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Kommentare
  1. LoMi sagt:

    Gibt es eine solche Untersuchung wirklich? Ich glaube, ich muss mit Linksi dann mal ein Frust-Bier unter Leidensgenossen trinken gehen ^^

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  2. Tante Jay sagt:

    Was nicht wirklich hilfreich ist. Denn „realistisch“ bedeutet nicht automatisch, dass man dann was ändern könnte. Insofern ist der optimistische Blickwinkel auch ein echter Schutzmechanimus, der dann einfach fehlt.

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    • LoMi sagt:

      Keine Frage, nur das Negative zu sehen ist ungesund und bremst auch oft. Schließlich muss der, der sich entwickeln oder der Ziele erreichen will, über das aktuell Bestehende hinausdenken können. Dafür braucht man auch einen Optimismus, der im Grunde eine Wette ist auf nicht vorhersehbare zukünftige Zustände.

      Dennoch fühle ich mich durch den Comic ein wenig bestätigt, denn er gibt meiner Intuition recht. Es ist ja auch selbstwertmindernd, wenn man immer nur hört, dass man die Dinge zu negativ sieht, also falsch und unrealistisch. So ist es doch mal ganz angenehm, wenn einem doch ein gewisser Wirklichkeitssinn zuerkannt wird.

      Problematisch ist vielleicht, dass diese „Negativ“-Sicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden kann, wenn andere dann die Negativbeschreibung irgendwann ernstnehmen und deswegen bei dem Depressiven genauer hinschauen oder weniger erwarten und ihn deshalb vielleicht auch eher negativ beurteilen.

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      • Ich hatte ja ein bisschen versucht die Problematik im Comic darzustellen. Rechtsi sieht die Fakten und interpretiert sie positiv (= nicht depressiv) als „Du bist kein Versager, im Gegenteil“ und Linksi sieht dieselben Fakten, kann aber das Selbstwertdienliche nicht sehen sondern nimmt nur die negative Interpretation wahr.

        Im Endeffekt geht es ja sowohl darum wie realistisch man Fakten sieht als auch darum, wie man sie dann für sich interpretiert.

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        • LoMi sagt:

          In der Tat. Linksi interpretiert es negativ, aber dadurch bekommt der Comic eben auch eine schöne Pointe! So habe ich es beim ersten Ansehen empfunden. Wobei ich vermutlich genau wie Linksi reagiert hätte: Die heimliche Hoffnung, man habe sich selbst zu negativ eingeschätzt und die anderen beweisen einem das Gegenteil, zerschlägt sich. Fuck! ^^

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          • Das ist mitunter in der Therapie mit Depressiven echt eine Heausforderung, da man als Therapeut jedes Statement vorher auf mögliche Negativinterpretationen abcheckt😀

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            • LoMi sagt:

              So, Du bist also Depressiven gegenüber berechnend und unehrlich? ;D

              Ich bin ein Meister in der Kunst, alles negativ auszulegen. Du hättest es echt schwer mit mir. ^^

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              • Wirst lachen, aber in der Hinsicht ist es von Vorteil dass ich selbst früher depressiv war und mich gut in dieses Denken reinversetzen kann, bzw. ungefähr weiß was ich selbst wohl potentiell negatives in eine Aussage hätte interpretieren können. Natürlich kann man nicht alles Wasserdicht formulieren, aber ich habe schon mehr als einmal Dinge im Kopf so umformuliert, dass zumindest die offensichtlichsten Negativinterpretationen ausgeschlossen waren😀

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  3. LoMi sagt:

    Danke! Ich hatte ja schon immer das Gefühl, dass dem so ist und dass diese Positivdenker sich gewaltig irren.

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  4. Siofna sagt:

    Ich glaube schon das man als Depressiver manches realer sehen kann. Ich bin zB gerade der Meinung, dass es mir für meine Verhältnisse richtig gut geht und ich mich seit langem mal wieder wohl fühle, auf dem richtigen Weg bin! Meine Umgebung hat grad Angst das ich kurz vor nem Absturz stehe. Die Versicherung da es mir grad echt gut geht, die wollen sie mir nicht glauben. Wenigstens meine Therapeutin ist meiner Meinung!

