Gründe.

Veröffentlicht: Oktober 7, 2014 in Comics
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essen

Kommentare
  1. St. Elmo sagt:

    Gnihihihi

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  2. LoMi sagt:

    Hm, dokumentierst Du hier, dass Du immer dasselbe verstehst, egal, was die Leute sagen? ^^ Das könnte man durchaus so lesen, hätte man Böses im Sinn (habe ich nicht).

    Ansonsten hast Du ja damit sozusagen für alle denkbaren Diskussionsverläufe bereits Deine Position klar gemacht mit diesem Comic. Den kannst Du dann in Forendebatten hervorziehen, damit alle sich lange Argumentationen sparen können.

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    • Als solcher war er auch gedacht^^

      Dass Fettgewebe von überschüssiger Energiezufuhr herrührt ist nunmal Fakt. Warum die Energiezufuhr zu hoch war ist ja wieder ne andere Frage, aber ohne zu viel essen wird man auch nicht dick. Das ist wie ein Alkoholiker der sagt „Meine Gene haben mich Alkoholkrank gemacht obwohl ich noch nie ein Glas Alkohol getrunken habe.“

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      • LoMi sagt:

        Gut, dann sparst Du ja jetzt viel Zeit, indem Du in den einschlägigen Diskussionen lediglich auf den Comic hier verlinkst! Vielleicht sollte ich das auch mal tun. Dann kann man sich auch wieder anderen Dingen widmen *gg*

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        • Führst du denn oft einschlägige Diskussionen?^^

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          • LoMi sagt:

            Ja, leider. Nicht zum Thema Dicksein, aber zu anderen Themen. Und mit diesen Diskussionen verbringe ich eindeutig zu viel Zeit.

            Im Übrigen, seit ich bei Dir mitlese und Deine Thesen zum Zusammenhang von Kalorienmenge und Dicksein kenne, habe ich meine Unbeschwertheit verloren, dachte ich doch früher, ich sei schlank aus Veranlagung. Ist aber kein Vorwurf. Den Tatsachen muss man ja ins Auge sehen.

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            • Wenn man immer schlank war und mitkriegt wie andere Menschen kämpfen mit dem Gewicht, entsteht vermutlich schnell der Eindruck, man sei von Natur aus schlank, da man sich ja nicht bewusst was versagt/verzichtet und natürlich auch Phasenweise frisst wie ein Scheunendrescher. Aber dank des geringeren Appetits stechen halt die Phasen, in denen man eher wenig isst oder Mahlzeiten vergisst nicht heraus sondern sind „normal“.

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            • @ LoMi

              Ich war immer schlank und dieser Zusammenhang mit den Kalorien, den bösen Schrankbewohnern die nachts bei manchen Leuten die Klamotten enger nähen, ist mir eigentlich schon immer klar. Wer viel isst und sich nicht entsprechend bewegt, nimmt nunmal zu … Deswegen bin ich, was das betrifft, trotzdem unbeschwert. Übrigens, schönes Wortspiel … UNBESCHWERT hihi.🙂

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  3. Angi sagt:

    Dann hab ich ja Glück, dass ich ein mieser Futterverwerter bin. Die Mengen, die ich früher in mich reinstopfen musste, um nicht abzunehmen, hätten manch anders disponierte Person echt fett machen können. Bakterienkulturen im Darm sind anscheinend mit beteiligt. Gott sei Dank schlage ich nach Mama. Magere Rasse. Tante väterlicherseits und Oma sind bzw waren einfach sehr dick…

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    • LoMi sagt:

      Angie, EMN meint aber, dass die von Dir angeführten Gründe eben NICHT der Grund für Dein Schlanksein sind.

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    • Studien zufolge macht das nicht viel aus, es sei denn du hast eine Erkrankung wie Nahrungsmittelunverträglichkeit, Resorbtionsstörungen, unbehandelten Diabetes, o.ä., wo das Essen unverarbeitet ausgeschieden wird (das geht aber mit massiven Symptomen einher).

      Einfach so Nahrung unverdaut ausscheiden ist eher nicht der Fall. Meine These ist eher, dass dein Appetit naturgemäß geringer ist und du schnell das Gefühl hast „in dich reinzustopfen“, wo eine adipöse Persn vielleicht grademal denkt „Das war jetzt ein netter kleiner Snack“. Viele Unterschiede erklären sich durch diese ganz unterschiedliche Wahrnehmung.

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      • St. Elmo sagt:

        @Angi ob du jetzt nur 90% der zugeführten Energie nutzt oder die vollen 100% macht am Ende nicht so viel aus.

        Das du dir Nahrung mit einem Brennwert von 2500 kcal zuführst und davon nur 2250 kcal verwertest und der Rest ungenutzt ausgeschieden wird, kann gut möglich sein.
        Aber ob du Dick wirst entscheidet am Ende wie viel der Zugeführten 2250 kcal du verbrauchst und wie viel davon in Fett umgewandelt und eingelagert wird.

        Sobald die Zufuhr > Verbrauch ist fängst du an Energiereserven zu bilden und das führt zur Gewichtszunahme.

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  4. Cyrano sagt:

    Was mir nicht so richtig in den Kopf will: Entgegen jeglicher Varianz bei der Nahrungsverwertung wurde von dir drüben bei Christian eingewandt (und von denen, die Evolution als Antwort auf alle Fragen heraus brüllen wurde das heftig umarmt), das schlechtere Nahrungsverwerter längst ausselektiert worden wären.
    Aber wir lassen bei allen anderen Körperfunktionen Varianz zu. Wir gehen nicht davon aus, dass jeder Mensch mit dem richtigen Training auf dem Niveau von Bolt laufen könnte, sich die Fußfertigkeiten eines Messi erarbeiten, ja, bei der Intelligenz ist eine starke individuelle Varianz sogar eines der liebsten Steckenpferde der (Radikal-)Biologisten. Warum soll es so undenkbar sein, dass bei zwei im Großen und Ganzen ähnlich gebauten Individuen mit gleichen Tagesabläufen der Umsatz um ein paar 100 Kalorien variieren kann?
    Warum ist die so beliebte Formel „im Schnitt“ bei biologischen Vorgängen ausgerechnet hier außer Kraft gesetzt?

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    • Ich bestreite doch gar nicht, dass „ein paar hundert Kalorien“ möglich sind. Forschungsergebnisse zeigen, dass bis 300 Kalorien Stoffwechselunterschiede möglich sind.

      Ja und?

      Ich leiste mir auch keinen Luxusurlaub im 5 Sternehotel, nur weil mein Nachbar Bankmanager ist und es sich leisten kann. Ich muss nach MEINEM Umsatz rechnen. Leute, die trotz Überschuss kein Fett einlagern sind totgeweiht (ich habe von einer Frau gehört mit dieser seltenen Krankheit und sie muss nachts aufstehen um zu essen. Der Körper ist halt auf Fettspeichern ausgelegt, sonst wären wir tot.)

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      • Cyrano sagt:

        Ei gut, 300 war sogar in etwa die Größe, die ich mir vorstellen konnte, ohne Studien dazu zu kennen. Bei jemanden, der seinen Umsatz nicht genau kennt – behaupte mal, die meisten Menschen – und sich zum Beispiel an einem der oberen publizierten Richtwerte orientiert, kann sich das Tag um Tag schon leppern. Das würde zumindest einige der “ ich esse normal und nehme trotzdem zu“ Fälle erklären, ohne dass deine grundlegende Argumentation davon angetastet würde.

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        • Natürlich sind die Pauschalempfehlungen von ca. 2000 Kalorien pro Tag nicht anwendbar individuell. Eine 150cm Frau die im Büro arbeitet und 1x die Woche zum Yoga geht hat einen komplett anderen Bedarf als der 190cm Maurer, der 5x die Woche ins Krafttraining geht.
          Aber die Unterschiede gibt es doch immer, denn wie gesagt, ich muss ja auch nach meinem Einkommen haushalten und kann nicht einkaufen als verdiente ich wie mein reicher Nachbar, snst bin ich ruck zuck verschuldet.

          Und soweit ich weiß wurde nie ein Fall gefunden, in dem jemand unter 1000 Kalorien verbrauchte. Der niedrigste mir Bekannte wert liegt bei ca. 1200-1300 Kalorien für sehr kleine und sehr inaktive Frauen.

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          • Cyrano sagt:

            mir ging es tatsächlich nur um die Frage, ob du bei ähnlichem Körperbau generell die Möglichkeit der von mir oben genannte Varianz bestreitest, weil es an einigen Stellen früher so klang. Abseits davon muss man mich nicht überzeugen, dass essen der wichtigste Faktor ist: klar.

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      • david sagt:

        Ach, da schau an. 300 Kalorien Resorptionsvarianz sind doch nicht so wenig. Dann rechnet man noch die Thyroxin-Varianz dazu, die für einen höheren Grundumsatz sorgt, und mein „ich kann essen was ich will“ kommt schon fast wieder hin ;-P

        Kannst du mir ne Quelle zu den Studien nennen? Die brauch ich unbedingt!

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        • Habe grade in meiner mittlerweile leider etwas unübersichtlich-umfangreichen Sammlung geschaut und bin auf diese Links gestoßen:

          Studien zum Verbrauch und Kalorienunterschieden zwischen Menschen: http://examine.com/faq/does-metabolism-vary-between-two-people.html

          Zitat daraus: „One study[1] noted that one standard deviation of variance for resting metabolic rate (how many calories are burnt by living) was 5-8%; meaning 1 standard deviation of the population (68%) was within 6-8% of the average metabolic rate. Extending this, 2 standard deviations of the population (96%) was within 10-16% of the population average.[1]

          Extending this into practical terms and assuming an average expenditure of 2000kcal a day, 68% of the population falls into the range of 1840-2160kcal daily while 96% of the population is in the range of 1680-2320kcal daily. Comparing somebody at or below the 5th percentile with somebody at or above the 95th percentile would yield a difference of possibly 600kcal daily, and the chance of this occurring (comparing the self to a friend) is 0.50%, assuming two completely random persons.“ –> und ich glaube, da wurden nichtmal gleich große/schwere Menschen verglichen(?)

          Hier noch zum x-Mal essen pro Tag Mythos:
          http://examine.com/faq/do-i-need-to-eat-six-times-a-day-to-keep-my-metabolism-high.html#summary2

          Und hier zwei süße kleine Videos in denen „Menschen mit langsamem Stoffwechsel“ mal getestet wurden und ich wil nicht Spoilern, aber…. sie hatten keinen^^

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        • *chrchr* das letzte Video ist so… typisch😀 Sie testen sie, sagen ihr sie verbrennt vollkommen normal viele Kalorien (2000-2300) und sie besteht darauf sie esse nur 1400 Kalorien und nimmt nicht ab.
          Und am Ende sagt sie, dass der Arzt irgendwas über „den Stoffwechsel ankurbeln“ gesagt hat und dass das doch irgendwie zeige, dass es doch am Stoffwechsel liegt.

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        • david sagt:

          Okay danke, schau ich mir heute abend mal an!

          Also bei einem Standardwert von 2000 kcal haben wir ein Konfidanzintervall, dass sich über 600 Kilokalorien erstreckt. Der eine kann also eine volle Mahlzeit dieser Art (http://eatsmarter.de/rezepte/lammhackbaellchen-ragout) mehr verdrücken als der andere, bei gleichem Resultat.

          Wenn neben Resorptionsvarianz auch noch die Grundumsatz-Varianz (Schilddrüse) ne Rolle spielt und ich keinen Denkfehler mache, kommt erst recht was zusammen.

          Und dann reden wir noch von den Randbereichen, nicht mal von den Extrembereichen außerhalb des 95%-Intervalls. Aber die 5% werden es ja meist sein, die einen besonderen Stoffwechsel behaupten zu haben.

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          • david sagt:

            übrigens danke für deinen Tipp mit den Nüssen, hab mir heute morgen erstmals welche gekauft😉

            Was ist eigentlich der ideale BMI bei einem Mann?
            Hab meinen grade ausgerechnet und war überrascht, dass ich mit 21,2 ja doch noch im Normalbereich liege.
            25 scheint mir aber bei Männern eher am optischen Ideal zu liegen.

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            • Ich glaube auch, dass Männer am oberen BMI tendenziell attraktiver sind, aber nur wenns mehr Muskelmasse ist und nicht der typische Skinnyfat mit Puddingärmchen und nem Bauchansatz. Dann lieber Puddingärmchen ohne Bauchansatz😀

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          • Moment, zur Resorbtionsvarianz hab ich nichts, das war jetzt rein der BMR. Und wie gesagt, wenn dabei nichtmal gleich große/schwere Menschen verglichen wurden ist die Differenz echt winzig.

