Antipsychiatrie Teil II

Veröffentlicht: März 25, 2014 in Comics, Psychozeug
Schlagwörter:, , , ,

zwangsps

Kommentare
  1. eris2cats sagt:

    Fairerweise.. http://www.taz.de/!64248/😉

    Gefällt mir

  2. netreaper sagt:

    Ich will gar nicht wissen wie viele 10.000 Menschen alleine in Deutschland dahingerafft worden wären, wenn es Psychiatrie/Psychotherapie nicht geben würden.

    Gefällt mir

  3. Aurelie sagt:

    Herrlich!

    Man darf auch nicht vergessen, dass deutsche Psychiatrien immer total leer sind und sich die unzähligen Ärzte und Pfleger immer darüber freuen, ENDLICH Arbeit zu bekommen. Was gibt es schöneres als einen Patienten, der sich nicht krank fühlt bzw. entlassen werden möchte und den man trotzdem mehrere Monate in der Psychiatrie behält? Schließlich steht niemand auf der Warteliste! Der bürokratische Aufwand, um Zwangsmediaktionen zu verabreichen ist ja ein Klacks. Das weiß jeder aus dem eigenen Bekanntenkreis.
    Die Krankenkassen freuen sich ebenfalls über die stationäre Behandlung von Fällen, die nur einer ambulanten Betreuung bedürft hätten.

    Gefällt mir

    • honeyinheaven sagt:

      Mit Verlaub, aber hier werden doch zwei Dinge durcheinander geworfen. Niemand redet gegen die freiwillige Entscheidung, in eine Klinik zu gehen. Bei Einweisung geht es aber auch um die Zwangseinweisung, und dort gibt es meines Wissens wohl kaum eine Warteliste.

      Die Wartelisten, die du ansprichst, gelten wohl eher für spezielle Kliniken, wie beispielsweise Trauma-Therapie-Zentren, die in der Tat völlig überlaufen sind und wo die Wartezeiten sehr lang sind.

      Gefällt mir

      • Auch Psychiatrien haben Wartelisten. Leute lassen sich selbst auch freiwillig in eine geschlossene Abteilung einweisen und wenn es so dringend ist, dann muss die Psychiatrie sie natürlich aufnehmen. Aber jede unfreiwillige Zwangseinweisung kostet Betten, die gerne von freiwilligen, zumeist deutlich kooperativeren und angenehmeren Patienten genommen würden, die zudem mit weit weniger Bürkoratie und meist auch zu den üblichen Arbeitszeiten kommen.

        Kurz, Psychiatrien legen auch nicht grade gesteigerten Wert darauf Zwangseinweisungen bereuen zu „dürfen“

        Gefällt mir

        • honeyinheaven sagt:

          Ja, keine Frage. Psychiatrien haben Warte-Listen. Aber eben nicht die geschlossene Abteilung, weil Zwang ja immer unmittelbar geschehen muss.

          Ansonsten hast du sicher Recht. Ich finde eben, es ist wichtig, dass man durchaus das System der Zwangsausübung kritisieren darf, ohne deshalb als Hinterwäldler zu gelten, der gegen Psychotherapie an sich ist. Aber auch klar – eine Änderung dieser merkwürdigen Gesetze kann nur vom Gesetzgeber kommen.

          Gefällt mir

          • Wie gesagt, auch in die geschlossene Abteilung lassen sich Menschen FREIWILLIG überweisen. Wenn sie erkennen, dass sie grade extrem suizidal sind und Angst haben, sie könnten Suizid begehen sind sie dankbar über die Möglichkeit der extremen Überwachung.

            Gefällt mir

            • materialfehler sagt:

              Was anderes: Magst du mal einen Comic machen über den Selbstläufer bei Mehrbettzimmern? Wer schneidet tiefer, wer nimmt weniger zu, etc.? Hab das aus der Beobachterperspektive sehr irritierend und kontraproduktiv gefunden, die Mehrbettzimmer, aber ich kenn mich ja nicht aus.

