Magerwahn und Schlankheitsterror.

Veröffentlicht: Januar 12, 2015 in Uncategorized

Ich habe gestern in einer Forendiskussion einen Beitrag geschrieben und mich entschlossen, den -noch etwas erweitert- hier zu posten, weil es aus meiner Sicht ein wichtiges Thema ist. Körpernormen, Schlankheitsideale, Adipositasepidemie ist ein Dauerthema in unserer Gesellschaft und es gibt gewissermaßen zwei Extreme. Einerseits wird vor den Gefahren des Übergewichts gewarnt und auf die stetig steigenden Adipositaszahlen hingewiesen. Andererseits wird davon geredet, dass der mediale Magerwahn zu Essstörungen und schlechtem Körperbild führt.

In Diskussionen und Allgemein höre ich oft die Aussage, dass die Hysterie um das Übergewicht übertrieben sei und das mit dem Gewicht doch gar nicht so extrem sei. Das sei nur ein Auswuchs unserer heutigen schlankheitsfixierten Zeit und früher, da seien ein paar Pfunde mehr noch ein Zeichen von Attraktivität, Erotik und Gesundheit gewesen. Das negative Extrem wird eher in viel zu dünnen Models und Photshop gesehen, denn diese Standards seien unrealistisch und „normale Frauen“ sähen nunmal einfach nicht so aus. Wenn man die Norm als das definiert, was am häufigsten vorkommt ist das wohl durchaus korrekt. Definiert man die Gewichtsnorm nach dem medizinischen Ideal bzw. Normalgewicht, ist dies nicht wirklich der Fall.

Kurz am Rande: Es werden immer mal wieder Studien hervorgezogen, die beweisen solle, dass entgegen der überwältigenden Mehrheit der Forschung „ein bisschen Übergewicht“ mit der längsten Lebenserwartung einhergeht. Das sind jedoch Studien, die methodisch unzulänglich sind und nicht den Fakt kontrollieren, dass Raucher und chronisch Kranke oft ein niedrigeres Gewicht haben. In der Gruppe der Normalgewichtigen befinden sich dann überproportional viele Menschen, die z.B. aufgrund einer Krebserkrankung abgenommen haben und vorzeitig sterben. Werden diese Faktoren kontrolliert ist nach wie vor das Sterberisiko in der Normalgewichtigen Gruppe am geringsten und das Risiko für Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Arthrose, Krebs, etc, steigt mit zunehmendem Gewicht.

In unserer Gesellschaft ist mittlerweile die Gewichtsverteilung etwa gedrittelt: Ein Drittel der Menschen sind Normalgewichtig, etwas mehr als ein Drittel ist leicht Übergewichtig und etwas weniger als ein Drittel ist adipös. Etwa 1% ist Untergewichtig. „Die Mitte“, also das was gewissermaßen „die Norm“ darstellt ist also leichtes Übergewicht. Und mein Eindruck ist, dass dieses leichte Übergewicht tatsächlich so „normalisiert“ ist, das es gar nicht als solches wahrgenommen wird. Ich habe gestern spaßeshalber das Experiment gemacht und auf mybodygallery Bilder zusammengesucht. Die Webseite soll „echte Frauen“ zeigen und man kann dort sein Foto mit Gewichts und Größenangabe hochladen. Natürlich handelt es sich dabei um Selbstauskünfte, also wie genau das ist kann man nicht sagen (Frauen lügen aber eher ein paar Kilo herunter, also ist es wohl eher in diese Richtung verzerrt).

Mein Eindruck ist, dass bei dem Wort „adipös“ die meisten Menschen etwa diese Körperform vor Augen haben:

adi

Diese Frau wiegt allerdings bereits über 170kg und hat einen BMI von etwa 57 – Adipositas started bei BMI 30. Sie ist also bereits fast das doppelte von dem was „adipös“ ist. Tatsächlich sehen adipöse Frauen so aus:

ad

Die Reaktionen darauf waren im übrigen eher empört, der Marke „Wie kannst du sowas sagen, also für mich ist das nicht adipös, höchstens etwas mollig!“ – und tatsächlich sehen die Frauen auch in meinen Augen recht normal aus. Ich bin ja ebenfalls Teil dieser Gesellschaft. Und doch gehen mit dieser Körperform bereits massive Gesundheitsrisiken und ein vorzeitiges Sterberisiko einher.

Menschen im Bereich der „morbiden Adipositas“, also der höchsten Adipositaskategorie haben sogar ein um Jahrzehnte verkürztes Leben und ein höheres Sterberisiko als starke Raucher. Das sieht übrigens so aus:

bmi40

Immernoch nicht so wahnsinnig extrem, oder? Die meisten würden bei den Frauen wohl sagen: „Ja das ist jetzt schon dick, ein paar Kilo weniger würden nicht schaden.“ aber es ist nicht unbedingt das Bild das die meisten vor Augen haben wenn man über extreme Fettleibigkeit spricht.

Wenn das nun das dickste Drittel ist, was ist mit der Norm? Der größten Gruppe der „leicht Übergewichtigen“? Die sieht etwa so aus:

bmi26

Ganz normal, oder? q.e.d. – ich denke die wenigsten würden diesen Frauen Übergewicht bescheinigen, und doch sind sie es nach medizinischen Maßstäben. Wer nun sagt, dass das ja „nur der BMI“ ist: Stimmt. Allerdings ist in weniger als 1% der Fälle der BMI „zu streng“, wohingegen in etwa 40%(!) der Fälle der BMI „zu weich“ ist und noch Normalgewicht bescheinigt obwohl der Anteil an Körperfett zur Muskelmasse zu hoch ist. Also sogenannte „Skinnyfat“-Menschen, die zwar ein normales Gewicht haben aber dank inaktivem Lebensstil wenig Muskeln haben. Und auch wenn einige der Frauen sicherlich Sport treiben, ist wohl keine davon eine professionelle Bodybuilderin.

