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Veröffentlicht: Oktober 24, 2014 in Comics
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Kommentare
  1. aranxo sagt:

    Treffer, versenkt!

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  2. honeyinheaven sagt:

    Ich bin eigentlich sofort wieder weg. Aber es ist doch amüsant, dass immer das Seltene bemüht wird, um das Häufigere zu relativieren und als überzogen darzustellen.

    Ein Beispiel: Sexueller Missbrauch an Kindern. Der betrifft natürlich beide Geschlechter. Niemand hat das bestritten. Dennoch zeigt jede Kriminalstatistik – und die zeigt ja nur die Spitze des (angezeigtenen) Eisbergs, dass am häufigsten Männer die Täter und Mädchen die Opfer sind. Häufig. NICHT immer. Das behauptet auch keiner. Maskulisten wollen daher Einrichtungen wie Wildwasser abschaffen. Wenn das auch im Sinne von selbsternannten radikalen Antifeministinnen ist – na dann.

    Beim vorliegenden Beispiel hilft ein Blick in das Strafrecht:

    http://dejure.org/gesetze/StGB/177.html

    Eine Vergewaltigung ist mit einem Eindringen in den Körper verbunden. Und jetzt würde mich brennend interessieren wie eine Frau, die ja meist ohne Penis ausgestattet ist, dies bei einem Mann machen soll. Ohne Hilfsmittel erscheint mir das doch etwas schwierig ^^. Und ja, ganz bestimmt gibt es auch Fälle, in denen eine 120-Kilo-Frau einen 60-Kilo Mann mit irgendeinem Hilfsmittel anal vergewaltigt. Das wird dann übrigens gesetzlich auch so verfolgt. Für das Opfer, egal welchen Geschlechts ist das grauenvoll.
    Aber auch hier sagt jede Kriminalstatistik, dass die häufigste Form der männliche Täter und das weibliche Opfer ist. Es ist jetzt natürlich möglich, dass alle Kriminalstatistiken vom Staatsfeminismus gefälscht sind. Aber so baut sich eben ein jeder seine eigene Verschwörungstheorie auf!

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    • Danke für die Bekräftigung meiner Kernaussage.

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      • only_me sagt:

        Und sie hat es nicht mal gemerkt…🙂

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      • gottfriedg sagt:

        Kam das schonmal vor, dass in der zweiten Antwort jemand genau auf dieselbe Art argumentiert wie im Comic blosgestellt wird? Erstaunlich jedenfalls…

        @EMN: Grandioser Comic, bravo!

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      • Tante Jay sagt:

        An den Trottel auf den ich grad antworte (und der ja angeblich schon wieder weg ist):

        Du sagst also im Grunde genommen, weil bestimmte Formen des Missbrauchs selten sind, braucht man sie nicht zu verfolgen oder zu verurteilen?

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    • Michael sagt:

      „Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
      1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung),“

      Da steht nix davon, wer in wessen Körper eindringt. Ein Mann, der zum Sex gezwungen wird, wird auch im juristischen Sinne vergewaltigt. Eine Penetration _bei ihm_ ist dafür keine Voraussetzung.

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      • Hugh sagt:

        Der Volltrottel hat schweizer mit deutschem Recht verwechselt. Dort ist eine Vergewaltigung nur eine, wenn man in den Körper des anderen eindringt, aus „gutem“ feministischen Grund. Vielleicht war auch der Wunsch der Vater des Gedanken. Möchten deutsche Feministinnen etwa, dass das deutsche Recht in die Richtung zurück entwickelt wird? Dann würden ihre Behauptungen endlich mal stimmen. Man macht die Statistik eben passend, weil man sonst im Unrecht ist.
        Und auch die Behauptung Kinder hätten zumeist unter Männern zu leiden stimmt so wohl nicht, auch hier eine Statistikverfälschung.

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    • Leszek sagt:

      @ honeyinheaven

      Falls dich das Thema interessiert, hier ein paar Verlinkungen zu Texten und Büchern mit Infos zum Thema “Frauen als Täterinnen bei sexueller Gewalt“ (einschließlich von Textauszügen):

      http://www.news.de/panorama/855088862/wenn-maenner-zum-sex-gezwungen-werden/1/

      “Fast jede zwölfte Frau, das sind rund acht Prozent der weiblichen Befragten, hat ihren Partner bereits sexuell genötigt. «Sie haben angegeben, ihren Partner zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben», sagt Döge. Wie das funktioniert? «Eine Frau kann etwa die Genitalien des Mannes gegen seinen Willen anfassen, sie können sie gegen ihren Willen masturbieren.» Der Anteil der Frauen, die sich durch ihre Männer sexuell genötigt fühlten, liege etwas höher: bei zwölf Prozent.
      Trotzdem: Männer als Sex-Opfer? Funktioniert das denn überhaupt, anatomisch? Offenbar. Englische Wissenschaftler haben das Phänomen in einer Pilotstudie Ende der 1990er Jahre untersucht. Drei Prozent der englischen, volljährigen Männerschaft wurde demnach im Erwachsenenalter sexuell genötigt. Fünf Prozent mussten diese Erfahrung als Junge durchmachen. Die drei Wissenschaftler – übrigens allesamt Männer – haben die Spielarten der Sex-Nötigung aufgezählt: Neben der Genitalberührung zählen der unfreundliche Blow-Job, Zwangs-Cunnilingus und Sex auf Befehl zu den Nötigungen, denen Männer laut der Befragung am häufigsten ausgeliefert waren.”

      Die Gründerin der Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch „Zartbitter“, Ursula Enders hat zu Täterinnen inzwischen ein eigenes Kapitel in ihrem bekannten Buch zum Thema sexueller Mißbrauch. Dort heißt es u.a.:

      “Die neuere deutsche Forschung geht davon aus, dass 10 – 25 % der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Jungen von Täterinnen verübt werden (z.B. Wetzels 1997: 10 %, Raupp/Eggers 1993: 25 %.) In amerikanischen Untersuchungen lagen die Prozentwerte zum Teil noch höher. Risin und Koss (1987) stellen z.B. einen Anteil von 47 % Täterinnen fest. Da sie ihre eigenen Ergebnisse selbst bezweifelten, glichen sie die ihrer Untersuchung zugrundeliegende Definition der von Finkelhor (1979) verwendeten an. Dennoch sank der Anteil der Täterinnen nur auf 35 %.”

      (aus: “Zart war ich, bitter war´s. Handbuch gegen sexuellen Mißbrauch”, herausgegeben von Ursula Enders, 4. Auflage 2011, S. 106)

      http://www.amazon.de/Zart-war-ich-bitter-wars/dp/346203328X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1412876565&sr=1-2&keywords=ursula+enders

      Eines der wenigen klassischen Standardwerke zum Thema sexueller Mißbrauch, das auch ein Kapitel über weibliche Täter enthielt, ist das Buch von Karin Jäckel “Wer sind die Täter?” (S. 51 – 80) von 1996:

      http://www.amazon.de/Wer-sind-T%C3%A4ter-Karin-J%C3%A4ckel/dp/3423305282/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1412876517&sr=1-1&keywords=wer+sind+die+t%C3%A4ter

      Eine aktualisierte Neuauflage wäre wünschenswert.

      In einem Artikel schreibt die Autorin Karin Jäckel zum Thema:

      http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1375521/

      “Wer über Täterinnen publizierte, kam quasi auf den feministischen Index. Frauenschutz und Frauenförderung, hieß es aus dem Bundesfamilienministerium, sei der Entzug von Männerprivilegien. Und wenn ich zu Lesungen oder Vortragsreisen unterwegs war, um über sexuellen Kindesmissbrauch zu sprechen, der auch von Frauen verübt wird, musste ich anschließend nicht selten in Begleitung zum Bahnhof oder Hotel gehen, da mir von aufgebrachten Damen Frauenhass oder Nestbeschmutzung vorgeworfen und Strafaktionen angedroht wurden, damit ich mal wisse, “wie so was ist.”
      Es ist inzwischen Allgemeinwissen, dass Männer und Jungen “die Täter” sind, Frauen und Mädchen hingegen “die Opfer”, die stark gemacht und durch Quoten gefördert werden müssen. Kindesmissbrauchsopfer, die von einem Mann sexuell ausgebeutet wurden, stoßen oftmals auf Unglauben und Ablehnung. Kindesmissbrauchsopfer einer Frau tun dies fast immer.
      Von einer Frau missbrauchte Jungen werden zum Beispiel von Gleichaltrigen, denen sie sich anvertrauen wollen, wegen der “geilen” Erfahrung beneidet oder als “perverses Schwein” gemobbt. Von Erwachsenen werden sie als frühreife Wichtigtuer abgetan. Die landläufige Meinung, dass Jungs und Männer nicht zum Sex gezwungen werden können, schon immer vom Sex mit der eigenen Mutter geträumt und von sexuell erfahrenen Frauen profitiert haben, bringt die Opfer in eine wirklich aussichtslose Position.
      Auch Mädchen, die von einer Frau sexuell missbraucht werden, sind auf eine solche Gefahr fast nie vorbereitet. Sie werden zwar vor Männern als Tätern gewarnt, doch über eine Frau als mögliche Täterin spricht niemand. So lassen sie sich vertrauensvoll auf weibliche Nähe ein und tappen in die Missbrauchsfalle, anstatt frühzeitig Warnsignale wahrzunehmen und sich möglicherweise schützen zu können.
      (…)
      Sexueller Missbrauch durch die eigene Mutter ist die wohl schlimmste aller Missbrauchserfahrungen. Die Mutter ist der Mensch, dem ein Kind am allernächsten sein, am allermeisten vertrauen können sollte. Begreifen zu müssen, von der eigenen Mutter körperlich benutzt und seelisch missachtet zu werden, ist für Kinder und Jugendliche vernichtend.
      Nicht einmal von ihr “wirklich” geliebt zu werden, erzeugt den allertiefsten Zweifel am eigenen Menschenwert sowie dem Recht auf Unantastbarkeit und Selbstbestimmung. Zweifel, die sich durch Bulimie, Magersucht, Depressionen, Selbstverstümmelungen, Ängste, Selbstmordversuche, Promiskuität, Drogen-, Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit mitteilen und ein Leben lang schwer belastende Auswirkungen auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung haben.
      Frauen als Kinder Missbrauchende und Gewalt Ausübende als mögliche Gefahrenquelle bewusst auszuklammern, bedeutet, Täterinnen durch Schweigen zu schützen und Kindesmissbrauch zu ermöglichen. Kein Frauenschutz kann so viel wert sein.”