              Gefällt mir

              • Ich habe nur in Rehaeinrichtungen gearbeitet mit Einzelzimmern und ambulant, daher habe ich von Mehrbettgeschichten wenig mitgekriegt. Ich nehm aber gerne Gastbeiträge oder konkrete Ideen!🙂

                Gefällt mir

                • materialfehler sagt:

                  Kann dir keine konkrete idee sagen, nur dass ich mal als außenstehende beobachten durfte, wie sechs selbstverletzerinnen zusammen in ein zimmer kamen und dann unter ihnen ein wettbewerb ausbrach und als ich sie drauf angesprochen hab, sie schulterzuckend gemeint haben, die essgestörten im nachbarzimmer hätten da auch sowas am laufen. Zynismus in der jugendpsychiatrie. Sachen gibts.

                  Gefällt mir

                  • materialfehler sagt:

                    Oder ist es die rebellion gegen die äh zwangseinweisung? ^^ trotzdem hab ich da schon auch an goffmans asylums denken müssen😛 letztendlich hats der freundin aber gut geholfen, blöd war nur die zeit danach, weil sommerferien waren und sie in ein loch der unstrukturiertheit gefallen ist, aber ihre eltern haben ihr psycho-nachbetreuung gezahlt, die waren ziemlich super und unterstützend. Ich glaub daher, dass oft nicht die totalität der psychiatrie das problem ist, sondern die meist aus finanziellen oder anderen gründen fehlende nachbetreuung. Und dass dann die leute sagen, boah, das war ja voll umsonst und so schlimm, die scheiß psychiatrie. Meinst du auch?

                    Gefällt mir

              • jck5000 sagt:

                „Selbstläufer bei Mehrbettzimmern? Wer schneidet tiefer, wer nimmt weniger zu, etc.?“

                Nachdem heute Wiederholungstag ist: Pentobarbital soll auch da langfristig helfen.

                Gefällt mir

            • Sebastian sagt:

              Ja ich war z.B. so ein Fall, ich war und bin auch immer noch für die Aufnahme dankbar, so ist es nicht.

              Trotzdem kann man das System Psychatrie kritisieren.

              Wenn man den Leuten dort Ectasy geben würde dann sähe es da anders aus aber so sind die Leute schon pflegeleich, springen nicht herum usw.

              Und sehr viele sind nicht freiwillig dort und wollen raus aber so sind sie nicht mehr gesellschaftsfähig.

              Gefällt mir

        • Kolbenjaeger sagt:

          Klingt nach genau der Einstellung, die zu Misshandlungen führt. Es sind ja die störenden Patienten, auf die man gar keinen Bock hat und die den „angenehmen“ die Plätze wegnehmen.

          Gefällt mir

          • Entschuldige, dass ich realistisch bin und sage, dass Menschen lieber mit Menschen arbeiten, die freundlich und kooperativ sind als mit Menschen, die gezwungen werden etwas zu tun und ggf. aggressiv und gewalttätig sind.

            Gefällt mir

            • Kolbenjaeger sagt:

              Ich stimme doch ausdrücklich zu. Es würde quasi die Situation beider Seiten verbessern, wenn es weniger unangebrachten Zwang gäbe.

              Gefällt mir

            • jck5000 sagt:

              @EMN: „Entschuldige, dass ich realistisch bin und sage, dass Menschen lieber mit Menschen arbeiten, die freundlich und kooperativ sind als mit Menschen, die gezwungen werden etwas zu tun und ggf. aggressiv und gewalttätig sind.“

              Das kann ich zwar grundsätzlich nachvollziehen, kritisiere (auch wenn es sich wiederholt) aber nochmal: Ist es denn eine gute Idee, in der geschlossenen Psychiatrie zu arbeiten, wenn man mit Leuten arbeiten will, die „freundlich und kooperativ“ sind? Meine Vermutung wäre ja eher, dass es da zugeht wie im Irrenhaus (und Aurelies Schilderung von gestern bestätigt das).

              Gefällt mir

              • Ich weiß nicht warum sich Leute entscheiden in der Psychiatrie zu arbeiten. Vermutlich ist es nie eine gute Idee irgendwo zu arbeiten wenn man die Arbeit dort hasst (und manche tun es halt doch, weil sie Geld brauchen, denken sie hätten keine Wahl oder sich verschätzen).

                Gefällt mir

                • > Ich weiß nicht warum sich Leute entscheiden in der Psychiatrie zu arbeiten.

                  Das ist doch eigentlich ganz einfach: Man kann kaum vermeiden, mit jeder Menge Verrückten zu tun zu haben. Da kann man sich dafür auch bezahlen lassen.