Und nun noch zum Vergleich die Gruppe der Normalgewichtigen. Die Frauen haben alle „mittleres Normalgewicht“. Der Norm-BMI liegt bei 18.5-25 und die Frauen liegen alle bei etwa ~22.

bmi22

Findet noch jemand, dass diese Damen nahezu „Modelfiguren“ haben? Sehen sie nicht fast so aus wie diese „unrealistischen Medienideale“, die „normale Frauen gar nicht erreichen können“? Nun, DAS ist eigentlich das, was der Durchschnitt sein sollte. Das ist das gesündeste Gewicht mit dem niedrigsten Krankheits- und Sterberisiko. Das ist das Nichtrauchen, das ist das eine Glas Wein ab und zu.

Erst ab hier wird es untergewichtig und ungesund:

bmi18

Wie sehr sich unser Bild von Übergewicht verschoben hat sieht man auch, wenn man ältere Illustrationen mit heutigen vergleicht:

oder hier:

Studien zeigen, dass entgegen der angeblichen „schlechten Körperbilder“ unter Kindern und Jugendlichen, ein Großteil der übergewichtigen und adipösen Kinder sich gar nicht übergewichtig fühlt sondern sich für Normalgewichtig hält.

Wie man sieht glaubt noch ein Großteil der übergewichtigen Jugendlichen sie seien Normalgewichtig und immerhin ein Drittel der adipösen Kinder findet sich nicht zu dick. Wo ist denn nun dieser schlimme Schlankheitswahn, der von den Medien propagiert wird? Ist es nicht vielmehr so, dass Kinder und Jugendliche Augen haben und sich damit vergleichen, was sie tagtäglich um sich herum sehen? Eltern, Lehrer, Freunde sind viel normierender, und wenn diese alle „ein paar Kilo zu viel haben“, gleichzeitig dann über „zu dürre Models“ in den Medien geschimpft wird (wobei Schauspielerinnen und Zeitschriften/Katalogmodels meist absolut normalgewichtig sind), was kommt dann bei Kindern und Jugendlichen wohl als Norm an?

Auch die Medien selbst springen auf diesen Zug auf und veröffentlichen „schockierende Fakten“ zum Magerwahn, etwa hier:

Nachdem Victorias Secret einen masiven Shitstorm dafür erntete, nur schlanke Frauen für ihre „perfect Body“-Kampagne angestellt zu haben, kam z.B. folgender Artikel:

nw

Das sind also „normale Frauen“, abgesehen davon, dass keine einzige davon Normalgewichtig zu sein scheint und der Großteil bereits adipös ist.

Unter dem Deckmantel der „Körperakzeptanz“, „gegen Magerwahn“ und „für ein positives Körperbild“ wird uns zunehmend ein Bild von Normalität geliefert, das ungesund ist.

Es geht mir persönlich nicht darum zu sagen „Jeder muss Normalgewicht haben!!!“, wer sich mit leichtem Übergewicht, Adipositas oder morbider Adipositas wohl fühlt soll absolut das Recht haben, dies ungestört zu leben (spontaner Gedanke: Wer würde es ähnlich positiv fiden wenn ich schriebe „Wer sich abgemagert wohl fühlt soll das eben leben“?), aber es ist doch ziemlich heuchlerisch wenn wir alle ach so besorgt sind was diese Magermodels anrichten und gleichzeitig ein ebenso ungesundes Körperbild promoten, nur weil die Mehrheit der Menschen sich darin widerfindet.

Kommentare
  1. onyx sagt:

    Wieso wird dieses Thema eigentlich fast ausschließlich an Frauen diskutiert? In Deutschland sind laut deutschem Ärzteblatt knapp 53% aller Frauen übergewichtig, und 67% der Männer.

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    • Ich wei es nicht. Vieleicht weil Fatacceptance vorwiegend ein Feministisches Thema ist und Männer das kaum forcieren.
      Falls du damit auch meinen Artikel meinst: Ich hatte den selben Gedanken, allerdings war es für mich als Frau einfach zugänglicher, das an Frauen zu zeigen. Ich glaube, mybodygallery gibt es auch als männliche Version das ist aber kaum genutzt.

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      • onyx sagt:

        @EMN
        Mag sein, dass Männer sich weniger davon angesprochen fühlen, solange wir von reinen Schönheitsidealen sprechen. Falsch genug, dass dieser gesellschaftliche Druck fast ausschließlich auf einem Geschlecht lastet. Aber du hast dich ja ausdrücklich auf den medizinischen Blickwinkel konzentriert. Und da Männer bei diesem Problem die Mehrheit bilden, finde ich es noch falscher, sich hier wieder nur an Frauen abzuarbeiten. Und nein, ich meine nicht speziell diesen Artikel, sondern das gilt allgemein.

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        • „Und da Männer bei diesem Problem die Mehrheit bilden, finde ich es noch falscher, sich hier wieder nur an Frauen abzuarbeiten.“

          Das dürfte doch eher daran liegen, dass es bei Männern schlicht kein „big ist beautifull“ und „Echte Männer haben Kurven“ gibt, dass Männer also weitaus weniger in Opposition zu diesen Regeln sind.
          Man ist sich in dem Bereich recht einig, dass ein dickerer Mann nicht so gut aussieht.

          Insofern ist es verständlich, dass sich solche Artikeln an Frauen richten.

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          • Margret sagt:

            Gleichzeitig sind Männer aber häufiger übergewichtig als Frauen. Wie passt das zusammen?

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            • Ergibt sich dies nicht daraus, dass körperliche Schönheit bei Frauen üblicherweise eine höhere Bedeutung hat, unabhängig von der Bewertung, was schön ist?
              Ein Mann kann eher als eine Frau mit einem kleinen Bauch attraktiv sein, wenn er es anderweitig ausgleicht, das Gesamtpaket also attraktiv ist, selbst wenn Frauen sich einig sind, dass er schlanker besser aussehen würde.

              Hier zB ein Foto eines gerade etwas dickeren Leonardo die Caprio:

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          • Miria sagt:

            Aber die Fotos zeigen doch gerade, dass auch Frauen ist gerade Frauen mit leichtem Übergewicht als schon uns attraktiv wahrgenommen werden.
            Wenn es tatsächlich um den gesundheitlichen Aspekt geht, ist es unsinnig, sich auf Frauen zu konzentrieren. Einzig verständlicher Grund, da EMN selbst eine Frau ist.

