Borderliner.

Veröffentlicht: April 17, 2014 in Comics, Psychozeug
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Kommentare
  1. netreaper sagt:

    Borderline – ist das dieser Radikalfeminismus von dem man immer wieder hört?😛

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  2. yacv sagt:

    „Ein Bekannter von mir, Roy, hält sich große Katzen als Haustier. So richtig große. Tiger und Schneeleoparden und so. Ich glaub ja, das nimmt kein gutes Ende.“
    „Oh, diese Vorurteile immer. Ich kenne einen, der hat einen Tiger und sagt, das sind auch nur Katzen. Mit denen kannst du spielen und kuscheln, ganz normal. Klar, kriegt man vielleicht mal einen Knuff, aber voll verschmust die Tiere.“
    http://en.wikipedia.org/wiki/Siegfried_%26_Roy#Horn.27s_injury

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    • Ich überlege, ob ich schonmal einen lächerlicheren Vergleich gesehen habe…..

      …. nope. Da fällt mir nichts ein.

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      • yacv sagt:

        Warst du schon mal mit einer Borderlinerin zusammen?
        Nein?
        Ich ja.

        Wenn du auf der „empfangenden“ Seite stehst, ist der Vergleich mit einem gefährlichen Tier alles andere als lächerlich.
        Das Leben wird spannend und interessant und wird nie langweilig.
        Dafür sorgt sie schon.

        Was spielt es dabei für eine Rolle, ob einige der Beziehungsprobleme nicht mit der Diagnose zusammenhängen, wenn ganz viele andere es tun?

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        • Wir sollten wirklich was gegen die in Deutschland übliche Zwangsverpartnerung tun. Gibts da schon Petitionen? Offenbar werden Menschen ja gezwungen mit Partnern zu leben, die inkompatibel für sie sind und mit denen eine Beziehung einem Aufenthalt im Großtiergehege gleich kommt.

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        • Kinch sagt:

          Warst du schon mal mit einer Borderlinerin zusammen?
          Nein?
          Ich ja.

          Hey, ich hab ne Idee! Ich erkläre mal einer Psychologin, wie Borderliner ticken, auf der Basis, dass ich mal eine einzige Borderlinerin kennen gelernt habe.

          So ne Hybris ist ja echt typisch für Nicht-Bordis!

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          • IULIUS sagt:

            Kennst Du eine, kennst Du alle…

            Es macht sicher einen Unterschied, ob ich einen Borderline 24 Stunden 7 Tage die Woche erlebe oder nur für eine Stunde während einer Sitzung in der Praxis. Zudem können die meisten Borderliner sich für eine gewisse Zeit ganz gut verstellen und dann kann auch ein Psychologe nicht alles bis ins letzte Detail wissen, denn vieles lernt man erst, wenn man es selber erlebt. Das wird bei Psychologen auch nicht anders sein.

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      • comicfreak sagt:

        ..ein Freund von mir ist mit einer Borderlinerin zusammen, sie wollen jetzt heiraten.
        Sie ist zwar oft grundlos eifersüchtig und klammert, aber HEY, das tun auch sehrsehr viele Nichtborderliner unter 25😛

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        • Ist sie denn auch unter 25? An sich stellt man die Diagnose nämlich nicht als gesichert (höchstens als Arbeitsdiagnose) bei Personen unter 25, da die Persönlichkeit da noch stark im Wandel ist und viele Persönlichkeitszüge durch Pubertät und Hormone etwas extremer ausgeprägt sind ohne dass das ein überauerndes Muster wird.

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          • comicfreak sagt:

            ..ja, ist sie (gerade noch). Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber da ist noch einiges anderes im Raum und auch Selbsteinweisungen, hast ja meine Mailadresse😉

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          • Golde Carlsson sagt:

            Oh, das sollte mal eine_r der Psychosomatischen Klinik des Uni-Klinikums Leipzig erzählen. Dort wurden zumindest vor zehn Jahren den Patient_innen unter 25 fast ausschließlich Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert.

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          • Fiete sagt:

            Seit wann ist eigentlich der Begriff „Borderline“ wieder in Mode? Wurde das engere Symptombild nicht vor einigen Jahren erst in „Bipolar“ umbenannt?

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      • Erik Freeman sagt:

        Naja, diese Art Vergleich ist aber nicht soooo ungewöhnlich. Da gab es doch die Geschichte (Persische Fabel?) von dem Frosch, der dem Skorpion helfen wollte, über den Fluss zu kommen.

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        • Erik Freeman sagt:

          (Antwort auf: „Ich überlege, ob ich schonmal einen lächerlicheren Vergleich gesehen habe…..…. nope. Da fällt mir nichts ein.“)

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    • Ich entnehme deinem Kommentar, dass du Borderliner als wilde Tiere ansiehst. Darin kann man ja auch durchaus positive Seiten finden.
      Außerdem entnehme ich deinem Kommentar, dass du ein dummes Arschloch bist. Dem kann man hingegen nichts positives abgewinnen…

      Damit haben wir dann auch gleich zwei mögliche Gründe für deine Beziehungsprobleme.
      Problem 1 lässt sich lösen, indem du dir eine andere Partnerin suchst.
      Problem 2 ist da schon deutlich schwieriger…:/

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  3. egoshooter84 sagt:

    Nicht lustig Netreaper, nicht lustig.
    Eine sehr komplizierte Krankheit. Und sehr langwierig.

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  4. Jetzt aber mal im Ernst:
    Ich denke, das Problem ist gar nicht mal so sehr, dass manche Leute versuchen, das Verhalten von Bordis über ihre Erkrankung zu erklären, sondern vielmehr, das diese Leute im Normalfall einfach nicht die leiseste Ahnung haben, was eine BPS eigentlich ist.

    Das offenbar recht beliebte „Borderliner sind beziehungsunfähig“ ist da ja nur eine Facette der Dummheit, es gibt auch beispielsweise den Irrglauben, Borderline hätte zwangsläufig mit Ritzen zu tun. (Zugegebenermaßen ist diese Assoziation dank den Emos etwas weniger populär geworden…)

    Das muss sich nicht einmal zwangsläufig auf anfeindende Weise äußern. Mir hat einmal ein guter Freund gesagt, er könne sich nicht vorstellen, dass ich wirklich Borderliner sei, weil ich mich ja gar nicht immer in den Mittelpunkt drängen würde und auch nicht andauernd irgendwelche offensichtlich erfundenen Geschichten erzähle, um Aufmerksamkeit zu kriegen.
    Diese Aussage fand ich ja auch irgendwie eher schmeichelhaft, denn derartiges Verhalten finde ich überhaupt nicht gut und wenn ich mich unbewusst so aufführen würde, wäre das etwas, worauf ich ganz und gar nicht stolz wäre.

    Die Sache ist nur die:
    Für eine Borderline-Diagnose müssen laut DSM-IV 5 von 9 Kriterien erfüllt sein. (ICD-10 könnte abweichen, aber das Prinzip ist dasselbe.)
    Anders gesagt, bis zu 4 typische Borderline-Merkmale können auf eine einzelne Person mit BPS nicht einmal ansatzweise zutreffen.

    Davon abgesehen ist das Verhalten, das mein Freund da mit Borderline assoziiert hat, in diesen 9 Kriterien überhaupt nicht vorhanden. Wikipedia (und den dortigen Zitaten aus DSM und ICD) zufolge gibt es eine andere Persönlichkeitsstörung, zu der diese Beschreibung offenbar passt (histrionisch), aber mit Borderline hat das Ganze hingegen überhaupt nichts zu tun.

    Eine andere faszinierende Definition von Borderline habe ich gerade vor ein paar Tagen entdeckt, als ich mir die Sopranos mal wieder angesehen habe. Dort wurde von einer Psychiaterin erklärt, dass Borderliner nicht in der Lage seien, echte Gefühle für andere Menschen zu entwickeln.
    Ich könnte mich irren, aber ich glaube, das entspricht eher der Definition eines Psychopathen…

    Langer Rede kurzer Sinn: Mir wäre es gar nicht so unrecht, wenn andere Menschen mein Verhalten über meine Erkrankung zu verstehen versuchten, aber das würde erst einmal voraussetzen, dass diese Menschen eine Ahnung hätten, was diese Erkrankung eigentlich bedeutet.

