Undankbar.

Veröffentlicht: November 11, 2014 in Comics
Schlagwörter:,

depress

Kommentare
  1. quuux sagt:

    Ich bin tatsächlich „dankbar“ bezüglich meines schweren Unfalls. Weil er nicht tödlich war & kein Hirnschaden blieb.
    Ist wohl eine Frage der Perspektive. Und darum geht es m.E. eher: Wie frei kann man sich die Perspektive wählen, wie unfreiwillig ist sie?

    Gefällt mir

    • Ja, allerdings hätte deine Dankbarkeit nun auch nichts an den bestehenden Verletzungen geändert. Es gibt Leute, die in der Dusche ausrutschen und sich das Genick brechen und es gibt Leute die ohne Kratzer aus dem 5. Stock fallen.
      Das Genick der ersten Person ist aber nicht magischerweise wieder heile, wenn man ihr sagt, dass ihr Unfall doch vergleichsweise harmlos war. Auch wenns von aussen harmloser aussieht weiß man schließlich nicht welche Umstände dazu geführt haben, dass das Ergebnis schlimmer ist.

      Gefällt mir

      • quuux sagt:

        Magische Heilung habe ich auch nicht erlebt. Und was andere sagen, ändert nicht die Tatsachen.
        Daher meine ich ja, daß der entscheidende Punkt die eigene Haltung ist – und die kann man sich nur begrenzt aussuchen.

        Gefällt mir

  2. Hat dies auf Jezabel Botanica rebloggt und kommentierte:
    Letzte Woche sitze ich mit zwei guten Freunden im Wagen und irgendwie kommt die Sprache auf Depressionen (ich bin mittlerweile seit 6 Jahren in Behandlung…) und mein Kumpel sagt: „Depressionen… das ist genauso eine Ausrede wie Burn-Out!“
    Ich widerspreche, meinte zu ihm, dass das jeder bekommen könnte… da sagt er nur lapidar: „Ich könnte das nicht bekommen, ich bin viel zu fröhlich!“

    Gefällt mir

    • gnaddrig sagt:

      Ich könnte das nicht bekommen, ich bin viel zu fröhlich!

      Ist doch klasse, wenn da mal wer spricht, der offensichtlich richtig gut bescheidweiß…

      Der Hausarzt einer Bekannten zu demselben Thema: Diesen Psychokram sollte man nicht überbewerten.

      Gefällt mir

  3. BauchNabelFluse sagt:

    Danke.

    Gefällt mir

  4. NeuMama sagt:

    Hat dies auf NeuMama rebloggt und kommentierte:
    Kenn ich!

    Gefällt mir

  5. Depressionen sind immer ein lustiges Thema.

    Gefällt 1 Person

  6. Margret sagt:

    Das erinnert mich fatal an die Aussage meiner damaligen Frauenärztin als ich Schangerschaftsdepressionen hatte: „Mensch, jetzt sein Sie doch mal glücklich, andere Frauen warten ewig und können keine Kinder bekommen.“ Genau. Diesen Frauen hilft es natürlich enorm, wenn ich so tue, als wäre ich glücklich.

    Gefällt mir

    • Eben. Schwangerschaftsdepressionen sind schon gut. Sonst werden die Frauen, die ewig warten und keine Kinder bekommen können, noch unglücklicher. Ich bewundere dich für deinen Altruismus.

      Gefällt mir

      • Margret sagt:

        Du meinst, ich hatte altruistische Depressionen, und wollte auf keinen Fall glücklich sein, um den ungewollt kinderlosen Frauen ihr Schicksal zu erleichtern? Das ist wahrscheinlich die katholische Erziehung: Immer zur Stelle für Menschen in Not …

        ImErnst: Leider kann man Depressionen selten dadurch wegzaubern, dass man Glück vortäuscht Und was die Tatsache meiner Depressionen in der ersten Schwangerschaft mit ungewollt Kinderlosen zu tun haben soll …? Tja, keine Ahnung.

        Gefällt mir

        • Von dem, was ich von Psychologie und Psychotherapie weiß, werden Depressionen idR so behandelt, dass man das „deprimierende“ Selbstbild der Deprimierten „aufzureißen“ versucht, sie (oder ihn) also dazu ermutigt, nicht „auf dem Gleis“ zu denken, was zu der Depression führt.