            Ich verstehe ehrlich gesagt so gar nicht warum menschen sich daran aufhängen, dass andere 600 kalorien mehr verdrücken können ohne zuzunehmen. Mein Mann kann auch wesentlich mehr essen, einfach weil Männer per se nen höheren BMR haben und er dazu noch erheblich größer ist. Ja und? Selbst wenn ich 500 Kalorien weniger als er essen muss, bedeutet das doch nicht, dass ich deshalb nicht schlank sein kann. Wenn ich vollkommen inaktiv wäre, würde ich trotzdem noch (wäre ich schlank) 1500 Kalorien verbrauchen. Mit 1000 Kalorien würde ich also ohne jeglichen Sport noch wunderbar abnehmen können und das ohne zu hungern. Wo ist da das Problem?

            Und weil ich weiß, dass du das gegenteilige Problem benörgelst… iss eine verfickte Handvoll Nüsse pro Tag mehr und du schaffst locker die Kalorien um zuzunehmen. So schwer ist das doch nun echt nicht😀

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          • david sagt:

            Konfidanz, Resorption…was schreib ich denn da?

            Also ich glaube „Skinnyfat“ passiert mir so schnell nicht, auch wenn ich nur Nüsse esse.

            Mein Körper baut einfach kein Fett an🙂 Wahrscheinlich würde ich mit ein bisschen häufiger Tennis oder mal Krafttraining wohl am ehesten zunehmen, das zeichnet sich am schnellst an der Kleidung ab.

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      • Margret sagt:

        „Forschungsergebnisse zeigen“ – könntest Du die mal verlinken oder genau benennen? Ich fände es besser, solche Aussagen klar zu belegen.

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    • Klaus sagt:

      Ein paar hundert Kalorien sind doch nix, Kekskrümel o.ä. Anders sieht es aus, wenn Du von ein paar hundert _kilo_Kalorien sprichst, denn da kommen wir in den Brennwertbereich ganzer Mahlzeiten.

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      • Cyrano sagt:

        Woher nur dieser Drang sich in Blog-Diskussionen als Wächter über ganz typische Begriffe der Umgangssprache aufspielen zu müssen? Ich sage doch auch „Klugscheißer“, und nicht etwa „Intelligenzdemonstrierwollscheißer“, wie es der korrekte Fachbegriff wäre.

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        • quuux sagt:

          Wieso nur in Blog-Diskussionen? Ich habe auch im RL Probleme, wenn jemand Unfug redet und es leicht wäre, sich richtig auszudrücken.
          Zumal der Faktor 1000 schon einen Unterschied ausmacht.

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          • Cyrano sagt:

            Jeder weiß, was Kalorien umgangssprachlich meint.

            Der Klugscheißer, der auf dem Niveau eines dreizehnjährigen, der seine überlegene Intelligenz unbedingt beweisen will, jedem der es nicht wissen möchte haarklein erklärt, wie falsch die Bezeichnung Walfisch doch sei, mag in Deutschland damit noch über die Runden kommen.

            Am englischen Jellyfish wird er sich wohl die Zähne ausbeißen.

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            • IULIUS sagt:

              „Jeder weiß, was Kalorien umgangssprachlich meint.“

              Diese Aussage ist definitiv falsch. Man kann nicht voraussetzen, daß jeder Mensch weiß, was man sagen will, wenn man sich nicht richtig ausdrückt, auch wenn es für einen selber noch so logisch ist.

              Allerdings gibt korrete Ausdrucksweise auch keine Garantie dafür…

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  5. tentor sagt:

    Wobei es nicht unbegint „zu viel“ Essen sein muss, es könnte auch einfach das falsche Essen sein.

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    • OK, spezifischer: Zu viel Energie.
      Natürlich kann man Massemäßig mehr Broccoli essen als Schokolade um dieselbe Energie zu erhalten. Aber auch vom „richtigen Essen“ kann man dick werden, wenn man zu viel davon isst. Es ma schwieriger sein, aber man kann ach von zu viel Obst und Gemüse dick werden.

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  6. Jan sagt:

    Ich denke, dass diese Denkweise viel zu vereinfacht ist. Sonst würden Diäten wunderbar funktionieren und einzig die Disziplin würde den Teilnehmern im Weg stehen. Das Problem ist, dass sich der Körper immer an die Gegebenheiten anpasst. Fahre ich also ein Kaloriendefizit über längere Zeit, passt sich der Stoffwechsel an, indem er anfängt effizienter zu arbeiten. Auf den Mangel reagiert er also mit einer Art Sparmodus. Das heißt, der Grundumsatz sinkt. Um weiter abzunehmen, müsste ich also noch weniger Energie zuführen – so entwickelt sich eine Spirale ins Negative, was häufig mit Krankheiten oder, bei sportlicher Betätigung, mit Verletzungen, Überlastungen einher geht.

    Gesetzt den Fall, man fährt jahrelang ein Kaloriendefizit und kann trotzdem kein Gewicht verlieren, dann hat das ganz einfach etwas mit schlechter Verteilung der Mahlzeiten zu tun. Dann isst man bspw. 6x/Woche ganz furchtbar, indem morgens nicht gefrühstückt wird, mittags irgendwas schnelles auf die Hand mit ner Cola dazu und abends max. noch ne Scheibe Brot. Dann hat man über den Tag vielleicht 1200kcal zu sich genommen (was bei normalen Menschen wohl einem Defizit von 1000kcal entsprechen würde). Einen Tag in der Woche (meist am Wochenende) haut man dann mal ordentlich rein. Der Körper, der nach jedem Nährstoff nur so giert, weil er permanent im Mangel lebt, speichert dieses Mehr an Energie besser als ein Körper, der in der Gewissheit lebt, dass er sowieso jeden Tag hochwertige Energie in Form von langkettigen Kohlenhydraten, guten Fetten und vielen Proteinen bekommt.

    Dein Comic suggeriert, man müsse einfach weniger essen, dann nähme man schon ab. Ich sage, dass wenn man einfach weniger isst, man zunächst sicherlich abnimmt, aber vielen Leuten eine strukturierte, regelmäßige und ausreichende Energiezufuhr bei zusätzlicher körperlicher Aktivität viel mehr helfen würde. Helfen = gesünder leben. Abnehmen kann nicht als Selbstzweck herhalten, um ein gesundes Leben zu leben. Dafür braucht es eine veränderte Lebenseinstellung, indem man darauf achtet, was man seinem Körper zu essen gibt und dass man ihm auch schön regelmäßig, und bei sportlicher Betätigung gerne auch ganz viel Nahrung gibt.

    Dein Comic ist zwar ganz witzig, transportiert aber leider die Botschaft: „Iss‘ einfach weniger, du fettes Schwein!“ Und das füttert leider wieder den altbekannten Mythos, dass man doch nur disziplinierter die Finger weg vom Essen nehmen sollte. Anstatt dessen sollte man den Leuten viel eher vermitteln, dass sie sich mit ihrem Essen mehr beschäftigen sollen. Damit würden dann auch Heißhungerattacken vermieden werden, die beim permenent Diätenden zwangsläufig passieren, da kann man noch so diszipliniert sein.

    Das hier ist dazu ganz gut: https://www.youtube.com/watch?v=Pjs5kZS535k

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    • Oh Gott, dein Kommentar steckt voller Fehlinfo…

      Dieses verkomplizieren ist genau das Problem. Nein, der Körper „gewöhnt sich“ nicht ans Defizit, ausser du baust massiv Muskeln ab (was bei ausreichender Proteinzufuhr und Ativität aber nicht sein muss). Natürlich wird der Bedarf mit der Zeit weniger, weil Adipöse aufgrund ihrer Körpermasse mehr Kalorien verbrennen als ein Normalgewichtiger (Ne Villa muss ja auch teurer beheizt werden als ne 1-Zimmerwohnung).

      Die vielen Mahlzeiten am Tag wurden mittlerweile schon oft widerlegt. 1. ist es wurstegal wann und wie du die Kalorien zu dir nimmst, es geht rein um die Gesamtsumme. 2. Ist es nicht förderlich für die Blutzuckerregulation wenn man ständig den Zuckerspiegel hochtreibt durch x Mahlzeiten am Tag. Intermettierendes Fasten hat enorm gute Effekte auf die Blutzuckerregulation (btw. STEIGT der Kalorienverbrauch sogar bei einer 3-tägigen Fastenkur leicht an).

      Und ja, Abnehmen ist absolut simpel. Simpel bedeutet aber nicht einfach.
      Ein Raucher muss auch „nur aufhören sich Fluppen in den Mund zu stecken“ und ein Trinker muss „nur aufhören zu trinken“ und doch ist die Quote derer, die es nicht schaffen etwa vergleichbar mit denen, die es nicht schaffen abzunehmen. Das bedeutet nicht, dass das daran liegt, dass ein uuuuuunglaublich komplexer Mechanismus dahintersteht, sondern daran, dass es verdammt hart ist Gewohnheiten/Süchte zu ändern.

      Fazit: Das Problem mit der Gewichtsthematik ist, dass anstelle der simplen Botschaft „Abnehmen = weniger Kalorien konsumieren“ (und wenn das nicht klappt, liegt es daran, dass du NICHT weniger Kalorien konsumierst als du verbrauchst, auch wenn du das denkst)… x Leute kommen und mt pseudoweisheiten wie „du musst 67453 mal am tag essen“ oder „du musst morgens erst 4 mal den futtergott anbeten“ oder „iss diesundjenes so viel du willst und bloß nicht dasunddas“ die sache kompliziert machen.

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      • Jan sagt:

        Doch, der Körper gewöhnt sich an das Defizit, genau so wie er sich an ein Kalorienplus „gewöhnt“. Bei Kalorienmehrzufuhr nimmt er zu – je nach Ernährung und Lebensweise nimmt er entweder Fett oder Muskeln oder beides zu, dadurch steigt logischerweise der Grundumsatz. Genauso beim Defizit: Hat man vor der Diät 100kg gewogen und danach 80kg, ist der Grundumsatz erheblich niedriger, d.h. ich muss, wenn ich weiter im gleichen Tempo abnehmen will noch weniger Kalorien zuführen, als ich es zu Beginn der Diät tat. Von der Art und Weise der Diät und des Bewegungsprofils abhängig nimmt der Körper bei entsprechend krassem Kaloriendefizit zunächst immer auch Muskeln ab, aber abseits dessen: auch Fett erhöht den Grundumsatz.

        „Viele“ Mahlzeiten ist sicherlich Interpretationssache. Die Gesamtsumme ist ein wichtiger Faktor, aber wenn ich mir einmal am Tag 2500kcal reinballer und den Rest des Tages nichts esse, wird der Körper ganz bestimmt mehr Fett einlagern bzw. das zugeführte Eiweiß nicht vollständig verwerten können, was wiederum zu einer Unterversorgung der Muskeln führen kann, was zur Verringerung des Grundumsatzes führen kann usw. Zusätzlich wird durch die einmalige Megaportion der Blutzuckerspiegel durch die Decke gehen und danach in ein Loch fallen, was zur Folge hat, dass die Insulinregulation bei so einer Praxis auf langfristige Sicht nicht mehr funktionieren wird. Esse ich drei-vier Mahlzeiten am Tag, die langkettige Kohlehydrate enthalten, wird der Blutzuckerspiegel sicherlich nicht übermäßig in die Höhe getrieben, sondern der Körper permanent mit wichtigen Nährstoffen versorgt, die er braucht. Intermittierendes Fasten kann sicherlich gut funktionieren, es kommt halt nur darauf an, was man isst. Und dass das halt weniger einfache Zucker und mehr Ballaststoffe, komplexe Carbs etc. sein sollten, das gilt für die regelmäßige Esserei genauso wie fürs intermittierende Fasten.

        Richtig, das Ändern der Gewohnheiten ist das Wichtigste. Das Problem an der „Gewichtsthematik“ ist schon mal die Bezeichnung😉, weil nicht das Gewicht per se das Problem ist, sondern nur das Symptom. Das Problem ist der Lebensstil und die falschen Vorstellungen, die in vielen Leuten vorherrschen. Du kannst ja gerne deine Witzchen darüber machen und mir Unwissenheit unterstellen, aber Tatsache ist, dass Menschen unterschiedliche Lebensweisen und unterschiedliche Körper haben, weshalb man ihnen individuell unterschiedliche Ratschläge geben muss. Ein Weniger an Essen führt mMn langfristig (!) niemals zum Erfolg. Ein Mehr an Beschäftigen damit, was ich esse, verhindert, dass ich unterzuckert in den Supermarkt renne und mir nen Eimer Eis reinschaufel. Damit mache ich es mir zumindest leichter, den Part zu erfüllen, in dem es um Willensstärke geht. Wenn der Körper nicht ständig nach Zucker giert, weil er bereits mit guten Nährstoffen versorgt ist, ist es auch viel einfacher, diesen Gelüsten zu widerstehen. Das ist der Unterschied zum Alkoholismus oder Rauchen – hier kann man keine Ersatzstoffe substituieren (na gut, vielleicht eimerweise Eis), hier muss man einfach aufhören. Mit dem Essen muss man nicht einfach aufhören. Dass es viele Menschen gibt, die ihre Fettleibigkeit auf verschiedene Krankheiten und irgendwelche Stoffwechselprobleme zurückführen und als Entschuldigung nehmen und der Meinung sind, ihr Schicksal sei es nunmal, fett zu sein, streite ich nicht ab und finde ich sehr traurig. Es ist ihr falscher Umgang mit Nahrung, der sie fett gemacht hat und somit liegt es natürlich in der Verantwortung von ihnen, dass sie fett sind. Ich habe aber den Eindruck, dass der Ratschlag „iss‘ weniger!“ nichts hilft. „Iss‘ was besseres und krieg‘ deinen Arsch hoch“, wäre da wohl passender.