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  5. Salamander sagt:

    *gnihihihihi* wie perfide …

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  6. Wie traurig. Es geht also allen scheiße. Denen, die wissen, dass es ihnen scheiße geht, weil es ihnen scheiße geht, und auch denjenigen, die das nicht wissen, weil es ihnen auch scheiße geht, sie es sich nur nicht eingestehen wollen.
    Andererseits ist die Wahrnehmung ja immer subjektiv und das Bewusstsein bestimmt das Sein. Ob nun meine Lage aus objektiver Sicht (und wass sollte das überhaupt sein?) scheiße ist, spielt ja für mich keine Rolle, solange ich subjektiv gut damit zurechtkomme. Und überhaupt – bilden wir uns das nicht eh alles ein? Und ist es überhaupt ein erstrebenswertes Ziel, glücklich zu sein?
    Da verliert man sich leicht in abstrakter Philosophie…

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  7. Jackie sagt:

    Oder der ganze Comic ist ein Aprilscherz *scratch*

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  8. jck5000 sagt:

    Ich vertrete ja schon seit langem die These, dass Depressionen nur was für Loser sind.

    Und dann soll es da sogar Studien geben, die das belegen. Das freute mich natürlich.

    Die von EMN wohl gemeinten Untersuchungen zeigen meinen Punkt leider nicht wirklich (die en:Wiki hat Artikel zu „positive illusions“ und „depressive realism“); die zeigen zwar, dass viele Depressive Loser sind und ihr Leben nicht leiden können (kann man ja als vernünftig ansehen), aber einige durchaus klinische psychische Probleme haben, bei denen das eben nicht so ist.

    Ich empfehle aber zum eigentlichen Thema „The sad truth about depressive realism“ (Allen, Siegel & Hannah 2007), pdf ist unter den ersten Google-Treffern, die da feststellen:

    „Depressives may be sadder, but they are no wiser; rather, so-called „depressive realism“ results from the bias of depressives to say no.“

    Ich hoffe, dass das jetzt für die Depressiven nicht zu deprimierend ist, dass sie nicht realistischer sind, sondern nur alles negativ sehen (und dadurch auch noch Studien verzerren).

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    • unkraut sagt:

      Ja, und wer nicht depressiv ist, ist es nicht, weil er wirklich „besser“ ist, sondern weil er nur optimistischer ist

      Das heißt: ein Loser ist kein Loser, weil er schlechter ist, sondern weil er ehrlicher mit sich selbst ist.

      Jedenfalls sind mir realistische Selbsteinschätzungen lieber als die Arroganz derer, die andere als Loser betiteln und sich Selbstbeweihräuchern damit.

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      • unkraut sagt:

        Es gibt auch die Theorie, dass Menschen positive Zufälle eher der eigenen Leistung zuschreiben, wärend sie für negative Zufälle eher andere Schuldige suchen oder dann wirklich von Zufall ausgehen.

        Das ist super fürs Selbstbewusstsein. Man ist niemals ein Loser…zumindestens in der eigenen Wahrnehmung. Und darum gehts ja, ist einem dann ja wurscht was andere von einem denken. Das sind ja alles Loser.

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        • jck5000 sagt:

          Kahneman & Tversky haben mehr oder weniger einen Nobelpreis dafür bekommen, dass sie mehr oder weniger rausgefunden haben, dass Menschen Positives weniger positiv bewerten als Negatives negativ.

          Ich kann aber den Kommentaren keinen Inhalt entnehmen – wie soll denn die „realistische Selbsteinschätzung“ eines Losers aussehen, außer, dass er ein Loser ist? Vielleicht: Alle anderen sind arrogante, sich selbst beweihräuchernde Egomanen, nur ich bin total toll? So jedenfalls wirkt 10:47…

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          • IULIUS sagt:

            „wie soll denn die “realistische Selbsteinschätzung” eines Losers aussehen“

            Da sollte man erst einmal den Begriff Loser definieren.

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  9. Ist der Depressive letztlich näher an der Wahrheit, ganz so wie der (sehr) Kranke näher an der „letzten“ Wahrheit ist …?

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