      Arne Hoffmann verweist in folgendem Artikel auf eine Studie aus Südafrika, (die Studie ist unter dem Artikel verlinkt), die zu folgenden Ergebnissen kam:

      “Vor kurzem wurde in Südafrika eine Studie über sexuelle Gewalt veröffentlicht, der eine Viertelmillion befragter Kinder und Jugendlicher im Alter von 10 bis 19 Jahren als Datenbasis zugrunde lag. Auf Seite 3 der Studie findet sich eine Zusammenfassung ihrer Ergebnisse. Dabei zeigte sich: Von den 18-jährigen jungen Männern wurden 44% schon einmal vergewaltigt, davon 41% von Frauen, 32% von Männern und 27% von Tätern beiderlei Geschlechts.”

      http://ef-magazin.de/2008/08/09/527-medien-irrefuehrende-berichterstattung-im-deutschen-qualitaetsjournalismus

      Weitere Informationen zum Thema „Männer als Opfer sexueller Gewalt“ finden sich in einem Kapitel des Buches “Weibliche Gewalt in Partnerschaften: Eine synontologische Untersuchung” des Soziologen Bastian Schwithal:

      http://www.amazon.de/Weibliche-Gewalt-Partnerschaften-synontologische-Untersuchung/dp/3833431563/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1413381982&sr=1-1&keywords=bastian+synontologische

      Einige Seiten des Kapitels sind bei Google Books z.T. einsehbar.
      Hier der Link. (Leider sind die in dem Buch enthaltenen Tabellen in diesem Rahmen relativ schlecht lesbar):

      http://books.google.de/books?id=jzKnlaREVfkC&pg=PA137&lpg=PA137&dq=Bastian+Schwithal+sexuelle+gewalt&source=bl&ots=kQ7U5WvcpC&sig=eGcP1F5IVntDaz_-4mIuZ60TzY8&hl=de&sa=X&ei=uN2zUKCuG8jEtAaY34DwCQ&ved=0CEgQ6AEwBA#v=onepage&q=Bastian%20Schwithal%20sexuelle%20gewalt&f=false

      Hierbei sollte berücksichtigt werden, dass in diesem Buch auch “verbaler Druck” als sexuelle Gewalt gewertet wird, also offenbar mit einer eher weiten Definition von sexueller Gewalt gearbeitet wird.
      Eine Passage von Bastian Schwithal, in der er die Ergebnisse von 55 Studien zu sexueller Gewalt kurz zusammenfasst, die dann im Anschluss tabellarisch ausführlich dargestellt werden, sei kurz zitiert:

      „Übersicht „Studien Sexual Violence“ gibt die Ergebnisse von 55 Studien und Untersuchungen wieder. Hinsichtlich sexueller Gewalt lässt sich die Feststellung machen, dass Frauen häufiger diese Form der Gewalt erleiden als Männer, besonders wenn man die schwersten Formen sexueller Gewalt betrachtet. Allerdings lässt sich anhand der Ergebnisse in der Tabelle auch ablesen, dass Männer ebenfalls und im weitaus größeren Ausmaß als bisher angenommen sexuelle Gewalt (auch schwere Formen) erfahren. Beim Verüben von sexueller Gewalt ergibt sich ein Geschlechterverhältnis von 57,9 % Männer gegenüber 42,1 % Frauen und hinsichtlich „erlittener Gewalt“ ein Männer-Frauen-Verhältnis von 40,8 % zu 59,2 %. Betont werden muss, dass in der Tabelle sowohl weniger schwere sexuelle Gewaltformen (wie verbalen Druck ausüben) als auch schwerste sexuelle Gewaltformen (wie Vergewaltigung) aufgelistet sind. Dass man verbalen Druck nicht mit durch Gewalt erzwungenen Geschlechtsverkehr gleichsetzen kann, soll an dieser Stelle noch einmal deutlich erwähnt werden.“

      Der folgende Text von Nicola L. Fisher und Afroditi Pina hat den Anspruch einen Überblick über den Forschungsstand speziell zum Thema „Männer als Opfer von Vergewaltigung durch Frauen“ zu geben. Inwieweit die Schlussfolgerungen der Autoren zutreffend sind, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mir die Originaluntersuchtungen, auf die sie sich beziehen, nicht angeguckt habe. Der Text gibt aber auf jeden Fall einen interessanten Überblick hinsichtlich Vergewaltigungsmythen, von denen männliche Vergewaltigungsopfer betroffen sind und setzt sich auch mit dem von dir angesprochenen Thema auseinander, dass Männer als Opfer von Vergewaltigung in manchen Ländern schon aufgrund einseitiger und sexistischer juristischer Definitionen von Vergewaltigung in der Kriminalstatistik nicht auftauchen können.

      Nicola L. Fisher und Afroditi Pina – An overview of the literature on female-perpetrated adult male sexual victimization”

      Der Text kann hier vollständig gelesen werden:

      http://kar.kent.ac.uk/33378/3/Fisher%20%2526%20Pina%20REVISED%20FV%20AVB%2010-05R.pdf

      Ein Standardwerk zum Thema “Frauen als Täterinnen bei sexueller Belästigung und sexueller Gewalt” aus dem englischsprachigen Raum ist das Buch “When Women Sexually Abuse Men: The Hidden Side of Rape, Stalking, Harassment, and Sexual Assault” von Philip W. Cook & Tammy L. Hodo

      http://www.amazon.de/When-Women-Sexually-Abuse-Men/dp/0313397295/ref=la_B000APFNDE_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1405077841&sr=1-2

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    • kinchkun sagt:

      Es ist jetzt natürlich möglich, dass alle Kriminalstatistiken vom Staatsfeminismus gefälscht sind. Aber so baut sich eben ein jeder seine eigene Verschwörungstheorie auf!

      Lustig. Erst vorgestern behauptete eine Feministin, die Kriminalstatistiken seien im Sinne des Patriachats gefälscht. Aber so baut sich eben ein jeder seine eigene Verschwörungstheorie auf.

      Und ja, ganz bestimmt gibt es auch Fälle, in denen eine 120-Kilo-Frau einen 60-Kilo Mann mit irgendeinem Hilfsmittel anal vergewaltigt.

      Das Frauen Männer nicht vergewaltigen können, weil Männer stärker als Frauen sind, höre ich auch erschreckend oft von Feministinnen.

      Dahinter steckt natürlich die Annahme, dass es so etwas wie Zwangslagen, Erpressung, Abhängigkeitsverhältnisse oder Bewusstlosigkeit nicht gibt. Das ist natürlich höchst antifeministisches Gedankengut, dass jedoch immer dann valide wird, sobald Männer das Opfer sind.

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    • Matze sagt:

      @EMN & honeyinheaven

      Das war doch jetzt abgesprochen.

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    • Roger sagt:

      *facepalm*

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    • rhapspunky sagt:

      „der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder“

      INSBESONDERE, nicht ausschließlich, Madame. Bitte, wenn du schon argumentieren und dies mit Gesetzestexten untermauern möchtest, dann hau hebel deine Argumentation damit nicht selbst aus. INSBESONDERE heißt, dass es dort auf JEDENFALL so ist und nicht, dass es ausschließlich nur dann eine Vergewaltigung ist…

      Kurz: Deine eigene Argumentation ist für den Arsch, da Gesetzestext gelesen, aber nicht verstanden.

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      • krams sagt:

        Nee, eine Vergewaltigung ist es juristisch nicht ohne Eindringen in den Körper, jedenfalls nach dem Beck-StGB-Kommentar:

        https://beck-online.beck.de/default.aspx?vpath=bibdata%2Fkomm%2FBeckOK-StR_3%2FStGB%2Fcont%2Fbeckok.StGB.p177.glB.glII.gl1.gl.htm

        “ Eine Vergewaltigung liegt stets vor, wenn die sexuelle Handlung mit dem Eindringen in den Körper verbunden ist, so vor allem beim Beischlaf (BGH 2 StR 321/03 = BeckRS 2003 09313). Eine besondere Erniedrigung des Opfers ist hierfür nicht erforderlich (BGH NStZ 2001, 369; aA Tröndle/Fischer StGB § 177 Rn 76); andererseits liegt ohne Eindringen in den Körper keine Vergewaltigung vor, selbst wenn das Regelbeispiel erfüllt ist.“

        Es kann allerdings trotzdem sexuelle Nötigung in einem besonders schweren Fall (Erniedrigung) vorliegen, die analog bestraft wird.

        Dagegen kommt es lt. selbigem Kommentar nicht darauf an, ob in den Körper von Opfer oder Täter eingedrungen wird.

        Ist schon interessant, wie verschieden man den Paragraphen verstehen kann – ich halte die Formulierung für eher suboptimal.

        Die Argumentation von honeyinheaven ist trotzdem für die Tonne.

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        • rhapspunky sagt:

          Ich habe grade mal im Gesetzesbuch (StGB) nachgeschaut, dass ich hier zu Hause rumliegen hab (habs für meine AUsbildung gebraucht). Fort ist der von honeyinheaven verlinkte Gesetzestext festgehalten, ist also die korrekte Formulierung und Angabe🙂 Sprich: Es heißt „insbesondere , wenn sie mit dem Eindringen in den Körper verbunden sind“

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          • Michael sagt:

            Ja, ber der Paragraph behandelt sexuelle Nötigung. „Vergewaltigung“ steht ja in der Klammer hinter dem Zusatz “ wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind“.
            Krams hat es richtig erklärt: Es kann auch ohne Eindringen ein schwerer Fall von Nötigung sein und damit schwer bestraft werden, eine Vergewaltigung erfordert aber das Eindringen. Aber es ist egal, bei wem.

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    • „Ich bin eigentlich sofort wieder weg.“

      Man merkt, meint schon fast mit Händen greifen zu können, wie sich @honeyinheaven ärgert hier ihr nicht gefallene Meinungen stehen lassen zu müssen.🙂

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    • Canuma sagt:

      Liebe honeyinhaven,

      Als ich diesen Kommentar begann, dachte ich nach. Ich grübelte, was ich Dir sagen könnte, damit Du erkennst, wie weit Du am Ziel vorbeigeschossen bist. Ich überlegte, ließ meine Gedanken kreisen und merkte, dass ich Zorn verspürte, dass ich wütender wurde, je mehr ich mich damit befasste.

      Also löschte ich, was eben hier stand. Denn Wut macht mich blind, macht mich schwach. Und so versuche ich es noch einmal.

      Dieses Mal frage ich. Ich fragte mich, warum Du meine Lebensrealität „amüsant“ findest.
      Doch ich sollte besser Dich fragen.
      Fragen warum:
      Du mich marginalisierst, denn ich bin nicht „selten“
      Du denkst es sei richtig in Kategorien wie „häufig“ und „selten“ zu denken, bei einem Thema, wo schon ein Betroffener einer zu viel ist.

      Ich würde gerne wissen wieso:

      Dein Beispiel mir zunächst gnädigerweise zugesteht, das ich möglicherweise doch von „Missbrauch“ betroffen sein könnte? Um dann sofort wieder das alte Klischee der Männer als Täter, und Frauen als Opfer zu bemühen? (Und nein, das anschließende alibihafte Zurückrudern rettet Dich vor diesem wieso nicht.)

      Es für Dich überhaupt eine Rolle spielt, ob der Täter männlich (war er) oder weiblich (war sie) ist? Ist das Erlebte anders, als Mann? als Frau? Worin unterscheidet sich meine Angst, mein Ekel, meine Wut, meine Machtlosigkeit, mein Selbstvorwurf, von der Angst, dem Ekel, der Wut, der Machtlosigkeit und dem Selbstvorwurf einer Frau?