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          • Robin sagt:

            „Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann.“

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            • Hört man vielleicht als Nettigkeit oder als Selbstrechtfertigung, es erreicht aber nicht das Level von „Echte Frauen haben Kurven“. Es gibt auch wenig Lieder, die den kleinen Bauch eines Mannes besingen, etwa in dem Stil von „Meghan Trainor – All About That Bass“

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            • Frank sagt:

              „Das ist kein Bauch, das ist die Luft für den Presslufthammer.“

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            • Ole sagt:

              … hat grade mal 7k Google-Treffer. Es ist eine ironische Verharmlosung eines sicher nicht als attraktiv geltenden Merkmals vieler Männer.
              Das Problem ist auch noch nicht ein solcher Spruch wie „echte Frauen haben Kurven“ oder Euphemismen wie „Rubenslady“.

              Wer den Unterschied nicht merkt zur Fatacceptance-Propaganda und Normalisierung von Übergewicht bei ausschließlich Frauen, wie er in allen Massenmedien, Popkultur und inzwischen selbst in der Beauty-Industrie vorkommt, dem ist nicht zu helfen.

              Der versteht auch nicht, worum es EZM in dem Artikel geht.

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        • kinchkun sagt:

          Und da Männer bei diesem Problem die Mehrheit bilden, finde ich es noch falscher, sich hier wieder nur an Frauen abzuarbeiten.

          Also, ich kann als Mann nur sagen, dass ich mich da genauso angesprochen fühle.

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          • Thomas sagt:

            Dem kann ich mich anschließen. Ich vergesse zwar regelmäßig wie sich der BMI berechnet, habe aber auch als Mann beim lesen des Artikels irgendwann geschaut, wo mein BMI aktuell wohl* ist

            *hier steht keine Waage, da ich selbst ganz gut merke, wie fit ich aktuell bin und vom BMI Wert her selbst noch nie Probleme hatte. War daher geschätzt. Ich wüsste aber bei meinem aktuellen Lebensstil keinen Grund warum ich mich allzu stark unterschätzen sollte, zumal ich zu keinem Kontrollzeitpunkt über der Normal-BMI Grenze lag und nur für einen sehr kurzen Zeitpunkt mal drunter.
            Allgemein fahre ich viel Fahrrad und merke, wann ich ganz gut in Form bin und wann das weniger der Fall ist.

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        • Gerhard sagt:

          Onyx, „gesellschaftliche Druck“, „abzuarbeiten“. Schade, daß Du mit der Ideologiekeule kommst. So macht eine Diskussion keinen Spaß.

          Danke EMN, Du hast mich zum Nachdenken gebracht. Ich hab mir meinen BMI auch schöngedacht.

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          • onyx sagt:

            @ Gerhard
            Welche „ideologiekeule“ denn? Es kann doch schwer bestritten werden, dass frauen einem höheren Druck von Schönheitsnormen unterliegen, als Männer.

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            • Gerhard sagt:

              Wie man da ideologiearn drangehen kann, hat zB Christian gezeigt. Welcher Druck? Und wer verursacht ihn? Wie EMN angedeutet hat, sind es vor allem Feministinnen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es sind Frauenzeitschriften, die von Frauen gemacht und von Frauen gekauft werden, die das Thema behandeln. Oder auch das Zitat: “ Ich glaube, mybodygallery gibt es auch als männliche Version das ist aber kaum genutzt.“ Och.

              Ich gebe Dir recht wenn Du meinst, daß körperliche Probleme auch bei Männern mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Wenn wir nicht nur auf Frauengesundheit fokussieren würden. Wenn es Hilfsangebote auch für Männer und Jungs geben würde, die zu dick oder zu dünn sind.

              Man könnte das Thema aber auch halbwegs geschlechtsneutral angehen oder wenigstens beide Seiten beleuchten. Anstatt Wertungen wie „Abarbeiten“ zu benutzen.

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              • onyx sagt:

                @ Gerhard
                ja man könnte und sollte es geschlechtsneutral betrachten. Wird aber so gut wie nie gemacht, wie ich ja dargelegt habe.

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                • Na ja, zumindest die Illustrationen sind teilweise Männer, und auch wenn ich vermehrt Frauen angesprochen habe, fühlten sich Männer offenbar genauso angesprochen. Ich glaube ehrlich gesagt dieses „wir müssen jeden gezielt ansprechen sonst fühlen sich die nicht extra erwähnten ausgeschlossen“ ist halt bei den meisten nicht so. Die mitlesenden Männer werden sicher in der Lage sein, sich in etwa mit den abgebildeten Frauen BMI-technisch zu vergleichen und sich dann eben da einzuordnen wo es passt.

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                  • kinchkun sagt:

                    Stimme da zu. Also bis zu dieser Diskussion, bin ich nie auf die Idee gekommen, dass das nicht auch für Männer gelten sollte.

                    Übrigens: Es stimmt, dass das Thema bei Frauen deutlich sichbarer ist. Aber fast jeder Mann in meinem Bekanntenkreis den ich so kenne, hadert mit seinem Gewicht. Bei sehr vielen Männermagazinen, ist Fitness ein großer Faktor.

                    Ich glaube, dass das Thema bei Männern mittlerweile auch relativ wichtig geworden ist.

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                    • tom174 sagt:

                      Ich gestehe, ich kenne nicht wirklich viele Männermagazine, aber was ich auf Covern sehe, da ist es doch eher so, dass es bei Frauen das abnehmen und bei Männern der Muskelaufbau ist, oder?

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                    • Ich denke auch. Breites Kreuz, starke Arme, schmale Taille, Sixpack und Knackpo ist doch das männliche Ideal, oder?

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                    • tom174 sagt:

                      jup, hätte ich gerne. Irgendwann melde ich mich doch nochmal in nem studio an und geh öfter als 2x hin…

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                    • Ole sagt:

                      „“Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann”,
                      “Frauen mögen Männer mit Bauch, denn gutes Werkzeug hängt immer unter einem Vordach”“

                      Noch nie gehört?“

                      Nö, den unteren wirklich noch nie und selbst bei Google bist du jetzt damit gleich unter den ersten von einer Handvoll treffer. Auch der obere ist sehr wenig verbreitet und wohl eher etwas selbstironisch a la „Ich kann abnehmen, was kannst du?“ Daraus lässt sich nun echt kein gesellschaftliches Phänomen stricken.