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        • Wenn du meine Antwort gelesen hättest, wär dir aufgefalen, dass ich nichts anderes gesagt habe bezüglich des verringerten Grundumsatzes durch Gewichtsverlust. Die Interpretation ist allerdings m.E. wichtig, denn man verbrennt nicht plötzlich weniger, sondern man hat zuvor üerdurchschnittlich viel verbrannt und nähert sich jetzt dem Verbrauch eines normalen Menschen an. Großer Unterschied.

          Der Mythos, der Körper könne nur soundsoviel Protein auf einmal aufnehmen wurde auch schon zigfach widerlegt und ist wohl eherder geschickten Werbestrategie von Verkäufern von Eiweißdrinks zu verdanken. Mit ein Grund warum das grade im Fitnessbereich immernoch vertreten wird.

          Was das „weniger Essen führt niemals zum Erfolg“ angeht… oh bitte. Es gibt genug Beispiele dafür. Zwei berühmtere Beispiele sind der Lehrer, der von McDonalds essen (im erlaubten Kalorienbereich) massiv Gewicht verloren hat und der Unimitarbeiter, der mit Twinkies von Adipös zu Normalgewicht kam. Beides so ungesund wie nur was, ernährungstechnisch, aber es zeigt, dass es nur um die konsumierten Kalorien geht und nicht um irgendwelche ganz speziellen Ernährungsformen. Klar macht das in der Gesundheit nen Unterschied, aber nicht was das Gewicht angeht. Btw. haben sich die Blutwerte beider Männer im Verlauf des Experiments stark verbessert, was offenbar allein dem Gewichtsverlust geschuldet ist angesichts der Ernährung.

          Man muss nicht irre komplexe Ernährungsregeln befolgen um abzunehmen. Es reicht, ein Kaloriendefizit zu essen. Wer darüber hinaus noch gesünder leben will, der sollte natürlich Vitamin- und Proteinreich essen und in der Obst- und Gemüseabteilung stöbern.

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          • Jan sagt:

            Ich habe deine Antwort gelesen, da du aber den „Körper“ ansprachst, der sich angeblich nicht ans Kaloriendefizit anpasst, wollte ich darauf eingehen und zeigen, dass der sich ja auf jeden Fall anpasst. Mir ging es ja ursprünglich um den Stoffwechsel, von dem war aber bei der nicht die Rede.

            Klar gibt es da auch viel Unsinn im Fitnessbereich. Meines Wissens nach ist es, anders als bei Fetten und Kohlehydraten, nicht möglich Eiweiß in großen Mengen zu speichern und diese bei Bedarf den Muskeln zur Verfügung zu stellen, weshalb es durchaus sinnvoll ist, die Eiweißzufuhr auf mehrere Mahlzeiten am Tag zu verteilen.

            Also: Ich schrieb ganz eindeutig langfristig – mit einem Ausrufeziechen dahinter, um deutlich zu machen, dass ich wirklich auch langfristig meine. Klar verliert man Gewicht, wenn man sich 10 Wochen nur von Twinkies oder McD ernährt und dabei weniger kcal zuführt als man verbrennt. Klar verbessern sich kurzfristig auch die Blutwerte… aber mir ging es wie gesagt um den langfristigen Effekt. Man hält sowas mal 10 Wochen durch, danach isst man wieder in alten Mustern und das ganze Theater geht von vorne los. So ein Unsinn sensibilisiert die Leute nicht für die wirkliche Problematik. Aber darum geht’s dir ja auch gar nicht.

            So, nochmal zum Mitschreiben: Ja, ein Kaloriendefizit reicht aus, um abzunehmen. Aber wenn es um einen nicht nur kurzfristigen (!) Gewichtsverlust gehen soll, sondern darum, langfristig etwas an seinen Gewohnheiten zu ändern, braucht es halt schon ein paar mehr Regeln, an die man sich halten sollte. Oder was sind ansonsten deine Erklärungen für den Jojo-Effekt? Klar, die Leute essen wieder zu viel und ungesund und sind nicht diszipliniert genug… die fetten Schweine. Ab ins biggest loser camp mit ihnen.
            Aber ist nicht die Frage nach dem „Warum“ das eigentlich Interessante daran? Deine Herangehensweise ist das Feststellen von Zuständen wie „zu viel gefressen“ verbunden mit der Handlungsanweisung „friss‘ weniger“, was mit der Implikation „hab mehr Disziplin!“ einhergeht. Die Fragen, warum es Menschen gibt, die es auch im Kaloriendefizit schwer haben abzunehmen (die gibt es nun mal) und warum Menschen nach einem monatelangen Kaloriendefizit und erfolgreichem Abnehmen es nie schaffen, ihr Gewicht zu halten, beantwortet es leider überhaupt nicht. Dabei kann man diese Faktoren wunderbar eruieren und den Leuten zusätzliche Tipps an die Hand geben, damit sie sich nicht selbst hassen, weil sie doch wieder „schwach geworden“ sind – wie du möglicherweise sagen würdest.

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            • Menschen schaffen es NIE ihr Gewicht zu halten? So ein bullshit, sorry. Ich kenne sogar persönlich eine ganze Menge Lete, die ihren (teils drastischen) Gewichtsverlust bereits seit mehreren Jahren erfolgreich halten.

              Meiner Meinung nach besteht die Hauptsproblematik in der allgemeinen Haltung, die du auch vertrittst: Hach, Abnehmen ist so schweeeeeer, und für manche ja fast uuuuunmöglich wegen [hier bitte „Grund“ einsetzen]. Eine nette, sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wenn man Leuten nur lange genug einredet dass sie eh nichts ändern können, resignieren sie schon irgendwann. Als ob man sich für den Rest seines Lebens quälen müsste oder dergleichen. Es geht schlichtweg darum, einen Lebensstil zu finden, der eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringt, z.B. sportliche Hobbies die tatsächlich Freude machen. Wer mit Joggen nichts anfangen kann tut halt besser daran, eine andere Aktivität zu finden, die Spaß macht und wer auf seine Torte nicht verzichten will, findet vielleicht Möglichkeiten das zu kompensieren.
              Es geht nicht um Disziplin sondern um sinnvolle Veränderung. Aber um etwas Ändern zu können muss man (sich) erstmal eingestehen, wo das Problem ist. Und das Problem ist: übermäßige Kalorienzufuhr. Es hilft absolut nicht, irgendwelche Begründungen dafür zu finden wie z.B. Gene, an denen sich nichts ändern lässt.

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              • Jan sagt:

                Wow, du liest auch nur das, was du lesen willst, oder? Ich schrieb „warum Menschen nach einem monatelangen Kaloriendefizit und erfolgreichem Abnehmen es nie schaffen, ihr Gewicht zu halten“. Damit ist keinesfalls eine Aussage verknüpft, ob es „alle Menschen“ oder „ein paar Menschen“ sind. Hätte ich alle gemeint, hätte ich „alle“ geschrieben. Ich kenne selbst Menschen, die innerhalb kürzester Zeit viel abgenommen haben. Einer hat es langfristig geschafft, sein Gewicht zu halten. Der hat sich aber auch sehr viel mit Ernährung und seiner Funktion auseinander gesetzt, außerdem macht er jetzt 5x/Woche Sport.

                Ich sage nicht, dass es für manche fast unmöglich ist. Es ist für jeden möglich, aber es ist harte Arbeit, weil man einiges an sich und seiner Ernährung hinterfragen muss. Mit dem Lebensstil hast du Recht. Aber eine sinnvolle Veränderung (vor allem im Kopf) findet bei vielen leider nicht statt, wenn sie von einer behinderten Twinkie-Diät (oder Kartoffel-Diät usw.) hören und denken, damit könnten sie jetzt ihr Leben umkrempeln. Gründe, an denen sich nichts ändern lässt, sind ja nur Entschuldigungen, und die habe ich ja gerade nicht gemeint. Irgendwie glaube ich, du willst mir unterstellen, ich wolle den Übergewichtigen eine Rechtfertigung für ihr Dicksein an die Hand geben. Stimmt nicht. Du machst es dir mit deiner Twinkie- und McD-Diät halt ein wenig zu leicht. Wenn ich nach 10 Wochen Twinkie-Diät wieder normal esse, werde ich nach weiteren 10 Wochen fetter als zuvor sein, weil ich zusätzlich zum verlorenen Fett auch noch Muskelmasse verloren habe. Aber Hauptsache weniger Kalorien konsumieren als ich verbrauche. Herzlichen Glückwunsch…

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                • IULIUS sagt:

                  Ich denke das Fettsein hängt vornehmlich damit zusammen, daß Menschen nicht gewillt sind zu verzichten, bzw. Entbehrungen auf sich zu nehmen.

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                • Kinchkun sagt:

                  Ich schrieb “warum Menschen nach einem monatelangen Kaloriendefizit und erfolgreichem Abnehmen es nie schaffen, ihr Gewicht zu halten”. Damit ist keinesfalls eine Aussage verknüpft, ob es “alle Menschen” oder “ein paar Menschen” sind. Hätte ich alle gemeint, hätte ich “alle” geschrieben.

                  “Menschen schaffen es nie…” ist eine Pauschalaussage, die sich auf alle Menschen, bzw. auf fast alle Menschen bezieht. Wenn du deine Aussagen einschränken willst, musst die Einschränkung mitnennen.

                  Wenn ich nach 10 Wochen Twinkie-Diät wieder normal esse, werde ich nach weiteren 10 Wochen fetter als zuvor sein, weil ich zusätzlich zum verlorenen Fett auch noch Muskelmasse verloren habe.

                  Du widersprichst doch in keinster Weise ENMs Aussage. Sie sagt: Dicksein ist eine Folge einer Ernährungsweise. Und die Ernährungsweise kann von jedem kontrolliert werden.

                  Dein Argument, dass, sollte man nach einer Diät wieder essen wie vor der Diät langfristig auch wieder das Gewicht wie vor der Diät hat, ist zu 100% eine Folge von ENMs Aussage: Das Gewicht reflektiert die Ernährung.

                  Übrigens: Dicksein ist kein Problem, per se und muss auch nicht rechtfertigt werden. Das wird in der Diskussion hier öfters behauptet. Dicksein wird erst dann zu einem Problem, wenn man sich damit unwohl fühlt.

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                  • Den letzen Abschnitt würde ich so nicht unterschreiben, denn auch wenn man z.B. mit 20 Jahren 50 kg zu viel wiegt und sich pudelwohl fühlt, sexy, selbstbewusst, wasweißich, dann ändert es ja nichts daran, dass damit ein chronischer Verschleiß einhergeht, der z.B. dafür sorgt, dass man Jahre Später mit Dingen wie Gelenkverschleiß/Arthrose, Herz-Kreislaufproblemen oder Diabetes zu tun hat.

                    Klar, selbst massives Übergewicht mag kurzfristig nicht unbedingt die Lebensqualität großartig mindern und ein Problem sein. Aber das ist halt sehr kurzfristig gedacht und ähnlich als würde man sagen „Übermäßig Geld ausgeben und sich hoch verschulden ist nur ein Problem, wenn man sich unwohl damit fühlt.“…. nope, denn irgendwann gibt es unabhängig von der Gefühlslage reale Konsequenzen und die wenigsten Leute würden es nicht als Problem sehen chronische Schmerzen zu haben oder ein Bein zu verlieren oder 10 Jahre früher zu sterben. DAS will ja dann doch eigentlich wieder keiner so richtig.

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                  • Jan sagt:

                    „“Menschen schaffen es nie…” ist eine Pauschalaussage, die sich auf alle Menschen, bzw. auf fast alle Menschen bezieht. Wenn du deine Aussagen einschränken willst, musst die Einschränkung mitnennen.“

                    Nun gut, ich hatte es ja oben klar gestellt.