      Tatsächlich will ich nicht wissen, welche Maskulisten Du kennst, die Wildwasser abschaffen möchten, denn die waren nicht das Thema. Aber ich würde es schätzen, deine Meinung zu dem bekannten Verein zu hören. Deine Meinung dazu, wenn Du wüsstest, wie es wäre ein Mann zu sein. Ein Mann der nach vielen Jahren nicht mehr konnte, nach Hilfe suchte, den Mut fasste bei diesem bekannten Verein anzurufen um dann völlig emotionslos gesagt zu bekommen, „Wir können nichts für sie tun.“ Wie wäre deine Meinung, wenn Dir klar würde, das Dein Hilferuf nicht gehört wird, nur weil Du das falsche Geschlecht hast? Weil du nicht „Mädchen“ noch „Frau“ bist?
      Sondern ein Mann. Ein Täter…(Als ob du dich das nicht auch ständig selbst gefragt hättest..)

      Mich würde interessieren:

      Welches Motiv Dich antreibt, einen juristischen Text zu Bemühen, den Du offenbar nicht verstanden hast oder verstehen wolltest, um mir abzusprechen, dass das was ich erlebte Vergewaltigung war. Zumal es Jahre dauerte, bis ich mir das selber eingestand

      Was Dich so kalt gemacht hat, dass Du bei dem Gedanken, einer vergewaltigenden Frau ^^.st.

      Denn ich konnte nicht ^^. als sie wieder kam und sagte, ich würde sie ja nicht lieben, wenn ich nicht mit ihr schliefe. Ich konnte nicht ^^. als ich ihrem Drängen nachgab, wissend das ich es nicht wollte, weil ich sie doch liebte. Ich konnte auch nicht ^^. als ich wieder der kleine hilflose Junge war, der sich nicht wehren konnte, trotz seiner 100 Kilo, obwohl sie nur 60 wog. Und ich konnte schon gar nicht ^^. als sie mich abschoss, weil sie Dinge tat, von denen sie wusste was sie mit mir anrichten würden.

      Und ja es wäre spannend zu erfahren, welche Staats-feministisch oder maskulinistisch frisierte Kriminalstatistik für mich von Bedeutung sein könnte. (Und was dies änderte)

      Denn ich habe nicht angezeigt.
      Als er mich als 6jähriger benutze, war es nach all den Jahren zu spät. Verjährt.
      Als sie ihren Liebesbeweis erpresste, war ich zwar alt genug, aber:

      Sie hatte ja so viel schlimmeres erlebt. Die arme, tapfere, starke, mutige Frau. Wie könnte sie so etwas wohl tun? Du hast da bestimmt was falsch verstanden. Und überhaupt, mit so einer Vergangenheit macht sie das? Also wenn meine Freundin das mit mir… ich fände das ja auch aufregend.

      Sie hatte ja so viel schlimmeres erlebt. Die arme, tapfere, starke mutige Frau. Wie könnte sie so etwas wohl tun? Wir Frauen können euch doch gar nicht vergewaltigen.Und sie mit ihrer Vergangenheit sowieso nicht. Überhaupt, wenn du eine Erektion hattest, wolltest du es doch bestimmt auch, wie könnte das anders sein?

      Hätte ich beendet, wie ich begonnen hatte, würde hier wohl ein RageQuit folgen.
      Bei dem ich Dir die Beulenpest an den Hals gewünscht und es sicher auch so gemeint hätte.

      Doch ich schrieb es schon. Wut macht mich schwach.
      Ich bin nicht wütend. Und ich bin *nicht* schwach. Nur noch müde. Müde von dem andauernden Schwachsinn, den ich über die Jahre gehört habe und in dessen Chor Du dich nahtlos eingereiht hast.

      Ich bin stark.
      Und darum höre ich auf zu Fragen und sage Dir:

      Du hast mich verletzt. Nicht virtuell. Ganz real.

      Du hast mich genötigt dieses Scherbenfragenfragment ganz öffentlich auszuschreiben. Denn die Alternative wäre Schweigen gewesen. Und das ging nicht. Es ging nicht, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich vielleicht dieses eine Mal nicht eine Scherbe zu viel liegen ließ.

      Denn auch wenn all das Teil meiner Vergangenheit ist, so möchte ich nicht, das es ein Teil meiner Gegenwart und Zukunft bleibt, weder in mir, noch für all die anderen die mich kennen oder kennen könnten.

      Wahrscheinlich war das nicht Deine Absicht. Bestimmt hattest Du ein hehres Ziel.
      Doch lass dir gesagt sein:
      Du hast es gründlich vermasselt…..

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    • gerhardks sagt:

      Oje honigihheaven.
      Offenbar gehst du den Leuten die die Geschlechterspaltung und die Feindschaft zwischen uns Menschen als Geschlechter vorantreiben, ganz schön auf den Leib. Dein „nicht häufig Frauen und Mädchen und Täter sind Männer“ hat zwei Schönheitsfehler.
      Erstens sind männliche Kinder nur etwas weniger Opfer als weibliche Kinder (wenn ich mich recht erinnere war es 1:5 zu 1:6) und Täter&Innen sind Frauen und Männer. Sexualtäterinnen gibt es etwa (15-20%), die Zahlen schwanken da etwas weil die Dunkelziffer so enorm hoch ist.
      Und zweitens. Wenn man auch Schlagen und Quälen als Missbrauch definiert, wird die Zahl um sehr vieles höher. Dann sind es nämlich 2/3 der Personen die Kinder in dieser Form missbrauchen weibliche Menschen.
      Es wäre für für alle Kinder sehr gut, wenn diese elende Propaganda endlich aufhören würde von der „Männergewalt gegen Frauen und Mädchen“. Denn dadurch wird das Leid der Jungen zum Verschwinden gebracht. Dadurch wird es möglich das sich Täterinnen perfekt hinter diesem Tabu und ihrem Geschlecht verstecken können und solche Buben die „Liebe ihrer Mutter“ „der Tante“ „der Kindergartentante“ einfach über sich ergehen lassen müssen und schweigen. Von Männer rede ich weniger, die sind erwachsen, die sollten auch sich stärker zur Wehr setzen können (Ja ich weiß wenn sofort der Vorwurf „Frauenfeindlich“ erhoben wird, ist es nicht so einfach)

      Aber ich wüsste nicht wozu dieses Verschwinden machen von Missbrauch von Jungen und Gewalt gegen Männern gut sein soll außer diese imaginäre „Würde DER Frauen“ zu schützen. Damit #yesallwomen als unschuldig an allem betrachtet werden können und „Männer sind das Problem“?

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  3. KainvNod sagt:

    Du wirst mich vermutlich dafür hassen, aber ich muss es trotzdem fragen: Darf ich das ins Englische übersetzen und auf Twitter unter gerade aktuell heiß laufenden Hashtags stellen?

    Zur Sicherheit muss ich erwähnen, dass vllt. gewisse Leute diesen Blog dann sturmlaufen.

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  4. Dummerjan sagt:

    „Aber es ist doch amüsant, dass immer das Seltene bemüht wird, um das Häufigere zu relativieren und als überzogen darzustellen.“
    Vergewaltigung ist selten.

    Ansonsten erinnere ich daran dass eine Erektion ein Reflex ist. Sogar Tote können eine Erektion haben!

    Darüber würde ich mal nachdenken.

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  5. Robin sagt:

    Der Vollständigkeit sollte trotzdem erwähnt werden, dass auch genügend Antifeministen dem Märchen anhängen, Frauen könnten Männer nicht vergewaltigen, weil sie phantasielose Idioten sind.

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    • Zu dem Thema laufen allgemein viele fantasielose Idioten rum, aber von Antifeministen würde ich erwarten, sich zumindest mit dem Thema befasst zu haben, wenn man sich schon zu Geschlecherthemen positioniert.

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      • Robin sagt:

        Was ich bisher bei diesem Thema von Antifeministen erlebt habe:

        – Die Vorstellung, dass Männer juristisch gesehen immer noch nicht von Frauen vergewaltigt werden können, passt einfach so wunderbar ins Feindbild „femifaschistischer Staat“, dass es weiterhin blind nachgekaut wird.
        – Einige sind so krass drauf mit ihrer Frauenverachtung, dass sie Frauen nicht mal genug Kreativität zutrauen, eine eventuelle körperliche Unterlegenheit durch Hilfsmittel (oder, ganz genialer Gedanke: mittels Helfer/innen!) zu kompensieren. Frauen sind halt dümmer und schwächer als Männer, im Guten wie im Bösen.
        – Und andere haben so starre Rollenvorstellungen, dass vergewaltigte Männer da einfach nicht reinpassen. Die Existenz von SOWAS anzuerkennen, würde zu viel anderes ins Wanken bringen, also KANN das ja gar nicht sein.

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        • krams sagt:

          “ Die Vorstellung, dass Männer juristisch gesehen immer noch nicht von Frauen vergewaltigt werden können, passt einfach so wunderbar ins Feindbild “femifaschistischer Staat”, dass es weiterhin blind nachgekaut wird.“

          Das hatte ich schon mal bei Dir kommentiert: Seit 1998 ist in Deutschland*(!) eine Vergewaltigung eines Mannes durch eine Frau auch juristisch eine. Das ist weltweit keineswegs so. Hier in Europa fehlt eine solche Regelung beispielsweise in Irland und Großbritannien, der Schweiz, Bulgarien (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), weltweit u.a. in manchen Bundesstaaten der USA und vielen Ländern mit britischer Rechtstradition (Australien, Neuseeland..). Und in den meisten Ländern mit zu Deutschland vergleichbaren Gesetzen sind diese später in Kraft getreten.

          Das als längst widerlegten Mythos abzutun, ist daher leider Quatsch. Die Welt besteht nicht nur aus Deutschland. Weltweit dürfte sogar die absolute Mehrheit in Ländern leben, in denen Männer juristisch nicht von einer Frau vergewaltigt werden können.

          Die anderen Argumente sind auch eher Strohmänner… dass Frauen nicht zugetraut wird, Männer zu vergewaltigen (oder auch im Falle von häuslicher Gewalt zu verletzen), resultiert wohl nur in den allerseltensten Fällen aus Frauenverachtung. Eher im Gegenteil.

          * ist jetzt ca. 16 Jahre her. Verjährung bei Vergewaltigung sind übrigens 20 Jahre ab dem 18. Geburtstag des Opfers… eine Frau die 1996 vergewaltigt wurde, kann das heute noch zur Anzeige bringen. Ein Mann nicht.

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          • Robin sagt:

            Ich rede hier aber nun mal nur von Deutschland, weil die antifeministische Argumentation sich bisher auch auf Deutschland bezog. Wenn von „Staat“ die Rede ist, gehe ich von Deutschland aus, und wenn deutsche Gesetzestexte zitiert werden erst Recht.

            Es ist scheiße, dass es erst so spät geändert worden ist, aber wenigstens WURDE es geändert. Es existiert kein einziges denkbares Szenario, in dem es von Vorteil wäre, das zu leugnen. Die Gesetzgebung in den erwähnten anderen Ländern ist natürlich trotzdem scheiße.