                  Gefällt mir

                • IULIUS sagt:

                  Ich würde mal schätzen, es ist wie in den meinsten Berufen, entweder gezielt, weil man glaubt die Arbeit macht Spaß, oder man rutscht irgendwie rein, weil dort zufällig genau zum richtigen oder falschen Zeitpunkt eine Stelle frei ist.

                  Gefällt mir

        • aranxo sagt:

          Von wegen, die Psychatrie muss sie aufnehmen, wenns dringend ist. Als ich vor ein paar Jahren komplett durch den Wind war wegen meiner Trennung, hat mir ein Hausarzt Tranquilizer verpasst und ein anderer mir eine Überweisung für die Psychiatrie mit Diagnose Alkoholsucht und akuter Suizidgefahr geschrieben. Ich damit bei der Wunschklinik (ok, ist ne private) angerufen. Die wollten erst ne Kostenübernahme von der privaten Krankenkasse. Ich dort angerufen. Die wollten dafür erst ein Gutachten eines Psychiaters, Hausarzt reicht nicht. Ich also wieder bei der Klinik angerufen. Nö, Gutachten erst nach der Einlieferung und dafür brauchts die Kostenübernahme. Ich also bei sämtlichen Psychiatern im Umkreis angerufen (auf dem Land ist man damit schnell durch). Bei allen dasselbe: Termin frühestens in acht Wochen.

          Wenn man da sofort rein will, muss man sich anscheinend bei denen vor die Tür legen und sich die Pulsadern auschneiden.

          Damit hab ich dieses Unterfangen aufgegeben und mich der Standard-Eigenmedikation für solche Fälle hingegeben, sprich Alkohol. Bin natürlich schon längst wieder runter, das war mir vorher klar.

          Ich bin mir vorgekommen wie der Buchbinder Wanninger oder der Hauptmann von Köpenick. Was ich erschreckend an der Sache finde, dass man in so einem Zustand nun wirklich noch viel weniger Geist hat, sich dem ganzen Bürokratie-Mist auseinander zu setzen oder gar, sich auf die Hinterfüße zu stellen und mal auf den Tisch zu hauen. Und all die Pappnasen, die einem eigentlich helfen sollten, verschanzen sich hinter ihren Vorschriften.

          Gefällt mir

          • Kolbenjaeger sagt:

            Natürliche Selektion.

            Gefällt mir

          • Also deine Wunschklinik(!) wollte dich nicht ohne Kostenübernahme nehmen und kein ambulanter Psychiater hat dir kurzfristig nen Termin gegeben. Hast du es denn mal bei der nächstgelegenen Psychiatrie oder psychiatrischen Ambulanz versucht?

            Nebenbei, bist du dir sicher, dass deine Wunschklinik überhaupt eine Psychiatrie war und nicht evtl. in Wirklichkeit eine psycho-somatische Klinik?
            Und selbst wenn, es ist halt wie du selbst sagtest eine Privatklinik gewesen, die müssen generell niemanden aufnehmen, wenn es ihnen nicht passt und die sind auch oft nicht allzu hilfsbereit, wenn es darum geht, den Bürokratiekram zu erledigen.

            Gefällt mir

    • Sebastian sagt:

      Ich kann darüber nicht lachen, bestes Beispiel eine ältere allein stehende Dame, durchaus wohlhabend, wollte sich es auf ihre letzten Tage nochmal gut gehen lassen und war nur noch auf Weltreise usw.

      Kommt die Tochter an und hat Angst das „ihr“ Erbe verprasst wird und lässt die Dame mit schmutzigen Tricks 2 Wochen in die Psychatrie einweisen. Am Ende ist der Schuss nach hinten losgegangen weil sie enterbt wurde.

      Und die Dame war auf 180 als sie angeschleppt wurde, was verständlich war, ich hab ihr dann geraten ruhig zu bleiben, bloss nicht aggro zu werden und einen Anwalt einzuschalten, da kam sogar die Richterin irgendwann persönlich in die Klappse und hat sich vom Zustand der Dame überzeugt und sie konnte dann auch sofort gehen. Aber wer weiss was passiert wäre wenn sie ausgeflippt wäre….

      Solchen Missbrauch gibt es eben auch obwohl hier die Leute in der Anstalt in dem Beispiel keine Schuld hatten.