                    Nochmal: Final stimmt die Aussage im Comic ja (das muss ja auch so sein, ist ja ne einfache mathematische Rechnung). Trotzdem ist sie meiner Ansicht nach überhaupt gar nicht hilfreich, wenn es darum geht, Menschen, die offensichtliche Probleme damit haben, Essen als reine Nahrungsaufnahme zu betrachten, auf den richtigen Weg zu bringen. Ich versuche, es zu erklären und hoffe auf ein wenig Verständnis und keinerlei Holzhammer-Argumente wie: „Das sind doch alles Ausreden, die Fetten sollen gefälligst man ein bisschen mehr Willenskraft zeigen.“

                    Ich bin glücklicherweise schlank, weil ich extrem viel Sport treibe. In meinem Umfeld gibt es aber Leute, denen geht es anders und die kämpfen schon seit ihrer Kindheit mit Übergewicht. Die Übergewichtigen und ich haben eins gemeinsam, nämlich dass wir Essen mit Emotionen verknüpfen. Ich belohne mich für Geleistetes gerne mit Ungesundem. Ich weiß, dass es eigentlich Unsinn ist, weil letztlich ist das Ungesunde natürlich keine Belohnung, sondern schadet meinem Körper. Trotzdem tu‘ ich es immer wieder und kann nur in direkten Wettkampfvorbereitungen darauf verzichten (um nach dem Wettkampf ernährugnsmäßig brutal auszurasten).

                    Übergewichtige belohnen sich häufig nicht nur gerne, sondern sie greifen auch zu Ungesundem wenn sie im Stress sind, wenn sie traurig sind und wenn sie sich selbst hassen. Letzteres kommt aufgrund von Kindheitserfahrungen und Hänseleien häufig vor, vor allem wenn man dauernd gesagt bekommt, dass man nicht in Ordnung ist und dass man doch bitte einfach nur mal weniger essen solle. In solchen und vielen anderen Situationen werden dann psychische Prozesse in Gang gesetzt, die beim Übergewichtigen schon in frühester Kindheit angelernt wurden und nach dem Trösten mit Essen kommt die nächste Phase des Selbsthass‘, die oftmals einher geht mit Selbstkasteiung, eiserner Disziplin und dass man es jetzt endlich mal schaffen wolle. Hier ist jetzt die entscheidende Frage, wie vorgegangen wird. Die hier immer wieder empfohlene oder suggerierte Handlungsanweisung „Iss‘ einfach weniger!“ wirkt auf den ersten Blick simpel und einleuchtend. Und ich würde sagen, dass annähernd 100% der Übergewichtigen es auch genau so schon mal probiert hat. Dann hört man noch von Erfolgsstorys, am besten von irgendwelchen Prominenten, die es ja auch geschafft hätten und legt motiviert los. Man versetzt den Körper mit voller Absicht in einen Zustand des permanenten Mangels. Mit Hilfe einer Crash-Diät verzeichnet man auch super schnell Erfolge auf der Waage. Vielleicht hält man die 10 Wochen eisern durch und nimmt 10 Kilo ab. Daraus ergeben sich 2 Probleme.

                    Problem 1: Hat man nicht ausreichend Sport zusätzlich gemacht und war die Crash-Diät so eine pseudo-wissenschaftliche Scheiße wie die Twinkie-Diät (oder Yokebe oder Slim-Fast oder oder), hat man seinem Körper nicht mal annähernd das gegeben, was er braucht, also ist er schwächer als vor der Diät. Muskeln sind zu einem mindestens genau so großen Teil verschwunden wie Fett, der Stoffwechsel hat sich außerdem den Gegebenheiten angepasst und arbeitet effizienter, ja er „lernt“ mit weniger besser umzugehen. Nette Nebeneffekte, wenn man im permanenten Kaloriendefizit fährt: Kopfschmerzen, Unkonzentriertheit, Gereiztheit, Schwindel, niedrigere Körpertemperatur (ein Freund von mir ist mal über 10 Wochen ein 1000kcal-Defizit gefahren, der hatte stets eiskalte Hände, sonst hat er das nicht). Der Körper kann mit der Zeit mit diesem Mangel an Nährstoffen besser umgehen, bestimmte Prozesse funktionieren halt nur nicht mehr 100%ig. Ähnlich ist es, wenn ich meinen Körper im Marathontraining auf die langen Distanzen vorbereite und ohne Nahrung einen 30km-Lauf absolviere. Hierbei werden die Kohlehydratspeicher bewusst geleert, der Körper bewusst in einen Mangel versetzt, damit er beim nächsten Mal mehr Kohlehydrate speichert und die verfügbaren Kohlehydrate effizienter einsetzt (Superkompensation). Dann fällt der etwas längere Lauf in der darauffolgenden Woche schon nicht mehr ganz so schwer. Das nur als Vergleich, dass der Körper natürlich in der Lage ist, auf unterschiedliche „Krisensituationen“ mit Anpassungsprozessen zu reagieren. Wäre das nicht so, gäbe es ja keine Dinge wie Trainingseffekte, Muskelaufbau, Kräftigung des Bewegungsapparates usw. Auch ein Muskelabbau ist ein solcher Anpassungsprozess, eben nur in negativer Hinsicht (wozu braucht der Körper den dicken Bizeps, wenn er nie etwas damit machen muss?).

                    Problem 2 (und eigentlich viel wichtiger): Man hat also super abgenommen. Was macht man jetzt? Klaro, man belohnt sich nach dieser Selbstkasteiung mit etwas gutem zu essen. Pizza vielleicht, danach noch Schokolade, Gummibärchen, Kekse, all das, was man über Monate gemieden hat. Kurzfristig fühlt man sich gut, doch schon bald fühlt man sich richtig schlecht, weil man ja doch wieder schwach geworden ist. Und bei ganz vielen Menschen passiert es dann, dass der schöne aufgebaute Erfolg einstürzt wie ein Kartenhaus. Hinter der einfachen Rechnung Energiezufuhr < Energieabgabe = Gewichtsverlust steht leider kein Automat, sondern der Mensch mit seinen eigenen psychischen Unzulänglichkeiten, die beim Übergewichtigen leider für jeden sichtbar sind: Der Mensch hat keinen gesunden Umgang mit seiner Ernährung. Und deshalb gehört so viel mehr dazu, wenn man wirklich langfristig und nachhaltig Gewicht verlieren will, als die einfache Rechnung oder der einfache Ratschlag, weniger zu fressen und sich mal am Riemen zu reißen. Hierbei wird nämlich immer eine persönliche Schuld aufgeladen, die dem Übergewichtigen aber sowieso schmerzlichst bewusst ist und dieses Schuldgefühl ihn ja gerade auch immer wieder zu schlechtem Essverhalten bringt. Es ist ein Teufelskreis, der durchbrochen werden muss.
                    Viel wichtiger wäre es hier, dem Übergewichtigen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen er auf Krisensituationen reagieren kann. Dazu gehört u.a. auch, ihm klar zu machen, dass Quälen in einer Diät nicht dazu gehört. Essen ist nicht Emotion, sondern Essen dient einzig und allein der Nahrungsaufnahme und so nüchtern muss an die Sache rangegangen werden. Deshalb sollte man ihm funktional erklären, dass er Schritt für Schritt ungesunde durch gesunde Lebensmittel ersetzen soll, dass er regelmäßig kleinere Portionen essen soll (damit er nicht ständig in Heißhungerattacken dem Drang nach Ungesundem nachgibt), dass er sich regelmäßig bewegen soll, dass er Tagebuch über sein Essverhalten führen soll und dass er auch etwaige Rückschläge nicht dramatisieren soll. Natürlich gehört zu einem solchen Umstellen des Lebensstils auch ein Kaloriendefizit, wenn eine Reduzierung des Körperfettgehalts ein Ziel ist. Aber wenn man es richtig machen will, nimmt man sich einen Tag in der Woche, an dem man sich eine Mahlzeit nimmt und man gewissenlos schlemmen kann. Dann haut man sich die Pizza und den Schokopudding rein um Druck vom Kessel zu lassen. Hinterher isst man weiter gesund und ist bereit für eine weiteren Schritt auf dem Weg zu einem normalen Umgang mit Nahrung. Und wenn alles richtig läuft, braucht man eine solche Cheat-Mahlzeit nicht mehr und isst nur noch ungesund, wenn man aufgrund sozialer Verpflichtungen dazu verdammt ist🙂

                    So stelle ich mir einen sinnvollen Umgang mit dieser Problematik vor. Natürlich kann man immer sagen: "Ach die fetten Schweine fressen nur zuviel, die sollen das halt mal lassen!", aber ich glaube kaum, dass diese Form von Ratschlag jemals jemandem wirklich geholfen hat. Das ist, als würde ich einem Depressivem sagen: "Komm, hab dich mal nicht so, dir gehts doch eigentlich ganz gut."

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                    • Tolle Darstellung des Sachverhalts! Das gehört in jedes Abnehm-Blog.

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                    • IULIUS sagt:

                      “Das sind doch alles Ausreden, die Fetten sollen gefälligst man ein bisschen mehr Willenskraft zeigen.”

                      @ Jan, das ist das, was Du verstehen willst.
                      Tatsächlich geht es darum zu eruieren, woher diese „Willensschwäche“ kommt, und wie man den Willen stärken kann. Mit einer umgehenden Abwehrhaltung, wie Du sie hier so schön demonstrierst geht es definitiv nicht. Das läßt eher den Schluß zu, daß kein wirklicher Wille etwas zu ändern vorhanden ist. Daraus folgt wiederum, daß jegliche Mühe nicht nur umsonst ist, sondern eher noch eine Trotzhaltung hervorruft.

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                    • Margret sagt:

                      Wow, das ist ein richtig guter und fundierter Beitrag zum Thema (ganz ohne Ironie). Im Prinzip genau das, was ich dazu denke, aber ich habe bei diesem speziellen Thema nicht die nötigen Hintergrundinfos. Danke, dass Du sie lieferst!

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        • Frank sagt:

          Wenn ich immer lese: Der Körper „denkt“, der Körper „merkt etwas“, der Körper „speichert“, der Körper „erinnert sich“, dann finde ich, dass der Körper ein wenig zu viel Eigenleben führt. Dem Körper wird einfach zu viel zugetraut. Wahrscheinlich weil eine hohe Komplexität mehr und bessere Ausreden hervorbringen kann.

          Das Einzige das denkt ist das Gehirn. Und da sitzt auch das größte Problem beim Übergewicht.
          Es ist „nur“ eine Willensfrage, ob man abnimmt, oder nicht. Leider können die Anführungszeichen bei „nur“ nicht groß genug sein😦

          Diät machen bzw. Abnehmen ist eine Schlacht. Schlanksein (und bleiben) ist ein lebenslanger Krieg gegen den inneren Schweinehund.

          Natürlich kann man mit der richtigen Ernährung die Heißhungerattacken im Zaum halten, aber die Kalorienzufuhr und Bewegung sind und bleiben die einzigen Waffen.

          „Ich habe aber den Eindruck, dass der Ratschlag “iss’ weniger!” nichts hilft. “Iss’ was besseres und krieg’ deinen Arsch hoch”, wäre da wohl passender.“
          Ich finde „Iss weniger, dafür besser und krieg deinen Arsch hoch“ am Besten. Und je mehr man den Arsch hoch kriegt, desto weniger darf das „weniger“ sein🙂

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          • St. Elmo sagt:

            „Schlanksein (und bleiben) ist ein lebenslanger Krieg gegen den inneren Schweinehund.“

            Wobei das auch vom Typ abhängig ist, Menschen die schon immer dünn waren, haben meist eher Probleme Gewicht zu zu legen…. egal ob durch Muskeln oder Fett.

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    • „Auf den Mangel reagiert er also mit einer Art Sparmodus.“

      Deshalb ist es wichtig, Sport während der Diät zu treiben. Sport ist Arbeit, und die Energie dazu _muss_ der Körper bereitstellen.

      Treppensteigen ist ein gutes Beispiel, zumindest für die Rechnung.

      Einen Körper von 50kg über 10m anzuheben erfordert 4905 Joule. Das ist genau die Energie, die man für das Treppensteigen braucht, wenn man dabei 10m Höhe gewinnt, und 50kg wiegt – tatsächlich braucht man etwas mehr, wegen Luftwiderstand, Reibung usw. Aber als untere Grenze für die Abschätzung taugt der Wert.

      10m Höhe sind etwa 3 bis 4 Stockwerke Treppe.

      D.h. hier greift das Sparmodus Argument nicht, diese Energie muss der Körper auf jeden Fall aufwenden.

      Somit: Wenig Essen + Sport = Abnehmen.

      Das gilt sogar für Schilddrüsenunterfunktion und Medikamente, die den Appetit oder die Verdauung beinflussen.

      Gleiches gilt für andere Sportarten, wobei man sagen muss, das beliebte Laufen braucht nicht sehr viel Energie. Der Mensch mit seinen langen Beinen ist ein hervorragender Langstreckenläufer. Auch wenn es anstrengend scheint, Laufen in der Ebene ist sparsam. Gerade ging die Meldung durch die Presse, dass ein Mensch 5000km in drei Wochen gelaufen ist. Er ist dabei nicht verhungert, und er hat keine Berge an Protein gefressen, das ist einfach was uns die Natur gegeben hat – das Potential, eines der ausdauernsten Lauftiere dieser Erde zu sein.