    Im Endeffekt ist das Ergebnis aber für mich dasselbe:
    Wenn ich Menschen, die ich nicht sehr gut kenne, gegenüber meine psychischen Probleme erwähne, beschränke ich mich meistens darauf, zu sagen, dass ich Depressionen habe (was ja an sich der Wahrheit entspricht), weil ich absolut keine Lust habe, erst einmal erklären zu müssen, was eine Borderline-Störung eigentlich ist und erst recht nicht Leuten, die das eigentlich gar nicht wirklich interessiert…

    PS: Warum denken eigentlich immer alle, es gäbe nur weibliche Borderliner? Die sind zwar in der Praxis häufiger anzutreffen (vermutlich, weil die männlichen Bordis eine höhere Tendenz haben, im Knast oder unter der Erde zu landen), aber an sich ist das eine Störung, die durchaus bei beiden Geschlechtern vorkommen kann…

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    • IULIUS sagt:

      „Dort wurde von einer Psychiaterin erklärt, dass Borderliner nicht in der Lage seien, echte Gefühle für andere Menschen zu entwickeln.
      Ich könnte mich irren, aber ich glaube, das entspricht eher der Definition eines Psychopathen…“

      Wenn ich mich nicht irre gehören Borderline, Narzißmus und Psychopathie irgendwie zusammen.

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      • „Wenn ich mich nicht irre gehören Borderline, Narzißmus und Psychopathie irgendwie zusammen.“

        Also es sind alles psychische Störungen… Darüber hinaus? Nein.

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      • Sie sind in dem gleichen Cluster (Cluster B: dramatisch, emotional), aber dennoch unterschiedliche Erkrankungen. Ähnlich vielleicht wie eine Spinnenphobie und eine Agoraphobie beide Angststörungen sind aber komplett andere Bereiche betreffen.

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        • IULIUS sagt:

          Phobien lassen sich salopp als unbegründete Angst beschreiben. Da ist es egal, wovor jemand eine Phobie entwickelt hat. Es ist dann eher die Frage, wie das einen im normalen Leben belastet.

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    • unkraut sagt:

      Nach dem was ich gelesen habe kommt Borderline selten allein, sodass sehr viele Borderliner zusätzlich noch andere Eigenschaften wie Histronie, Narzissmus, Depression, Magersucht usw. haben können.

      Und vermutlich prägen eher die Extrembilder die „Öffentlichkeitswahrnehmung“.

      Es heißt ja auch „emotional-instabile Persönlichkeitsstörung“ mit starken Parallelen zur Posttraumatischen Belastungsstörung. Quasi eine sehr frühe PTBS in der Kindheit –> daraus entstehen dann verschiedene Wege diese zu „kompensieren“ oder auszudrücken.
      Da entwickelt sich dann der eine zum Narziss, der andere zum Histroniker, wieder ein anderer wird Gewalttätig gegen andere, und manch einer nur gegen sich selbst. Das macht es dann vermutlich auch so schwierig Borderline zu identifizieren.

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    • emannzer sagt:

      Interessanter Kommentar und sehr ausführlich, danke dafür.

      Ich kenne zwei Borderlinerinnen persönlich und bei einer (sorry, ist nun mal eine Frau) passt das ziemlich genau, was du von dir selbst in aller Offenheit beschrieben hast. Sie ist im übrigen eine wirklich sympathische und angenehme Person, die sich permanent versucht selbst zu reflektieren.

      Die zweite ist eine Ex, mit der ich einmal durch die Hölle und zurück gegangen bin bevor ich mich davon befreien konnte. Da sind Dinge passiert, die mich als ‚Normalo‘ die letzten Kräfte gekostet haben. U.a. ging diese Frau unvermittelt mit einem Kochmesser auf mich los, weil ihr irgendetwas in einer recht normal geführten Diskussion nicht gepasst hat. Wer sowas noch nicht miterlebt hat, wird sich allerdings (und nachvollziehbar) schwer tun, dieses zu verstehen.

      Borderliner sind keine Monster – und ich sehe auch die Ehemalige als keines an. Aber wer sich unbewusst oder ungeahnt darauf einlässt, kann sein blaues Wunder damit erleben. Mir war es eine Lehre, genauer hinzusehen und auch mehr zu hinterfragen. Denn die Schauspielkünste sind enorm, sage ich jetzt mal so, als auch eher Extrovertierter.

      Was Beziehungen mit BL anbelangt, woraus Kinder entstanden sind, dass kann man u.a. hier nachlesen: http://www.trennungsfaq.de/forum/showthread.php?tid=3374

      Kompliment am Rand an EMN, deine Comics bringen es immer wieder pointiert auf den Punkt

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  5. a sagt:

    Ähnliche Phänomene hab ich auch schon gegenüber Frauen beobachtet, die schwanger sind oder grade ihre Tage haben: „Jaja, reg dich mal nur auf. Das sind die Hormone, ich muss jedenfalls nicht ernst nehmen was du sagt oder gar über mein Verhalten nachdenken“.

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  6. Shades sagt:

    Das Folgende sind nur meine Gedanken aufgrund meiner eigenen Erfahrungen (mit Borderlinern des impulsiven Typs). Es ist unvollständig, selbstverständlich auch subjektiv und sollte nicht als allgemeingültig verstanden werden!
    Was einem mit Borderlinern sehr leicht passieren, ist dass man leicht beginnt seiner eigenen Menschenkenntnis zu misstrauen, der Fähigkeit den anderen einschätzen zu können. Und manchmal fragt man sich dann, ist er/sie einfach nur ein Arschloch oder ist das jetzt das Borderline oder etwas von beidem. Was ist jetzt die Störung und was ist er/sie?! Wenn man dann selber auch nicht ganz „normal“ ist, depressiv und mit sozialen Ängsten, dann wird’s, dann ist es schon mindestens sehr schwierig eine Beziehung aufrechtzuerhalten. Das schwierigste ist einfach, und dafür ist es egal, ob man selber krank ist oder nicht, das man bestimmte Verhaltensweisen und Reaktionen nicht nachvollziehen kann, weil man nicht drinsteckt, man muss sich schon klar machen, dass Borderline (wie auch andere psychische Erkrankungen) mit Kontrollverlust einhergehen, aber sehr viele Menschen können ja schon diese generelle Tatsache nicht nachvollziehen, wie sollen die dann verstehen was speziell in bestimmten Situationen passiert?! Das macht es natürlich sauschwer. Und das ist, meiner Erfahrung nach, bei Borderlinern noch gravierender, als bei Partnerschaften mit zum Beispiel Depressiven. Depressive neigen gemeinhin nicht so sehr dazu Konflikte auszulösen oder zu suchen, eher im Gegenteil, bei Borderliner kann man schnell das Gefühl, die suchen nur geradezu nach dem nächsten Konflikt. Viele Borderliner stecken dazu noch in dem Zwiespalt, dass sie sich einerseits nach Stabilität sehnen, die sie auch gerne in einer Beziehung finden möchten, aber sind sie dann in der Beziehung, bekommen sie Angst, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren (womit sie ja eh ständig zu kämpfen haben), und torpedieren dann eben diese Beziehung, und das kann mitunter richtig brutal sein, denn da werden sich nicht nur „Freiheiten“ geholt, sondern es wird darauf geachtet größtmögliche (emotionale) Verletzungen zuzufügen, zum Beispiel indem man nicht einfach nur fremdgeht, sondern es so macht, dass es der Partner in jedem Fall mitbekommt. Oder es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass alles morgen schon vorbei sein könnte oder nach der nächsten stationären Therapie, und dass der Kontakt „eventuell“ sofort gekappt würde. Sowieso geht es ganz viel um Kontrolle, nicht im Sinne von Überwachung, sondern im Sinne von, es läuft so wie der Borderliner es sagt oder gar nicht. Kompromisse finden ist schwierig. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man mit Borderlinern auch eine dauerhafte Beziehung führen kann. Jeder Mensch ist unterschiedlich, egal ob Borderline oder nicht. Ich denke es hilft, wenn man selber psychisch stabil ist, ansonsten hätte man vielleicht noch die besten Chancen, wenn man selber Borderliner ist. Depressiven mit sozialen Ängsten, oder anderen, die dringend Stabilität brauchen, würde ich eher davon abraten eine Beziehung mit einem Borderliner einzugehen, auch wenn man gewisse Verhaltensweisen teils besser nachvollziehen kann. Davon ab muss es aber auch nicht zu den heftigsten Reaktionen kommen (von denen man so hört oder was man vielleicht selber schon erlebt hat), man sollte sich nur wirklich darüber im Klaren sein, dass man mitunter viel einstecken und geben können muss, ohne vom Partner was zurückzubekommen. Hilft dann natürlich, wenn man einen intakten Freundeskreis oder Familie hat. Und man sollte sich auch nicht unbedingt kopflos in so eine Beziehung stürzen (in welche sollte man das schon?!), was aber leicht passieren, weil impulsiv und so😉. Wie auch immer, so wie es hier steht, das muss nicht so sein, es beruht nur auf meinen subjektiven Erfahrungen/Beobachtungen, denen ich mitunter selber nicht immer trauen kann. …Und nochmal zum Comic: Ich krieg n Hals, wenn ich höre, dass sowas kein gutes Ende nehmen kann. Zu solchen Leuten kann man nur sagen: Vielen Dank Arschloch, danke für die Unterstützung. Das hilft ungemein. .____. Ob das nun gut geht oder nicht, ist egal, solche Erfahrungen muss jeder für sich selber machen. Eine Hilfe wäre es, wenn man einfach anbiete, für jemanden da zu sein, wenn er ne Schulter braucht (wobei jetzt ach nicht als erste Reaktion, das wäre auch irgendwie daneben. Einfach sagen, mann freut sich für den anderen, dass er jemanden gefunden hat. Und außerdem, auch Borderliner sind Menschen, die Liebe und Zuneigung brauchen, und oft haben sie vorher zu wenig davon bekommen. Wort zum Sonntag und so….

