Warten.

Veröffentlicht: Dezember 14, 2014 in Comics
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Kommentare
  1. Nami1986 sagt:

    wie ich es kenne! vor allem, da ich 28 bin😄

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  2. Tante Jay sagt:

    Kann ich toppen. Ich bin 45, habe mich bewußt gegen Kinder entschieden. Ist inzwischen auch biologisch nicht mehr möglich (Total-OP). Kommentar eines Verwandten, als er das hörte:
    „Tja, nu is zu spät. Hättest du gleich auf mich gehört, hättest du jetzt Kinder“

    „Die ich nicht wollte“

    „Ach, und woher kommen deine Depressionen??!?“

    „Arschloch“

    hat er mir tatsächlich übelgenommen. Ich ihm allerdings auch.

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    • Na ist doch logisch. Hast du schon mal Leute mit Kindern gesehen, die depressiv sind? Natürlich nicht, denn das gibt es nicht.

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      • netreaper sagt:

        Der Großteil der Depressiven sind Männer, nicht Frauen. Für Frauen scheinen sich Kinder also definitiv zu lohnen.🙂

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        • Hast du für deine Behauptung auch eine quelle, denn mein Kenntnisstand ist, dass Frauen häufiger an Depressionen erkranken als Männer.

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          • HansG sagt:

            Meines Wissens nach gibt es derzeit keine gesicherten Erkenntnisse ob Frauen oder Männer stärker von Depressionen betroffen sind. Als gesichert gilt eigentlich nur, dass Depressionen bei Männern häufig gar nicht erst diagnostiziert oder als möglicher Befund herangezogen werden.

            Das liegt allem Anschein nach vor allem daran, dass sich Depressionen bei Männern andere Symptome hervorrufen. Da die Diagnosesysteme aber auf der Ausprägung von Depressionen bei Frauen basieren liegt die Vermutung nahe, dass Männer häufig durch das Raster fallen.

            Damit ließe sich dann auch erklären, warum Depressionen bei Frauen circa doppelt so häufig diagnostiziert werden.

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            • Da hast du recht. Allerdings ist „Depression“ eben ein Krankheitsbild, das für das Auftreten bestimmter Symptome benannt wurde.
              Wenn sich bei Männern psychisches Leid anders manifestiert, dann ist es eben keine „Depression“. Eine depression ist ja nicht ie einzige psychische Erkrankung die es gibt und nur weil man es nicht mit „Depression“ diagnostiziert bedeutet das ja nicht, dass man der Person jegliches psychische Leiden abspricht.
              Korrekter wäre also „Bei Männern äußert sich psychisches Leid/Belastung oft anders.“ und nicht „Bei Männern äußern sich Depressionen anders“

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              • HansG sagt:

                Klingt überzeugend. Ist es für mich als Laie aber nicht. Und möglicherweise liege ich auch komplett daneben.

                Eine Krankheit oder ein Leiden wird häufig aufgrund der Symptome diagnostiziert. Wenn dadurch zuverlässig Rückschlüsse auf die Ursachen gezogen werden können halte ich das auch für zielführend.

                Bei der »Depression« könnte das so möglicherweise nicht stimmen. Obwohl die Ursachen vergleichbar oder sogar identisch sein können wäre es demnach bei Frauen mit typischen Symptomen eine Depression und bei Männern mit anderen Symptomen ein anderes Leiden für das es bisher nicht einmal einen Namen gibt.

                Meiner Ansicht nach steht zumindest die Möglichkeit im Raum, dass das aktuelle Krankheitsbild Depression unvollständig ist.

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                • Es gibt nicht „die“ Ursache für eine Depression, genausowenig wie für Erkrankungen wie Ängste, Süchte, Essstörungen o.ä., daher macht das wenig Sinn.
                  Ich könnte ja z.B. auch nicht sagen „Männer werden seltener Magersüchtig, weil sich bei ihnen Magersucht darin äußert, dass sie zu viel Muskeln aufbauen“… dann ist es halt keine Magersucht, weil die sich dadurch definiert, dass die Person untergewichtig ist. Das Grundprinzip ist dann vielleicht ähnlich (Körperschemastörung, ungesunde Gewohnheiten, zwanghafes Ess- und Trainingsverhalten) aber die Erkrankung ist eine andere und sie muss auch anders behandelt werden. Man könnte sie höchstens einer ähnlichen Gruppe (Ess/Körperstörungen) zusortieren.

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                  • HansG sagt:

                    Ehrlich gesagt fühle ich mich im Moment nicht ernst genommen. Auch habe ich den Eindruck, dass du dich auf Argumentationsschwächen meiner Darstellung stürzt ohne auf die Aussage als solche einzugehen.