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      • Jan sagt:

        Richtig, ohne Bewegung zur Nahrungsumstellung wird es wohl schwierig. Naja ich denke, dass Laufen tendenziell am meisten Energie verbrennt, weil man es über eine relativ gesehen lange Dauer machen kann, ohne in der Belastungsintensität nachzulassen. Beim Krafttraining oder Zirkeltraining gerät man schnell in Bereiche, in denen der Körper eine kleine Erholung braucht. Generell ist Training mit vielen kleinen Belastungsspitzen wohl aber auch nicht verkehrt und Muskelaufbau an sich natürlich auch nicht, aber gemessen am reinen Verbrauch/Zeit, würde ich behaupten, dass ein 1-stündiger Dauerlauf mehr Kalorien verbrennt als ein 1-stündiges Training im Kraftraum – beides natürlich ähnlich intensiv ausgeübt. Im Endeffekt ist beides zur Gewichtsabnahme auf jeden Fall empfehlenswert und nicht jedem liegt es, stundenlang durch die Gegend zu laufen. Da gehören ja auch erstmal Anpassungsprozesse dazu, bis man sowas schafft.

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  7. quuux sagt:

    Hat dies auf quuux rebloggt und kommentierte:
    Unbequem, aber im Kern… ist es so.

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  8. Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

    Früher trieb ich Sport, war Raucher und war schlank.
    Dann hörte ich mit Sport auf und blieb schlank.
    Dann hörte ich mit dem Rauchen auf und nahm innerhalb von zwei Monaten 15 Kilo zu.
    Nachdem ich wieder mit Sport anfing (dem Alter und den Gebrechlichkeiten angemessen)n nahm ich nochmals 5 Kilo zu.

    Also bitte, die Logik ist doch eindeutig …

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    • Kenshin sagt:

      Die Studie kann ich leider nicht mehr finden, aber meinen Informationen nach ist Rauchen in der Lage, so lange man es tut, einen altersbedingten Gewichtszuwachs zu unterdrücken. Wenn man dann aufhört, dann nimmt man in der Regel das zu, was man bei gleichem Lebensstil ohne Rauchen haben würde.

      Und dass man durch Sport nicht abnimmt, sondern in der Regel Muskelmasse aufbaut ist jetzt auch kein Geheimnis mehr.

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      • Frank sagt:

        Das klingt ja, als ob sich mit dem Rauchstopp plötzlich Energie aus dem Nichts produziert😀
        Es gilt aber auch hier die Formel: Gesamtumsatz = Grundumsatz + Leistungsumsatz.
        Raucher haben einen höheren Grundumsatz der zu einem Großteil dem Abbau der Gifte und der verminderten Sauerstoffaufnahme geschuldet ist. Selbst der Leistungsumsatz erhöht sich bei Vielen, weil sie zum Rauchen raus gehen müssen. Da kommen so bummelig 200-300 Kcal zusammen.
        Hinzu kommt bei den meisten Ex-Rauchern ein erhöhter Apettit und ein Suchtersatz (Schmachter? – Schoki). Das bringt am Meisten an Zusatzbrennstoff.
        Wenn der Raucher einen ausgeglichenen Energieumsatz hatte, wird er zunehmen wenn er aufhört zu Rauchen und sich Ernährungs-o. Bewegungstechnisch NICHT verändert.
        Dies Ganze kann ich durch Selbstversuch bestätigen🙂
        Das soll aber um Gottes Willen keinen abhalten, mit dem Mist aufzuhören. Unbelegten Aussagen zufolge soll das Qualmen in etwa so „gesund“ sein wie 50kg Übergewicht.

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  9. Graublau sagt:

    Ich musste eine Weile Medikamente nehmen, bei denen der behandelnde Arzt darauf hinwies, dass man davon zunimmt, weil das Appetitgefühl verlängert wird. Stand auch so in der Packungsbeilage. Ist auch so eingetreten, wenn auch nicht dramatisch. Aber schön fand ich mich nicht. Andererseits kommt es immer darauf an, wie schlimm die Krankheit ist, um solche Nebenwirkungen zu akzeptieren. Diese Frage stellte sich bei mir erst gar nicht. Klar wollte ich wieder gesund werden!

    Als ich wieder gesund war und die Medikamente absetzen konnte, ging der Appetit auch um 50% herunter. Folge: Die Kilos purzelten langsam, aber stetig. Ich brauchte neue Klamotten. Leute bemerkten die Veränderung. Einige Monate später fingen sie auch an, mir Komplimente zu meiner Figur zu machen. Heute sagen alle, wie gut ich aussehe.

    „Unfair“ ist, dass ich gar nichts Besonderes gemacht habe: Ich höre einfach mehr auf meinen Körper. Wenn ich keinen Hunger habe, esse ich auch nichts, so wie früher. Andererseits zeigt das auch, dass man bei wirklichen Medikamentennebenwirkungen auch wieder runterkommen kann von den Kilos.

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    • Ich finde es sehr gut dass der Arzt dir die korrekte Begründung gegeben hat (Appetit). Viele Ärzte sagen einfach bloß „Gewichtszunahme“ oder überlassen es den Leuten, das auf der Packungsbeilage zu lesen.

      Laien denken dann manchmal, dass das Gewicht irgendwie von allein kommt und ihr (Ess)verhalten nichts damit zu tun hat. So der Marke „Ich nehme Medikament X, esse genau wie zuvor und nehme zu“.

      Wenn man es weiß kann man vor allem darauf achten und ggf. dennoch weniger essen auch wenn man mehr Appetit hat. Dann nimmt man auch nicht zu. Für die meisten Übergewichtigen ist das leider ohnehin Alltag, da sie oft von Kind an zu große Portionen gewöhnt sind und ggf. genetisch bedingt schon mehr Lust auf Süßes oder Fettiges haben. Schlanksein bringt dann fast immer ein gewisses „darauf achten“ mit sich weil man ansonsten viel zu viel futtert. Auf seinen Körper hören funktioniert leider meist nicht bei Adipösen.

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      • „Auf seinen Körper hören funktioniert leider meist nicht bei Adipösen.“

        Auch nicht wenn die dicke Bohnen futtern? Ich meine wegen der Winde…🙂

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        • Frank sagt:

          „Ich meine wegen der Winde…“ Ich glaube nicht, dass damit die Signale gemeint sind, auf die man hören sollte. Und wenn du sie hörst, ist es eh zu spät🙂

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      • Graublau sagt:

        Ja, ich bin immer ein dankbarer Abnehmer für solche Informationen. Ich lese mir auch tatsächlich die Packungsbeilagen von Medikamenten durch, bevor ich sie nehme.

        Das versetzt mich in eine Position, in der ich nicht mehr ein Patient bin, der etwas nehmen „muss“ und dann eventuell Nebenwirkungen „erleidet“, sondern der vorher abwägt, ob er das Risiko auf sich nimmt, ob er lieber doch noch einmal bei Arzt oder Apotheker nachfragt oder ob er das Medikament wegläßt (sofern die Einnahme optional war, also „bei Bedarf“). Ein ganz einfacher Kniff, der bei mir aber schon zu viel mehr Zufriedenheit geführt hat.

        Insofern war Deine Erzählung goldrichtig, wie Du einmal schlanker warst, Dir Deine Figur viel besser gefiel, aber Du das ständige Kalorien zählen / nicht naschen dürfen zu anstrengend fandest und Dich dann entschieden hast, lieber ein paar Kilo mehr zu wiegen. Solche „ich überlege die Alternativen, treffe eine Entscheidung und lebe mit den Folgen“-Geschichten sind das beste überhaupt. Das kann man gut von dem konkreten Problem abstrahieren und auf andere Situationen übertragen. Halte ich für ein ganz wichtiges Konzept für Lebensfreude.

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  10. Alexander sagt:

    „Es geht nicht um Disziplin sondern um sinnvolle Veränderung“

    Wow. Echt jetzt.

    Ich bin fett, seit meiner Jugend mit mehr oder weniger dünnen Phasen während entsprechend harter Diäten.
    Es gibt keinen Sport, der mir Spaß macht und das Verlangen nach Schokolade hat nie aufgehört.
    Also kämpfe ich mit den Bedürfnissen meines Körpers und meiner Psyche, während meine Schwester ohne Anstrengung oder Einschränkung einen Lebenstil pflegen kann, der sie schlank hält.

    Und du sagst mir, dass mein Problem nur darin liegt, dass ich zuviel esse und das endlich mal zugeben soll.

    Wow. Und jetzt?

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    • Das ist jetzt ein bisschen wie ein Alkoholiker, der nörgelt, dass es Menschen gibt die ohne Probleme nach einem Glas Wein aufhören können zu trinken und er blöderweise die ganze Flasche wegtrinkt.
      Ja und? Enthebt einen das dann von der Verantwrtung für sich? Jeder hat irgendwo Baustellen, die für einen selbst riesig sind und andere mit Leichtigkeit schaffen. Der eine hat ADHS, der nächste ne Leserechtschreibschwäche, eine Sucht, Probleme mit dem Geldausgeben…. sollen die sich jetzt alle in Fötushaltung zusammenrollen und sagen „Andere habens viel leichter mit dem Konzentrieren/Lesen/Alkohol/…. also muss ichs gar nicht probieren weils für mich ja viel schwerer ist.“

      Was jetzt? Krieg den Arsch hoch oder akzeptier dein Fettsein. Oder schreib nörgelige Kommentare wie schwer du es hast. Mir wumpe, ist schließlich dein Leben.

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    • Julia sagt:

      „meine Schwester ohne Anstrengung oder Einschränkung einen Lebenstil pflegen kann, der sie schlank hält“

      Vielleicht nimmt deine Schwester Amphetain und du nicht? Und dann schoen eine Nacht durchtanzen, dann passt das schon…

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  11. Margret sagt:

    Mal eine ketzerische Frage an dieser Stelle: Was genau ist, ausreichend Bewegung und eine halbwegs gesunde Ernährung mal vorausgesetzt, denn nun eigentlich so schlimm an leichtem Übergewicht (kein adipositas)? Ist euer Problem da ein rein Optisches, weil ihr persönlich schlank hübscher findet?

    Ich selbst war früher immer zaundürr (was ich unschön fand), dann, nach den Schwangerschaften am oberen Rand des normalen BMI, nun gut in der Mitte. Trotzdem finde ich leicht übergewichtige Personen (m/w) zumeist eher angenehm im Äußeren.

    Was also ist dagegen zu sagen, wenn der BMI von Person X sich im Bereich leichtes Übergewicht befindet? Die Person isst also anscheinend gerne und eher viel – so what?

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      • „Allerdings hatten die Forscher damals Raucher und Menschen mit Vorerkrankungen wie etwa Krebs nicht von der Teilnahme ausgeschlossen.“

        Aha, und weil man die _mitgezählt_ hat, sind die alten Studien jetzt falsch? Das sind auch Menschen, und die gehören mit dazu, wenn man Durchschnitte berechnen will.

        Raucher und Menschen mit Vorerkrankungen sind relativ häufig.

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        • Frank sagt:

          „Aha, und weil man die _mitgezählt_ hat, sind die alten Studien jetzt falsch?“
          Ja sicher sind sie das.

          „Das sind auch Menschen, und die gehören mit dazu, wenn man Durchschnitte berechnen will.“
          Man will aber keine Durchschnitte berechnen, sondern eine Studie erstellen, die den Zusammenhang von Gewicht und Gesundheit belegt. Das z. B. die Krebskranken, die vor der Erkrankung übergewichtig waren (und das sind so einige) und durch diese Scheißkrankheit stark abmagern dann in das „Lager“ der Normalgewichtigen gesteckt werden und damit deren Gesamtgesundheit verfälschen, kann doch wohl nicht das Ziel einer ernsthaften Studie sein.

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      • Margret sagt:

        Ach komm, Frank, da gibt es dann auch wieder die Gegenstudien, die genau das Gegenteil aussagen. http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/uebergewicht-mit-wenigen-kilos-zu-viel-lebt-man-laenger-a-875379.html

        Und selbst wenn es so wäre, was offenbar nicht erwiesen ist: Was geht es euch denn an? It’s not your business, um es mal ganz klar zu sagen.