                      Du scheinst immernoch nicht zu verstehen, worum es in EZMs Artikel geht: nicht einfach um Übergewicht, sondern um Übergewicht-Propaganda und eine gefährliche Wahrnehmungsverschiebung aufgrund der geschehenden Normalisierung gesundheitsschädlicher Körperformen.
                      Übergewicht selbst mag kein geschlechterbezogenes Thema sein (wobei bei Männern die Konsequenzen noch etwas stärker auf die Lebenserwartung drücken, bei Frauen noch etwas stärker auf die Attraktivität), aber diese Propagierung von leichtem oder sogar starkem Übergewicht findet man nur bei Frauen. Oft geht das Hand in Hand mit Feminismus.

                      Niemand käme zum Beispiel auf die Idee, Calvin Klein eine Kampagne mit „echten Männern“ aufzudrücken, die dann alle übergewichtig sind und den Eindruck erwecken sollen, das sei normal und gesund.

                      Daher ist es ein Frauen-Thema.

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                  • onyx sagt:

                    @EMN
                    Nicht dass du mich falsch verstehst. Ich halte Männer nicht für zu dämlich, die Wichtigkeit des Themas für sich einzuordnen. Aber es vermittelt schon ein seltsames Bild, wenn man die Diskussion anhand von frauenbildern führen will, obwohl es Männer häufiger betrifft.

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                    • Na ja, ich bin ja eben nicht der Meinung, dass es Männer häufiger betrifft😉

                      Ich habe halt bisher wenig „Real Men (have Curves“-Campagnen gesehen oder Beschwerden darüber wie männliche Magermodels zu Magersucht bei Männern führen. Es geht mir ja in dem Artikel weniger um Übergewicht an sich sondern darum, wie Übergewicht mittlerweile als Normalität verkauft wird. Und das geschieht halt zum Großteil gezielt bei Frauen und weniger bei Männern.

                      Ich kann mich ja schlecht darüber aufregen dass Männern gesagt wird, dass ihr Bierbauch sexy ist und echte Männer ein Fass statt Sixpack haben, wenn das nirgendwo ernsthaft vertreten wird.

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                    • onyx sagt:

                      Das wird auch bei frauen ja so nicht gemacht. Es wird ja nicht propagiert, dass Adipositas sexier ist als schlanksein. Wie ich das sehe, wird gesagt dass (leichtes ) Übergewicht nicht zwingend unsexy ist. Würde ich auch anhand der Bilder so unterschreiben.

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                    • Ich finde es durchaus normierend wenn bei „echten Frauen“ nur Übergewichtige/Adipöse gezeigt werden und gleichzeitig Normalgewichtige Frauen als „unrealistisches Schönheitsideal“ abgetan werden.

                      Darüber hinaus kotzt es mich wahnsinnig an wenn ich sehe wie krass bei den Übergewichtigen gephotoshopt wird, so dass selbst Adipöse eine makellos cellulitefreie Haut haben, die Taille keine „Röllchen“ hat sondern Sanduhrförmig nach innen läuft und alles gatt und straff und knackig ist. Sorry, aber DAS ist komplett unrealistisch. Fett ist nunmal nicht wie Muskelmasse, es hat eine andere Konsistenz und deshalb sieht der Körper einer Frau mit 40kg Übergewicht eben nicht genau so aus wie der einer Schlanken, nur etwas „weiter“. – Das alles hat für mich schon was von „Propaganda“

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                    • onyx sagt:

                      Naja gephotoshopte Bilder sind generell unrealistische Propaganda, nicht nur bei Übergewichtigen.

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                    • Das stimmt. Allerdings wird bei Schlanken oft anders geshopped als bei Dicken. Ich hatte das hier auf fb verlinkt:
                      http://thesocietypages.org/socimages/2013/12/30/too-fat-too-skinny/

                      Da geht es darum, dass bei dünnen Models z.B. sichtbare Knochen oder Muskeln wegretouchiert oder sogar Körperteile etwas dicker gemacht werden. Das ist genauso doof, denn es entsteht der Eindruck, dass es unnormal sei an einem schlanken Körper Rippen zu sehen oder Muskeln.

                      Aber bei dicken ist es auf die Art schlimm, weil unter dem Vorwand der „Body acceptance“ ein Körper gezeigt wird, der absolut nicht zu erreichen ist. Wie soll eine Frau mit 40kg Übergewicht eine Wespentaille und megastraffe Haut haben? Das ist dann tatsächlich ein nicht erreichbares Ideal, aber da es unter dem Deckmantel von „schau, das ist Körperakzeptanz, so sehen ECHTE Frauen aus“ vermittelt wird wirkt es nochmal viel schlimmer als das dünne Äquivalent. Studienhaben übrigens gezeigt, dass Frauen sich schlechter fühlen wenn „normale Models“ genommen werden, da sie sich dann tatsächlich mit denen vergleichen und das Gefühl haben schlechter zu sein. Mit dünnen „Idealmodels“ vergleichen sich eben die wenigsten, weil sie als Extrem vermittelt werden. Mal ehrlich, was kratzt dich mehr: Wenn eine Athletin einen Wahnsinnsmarathon rennt oder wenn deine ganz normale Kollegin sowas macht? Bei letzterer denkst du vermutlich eher „Hm. Wenn die das kann sollte ich vielleicht auch mal den Arsch hochkriegen…“

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                    • onyx sagt:

                      „Da geht es darum, dass bei dünnen Models z.B. sichtbare Knochen oder Muskeln wegretouchiert oder sogar Körperteile etwas dicker gemacht werden. Das ist genauso doof, denn es entsteht der Eindruck, dass es unnormal sei an einem schlanken Körper Rippen zu sehen oder Muskeln.“

                      Weil es als unattraktiv und unweiblich gilt, wenn Knochen zu sehen sind. Megaschlank sollen sie alle aussehen, aber trotzdem weiblich und sexy. Also soll bitteschön weder ein Gramm Fett, noch ein Knochen zu sehen sein.