                    Mir ist vollkommen klar, dass jede Erkrankung vielschichtig ist und eine korrekte Diagnose selbst für Ärzte und andere Fachleute schwierig sein kann.

                    Als typische Charakteristik einer Depression werden zum Beispiel Antriebshemmung, innere Unruhe oder Stimmungseinengung genannt. Daneben gibt es noch eine große Anzahl weiterer Charakteristika. Als weitere Annahme gilt, dass unter Zuhilfenahme dieser Charakteristika eine Depression zu diagnostizieren ist.

                    Jetzt gibt es aber Unterschiede wie Männer und Frauen mit diesem Leiden umgehen. Während sich Frauen typischerweise eher zurück ziehen und im verborgenen leiden tendieren Männer eher dazu sich unter Arbeit zu vergraben um ihre Sorgen zu vergessen oder verhalten sich ihrer Umwelt gegenüber aggressiver als gewöhnlich. Dieses unterschiedliche Verhalten setzt sich daneben auch im Selbstverständnis der Betroffenen fort. Während sich depressive Frauen eher als ungenügend und minderwertig sehen haben depressive Männer eher das Gefühl von ihrer Umwelt drangsaliert zu werden.

                    Vielleicht wird ja jetzt deutlich was ich aussagen will.

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                    • Ich gehe doch auf genau das ein, was du sagst, ich sehe es eben nur anders.
                      Eine Antriebshemmung ist eben eine Antriebshemmung und nicht „sich in Arbeit stürzen“. Wer sich exzessiv ablenkt, z.B. durch dem Nachgehen einer Sucht wird anders diagnostiziert als jemand, der nicht aus dem Bett kommt und Probleme hat, einfachste Aufgaben zu erledigen. Eine „innere Unruhe“ ist Teil vieler Erkrankungen, seien es nun Ängste, Essstörungen, Süchte oder Depressionen. Nur weil es bei den Symptomen Überschneidungen gibt, bedeutet da eben nicht, dass alles dasselbe ist.
                      Männer neigen z.B. mehr zu Süchten und Frauen mehr zu Depressionen/Ängsten. Deshalb ist die Sucht aber keine „Männerdepression“ und die Panikstörung keine „Frauendepression“ sondern es sind eigene Störungsbilder, die eben geschlechtsspezifische Häufungen haben.

                      Es ist durchaus ein Punkt, dass Männer weniger Hilfe suchen, aber es ist ja nicht so, als würden Depressionspatroullien durch die Straßen ziehen und Menschen ständig scannen, und Männer würden dann „übersehen“. Es ist halt so, dass Männer weniger über die Symptome sprechen und weniger zum Arzt gehen. Würde der Mann, der sich drangsaliert fühlt und sich in Arbeit stürzt zum Psychologen gehen und dort erzählen wie es ihm geht, dann würde er auch behandelt werden. Womöglich wäre der Symptomkomplex insgesamt dann eine Depression, womöglich auch was anderes.

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                    • HansG sagt:

                      Wenn es nur um Ansichten ginge… Es geht um beobachtete Unterschiede bei diagnostizierter Depression. Die Frage ob es sich also nicht vielleicht um eine andere Erkrankung handelt stellt sich damit überhaupt nicht mehr. Ebenso wenig die Tatsache, dass Männer seltener Hilfe suchen.

                      Nach einer 2013 veröffentlichten Studie verschwindet der Geschlechterunterschied vollständig wenn neben traditionellen Diagnose-Methoden alternative hinzugezogen werden.

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                    • IULIUS sagt:

                      Wenn ich mich nicht ganz irre, gebt es das Phänomen, daß Kranke ihre Krankheit zu kaschieren suchen. Insofern ist es sehr wohl möglich, daß ein Depressiver sich in Arbeit stürzt. Dabei dürften dann auch noch andere Symptome wie Aggression auftreten.

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              • Tobias sagt:

                Boah, du ärgerst mich mit deinem Schwachsinn. Die Symptome einer Depression sind bei Männern natürlich die gleichen, problematisch ist nur, dass sie die häufig anders und zu wenig kommunizieren und es zu anderen Coping-Mechanismen kommt. Du blödes Ar…, red das nicht runter!

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          • netreaper sagt:

            Die Menge der Suizide ist unter Männern drei- bis fünfmal höher als bei Frauen.
            Das bedeutet entweder dass Frauen zu dämlich sind ordentlich Selbstmord zu begehen, oder dass Männer hier ein größeres Problem haben.