            „Die anderen Argumente sind auch eher Strohmänner… dass Frauen nicht zugetraut wird, Männer zu vergewaltigen (oder auch im Falle von häuslicher Gewalt zu verletzen), resultiert wohl nur in den allerseltensten Fällen aus Frauenverachtung. Eher im Gegenteil.“

            Nein, genau das habe ich von einigen grandiosen Frauenhassern gelesen. Die sind nun mal dumm genug, sich mit sowas selbst ins Bein zu schießen.

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            • krams sagt:

              „Ich rede hier aber nun mal nur von Deutschland, weil die antifeministische Argumentation sich bisher auch auf Deutschland bezog. Wenn von “Staat” die Rede ist, gehe ich von Deutschland aus“

              Wo bitte wird deutlich, dass Du nur von Deutschland redest? Gehst Du bei jedem, der deutsch schreibt, von einem Wohnsitz in Deutschland aus? Im übrigen, wer so kategorisch anderen vorwirft, Blödsinn zu reden, sollte vorher doch mal über den Tellerrand des StGB linsen…

              “ und wenn deutsche Gesetzestexte zitiert werden erst Recht.“

              Hier zitiert nur honeyinheaven den §177 StGB (mitsamt falscher Interpretation) – und die erscheint mir jetzt eher weniger antifeministisch.

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              • Robin sagt:

                Ich nehme an, für jeden außer dir ist ersichtlich, dass ich hier von meinen bisherigen Erlebnissen mit Antifeministen zu diesem Thema rede. Und da ging es nun mal immer nur um Deutschland.

                Ich hatte das Thema auch schon mal ausführlich hier: http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2014/05/22/manner-als-opfer-frauen-als-tater-und-warum-das-eigentlich-gar-nichts-mit-game-of-thrones-zu-tun-hat/
                Und zumindest der Einschub war eben sehr wohl eine Reaktion auf ein StGB-Zitat eines Antifeministen.

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                • Robin sagt:

                  „außer dich“ muss es natürlich heißen.

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                • krams sagt:

                  „Ich nehme an, für jeden außer dir ist ersichtlich, dass ich hier von meinen bisherigen Erlebnissen mit Antifeministen zu diesem Thema rede. Und da ging es nun mal immer nur um Deutschland.“

                  Wo ist ersichtlich, dass es in Deinen bisherigen Diskussionen mit Antifems nur um Deutschland ging? Übrigens, in Deiner mittelbar verlinkten Diskussion hat Dir jemand „an den Kopf geknallt, ein Mann könne rein juristisch gesehen von einer Frau sowieso nicht vergewaltigt werden“, der in Frankreich lebt – auch wenn er sich auf das StGB bezogen (und in der Auslegung geirrt*) hat.
                  Kai V. ist auch mit Sicherheit kein Antifem mit Weltbild eines femifaschistischen Staates.

                  Wie gesagt, im Lichte der beschränkten lokalen Gültigkeit (und der missverständlichen Formulierung des §177 StGB) ist die Aussage, Männer könnten juristisch nicht von Frauen vergewaltigt werden, von ähnlichem Wahrheitsgehalt wie das Gegenteil… weil beide zu unspezifisch sind. Sollte man in einer halbwegs sachlichen Diskussion vielleicht mal reflektieren.

                  *da ist er übrigens nicht der einzige, ähnliche Aussagen habe ich auch schon von Juristen gehört – das zeigt auch, dass der Paragraf zumindest nicht ganz unmissverständlich formuliert ist. Im Beck-StGB-Kommentaren ist das zwar eindeutig, wenn man sich das zugrundeliegende BGH-Urteil zum Begriff des Eindringens in den Körper (übrigens nicht am Besipiel des §177, sondern zum §176) mal durchliest, wird man auf folgendes stoßen:

                  https://beck-online.beck.de/default.aspx?typ=reference&y=300&b=2000&s=310&z=NStZ
                  “ Der 2.Teil der Entscheidung betrifft die Frage, ob auch Verhaltensweisen nach § STGB § 176a STGB § 176A Absatz I Nr. 1 StGB bestraft werden können, bei denen das Kind in den Körper des Täters eindringt. Der Wortlaut von § STGB § 176a StGB gebietet dies nicht zwingend.“

                  Selbst für den BGH war also nicht offensichtlich, wie die Formulierung gemeint ist. Die Rechtslage als glaskar zu bezeichnen und jemandem vorzuwerfen, dass er den Paragraphen anders versteht, ist daher… tja… leicht unangemessen?

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                    • Robin sagt:

                      Erstens lassen sich beide Links nicht lesen, wenn man nicht angemeldet ist. Und zweitens ist das Thema um Kais Nationalität schon lange durch. Wenn er mir deutsche Paragraphen zitiert, gehe ich vom deutschen Recht aus – basta. Man kann ja wohl kaum von mir erwarten, dass ich jetzt auch noch französisch lerne, nur um französische Gesetzestexte zu lesen, auf die er sich nicht mal selbst bezogen hat.

                      „” Der 2.Teil der Entscheidung betrifft die Frage, ob auch Verhaltensweisen nach § STGB § 176a STGB § 176A Absatz I Nr. 1 StGB bestraft werden können, bei denen das Kind in den Körper des Täters eindringt. Der Wortlaut von § STGB § 176a StGB gebietet dies nicht zwingend.”“

                      Ich kann leider den Zusammenhang nicht lesen. Aber der Kommentar, den ich gelesen habe, nimmt in einer Fußnote durchaus auf die Verhältnismäßigkeit Bezug. Laut der bisherigen Interpretation wäre ja z.B. auch jemand, der gezwungen wird, jemand anderes mit einem Dildo o.ä. zu penetrieren, ein Vergewaltigungsopfer. Aber hier greift dann eben der Faktor Verhältnismäßigkeit. Eine Vergewaltigung ist das nun mal wirklich nicht, wohl kann es aber eine schwere sexuelle Nötigung sein.

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        • Nick sagt:

          @Robin:

          Die Vorstellung, dass Männer juristisch gesehen immer noch nicht von Frauen vergewaltigt werden können, passt einfach so wunderbar ins Feindbild “femifaschistischer Staat”, dass es weiterhin blind nachgekaut wird.

          Sry, die Vorstellung, dass Männer von Frauen nicht geschlagen oder gar sexuell auch nur belästigt werden können ist erklärte Leitlinie staatlicher (interventions-)Politik. Stichwort: Duluth-Modell, demzufolge die Ursache jeder häuslichen/sexuellen Gewalt ausschließlich im Sinne Brownmillers zu sehen ist (“ “[rape is] a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear.”)

          Wenn der BGH den §177 so auslegt wie er ihn auslegt, dann ist das wohl eher nicht dem Gesetzgeber zu verdanken. Der damalige politische Diskurs war ein anderer. Weshalb eben der Gesetzestext so „mißverständlich“ verfasst ist wie er verfasst ist.

          Der BGH ist nun mal, bei der Auslegung von Gesetzen, der Verfassung verpflichtet und die erlaubt so einige radikalfeministiche Spirenzchen nicht. Insofern ist der Begriff „femi_faschistischer_ Staat“ natürlich maßlos überzogen, aber wo jenseits des Gelben Forums wird denn dieser Begriff verwendet?

          Ich kann zwar deine Verärgerung darüber, dass im Feminismus quasi analog die Gelbforisten den Laden fast vollständig beherrschen, gut verstehen, aber du richtest dich dabei an die falsche Addresse.

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          • Robin sagt:

            Warum ist der Text missverständlich? Wegen des generischen Maskulinums?

            „… aber du richtest dich dabei an die falsche Addresse.“

            Ich habe nun mal bei diesen ganzen beschissenen Netzdiskussionen schon wesentlich häufiger von Antifeministen Bullshit über vergewaltigte Männer gelesen als von Feministinnen. Du kannst da gerne die Augen vor verschließen, aber die Adresse wird davon trotzdem nicht falscher.

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            • Nick sagt:

              Warum ist der Text missverständlich? Wegen des generischen Maskulinums?

              *rolleyes* Wenn der BGH die Lesart exta klarstellen musste: Wie unmißverständlich war dann der Gesetzestext?

              Ich habe nun mal bei diesen ganzen beschissenen Netzdiskussionen schon wesentlich häufiger von Antifeministen Bullshit über vergewaltigte Männer gelesen als von Feministinnen.

              Wow. Robins Furor beim Strohmannverbrennen steht gegen Regalkilometern an feministischer Theorie. (Und gegen das weltweit sehr prägende Duluth-Modell, nach dessen Prämissen beispielsweise unsere Polizeibeamte „geschult“ werden)

              Du kannst da gerne die Augen vor verschließen,

              Du solltest nicht von dich auf andere schließen. Wer den durchgreifenden Einfluß durch Brownmiller nicht zur Kenntnis nehmen will, der muß wohl seinen Kopf bis zum Grundwasserniveau im Sand stecken haben.

              Eine Feministin, die nicht wissen will was Feminismus ist..

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              • Robin sagt:

                „*rolleyes* Wenn der BGH die Lesart exta klarstellen musste: Wie unmißverständlich war dann der Gesetzestext?“

                Gesetzestexte werden für Juristen geschrieben, nicht für normale Leute.

                „Wow. Robins Furor beim Strohmannverbrennen steht gegen Regalkilometern an feministischer Theorie. (Und gegen das weltweit sehr prägende Duluth-Modell, nach dessen Prämissen beispielsweise unsere Polizeibeamte “geschult” werden)

                Du solltest nicht von dich auf andere schließen. Wer den durchgreifenden Einfluß durch Brownmiller nicht zur Kenntnis nehmen will, der muß wohl seinen Kopf bis zum Grundwasserniveau im Sand stecken haben.

                Eine Feministin, die nicht wissen will was Feminismus ist..“

                Wow, das weltberühmte Duluth-Modell, für das es nicht mal einen Wikipedia-Artikel in einer anderen Sprache als Englisch gibt, und ne Feministin, von der 99,9% aller Deutschen noch nie etwas gehört haben. Ja, deren Einfluss ist ja so unglaublich wichtig auf all diese dämlichen Blogdiskussionen, in denen Antifeministen ihr konservatives Weltbild in den Äther kotzen, ohne zu merken, dass sie in ihrer Beschränktheit männerfeindlicher sind als fast alles, was Feministinnen von sich geben, und natürlich ohne, dass ihre leicht fortschrittlicheren Compadres mal irgendwas dagegen sagen, weil zwei Feindbilder, oje, das wird es dem Nick dann doch zu kompliziert.

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                • Nick sagt:

                  Wow, das weltberühmte Duluth-Modell, für das es nicht mal einen Wikipedia-Artikel in einer anderen Sprache als Englisch gibt und ne Feministin, von der 99,9% aller Deutschen noch nie etwas gehört haben. Ja, deren Einfluss ist ja so unglaublich wichtig [..]

                  Ja, Robin. Und wer den Namen Kopernikus nicht kennt muss wohl die Erde für eine Scheibe halten. Und Neonazis kennen idR Alfred Rosenberg nicht..

                  Kopf -> Beton.