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    • „Das Folgende sind nur meine Gedanken aufgrund meiner eigenen Erfahrungen (mit Borderlinern des impulsiven Typs). “

      Ab diesem Punkt habe ich aufgehört zu lesen.

      Es gibt zwei Unterformen der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung: impulsiv und Borderline.
      Das sind zwei verschiedene Diagnosen!

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      • Shades sagt:

        Gut, blöd ausgedrückt, nichtsdestotrotz wurden diese Diagnosen bei zwei meiner Partnerinnen gestellt, da ich sonst keine so engen Kontakte zu anderen Borderlinern hatte (von denen ich es wusste), gehört das für mich zusammen bzw. konnte ich das nicht getrennt voneinander betrachten.

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        • Zugegebenermaßen sind Borderliner auch impulsiv, insofern ist das vielleicht ein bisschen haarspalterisch von mir gewesen. Hättest du dich vernünftig informiert, wäre dir das vermutlich von selbst aufgefallen…
          Nichtsdestotrotz, einen „Borderliner vom impulsiven Typ“ gibt es nicht und wenn du schon versuchst, so zu klingen, als hättest du Ahnung, wovon du redest, wäre es besser, wenn du auch wirklich wüsstest, wovon du redest.

          Mal ehrlich, warum müssen hier so viele Leute zwanghaft ihre Meinung zu einer Krankheit zum Besten geben, die sich noch nicht einmal die Mühe gemacht haben, sich mal grundlegend darüber zu informieren, was diese Diagnose überhaupt bedeutet?!

          Ich habe inzwischen auch nochmal zumindest quer über deinen Beitrag gelesen (diesen Mist komplett zu lesen, geht für mich echt über die Schmerzgrenze) und ein Satz ist mir dabei besonders ins Auge gesprungen:

          „man sollte sich nur wirklich darüber im Klaren sein, dass man mitunter viel einstecken und geben können muss, ohne vom Partner was zurückzubekommen.“

          Ganz ehrlich, jemand der immer nur nimmt und nichts zurück gibt, ist schlichtweg ein selbstsüchtiges Arschloch!

          Mit Borderline hat das aber rein gar nichts zu tun. Wir neigen zu Extremen.
          Wir reagieren manchmal auf Dinge völlig übertrieben und sind dabei oft sehr anstrengend, manchmal auch wirklich verletzend.
          Aber die Sache mit den Extremen ist nunmal, dass es davon nie nur eines gibt.
          Wie alle anderen Menschen haben wir manchmal gute Phasen, in denen wir netter sind und manchmal schlechtere Phasen in denen wir unfreundlich sind.
          Das Ganze unterliegt bei uns nur eben viel schnelleren und heftigeren Schwankungen, was im Klartext bedeutet, dass wir schnell einen Menschen verurteilen und total beschissen finden und ihm nichts Gutes wollen (zumindest in diesem Moment), aber genauso schnell auch wieder den selben Menschen total toll finden können und dann bereit sind, so gut wie alles für ihn zu tun.

          Ich denke, dass genau das auch der Grund ist, warum „normale“ Menschen mit Borderlinern zusammen sind: In unseren schlechten Momenten können wir verdammt unangenehm sein, aber auch wenn es um positive Dinge geht, sind wir sehr extrem.
          Manchmal nehmen wir zu viel, aber genauso geben wir auch manchmal viel mehr als uns selbst gut tut.

          Ich will gar nicht bestreiten, dass es ziemlich schwierig ist, eine Beziehung mit einem Borderliner zu führen. Ich muss mich selbst am 24 Stunden täglich aushalten und trotz jahrzehntelanger Übung ist das alles andere als einfach.
          Wie meine Freundin mich ertragen kann, ist mir manchmal wirklich schleierhaft, aber offensichtlich habe ich wohl auch einige positive Seiten, die das Negative irgendwie ausgleichen…

          Und noch etwas:
          Impulsiv bedeutet nicht gleich, dass wir überhaupt nicht in der Lage sind, uns zu beherrschen. Im Gegenteil neigen Borderliner (insbesondere Frauen, Männer sind wohl im Durchschnitt stärker fremd-aggressiv) dazu, so viel Gefühle in sich hineinzufressen, dass sie irgendwann anfangen, sich selbst zu verletzen, weil sie einfach nicht mehr anders können, als sich an irgendjemand abzureagieren und wenn man sich selbst schadet, schadet man wenigstens niemand anderem.

          Mit manchen Sachen kommen wir auch mehr oder weniger gut zurecht, ohne dass man es uns überhaupt anmerkt.

          Mir geht es beispielsweise oft so, dass ich Menschen, die etwas aus meiner Sicht unverzeihliches tun oder getan haben (und in dem Moment können schon relativ kleine Verfehlungen für mich diese Definition erfüllen), einen furchtbar grausamen Tod wünsche oder zumindest gerne so lange auf sie einschlagen möchte, bis sie sich nicht mehr regen.
          Und das ist nicht im übertragenen Sinne gemeint a la „Ich könnte den umbringen…“, sondern das wünsche ich mir ganz genau so und aus vollstem Herzen.

          Trotzdem habe ich in meinem Leben noch nie jemanden körperlich verletzt, mit Ausnahme von einem Typen, der es für eine grandiose Idee hielt, mir an die Keele zu gehen, weil ich ihm nicht den gewünschten „Respekt“ (im Pseudo-Gangster-Sinne) gezollt habe. (Wäre ich damals nicht betrunken gewesen, hätte ich ihn vermutlich irgendwie beruhigt, anstatt ihn auszulachen, als er mir damit gedroht hat meinen Kopf in meinen Hintern umzusiedeln…)

          Was verbale Gewalt angeht, liegt meine Erfolgsquote zugegebenermaßen etwas niedriger, aber auch hier habe ich über die Jahre hinweg gelernt, mir das Allermeiste zu verkneifen, was ich Menschen, die mich ärgern, an den Kopf werfen möchte.