            Und da ich kein Frauenfeind bin der Frauen für generell dämlicher hält als Männer, nehme ich doch gut begründet an, dass es Männer sind die an der Stelle das größere Problem haben.

            Ich habe übrigens nicht gesagt, dass Männer häufiger an Depressionen erkranken als Frauen. Bitte nochmal lesen. Ja, funktionaler Analphabetismus ist ein großes Problem in Deutschland, das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

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            • „Der Großteil der Depressiven sind Männer, nicht Frauen.“
              „Ich habe übrigens nicht gesagt, dass Männer häufiger an Depressionen erkranken als Frauen. Bitte nochmal lesen. Ja, funktionaler Analphabetismus ist ein großes Problem in Deutschland“

              Ich lasse das mal so stehen.

              Im übrigen zeugt es nicht grade von Kompetenz in irgendeiner Form,
              1. ausser acht zu lassen dass die Suizidversuchsrate bei Frauen wesentlich höher ist und lediglich die erfolgreichen Suizide bei Männern höher sind und
              2. Davon auszugehen, dass jeder Suizidant auch Depressionen hatte (es gibt auch andere Erkrankungen die dazu führen dass jemand Suizid begeht und gelegentlich ist Suizid auch eine Entscheidung die nicht durch psychische Erkrankung begründet ist)
              3. Wäre es nebenbei gesagt auch durchaus möglich, dass mehr Frauen depressiv sind und dennoch mehr Männer im Rahmen einer Depression Suizid begehen.

              Insofern ist die Suizidrate als „Beweis“ für deine Behauptung (was auch immer du nun behauptest….) nur unnötig.

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              • netreaper sagt:

                „“Der Großteil der Depressiven sind Männer, nicht Frauen.”
                “Ich habe übrigens nicht gesagt, dass Männer häufiger an Depressionen erkranken als Frauen. Bitte nochmal lesen. Ja, funktionaler Analphabetismus ist ein großes Problem in Deutschland”

                Ich lasse das mal so stehen.“

                Ja, wie KOMME ich nur auf die Logik, dass bei einer Gruppe bei der die Zeit von Kranheitsausbruch bis erfolgreicher Behandlung einer Krankheit locker SIEBEN Mal so hoch ist die Zahl der momentan Erkrankten höher ist?
                Boar, Mathematik und Logik sind voll böse frauenfeindlich, ich sehe das schon.

                https://gleichmass.wordpress.com/2014/01/02/titelthema-der-heutigen-zeit-not-am-mann/

                „Im übrigen zeugt es nicht grade von Kompetenz in irgendeiner Form,
                1. ausser acht zu lassen dass die Suizidversuchsrate bei Frauen wesentlich höher ist und lediglich die erfolgreichen Suizide bei Männern höher sind und“

                Oh Mist, hast du gerade gesagt dass Frauen zu dämlich sind um Selbstmord zu begehen? Verdammt. Ich lasse das mal so stehen.
                Mir als erklärtem weiblich-positiven Mann würde sowas nie über die Lippen kommen.🙂

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                • Oh wow, du hast mich ja voll drangekriegt, dass ich schreibe was bereits zum Allgemeinwissen zählt, nämlich dass Frauen beim Suizid meist zu „weichen“ Methoden wie Tabletten greifen, und daher häufiger überleben als Männer, die zu „harten“ Mitteln wie Sprung aus großer Höhe oder Erhängen greifen.

                  Im übrigen geht mir dein Getue hier ganz generell gewaltig auf den Keks. Such dir doch einen anderen Blogger, bei dem du rumnerven kannst mit deiner penetranten Feminismus-Paranoia.

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                  • netreaper sagt:

                    „Im übrigen geht mir dein Getue hier ganz generell gewaltig auf den Keks.“

                    Ja, diese Typen mit einer anderen Meinung die dann auch noch Recht haben – also so ein „Getue“ muss echt unerträglich sein. Kann ich verstehen.

                    Übrigens bist du die einzige hier, die über Feminismus redet. Muss wohl eine Art von Projektion sein.🙂

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                    • evilmichi sagt:

                      „Hey, lass uns doch mal den an und für sich lustigen Blog einer Frau benutzen, um auf die Benachteiligung von Männern aufmerksam zu machen.“
                      Stimmt, Feminismus kommt hier nicht vor.😉

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                  • Ikna sagt:

                    Ich glaub der reaper will auf sowas wie „Serotoninmangel führt bei Männern und Frauen zu unterschiedlichen Symptomen“ heraus.