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                  • Margret sagt:

                    Warum machst Du dich bitte derart an Brownmiller bzw. an einem kleinen Teil ihrer theoretischen Aussagen fest? Wie Robin ganz richtig sagte, ihr Einfluss ist so groß nun auch wieder nicht … ich werde den Eindruck nicht los, dass das schlicht ein Lieblingsthema von dir ist, an dem du dich festgebissen hast.

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        • mitm sagt:

          „…dass es weiterhin blind nachgekaut wird.“

          Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich bis vorgestern auch der Meinung war, Frauen würden bei einer Vergewaltigung nur wg. Nötigung bestraft, und eine entsprechende Aussage auf meinem Blog hatte (die jetzt entfernt ist).

          Den Gesetzestext finde ich nach wie vor schwer verständlich, man muß ihn sehr sorgfältig lesen, um ihn nicht falsch zu verstehen. Aufgrund der Diskussion hier im Blog habe ich jedenfalls nach einen seriösen Quelle gesucht, die verläßlich Auskunft gibt (also nicht irgendwelche selbsternannten Experten in irgendwelchen Foren). Eine klare Aussage ist übrigens nicht leicht zu finden. Überzeugt hat mich schließlich:

          Marita Kieler: Tatbestandsprobleme der sexuellen Nötigung, Vergewaltigung sowie des sexuellen Mißbrauchs widerstandsunfähiger Personen, Dissertation, Juristische Reihe TENEA/www.jurawelt.com; Bd. 52, http://www.jurawelt.com/sunrise/media/mediafiles/13792/tenea_juraweltbd52_kieler.pdf

          Dort steht auf Seite S. 67 endlich die gesuchte klare Aussage:

          „e) Geschlechtsneutrale Fassung

          In seiner bis zum 5.7.1997 geltenden Fassung war der Tatbestand der Vergewaltigung nur hinsichtlich der Täterseite geschlechtsneutral formuliert. Täter dieses Deliktes konnte somit zwar „jedermann“ sein, Opfer dagegen nach dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut nur eine Frau. ….

          Mit der Ausweitung des Vergewaltigungsbegriffes auf den Oralverkehr und Fälle des Eindringens in den Anus sowie auf sonstige besonders erniedrigende sexuelle Handlungen hat der § 177 StGB zugleich seinen bislang geschlechtsspezifischen Charakter verloren. Täter eines besonders schweren Falles der sexuellen Nötigung nach § 177 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 S. 2 Nr. 1 StGB können nun sowohl Männer als auch Frauen sein. Opfer einer von § 177 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 StGB erfassten analen oder oralen Penetration sowie des Eindringens mit Gegenständen und anderen Körperteilen als dem Penis in den Anus und sonstigen besonders erniedrigenden sexuellen Handlungen können nunmehr auch Männer sein. Folglich hat der Gesetzgeber des 33. StrÄndG den Tatbestand insgesamt geschlechtsneutral formuliert, sodass nun auch solche Fälle, bei denen Männer Opfer der Sexualhandlung sind, vom Tatbestand erfasst werden.

          Da die Dame offenbar Jahre ihres Lebens auf die Ausleuchtung dieses Paragraphen verwendet hat, schätze ich sie als maßgeblichen Experten ein.

          Ich ärgere mich natürlich, den Paragraphen falsch verstanden zu haben. Ein Fehler war vermutlich die falsche Wertung der Klausel „insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind“ als eine Qualifizierung des **ganzen** davorstehenden Satzes. Wenn man genau hinsieht, stimmt das aber nicht, die Klammerung in der Satzstruktur ist

          (Täter vollzieht Beischlaf) oder (Täter nimmt Handlungen vor oder läßt vornehmen, die … erniedrigen, insbesondere, …)

          Für Juristen ist „mit dem Eindringen des männlichen Gliedes in den Scheidenvorhof der Tatbestand des Beischlafs erfüllt“. Damit ist der komplette vaginale Verkehr mit der ersten Bedingung (Täter vollzieht Beischlaf) abgehandelt.

          Der Teil hinter dem „oder“ betrifft nur noch analen und oralen Verkehr! (das ist mir erst durch den Kieler-Text klargeworden) Nun bin ich wahrscheinlich von A. Schwarzer dermaßen konditioniert worden, daß jede Penetration automatisch **die Frau** besonders erniedrigt, daß ich unterbewußt die Möglichkeit ausgeschlossen habe, **der Mann** könnte dadurch erniedrigt werden – sehr peinlicher Fehler meinerseits.

          Also: Im Falle eines männlichen Opfers wird hier der Fall abgehandelt, daß der Mann in den Mund oder Anus des Täters (m/w) eindringt. Es gibt hier irritierenderweise 2 Handelnde: Der Täter handelt, indem er das Opfer zu etwas zwingt, das Opfer handelt am Täter, indem es eindringt.

          Wichtig ist hierbei der letzte Teil von Absatz (1) „… nötigt, sexuelle Handlungen … an dem Täter … vorzunehmen“ (den hatte ich vorher komplett übersehen).

          Ich bin fälschlich von nur einem Handelnden ausgegangen, dann kommt nur der Täter als Eindringender infrage.

          Ich hoffe, ich habe diese beiden Absätze jetzt endlich richtig verstanden …

          So oder so kann von einer Ungleichbehandlung von Männern und Frauen hier nicht mehr die Rede sein.

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          • Robin sagt:

            Ich bin ziemlich müde und nicht mehr so aufnahmefähig, aber fehlt da jetzt nicht irgendwie der erzwungene Vaginalverkehr zwischen dem Oper Mann und der Täterin Frau?

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            • mitm sagt:

              „der erzwungene Vaginalverkehr zwischen dem Oper Mann und der Täterin Frau“

              sehr gute Frage, das ist nämlich einer der am schwersten zu verstehenden Fälle, weil der Begriff „sexuelle Handlungen an jemandem vornehmen“ knifflig ist und man verschiedener Meinung sein kann, wer hier die Rolle des sexuell Handelnden ausübt. Genauer gesagt: man muß zwei Rollen unterscheiden:

              (A) Täter: das ist derjenige, der gem. Abs. (1) nötigt, also hier die Frau.

              (B) sexuelle Handlungen vornehmender: Rolle (B) kann sowohl vom Täter wie vom Opfer ausgeführt werden.
              Wenn Rolle (B) = Täter, dann sind es sexuelle Handlungen am Opfer.
              Wenn Rolle (B) = Opfer, dann sind es sexuelle Handlungen am Täter.

              Beim erzwungenen Vaginalverkehr (= in Abs. (2) Nr 1. der 1. Fall, vollzogener Beischlaf) ist nicht ganz klar, an welchem Körper sexuelle Handlungen vorgenommen werden, wenn nicht sogar an beiden (beide können einen Orgasmus haben), das ist hier so irritierend. Daraus folgend bleibt unklar, ob man Täter(w) oder Opfer (m) als sexuell handelnd ansieht oder sogar beide.

              Es spielt im Ergebnis aber keine Rolle: Ob die Frau selber sexuell handelt oder der Mann gezwungenermaßen, sie ist auf jeden Fall Täter gem. Absatz (1).

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              • Robin sagt:

                lol, es gibt zwei Geschlechter: männlich und WordPress😀

                Also ich weiß nicht, irgendwie klingt das bei dir viel komplizierter als in dem Kommentar zum StGB, das ich gelesen hab ^^ Aber wenn du jetzt mehr weißt als vor 2 Tagen und wir uns jetzt einig sind, ist’s ja okay ^^

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          • david sagt:

            Ich versteh die Aufregung auf beiden Seiten nicht.

            Nun ist das juristisch nun wahrlich nicht so eindeutig und kulturhistorisch Standard, dass es gar kein männerrechtliches Thema sein dürfte. Das haben Nick und krams glücklicherweise richtig gestellt. Zumal es durchaus genug Feministinnen gibt, die mit „made to penetrate“-exklusiven Definitionen operieren, auch zum Beispiel die Rape Culture-Theorie ist hier exklusiv und rekurriert meines Wissens auf Brownmiller.

            Andererseits halte ich die exklusive Definition auch nicht unbedingt für Ausdruck von Misandrie.

            Dass Frauen Männer vergewaltigen, ist schlicht wenig naheliegend. So wie zum Beispiel früher auch absurd schien, dass eine Ehefrau und Mutter noch zusätzlich arbeiten gehen wollen könnte. Heute findet man ein paar Fälle (hab bei Christian heute ein paar zusammengesucht), aber sie sind wohl doch sehr selten (da lass ich mich auch von manch dubioser Dunkelfeld-Studie nicht beirren, diese sind mMn methodisch unbrauchbar) und ich finde es auch ziemlich albern, wenn Männerrechtler diese doch auch etwas bizarren Einzelfälle zu einem riesen Thema aufblasen.

            Übrigens gab es ja auf Allesevolution gerade erst die Diskussion, an der auch Robin beteiligt war und in der eine hier wohlbekannte Feministin exakt wie im Comic argumentierte. Nur hat Robin dazu dann seltsamerweise den Mund nicht mehr aufbekommen.

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    • @ Robin

      Ich bin Antifeminist und hänge dem Märchen, Frauen könnten Männer nicht vergewaltigen NICHT an.🙂

      Mal eine Frage: Kannst Du auch was schreiben ohne andere zu beleidigen?

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    • gerhardks sagt:

      Jaja die Anti-Feministen. Die sind das Problem. Und der „Vollständigkeit“ wollen wir es auch erwähnen. Damit der Feminismus keinen Schaden nimmt. Weil solche Idoten&Innen wie dieser Mensch hier, leider diesen Begriff immer mehr zur Lachnummer bzw. zum Synonym für Männerverachtung machen. Und dann kann man mit „He der ist Anti-Feminist“ schön schnell alle Argumente blockieren. Und weil das so schön wäre, hat man auch noch gleich in der EU versucht den Anti-Feminismus strafbar zu machen: http://www.heise.de/tp/news/Intolerantes-Toleranzpapier-2014716.html

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      • Robin sagt:

        Ich bin in der Tat der Meinung, dass Antifeminismus idiotisch ist. Wer wirklich ein Interesse daran hat, konstruktiv Benachteiligungen gegen Männer abzubauen, soll halt Maskulist werden.

        Aber die Wahrheit ist eben, dass den meisten Typen, die sich durch die Geschlechterdebatte im Netz trollen, konstruktive Ansätze völlig egal sind, solange sie nur hetzen können.