      Gefällt mir

  4. DMJ sagt:

    Ja, der Comic trifft die Sache schon wesentlich besser, als sein Vorgänger!😄

    Gefällt mir

  5. LoMi sagt:

    Wenn ich mir diesen Comic hier anschaue, dann hat das doch etwas mit der mangelnden Greifbarkeit psychischer Erkrankungen zu tun, die die Angst wecken, der Psychiater kann einen mit Fantasiediagnosen in die Geschlossene bringen.

    Es ist ja das Eine, die Angst durch Argumente zu widerlegen. Das Andere ist, die Gründe dieser Ängste zu ermitteln.

    Gefällt mir

    • Frank sagt:

      Ja Fletcher, du hast Recht. Und jetzt nimm mal Platz. 😉

      Gefällt mir

    • @LoMi
      Es ist leider so, dass auf psychischen Störungen immer noch ein gewisser Ruch liegt, sodass ein bisschen die Angst da ist, seine Reputation zu zerstören, wenn man sich in Behandlung begibt. Was natürlich Blödsinn ist.
      Aber psychisch Kranke werden halt in den Medien, besonders in Filmen und manchen Büchern, entweder als comic relief (der lustige Irre) oder als gefährlich (der gewalttätige Irre) oder auch noch als kindlich Bemitleidenswerter (der arme Irre) gezeigt. Natürlich will man so nicht gesehen werden, und natürlich will man mit solchen Menschen auch so wenig wie möglich zu tun haben von daher wird eine psychiatrische Fehldiagnose als schlimmer als der Tod gesehen.
      Was insofern witzig ist, weil bei einer somatischen Fehldiagnose tatsächlich Tod, bzw. dauerhafte Schädigung eine Konsequenz sein kann, trotzdem guckt keiner so genau auf somatische Ärzte wier auf Psychiater.😀

      Gefällt mir

      • LoMi sagt:

        @Maren
        Gut, das ist ein Teil des Problems, dass psychische Erkrankungen schlecht beleumundet sind. Eine solche Diagnose wird natürlich eher als Identitätsproblem angesehen als ein gebrochenes Bein.

        Aber ich meinte eigentlich ein anderes Problem: Es gibt wenig handfeste Beweise für die Erkrankung oder man glaubt, dass es die nicht gibt. Man stellt sich einen Seelendoktor vor, der dem Patienten nur durch Augenschein eine Diagnose ausstellt. Einerseits befürchten viele, ein jeder Psychologe kann mit Röntgenaugen tief in die Persönlichkeit spähen, nur weil er das studiert hat (Käse). Andererseits befürchtet man, dass er gar nix sehen kann, weil die Persönlichkeit unzugänglich ist. Ohnehin könnte es hier eine Vermischung geben zwischen Psychotherapie und klinischer Psychologie, die eigentlich verschiedene Herangehensweisen haben. Wer den Unterschied nicht kennt, glaubt dann vermutlich, auch Psychotherapeuten hantieren mit Medikamenten und umgekehrt wird geglaubt, dass klinische Psychiater nur Gespräche führen, um Diagnosen zu stellen.

        Gefällt mir

        • @lomi
          Im allgemeinen gibt es natürlich einen gewissen Leidensdruck, ansonsten würde ja derjenige nicht da sitzen. Das hilft schon sehr bei der Diagnose, würde ich meinen. Oder aber derjenige wird halt auffällig, spricht mit Stimmen die nicht da sind, wird gewalttätig, ritzt sich, Suizidversuch.

          Gefällt mir

          • LoMi sagt:

            Es wird einen Unterschied machen, Maren, ob der Psychiater eine Depression feststellt oder eben eine Psychose. Ich könnte mir vorstellen, dass bei psychischen Erkrankungen, die durch Hirnstoffwechselprobleme verursacht werden, es auch entsprechende Tests des Stoffwechsels gibt.

            Gefällt mir

        • jck5000 sagt:

          Maren: „Es ist leider so, dass auf psychischen Störungen immer noch ein gewisser Ruch liegt“

          Lomi: „Gut, das ist ein Teil des Problems, dass psychische Erkrankungen schlecht beleumundet sind.“

          Das wundert mich jetzt total. Wir müssen uns dringend dafür einsetzten, darüber aufzuklären, dass psychische Erkrankungen nicht schlimmer sind als z.B. eine HIV-Infektion.