        Krankhaft ist leichtes Übergewicht auf jeden Fall nicht, von einer Krankheit kann man erst bei einer adipösen Person sprechen. Couchpotatoes leben sicher auch kürzer oder zmindest ungesunder, Extremsporter ja anscheinend auch. Erzähst Du deshalb deinen Kollegen täglich „Du Du Du, das ist ganz schlecht, was Du da machst. Du musst abends weniger Serien gucken und mehr Joggen gehen.“ oder alternativ „Also jeden Abend 3 Stunden Marathontraining tut dir aber nicht gut.“

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        • Frank sagt:

          Du hast eine Frage gestellt. Ich habe dir geantwortet. Was mich etwas angeht, entscheidest du nicht. Ich habe eine mit Fakten belegte Meinung zu dieser Übergewichtsgeschichte. Wenn sie dir nicht passt, dein Problem. Deshalb lasse ich mir aber keinen Bullshit erzählen.
          Und ich spreche bestimmt niemanden auf sein Gewicht an. Das geht mich bestimmt nichts an. Warum unterstellst du mir so einen Mist?

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          • Margret sagt:

            Offenbar gibt es auch Fakten für eine gegenteilige Meinung – siehe Link oben.

            „Und ich spreche bestimmt niemanden auf sein Gewicht an. Das geht mich bestimmt nichts an. Warum unterstellst du mir so einen Mist?“

            Weil ich es interessant finde, dass ein, nach eigener Aussage, nicht übergewichtiger Mensch im Internet „auf Mission“ geht bei einem Thema, das ihn weder betrifft noch irgendwie stören kann.

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            • Frank sagt:

              „Weil ich es interessant finde, dass ein, nach eigener Aussage, nicht übergewichtiger Mensch im Internet “auf Mission” geht bei einem Thema, das ihn weder betrifft noch irgendwie stören kann.“

              Habe deine Antwort jetzt erst gesehen. Meinst du mich damit? Ich frage deshalb, weil ich mich nicht erinnern kann, jemals Angaben über mein Gewicht gemacht zu haben. Aber selbst wenn, darf man sich nur als Betroffener zu einem Thema äußern? Das dieses Thema mich interessiert, aus welchen Gründen auch immer, geht dich einen Scheiß an und ganz bestimmt erzählst du mir nicht, was mich stören darf. Offensichtliche Dummheit in Personalunion mit Arroganz stört mich beispielsweise ganz erheblich. Und „auf Mission“ gehen trifft wohl eher auf dich zu, oder? Margret gegen den Rest der Welt. Zumindest beim Thema Körpergewicht. Na ja, auch ein Hobby, was solls? Wenn es dir Spaß macht, hat es ja seinen Zweck erfüllt.

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              • Margret sagt:

                „Und “auf Mission” gehen trifft wohl eher auf dich zu, oder? Margret gegen den Rest der Welt.“

                Nein. Es haben unter den verschiedenen Beiträgen zum Thema Übergewicht nicht wenige ähnlich argumentiert. Sie haben sich nur die letzten paar Male nicht mehr geäußert.

                „Offensichtliche Dummheit in Personalunion mit Arroganz stört mich beispielsweise ganz erheblich. “

                Denkst Du wirklich, es ist hilfreich, jetzt beleidigend zu werden?

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    • „Was also ist dagegen zu sagen, wenn der BMI von Person X sich im Bereich leichtes Übergewicht befindet?“

      Nichts. Auf die durchschnittliche Lebenserwartung bezogen scheint der Bereich knapp über dem grünen BMI der beste zu sein. Das heisst nicht, dass man am wenigsten krank ist, aber mit dem Gewicht leben Leute im Schnitt am längsten – weil sie z.B. eine Krankheit dank Reserven besser überstehen als jemand der ganz unten im grünen Bereich des BMI liegt, und zugleich noch nicht so dick sind, dass sich Herz-Kreislauf u.a. schwere Probleme schon bemerkbar machen.

      Ich habe schon öfter überlegt, ob das nicht Grund genug wäre, den BMI neu zu justieren.

      Grob gesagt, „wohlgenährt aber nicht fett“ scheint für die Lebensdauer ganz gut zu sein. Für die Lebensqualität auch, vorausgesetzt man hadert nicht ständig mit den Fettpölsterchen, die man in dem Bereich eben schon hat. Dazu noch sportliche Betätigung, und man liegt schon sehr gut im Rennen um ein langes Leben.

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    • david sagt:


      Was also ist dagegen zu sagen, wenn der BMI von Person X sich im Bereich leichtes Übergewicht befindet? Die Person isst also anscheinend gerne und eher viel – so what?

      Wer sagt denn was dagegen?
      Man darf wohl feststellen, dass man Normalgewicht für gesünder und attraktiver hält. Aber keiner von uns ist perfekt oder hat dem anderen etwas vorzuschreiben, das ist doch klar.

      Ich frage mich ja, ob du abwertende Begriffe wie „zaundürr“ oder „unschön“ auch für leicht Übergewichtige in Ordnung fändest, die ebenso weit von einem Norm-BMI entfernt sind?
      Gut, du hast es nur über dich selbst (früher) gesagt, daher no offense.

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  12. Kristina sagt:

    Es gibt doch angeblich neue Studien die besagen, dass auch die Darmbakterien eine Rolle spielen. Weiß da jemand mehr darüber wie seriös das ist?

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  13. Robin sagt:

    Willst du nicht mal so ein Abnehmratgeberblogpost schreiben, wo du alles reinpackst?

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    • Frank sagt:

      Zuviel essen hat dich dick gemacht.

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      • Robin sagt:

        Im Gegenteil, aktuell hat mich sehr viel Bewegung sehr viel schlanker gemacht😀

        Aber ich find’s interessant, wie tief EMN im Thema drin ist und wirklich zu allen möglichen Diät- und Ernährungsmythen Studien kennt. Das mal zu sammeln und dann als eigenen Beitrag… fände ich gut. Wär das nicht was @EMN?

        Ich versuche grade, mich weg von diesen ganzen Regeln zu bewegen hin zu „Nichts zählt, außer Kalorien“. Es kotzt mich irgendwie an, nach zwei Stunden Sport aus dem Fitnessstudio zu kommen und mir dann den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, was ich JETZT noch essen darf und was nicht. Nach dem Sport keine Kohlehydrate, abends ja sowieso nicht, aber da auch kein Obst, weil das nachts nicht so gut verdaut wird etc.pp. Nervt, aber alte Gewohnheiten sind schwer abzulegen.
        Ebenfalls habe ich mich vom Gedanken verabschiedet, jemals wirklich eine langfristige Ernährungsumstellung hinzukriegen. Ich kann an 2, 3 Tagen die Woche kalorienarm essen, aber nicht immer und auch nicht ewig. Dafür esse ich viel zu gern, aber um mir das erlauben zu können, muss halt mehr Sport her, was momentan glücklicherweise super klappt🙂

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        • Frank sagt:

          8 verdammte Kilos😀 Glückwunsch!
          Tja, das kommt dabei raus, wenn man wochenlang durch die Pampa latscht. Selbst Schuld! Hab deinen Kommentar oben für Ironie gehalten, weil es mal wieder über Übergewicht geht. Jetzt finde ich, das ist ne gute Idee.

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  14. Michi sagt:

    Hi,hi…bin selber keine Elfe,aber ich weiss,woher es kommt ;0)
    Es ist nun mal so…zuviel Energie und wenig Bewegung.

    Interessant finde ich immer die kleinen Schildchen im Aufzug a la:
    Max 5 Personen oder 300 Kilo.
    Aus welchem Jahr stammt denn diese Norm?Muß man sowas nicht anpassen a la:
    „Aufzug bitte einzeln benutzen“? :))

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  15. ninjaan sagt:

    Ich hätte gerne nen Comic der so geht: ich bin dick – so what? Oder: ich bin dick- it’s no ones fucking business. Mir erschliesst sich einfach die Intention nicht. Da es vor nicht allzu langer Zeit hier aufm Blog schon mal was dazu gab, musste ich jetzt meinen Senf dazu geben. Oh Senf, geil, ich esse jetzt noch ne Bockwurst mit Senf. -.-

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    • Wo spreche ich mich dafür aus, dass es irgendjemandes Business ist, wer wie viel wiegt. Aber es ist lustig, dass ich zu allen möglichen – aus meiner Sicht – doofen Logiken über Vegetarismus, Homosexualität, psychische Krankheiten, etc. meine persönliche Meinung schreiben kann und wenn ich sie übers Dicksein äußere heulen plötzlich Leute darüber was es mich bitteschön angeht.

      Antwort: Nichts. Ich bin nie und werde nie zu jemandem hingehen und ihn auf sein Gewicht ansprechen. Aber auf meinem Blog gehts um meine Meinung und wer ihn liest der weiß, dass er meine Meinung zu Dingen zu lesen kriegt. Sich dann darüber zu beschweren meine Meinung zu lesen ist ja wohl ähnlich daneben wie zu wildfremden Leuten hinzurennen und ihr Gewicht zu kommentieren, oder?

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      • ninjaan sagt:

        Diese empfindliche Reaktion hab ich jetzt gerade irgendwie nicht erwartet. Also, 1. habe ich nicht gesagt, wobei es nicht komplett abwegig ist, da es ja schon die Meinung fördert „dicke brauchen Ratschläge, weil die heulen rum und sind nur zu faul“, das du in diesem Comic sagst es wäre „irgendjemands Business“ das war ne Anregung von mir, wäre mal so total nicht Mainstream sowas zu machen. Aber is dein Blog und du kannst die Idee gern ungeniert kacke finden.
        2. ich habe nie einen Comic gesehen in dem du, und wenn auch nur ansatzweise, das Bashing von homosexuellen oder psychisch Kranken förderst. Entweder is es mir entgangen, sonst hätte ich wohl kommentiert, oder es existiert nicht.
        3. ich fand meinen Kommentar jetzt eher weniger in der Kategorie „heulen“ wieder und sehe hier auch eher zustimmende Kommentare, deshalb: HÄ???
        4. nochmal, ich finde die Reaktion jetzt gerade etwas überempfindlich, weil, ich greife dich nicht an, finde die Comics meist auch gut, mir war nur nicht bewusst, dass die leiseste Kritik oder einfach ne andere Meinung hier schon als Unverschämtheit gewertet werden.
        5. sollte das für dich jetzt tatsächlich so schlimm gewesen sein: sorry, dann behalte ich meine Meinung natürlich ab jetzt für mich, außer ich will Beifall Klatschen.
        Adieu.

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        • Also du toppst meine empfindliche Reaktion nun durch ein dramatisches „DANN KOMMENTIERE ICH HALT NICHT MEHR!!!!einself“?^^

          Nein, das Bashingg psychisch Kranker oder Homosexueller heiße ich ebensowenig gut wie das Bashing Dicker.
          Es nervt mich allerdings, wenn widerholt (nicht nur in diesem Blogpost) vermittelt wird, dass es sich um fiesestes Bashing handelt wenn man sagt, dass Übergewicht vom Essen kommt. Die meisten wissen das zwar, aber es ist total uncool sowas zu sagen. Nein, man muss Dinge sagen wie „Dicke sind XY… ausser natürlich die, die nichts dafür können dass sie dick sind.“ denn überall kommt irgendwer um darauf hinzuweisen, dass manche Leute ja dick sind wegen Krankheiten oder der Schilddrüse oder dem Stoffwechsel oder…. blablablubb. Und ganz ehrlich, ich finds schrecklich wenn ich sehe wie viele Leute dann resignieren und glauben, es sei ihr Schicksal, dass sie beim Laufen in den zweiten Stock schnaufen. dass ihnen die Knie weh tun oder sie sich einfach scheiße fühlen. Weil Mutti und Vati sind ja auch dick, das liegt in der Familie, und die vielen Diäten haben halt den Stoffwechsel kaputtgemacht.

          Ich würde genauso sauer werden wenn jemand einem Depressiven sagt, dass er halt genetisch dazu bestimmt ist (ja, es gibt ne genetische Komponente dafür) und einfach akzeptieren soll depressiv zu sein weil er eh nichts ändern kann. Das ist scheiße, demotivierend und schlichtweg nicht wahr.

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          • ninjaan sagt:

            Es war nur halb so dramatisch gemeint, wie es anscheinend rüberkam, eher etwas resigniert. Jetzt hab ich deine Intention verstanden, ich muss sie ja nicht teilen, aber nachvollziehen wollte ich sie können. Danke.

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          • unkraut sagt:

            Was du ein bisschen vergisst ist meiner Meinung nach, dass die Leute die resignieren, meist schon versucht haben etwas an ihrer Position zu ändern.

            Und nein, das bashing ist noch nicht alleine, dass man sagt „du isst zu viel“.

            Geh davon aus dass viele Dicke bereits von allem möglichen Leuten tolle Ratschläge bekommen haben, manchmal auch in der Form „Fettes Schwein, du frist zu viel“.
            Und wenn man das immer wieder von verschiedenen Leuten hört, setzt man auch neutrale Ratschläge damit gleich.