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        • @ Robin

          Du hast vom Antifeminismus keine Ahnung. Wer Humanist ist und das Treiben der Feminist.I.nnen betrachtet, KANN nicht anders als auch Antifeminist sein. Antifeministen sind Gegner der totalitären Idee des Feminismus. Auch muss ich als Antifeminist kein Maskulist sein, zumal Du das nun nicht gerade zu bestimmen hast …😛

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        • gerhardks sagt:

          Der neuere Anti-Feminismus (z.B: WomenAgainstFeminism) ist leider nur die Antwort darauf, dass der Feminismus verabsäumt hat, den männerverachtenden Anteil darin der sich breit macht, wieder rechtzeitig zu entfernen. Darin das dieser Misandrismus der sich in so idotischen Formen wie „ironic misandry“ äußert, nicht Paroli geboten wurde, ist der schlechte Ruf entstanden mit dem diese Bewegung (aus meiner Sicht ist es eine Ideologie) zu kämpfen hat.
          Leider sind echte Feministen&Innen aller Schattierungen sofort mit dem Abwehrkampf beschäftigt damit das Wort „Feminismus“ nicht noch mehr Schaden nimmt, sobald man versucht aufzuzeigen: „He aber Männerverachtung kann doch nicht euer Ziel sein? Oder pauschal zu propagieren das Frauen das besser geeignete Geschlecht seien?“
          Versucht man diese Kritik anzubringen wie es bei „KillallMen“ „MenArePigs“ oder „Male tears“ der Fall war, wird gekontert „Ist alles nur Spass. Ist alles nicht ernst. Blos keine Panik Männer! Geht nur gegen das Patriarchat!“
          Aber die „Spässe“ sind nicht wirklich lustig (wäre noch hinnehmbar) sondern vor allem versteckt sich hinter dieser Argumentation dann echte Menschenverachtung.
          Das dann immer mehr Menschen zu „Anti-Feministen“ werden ist kein Wunder.
          Eigentlich heißt die Botschaft :“Clean the house feminism“ Aber statt das zu tun, wird denen die Mauer gemacht, die die Bedeutung dieses Begriffes immer weiter in Richtung einer verachtens- und ablehnenswerten Hetzbotschaft verkommen lassen.

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        • Matze sagt:

          @Robin

          Findest du die bei Twitter oder wo treiben sich diese Antifeministinnen rum?

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          • @ Matze

            „… wo treiben sich diese Antifeministinnen rum?“

            Na hier! Bin zwar nur Antifeminist ohne innen dran und laber nicht den Unsinn, den @Robin so über Antifeministenmeinungen verbreitet … aber immerhin.🙂

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    • Vinzenz sagt:

      @Robin: „Der Vollständigkeit sollte trotzdem erwähnt werden, dass auch genügend Antifeministen dem Märchen anhängen, Frauen könnten Männer nicht vergewaltigen, weil sie phantasielose Idioten sind.“
      Vermutlich, ja. Und was ändert das jetzt an der Aussage im Comic?

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      • Robin sagt:

        Nichts. Und was ist jetzt an dieser Ergänzung so schlimm, dass ihr mir alle aufs Dach steigen müsst?

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        • Vinzenz sagt:

          Ich steige dir nicht aufs Dach. Dein Beitrag klingt nur ein wenig nach dem Vorwurf der Relativierung („aber, aber, die anderen!“), den du selbst sonst so gern verteilst.

          Off topic: Dein neues Profilbild ist irgendwie scary.

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          • Robin sagt:

            Mein Problem war hier, dass EMN konkret eine Frau/Feministin gezeichnet hat, obwohl das Argument meiner Erfahrung nach hauptsächlich von Männern kommt.

            @off topic: Soll ja auch scary sein. Es ist Halloween!

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            • david sagt:

              Mein Problem war hier, dass EMN konkret eine Frau/Feministin gezeichnet hat, obwohl das Argument meiner Erfahrung nach hauptsächlich von Männern kommt.

              Aber klar doch.

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              • Robin sagt:

                Das ist jetzt natürlich ein harter Einwand von jemanden, der selbst nicht so wirklich glaubt, dass ein Mann von einer Frau vergewaltigt werden kann.

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                • david sagt:

                  Das ist quatsch. Ich denke nur nicht, dass es so oft passiert wie manche Männerrechtler oder ominöse Dunkelfeld-Studien behaupten.
                  Dass es anatomisch nicht ginge oder definitorisch ausgeschlossen wird, habe ich bisher nur von Feministinnen vernommen.
                  Kannst du mir wenigstens ein männliches Beispiel geben, wo das doch „hauptsächlich“ von Männern kommen soll?

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  6. Ikna sagt:

    Interessant ist auch, dass sexuelle Erfahrungen zwischen ca Gleichaltrigen viel eher als Missbrauch untereinander gewertet werden wenn der Junge beschuldigt wird, als wenn das Mädchen (auch von sich aus) als Täter benannt wird!
    Somit ist eine Verarbeitung für beide Seiten erschwert, wenn weder Opfer NOCH Täter in etwaiger Therapie mit ihrer Einschätzung dass eine Missbrauchssituation vorgelegen hat ernstgenommen werden.

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  7. Parzival von der Dräuen sagt:

    Vielleicht ist einfach die juristische Definition falsch. Eine Vergewaltigung ist seit dem alten Testament oder dem Codex Hamurabii eine sexuelle Handlung, die mittels körperlicher Gewalt an einem so erklärten Opfer verübt wird. Der alttestamentarische Gedanke verbleibt bis in die Moderne in der Wertminderung des Menschen- oder dem Handelsgut Virginität. Wer damals schon ein Weibchen innerhalb des eigenen Stammes oder eines fremden Stammes zur Gespielin kaufte, konnte ja wohl erwarten, dass die Ware wie ungeöffnet frei Bordsteinkante (oder Zelt-) geliefert wurde.

    Seit Aufklärung, Marx und Moderne verstehen wir die sexuelle Selbstbestimmung als individualgesteuerte Daseinkomponente, die aus sich selbst übergeordnet existiert. Das meint, Sexualität ist in und ab einer Art Weihestadium ein Bekenntnis der Willensfreiheit und unabhängig sozialer Beziehungen autonomer als Körperauscheidungen. Wenn also eine Frau in der sexuellen Selbstbestimmung und – verwirklichung verletzt wird, erleidet das Handelsgut soziale Wertigkeit einen umso schlimmeren Schaden, als die Frau an Jahren misst. Ein Mädchen wird durch den sexuellen Mißbrauch besonders entwertet, wobei die Grenzalter regional und kulturell schwanken. Eindeutig substanziell weiß das deutsche StGB um die Wertminderung und regelt die Entwertung – die natürlich immer und unausweichlich mit einer Traumatisierung einhergeht – nach Zeitwert – um dies auch reziprok in Höhe von Haftjahren zu ahnden.

    Sex oder die „freiwillige“ Bereitstellung von Körperöffnungen bleibt demnach Ware. Wer nach oben heiratet, ausschließlich oder in Kauf nehmend, um die monetäre Versorgung bürgerrechtlich im Rahmen der Möglichkeiten zu maximieren, handelt freiheitlich und selbstbestimmt, während das Opfer sexueller Attacken eben diese Möglichkeit durch den entwertenden Akt des Verbrechens gegen die sexuelle Selbstbestimmung verliert; seinen Marktwert gemindert sieht.

    Deswegen nennt man diesen Akt bei Minderjährigen auch Schande. Ein Kinderschänder, konnotiert ist immer und hauptsächlich die Entehrung von Mädchen, nimmt dem Opfer den Marktwert und wer wollte so ein Mädchen noch heiraten, wenn nicht der blinde, versoffene Dorftrottel?!

    Für meinen Sohn wollte ich eine Jungfrau. Rein, blond, mittelarisch und schön. Die Vorstellung, dass diese eine Schlampe wäre, mit unzähligen Jungen geschlafen hätte oder ein inzestuöses Verhältnis zu Vater, Mutter, Bruder, Schwester gepflegt hatte, wäre mir äußerst unangenehm. Vielleicht hat die Wertgeminderte dann ja auch noch Erbkrankheiten – wie so oft in solchen Familien. Nein, mein Kind soll ein anständiges und gesundes Mädchen heiraten. Sie muss keine Maria sein, aber anständig sagt auch meine Frau.

    Und den Mädchen und Frauen, die vergewaltigt und mißbraucht wurden, muss man ganz deutlich sagen, dass sie nicht weniger wert sind. Sie sind einem Verbrechen zum Opfer gefallen und es mag Jahre der therapeutischen Betreuung dauern, bis sie begreifen, dass sie keine Schuld trifft. Genau darin darf man sie nicht allein lassen; man muss ihnen immer wieder und wieder und wieder sagen, dass sie keine Schuld trifft, damit sie das verarbeiten können. Ihnen sagen, dass sie einfach nur Pech hatten, den falschen Rock zur falschen Zeit im Park oder so. Aber wichtig ist die Kontinuität über Jahre. Sei dir bewußt, dass Wunden nicht einfach heilen. Das verfolgt dich ein Leben lang. Damit bist du anders als alle anderen Frauen. Das mag schmerzen, ist aber auch eine Herausforderung, an deinem Selbst zu arbeiten. Sei stark, Aschenputtel.

    Eine Vergewaltigung ist das schlimmste Verbrechen an Frauenseelen. Unheilbar. Man fühlt sich so entwertet und alle machen mit. Nächste Woche reden wir dann mal endlich über selbsttradierende Kollektivismen.

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    • gerhardks sagt:

      Witzig. Und du merkst nicht das du grade das tust was EMN aufs Korn genommen hat? Du glaubst offenbar das Jungen nicht vergewaltigt werden können? Ver-Gewalti-gung transportiert nichts anderes als die Bedeutung, dass hier ein Mensch endgültig für immer aus seinem bisherige Leben gewaltsam von anderen/einem anderen gerissen worden ist und diese Geschehen ohne das Gegenwehr möglich ist erdulden muß. Und du meinst das kleine Jungen die von ihren Müttern mißbraucht werden, nicht genau das sind? Vergewaltigt?
      Und wo hast du diese blöde Phrase her von „Eine Vergewaltigung ist das schlimmste Verbrechen an Frauenseelen“? Das sind MENSCHENSEELEN die haben kein Geschlecht! Dein „Und den Mädchen und Frauen, die vergewaltigt und mißbraucht wurden“ ist in dieser Form wie du es gebracht hast eine Verhöhnung und wirkt wie eine Anbiederung an diese geschlechteszentrierten Idoten&innen. Wie dieser „HeForShe“ Mist wo es auch darum geht „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ zu stoppen. Das zehntausende Buben in Bolivien in den Bergwerken schuften, hungern und sterben ist egal, was? Das eine HALBE(!) Million Jungen in Afrika durch primitive „Beschneidung“ für ihr Leben echt verstümmelt wurden und tausende auch starben an den Folgen dieser Tortur, ist egal? Es gibt noch weit mehr Infos dazu, aber das würde zu weit führen. Nur dieses „Frauen und Mädchen“ Getue ist mir langsam echt zuwieder angesichts der Realität. Das ist reine idelogische Propaganda um sich mit der Not von Männern und Jungen nicht auseinander setzen zu müssen, weil die ja „das priviligierte Geschlecht sind und DIE Frauen unterdrücken“. Dann würde das ganze Gebäude ja Risse bekommen und man würde sehen auf welch wackeligen Beinen das Ganze steht.