                      „Aber bei dicken ist es auf die Art schlimm, weil unter dem Vorwand der “Body acceptance” ein Körper gezeigt wird, der absolut nicht zu erreichen ist. Wie soll eine Frau mit 40kg Übergewicht eine Wespentaille und megastraffe Haut haben?“

                      Richtig. Wobei die straffe Haut noch insofern logisch ist, dass das Fett unter der Haut die Falten auffüllt. Deswegen ist es bei einer Diät ja so wichtig, nicht einfach nur weniger zu essen, sondern auch Sport zu treiben, um die Haut straff zu halten.

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                    • onyx sagt:

                      Ach ja, und zur Aussage, es betrifft Männer seltener, weil ein Bierbauch nicht als sexy propagiert wird. Wird er durchaus.
                      „Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann“,
                      „Frauen mögen Männer mit Bauch, denn gutes Werkzeug hängt immer unter einem Vordach“

                      Noch nie gehört?

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                    • Ole sagt:

                      ““Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann”,
                      “Frauen mögen Männer mit Bauch, denn gutes Werkzeug hängt immer unter einem Vordach””

                      Noch nie gehört?”

                      Nö, den unteren wirklich noch nie und selbst bei Google bist du jetzt damit gleich unter den ersten von einer Handvoll treffer. Auch der obere ist sehr wenig verbreitet und wohl eher etwas selbstironisch a la “Ich kann abnehmen, was kannst du?” Daraus lässt sich nun echt kein gesellschaftliches Phänomen stricken.

                      Du scheinst immernoch nicht zu verstehen, worum es in EZMs Artikel geht: nicht einfach um Übergewicht, sondern um Übergewicht-Propaganda und eine gefährliche Wahrnehmungsverschiebung aufgrund der geschehenden Normalisierung gesundheitsschädlicher Körperformen.
                      Übergewicht selbst mag kein geschlechterbezogenes Thema sein (wobei bei Männern die Konsequenzen noch etwas stärker auf die Lebenserwartung drücken, bei Frauen noch etwas stärker auf die Attraktivität), aber diese Propagierung von leichtem oder sogar starkem Übergewicht findet man nur bei Frauen. Oft geht das Hand in Hand mit Feminismus.

                      Niemand käme zum Beispiel auf die Idee, Calvin Klein eine Kampagne mit “echten Männern” aufzudrücken, die dann alle übergewichtig sind und den Eindruck erwecken sollen, das sei normal und gesund.

                      Daher ist es ein Frauen-Thema.

                      Gefällt mir

                    • Frank sagt:

                      „Aber es vermittelt schon ein seltsames Bild, wenn man die Diskussion anhand von frauenbildern führen will, obwohl es Männer häufiger betrifft.“

                      Das tut es eben nicht, wenn man nicht in jedem noch so harmlosen Beitrag eine Verschwörung gegen das weibliche Geschlecht wittern würde.
                      Deine Reaktion ist die einer typischen Feministin, wie ich sie mir erst mal vorstelle, bevor ich vielleicht eines Besseren belehrt werde.
                      Man muss schon sehr querdenken können um anzunehmen, dass sich Jemand hier an Frauen „abarbeitet“.
                      Vor Allem stelle ich mir die Frage nach dem Sinn. EMN erklärt dir ihre Absichten und du glaubst es doch nicht.

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                    • onyx sagt:

                      @ Frank
                      „Das tut es eben nicht, wenn man nicht in jedem noch so harmlosen Beitrag eine Verschwörung gegen das weibliche Geschlecht wittern würde.“

                      „Verschwörung gegen Frauen“? Es ist immer witzig, welche abenteuerlichen Interpretationen aus harmlosen Beiträgen gezogen werden.

                      „Deine Reaktion ist die einer typischen Feministin, wie ich sie mir erst mal vorstelle, bevor ich vielleicht eines Besseren belehrt werde.“

                      Das freut mich für dich.

                      „Man muss schon sehr querdenken können um anzunehmen, dass sich Jemand hier an Frauen “abarbeitet”.“

                      Übergewicht ist ein Thema, das auch Männer angeht. Das sollte doch angekommen sein, oder? Und ja, es wird auch bei Männern verharmlost, auch wenn das abgestritten wird. Man stelle sich vor, wie typische Antifeministen reagieren, wenn Männergesundheit total ignoriert würde, obwohl Herz-Kreislauferkrankungen bei Männern die häufigste Todesursache sind. Oh wait…

                      „Vor Allem stelle ich mir die Frage nach dem Sinn. EMN erklärt dir ihre Absichten und du glaubst es doch nicht.“

                      Ich frage nach und stelle dazu meine Meinung dar. Was genau passt dir daran nicht?

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                    • Frank sagt:

                      @ onyx – „Übergewicht ist ein Thema, das auch Männer angeht.“ Völlig klar.
                      „Das sollte doch angekommen sein, oder?“ Ja. Ist es.
                      „Und ja, es wird auch bei Männern verharmlost, auch wenn das abgestritten wird.“ Wer bestreitet das denn?
                      „Man stelle sich vor, wie typische Antifeministen reagieren, wenn Männergesundheit total ignoriert würde, obwohl Herz-Kreislauferkrankungen bei Männern die häufigste Todesursache sind. Oh wait…“ Du meinst wahrscheinlich Maskulisten, denn wenn jemand heutzutage gegen Feminismus in seinen Auswüchsen ist, ist man nicht Antifeminist, sondern normal im Kopf. Und was Maskulisten sagen würden wenn, ist mir zuviel Konjunktiv. Ist auch uninteressant, denn dies ist kein Geschlechterthema, es geht um die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Körpergewicht.

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                    • onyx sagt:

                      „Zuviel Konjunktiv“
                      😀 der war gut.

                      „Dies ist kein geschlechterthema“

                      Eben! Warum wird es also nicht geschlechtsneutral betrachtet?
                      Außerdem solltest du das dann auch Leuten wie „ole“ verklickern. Der bezeichnet es nämlich als „frauenthema“. Nicht ich.

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                    • Frank sagt:

                      @Ole – Dies ist kein Frauenthema.
                      @onyx – Jetzt haben wir´s, oder ?😀

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                    • Ole sagt:

                      Anscheinend habt ihr es noch nicht!