          Die ungewollt Kinderlosen sollten dir also ggf. eine andere Perspektive auf deine Situation ermöglichen. Dass das nicht funktioniert hat, ist nicht – wie es für mich klingt – total realitätsfern von der Ärztin, sondern es hat halt schlicht nicht funktioniert. Wenn Du tatsächlich (immer noch) Depressionen hast, solltest Du Dich vielleicht nicht mit mir unterhalten, sondern mit positiveren, netteren Menschen.

          Solltest Du meine Meinung hören und ggf. selbst was ändern wollen: Du redest Dich raus und siehst alles negativ, was man negativ sehen kann, wie beispielsweise den Versuch Deiner Ärztin, Dich auf andere Gedanken zu bringen. Gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht, wie man an Jezebelbotanica „seit 6 Jahren in Behandlung“ oben sieht – Depressionen sind ein psychisches Problem, und nur weil ich Dir einen Lolly gebe, sind die nicht weg, es sei denn, Du glaubst daran, dass der Lolly hilft und deine Meinung zu so ziemlich allem wegen einem Lolly änderst. Genau so verhält es sich mit allem, was man Dir sagt – es kann nur helfen, wenn Du es irgendwie reflektierst und etwas änderst; Depressionen kommen nicht von außen, sondern von innen. Und genau das wollte ich sagen: Wenn Dir jemand sagt, Du solltest das mal aus einer anderen Perspektive sehen, ist das zwar nur ein Lolly, aber wenn Du ihn nimmst und ihn genießt, geht es Dir wenigstens während Du ihn hast besser. Davon hilft der Lolly natürlich nicht bei Deinem Problem, aber er könnte eventuell Dir dabei helfen, Deine Probleme mit Dir selbst zu lösen. Und wenn Du dafür den Lolly verbrennst. Wenn Du dann aber schreibst, was Du geschrieben hast, ist das nur das Ablehnen des Lollys mit einem Vorwurf an Leute, die Lollys gerne mögen. Und die haben damit gar nichts zu tun. Das ist schlicht eine Ausrede, die ich aufzeigen wollte, da Du von Deinen Depressionen in der Vergangenheit gesprochen hast und ich wegen meiner Frau weiß, dass Depressionen weggehen können (zum Teil wenigstens). Mit vorgetäuschtem Altruismus (den ich rausstellen wollte), während Du nur Dich selbst siehst, was wohl eines der zentralen Probleme bei Depressiven ist.

          Da es nichts hilft, nur zu reden und nichts zu tun, ist hier ein Amazon-Gutschein für sogar zwei Lollys:

          DJ7J-HYQUPJ-LGZP

          Ich empfehle diese: http://www.amazon.de/dp/B005J3I1TA

          Ich möchte damit übrigens keinesfalls sagen, dass Depressionen davon weggehen, dass man einen Lolly hat. Depressionen kann man nur überwinden, wenn man selbst etwas dagegen tut. Deswegen hilft es ja auch nichts, wenn ich Dir einen Lolly gebe (kann ich auch schwer), oder etwas zu sagen, ich kann es Dir nur einfacher machen, selbst etwas zu tun. Kauf Dir ein paar Lollys, das hast Du sicher ewig nicht gemacht. Oder sonstwas, was Dir gut tut.

          Nun muss ich natürlich hoffen, dass nicht irgendein widerlicher Egoist den Gutschein abgreift, bevor Du das liest, aber das ist nicht so wichtig. Der Lolly ist sowieso nur symbolisch. Wie die Metapher Deiner Ärztin. Mehr kann ich – und niemand sonst – für Dich tun. Ich wünsche Dir und allen Depressiven, die etwas „dagegen“ machen wollen, jedenfalls ehrlich alles Gute. Ich kann halt nicht mehr machen, als Dir (und leider nicht auch noch jedem anderen Depressiven) einen Lolly geben, damit ihr mal 20 Minuten Zeit mit Euch und einem Lolly habt und feststellen könnt, dass das Leben nicht derart zum Kotzen ist, wie Ihr denkt, sondern sogar irgendein widerlicher Pisser aus dem Internet Euch einen Lolly schenkt. Was Ihr damit macht, ist natürlich Eure Sache.