          Was ich damit sagen will:
          Borderliner haben echte Probleme damit, sich unter Kontrolle zu halten und reagieren emotional sehr schnell über, aber viele von uns geben sich trotzdem allergrößte Mühe, die Kontrolle trotzdem zu behalten, weil es uns eben nicht scheißegal ist, was wir anderen Menschen antun und weil es uns eben doch äußerst wichtig ist, möglichst gut für die Menschen zu sein, die uns am Herzen liegen.

          Und ganz ehrlich: Das ist verdammt anstrengend und wenn dann auch noch irgendwer solche Sprüche ablässt wie du (obwohl ich nicht mal glaube, dass du das böse gemeint hast), tut das einfach nur verdammt weh!

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          • Shades sagt:

            Es tut mir leid, wenn dass so rüberkommen mag, als wenn ich der Meinung wäre, man würde in einer Beziehung mit einem Borderliner nur geben. Das lag nicht in meiner Absicht, aber es gibt solche Phasen, die auch mal länger anhalten und die muss man aushalten können. Mehr meinte ich nicht. Und wenn man auf jemanden trifft, bei dem man nie was zurückbekommt, dann ist diese Person wirklich „nur“ ein Arschloch. Dass ich überhaupt keine Ahnung hätte, stimmt so einfach nicht. Ich hab die Diagnosen gelesen und den persönlichen und intimen Kontakt gehabt. Nein, ich habe keine Fachliteratur dazu gelesen, außer unzusammenhängende Texte, und Erfahrungsberichte (die mir von meinen Partnerinnen empfohlen wurden) hätte aber gerne nochmal mit jemandem vom Fach drüber gesprochen, dazu kam es dann nicht mehr. Dass ich das nicht nachgeholt habe, ist schade, aber ich hab selber noch mit meinen eigenen Problemen zu kämpfen, die mich schon von genug anderen Sachen abhalten, und da ich nicht mehr direkt mit Borderline zu tun hatte, war die Motivation auch nicht mehr so stark. Aber ist auch völlig egal, du musst es nicht lesen, es muss dir nicht gefallen, du kannst anderer Meinung sein, whatever. Piss mich aber nicht an. Du bist nicht perfekt, ich bin nicht perfekt…, dazu was schreiben musste ich, einfach um wieder runterzukommen. Und das sind keine Sprüche, die ich ablasse, sondern meine Erfahrungen. Natürlich ist mir klar, dass das anstrengend ist darum zu kämpfen die Kontrolle zu behalten. Aber aus dem Grund kann es doch gerade passieren, dass der Kampf gegen diesen Kontrollverlust auf etwas anderes projiziert wird. Finde ich persönlich auch absolut nachvollziehbar. Das ist ja auch mehr oder weniger nur ein Erfahrungsbericht mit persönlichen Schlüssen, deshalb aber auch viel „könnte“, „mitunter“, tralala. Dazu kommt auch, dass meine Partnerinnen nur von Borderline gesprochen haben, in der Diagnose stand aber Impulsiver Typ, und irgendwie ist es einem dann auch „egal“ was da jetzt fachlich die Unterschiede sind, wenn man angesprungen und einem die Nase blutig gebissen wird, jemand mit einem Messer auf einen losgeht oder die Person sich selber selber schneidet, weil sie denkt, sonst die Kontrolle zu verlieren. Oder wenn deine Partnerin wegen scheinbarer Kleinigkeiten plötzlich irgendwelche Leute aggressivst angeht. Wenn es in einem Moment scheinbar „alles gut“ ist, und man dann plötzlich ohne Vorwarnung komplett abgeblockt wird. …… Aber ich behaupte nicht, dass jeder Borderline so ist und auch nicht, dass das gewollt ist. Ich sage auch nicht, dass Borderliner sich, wenn sie die Kontrolle verlieren und jemanden verletzen nicht schlecht fühlen würden, aber sowas kann passieren, auch die Sachen, die ich geschildert habe, es muss nur nicht, es trifft nicht auf jeden alles zu. Die erste Partnerin zum Beispiel hatte das gar nicht mit dem Selbstverletzen, dafür war sie und nach außen hin aggressiver, teils gewalttätig. Aber deswegen hatten die nicht unterschiedliche Störungen. Genauso kann es auch welche geben, bei denen sich diese Störung nochmal anders ausdrückt. Ich will dir echt nicht weh tun, und…okay, hat ne Weile gedauert, im Grunde geht es in meinem ertsen Beitrag auch weniger um den Borderliner, sondern um den Partner. Wenn ich schreibe, dass man das Gefühl haben kann, dass ein Borderliner nur nach dem nächsten konflikt sucht, schreibe ich nicht, dass er das tut, sondern dass man eben einfach das Gefühl bekommen kann, weil man nicht drin steckt. …und das war’s jetzt , ich kann nicht mehr. Es tut mir leid, wenn ich dich oder andere Borderliner verletzt habe, das lag nicht in meiner Absicht. Wenn du wirklich der Meinung bist, dass das alles furchtbarer Bullshit ist, wende dich an EMN, dass sie das löscht, meinen Segen hast du.

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            • Ich schätze, ich schulde dir eine Entschuldigung. Hab dich da offenbar wirklich falsch verstanden und das dann ziemlich in den falschen Hals bekommen.
              Ehrlich gesagt, war ich auch schon ziemlich angepisst wegen dem Beitrag von yacv, hab mich dann beim Schreiben meines vorherigen Beitrags noch mehr da reingesteigert, dass doch eh alle nur Mist reden und dann vermutlich bei dir das gesehen, was ich erwartet habe…

              (Es kamen auch noch ein paar andere Faktoren dazu, die nichts mit dir zu tun haben, unter anderem, dass ich letzte Nacht nicht geschlafen habe, was für gewöhnlich meine Fähigkeit, mir Dummheiten zu verkneifen stark einschränkt.)

              Auf jeden Fall tut es mir leid, dass ich dich so angegangen habe.
              Hinter dem meisten, was ich gesagt habe, stehe ich zwar (allgemein) weiterhin, aber du warst eindeutig die falsche Adresse für meine Frustration.

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          • Zazie sagt:

            Den Beitrag eines anderen, der auch nur seine Meinung schreibt (und dabei noch klar sagt, dass es sich um subjektive eigene Erfahrungen handelt), im unschönsten Tonfall als Mist zu bezeichnen, ist nicht gerade angenehm. Shades hat klargestellt, dass er seine Erfahrungen nicht verallgemeinern will. Wenn du dich dennoch dadurch verletzt fühlst, könntest du das auf nettere Weise sagen als selbst verletzend zu werden.

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            • Kenshin sagt:

              Bis auf die Tatsache, dass shades Kommentare auf Grund fehlender Absätze anstrengend zu lesen sind habe ich daran überhaupt nichts auszusetzen. Er schildert seine Erfahrungen und macht diese und seine Meinungen als solche kenntlich. Er versucht die andere Seite zu verstehen und mit ein zu beziehen. Vorbildlich.

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    • david sagt:

      Zugegebenermaßen sind Borderliner auch impulsiv, insofern ist das vielleicht ein bisschen haarspalterisch von mir gewesen. Hättest du dich vernünftig informiert, wäre dir das vermutlich von selbst aufgefallen…
      Nichtsdestotrotz, einen “Borderliner vom impulsiven Typ” gibt es nicht und wenn du schon versuchst, so zu klingen, als hättest du Ahnung, wovon du redest, wäre es besser, wenn du auch wirklich wüsstest, wovon du redest.