                      Übergewicht ist kein frauenspezifisches Thema.
                      Das Thema, um das es hier geht, schon.

                      Was Onyx macht ist in etwa so, wie wenn Maskulisten behaupten würden, Magersucht oder „Schlankheitswahn“ hätte nichts mit Geschlecht zu tun, weil es ja auch dünne Männermodels und sogar ein paar magersüchtige Männer gibt. (wobei es sowieso feministische Propaganda ist, dass die Schönheitsindustrie an Magersucht Schuld wäre, wie EZM eindrucksvoll dekonstruiert hat)

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                    • onyx sagt:

                      @ ole
                      Ja, versteif du dich mal schön auf das maskulismus/feminismus -Ding. Ich habe das nicht ins Spiel gebracht, sondern betont dass das Thema auch Männer angeht. Das kann man leugnen. Sollte man aber nicht, wenn man Männergesundheit auch als wichtiges Thema betrachtet.

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                    • IULIUS sagt:

                      Versuchen wir es mal so, die Zugehörigkeit zu den Gewichtsklassen ist kein geschlechtsspezifisches Problem.

                      Die Wahrnehmung und Definition, was als Normal gilt, ist ein gesellschaftliches Problem.

                      Das Nichtzufriedensein mit dem Gewicht (Aussehen) ist eher ein weibliches Problem, insbesondere das Nachaußentragen des Problems. Deswegen werden Frauen permanent mit Diätvorschlägen überhäuft.
                      Das hat sicher auch damit zu tun, daß schlanke Frauen gebährfähiger sind und deren Kinder gesünder.

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                    • Stephi sagt:

                      @Frank

                      Findest du das wirklich konstruktiv, was du Onyx vor dem Latz knallst?

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                    • onyx sagt:

                      Schon ok stephi. Das label des feminismus ist für manche einfach ein rotes Tuch, egal was man eigentlich sagt🙂

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                    • Ole sagt:

                      sondern betont dass das Thema auch Männer angeht.

                      Du verstehst halt nach wie vor nicht, dass das Thema nicht „Übergewicht ist schlecht“ lautet, sondern weit darüber hinaus geht. Logischerweise hast du auch daher meinen Vergleich nicht verstanden.

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                    • onyx sagt:

                      @ole
                      Was du nicht verstehst, ist das Problem, dass Verharmlosung von Übergewicht eben kein reines Frauenproblem ist. Und damit sollte es auch langsam mal gut sein.

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                    • Stephi sagt:

                      @Onyx

                      Naja, sein muss es trotzdem nicht^^ Da wirfst du zu einem Beitrag, dass Frauen und ihr Gewicht thematisiert, ein, dass Gewichtsprobleme auch Männer betrifft, und schon wird wieder mit der „Typisch Feministin“-Keule draufgehauen und dir vorgeworfen, du würdest hier eine sexistische Verschwörung sehen. Da thematisiert eine Feministin mal Männergesundheit, und dann ist es auch nicht recht.

                      Aber als Netreaper neulich völlig unangebracht einen feminismusfeindlichen Kommentar unter dem Artikel „Überempfindlich“ gepostet hat, indem es um Homosexualität und ihre Vorurteile ging, wurde das mehr toleriert. Da kam kein Gerhard daher, der ihm vorgeworfen hat, die ganze Diskussion zu vermiesen.

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                    • onyx sagt:

                      @stephi
                      Es gibt eben immer Leute, denen es weniger auf die Inhalte, als auf den Absender ankommt, wie und was sie antworten🙂

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                    • Margret sagt:

                      „An der Stelle fängt der Vergleich arg an zu hinken.“

                      Stimmt, dein Vergleich hinkte von Anfang an. Weil „Dünnsein“ erstmal keine Fähigkeit ist.

                      „In einem Sport müssen gleiche Bedingungen herrschen und Doping ist aus gutem Grund illegal.“

                      „Ich bin beileibe kein Freund von Schönheitsoperationen, aber wenn jemand investieren will um seinen Körper an das, was der (überwiegend weiblich geprägte) Markt nachfragt, anzupassen – wer will es ihnen verbieten?
                      Es können halt nun mal nur sehr wenige so erfolgreich sein. Man kann zwar mit Durchschittsmaßen immer noch sexuell hochattraktiv sein, aber es ist doch klar, dass auf dem Markt besondere Frauen gefragt sind und manche halt auch mit “unfairen” (?) Mitteln kämpfen, um das Optimum rauszuholen.“

                      Und damit wären wir beim Kern der Sache. Warum unterziehen sich gesunde Menschen (mittlerweile auch Männer) medizinisch nicht notwendigen und teils hochriskanten Eingriffen? Offenbar deshalb, weil das herrschende Schönheitsideal a) unrealistisch ist und b) anders als behauptet, sehr wohl geeignet ist, großen Druck auszuüben.

                      Und wie kommt dieses Schönheitsidel überhaupt zustande, wenn nicht durch „Vorbilder“.

                      @ emn Was ich noch sagen wollte: Du widersprichst dir in einem Punkt selbst: Mehrfach hast Du nun bereits geschrieben, Menschen, gerade Frauen, würden bei ihrem Gewicht lügen und zwar nach unten lügen. Und das beträfe sogar Topmodels wie Heidi Klum. Warum sollten sie dies denn tun, wenn das herrschende Schönheitsideal nicht überschlank wäre? Dann könnte Heidi Klum, wöge sie denn 60 kg, auch ganz entspannt dazu stehen.

                      Wenn „fat acceptance“ anerkannt wäre, würde das Gewicht ja eher nach oben korrigiert werden.

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                    • Manchmal bin ich mir unsicher ob du mich tatsächlich nicht verstehst oder absichtlich so tust als verstündest du mich nicht. Schlanksein ist ein Ideal, und das habe ich nie bestritten. Ich sage aber, dass es mittlerweile fast einen Konsens darüber gibt, dass (normale) Schlankheit ein UNMÖGLICHES Ideal ist. So als könne die Durchschnittsfrau auf gar keine Art einen schlanken, wohlproportioniert-straffen Körper kriegen, wenn sie nicht 8 Stunden täglich Sport treibt und nur 3 Salatblätter pro Tag knabbert.