          Gefällt 1 Person

          • Anonym sagt:

            Ich verstehe zwar was du meinst mit der Aussage, dass eine Depression von innen kommt und dass man selber etwas dagegen tun muss, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ja du hast recht bei einer Psychotherapie versucht man unter anderem dem Betroffenen dabei zu helfen die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, aber das allein reicht nicht. Eine Depression auvh bio-chemische Ursachen und die kann man nicht ändern indem man „einfach nur“ die Perspektive wechselt. Und nein du kannst nicht mehr machen als uns einen lolly zu geben, aber es ist nicht so als hätte jeder die möglichkeit sich allein aus einer Depression zu befreien, klar muss man selber an sich arbeiten, dass kann niemand für einen tun, aber ohne einen Therapeuten der einem dabei hilft den richtigen Weg zu finden, ist das kaum machbar.

            Gefällt mir

            • Frank sagt:

              4 x „aber“. Denk mal drüber nach.
              Und der Therapeut ist auch nur ein Lolly. Etwas teurer allerdings.

              Gefällt mir

              • Anonym sagt:

                Sagst du zu einem diabetiker etwa: hey es ist doch ganz einfach du musst einfach nur zur richtigen insulin ausschütten, ich hab dir doch erklärt wie es funktioniert warum tust du das nicht einfach?! Wenn der körper nicht genügend botenstoffe produziert, kannst du noch so sehr die perspektive wechseln, du wirst trotzdem kein glück empfinden und damit der körper wieder lernen kann die botenstoffe zur richtigen zeit freizustzen braucht es ärzte und therapeuten. Therapeuten sind nicht nur lollys, sie helfen einem die biochemie im gerhirn zu verändern, das kann man alleine nicht nur mit dem willen es zu wollen (einem lolly)

                Gefällt mir

  7. Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    Weil ein Bruch auch durch die Seele gehen kann.

    Gefällt mir

  8. Margret sagt:

    „Wenn Du tatsächlich (immer noch) Depressionen hast“

    Das ist 6 Jahre her und lag wohl vor allem an hormonellen Veränderungen (und Veränderungen der Lebenslage). Haben sehr viele Frauen, manche Studien gehen von um die 50% aus.

    „Mit vorgetäuschtem Altruismus (den ich rausstellen wollte), während Du nur Dich selbst siehst, was wohl eines der zentralen Probleme bei Depressiven ist.“

    Vorgetäuschter Altruismus? Nein, lollipops, das war eine sarkastische Bemerkung, die auf die nicht vorhandene Logik in der Aussage der Frauenärztin abzielte. Denn egal, ob ich glücklich bin oder nicht, den ungewollt kinderlosen Damen hilft das nicht weiter, ebensowenig wie einem Depressiven das vorgetäuschte Glücklichsein. Beide Sachverhalte haben nichts miteinader zu tun. Es bringt nichts, zu behaupten, dass die Sonne scheint und deshalb brauche ich weder Regenkleidung noch Schirm, wenn es in Wahrheit in Strömen regnet. Die Aussage meiner Frauenärztin damals war schlicht dumm und von der falschen und höchst unprofessionellen Annahme geleitet, schwangere Frauen hätten glücklich zu sein.

    Die Aussage „Mensch, jetzt sein Sie doch mal glücklich, andere Frauen warten ewig und können keine Kinder bekommen“ ist, als würde ein Arzt einem EHEC-Patienten sagen „Mensch, jetzt sein Sie halt mal gesund, Schluss mit der Kotzerei und dem Fieber, in Afrika haben sie Ebola“. Sinnfrei.

    Gefällt mir

    • unkraut sagt:

      Da fällt mir wieder ein, dass diese ganze „Glückspsychologie“ ganz anders wirkt auf Leute, die unglücklich sind.

      Beispiel: Es gibt ja so die Methode, nach der man sich vor den Spiegel stellen soll und sich selbst anlächeln soll und sagen soll „Ich bin ein glücklicher Mensch“

      Wirkung: Bei einigermaßen zufriedenen Leuten funktionierts, Unglückliche macht es dagegen noch unglücklicher. (Sich selbst und anderen was vorzuspielen setzt eher unter druck)

      Kennt auch jeder Morgenmuffel der schon morgends auf jemanden trifft, der sich wie happy wie Spongebob verhält.