      An dem Punkt habe ICH aufgehört zu lesen😉
      Diese Differenzierung aus der ICD-10 ist überholt. Das hat übrigens Martin Bohus höchstselbst mir nochmal neulich auf einem DBT-Vortrag bestätigt. Im DSM IV und V, die forschungsnäher sind und international relevanter, gibt es die Unterscheidung sowieso nicht

      Aber auch bis heute habe ich keinen Kliniker getroffen, der im Falle einer „emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ“ bzw bei einer F60.3 nicht von Borderline gesprochen hätte. Mir persönlich ist jedenfalls kein anderer Sprachgebrauch bekannt, erzählmirnix kann mich da gerne berichtigen. Im ICD 11 wird das meines Wissens dann sowieso ganz zusammengefasst, eben weil es ja so viele unterschiedliche Symptomkombinationen gibt und die Trennung sich faktorenanalytisch als sehr unscharf erwiesen hat und der Sprachgebrauch sich längst durchgesetzt hat.

      Mehr wollte ich gar nicht sagen, als dass du hier sehr unnötig (und unberechtigt) aggressiv reagiert hast.

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    • F-Trueck sagt:

      Die Aussage: Je mehr ich Dir weh tue, umso mehr gebe ich Dir auch wieder Liebe zurück, ist meiner Meinung nach ein Trugschluss. Bekomme ich das schriftlich und einklagbar von der Person die das zu mir sagt? Hat das schon mal jemand nachgezählt? Nein? Eben! Ich habe selbst eine Beziehung hinter mir mit einer Dame die eine Persönlichkeitsstörung hat. Und eines habe ich daraus gelernt: Aussagen, egal wie ernst sie gemeint sind, sind hinfällig und keinen Pfifferling mehr wert, wenn die Person sich entschieden hat Dich zum Feind zu erklären. Ganz egal wie groß die Liebe und der Drang nach Bindung sein mögen. Das Problem dabei ist, dass eine Person mit einer Persönlichkeitsstörung auch schon mal wahnhaft in etwas steigern kann was kein gutes Ende nehmen wird. Das kann vor allem bei jenen vorkommen die therapeutisch nicht richtig behandelt werden, oder evtl. auch noch gar nicht in Behandlung sind, oder sogar jede Behandlung verweigern!

      Was mich dabei gerade besonders stört ist die Tatsache, dass wohl niemand daran denkt wie sich die „normale“ Person dabei fühlt. Egal aus welchem Grund der Partner den anderen persönlich oder emotional verletzt: Es ist eine Verletzung. Wenn man annimmt, dass dabei ein Gleichgewicht besteht zwischen Bösem und Gutem Verhalten, dann erinnert das schon irgendwie an Sado-Masochismus. Gewollt oder ungewollt: Es ist eine Belastung und diese hält nicht jeder auf Dauer aus. Daher wage ich zu behaupten, dass das Beziehungsunfähig vielleicht noch nicht mal direkt auf die Person oder Borderline zu schieben ist, sondern viel mehr auf dieses immerwährende Spiel von Zuckerbrot und Peitsche.

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  7. Falls die Person, die dachte, es sei eine gute Idee unter einem Namen zu posten, der sich über sexuellen Missbrauch an Kindern lustig macht, tatsächlich erwartet hat mit ihrem Kommentar freigeschaltet zu werden: Das wird nicht passieren.

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  8. Kenshin sagt:

    Ich finde es auf der einen Seite verständlich, dass es als Betroffener ärgerlich ist, wenn man mit Vorurteilen belegt wird, auf der anderen Seite musst du meiner Meinung nach aber auch darauf klar kommen, wie es anderen, nicht Betroffenen ergangen ist.

    Man hat als Mensch, begründet auf seiner persönlichen Erfahrung, nun mal eine gewisse Erwartung an das Spektrum der Reaktionen auf gewisse Handlungen. Und wenn der andere absolut über- oder unterreagiert, dann stößt das naturgemäß auf gewisses Unverständnis. Und den meisten Menschen wird eine solche Person mehr Schaden als Freude bringen. Deshalb ist es absolut legitim, sich von ihr fern zu halten. Pauschalurteile wie im Comic sind allerdings grenzwertig. Fast jede Beziehung geht nicht gut aus. Da sind die Gründe doch oft zweitrangig. Und eine Beziehung mit einem psychisch gestörten ist dann schon der hardcore-mode. Das soll nicht bedeuten, dass man das nicht tun soll. Manchmal passt es einfach und der Partner erträgt mehr und bekommt mehr, aber für die meisten Menschen bedeutet das, dass sie unendlich viel geben müssen und einfach zu wenig zurück bekommen. Ab einem gewissen Punkt wird das dann einfach nicht mehr machbar für die meisten Personen und es stellen sich Zersetzungserscheinungen in der Beziehung ein.

    Ich denke als Betroffener muss man auch akzeptieren, dass andere Menschen mit anderen Betroffenen gewisse Erfahrungen gemacht haben. Ich finde die Reaktionen von malvar infected mehr als nur übertrieben und deplaziert. Hier wird der „nur Betroffene wissen wirklich was Sache ist“ Ansatz angewandt. Dieser ist falsch. Jeder, der Kontakt mit einem Borderliner hatte weiß für sich und diese eine Person, wie sich das äußert und nichts anderes erklären einige der Kommentatoren hier. Kein Grund, sie zu beschimpfen, nur weil es nicht deiner Meinung entspricht.

    Ich habe minimale Erfahrungen mit einer Borderlinerin (unter 25). Und diese verbreitete eben auch Geschichtchen, die nicht gestimmt haben, um andere Leute zu diskreditieren. War emotional instabil und hat mich benutzt, um sich an ihrem Ex zu rächen. Natürlich hätte ich auch nein sagen können, aber wenn die Gefühle rufen ist es manchmal nicht so einfach einen klaren Kopf zu behalten. Sie musste auch immer im Mittelpunkt stehen und es musste nach ihrer Pfeife gehen. Aber um ehrlich zu sein muss man für solches Verhalten auch nicht zwangsweise Borderlinerin sein, das kriegen andere auch einfach so hin. Das hat jetzt meine Meinung zu Borderlinern nicht negativ beeinflusst, außer, dass ich allgemein vorsichtiger geworden bin.

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    • Zuerst einmal muss ich dir Recht geben: Meine Reaktionen auf Shades waren unangemessen. Dafür habe ich mich jetzt auch bei ihm/ihr entschuldigt.

      Falls mein Kommentar zu Netreaper als Beleidigung rüberkam, tut mir auch das leid. Ich habe an der Stelle einfach nur eine Steilvorlage gesehen und konnte nicht widerstehen.🙂

      Was die Person betrifft, die ich explizit als dummes Arschloch bezeichnet habe, stehe ich noch immer voll hinter meiner Aussage.

      Davon abgesehen, möchte ich zu ein paar Aussagen von dir noch etwas antworten:

      „Und den meisten Menschen wird eine solche Person mehr Schaden als Freude bringen. Deshalb ist es absolut legitim, sich von ihr fern zu halten.“

      Prinzipiell hast du Recht, aber ich finde, es ist ein großer Unterschied, ob man sagt „Mit dieser Art Mensch komme ich nicht zurecht, deshalb meide ich den Kontakt“ oder „Diese Art Mensch ist scheiße, von denen sollte sich jeder fernhalten“.

      „Hier wird der “nur Betroffene wissen wirklich was Sache ist” Ansatz angewandt. Dieser ist falsch.“

      Falls ich diesen Eindruck vermittelt habe, war das (selbst in meiner Überreaktion) nicht beabsichtigt. Ich denke, dass diejenigen, die sich am intensivsten mit einem Thema beschäftigen, auch die meisten Ahnung haben. In Bezug auf BPS sind das wahrscheinlich am ehesten Therapeuten, die viel Erfahrung mit Borderlinern haben.
      Erst danach kommen dann mmn. diejenigen, die selbst erkrankt sind, insbesondere, wenn sie schon eine gewisse Therapieerfahrung und Kontakt zu anderen Betroffenen hatten.
      Trotzdem sehe ich „Ich kannte mal eine/n (!) Borderliner/in“ nicht als ausreichende Grundlage, um „wirklich zu wissen, was Sache ist“.