            Das was so eine Botschaft tut ist nunmal einen ständig an sein Leiden zu erinnern, das man aber nicht mal eben mit links ändern kann. Da ist es kein Wunder, wenn alle nur einfache und manchmal wirklich blöde Ratschläge geben, über einen herziehen oder sonstwas, dass man sich ein „dickes Fell“ anschafft und resigniert.

            Wenn wenigstens mal Leute mit wirklich guten Ratschlägen dazwischen sind. Nö, die meisten kauen den Blödsinn aus irgendwelchen oberflächlichen Zeitungsartikeln nach, machen die simple Formel „wenn 1+1=2 dann 2-1=1“ daraus. Und damit ist nunmal niemandem geholfen.

            Unterm Strich: Ob die einen sich mit ihren Genen rechtfertigen, oder die anderen mit „sich zu viel Essen“ rechtfertigen, es ändert nix. Oder ändert es irgendwas wenn Dicke Menschen plötzlich im Chor behaupten „Wir sind so dick weil wir zu viel essen“.
            Auch hinter dieser Aussage kann man resignieren und sich sagen „Scheiß drauf“.

            Die Ursache ist nicht die Lösung für das Problem, ob man sich das nun eingesteht oder nicht.

            Angeblich soll es auch bei Depressionen Gene geben, die da mit reinspielen. Genauso wie bei ADHS, Schizophrenie oder anderen Sachen. Was wäre daran falsch, wenn man versucht nach einem Strohhalm zu greifen um Verständnis für das eigene Fehlverhalten zu bekommen?

            Beispiel ADHS: Wenn man dadurch etwas impulsiver ist, seinen Fehler kennt, auch weiß dass es genetisch bedingt ist. Klar, das heißt nicht dass man tun und lassen kann was man mag, mit der Begründung „Ich hab ADHS, ich kann nicht anders“. Aber dass Impulskontrolle bei ADHSlern viel größere Disziplin fordert als bei den meisten anderen, die kein ADHS haben, ist doch klar.

            (Wobei… das ganze ist eigentlich wurscht…. auch ADHSlern, Depressiven, Borderlinern usw wird permanent vorgeworfen, dass sie sich damit blos rechtfertigen wollen und hinter ihrer Krankheit verstecken, wenn sie offen damit umgehen. Damit sie weiter machen können wie bisher ohne sich zu ändern. Allein die Tatsache, dass man sich eine Diagnose geben lässt, ist für viele Menschen schon ein Grund, dieser Person Schwäche zu diagnostizieren.
            Genau so wie viele Leute glauben, dass ADHSler ja eigentlich nur Aufmerksamkeit wollen, schließlich heißt das Syndrom ja auch so. Was da wirklich hinter steht interessiert die meisten nunmal nicht.)

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      • Margret sagt:

        Dass Du über doofe Logiken schreibst, find ich gut. Und natürlich ist der Satz „ich esse nur 600 Kalorien täglich und nehme trotzdem zu“ totaler Unsinn. Aber so wie es da oben steht, kommt es doch sehr arrogant rüber, in Richtung „Friss nicht so viel, dann bist Du auch nicht fett“. Z. B. die Sache mit der Schwangerschaft. Das ist ein weitverbreitetes Problem. Der Appetit nimmt zu und der Stoffwechsel verändert sich. Da dann zu sagen „Du isst einfach zu viel“, ist schon ein wenig ignorant.

        Im Falle von Homosexualität und der Dame mit den blauen Haaren und Tattoos, ging es doch gerade darum, dass sexuelle Orientierung und Aussehen niemandens „Business“ sind.

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        • Also wenn ICH auf MEINEM Blog MEINE Meinung zu einem Thema schreibe, inwiefern belästige ich damit irgendwen? Ist das für dich vergleichbar damit, zu irgendwelchen Leuten hinzurennen und zu sagen „Du, dein Aussehen, das geht ja gar nicht… ich sag´ dir mal, wie du auszusehen hast.“

          Und ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist, aber ich habe noch nie ein negatives Wort zu dem Aussehen dicker Menschen verbloggt, denn zufällig interessiert mich das null, und falls es das täte, wer sagt dir, dass ich dick hässlich finde? Ich finde es vielmehr daneben, wenn ein lebensbeeinträchtigedes Gesundheitsrisiko auf die Optik heruntergebrochen wird. Das wäre so, als würde ich bei jemandem mit gebrochenem Bein lediglich bedauern, dass es ja jetzt ganz schön schwierig ist auf High Heels zu laufen und dass der Unterschenkel so asymetrisch verbogen ist. Als wäre das grade das zentrale Problem dabei.

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  16. noxneurotica sagt:

    EMN, deine Beiträge und Kommentare zum Thema Abnehmen haben mich dazu motiviert, mich nicht länger damit aufzuhalten, nach der besten Diät zu suchen, sondern einfach mal stur nach dem Kaloriendefizit zu gehen. Daher habe ich jetzt über den letzten Monat penibel Kalorien gezählt (alle Nahrung abgewogen usw.) und mit Sport und weniger essen ein Kaloriendefizit von ca. 7000 kcal „erwirtschaftet“, was ja noch sehr moderat ist. Und siehe da, ich habe ziemlich genau ein Kilo abgenommen. Da ich auf Sport und genügend Eiweiß in der Nahrung wert gelegt habe und mir eine vorher etwas kneifende Hose wieder passt, gehe ich mal davon aus, dass es nicht nur Wasser und Muskeln waren, die da verschwunden sind. Ich kann bestätigen, dass es vor Allem eine Appetitsache ist. Ich habe gemerkt, wie sehr ich an große Portionen gewöhnt war und wie schwer es mir fiel, nach einem Teller aufzuhören und nicht noch Nachschlag zu nehmen. Vor allem bei meiner Größe und meinem Ausgangsgewicht ist der Kalorienverbrauch nicht hoch genug, um ständig so viel zu essen. Ich habe gemerkt, dass man, wenn man vom Appetit abgelenkt ist, auch mal mit 1000 kcal am Tag satt sein kann.

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    • Wow, dein Kommentar hat mich grade unheimlich gefreut. Also die Tatsache, dass tatsächlich da draußen jemand ist, der das was ich in den letzten Monaten so zum Thema geschrieben habe ausprobiert und was geändert hat.
      Mich würde wirklich interessieren, wie es weitergeht. Und ich denke auch, dass du bei dem vernünftigen Kaloriendefizit und mit Protein und Sport wirklich Fettmasse abgebaut hast und keine Muskeln. Wassereinlagerungen sind natürlich ne andere Sache, aber das würdest du ja merken, wenn du grundlos 1kg mehr wiegst und die Hat Druckstellen zeigt.

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      • noxneurotica sagt:

        Hihi das freut mich🙂
        Man muss ja auch mal den Leuten angemessenen „credit“ geben, die einen inspiriert haben😉. Ich hab ja schon vorher geahnt bzw die Erfahrung gemacht, dass ich sowieso irgendeine Diätform, die einen in der Lebensmittelauswahl massiv einschränkt, nicht durchhalte, da gerade soziales Essen in meinem Umfeld ein großes Thema ist. Aber deine gut begründete Meinung zu dem Thema hat mir dann den entscheidenden Schubs gegeben, mich nicht so um die Details zu sorgen und meinem Stoffwechsel mehr zuzutrauen. Meine Mutter hat Probleme mit der Schilddrüse und ihr Übergewicht wurde immer auch von Ärzten damit begründet, zudem ist sie auch so jemand der Dinge sagt wie „Wenn man zu wenig isst geht der Körper in den Hungersnotmodus“, sodass ich natürlich immer Angst hatte, diesen „schlechten Stoffwechsel“ von ihr geerbt zu haben und ihn durch Diät zu ruinieren.
        Rein vom Gewicht her bin ich im Normalbereich, aber schon am oberen Ende (BMI 23), daher der Wunsch nach Gewichtsverlust. Mit der 1 Kilo / Monat-Schiene bin ich ganz zufrieden, da es mich im Alltag nicht belastet und ich ja nicht besonders viel abnehmen will/muss, sodass ich da die Geduld auch habe. Jedenfalls funktioniert es.🙂 Ich kann ja nach einiger Zeit nochmal berichten, was sich getan hat.

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        • St. Elmo sagt:

          Da fällt mir immer eine Aussage meines Fitness-Trainiers ein, wenn sich Leute darüber beklagt haben das sie nach 6 Monaten Training kaum Gewicht verloren haben.

          P: Ich trainiere jetzt schon 6 Monate und hab erst X kg abgenommen
          T: Passt die Hose wieder?
          P: Ja
          T: Siehst du!

          Was man immer Bedenken sollte, man baut wenn man Sport macht nicht nur Fettreserven ab, man baut auch meist etwas Muskelmasse auf deswegen sollte man weniger an der Anzeige der Waage kleben.

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        • noxneurotica sagt:

          So, es sind jetzt knapp 3 Monate und es läuft weiterhin wie geplant. Die Waage zeigte heute 3 Kilo weniger. Und nicht nur die, sondern auch der Spiegel. Ich merke es vor Allem im Gesicht, das jetzt deutlich schmäler ist, aber auch an Bauch und Taille, wo ich je etwa 2-3cm Umfang verloren habe. Durch den Sport haben meine Arme und Beine merklich mehr Definition. Das beste Urteil kommt ja immer von außen, und meine Eltern und mein Freund haben mich schon gefragt, ob ich abgenommen habe. Da ich nur 158cm klein bin, sieht man halt doch jedes Kilo. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass mein Körper relativ gleichmäßig von allen Fettreserven zieht (vielleicht ein wenig mehr am Oberkörper), was mich doch ziemlich beruhigt, denn man kennt ja allerlei Storys von Frauen, die zuerst nur am Busen verlieren… Voller Erfolg, würde ich sagen! Und das Ganze ist weder immens einschränkend noch kompliziert. Ich liebe Zahlen und Fakten und habe da eine ganz praktische Exceltabelle, in der ich sozusagen „Einnahmen und Ausgaben“ eintrage und immer sehen kann, welche Auswirkungen das auf die Gesamtbilanz hat. Wenn ich zu viel esse oder zu wenig Sport mache, passe ich die Zielbeträge für andere Tage an, um das auszugleichen. Funktioniert gut und so ist halt auch mal ein „Cheat Day“ drin. Ich habe vor Allem gelernt, Impulsessen und Essen aus Langeweile besser zu kontrollieren. Man fragt sich da eben automatisch „Kann ich mir das leisten?“ Dennoch habe ich eben einen ziemlich großen Appetit und eine überdurchschnittliche Schwäche für so einige ungesunde Speisen. Vor Allem in Gesellschaft von Leuten, die nicht auf ihre Ernährung achten, schaffe ich es selten, nur beim Salat zu bleiben, wohingegen mich Freunde und Bekannte, die sehr gesund essen, davon abhalten, mir in der Kantine ein fettiges Schnitzel zu holen.
          Auf jeden Fall möchte ich weiter abnehmen und so irgendwann hoffentlich am unteren Ende der BMI-Skala ankommen. Ich glaube, man lernt bei sowas auch die wichtige Lektion, dass man sich von langfristigen Zielen nicht verunsichern lassen darf und man für sein Durchhaltevermögen belohnt wird. Nochmals danke EMN für deine Blogs, die mir den Anreiz gegeben haben, endlich loszulegen😀

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  17. minoritymagnet sagt:

    http://jaymans.wordpress.com/obesity-facts/

    Interessantes zusammengetragen. Natürlich nimmt man von zu viel Essen zu. Aber auf Essen zu verzichten, fällt nicht allen Menschen gleichermaßen leicht. Und Menschen, denen es leicht fällt (u.a. genetische Komponente), sind eher dünn als Menschen, denen es schwer fällt.

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    • Kenshin sagt:

      Ich kann persönlich sagen, dass es mir nur leicht fällt, meinem Hunger nicht nachzugehen, wenn ich in absolut extremem Stress stecke. Ich habe mal 15 Kilo in 6 Monaten abgenommen und am Ende war ein achtel einer Pizza schon zu viel. Kurz, mir ging es einfach schrecklich. Danach lockerer getreten und jetzt bin ich insgesamt ca 30 kilo schwerer, als zu meinem absoluten Tiefpunkt. Damals fühlte ich mich matt, schlaff und ausgezehrt. Jetzt fühle ich mich antriebslos, müde und fett. Habe ich ja ganz toll hinbekommen ^^

      Ich bin mit einem unglaublich schwachen Willen gesegnet, von daher stimmt es schon, dass zu wenig Sport und zu viel Essen für meine Verhältnisse meinen Bauch haben wachsen lassen. Leider habe ich das Gefühl „nichts dafür zu können“, da es mir nahezu unmöglich ist, Hunger zu ertragen. Selbstverständlich muss es irgendwie möglich sein, die Selbstdisziplin aufzubringen, ich kann es aber bis jetzt nicht. Und ich nehme an, daher stößt es so sauer auf, wenn jemand das Problem so simpel darstellt. Da schwingt immer ein „du probierst es halt einfach nicht“ mit, selbst wenn das gar nicht gemeint ist. Ich weiß im groben, woran es liegt, aber ich habe nicht die mentale Macht etwas zu ändern.

