Therapiegeheimnisse.

Veröffentlicht: April 24, 2014 in Comics, Psychozeug
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Kommentare
  1. Bienchen sagt:

    Leider schon andere Erfahrungen gemacht… also es wurde deutlich gewertet… deswegen bei der Person auch nur die ersten 5 Stunden genommen.

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    • Schade. Ich kann natürlich nur von dem ausgehen was ich von Kollegen und halt mir selbst mitgekriegt habe. Ich kann mich echt an keine Situation erinnern, in der ich dachte „Oh mein Gott, was für ein schrecklicher Mensch“ wenn mir jemand was erzählt hat wofür er sich schämt. Das schwankte so von „Ist doch normal“, „Was kannst du dafür, dass dein Opa Nazi war?“, „Ja, blöde Sache, passiert halt.“ oder „Scheiße, wie schlimm für dich.“

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  2. Kinch sagt:

    Gute Theras: Ja. Gibt aber tatsächlich auch Ärsche, die Sachen verurteilen. Kenne da auch Aussagen wie, man sei selbst Schuld, wenn man gemobbt wird. Ist doch kein Grund deswegen essgestört zu sein.

    Eine Freundin von mir hatte mal ne Therapeutin, die mit ihren Eltern befreundet war. Die Thera hatte tatsächlich alles an die Eltern weiter erzählt, obwohl meine Freundin überhaupt nur mit der Bedingung bereit war zu reden, dass genau das nicht passiert.

    Mir echt schleierhaft wie manche in diesem Feld drauf sind.

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  3. Bombe 20 sagt:

    Bombe 20s Servicekommentare
    Heute: Wie man mit einem Satz eine Psychotherapie beendet.

    P: …und das habe ich als existentielle Bedrohung erlebt.
    T: Mir hat’s doch auch nicht geschadet.

    Die Vorteile dieses Vorgehens gegenüber dem näherliegenden „Stellen Sie sich doch nicht so an!“ sind klar: Durch das Einführen der persönlichen Ebene untermauert der Therapeut die Gültigkeit seiner Aussage durch eigene Erfahrungen (s. „Lived Experiences“) und kann sich gleichzeitig über den Patienten erheben.

    Wir hoffen, Ihnen haben unsere Tipps gefallen und Sie schalten auch nächstes Mal wieder ein.

    Bombe 20

    (Kaum beruhigend, daß es woanders offenbar noch schlimmer ist.)

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    • Kinch sagt:

      kann sich gleichzeitig über den Patienten erheben.

      Ich glaube, das ist für nicht wenige tatsächlich sehr wichtig für das eigene Selbstwertempfinden.

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      • Bombe 20 sagt:

        Kinch,

        so, glaubst Du. Bedeutet das, daß wir in 30 Jahren eine Therapeutenknappheit bekommen werden, weil man das heutzutage ganz ohne aufwendiges Studium einfach bequem von zu Hause aus in Blog-Kommentaren erreichen kann?

        B20

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  4. Tante Jay sagt:

    Ich hatte: Einen Therapeuten, der mir erzählt hat, dass meine Depressionen auf den Kaffeekonsum zurückzuführen sind. Kaffee weg und mir gehts gut.

    Einen Therapeuten, der mich rundweg ausgelacht hat, weil ich mich so anstelle.

    Und jetzt – endlich – eine Therapeutin, die mich ernst nimmt, mich nicht mit Homöopathie belästigt und die so langsam aber sicher die Ursachen findet. Das Ergebnis ist nicht schön, aber ich kann damit leben.

    Mit den Therapeuten oben konnte ich es fast nicht.

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    • What the fuck? Es ist mittlerweile sogar erwiesen dass Kaffee nicht ungesund ist und wenn er einen Effekt auf die Stimmung hat, dann eher aktivierend. Wenn du ohnehin schon depressiv bist auch noch den Kaffee wegzulassen führt im blödesten Fall zu einer Verschlimmerung. Vollidiot.

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      • Gerry sagt:

        Die Sekundäre Pflanzenstoffe von Kaffee sind Herzinfarktrisikosenkend. Man sollte aber auch immer genug trinken hab ich gehört, weil wahrscheinlich (wie bei Ethanol) das ADH hemmt und man deshalb Wasser verliert (?). Wenn der Therapeut Depressionen auf Kaffee schiebt, dann eventuell um einen Placebo-Effekt auszulösen. Welcher Wirkstoff soll das dann auslösen? SInd die Depressionen auch bei Tee vorhanden? Wenn nicht, wieso dann nicht?

