Gesellschaftsnormen.

Veröffentlicht: Januar 11, 2015 in Comics
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mager

Kommentare
  1. netreaper sagt:

    Richtig. Manche Frauen sind einfach dürr und bei denen ist das von Natur aus völlig in Ordnung so. Und zwar völlig ohne jede Gewichtsfixierung und so.

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    • Raumkraft sagt:

      Das finde ich nicht das entscheidende, ob das „von Natur aus in Ordnung so“ ist. Der Unterschied ist, wenn man über eine dicke Frau spricht, und mit Begriffen wie „Pottwall“, „ekliger Schwabbel“ usw. um sich wirft, hat man sich damit in den Augen der Gesellschaft als Oberarschloch geoutet. Hingegen dünne Frauen als „ekliges Skelett“ oder „Hungerhaken, wo man sich blaue Flecken holt“ zu bezeichnen, ist erschreckend breit akzeptiert, mehr noch, es wird teilweise geradezu als mutiger und konzilianter Kommentar gegen den „Schlankheitswahn“ angesehen.

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  2. Angi sagt:

    Genau SO blöd muss ich mich als ’natürlich‘ Dünne belabern lassen. Ich weiß, ein Minderheitenproblem, aber danke dafür. Den Spruch ‚Mit dir möchte ich nicht ins Bett gehen, da hol ich mir ja bleue Flecken‘ habe ich auch schon genau so im O-Ton von einem Kerl um die Ohren bekommen. Witzig… Nicht

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    • netreaper sagt:

      Wie ist dein BMI, wenn ich fragen darf?

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      • Angi sagt:

        So um die 18.5. So zwischen Untergewicht und Normal. Allerdings hatte ich zur Zeit der härtesten Sprüche 45 Kilo bei 1,65m. Aber dass mich Leute gern füttern würden und schon fast ungläubig reagieren, wenn ich denen mein tägliches Essen vorbete (5mal was Vernünftiges, mal warm am liebsten), habe ich mindestens 3mal die Woche. Mein Gewicht wird von den Kolleginnen gerne kommentiert und sobald ich mal etwas mehr auf den Rippen habe, wird mir auch gerne bescheinigt, wie gut mir das doch stehen würde. Wenn ich das nicht seit 45 Jahren quasi gewohnt wäre (abgezogen die Jahre als glückliches Baby) und es schon ausblende, würde ich fast schon täglich nen Wutanfall aufgrund der Unverschämtheit bekommen, mit der Menschen sich bemüßigt fühlen, mein Gewicht zu beurteilen. Ich sag den Kolleginnen ja auch nicht, dass sie fett sind. Und da habe ich etliche. Die, wie ich jetzt weiß dank der Vergleiche oben, nciht nur mollig sind, sondern adipös. Und eine ist morbis adipös, verdrückt aber gern mal diverse Schokocroiassants morgens. Ich würde nie das Gewicht eines Menschen kommentieren, wenn er nicht explitit danach fragt und ich bin kurz davor, sämtlichen Leuten, die das bei mir in Zukunft tun, einfach mal über den Mund zu fahren. Langsam nervt es nämlich. Das hat mir auchd er letzte Comic zum Thema klar gemacht…. Mit dem Background der Zahlen von emn kann ich jetzt wenigstens sagen, dass ich Normalgewicht habe. Dann kommen die anderen sich wenigstens so dick vor, wie sie sind und halten in Zukunft vielleicht die Klappe

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  3. Genau! Immer diese Kritik an den ‚Dünnen’… und den ‚Dicken‘. Und wer ‚Normal‘ ist ja heute auch unnormal.

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  4. Kenn ich. Seltsam, wie ausgerechnet diejenigen, die für sich das Recht einklagen nicht beurteilt/toleriert/akzeptiert zu werden, oftmals selbst die schlimmsten Hetzer sind. Und das nicht nur in Gewichstfragen.
    Wieso ist das so? Dummheit? Boshaftigkeit? Egozentrismus?

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  5. IULIUS sagt:

    Ist es nciht eher so, daß gewisse Menschen(gruppen) alles und jeden kommentieren, oder besser gesagt kritisieren, um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
    Einfach nur weil es jeder aus der Gruppe macht.