                    Reaper: Krankheitsbezeichnungen (z.B Depression) sind nicht notwendigerweise an einen biologischen Auslöser (wie z.B. eben Serotoninmangel) gekoppelt.
                    Depression als Bezeichnung ist ausdrücklich NICHT anhand biologischer Auslösefaktoren definiert, sondern darüber wie sich der Patient verhält und fühlt, erstmal unabhängig davon WARUM das nun der Fall ist.

                    Bei der Diagnose eines Knochenbruches wird auch nicht danach unterschieden ob jemand nun eine Treppe heruntergefallen oder -geschubst wurde, und jemand der eine Treppe herunterfällt sich jedoch nur den Fuß verstaucht wird keinen gebrochenen Arm diagnostiziert bekommen, auch wenn die vielleicht bei so einem Unfall häufiger vorkommen als verstauchte Füße.

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            • Joachim sagt:

              Die nach den Depressionen am häufigten mit suiziden korrelierende Erkrankung ist meinem Laienwissen doch die Schizophrenie, an der Männer zwar nicht häufiger, aber früher und härter erkranken sollen.
              Vielleicht erklärt das zum Teil die häufigeren finalen Suizide bei Männern., während sich Männer und Frauen bei den Selbstmordversuchen wohl nichts nehmen.

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            • rhabarberbarbara sagt:

              Das Problem ist, dass Männer sich keine Hilfe suchen. Hat sicherlich was mit dem Männerbild zu tun, das wir in unsrer Gesellschaft haben. Das heißt nicht, dass sie die größeren Probleme haben, sondern nur keine entsprechenden Lösungsstrategien wie die Frauen. Daher werden Depressionen seltener erkannt – Männer gehen erst gar nicht zum Arzt – dementsprechend dann auch nicht zum Therapeuten und ohne Hilfe begehen sie dann häufiger Selbstmord. Finde grade nicht den Artikel aus der Zeit, in dem das drin stand. Aber das ist ein unter Psychologen weit bekanntes Phänomen.

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      • Tinkiwinki sagt:

        ähmm.. Dir fällt gerade selber auf das, dass Dumm war. oder?

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  3. Balrog sagt:

    Wie oft ich und die Uschi uns schon solche Sprüche anhören mussten. Wir haben im Prinzip nichts gegen Kinder, aber wir sind immer wieder froh, wenn sie wieder weg sind.

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  4. Tickt sie eigentlich laut, die biologische Uhr?

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  5. Böserhumor sagt:

    Das nächste mal wenn die Verwantschaft wieder nervt damit, sage ich: „man hört so oft das die eigenen Verwanten die kinder Sexuel missbrauchen, das kann ich nicht veranworten.“ natürlich ist es makaber und mir tun solche kinder dann leid aber indirekt das die beste beleidigung die mir da einfällt…

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  6. CrimsonShade sagt:

    Sarah Kuttner hat das gerade auf Facebook geteilt😀

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  7. LoMi sagt:

    Das „Warte“-Argument kenne ich aus einem anderen Zusammenhang. Als ich Jugendlicher war, hat man mir mal einzureden versucht, dass ich eigentlich schwul sei. Ich könne das aber noch nicht wissen, weil das Coming Out üblicherweise erst mit Anfang 20 geschehe. Insofern war das auch ein „warte mal, Du wirst es schon noch einsehen“.

    Ein anderer üblicher Kontext, wo wir schon bei Jugendlichen sind: „Jetzt findest Du das noch ungerecht, aber warte mal, bis Du in mein Alter kommst,dann….“. ^^ Habe ich früher gehasst, aber später selber benutzt.

    Ich stimme dem Comic zu, traue allerdings in der Tat keiner Frau Ende Zwanzig, die sagt, sie wolle keine Kinder. Aber bevor man „warte mal ab“ sagt, muss man zunächst für sich selbst alle Haltungen überprüfen, die man selber z.B. im Alter verändern könnte. Da gibt es einiges. Der Klassiker, z.B. für Männer: in den „besten Jahren“ hält man den Beruf für das Zentrum des Lebens, im Alter bereut man das (Kinder nie gesehen, nie sich um sich selbst gekümmert). Da kann man wahrscheinlich eine sehr lange Liste von Haltungen aufmachen, die man in anderen Kontexten verändern würde.

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    • Kenshin sagt:

      Ja, so sehe ich das auch. Es gibt eben so einige Dinge, bei denen sich die Meinung ändert. Besonders von den Teenagerjahren über die Zwanziger in die Dreißiger. Da wälzen sich komplette Persönlichkeiten um.