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      • Kenshin sagt:

        Ja, hier stimme ich dir zu. Du wirst eher wissen, wie die Datenlage ist, wenn du dich als Betroffener damit beschäftigt hast, aber das macht die Einzelfälle nicht weniger wahr/richtig. Und so lange man sie als solche ansieht und nicht den unzulässigen Schluß auf alle Betroffenen folgen lässt ist das in meinen Augen auch legitim.

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    • F-Trueck sagt:

      Ich stimme Dir 100% zu. Anscheinend haben wir sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Fehlt noch eine weitere Person, dann tifft ein altes Klischee zu: Treffen sich 3 Deutsche, gründen sie einen Verein…😉

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  9. david sagt:

    Ich habe erst vor einer Woche in dem Dilemma gesteckt, das im Comic auftaucht.

    Eine Patientin die mit der Vordiagnose Borderline in die Sprechstunde kam, gab an, bereits 30 mal vergewaltigt worden zu sein, unter andem in der vor 2 Wochen verlassenen Klinik vom Physiotherapeuten, außerdem von nahen Verwandten und ansonsten meist fremden Männern.

    Wie soll in dem Moment nicht die Diagnose meine Einschätzung leiten?

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    • Hättest du denn ohne die Diagnose nicht gezweifelt?

      Ich verstehe schon und ich glaube, davon kann man sich nicht freisprechen. Ich hatte auch mal einen hochgradig paranoiden Patienten, der mir ständig vorgeworfen hat ich würde ihn testen (was nie der Fall war, aber natürlich war meine Reaktion auf seine Vorwürfe dann wieder ein erneuter Test, etc…). Natürlich habe ich seine Aussagen über die gemeinen Menschen um ihn herum entsprechend auch mit Vorsicht genossen.

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      • david sagt:

        Hättest du denn ohne die Diagnose nicht gezweifelt?

        Klar, hätte ich natürlich dann auch.
        Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich nach meinen wenigen Erfahrungen mit Borderlinerinnen bisher, mir kaum vorstellen kann, mal langfristig mit einer betroffenen Person zu arbeiten. Es ist vielleicht die hohe Kunst der Psychotherapie und DBT finde ich hochspannend, aber man sagt ja auch, dass eine Borderlinerin so viel Nerven kostet wie 10 andere Patienten. Ich schätze da ist schon was dran
        Ich habe es ansonsten auch schon in einer Reha-Klinik erlebt, dass die Oberärztin meinte, trotz negativem SKID II solle man einer interaktionell schwierigen Patientin die Diagnose verpassen. Unter anderem mit der Begründung, dass wenn irgendwelche erwartbaren Beschwerden nachkämen, hätte man aufgrund der Diagnose dann als Behandler keine Probleme. Fand ich krass und ziemlich widerwärtig.

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        • Krass. In unserer Rehaklinik wurde nur dann eine PKS vergeben wenn das a) absolut eindeutig war und b) für den Patienten hilfreich (z.B. im Bezug auf berentung). Ansonsten gabs maximal Verdachtsdiagnosen oder „Persönlichkeitsakzentuierungen“

          Ich muss sagen, dass ich Borderliner auch terminlich so lege, dass eher ruhige und interaktionell einfachere Patienten drumherum liegen. Eine Therapie ist schon wesentlich intensiver, aber eben auch in die andere Richtung intensiver, also Erfolge sind oft genauso intensiviert wie Probleme. Ich finde auch, Borderliner haben echt eine massiv stärker ausgeprägte Wahrnehmung und sie merken sehr schnell wenn irgendwas nicht stimmt. Die Rückmeldung ist dann manchmal krass, aber auch hilfreich. Ich habe mir angewöhnt da offener zu sein. Also wenn ich z.B. schlecht drauf bin direkt am Anfang zu sagen, dass ich etwas gestresst bin, das aber nichts mit der Therapie grade zu tun hat. Das erwies sich als hilfreich.

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  10. Egal sagt:

    Been there, done that, NEVER AGAIN!

    Ich hatte eine 6 Jahre dauernde Beziehung zu einer Borderlinerin.
    Die „guten“ Phasen waren der Himmel. Ich glaubte sie könnte meine Gedanken lesen und mir jeden meiner Wünsche erfüllen. Sie war ein Teufel im Bett und den besten Sex meines Lebens hatte ich mit ihr.
    Die „schlechten“ Phasen waren die Hölle. Sie spürte zielsicher meiner Schwächen auf. Ich konnte ihr nichts recht machen, sie drehte „Psychokreisel“ und zermürbte mich.
    Das schlimme war, daß diese Phasen unvorhersehbar wechselten.
    Am Ende der Beziehung war ich selbst stark psychisch angeschlagen und brauchte fast 2 Jahre, um mein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl wieder auf den Damm zu kriegen.

    Mein Fazit: In den guten Phasen war der Sex bombastisch. Letztendlich war es das aber nicht wert. 3 Jahre Beziehung hätten auch voll und ganz gereicht.
    Mein Rat an alle die es hören wollen: Wenn ihr eine Borderlinerin seht, rennt! Rennt so schnell ihr könnt!

    P.S.: Sie war die ganze Zeit über in Therapie. Viel Veränderung hat es aber nicht gebracht. Mittlerweile soll es aber doch eine neue Therapieform geben, die wirklich hilft? Vielleicht kann EMN ja was dazu sagen, ich habe mich seitdem nicht mehr viel damit beschäftigt.

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    • Hmmm, vielleicht DBT? Wobei aus meiner sicht die Therapieform oft weniger entscheidend ist als die Therapiebeziehung. Meist mixen Therapeuten im Laufe ihrer Karriere eh verschiedene Techniken und arbeiten weniger Theoriefixiert.

      Ich denke übrigens auch, dass Borderliner keine „einfachen“ Partner sind (wer ist das schon?) aber es ist auch oft eine Frage der Interaktion. Es gibt Menschen, die genau zu einer Borderlinepersönlichkeit passen, weil sie grade dieses Extreme brauchen. Natürlich sollte man Therapie suchen wenn die Persönlichkeitsstörung einem schadet, aber Ziel der Therapie ist ja normalerweise nicht, die Persönlichkeit komplett zu ändern sondern lediglich so abzumildern, dass der Alltag gut lebbar wird. Eine Borderlinerin die die perfekte Therapie hinter sich hat wird also weiterhin ein bisschen extremer sein, aber halt im weniger krassen Rahmen. Und es gibt Partner, die genau damit super leben können.

      Wenn eine Beziehung nicht läuft oder einem schadet muss das ja nicht zwangsweise heißen, dass einer „falsch“ ist sondern kann auch heißen, dass die Beziehung falsch ist und beide mit anderen Partnern eine bessere Beziehung führen könnten.

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  11. lucifuge sagt:

    Die Mutter meines Sohnes war Borderlinerin.

    Auch wenn sie sich tlw. wie ein Tier benommen hat, war sie kein Tier. Borderliner haben Gefühle. Sehr starke Gefühle. Halt alles eher in schwar und in weiß. Oftmals im Wechsel. Liebe, Hass, Liebe, Hass.

    Borderliner können sehr wohl lieben. Sie können aber auch hassen. Beides können sie extrem. Leider anscheinend eben nur extrem. Die Mutter meines Sohnes war eine sehr heftige Borderlinerin. Als sie mit mir „fertig“ war, war ich es wirklich. Ich war reif für eine Therapie.

    Leider wird das Wort Borderline oftmals durch Menschen herangezogen, die eher narzistisch veranlagt sind. Borderline ist eine extreme, ernstzunehmende Krankheit. Aufgrund meiner Erfahrungen sage ich ganz deutlich, dass Borderliner tatsächlich nicht in der Lage sind, eine Beziehung zu führen. Führen sie dennoch eine, ist es mit unermesslichem Leidensdruck auf den Partner verbunden.