      Gefällt mir

    • @Margret: Ich teile deine Interpretation des Satzes der Ärztin nicht und es ist mir echt schleierhaft, wieso man das nicht auf sich (im Sinne von „komm, ergötze dich am Elend anderer, dann geht’s dir besser“) bezieht, sondern an die anderen denkt. Daher Altruismus. Wenn das Sarkastisch war, kam’s nicht an. Passt aber doch, wenns halt zum Zwecke des Sarkasmus vorgetäuschter Altruismus war?!

      Und natürlich ist mir klar, dass es auch biophysiologisch verursachte Depressionen gibt; konkret kenne ich da zB Vitamin-D-Mangel, und Schwangerschaftshormone ändern sicher auch was, auch wenn in meinem Bekanntenkreis die postnatalen Depressionen schlimmer waren, da die Schwangerschaftshormone eigentlich glücklich machen sollten.

      Eine Frage bleibt aber: was außer „aufheitern versuchen“ erwartest du denn von einer Frauenärztin, die ja nun mal keine Psychologin ist? Psychopharmaka? In der Schwangerschaft? Ein „Oh, Du arme“, damit du es dir in deinem Elend gemütlich machen kannst?

      Und ich finde, die Vergleiche hinken. Psychisch bedingte Probleme löst man psychisch (oder mit Drogen, oder gar nicht), physisch bedingte physisch. Auch der Comic wirkt ein bisschen wie „Wieso wunderst du dich, dass dein vier Wochen altes Auto kaputt ist? Vier Wochen alte Himbeeren gammeln ja auch“.

      Gefällt mir

      • Du hast den Punkt des Comics nicht verstanden. Es geht darum, dass die Erkrankung nunmal da ist, und es nicht dadurch plötzlich anders ist weil jemand der Ansicht ist, es sei „unangemessen“ dass man sie hat. Wenn ich mir das Bein breche, dann bringts mir nichts wenn mir jemand erklärt, dass andere ja schon 50 mal gestürzt sind ohne sich was zu brechen, und dass mein beinbruch ja voll übertrieben ist. davon wächst das bein dann nicht magischerweise zusammen, das einzige was ankommt sind (noch mehr) vorwürfe und zusätzlich noch ein schlechtes gefühl.

        Gefällt mir

        • @EMN: Da hast Du Recht. Ich hab den Comic überhaupt nicht verstanden. Ich habe Linksi nicht als so vorwurfsvoll gelesen, wie er wohl geschrieben ist – bis auf „dankbarer“ am Ende ist das eher ein „Du hast doch so viel schönes im Leben“, was durchaus gut gemeint sein kann; hat ja nun nicht jeder Ahnung von dem Thema und, wie bei Margrets Ärztin, muss gut gemeint ja nicht gut gemacht sein. Es vor dem Hintergrund zu verurteilen halte ich für bestenfalls seltsam.

          So hatte ich’s verstanden. Und dann ist der Vergleich doof. Wenn Du ein Abstreiten der Existenz einer Erkrankung implizieren wolltest, dann ist der Vergleich super. Ich bin aber nun auch nicht depressiv und sehe nicht immer alles negativ. Dafür habe ich Vorurteile.

          Gefällt mir

        • Robin sagt:

          Was erwartest du von jemanden, der Sozialphobikern einen Gang zu Dignitas nahe legt?

          Gefällt mir

          • @Robin: Was ist denn das für ein Pseudo-Vorwurf? Sozialphobiker trauen sich doch da eh nicht hin.

            Ich wähle das schon angemessen. Nur für dich: Die Kurden suchen gerade weibliche Kämpfer gegen die ISIS, die ja Frauen und Mädchen unterdrücken und abschlachten und so. Ich hab einen Freund bei der türkischen Armee, der kennt sicher wen, der dich über die Grenze bringt… Bei Interesse treffen wir uns Freitag 07.00 in Istanbul-Atatürk, aber ich nehme auch bei dir an, dass du lieber über Frauenrechte jammerst als was zu machen.

            (oh…. Internetüberwachung, da war ja was: Ich verehre den großen Landesvater Atatürk und den ehrenwerten Präsidenten Erdoğan und kenne natürlich nur Menschen, die die terroristische Rebellenorganisation PKK verachten. Alman kısmı yukarıda alaycı olduğunu.)