      Ich persönlich habe überhaupt keine Lust auf Kinder. Ich bin selbst noch fast eines, keine abgeschlossene Ausbildung, kein regelmäßiger Lebenswandel. Aber wie so viele Dinge ist das nicht in Stein gemeißelt. Wenn sich mein Leben eines Tages doch noch in geregelte Bahnen einfahren würde, warum nicht für Nachwuchs sorgen? Ich meine, es gibt keine Personen, die ich so gern habe, wie meine Eltern. Trotz all des Stresses, trotz der Probleme, die man nun mal so hat sind wir füreinander da. Die Liebe zwischen Eltern und Kindern ist etwas, das unendlich viel aushält und enorm stark ist. Eines Tages will ich vielleicht auch mal so etwas haben. Eine Ehe zerbricht ab und an, aber sehr sehr selten sind Menschen bereit ihre Kinder aufzugeben. Egal was für Kackbratzen das auch sein mögen.

      Ich konnte mir nie vorstellen von zu Hause auszuziehen und habe mich gewehrt.. Mittlerweile genieße ich die Ruhe und die Freiheit und meine Eltern genau so. Irgendwann war ich bereit dafür.

      Das große Problem ist die Unkalkulierbarkeit der Zukunft. Welche Ansichten sich ändern weiß man vorher nicht. So wie es Menschen gibt, die schon immer Kinder wollten, welche die nie Kinder wollten, gibt es Unmengen, die sich von der einen Gruppe in die andere bewegen und andere, die sich gar nicht bewegen.

      Dass Menschen sich sehr langsam verändern ist nahezu sicher. Worin sie sich verändern kann man allerdings nicht sagen.

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  8. primamuslima sagt:

    Sehr, sehr gut! Danke!

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  9. Michael sagt:

    Ich bin 32 und bekomme diesen Familiengründeraufruf doch recht häufig. Wenn mich einer länger damit nervt, kontere ich normalereweise mit Scheidungszahlen und den vielen PAS-Kindern.
    Dann kommt als Antwort, ich hätte ein Angst vor Binden und ein Problem mit Frauen. Läuft das unter Shaming?

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  10. LoMi sagt:

    Gehe ich recht in der Annahme, dass die Inspiration aus folgendem Kommentarstrang stammt?
    ==> https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2014/12/14/fundstueck-atacamas-persoenliche-sexualmoral/

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  11. Frank sagt:

    Es ist wohl das Unverständnis, welches Leute zu Missionaren macht. Eine Frau mit Kindern kann sich eben ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Da ist man in deren Augen derjenige, der nur nicht weiß was ihm entgeht (stimmt ja zum Teil auch) und sich daher mit seiner Meinung irrt. Beim Thema freiwilliger Kinderlosigkeit sind es eher die Frauen, die mit Unverständnis reagieren, aber erzähl mal als Erwachsener einem Mann, dass man (auch freiwillig) keinen Führerschein hat. Da kommt zum Unverständnis noch das offene Misstrauen hinzu🙂

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    • Michael sagt:

      Ah noch so einer mit nem kleinen Drogenproblem. Dich lassen sie wohl nicht mehr auf den Straßenverkehr los.

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      • Kenshin sagt:

        Es gibt halt Dinge, die im Lebensverlauf einfach stattfinden. Ich bin nicht gläubig, aber evangelisch getauft. Entsprechend fand eine Konfirmation statt. Führerschein fand auch statt. Deshalb ist es bei diesem Beispiel schwer zu verstehen, wieso man es nicht gemacht hat. Das ist wie seinen Geburtstag nicht feiern. Der findet halt statt und man trifft in der Regel auf Unverständnis, weil der Brauch so weit verbreitet ist.

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  12. ylvie sagt:

    Hat dies auf Nichtmädchen rebloggt und kommentierte:
    Ich weiß, langsam wiederholt sich’s hier bei mir …

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  13. Tim Stallone sagt:

    Üblicherweise denke ich genau so wie Du in Deinen Comics, aber hier habe ich eine andere Meinung:
    1. Ändern sich Einstellungen von Menschen im Laufe des Lebens. Es ist durchaus eine begründete Annahme, dass sich der Kinderwunsch um die 30 noch ändert.
    2. Ja, es ist vielleicht nicht nett jemanden ins Gesicht zu sagen, dass der eigene Wunsch „kindisch“ ist. So wie ich meinem Junior nicht lachend erzähle, dass er höchtwahrscheinlich kein Monster-Truck-Fahrer werden wird. Allerdings tickt bei ihm auch noch keine Uhr, so dass es bald „zu spät“ für eine andere Entscheidung ist.
    3. Mir fallen wenige Wertesysteme ein, in denen freiwillig kinderlos sein gut ist. Es widerspricht unserem biologischen Wesen und unserer Gesellschaftsform. „Ich will kein Kind in diese Welt setzen. Das will ich ihm nicht antun.“ lasse ich allerdings gelten.
    4. Ich fände es interressant, warum sich jemand gegen Kinder entscheidet. Ist es nur Egosimus und fehlende Weitsicht? Ist es eine mediengetriebene Lebensvorstellung (Sex and the City, …)? Ist es Angst vor Schmerzen, Verantwortung, Schwangerschaftsstreifen und Augenringen?
    5. Kurzum: Ich denke die Entscheidung ist falsch.