          Gefällt mir

      • Kolbenjaeger sagt:

        Psychische Krankheiten sind eben nicht sicht- und fassbar, demzufolge sind die Vorbehalte da größer, weil der Erkrankte schlecht eingeschätzt werden kann. Bei einem gebrochenen Bein ist jedem klar, dass es die Bewegung einschränkt und es nach ein paar Monaten geheilt ist; bei bei wahnhaft schizoider Zwangsdepressionsphobie existiert einfach ein großer Unsicherheitsfaktor. Natürlich ist der Argwohn bei Unbekanntem größer.

        Gefällt mir

        • @kolbenjäger
          *wahnhaft schizoider Zwangsdepressionsphobie*
          Witzbold.

          Gefällt mir

        • LoMi sagt:

          Darauf will ich hinaus, allerdings weiß ich nicht, ob und wie solche Dinge auch über organische Befunde nachgeprüft werden und werden können. Möglich ist das allemal. EMN hatte ähnliches für ADHS erwähnt und zwar im Zusammenhang mit EKGs oder dergleichen. Urteilen kann man dann also erst, wenn man weiß, wie psychiatrische Diagnosen gewonnen werden.

          Gefällt mir

  6. afictionesse sagt:

    Ich sage ja: Setzt auf Prävention! Nicht, dass dann alles unnötig wird, aber es trifft dann weniger. Theoretisch. Diese ganzen Gesprächskreise, die schon im Kindergarten mit der Morgenrunde beginnen, werden so belächelt. Aber zumindest wird die Scham genommen, über Probleme zu reden und geziegt, wie man mit Stress umgehen kann.

    Gefällt mir

    • LoMi sagt:

      Ich denke, dass nicht jede psychische Erkrankung eine ist, die allein durch Stress oder unbewältigte Probleme erzeugt wird. Depressionen etwa können organische Ursachen haben, Störungen im Serotoninhaushalt im Gehirn z.B. Da helfen dann auch keine Morgenkreise. Diese können sogar eher das Problem verstärken, weil sie eine Lösung vorgaukeln, die für den Depressiven aber nicht funktioniert. Wenn man davon ausgeht, dass das Reden über Probleme allein schon die Depression beheben würde, wird man das Scheitern dann auch dem Depressiven anlasten: Er habe sich eben nicht hinreichend bemüht.

      Gefällt mir

      • afictionesse sagt:

        Deswegen gibt es ja viele Programme und Methoden zur Prävention. Man setzt auch immer mehr auf professionelle Unterstützung und Betreuung in den Schulen und Betrieben. Leider gibt es nicht immer die 1:1-Lösung, weil das Geld fehlt.

        Gefällt mir

  7. […] Antipsychiatrie Teil II. […]

    Gefällt mir

  8. Mike Macke sagt:

    Was ist eigentlich aus Herrn Rosenhan geworden?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhan-Experiment
    Immerhin sind die „Patienten“ damals sofort nach der Aufnahme gesund „geworden“, trotzdem waren sie neunzehn bis zweiundfünfzig Tage in Behandlung. O.k., passiert heute vielleicht aus Kostengründen in Deutschland nicht mehr…
    Jedenfalls kann man genau deshalb durchaus „antipsychiatrisch“ eingestellt sein, ohne gleich paranoid zu sein, obwohl: „Only the paranoids survive!“ (Angeblich von A. Grooves, Gründer von Intel)

    Gefällt mir

    • Schon ein spannendes Projekt, wobei… geh halt mal mit gebeugtem Rücken und schmerzverzerrt zum Arzt und sag, du hast Rücken. Vermutlich gibts Schmerzmittel, eine Diagnose und andere Behandlung. Selbst wenn man nichts auf den Bildern sieht, falls denn welche gemacht werden. Auch in der Medizin muss man sich auf die Symptombeschreibung verlassen und wenn der Patient beim Bauchabtasten Quatsch erzählt, z.B. dass es weh tut wo es gar nicht weh tut oder icht sagt wenns schmerzt, dann kommt logischerweise auch Quatsch raus bei der Diagnose.