                      Zu sagen „Jede Frau kann mit minimalem Aufwand eine schlanke Figur haben“ ist nahezu blasphemisch.

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                    • Margret sagt:

                      Puh, das scheint ein gegenseitiges Problem zu sein.

                      Wenn wir über „normale Schlankheit“ als Ideal reden, warum reden wir dann über Heidi Klum und Co. „Normale Schlankheit“ ist, wie man an deinen Bildern oben sieht, auch ein BMI von 22 oder 23 oder 24 und nicht einer von 18. Warum gilt jemand wie Heidi Klum dann als Vorbild und nicht jemand mit BMI 22?

                      Und „einfach zu erreichen“ ist halt so eine Sache. Für einen Menschen mit 100 kg ist auch ein BMI von 25 eben nicht „einfach zu erreichen“ und schon gar keiner von 20. Die Hindernisse sind nicht nur körperlicher sondern auch psychischer Natur. Theoretisch muss ein Alkoholabhängiger (ich rede jetzt z. B. von einer Esstörung) auch nur „einfach mit dem Trinken aufhören“. In der Realität ist das aber alles andere als einfach. Man muss Gewohnheiten überwinden, sich eventuell völlig anders verhalten als alle anderen im eigenen Umfeld, muss andere Strategien gegen Frust entwickeln, andere Freizeitbeschäftigungen für sich entdecken, Suchtverhalten ablegen …

                      Ich bewundere z. B. immer noch dein Post, in dem Du schriebst, Du würdest mittlerweile gerne zu Pilates, ins Studio und zu sonstigen Sportaktivitäten gehen. Ich z. B. quäle mich da nun seit Jahren hin. Ich mach’s, weil es sein muss, aber auch nach Jahren ist es immer noch nur eine Quälerei für mich, die ich gerne lassen würde. Scheint also nicht jedem zu liegen.

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                    • Margret sagt:

                      Und einen BMI von 18 erreichst Du doch nicht mit „minimalen Aufwand“. Es sei denn, Du hast, wie ich, irgendwelche Allergien oder Unverträglichkeiten und damit eine Art „Gratis-Bulimie“. Gesund ist aber was anderes.

                      Das ist doch genau das andere Extrem „geht überhaupt nicht, schlank zu sein, außer, man isst nur 3 Salatblätter täglich“ gegen „geht mit minimalem Aufwand“.

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                    • Also ich persönlich finde, dass 150kalorien einsparen oder mehr verbrauchen nicht unermesslich schwierig ist. Wenn man z.B einen gemütlichen Abendspaziergang in den Tagesablauf einbaut hat man damit bereits den Unterschied ausgeglichen und zusätzlich weitere enorm positive Gesundheitseffekte (Stres- und Depressionsprophylaxe, stärkung des Herz-Kreislaufsystems,…). Und das sogar ganz ohne ungesunde Gratis-Bulimie.

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                    • Ole sagt:

                      Warum gilt jemand wie Heidi Klum dann als Vorbild und nicht jemand mit BMI 22?

                      Weil das ästhetische Optimum eher im unteren Normalbereich liegt, während es bei Männern zum Beispiel eher im oberen Normalbereich liegt.

                      Und einen BMI von 18 erreichst Du doch nicht mit “minimalen Aufwand”. Es sei denn, Du hast, wie ich, irgendwelche Allergien oder Unverträglichkeiten und damit eine Art “Gratis-Bulimie”.

                      Warum schließt du denn immer von dir auf andere? Im Gegenteil, für einen BMI von 18 muss man sogar weniger tun als für einen von 20, und zwar weniger: essen.
                      Das fällt Menschen natürlich unterschiedlich schwer. Ich kenne einige Menschen am unteren Rand, die sich Mühe geben müssen, kein Untergewicht zu haben.

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                    • Ole sagt:

                      Und einen BMI von 18 erreichst Du doch nicht mit “minimalen Aufwand”.

                      Wenn man bereits 120 Kilo wiegt, dürfte es anstrengend werden. Wenn man aber gar nicht erst gewöhnt ist, viel mehr Kalorien aufzunehmen als für einen BMI von 18 oder 19 nötig sind, ist das kinderleicht. Für Männer wie für Frauen.

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                  • Frank sagt:

                    @Stephi „Findest du das wirklich konstruktiv, was du Onyx vor dem Latz knallst?“

                    Nein. Ist Konstruktivität der primäre Anspruch an Kommentare? Ich habe meine Meinung kundgetan. Das du sie nicht teilst, kann ich verschmerzen.

                    @onyx „Das label des feminismus ist für manche einfach ein rotes Tuch, egal was man eigentlich sagt :)“

                    Oh nein, eben nicht egal was man sagt. Du hast hier diese Geschlechterdebatte angefangen, indem du EMN unterstellt hast, sich an Frauen „abzuarbeiten“. Das hat nix mit Feminismus zu tun, das nervt auch von anderer Seite, wenn jedes noch so interessante Thema mit diesem elenden Geschlechterk(r)ampf verseucht wird.

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                    • onyx sagt:

                      @ Frank
                      Ich habe nichts unterstellt, sondern nachgefragt, und diese Nachfrage mit einem Fakt begründet. Man kann sich auch reinsteigern, und alles mit einem „typisch feministin!!!“ überinterpretieren.

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                    • Margret sagt:

                      Darf sie jetzt nicht mehr anmerken, dass es komisch ist, wenn nur Frauen gezeigt werden, um das Problem zu veranschaulichen, obwohl es auch Männer betrifft? Wenn nur Frauen als Opfer gezeigt werden, seid ihr doch normalerweise die ersten, die schreien „typisch wieder mal nur Frauen und wo sind die Männer?“ Euch kann man es echt nicht recht machen.