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    • Gegenfrage: Warum können manche Menschen nicht verstehen, dass andere einen anderen Lebensentwurf wählen? Liegt es daran dass
      1. Sie komplett ignorant sind der Tatsache gegenüber, dass andere Menschen anders empfinden und die Welt nicht nur aus kopien ihrer selbst besteht?
      2. Sie so arrogant sind zu glauben, ihr Lebensentwurf sei der einzig „richtige“
      3. Sind sie im innersten zutiefst unglücklich mit ihrer Entscheidung und versuchen dies nun dadurch zu kompensieren, dass sie anderen denselben Entwurf als den einzig wahren „verkaufen“ wollen, da sie es nicht ertragen zu sehen, dass andere glücklich(er) sind?

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      • Tim Stallone sagt:

        1. Sicherlich.
        2. Sicherlich.
        3. Hmmm, möglich.
        Für mich, der den Lebensentwurf „Kinder haben“ gewählt hat, ist es tatsächlich unverständlich, warum sich jemand dagegen entscheidet. Deshalb bin ich ehrlich interessiert, was es für Gründe dagegen gibt.

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        • Ich kann dir keine Gründe nennen, obwohl ich angesetzt habe zu einer ernsthaften Antwort. Aber wie erklärst du ein nichtvorhandenes Bedürfnis? Das ist so wie wenn leute mich von ihrer Religion überzeugen wollen und ich mir nur denke „Ist ja schön dass dein Glaube dich glücklich macht, aber ich kann nunmal nicht auf knopfdruck an Gott glauben.“

          Dazu kommt, dass ich berufsbedingt sehr viel kontakt habe zu Menschen, die -sagen wir es mal nett – nicht so ideale Bedingungen hatten unter denen sie aufwuchsen. Ich mache mir nicht die illusion, dass jeder Mensch zum Elternsein geschaffen ist. Es gibt sehr, sehr viele menschen, die sich statt kindern besser eine zimmerpflanze anschaffen sollten… oder besser noch einen stein.

          ich denke, die Welt wäre ein besserer Ort wenn sich nur die Menschen zu kindern entschließen würde, die 1. einen Wunsch danach haben und 2. die Befähigung. Warum sollte es irgendwem nützen, wenn auf einem absolut überbevölkerten Planeten, mit einer Weltbevölkerung die sich immer schneller verdoppelt, menschen kinder in die welt setzen, die sie dann vernachlässigen, verkümmern lassen oder misshandeln? verstehe ich nicht.

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          • Kenshin sagt:

            Weil es manche Leute glücklich macht. Weil nur wenige wirklich unter schlechten Bedingungen aufwachsen. Wir Menschen halten so einiges aus.

            Im Grunde genommen spricht alles rationale gegen Kinder. Der homo oeconomicus würde sich nicht vermehren, denke ich. Aber wenn man Glück bzw Bedürfnis mit einberechnet. dann spricht scheinbar so einiges dafür.

            Zum Thema missionieren: Das ist manchmal sehr kompliziert. Ich würde z.B. jedem empfehlen sich einen Wasserfilter zuzulegen, weil es ein Gerät ist, das mir für wenig Geld einen großen Zugewinn an Lebensqualität gebracht hat. Aber manchen Leuten ist (für mich unverständlich) der Kalk im Tee oder Kaffee kein absoluter Graus und sie trinken das geschmacksbefreite Gesöff trotzdem.

            Warum schütteln manche Menschen mit dem Kopf, wenn sie erfahren, was ich für meinen PC und die dazugehörige Peripherie ausgegeben habe? Ich bin gamer, ich spiele viel und auch sehr schwere Spiele. Das ist für den Casual touchscreengamer von heute fast nicht mehr nachzuvollziehen. Mit Gleichgesinnten versteht man sich prompt.

            Der Punkt den ich machen will: Ich habe durch diese Entscheidungen bzw. Entdeckungen (von denen ich vielleicht selbst vorher nicht überzeugt war) ein enormes Plus an Freude und Lebensqualität zu verzeichnen. Und das möchte ich natürlich anderen weitergeben. Manchmal vergesse ich dabei, dass nicht alle so ticken wie ich. Das passiert natürlich in bester Absicht nützliche Erkenntnisse und Glück mit anderen zu teilen.