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        • Soweit ich weiß ist das mit dem wassertreibenden Kaffee mittlerweile etwas entspannter und Kaffee trägt trotzdem zur normalen Flüssigkeitsaufnahme bei.

          Ich dachte auch entfernt an Placebo, aber da die Koffeeinentzugserscheinungen Kopfweh, Niedergeschlagenheit und Reizbarkeit sind wäre das ultradämlich.

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        • Matthias sagt:

          „Die Sekundäre Pflanzenstoffe von Kaffee sind Herzinfarktrisikosenkend.“

          Vermutlich schon. Aber: Koffein führt zu Adrenalin-Ausstoss. DAS soll das Risiko für Herzinfarkte senken?

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          • Kaffee senkt sogar den Blutdruck und DAS senkt das Infarktrisiko definitiv. Der Körper ist für Adrenalinausstöße gemacht, Herzschädigend sind langfristige Belastungen fürs Herz (Bluthochruck, verkalkte Arterien, mehr Körpermasse zu versorgen/Fett, untrainiertes Herz/mangelnder sport). Sport erhöht auch kurzfristig den Blutdruck, es wäre aber idiotisch zu sagen „Sport erhöht den Blutdruck, und DAS soll gut fürs Herz sein?“

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            • Matthias sagt:

              Sorry, aber das kenne ich auch in der umgekehrten Version. Okay, wennd er Patient koffeinsüchtig ist, beeiflusst es den Blutdruck nichtmehr doer kaum noch.

              Adrenalinstöße? Ich meinte einen chronisch zu hohen Adrenalinspiegel. Bedingtdurch ständig zu hohen Coffeinspiegel. Mit Sport ist Coffein nicht vergleichbar.

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              • Ach so, der Körper gewöhnt sich ans Koffein, so dass der Blutdruck nicht mehr beeiflusst wird, aber er gewöhnt sich nicht ans Koffein, so dass es den Adrenalinspiegel chronisch erhöht?

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                • Matthias sagt:

                  Die Toleranzeffekte werden für jeden der Wirkmechanismen unterschiedlich stark sein.

                  Der Hauptwirkmechanismus der Coffeins – also im Nervensystem am Rezeptor für Adenosin – wird eine andere Toleranzwirkung haben als der mit dem Adrenalin. Letzterer besteht, wenn ich mich recht erinnere, darin, dass Koffein in einen Signaltransduktionsweg eingreift. Coffein hemmt dabei glaub ich eine Phosphodiesterase.

                  Das ist schon ein Unterschied.

                  Somit ist mein Geschreibsel dazu kein Widerspruch.

                  Danke für den Link – lese ich morgen oder die Tage.

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                • Matthias sagt:

                  Okay, doch schon jetzt gelesen, weil sehr kurz.

                  Ich weiß nicht, wie es ist. Kann sein, dass Coffein Depressionen insgesamt vorbeugt. Kann aus meiner Sicht aber auch das gegenteil sein. Oder nichts von beiden.

                  Die Stimmung hellt er auf. Man sollte meinen, dass das eine antidepressive Wirkung ist.

                  Aber dann die Sache mit der Tryptophan-Hydroxylase. Und die mit dem Adrenalin.

                  Und dann die Tatsache, dass es Menschen gibt, die auf dem Markt Kaffee, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder eine Psychoterapie verkaufen wollen..

                  …man kann einfach keinem mehr trauen bzw. glauben. Eine gewisse Skepsis ist immer angebracht.

                  Geht ja nicht gegen Dich.

                  Ich finde Dich & Deinen Blog sonst ganz witzig!

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      • „Vollidiot“

        Na, ob die Homopötin mit ihren Glaubolies besser ist?

        *Excrementum caninum , ( Hundekot )*

        http://www.homoeopathieforschung.de/mittel.php?reper=19

        Fällt mir gerade ein, letztens hattest Du doch ein Kopftuchcomic. Jedenfalls fällt mir gerade ein, heute Nacht meinen Aluhut nicht zu vergessen …

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      • Matthias sagt:

        @ Erzählmirnixe

        Vorsicht! Ich trinke zwar auch gern Kaffee – mal mit, mal ohne Koffein.

        Es kann auch gut sein, dass Koffein über irgendwelche Wirkmechanismen Depressionen vorbeugt. Stimmungsaufhellend wirkt es ja.

        ABER: Ich habe mal gelesen, dass Koffein die Tryptophan-Hydroxylase hemmt. Die ist eines der beiden Enzyme, die aus L-Tryptophan Serotonin macht.

