mir dadurch natürlich noch kein bisschen.
    Also bin ich als Nächstes zu einem Psychiater gegangen, der einem Bekannten von mir, der diese Diagnose bereits hatte, sein Ritalin verschrieben hat.
    Während des Gesprächs kam dann natürlich auch die berühmte Frage, ob ich denn schon mal irgendwelche Drogen genommen hätte, was ich direkt mit „Amphetamine habe ich nie ausprobiert“ verneinte und am Ende des Gesprächs wurde mir dann erklärt, dass es sich ja auch statt um ADS um eine bipolare Störung mit Rapid Cycling handeln könne (was sich bei späterer Recherche als absoluter Blödsinn herausstellte) und der Arzt mir deswegen nur ein „amphetaminähnliches Antridepressivum“ anbieten könne (was sich später als Neuroleptikum herausstellte).

    Es folgte ein weiterer Versuch mit einem weiteren Arzt. (Warum der erste Kandidat mein Vertrauen verloren hatte, brauche ich wohl kaum erwähnen.)
    Diesmal bereitete ich mich besser vor, indem ich mir auf dem Schwarzmarkt ein wenig Speed (also Amphetamine) für den einmaligen Selbstversuch besorgte und so konnte ich dem nächsten Psychiater berichten, dass dieses auf mich äußerst beruhigend gewirkt hatte und für die Wirkdauer dieses ständige Gefühl von „Getriebensein“ endlich einmal weg war.
    Der nächste Arzt meinte dann auch einfach nur, wir könnten es ja mal mit Ritalin probieren und verschrieb mir erstmal eine kleine Packung, nachdem ich Erfolge berichten konnte, wurde es eine größere.
    Hierbei kurz ein Wort zur ADS-Diagnostik: Auch wenn dies in der klassischen Diagnostik nicht getan wird, scheint der Selbstversuch mit Ritalin (oder notfalls Amphetaminen, wenn sich kein Arzt findet, der den Selbstversuch unterstützen möchte) die effektivste Methode zu sein, um herauszufinden, ob man AD(H)S hat. Der Unterschied, ob einen die Droge aufputscht oder beruhigt, ist nämlich sehr leicht erkennbar…

    Leider war (und ist) für mich damit die Odysse noch nicht erledigt:

    Nach einer Weile mit Ritalin stellte ich fest, dass manche Symptome fast verschwunden waren (von den Rebound-Phasen mal abgesehen), aber andere komplett unverändert blieben und dadurch viel klarer erkennbar waren.
    Für mich bedeutete das, dass ich offenbar ADS habe und leider aber auch noch andere psychische Probleme.

    Ich probierte es also wieder mit Psychotherapie und landete irgendwann bei einer BPS-Diagnose („emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ“).
    Damit fing das Drama wieder von vorne an:
    Plötzlich wurde das bereits diagnostizierte ADS in Frage gestellt, denn angeblich seien die ADS-Symptome ja auch durch die Borderline-Störung erklärbar und Ritalin könne man einem Borderliner ja sowieso nicht geben, da wir ja generell sehr suchtgefährdet seien.
    Dass die ADS-Diagnose bereits professionell gestellt worden war und auch ein Therapieerfolg mit MPH bereits belegt war, wurde dabei gekonnt übergangen.

    In späteren Therapieversuchen lief es dann meistens immerhin darauf hinaus, dass die behandelnden Ärzte/Therapeuten die (bereits gesicherte!) ADS-Diagnose nicht komplett ausgeschlossen haben, sie aber weder bestätigen, noch behandeln wollten.

    Immer wieder einmal kam auch der beliebte Klassiker: „Sie brauchen kein Ritalin, denn sie können sich doch sehr gut konzentrieren!“.

    Gemeint dabei waren in meinem konkreten Fall der Therapiesitzungen, an denen ich immer höchstes Interesse hatte, was auf den ersten Blick sogar Sinn ergeben kann, aber eigentlich nur für einen Laien, denn den Fachleuten sollte doch eigentlich bekannt sein, dass es bei ADS dieses Phänomen der „Hyperkonzentration“ gibt, bei dem sich die Betroffenen auf Dinge, die sie interessieren nicht nur gut konzentrieren können, sondern mitunter sogar stundenlang komplett darin versinken und absolut nichts anderes mehr mitkriegen.

    Der aktuelle Stand sieht bei mir insofern so aus, dass ich noch immer in Behandlung bin, in Bezug auf meine Persönlichkeitsstörung sehr langsam vorankomme (schneller Fortschritte sind dabei aber auch eher selten) und zwei Sorten Medikamente nehme, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie zusammen genommen nicht sogar weniger effektiv sind als Ritalin alleine und wovon eines mich müde und etwas langsam im Kopf macht.
    Meinen Traum, mich durch eine Kombination von Ritalin und einem Antidepressivum nicht dauerhaft total beschissen zu fühlen (und natürlich zusätzlich auch weiterhin mit Psychotherapie an mir selbst zu arbeiten), habe ich inzwischen so ziemlich aufgegeben.
    Ich bin immer noch der Meinung, dass dieser Ansatz der sinnvollste wäre, da ich mir ziemlich sicher bin, dass mir damit viel schneller und effektiver geholfen würde, aber da die Fachleute ja scheinbar einhellig der Meinung sind, dass diese Überzeugung nur mein Wunsch danach ist, mir Drogen reinfahren zu dürfen, behalte ich ihn zur Zeit für mich und gebe mich mit dem besten zufrieden, was ich realistischerweise an Behandlung kriegen kann…

    Erwähnte ich übrigens schon, dass mir bei meinem letzten Klinikaufenthalt fälschlicherweise (= sowohl von meinem Psychiater als auch von der Suchtberatung für Blödsinn erklärt) eine Drogensucht diagnostiziert wurde? Das war ein Spaß! Nach 3 Wochen durfte ich wieder heimfahren, weil meine Krankenversicherung die Behandlung meiner eigentlich gar nicht existenten Drogensucht nicht bezahlen wollte. Ironischerweise war der Klinikaufenthalt (abgesehen von den kindergerechten Einheiten über alles, was ich schon als Kind über Drogensucht wusste) wirklich hilfreich, danach ging es mir sogar für eine Weile besser…

    PS: Sorry, dass ich hier etwas abgedriftet bin. Ich könnte das jetzt einfach auf mein ADS schieben, aber es hat wohl mindestens genauso viel zu tun, dass diese Dinge für mich viel zu eng verzahnt sind, um eine Geschichte nur über meine ADS zu erzählen, ohne dass dabei immer wieder der Zusammenhang fehlt (zumindest aus meiner Sicht).

    PPS: Und wieder einmal habe ich einen seitenlangen Text in einer Kommentarsektion geschrieben, während mein Blog verkümmert. Ob auch hier ein Zusammenhang zu meiner ADS besteht?^^
    Ich werde das jedenfalls einfach mal dorthin kopieren und freue mich sehr, falls jemand Lust hat, mir auch dort einen Kommentar zu schreiben, das wäre dann Nummer 5, wenn ich richtig gezählt habe…😉

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