            Gefällt mir

      • Margret sagt:

        Das hatte nichts von „ergötzen“ sondern von „stell dich nicht so an, anderen geht’s noch schlimmer“. Aber ist ja auch müßig. Was ich mir gewünscht hätte? Dass sie erstmal auf die Idee gekommen wäre, dass es sich dabei um eine Schwangerschaftsdepression handeln könnte und mich entsprechend weiter überwiesen hätte. Auf die Idee kam aber mein Hausarzt, bei dem ich schließlich landete, nachdem ich die Sache mehrmals mit o. g. Ergebnis meiner Frauenärztin vorgetragen hatte. Und der hat mich dann zur Schwangerschaftsambulanz einer großen Klinik geschickt, die mir für einige Wochen ein schwangerschaftskompatibles Medikament verschrieben haben. Das hätte sie, als Ärztin, zu deren Aufgabengebiet die Begleitung schwangerer Frauen gehört, eigentlich besser wissen müssen als mein Hausarzt.

        Gefällt mir

  9. Agamemnon sagt:

    Dieser Comic war sogar kurz im Heute-Journal zu sehen: 12.11. @ 26:40

    Gefällt mir

  10. Großartiger Beitrag zum Thema Depression! – Danke! Trifft es zu 100 %! Würde das gerne so auf meiner SHG-Homepage veröffentlichen, wenn ich darf? – Natürlich gäb’s einen Quellenhinweis.

    Gefällt mir

  11. MrsChaos sagt:

    yes, so so true ! aber wir sind leider immer noch nicht soweit das wir eine psychische Erkrankung mit einem Armbruch vergleichen können. Traurig so ziemlich.
    Würde das Bild auch gernre verlinken sollte ich irgendwann dazu kommen den Beitrag über psychische Erkrankungen in meinem Blog zu schreiben..
    Natürlich mit Quelle !🙂

    Gefällt mir

  12. SoD sagt:

    Joah, das trifft es ganz gut. Allerdings hat genau das „alles haben“ auch bei mir erst zu der Erkenntnis einer Krankheit geführt. Bzw. hat es im Grund noch viel schlimmer gemacht.

    Ich hatte eine schwierige Kindheit und hab quasi immer nur versagt. Letztendlich war ich mitte 20, arbeitslos, ohne Geld, immer kurz davor noch auf der Strasse zu landen und vor allem komplett ohne Perspektive. Damals ging es mir schon nicht gut, aber ich glaubte zu Wissen woran es lag, wie soll man unter den Umständen glücklich sein und das Leben genießen können.

    Allerdings habe ich es doch noch geschafft, bin ja nicht dumm, sondern nur faul oder antriebslos oder wie auch immer man es nennen mag. Letztendlich bin ich jetzt fast mitte 30, verdiene ganz ordentlich, habe eine Frau, ein Haus und vor allem keine finanziellen Sorgen oder Zukunftsängste.
    Aber die Lethargie in meinem Kopf und die Antriebslosigkeit sind immer noch da, nur jetzt eben ohne das ich es Begründen könnte.

    Und ich höre genau die gleichen Sprüche, wie die, die Linksi von sich gibt und ja eigentlich sehe ich es ja selbst so und hatte und habe auch die selbe Erwartung. Ich habe alles was ich wollte, bzw. sogar noch viel mehr aber trotzdem geht es mir nicht gut, nach der Erkenntnis war ich auch das erste mal bei einem Arzt. Denn im Grund geht es mir jetzt schlechter denn je.

    Leider funktioniert das mit den Ärzten auch nicht so, hab schon 3 durch und auch mehrere Versuche mit Psychotherapeuten. Auch Amitriptylin, Citalopram, Venlafaxin und Fluoxetin haben mir nicht wirklich geholfen, da hat mich die dauernde Terminsuche und das stundenlange Warten beim Arzt und der somit unregelmäßige Tagesablauf viel mehr gestresst. Inzwischen versuche ich wieder zu akzeptieren, dass ich einfach kein glücklicher Mensch bin. Aber das hat jetzt alles wieder nichts mehr mit dem Thema hier zu tun.

    Gefällt mir

  13. Tom sagt:

    Danke.

    Gefällt mir

  14. Quineloe sagt:

    Im Ernst, ich kenn eine Frau, Haus in der Vorstadt, Mann in guter Position, viele Freunde, und zwei Kinder die sie durch dauerhafte Einnahme von Anti-Depressive in der Schwangerschaft und Stillzeit wohl schwer entwicklungsgestört hat.

    Ich habe keine Ahnung vom Thema, aber ich verstehe es trotzdem nicht.

    Gefällt mir