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    • Margret sagt:

      „Für meinen Sohn wollte ich eine Jungfrau. Rein, blond, mittelarisch und schön. Die Vorstellung, dass diese eine Schlampe wäre, mit unzähligen Jungen geschlafen hätte oder ein inzestuöses Verhältnis zu Vater, Mutter, Bruder, Schwester gepflegt hatte, wäre mir äußerst unangenehm. Vielleicht hat die Wertgeminderte dann ja auch noch Erbkrankheiten – wie so oft in solchen Familien. Nein, mein Kind soll ein anständiges und gesundes Mädchen heiraten. Sie muss keine Maria sein, aber anständig sagt auch meine Frau. “

      Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das Satire sein soll …

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  8. Margret sagt:

    @ EMN Du gehst dann aber, wenn ich dich richtig verstehe, davon aus, dass eine „rape culture“ tatsächlich existiert? Dich stört dabei nur, wenn männliche Opfer nicht als solche anerkannt werden?
    Prinzipiell gehst Du aber mit der Aussage konform, dass in unserer Kultur Vergewaltigungsopfer nicht ernst genommen bzw. sie beschuldigt werden, selbst schuld an der Tat zu sein?

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    • nein, ich denke nicht dass eine rape culture existiert.
      ja, ich denke dass die psychologische struktur des menschen (bedürfnis nach kontrolle) dafür sorgt, dass betroffene von negativen ereignissen oft negativ behandelt werden.

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      • jck5000 sagt:

        Ach EMN, das liegt doch nur daran, dass wir mit „Terminator II“ großgeworden sind, wo Sarah Connor erklärt, „Jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied“. Und dem stimme ich übrigens voll zu – wie wollen wir denn sonst den Krieg gegen die Maschinen gewinnen?

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      • jck5000 sagt:

        Nachtrag: Eine „rape culture“ kann nicht existieren. Kultur ist ein positiv besetzter Begriff. Vergewaltigung war (und ist) das nicht. Es kann mirwegen eine Drogenkultur, Pornokultur oder Diebes- und Raubkultur existieren, da sich sicher genug Drogennehmer, Pornokonsumenten oder Diebe und Räuber finden werden, um eine solche aufzubauen, die zumindest in „ihren Kreisen“ dafür genügend Gleichdenkende finden, die eine solche Kultur aufbauen.

        Man könnte noch am nähesten eine Gesellschaft mit dem „ius primae noctis“ als „rape culture“ bezeichnen, aber soweit ich weiß, ist das sehr, sehr lang her. Und um da eventuellem feministischen Quark vorzubeugen, waren das vornehmlich Männer, die dafür gesorgt haben, dass diese „Kultur“ nicht mehr existiert. Wie bei den Dieben, Räubern, Drogennehmern und … allem anderen?!

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        • St. Elmo sagt:

          Rape Culture gibt nicht,

          es ist doch sogar so, dass Straftaten mit einer Sexuellen Komponente deutlich härter Bestraft werden als solche ohne.

          Die Strafen für Körperverletzung mit Todesfolge ist min. 3 Jahre
          Die Strafe für Sexuelle Nötigung mit Todesfolge ist Lebenslänglich oder min. 10 Jahre.

          Und dabei sollte man beachten, die Strafe für Totschlag ist lediglich min. 5 Jahre bis Lebenslänglich.

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      • Margret sagt:

        „nein, ich denke nicht dass eine rape culture existiert.“

        Warum genau nicht? Im o. g. Sinne? Victim Blaming ist doch tatsächlich nichts Ungewöhnliches.
        Wobei ich durchaus zustimme, dass der Umgang mit Vergewaltigungsopfern gewisse Ähnlichkeiten z. B. mit Reaktionen auf schwere Krankheiten bei anderen Menschen hat (Ja, der/die hat ja auch immer so ungesund gelebt, nicht genug Gemüse gegessen und überhaupt, kein Wunder, dass DEM / DER sowas passiert, mir könnte das ja nie …).

        Andererseits bin ich überzeugt davon, dass es im Falle von Vergewaltigungen so ist, dass Täter auf eine gewisse Art und Weise in der Vorstellungswelt dämonisiert sind und man sich dann nicht vorstellen kann, dass gerade der nette Herr H. der ja immer so unaufällig war oder der ehrbare Lehrer oder die nette Frau W., die man alle schon seit Jahren kennt, so etwas getan haben könnten. Sie entsprechen ja nicht dem Bild vom personifizierten Bösen, das man sich vorher gemacht hat. Und Frauen können es dann gleich gar nicht sein, weil die sind ja „zu schwach“oder auch „nicht aggressiv“.

        Und zudem kommt noch dazu, dass man auch bestimmte Vorstellungen vom Opfer hat, rein, unschuldig, wehrlos. Wenn dann die Tochter vom Herrn K, die ohnehin jede Woche nen Neuen hat, vergewaltigt wird, ja dann, hat sie, die Schl … das sicher gewollt und der nette Sohn von Frau W. ist ja überhaupt kein „typischer Täter“. Und da Frauen so gar nicht ins „typische Täter“-Bild und Männer so gar nicht ins typische „Opfer“-Bild passen, weist man diese Möglichkeit gleich sehr weit von sich.

        Das alles sind Vergewaltigungsmythen – ein wichtiger Punkt in der „Rape culture“-Theorie. Findest du das weit hergeholt?

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        • david sagt:

          Wenn das (alltägliche) Vorhandensein von etwas, oder das Vorhandensein bestimmter begünstigender Einstellungen und Verhaltensweisen eine Kultur definiert, können wir auch von einer „Sehnenscheiden-Entzündungs Culture“, einer Ladendiebstahl-Culture oder einer Nasenpopel-Culture sprechen.

          Das Problem mit der Rape Culture ist, dass eine kausale und spezifische Verursachung durch unsere Kultur behauptet wird, die man sozusagen beheben könnte, ohne aber ein oppressives und letztlich totalitäres Regime zu errichten. Eine Gesellschaft ohne Kriminalität und auch ohne Vergewaltigung kann aber nur eine totalitäre sein. Insbesondere bei dieser Größte und Bevölkerungsdichte haben wir wohl eher einen anthropologischen Tiefstand an Vergewaltigungen. Vor allem aber wird in dem Zusammenhang auch wieder mit der Verschwörungstheorie vom „Patriarchat“ und Geschlechterklassen operiert, so als wären Vergewaltigungen ein kollektives männliches Machtmittel, von denen alle Männer profitieren würden.Es soll ganz offensichtlich eine Kollektivschuld („nicht nur Verbrechen einzelner Individuen“) errichtet werden.
          Gänzlich absurd ist die Prämisse, dass Vergewaltigungen toleriert oder geduldet würden, obwohl es de facto eines der am stärksten geächteten und sanktionierten Delikte ist. Der Vorwurf von Kindesmissbrauch oder aber Vergewaltigung zerstören soziale Existenzen in unserer Gesellschaft am nachhaltigsten.
          Falsifizierbarkeit ist natürlich auch nicht gegeben, daher ist das Konzept als Theorie ohnehin unbrauchbar, abgesehen davon dass es ein Kampfbegriff ist, der sich dazu eignet Männer zu dämonisieren und Moralpaniken zu befeuern (wie aktuell in den USA, wo durch feministische Propaganda und Lobbyarbeit der Rechtsgrundsatz des „due process“ durch Universitäten ausgehöhlt und das radikalfeministische Konzept „enthusiastic consent“ eingeführt wird).

          Die angebliche Verbreitung von Verharmlosung, „Victim Blaming“ und „Vergewaltigungsmythen“ darf auch getrost angezweifelt werden, wobei diese „Mythen“ zum guten Teil gar nicht empirisch widerlegt sind und in weniger pauschalisierter Form durchaus zutreffend sein können.

          (dank der tautologischen Definition des Konzepts habe ich es übrigens durch diese Relativierung bereits direkt wieder bestätigt)

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          • Margret sagt:

            „Wenn das (alltägliche) Vorhandensein von etwas, oder das Vorhandensein bestimmter begünstigender Einstellungen und Verhaltensweisen eine Kultur definiert, können wir auch von einer “Sehnenscheiden-Entzündungs Culture”, einer Ladendiebstahl-Culture oder einer Nasenpopel-Culture sprechen.“

            Der begriff Kultur beinhaltet immer etwas vom Menschen aktiv hervorgebrachtes. Darum wäre eine „Sehnenscheidenentzündungskultur“ nicht richtig, die anderen beiden Begriffe könnte man so verwenden, wenn man denn will.

            „Gänzlich absurd ist die Prämisse, dass Vergewaltigungen toleriert oder geduldet würden, obwohl es de facto eines der am stärksten geächteten und sanktionierten Delikte ist. Der Vorwurf von Kindesmissbrauch oder aber Vergewaltigung zerstören soziale Existenzen in unserer Gesellschaft am nachhaltigsten.“

            Der Treppenwitz an der Sache ist, dass dies für beide gilt, potentiellen Täter und potentielles Opfer. Vergewaltigungen werden häufig entschuldigt, wenn sie nicht einem gewissen „Idealbild“ entsprechen. Das ist der Fremde, der ein weitgehend unschuldiges Opfer überfällt. Was davon abweicht, wird bezweifelt oder dem Opfer zumindest als Teilschuld zugeschrieben. Ich kann dir versichern, dass es nicht gerade selten vorkommt, dass eine vorangegangene Beziehung von Täter und Opfer als strafmildernd gewertet wird. Dazu kommt, dass bei geständigem Täter eine Bewährungsstrafe üblich ist.

            Ein beispiel http://www.derwesten.de/nrz/staedte/duesseldorf/bewaehrungsstrafe-fuer-vergewaltigung-der-ex-freundin-id2128470.html.

            „Das Gericht verurteilte den 24-Jährigen wegen Vergewaltigung in einem minder schweren Fall zu zwei Jahren auf Bewährung. Als minder schwer könne der Fall deshalb gelten, weil sie zuvor eine Beziehung hatten. Das Gericht ging auch davon aus, dass er mit dem Messer nur drohen wollte.“

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            • david sagt:

              Vergewaltigungen werden häufig entschuldigt

              So ein quatsch, das ist ein feministischer Meta-Mythos.

              Natürlich muss manchmal gegen eine überbordende Strafwut relativiert werden, auch ein Vergewaltiger hat das Recht auf eine Verteidigung. Es ist auch nicht jede Vergewaltigung gleich schlimm. Wo du die Folgen für das Opfer betonst: Beispielsweise dürften Frauen, die von ihrem Partner zum Sex gezwungen werden, auch in eher selteneren Fällen traumatisiert sein. Es ist auch klar, dass die Strafen bei Tätern höher ausfallen, die wildfremde Mädchen (mit dann meist hoher Gewalt) überfallen und eine Gefährdung für die Allgemeinheit darstellen.

              Daraus eine „Teilschuld“ oder „Entschuldigung“ zu machen, ist Femipropaganda.

              Dass eine Bewährungsstrafe üblich ist, würde ich mal entschieden bezweifeln. Einzelne Beispiele kann man immer finden, das sagt gar nichts aus. Du kennst die Details der Tat nicht, wahrscheinlich wurde nach §177 (1) verurteilt, das entspricht eher einer sexuellen Nötigung. Wir hatten es ja erst letztens davon auf allesevolution. In aller Regel gehen die Täter bei Vergewaltigungen mehrere Jahre ins Gefängnis.

              Die Argumente für eine „Rape Culture“ sind allesamt Nonsens.