      Wirklich problematisch ist es ja nur, wenn der Patient evtl. wahnhaft ist, denn dann kannst du dich halt nicht auf das verlassen was er sagt. Wie willst du nachprüfen ob jemand tatsächlich Stimmen hört? Und warum sollte dir das jemand einfach so erzählen? Klar gibts vielleicht mal im Einzelfall dafür gründe sowas zu erfinden, aber wenn jemand kommt und von Stimmen berichtet, dann wärs doch etwa viel erwartet dass die Psychiater direkt sehen, dass derjenige keine Stimmen hört.

      Gefällt mir

    • Frank sagt:

      Ein schwachsinniges Experiment, dessen Ergebnis absolut vorhersagbar war.
      Einziges Resultat: Mit Lügen und Täuschen kann man Menschen zu einem falschen Schluss bringen. Tolle Erkenntnis.
      Ich werde gleich mal 10 versch. Rettungsdienste + Polizei + Feuerwehr anrufen und einen erfundenen Notfall melden. Bin jetzt schon ganz gespannt, wie oft die wohl ausrücken werden, oder eben nicht, weil sie mir nicht glauben.

      Gefällt mir

      • Frank sagt:

        Und außerdem waren bei den 8 vermeintlich „Gesunden“ ganze 5 dabei, die mit Psychologie zu tun haben.
        Und dass die alle einen an der Waffel haben, weiß doch jeder ^^

        Gefällt mir

  9. monieka sagt:

    LOL

    Sag jetzt bloß nicht „paranoid“ Kann man ruhig sagen. Ändert nix mehr.

    Gefällt mir

  10. Sepp, der Woidhans sagt:

    Nunja, es gibt bei diesem Thema auch zwei Seiten. Ich wage es die Bombe Mollath als Argument zu benutzen. Er war sicher kein Einzelfall. Regensburg-Digital berichtet aktuell:
    http://www.regensburg-digital.de/schuldfaehig-nach-gutachters-gusto/25032014/
    und
    http://www.regensburg-digital.de/paragraph-63-ist-ein-nazi-gesetz/25032014/
    Dass es hier teilweise um Forensik geht und nicht um die geschlossene Psychiatrie ist mir klar. Aber die Grenzen verschwinden, wenn die Anzeigen von behandelnden Ärzten kommen oder wie im Fall Mollath die ärtlichen Atteste nichts taugen und zur Verurteilung führen.

    Und ich mahne hier alle mitlesenden (praktizierenden und angehenden) Psychologen an, sich die Gesetze und Fakten auch außerhalb der eigenen Wahrnehmung der Filterbubble anzusehen.

    Gefällt mir

  11. Korboh sagt:

    Ich habe so einen Menschen näher kennengelernt. Also er war Schizophren, paranoider Subtyp. Das was du sagst, ist deren ganz normaler Gedankengang und Teil ihrer Krankheit. Es ist furchtbar anstrengend mit so einem Menschen zu tun zu haben

    Gefällt mir

  12. Sebastian sagt:

    Ich habe mich vor ein paar Jahren 3 Wochen freiwillig einweisen lassen.

    Eine Erfahrung war es wert kann ich nur sagen.

    Wie die Leute da mit Zeugs vollgepumpt werden. Viele von denen sind den ganzen Tag mit glasigen Augen den Gang auf und ab gegangen. Einzig wenn mal Besuch kam konnte man noch sowas wie Freude sehen.

    Kritik an Regierung oder Politikern = Alles Verschwörungstheorhetiker.die Depressiva brauchen.

    Kleine Anekdote: Diskussionsrunde, Psychologe macht sich über uns lustig weil wir die Überwachung der Regierung kritisieren, ein Junge wird paranoid genannt weil er seine Cam vom Laptop mit schwarzem Klebeband abgeklebt hat. War alles vor dem NSA Skandal.

    Und neulich vor ein paar Wochen kam erst raus das der englische Geheimdienst tatsächlich die Leute vor ihrem Laptop angeglotzt und mit Bilderkennung ausgewertet haben😉

    Man kann fast meinen die Psychologen arbeiten mit der Regierung zusammen siehe Gustel Mollath.

    Meine Erfahrung mit Psychatrie und Psychologen :

    Absolute weltfremde Ignoranten mit unterdurschnittlicher Intelligenz und Bildung, völliges Fehlen von Geschichts- oder Politikwissen und überheblich ohne Ende, meist schlechte Ärzte.

    Gefällt mir