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    • „Aufgrund meiner Erfahrungen sage ich ganz deutlich, dass Borderliner tatsächlich nicht in der Lage sind, eine Beziehung zu führen. Führen sie dennoch eine, ist es mit unermesslichem Leidensdruck auf den Partner verbunden.“

      Und da ist es wieder: Du urteilst ausschließlich aufgrund deiner persönlichen Erfahrung mit einer Person über eine gesamte Menschengruppe.

      Genau durch solche Vorurteile wird uns das Leben unnötig noch schwerer gemacht, als es sowieso schon ist!

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      • IULIUS sagt:

        Borderliner haben nun mal als Gemeinsamkeit doch eher anstrengend zu sein.

        Ich denke mal, da würde ein wenig mehr Aufklärung den meisten doch sehr helfen.

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      • lucifuge sagt:

        Nun ja, frag doch mal ihre Tochter, die durch ihre Borderliner-Mutter auch nach sechs Jahren nachdem die Mutter verstorben ist, immer noch Bettnässerin ist.

        Oder frag doch mal micih: Trotz einer Therapie bin ich immer noch nicht in der Lage locker und frei zu telefonieren, weil es mir durch ihre Ausflipper abgewöhnt worden ist.

        Oder warum ich in der Beziehung zum Alkoholiker geworden bin….

        Es ist einfach unfair, wie ich über Borderliner spreche. MEA CULPA. Die Dame hat ja nur zwei Leben ruiniert. Das dritte konnte sie nicht ruinieren, er war zum Glück zu jung.

        Da ist es völlig daneben, wie ich so verallgemeinernd über Borderliner spreche.

        Mir geht das Gewinsel der armen Borderliner so auf den Sack. Sie sind die Täter, nicht die Opfer.

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        • Ich verstehe, dass du sehr negative Erfahrungen gemacht hast und ich will auch nicht das anzweifeln, was du über deine Ex erzählst.

          Aber: Wenn du Aussagen triffst wie, dass Borderliner generell keine Opfer sondern immer Täter sind, greifst du damit auch mich an und ich habe weder dir noch deiner Tochter was angetan!

          Davon abgesehen, jemandem die Schuld dafür zu geben, dass DU zum Alkoholiker geworden bist… Ich denke, mehr muss man dazu nicht mehr sagen!

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      • F-Trueck sagt:

        Auf welcher Grundlage sollte lucifuge denn sonst urteilen? Er hat diese Erfahrungen gemacht und ich bin der Meinung dass sich jeder selbst sein eigenes Urteil bilden sollte. Das ist wichtig! Es betrifft aber immer auch nur den einen besonderen Fall. Da gebe ich Dir recht. Ein allgemeines Urteil ist nicht möglich, denn jede Person ist anders und jeder neue Fall ist ein anderer den man getrennt betrachten muss. Er hat aber auch kein allgemeines Urteil gesprochen. Kann er ja auch nicht, so nebenbei denn seine Meinung vertritt nicht die Meinung aller. Seine Erfahrungen waren negativ und aus seiner Sicht ist (für ihn) eine Beziehung mit einem Borderliner nicht möglich. Ich würde das mal so stehen lassen. Offensichtlich scheint ein Anteil der Borderliner, wie groß der Anteil ist darüber kann man streiten, tatsächlich nicht in der Lage eine Beziehung auf Dauer zu führen. Scheinbar weil denen ihre eigene Krankheit da im Wege steht. Auch diese Aussage kann man durchaus so stehen lassen.

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        • Man muss jedoch auch berücksichtigen, dass die Borderliner, die es hinkriegen, dann oft gar keine Diagnose kriegen, weil sie keine Behandlung suchen. Das sind dann vielleicht Partner/innen, die man als „temperamentvoll“ oder so bezeichnet obwohl es tatsächlich Borderline ist.

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          • IULIUS sagt:

            @lucifuge,
            vielleicht hast Du den falschen Ansatz. Mit Dich als Opfer und Borderliner als Täter hinzustellen machst Du es Dir ein wenig zu einfach.
            Borderline ist eine Krankheit, zu der die Betroffenen nichts können. Diese Menschen als „Täter“ klassifizieren geht an der Realität vorbei.

            Such mal Deine eigene Verantwortung in Deinem Leben.
            Punkt 1 ist, Du bist eine Beziehung zu einer Borderlinerin eingegangen. Warum? Diese Entscheidung hast allein Du gefällt, nicht die Borderlinerin.
            Punkt 2 Borderliner sind schwierig. Was hast Du in der Beziehung getan um das für Dich zu kompensieren? Hast Du Dich beraten lassen? Bis Du selbsthilfegruppen gegangen?
            Punkt 3 Du hast es zugelassen, daß ein Kind ungehinderten Kontakt zu einer krank machenden Mutter hatte. Wo bist Du da Verantwortung eingegangen das Kind zu schützen?

            Was Du jetzt tun kannst ist Deine Verantwortung übernehmen, Dich nicht mehr als Opfer zu sehen und vor allem für Dein Kind dazusein.

            Ich wette, sobald Du die Verantwortung für Dein Handeln übernimmst klappt das mit der Therapie und Du kommt auch vom Alkohol los. Und vor allem hört Deine Tochter auf ins Bett zu nässen.

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        • “ Er hat aber auch kein allgemeines Urteil gesprochen. “

          siehe:
          „Mir geht das Gewinsel der armen Borderliner so auf den Sack. Sie sind die Täter, nicht die Opfer.“

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          • F-Trueck sagt:

            Naja, gebranntmarktes Kind und so… Womit dann wieder folgende Aussage zutreffen würde:
            “ Er hat diese Erfahrungen gemacht und ich bin der Meinung dass sich jeder selbst sein eigenes Urteil bilden sollte.“

            Das Einzige was er dann nicht machen kann ist zu erwarten dass alle Menschen so denken. Ob er das damit erreichen wollte weiß ich nicht, aber da ich ja vorurteilsfrei bin gehe ich mal nicht davon aus.😉

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            • Es ist doch irrelevant, warum er solche Aussagen trifft! Natürlich wird er seine Gründe haben, die mehr oder weniger verständlich sind, aber das ändert nichts daran, dass er eine gesamte Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Krankheit diskriminiert.

              Ich verstehe, dass du tolerant gegenüber persönlichen Meinungen bist, auch wenn du sie nicht teilst, aber würdest du es genauso verteigen, wenn hier jemand erzählen würde, dass er mal von einem Ausländer verprügelt wurde und deshalb alle Immigranten kriminell sind?
              Ich bin ja auch dafür, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet und diese auch offen aussprechen kann, aber das heißt nicht, dass man jede Aussage, egal wie menschenverachtend sie ist, auch so stehen lassen muss.

              Aus deinem vorherigen Post:
              „Seine Erfahrungen waren negativ und aus seiner Sicht ist (für ihn) eine Beziehung mit einem Borderliner nicht möglich. Ich würde das mal so stehen lassen. Offensichtlich scheint ein Anteil der Borderliner, wie groß der Anteil ist darüber kann man streiten, tatsächlich nicht in der Lage eine Beziehung auf Dauer zu führen. Scheinbar weil denen ihre eigene Krankheit da im Wege steht. Auch diese Aussage kann man durchaus so stehen lassen.“

              Ich stimme völlig mit dir überein, dass man diese Aussagen so stehen lassen kann, aber das sind deine eigenen Aussagen und nicht das, was lucifuge gesagt hat.