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    • Margret sagt:

      Neee, normalerweise kritisiert man ja „die anderen“ also Festere die Dünnen, Dünne die Festeren und oft auch die Normalgewichtigen, Haufrauen die Berufstätigen, Berufstätige die Hausfrauen ..

      Meist ist das etwas, was sich bedingt: Fühlt man sich von der anderen Gruppe herabgesetzt, lästert man auch eher.

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      • Frank sagt:

        Neid ist der Hauptgrund, warum (auch vermeintlich) positive Dinge mit etwas Schlechtem belegt werden müssen.
        Die hübsche Frau ist bestimmt strohdoof.
        Der Sportwagenbesitzer hat bestimmt ein kleines Glied (hihi).
        Der erfolgreiche Geschäftsmann ist charakterlich bestimmt ein Schwein.
        Der erfolgreiche Sportler hat bestimmt gedopt.
        Der schlanke Mensch hat bestimmt eine Essstörung usw. usf.
        Hinzu kommt die Tatsache, dass es die Zughörigkeit zu einer Gruppe stärkt, wenn man über die andere Gruppe herzieht.
        Insofern habt ihr Beide Recht.

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  6. Herr MiM sagt:

    Herrlich… einfach herrlich.

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  7. Margret sagt:

    Mal eine Interessensfrage: Was hat denn das Handgelenk damit zu tun? Das konnte man bei mir sogar in meinen „moppeligsten“ Zeiten nach den Schwangerschaften mit 85 Kilo umfassen. Das Fett hockte halt auf dem Bauch und an den Oberschenkeln. Ich dachte immer, die Dicke der Gelenke wäre eher eine Sache des Knochenbaus …

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  8. Margret sagt:

    Was ich noch anmerken wollte: Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass einen solche Bemerkungen viel weniger treffen, wenn man der gesellschaftlichen Norm zur „schönen Figur“ (also Dünnsein) entspricht. Also ich noch Untergewicht hatte, habe ich schon auch mal Sachen zu hören bekommen wie „Bohnenstange“, „an dir ist ja nichts dran“, „dich haut ja ein Windhauch um“. Fand ich aber nie sehr verletzend. Warum? Weil es eine Bestätigung war, dass ich dem gesellschaftlich anerkannten Schönheitsbild (über)entspreche und damit waren es sowas wie „verkehrte Komplimente“ Und das empfand ich so, obwohl ich selbst nicht zufrieden mit meiner Figur war und immer ein paar Kilo mehr haben wollte.

    Dagegen haben mich Bemerkungen in meiner „moppeligen“ Zeit in Richtung „wann nimmst Du denn endlich mal wieder ab, früher warst Du viel schöner“ ziemlich getroffen. Warum? Weil sie die Bestätigung waren, dass ich nun nicht mehr gängigen Schönheitsnormen entspreche und mich dafür rechtfertigen muss.

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    • tom174 sagt:

      Den „gängigen“ Schönheitsnormen? Waren es nicht eher „deine“ Schönheitsnormen?
      Ich glaube eine Stichelei verletzt dann, wenn man sie selbst glauben kann. Bezeichnet mich jemand als brust und rückenbehaarten glatzköpfigen alten Mann, kann ich darüber lachen, auch wenn mein Haarrunterrutschen sicherlich nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht.
      Macht wer Sprüche drüber, dass sich langsam auf meinem Waschbrett die Wäsche ansammelt, dann trifft mich das viel mehr, da ich das auch so sehe und mich nur net auffraffen kann, regelmässig Sport zu treiben (und mein Bauch entspricht mit jeansweite 31 doch sehr dem gängigen schönheitsideal)

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      • IULIUS sagt:

        Bei Stichelein stört am meisten das Permanente, sich immer wiederholende. Da ist es egal, was Du für ein dickes Fell hast, oder wie wenig Du Dich angesprochen fühlst. Irgendwann reicht es einfach. Spätestens dann, wenn Du mal einen schlechten Tag hast.

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      • Margret sagt:

        Nein, weil mein Ideal damals war immer „5 Kilo mehr“, ich fand mich selbst nicht schön so dünn. Ich konnte „Bohnenstange“ für mich aber einfach wegklicken, weil ich wusste, dass ich dem entspreche, was in Magazinen so abgebildet war und als erstrebenswert galt.

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