            So ist es mit Kindern auch. Für manche ist das scheinbar ein Quell unendlicher Freuden. Und die möchten natürlich auch für dich, dass du dich so freuen kannst, wie sie. Das dich das vielleicht absolut nicht freit, können sie eben nur schwer nachvollziehen und sie wollen dich vielleicht zu deinem Glück zwingen. Böse gemeint ist das sicher nicht. Und es abzustellen sehr schwer. Wir wollen doch alle, dass unser Umfeld mindestens genau so glücklich ist, wie wir, oder?

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      • Joachim sagt:

        Zu 1: Einige sicher. Aber selbst Menschen die erstmal sehr narzisstisch wirken, können bei wiederholten „Diskussionen“ toleranter werden.

        Zu 2: Das wird gern mit kantisch anmutenden Argumenten kombiniert, etwa auf den Comic bezogen. Wären alle kinderlos, stürbe die Menschheit aus. Was ja an sich auch stimmt.

        Zu3: In Nachbars Garten sind die Äppel halt schöner.
        Und nochen Spruch: „Heirate oder heirate nicht, du wirst es bedauern“.

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  14. Margret sagt:

    Ja, so etwas ist wirklich extrem nervig. Mich macht es auch immer wahnsinnig, wenn in Mütterrunden über andere Frauen geklatscht wird, weil diese keine Kinder wollen.“Die wird sich noch wundern“, „na, wenn die mal alt ist „, die denkt auch nur an ihre Karriere“.

    Wenn ich widerspreche, kommt zumeist ein völlig entsetztes „Aber Du hast doch selbst Kinder“. Ja, das stimmt und ICH persönlich kann mir auch nicht mehr vorstellen, ohne zu sein. Aber ich persönlich esse auch gern Lachs. Muss ich deshalb davon ausgehen, dass alle anderen Personen auch Lachs zu mögen haben? Und jeder, dem Lachs nicht schmeckt, macht sich was vor, denn EIGENTLICH würde er ihn ja mögen? Das wäre doch ziemlich vermessen. (Und da fällt mir auch mal wieder auf, wie unwohl ich mich oft in Mamirunden fühle, wegen genau solcher Themen. Ein anderes wäre die „Karrieremütter“)

    Ich kenne das in anderer Form übrigens auch: „Warte mal, in 10 Jahren wird es dir leid tun, dass Du arbeiten warst und nicht daheim warst (und ich arbeite Teilzeit, mag nicht wissen, was anderen Müttern erzählt wird).“ Der liebste Ehegatte von allen hört eher, dass er es in 10 Jahren bereuen wird, dass er Arbeitszeit reduziert hat und „nur wegen der Familie“ nicht weiter voll gearbeitet hat.

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    • Kenshin sagt:

      Egal, was man macht, früher oder später wird man kurz oder lang Zweifel hegen, ob es das richtige war, oder nicht. Bei Entscheidungen tendiert man dazu, den Weg, den man nicht gegangen ist, zu glorifizieren und im Nachhinein seine Entscheidungen zu bereuen. Das liegt in der Natur der meisten Menschen.

      Wir bereuen am Ende die Dinge, die wir getan haben UND die Dinge, die wir nicht getan haben. Und da es sowieso darauf hinausläuft sollte man einfach das tun, wonach einem ist. Entscheidungen erfordern immer Opfer.

      Mein Alter Herr hat schlechter bezahlte Jobs in der Nähe der Familie gewählt. Meine Mutter hat für mich statt bei der BASF in der Nähe gearbeitet. Wenn die gewusst hätten, dass sie mich auch als Achtundzwanzigjährigen noch mindestens drei Jahre am Rockzipfel haben, hätten die sich vielleicht anders entschieden. Aber beide sind jetzt nicht voller Gram darüber, denn damals war das die richtige Entscheidung.

      Napolen ist auch in Russland einmarschiert. Nach den ihm zur Verfügung stehenden Informationen war das die richtige Entscheidung. Was später rauskommt kann man nicht wissen. Sich damit herumzuschlagen macht keinen Sinn.

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  15. Tim Stallone sagt:

    „Nichtvorhandenes Bedürfnis“ ist ein Grund. Also kein bewußtes „gegen Kinder“ sondern einfach kein „für Kinder“. So wie „Atheist sein“ der Normalzustand ist. Verstehe ich.