        Das heißt zumindest theroetisch (Ich weiß nicht, wie stark und nenneswert dieser Effekt ab welcher Koffeinmenge ist.) könnte Koffein die körpereigene Herstellung von Serotonin behindern.

        Das soll Depressionen lindern? Ich denke, eher forcieren oder gar auslösen!

        Es kann zwar sein, dass Kaffee teils gesund ist, aber er ist auch ein Geschäft. Und da kann auch mal gelogen/übertrieben und untertrieben werden.

        Hier Quelle:

        http://tryptophan-supplementation.blogspot.de/

        „Gleiches gilt für Coffein, das ebenfalls die Aktivität des Enzyms Tryptophan-Hydroxylase reduziert (Lim et al 2001). Ein regelmäßiger Kaffeegenuss kann sich daher ungünstig auf die Serotoninsynthese auswirken.“

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        • Zunächst mal, gehen wir mal davon aus, diese Theorie, welche mit viel „könnte“ oder „es gibt Hinweise“ etc. einhergeht, sei korrekt.
          Es wäre dennoch absolut daneben, dies als Auslöser/Grund für eine Depression darzustellen. Es wäre vertretbar zu sagen „Da Kaffeegenuss im Verdacht steht Depressionen zu begünstigen wäre es langfristig eine Überlegung, Ihren Kaffeekonsum zu reduzieren oder einzustellen.“, aber den Eindruck zu erwecken, dass x Tassen Kaffee „schuld“ an der Depression sind ist Quatsch. Es gibt auch deutliche Hinweise darauf, dassgrüner Tee gegen Depressionen wirkt, aber ein Depressiver wird auch nicht davon gesund, dass er anfängt 2 Liter Grüntee zu trinken. Ich empfehle es meinen depressiven Patienten dennoch, wenn sie den Geschmack OK finden, weil es eine UNTERSTÜTZUNG der Behandlung sein kann. Genau wie Ausdauersport, regelmäßiger Schlaf und andere Dinge. Aber eine Depression ist nicht monokausal, es gibt verschiedene Dinge die Zusammenspielen (genetische Veranlagung, Lerngeschichte, akute Belastungen, etc.) und Kaffee ist da unter Garantie nicht der Hauptauslöser. Plus, da wie gesagt, Koffeeinentzug erstmal direkte negative Folgen auf Stimmung und Körper hat wäre es aus meiner Sicht absolut falsch einem akut Depressiven zusätzlich noch diese Belastung zuzumuten, die die Depression in dem Moment weiter verschlimmern kann. Das würde ich wenn, ann evtl. unter Langzeitprävention fassen, wenn der Patient stabil ist und es um Rückfallprophylaxe geht.

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          • Matthias sagt:

            Also ich habe jetzt selbst nicht den konkreten Verdacht, dass Coffein der Hauptauslöser für Depressionen ist. Ich weiß, dass das vielschichtig ist, wie alles in Lebewesen.

            Für möglich halte ich es aber, dass er ein Auslöser ist. Dass er der Hauptauslöser ist, mag unwahrscheinlich sein, ist aber nicht völlig unmöglich.

            Was das „Könnte“ betrifft:

            Was da steht, klingt schon so, als wäre es klar bewiesen, dass Coffein ab einem bestimmten Spiegel (Wie hoch der auch immer ist und wieviel Tassen Kaffee das sind.) die Serotoninsysntese blockiert. Wieso sollte das, wenn der Effekt stark genug ist, kein entscheidender Auslöser für Depressionen sein können?

            Nehmen wir einmal an, der Effekt von Koffein auf die Tryptophan-Hydroxylase ist stark genug, um ein Hauptauslöser für Depressionen bzw. ein Hauptauslöser für Depressionen-provozierenden oder Depressionen-verstärkenden Serotoninmangel zu sein:

            Wäre es DANN nicht einfach nur logisch, anzunehmen, dass es in einer Nation, die viel Kaffee in sich reinschüttet, auch viel Depressionen gibt? Natürlich nicht bei jeden, aber bei bestimmten Leuten, die z.B. aufgrund ihrer genetischen Veranlagung vulnerabel genug dafür sind?

            Und dass in solch einem Fall sowohl die Hersteller von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern („Aniti-Depressiva“) als auch Therapeuten ein großes finanzielles Interesse daran haben, dass es bei Depressiven nicht einfach mal mit einem Koffeinentzug versucht wird?