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    • wischiwaschi sagt:

      Da ich diverse Beziehungen einer Borderlinderin mitbekommen habe, kann ich das nur bestätigen, diese ist zumindest was die Extremen der Gefühle betrifft genauso. Die Frau hat allerdings auch jedes Mal Typen genommen die für ihre instabile Psyche eine Herausforderung und Qual waren. Aber ein „gesunder“ Mann geht meistens nach ein paar heißkalten Liebe-Hassduschen, ein Mann, der selber psachische Probleme oder ein Helfersyndrom hat, bleibt eher länger bei ihr. So kommt es, dass sie immer mit Männern eine Beziehung hatte, mit denen ich niemals eine hätte haben wollen, weil diese in meinen Augen schon nicht normal waren. Dass sie also ebenso „geschädigte“ Freunde hatte, hat ihre Probleme im Umgang mit Männern, auch Menschen im Allgemeinen, immer weiter verstärkt, da sich somit ja auch noch die Probleme in der Beziehung vervielfältigen.

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  12. Ralf sagt:

    Kann Borderline eigentlich auch eine Ursache von Masochismus sein? Ich meine dieses Verhalten sich selbst zu verletzen (bei Borderline) und die sexuelle Erregung beim zufügen von Schmerz oder Demütigung durch eine andere Person (meist eine Person des anderen Geschlechts) beim Masochismus. Kann das ineinander greifen, oder ist mein Gedanke völlig abwegig?

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    • lucifuge sagt:

      Das „sich selbst zu verletzen“ bei Borderlinern hat keinerlei sexuellen Bezug. Es soll dazu dienen innerlichen Druck „abzulassen“.

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      • unkraut sagt:

        Ich meine auch mal gelesen zu haben dass das immer verschiedene Gründe haben kann:
        Vielleicht das mit dem Druck ablassen am Meisten.
        Aber ich meine auch, wenn ein Kind eine gestörte Beziehung zu seinen Eltern hatte, und dadurch „Liebe durch Schmerzen“ verinnertlicht hatte, kommt auch Masochismus in der Art vor.

        (Wenn man davon ausgeht dass die Beziehung vom Kind zu den Eltern die Grundlage für spätere partnerschaftliche Beziehungen bildet. Gibt es ja auch bei Leuten ohne Borderline, dass die sich Partner aussuchen die wie das gegengeschlechtliche Elternteil sind, um quasi in der Beziehung das zu kompensieren, was sie als Kind nicht hatten. Ich kann mir aber vorstellen dass ein Borderliner meist zu wechselhaft ist, um ein reiner Masochist zu sein. Ist aber nur Spekulation)

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        • lucifuge sagt:

          Die Mutter meines Sohnes hatte zumindest nichts masochistisches in sexueller Hinsicht. Dass Borderliner sich durch ihr Verhalten oftmals selbst schädigen, steht auf einem anderen Blatt.

          Kindheit ist ein heikles Thema bei Borderlinern. Geht man ja davon aus, dass die Grundlagen für die Erkrankung durch traumatische Kindheitserlebnisse gelegt werden. Die Mutter meines Sohnes hat ihr Geheimnis leider mit ins Grab genommen.

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  13. Graublau sagt:

    Ich musste sofort an die Erfahrungen von Wolle Pelz und dem Autoren des Männerstreik-Blogs denken:
    http://www.nuklearsprengkopf.de/2013/11/borderline-was-ist-mit-den-angehoerigen/
    http://www.nuklearsprengkopf.de/2014/01/gewalt-durch-maenner-ist-systematisch-die-durch-frauen-nicht/
    http://maennerstreik.wordpress.com/2013/11/01/antwort-auf-den-offenen-brief-von-thomas-fuegner/

    Da bin ich doch froh, dass ich diese Erfahrung bisher nicht hatte. Selbst der oben angesprochene „beste Sex meines Lebens“ wäre mir das nicht wert. Aber schön zu lesen, dass es anscheinend Menschen gibt, deren Persönlichkeit gut zu Borderlinern passt.

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  14. wischiwaschi sagt:

    Ich kenne eine Borderlinerin und leider, auch wenn der Kommentar von Rechtsi ja dirch den Comic eigentlich kritisiert werden soll: Er stimmt. So wie ich die Erfahrung gemacht habe (und das soll, wie ich hörte und las, auch typisch sein), haben Borderliner eine komplett andere Ansicht und auch ein anderes Verständnis von Dingen, die um sie herum geschehen, als sämtliche Freunde und Verwandte etc. um sie herum. Bauen sie z.B. Mist und bekommen dafür die Konsequenzen zu spüren, sind es immer andere Schuld, dass sie unter der Konsequenz nun zu leiden haben, aber niemals sie selber und nicht ihr eigenes Verhalten… Das ist es was es so schwer macht, einer Borderlinerin zu sagen: „Du musst doch wissen dass x zu y führt, und wenn y dann passiert, ist nicht Person Z daran schuld, sondern du, wenn du x machst“ Der Satz wird als absolute Lüge und irre angesehen, d.h. die Borderlinerin, die ich kenne, schafft es dadurch nie, aus dem Teufelskreis herauszukommen, in den sie sich jedes mal selber rein bringt. Weil ihrer Ansicht nach alle anderen an ihren Miseren Schuld sind, aber nicht ihre eigenen Aktionen. Es ist wirklich sehr schwer, diese Borderlinerin zur Raison und Vernunft zu bringen, oder zumindest dafür zu sorgen, dass sie nicht vor Wut noch größeren Mist baut…

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  15. wollepelz sagt:

    Da ich mit einer Borderlinerin zusammen war und massive Gewalt erfahren habe, kann ich den Comic in keinster Weise nachvollziehen. Ihre Tochter nässt im Teeniealter übrigens immer noch wegen ihr ein.

    Mein Sohn war zum Glück zu klein, das alles mitzubekommen.

    Borderline mag vielleicht zur „Modediagnose“ verkommen sein, dennoch verdient die Erkrankung eine andere Würdigung als dieser Comic zeigt.

    Ein kleiner Blick auf mein damaliges Leben:
    http://www.pelzblog.de/2014/10/borderline-erinnerungen-an-die-hoelle/

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    • david sagt:

      Ich nehme an, du warst mit einer Person zusammen, nicht mit einer Diagnose.

      Ich gebe zu, auch schonmal einem Bekannten, der mit einer Borderlinerin angebandelt hatte, unzweideutig bei der ersten Erwähnung empfohlen zu haben, die Beine in die Hand zu nehmen.

      Aber es gibt auch Borderlinerinnen, die in ihren Beziehungen stets auf der Opfer-, nicht auf der Täterseite landen.Da sie oftmals ihre eigenen Grenzen überhaupt nicht wahrnehmen und setzen können, dazu in der Regel über ein mickriges Selbstwertgefühl verfügen und an dementsprechende Partner geraten, die das auch auszunutzen wissen.

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      • wollepelz sagt:

        Ich habe jetzt eine Menge geschrieben und wieder gelöscht.

        Die Artikel im pelzblog sagen genug aus.

        Mir ist der Einwurf der Borderlinerin als Opfer auch zu politisch korrekt und irreal.

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        • david sagt:

          Die Artikel im pelzblog sagen genug aus.

          Über deine Ex. und dich. Aber nicht zwingend über Menschen mit BPS im Allgemeinen.

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          • IULIUS sagt:

            @Wollepelz,
            ich bin der Meinung, Du bist a) die Beziehung mit der Bordelinerin eingegangen und hast b) das Verhalten der Borderlinerin zugelassen.

            Die Probleme würde ich an Deiner Stelle nicht bei der Frau suchen, sondern allein bei Dir. Die Borderlinerin hat lediglich Deine Schwachstellen aufgezeigt. Helfen kannst Du ihr eh nicht. Sieh zu, daß Du Dein Leben in den Griff bekommst.

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            • wollepelz sagt:

              Völlig asoziale Aussage. Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht. Du darfst das ihrer Tochter erzählen, die nach wie vor in psychologischer Behandlung.

              Da sollte jemand anderes seine Schwachstellen betrachten.

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          • wollepelz sagt:

            Da ich keine Abhandlung über Menschen mit „BPS im Allgemeinen“ geschrieben habe, gratuliere ich Dir zu Deiner Feststellung.

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