    Die Fähigkeit bzw. Unfähigkeit anderer Eltern hat ja nichts mit der eigenen zu tun. Abgesehen davon denke ich, dass auf die Frage: „Möchtest Du lieber in einem schlechten Elternhaus aufwachsen oder nie geboren werden?“ die Antwort eher „schlechtes Elternhaus“ wäre.

    Global betrachtet hat die Menschheit wirklich genug Nachkommen. Lokal sieht es da allerdings schon anders aus.

    Wie gesagt, ich verstehe es. Nur noch ein paar Gedanken dazu: Wenn man die freie Wahl hat, würden sich wahrscheinlich viele nicht bewußt für Kinder entscheiden. Deshalb hat es die Natur sicher so eingerichtet, dass die Beschäftigung so viel Spaß macht, die als Nebenwirkung Kinder hat. Da hat der Neokortex mal Sendepause.

    Dinge, die rein egoistisch für Kinder sprechen:
    Auf dem Sterbebett hat man das gute Gefühl, dass ein Teil von einem weiterlebt.
    Es ist ein tolles Gefühl, so einen kleinen Zwerg früh aus dem Bett zu holen und er umklammert einen mit seiner Bettwärme, während man ihn zum Frühstück trägt.

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    • Tim Stallone sagt:

      Das sollte eigentlich die Antwort für weiter oben sein.

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    • Kenshin sagt:

      Das ist eine komplizierte Frage, die so keine Antwort haben kann (man kann niemanden vor seiner Existenz um seinen Wunsch bitten). Es ist nicht schwer etwas abzulehnen, dass man niemals hatte. Die Frage müsste sein: „Will ein Mensch eher weiter unter schlechten Bedingungen aufwachsen oder aufhören zu existieren?“ Und ich denke die Antwort auf diese Frage ist klar ja. Sonst wäre Überbevölkerung in armen Ländern kein Thema. Der Lebenswille ist enorm. Etwas erhaltenes abzugeben, besonders wenn es das eigene Leben ist, ist schwer.

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  16. Shark sagt:

    Es ist eigentlich auch völlig egal, ob man seine Meinung diesbezüglich ändert oder nicht. Es geht darum: dieses Missionieren ist schrecklich. Wenn eine 28-Jährige sagt, sie wolle keine Kinder, dann will sie zu diesem Zeitpunkt keine Kinder. Punkt. Ihr dann einzureden zu versuchen, dass sie doch welche will, bringt rein gar nichts. Es macht sie höchstens wütend, was absolut nachvollziehbar ist. Was soll dieses bevormundene, Kopf tätschelnde „Ich weiß besser, was du willst, als du selber“? Es nervt schlicht! Und wenn man diesem Mist auch noch im engsten familiären Umkreis ausgesetzt ist, dann kann sich da ein ziemlicher Druck aufbauen.

    Mir stellt sich auch immer die Frage, was diese Leute sich eigentlich davon versprechen, wenn sie andere Leute diesbezüglich missionieren. Wenn sie glauben, dass sie mit ihrer Predigerei die armen, verirrten Hascherl von einem großen Fehler bewahren, dann lügen sie sich selbst an.

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  17. Stephi sagt:

    Hach ja, diese Erfahrungen mache ich auch gerade. Ich hab mir nämlich vorgenommen, niemals zu heiraten, da ich herrlich wenig an die Institution der Ehe glaube. Und dann kommen irgendwelche Leute daher und prophezeien mir, dass ich es mir in den nächsten Jahren ganz, ganz sicher bald anders überlegen werde, immerhin will ja jede Frau heiraten blabla ect. pp.

    Auch dass ich erst mit Mitte 30 ein Kind habe möchte, stößt auf wenig Verständnis, ständig reibt man mir dann das Thema „Risiko-Schwangerschaft“ unter die Nase. Besonders lustig war es vor ein paar Monaten sowas von einer schwangeren 30-jährigen Bekannten zu hören, die trotz anderer Umstände raucht wie ein Schlot.

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  18. IULIUS sagt:

    Man könnte so ein Gespräch aber auch bei „Du bist ja auch erst 28, da hast Du ja noch Zeit.“ stehen lassen.

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  19. Hugendubel sagt:

    Scheint wohl noch ein Tabu zu sein, als Frau ab/in einem gewissen Alter zu sagen, dass man keine Kinder will. Aus diesem Grunde halte ich mich auch seitdem mit meiner Einstellung bewusst aus Grundsatzdiskussionen heraus und sage meine Meinung nur noch, wenn ich gefragt werde. Herrje, gibt es denn keine schlimmeren Probleme auf der Welt als Personen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden?

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