            Klar: Am Anfang dieses Entzuges wäre der Patient noch depressiver. Aber nach ein Paar „dunklen“ Tagen, wenn er sich daran gewöhnt hat, auf Koffein zu verzichten, könnte dann doch – zumindest rein theoretisch – die Serotonin-„Sonne“ aufgehen.

            Ich weiß es nicht.

            Ich selbst trinke gerne Kaffee. Nicht jeden Tag mit Koffein. Bin ja kein Drogenabhängiger.

            Und rechierchiere manchmal hinter dieser meistkonsumierten Droge der Welt her.

            Mit Depressionen kenne ich mich nicht/kaum aus und will mir auch nichts über diesbezügliche Therapeuten & Patienten anmaßen.

            Aber eines weiß ich: Wir haben ein hochkommerzielles Gesundheitssystem.

            Es gilt der Spruch von Eugen Roth:

            Was bringt den Doktor um sein Brot? A die Gesundheit, B der Tod. Drum hält er uns, auf das er lebe, zwischen beiden in der Schwebe.

            Was haben die Pharmazeuten davon, wenn Depressive nicht sofort Serotonin-Wiederaufnahmehemmer veschrieben kriegen, sondern es erstmal mit einem Koffein-Entzug versuchen? Rein gar nichts. Die Koffein-Entzugserscheinungen dauern nur wenige Tage.

            Was haben Psychologen & Psychiater davon, dass es menschen mit Depressionen/leichten Depressionen/verdacht auf Depressionen u.ä. erstmal nur mit Koffeinentzug versuchen?

            Auch nichts.

            Denn was wäre, wenn der Koffeinentzug wirkt? Und der Patient sich gut fühlt? Und sich nicht mehr als „behandlungsbedürftig“ ansieht?

            Dann gucken Pharmazeuten & Therapeuten in die Röhre…

            …wobei: angeblich haben Therapeuten so oder so genug zu tun heutzutage (?).

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  5. Dummerjan sagt:

    EIgentlich ziemlich gut getroffen. However: Wenn jemand sich aufgrund seiner inneren Konstellation als total abartig vorkommt, aber dies nicht notwendigerweise gesellschaftlich so wahrgenomen wird, bleibt ja das Problem bestehen.

    Insofern, geht es doch schon am Problem vorbei. Mannomann, liebe erzählmirnix, die Treffsicherheit der Comics läßt stark nach, von 100% auf 99,8734446291%.

    So darf das nicht weitergehen.

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  6. primamuslima sagt:

    Mein Therapeut hat mir immer erzählt was er selber alles nicht auf die Reihe bekommt..motiviert!

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  7. Ikna sagt:

    Hmm…

    Was mir in meiner Therapie, die leider vor nem dreivierteljahr (nach bereits schon zwei Verlängerungsanträgen, inklusive Therapeutenwechsel wegen Mutterzeit) mit den Stunden ausgelaufen ist (aber blöderweise nur soweit kam dass ich jetzt zwar weiß was schiefgeht aber immernoch nicht wie es stattdessen laufen soll.. ) gefehlt hat ist die Täterrollenverarbeitung, gerade in Verbindung mit Opferrollenverarbeitung.. wer lernt „du bist nicht schuld für das was dir passiert ist“ gibt ja größtenteils (zeitweise wenigstens) den/dem/der Täter/in die Schuld/Verantwortung, und umgekehrt dasselbe für die Situation wo man selber Täter war..

    Und wenigstens mir fällt das verdrängen von fremden Fehlern wesentlich leichter als das von eigenen ^.^‘.. was extrem kontraproduktiv ist wenn die eigenen unter anderem ein Resultat der fremden sind und die daher eigentlich wichtiger wären für die Verarbeitung als die eigenen..

    Bah, mein Hirn ist doof.

    Frage an alle:
    Gibt es eigentlich irgendwelche Hinweise wie sich z.b. AD(H)S-Diagnostizierte verändern wenn sie adult Sauerstoffmängel erleiden? Also wieweit das manche Merkmale verfestigt, auslöscht, neue schafft?

    Gruß

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  8. Also ich habe bisher ausschließlich die untere Schiene erlebt, auch wenn die Furcht vor dem oberen Bild durchaus in mir rumgegangen ist – und vor einem Therapie-Versuch mit was Neuem wohl genau wieder kommen würde. Auch wenn ich es aus Erfahrung besser weiß und es nur eine irrationale Furcht ist. Ich hoffe, möglichst wenige Patienten bekommen das Obere ab.

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