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        • Vinzenz sagt:

          „dass gerade der nette Herr H. der ja immer so unaufällig war oder der ehrbare Lehrer oder die nette Frau W., die man alle schon seit Jahren kennt, so etwas getan haben könnten“
          Das ist völlig normal. Wenn jemand behaupten würde, dein Mann wäre ein Serienmörder, würdest du das sicherlich auch mit dem Verweis auf seinen guten Charakter zurückweisen, zumindest solange es keine stichhaltigen Beweise dafür gibt. Oder willst du sagen, dein Mann entspreche dem „typischen Bild“ eines Serienmörders? Leben wir damit in einer Serial Killer Culture?

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          • david sagt:

            @Vinzenz:
            Ich würde sogar sagen es sind eher Feministinnen, die „Vergewaltigungsmythen“ erfinden.
            Beispielsweise, dass Vergewaltigungen häufig seien und quasi an jeder Ecke lauern würden. Dabei gibt es nur ca. 1000 juristisch festgestellte Vergewaltigungen pro Jahr in ganz Deutschland. Es gibt zwar 7-8000 Anzeigen, aber Vergewaltigung ist wahrscheinlich das Verbrechen, was am häufigsten angezeigt wird, ohne überhaupt stattgefunden zu haben (Falschbeschuldigungen betreffen meist dieses Delikt).
            Da sich in den meisten Fällen Opfer und Täter (gut) bekannt sind, ist es einfach Panikmache, so zu tun als müsste eine Frau öffentliche oder abgelegene Orte meiden.
            Zum Vergleich:
            unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen: ca. 8000
            vorsätzliche Brandstiftung: ca. 10.000 (einschließlich schwerer und fahrlässiger Br. 20.000)
            Vortäuschen eine Straftat: ca. 12.000
            Meineid: ca. 6.000
            Tageswohungseinbruch: ca. 60.000
            gefährliche Körperverletzung: ca. 150.000

            Auch die Mythen, Vergewaltigung habe eine wesentlich schlechtere Aufklärungsquote und Tärer kämen häufig um eine Verurteilung drum herum, kann zu mehrn Vergewaltigungen führen:
            http://www.sueddeutsche.de/muenchen/prozess-wegen-vergewaltigung-reiche-leute-koennen-sich-urteile-kaufen-1.2168178

            Ein weiterer, besonders perfider feministischer Vergewaltigungsmythos: Es gäbe kein Täterprofil, Vergewaltiger unterscheiden sich in keinerlei Hinsicht vom Durchschnitt der normalen, MÄNNLICHEN Bevölkerung. Richtig wäre: Weder ist Vergewaltigung schichtunabhängig, noch sind Täter oft privat und beruflich besonders erfolgreich. Viele Vergewaltiger haben eine dissoziale Persönlichkeit, in amerikanischen Studien wurde sehr häufig (m.W. 50%) eine Psychopathie diagnostiziert.
            Diese Mythen eignen sich, jeden Mann als „potentiellen Vergewaltiger“ mit Misstrauen zu belegen.

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            • kinchkun sagt:

              Die Frage wieviele Vergewaltigungen stattfinden ohne angezeigt zu werden, ist allerdings offen.

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              • jck5000 sagt:

                > Die Frage wieviele Vergewaltigungen stattfinden ohne angezeigt zu werden, ist allerdings offen.

                Und das wird sie auch bleiben. Deswegen ist sie irrelevant.

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                • Margret sagt:

                  So? Dann findest du das Dunkelfeld bei männlichen Vergewaltigungsopfern auch irrelevant? Dann findest du die Aussage zutreffend, dass in erster Linie Frauen von Männern vergewaltigt werden? Das nämlich sagt die PKS, die aber ausschließlich das Hellfeld berücksichtigt.

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                  • jck5000 sagt:

                    Da ich selbst drei Frauen kenne, die von Männern vergewaltigt wurden (nein, nicht von mir), von denen nur eine das angezeigt habt, ist die Dunkelziffer für mich eine Tatsache. Sie ist halt nicht quantifizierbar, und daher ist die Aussage, was passiert, in Deinem Fall „dass in erster Linie Frauen von Männern vergewaltigt werden“ nicht haltbar, da die einzig verfügbaren Daten diesbezügliche Anzeigen sind. Die Aussage, dass sehr viel mehr Frauen als Männer als Opfer Vergewaltigungen anzeigen sowie die Aussage, dass sehr viel Männer als Täter von Vergewaltigungen verurteilt werden, sind nach allen Daten, die ich kenne, zutreffend. Daraus kann man halt nicht Deine Aussage machen. Deswegen ist ja Kinchs Frage irrelevant: Weiß man nicht, wird man nie wissen. Blöde Behauptungen und Rumraten. Wertlos.

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              • david sagt:

                Das Dunkelfeld ist nicht irrelevant, es scheint bei diesen Delikten auch nicht grade unbedeutsam klein zu sein.
                Ich trau nur den Dunkelfeld-Studien und ihrer Methodik nicht im geringsten über den Weg, das gilt auch für die „made to penetrate“-Vergewaltigungen.

                Meiner Einschätzung nach dürfte der Anteil nicht-angezeigter Vergewaltigungen erwachsener Frauen im Deutschland des 21. Jahrhunderts nicht mehr so exorbitant hoch sein. Sobald eine Person davon weiß, wird die das Opfer direkt zur Polizei schleppen. Wäre die Hemmschwelle aufgrund der Ermittlungen derart hoch, gäbe es weniger Falschbeschuldigungen.
                Deutlich mehr unangezeigte Fälle vermute ich bei minderjährigen Opfern oder bei minder schweren Fällen von Nötigung und Missbrauch.

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                • kinchkun sagt:

                  Ich denke auch, dass gerade bei intimen Verhältnissen, Vergewaltigungen deutlich seltener angezeigt werden. Aber auch sonst, denke ich durchaus ist die Hemmung anzeige zu machen sehr hoch. Ich zumindest kenne einige Vergewaltigungsopfer die keine Anzeige erstattet haben und ich kann vollstens nachvollziehen, warum sie das nicht tun; würde ich an deren Stelle offengesagt auch nicht.

                  Das alles zu quantifizieren ist aber echt schwer. Ehrlich gesagt, finde ich es auch nicht so wichtig. Also ich finde es generell nicht wichtig, ob es viele oder wenige Vergewaltigungen gibt, ob die angezeigt werden oder nicht. Die Frage ist, ob man etwas wirksames dagegen tun kann. Darüber redet ja keiner; auch Feministinnen nicht. Mir ist kein konkreter, umsetzbarer Vorschlag bekannt, seitens des Feminismus, der rechtstaatlich akzeptabel wäre.

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                  • jck5000 sagt:

                    Man kann Kriminalität dadurch eindämmen, dass man Kriminalität sanktioniert.
                    Häkchen. Passt. Besser wird’s nicht werden. Es gibt schlechte Menschen. Kann man nichts dagegen machen. Selbst wenn man die umbringt, kommen neue schlechte Menschen nach.

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                    • Luc sagt:

                      Den anderen Hebel, den man ganz grundsätzlich natürlich hat, ist Erziehung. Was man über Vergewaltiger so weit ich weiß recht genau weiß, ist, dass sie aus drei Bereichen hervorgehen: erstens aus gewalttätigen bzw. deprivierten Familienverhältnissen, zweitens aus sexueller Fehlpolung (betrifft nur Kindesmissbrauch) und drittens aus Soziopathie. Gegen letztere hilft nur Therapie bzw. Einweisen, gegen ersteres müsste man sich dem institutionellen Netz mit Jugendämtern etc. zuwenden. Das ist dann alles sehr komplex und man müsste sich auskennen. Kinch hat ja recht, darüber redet keiner. Stattdessen liegt das Diskussionsniveau auf der infantilen Stufe, an Schulen zu unterrichten, dass Vergewaltigung schlecht sei (das ist für die meisten Schüler dann sicher ganz was neues).

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          • Margret sagt:

            Du hast teilweise Recht Vinzenz, man vertraut einem lieben Menschen. Ich meinte jetzt aber konkret den Fall, dass man beide, Opfer und Täter entfernt kennt oder erst kennenlernt. Meiner Erfahrung nach haben viele Menschen ein dämonisiertes Täterbild im Kopf, das eines Psychopathen.
            Und das ist sicher der Grund, warum einerseits ein offenbar unschuldiger, aber alkoholmissbrauchender und charakterlich schwieriger Lehrer Arnold zu 5 Jahren Haft verurteilt wird – während gleichzeitig ein renommierter und anerkannter Arzt wegen Vergewaltigung einer 16-Jährigen unter Narkoseeinwirkung lediglich 2 Jahre auf Bewährung bekam (Fall D. Krombach / Kalinka).

            Der eine entsprach dem Vergewaltigerbild, der andere nicht – obwohl offenbar der erste unschuldig war und der zweite, als anerkannter und renommierter Mediziner und braver Bürger, schuldig war.

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            • david sagt:

              Zwar ist es juristisch immer Blödsinn, 2 völlig unterschiedliche Fälle zu vergleichen, aber Vorurteile spielen sicher eine große Rolle, auch im Strafrecht.

              Du ziehst dabei aber einen völlig falschen Schluss. Der Richter darf natürlich nicht auf Basis von Vorurteilen _urteilen_. Daraus folgt aber nun nicht, dass unser Bild von Vergewaltigern falsch ist, und wir plötzlich lieber in jedem netten Nachbarn, Lehrer oder Arzt einen wittern sollten.
              Unter Vergewaltigern sind sicher mehr „alkoholmissbrauchende, charakterlich schwierige“ Personen als Ärzte. Wobei auch männliche Gynäkologen nicht selten von Vorurteilen betroffen sind.

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            • Vinzenz sagt:

              Unfassbar. Dass eine Feministin nochmal den Fall Arnold heranzieht, um damit die Theorie der Rape Culture zu unterstützen, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet.
              Abgesehen von dieser Dreistigkeit, was willst du nun damit sagen? Dass man einem einsamen Alkoholiker eher ein Gewaltverbrechen zutraut als einem renommierten Arzt? Ja, das mag sein. Und das kann vor Gericht durchaus Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit eines Zeugen/Angeklagten und damit auf das Urteil haben. Aber was hat das jetzt mit Rape Culture zu tun?

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              • david sagt:

                Ich denke, es war vielleicht einfach auch nochmal wichtig zu schreiben, dass Arnold „charakterlich schwierig“ war und Alkoholprobleme missbrauchend (!) war.
                Und das ganz große Problem ist vor allem, dass die vermeintlich charakterlich „guten“ Männer zu wenig im Verdacht stehen. Denn auch nette Männer vergewaltigen gerne, sagte schon Alice.

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  9. maennerpartei sagt:

    Hat dies auf Männerpartei rebloggt.

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  10. david sagt:

    oh hatte ich gar nicht gesehen. Die Diskussion schrie auch förmlich nach einem Comic von dir😉

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  11. BauchNabelFluse sagt:

    Erinnert mich an eine gewisse Fiona, die derzeit bei Wikipedia das radikal-feinistische Zepter in der Hand hat und von Admin-Seite noch gedeckt wird (vielleicht zweideutig zu verstehen😉 ).

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