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      • Frank sagt:

        Schöner ehrlicher Beitrag, der das Problem von Vielen erklärt. Ich habe für mich entdeckt, dass man nicht hungern muss wenn man die Kalorienzufuhr runterfährt. Suche mal nach kalorienarmen Lebensmitteln, die du gern isst. Oft hilft es, einfach mal nachzuschauen was wieviel „kostet“. Wenn man sich erst anfängt, mit der Ernährung zu beschäftigen, ändert sich ebensolche oft auch in die richtige Richtung.

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      • unkraut sagt:

        Mir ist aufgefallen, dass Ausdauersport den Hunger bremst.
        Ich hab zeitweise in den Semesterferien mir angewöhnt, jeden tag so ca 1,5 Stunden durch den Wald zu laufen (Walken….ohne Stöcke….)

        Dann hab ich mich meist auf 2000 kcal beschränkt und davon stetig abgenommen.
        Ohne Bewegung nehm ich nicht ab. (Bei jemandem mit einem Job wo er permanent auf den Beinen ist braucht man vielleicht keinen Extrasport)

        Witzigerweise hab ich zeitweise, um immer schneller abzunehmen, meinen Kalorienbedarf teilweise bis auf 1200-1500 kcal senken können ohne dass es wirklich Disziplin bräuchte.
        Und das ist der Witz: Ich weiß dass ich emotionen mit Essen kompensiere. Ausdauersport hilft beim Stressabbau. Und zudem wird halt das Herz-Kreislaufsystem angekurbelt, so wie sich eine Änderung im Stoffwechsel einstellt. (Mehr Fette werden verbrannt, der Körper braucht weniger Kohlenhydrate. Gibt sich mit weniger Essen zufrieden, solange er die Fette anzapft)
        Der Nachbrenneffekt ist auch nicht zu verachten. Zudem macht es einfach vitaler.
        (Es gibt auch Studien die bestätigen, dass die Sättigungshormone bei Adipösen anders ausgeschüttet werden)

        (High Intervall Training soll angeblich noch besser wirken, hab es aber nicht ausprobiert.)

        Für mich ist das ganze so etwas wie ein ökologisches Gleichgewicht:
        Wenn es einmal eingependelt ist, läuft es von alleine. Dann braucht man nur auf seinen Hunger hören, und es bedarf keine große Disziplin. Wenn sonstige Bedingungen wie ausreichend Bewegung und andere menschliche Bedürnisse halbwegs ausgeglichen sind.

        Man nimmt ja meistens eher in den Ausnahmephasen zu: bei besonderem Stress, zu Feierlichkeiten, wenn man seine eigenen Bedürfnisse übergeht und „unvorteilhaft“ kompensiert etc. Und wenn danach keine Abnmehmphase kommt, trägt man es immer weiter.

        Bei manchen siehts dann auch so aus, das das Selbstbild darunter leidet und man anfängt Menschen zu meiden, sich schämt, sich verstecken will. Dann sitzt man evtl zuhause vor der Glotze oder vor dem PC, bewegt sich noch weniger, und der Teufelskreis dreht sich schneller.

        Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist wäre es vermutlich das beste, man ergründet den eigenen individuellen Grund, warum man Dick ist. Wenn es wie bei mir das Frustessen und zu wenig Bewegung ist, guckt man, wie man Stress vorteilhafter kompensieren kann.
        (Andere würden dann zur Kippe greifen. Schädigen ihren Körper ebenso, aber davon wird man halt nicht dick. Der Hintergrund ist oft der Selbe.)

        Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch Dicke gibt, die eigentlich mit sich selbst zufrieden sind (und nicht nur nach außen hin versuchen das darzustellen), die wirklich blos zu gerne essen und wirklich drauf scheißen, was andere von ihnen halten.

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        • unkraut sagt:

          oh, ich schreib etwas unstrukturiert.
          Ich meinte, da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, muss man erst analysieren, welche falschen Gewohnheiten man hat, und diese durch etwas vorteilhafteres Ersetzen, dass aber psychisch ähnlich wirkt.
          Wenn irgend ein wichtiges Bedürfnis nicht mehr erfüllt ist nachdem man sich etwas verbietet, ist es sehr viel schwieriger am Ball zu bleiben.

          Und das ist auch mit ein Grund, warum viele es nicht schaffen.

          Klar, wenn der Wunsch abzunehmen stärker ist als alles andere, dann kann man auch mit der Holzhammermethode abnehmen. Manche halten dann ihr Gewicht, andere nicht.
          Und wer jedes Jahr zur gleichen Zeit eine Radikaldiät macht, die erst klappt, danach aber nicht mehr. Der hat irgendwann keine Ausdauer mehr und Resigniert.
          (Ist bei Depressionen und Burnout ja auch so: wenn die (falschen) Mittel nicht funktionieren, man nicht auf den eigenen Körper hört, dann gehts irgendwann bergab und es funktioniert garnix mehr.)

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          • Man sollte auch bedenken, dass es komplett unterschiedlich ist ob man 5kg abnehmen will oder 50. Als Adipöser macht Sport zumeist absolut keinen Spaß sondern ist eine reine Qual. Die Gelenke tun weh, man ist rasch erschöpft, bringt nicht die Leistung die man möchte… kurz, es ist eine echte Überwindung. Da fällt es meist erstmal schwer gute Alternativen zum Essen zu finden weil man nur eine begrenzte Möglichkeit hat. Da ist die Holzhammermethode mit Kalorienreduktion oft erstmal nötig um überhaupt in Bereiche zu kommen, in denen körperliche Aktivität möglich/sinnvoll ist. Ich denke, wenn man weiß, dass es sich dabei um eine zeitlich begrenzte Holzhammermethode handelt, die einen ausgewogenen Lebensstil ermöglichen wird, ist das aushaltbar.

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            • unkraut sagt:

              Auch bei Sport braucht man eine Kaloriendefizit, damit es funktioniert.
              Nur lässt es sich leichter durchhalten, wenn man es gleichzeitig nicht zu hart macht.

              Ich kann es ja verstehen, dass es einen zu anfang auch etwas besser durchhalten lässt, wenn man von heute auf morgen alles umkrämpelt. Es gibt nicht wenige die sagen, garnichts zu essen ist einfacher als „nur ein bisschen“. Klar, Man quält sich nur am Anfang durch den Hunger, aber nicht nach jeder Mahlzeit.

              Und ich sage nicht, dass man als adipöser Joggen gehen soll, aber walken sollte auch bei einem BMI um 40 noch drin sein.
              Wichtiger ist eher: langsam anzufangen und auf seinen Körper zu hören, statt versuchen sich von Anfang an im oberen Pulsbereich auszupowern. Es gibt viele die garnicht gelernt haben, wo ihre körperlichen Belastungskurven liegen. Die neigen dann ein bisschen zu den Extremen. Sowohl beim Essen als auch beim Sport. (Die dann auch am liebsten zu Radikaldiäten, die hinterher zur radikalen Enttäuschung werden).
              Vor allem: wenn man nach 2 Wochen merkt, wie man auch nach moderatem Training seine Fitness gesteigert hat, motiviert das zusätzlich. (Vor allem wenn man immer der unsportliche Dicke war)

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            • IULIUS sagt:

              „Als Adipöser macht Sport zumeist absolut keinen Spaß sondern ist eine reine Qual. Die Gelenke tun weh, man ist rasch erschöpft, bringt nicht die Leistung die man möchte… kurz, es ist eine echte Überwindung.“

              Wenn man von dem Begriff Sport weggeht geht es um Bewegung durch Muskelkraft. Hier wäre es sinnvoll die Bewegungen so zu gestallten, daß es zum einen die Gelenke schont, zum anderen die Person nicht überanstrengt.
              Notfalls kann man auch Bewegungen im Sitzen oder liegen absolvieren.

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              • Michael sagt:

                Ist zwar nicht im Sitzen, aber Schwimmen ist sowas. Aber so lang man keinen eigenen Pool hat muss man sich überwinden den Bauch in aller seiner bleichen Orangenhautigkeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch scheiße!

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    • minoritymagnet sagt:

      @ Kenshin

      Bei mir ist es umgekehrt. Wenn alles einigermaßen ok ist, fällt es mir leicht mein Gewicht zu halten, auch wenn ich mich IMMER aktiv von zu viel Essen/ zu wenig Sport abhalten muss. Bei akutem Stress (und daraus folgender leichter Verzweiflung) allerdings fehlt mir die Kraft für den Widerstand gegen meine Veranlagung zur Völlerei und Faulheit. Ergo ich nehme zu. In meiner aktuellen schweren Stressphase schon 7kg (vorläufig arbeitslos etc.). Überwinden zur Änderung kann ich mich nicht. Dabei weiß ich sehr genau, was bei mir funktioniert um abzunehmen (habe schon mal 15kg geschafft). Müsste dringend was tun, denn meine Klamotten werden langsam zu eng.

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  18. Max sagt:

    Oooh, EZM hat schon Recht. Zuviele Kalorien => Übergewicht. Und wenn man Pech hat, ist man halt eher der „gute“ Verwerter. Nur 3 % Abweichung nach oben können über die Jahre viel ausmachen.

    Ich nehm auch gerade ab (zum zweiten Mal nach einer krankheitsbedingten Hochphase). Beim ersten Mal waren es über 20 kg. Ohne besonderen Sport, ohne Geheimnis, ohne spezielle Diät. Einfach nur ein Defizit zwischen Ausnahme und Verbrauch schaffen, und verdammt geduldig sein.

    Hilfreich ist es natürlich, sich ein wenig über „vernünftige“ Ernährung zu informieren und – ganz profan – Nahrungsmittel mit niedriger Energiedichte zu sich zu nehmen.

    NB: Mein Umsatz liegt so ca. bei 1,08 * 24 kcal/kg * Körpergewicht.

    Wenn es dann irgendwann auch um WILLEN und DURCHHALTEN geht, kann es ganz gut sein, sich mit der psychologischen Seite auseinanderzusetzen.

    WARUM haut man sich eigentlich den Bauch so voll? Ist ein guter Ansatzpunkt, meine ich.

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    • Alex sagt:

      @max man haut sich den Bauch so voll, weil man sich durch Energie undichte Nahrung das Hungergefühl völlig zerstört. Schoki macht schlank! Gibts sogar ne Korrelation.

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  19. Alex sagt:

    Jetzt bin ich ein bisschen depri,
    Weil ich jetzt ja weiß woran’s liegt.

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  20. Joscha sagt:

    Bestimmt bist Du auch über das hier gestolpert, oder? http://www.salon.com/2003/10/30/low_carb_hackers/

    Die neuzeitlichen Atkins-Anhänger vertreten die Auffassung, dass es relevant verschiedene Metabolismus-Modi gibt. Falls die Kalorien primär als Kohlehydrate aufgenommen werden, betreibt man den Körper über den Blutzucker, hat stärkeren und häufigeren Appetit, stört das Sättigungsempfinden und legt überschüssige Kalorien leichter in Fettzellen an, während der Abbau der Fettreserven gebremst wird.
    Ich finde auch interessant, dass der Ausbruch der „Obesity Epidemic“ in den USA zeitlich mit der breiten Einführung von High Fructose Corn Syrup als wichtigstem Süßungsmittel zusammenzufallen scheint.

    Wenn eine fett- und eiweißreiche Kost zu geringerem Hungergefühl führt, und deshalb geringerer Kalorienaufnahme, dann widerspricht das Deiner These natürlich nicht (auch wenn die Disziplin dann mühelos wird, und die Willenskraft selbst leider nicht unserem Willen unterliegt). Aber wenn die fröhlich kalorienzählenden Atkins-Anhänger aus dem Text tatsächlich bei 3000-4000 Kalorien am Tag abnehmen, dann könnte es sein, dass Du Dich irrst, oder?

    PS: Vielen Dank für all Deine vernunftgeleiteten Argumentationen. (Und ich teile Deine Auffassung, dass niemand für seinen Körper beschämt werden sollte, aber Folgen und Ursachen von Übergewicht deshalb nicht bestritten werden müssen.)

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  21. Hekate sagt:

    Oh das mit dem Kalorienzählen funktioniert gut. Und man kann damit abnehmen. Wie gesund ist dann eine Frage, was man isst (Eiweißmenge z.B.), wieviel Sport man macht und welchen (Erhöhung des Energieumsatzes sowie Erhaltung der Muskelmasse) und welche Nährstoffe man aufnimmt + wie groß das Kaloriendefizit ist.

    Und man sollte auch etwaige Unverträglichkeiten berücksichtigen; die führen gerne zu Wassereinlagerungen und man wirkt dadurch ein wenig „aufgequollener“.

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