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                    • Stephi sagt:

                      @Frank

                      So what? Onyx hat auch ihre Meinung kundgetan, verschmerzen konntest du das aber wohl weniger…

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                    • Frank sagt:

                      Ich schlage den 3 Grazien vor, den 2. Kommentar von onyx (12.01. 13:58) nochmal zu lesen und drüber nachzudenken, ob ich sooo verkehrt liege. Aber damit hat es sich jetzt auch.
                      Und an Euch, werte @Margret: Die Anrede in der 3. Person Plural erscheint uns doch nicht mehr zeitgemäß und ist auch in Eurer Ausführung fehlerhaft. Oder willst du mich einer Gruppe zuordnen? Der der Männer? Damit kann ich naturgemäß leben. Mit anderen nicht, denn du kennst mich nicht und ich habe mit den meisten Formen von „ismus“ nichts am Hut, denn die führen zu nichts Gutem. Außer vielleicht für die entsprechenden „isten“. Das sehen die anderen „isten“ dann wieder nicht so gern usw. Zeitverschwendung.

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                    • Ole sagt:

                      Meinetwegen erklär ich es auch zum dritten Mal, wenn manche etwas länger brauchen und schon beim Ausgangsartikel Schwierigkeiten haben.

                      „Das Problem“ ist nicht einfach „Übergewicht“ oder „Verharmlosung von Übergewicht“.

                      Mag sogar sein, dass Männer ihr eigenes Übergewicht sogar mehr verharmlosen als Frauen.
                      (Der Grund dafür lässt sich erahnen: http://elliotthulse.com/images/fatguy-hotgirl.png ).

                      So wie ich das sehe ist aber EZMs Artikel nicht in Mandarin verfasst, und da geht es um SYSTEMATISCHE Verharmlosung und einen medialen Diskurs, der Übergewicht speziell bei Frauen normalisiert. Genau darüber regt sie sich zurecht auf. Sie sagt sogar ausdrücklich, dass es sie nicht stört wenn jemand Übergewicht hat und sich damit wohl fühlt. Sie gibt auch nicht DEN FRAUEN die Schuld, sondern den Medien und der dahinter stehenden Ideologie (Fat-Acceptance)

                      Wie will man diesen Artikel geschlechtsneutral machen? Wo ist die maskulistische Fatacceptance-Bewegung? Wo sind Kampagnen a la Brigitte oder Victoria Secret mit „echten“ (übergewichtigen) Männerkörpern? Wo werden in Kolumnen normalgewichtige Männer mit Magersucht in Verbindung gebracht? Wo wird über normalgewichtige Männer gelästert (höchstens mal, dass es an Muskeln fehlt), wo wird im Zusammenhang mit Männern hysterisch von allgemeinem „Schlankheitswahn“ fabuliert?
                      Eine solche Ideologie gibt es bei Männern nicht, und genau daher ist es auch kein geschlechtsneutrales Thema.

                      Wenn beim Thema „Date Rape mit KO-Tropfen“ ein Maskulist um die Ecke kommt und sagt, dass dies ja auch schon Männern passiert sei und das Thema daher völlig geschlechtsneutral zu betrachten, wird er für dieses „Derailing“ ja auch zurecht von euch an die Wand genagelt. Denkt mal drüber nach.

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                    • onyx sagt:

                      @ Frank
                      „Ich schlage den 3 Grazien vor, den 2. Kommentar von onyx (12.01. 13:58) nochmal zu lesen“

                      Ich schlage im Gegenzug vor, zu überdenken, ob deine Wortwahl für eine Diskussion sinnvoll ist.

                      Aber zu meinem Kommentar, den du wohl meinst. Hier ist er:

                      „Mag sein, dass Männer sich weniger davon angesprochen fühlen, solange wir von reinen Schönheitsidealen sprechen. Falsch genug, dass dieser gesellschaftliche Druck fast ausschließlich auf einem Geschlecht lastet. Aber du hast dich ja ausdrücklich auf den medizinischen Blickwinkel konzentriert. Und da Männer bei diesem Problem die Mehrheit bilden, finde ich es noch falscher, sich hier wieder nur an Frauen abzuarbeiten. Und nein, ich meine nicht speziell diesen Artikel, sondern das gilt allgemein.“

                      Was hast du dagegen zu sagen? Außer, dass du ihn so interpretierst, ich würde eine Verschwörung sehen, indem du dich an einzelnen Worten aufhängst, hattest du inhaltlich nichts entgegenzusetzen.

                      @ Ole

                      „So wie ich das sehe ist aber EZMs Artikel nicht in Mandarin verfasst, und da geht es um SYSTEMATISCHE Verharmlosung und einen medialen Diskurs, der Übergewicht speziell bei Frauen normalisiert.“

                      Genau das stimmt eben nicht. Das kann man so oft leugnen, wie man will, es stimmt einfach nicht. Es geschieht bei Männern genau so wie bei Frauen.
                      Werbestrategisch wird Frauen suggeriert, sei müssen schlank und sexy sein, deswegen gibts z.B. ja wichtigerweise die „besonders magere“ Frauenbratwurst. Männer müssen richtig reinhauen, damit sie kräftige Männer werden und aus ihnen was wird. Die sollen die normale fettige und „extra deftige“ Bratwurst essen. Das Übergewicht von Männern wird damit billigend in Kauf genommen und subtil sogar gefördert. Ist das etwa besser?

                      „Eine solche Ideologie gibt es bei Männern nicht, und genau daher ist es auch kein geschlechtsneutrales Thema.“

                      Doch, ist es, s.o.

                      „Wenn beim Thema “Date Rape mit KO-Tropfen” ein Maskulist um die Ecke kommt und sagt, dass dies ja auch schon Männern passiert sei und das Thema daher völlig geschlechtsneutral zu betrachten, wird er für dieses “Derailing” ja auch zurecht von euch an die Wand genagelt. Denkt mal drüber nach.“

                      Facepalm. Du hast echt nichts kapiert. Viel Spaß dann noch.

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                    • Frank sagt:

                      „Werbestrategisch wird Frauen suggeriert, sei müssen schlank und sexy sein, deswegen gibts z.B. ja wichtigerweise die “besonders magere” Frauenbratwurst. “

                      Merkst du es? Es ist alles eine Frage des Blickwinkels. Diese Bratwurst kann man, wie du, durch die Feminismusbrille als Diffamierung von Frauen sehen. Man könnte aber auch begreifen, dass Frauen einen deutlich geringeren Kalorienumsatz haben als Männer. Und wenn sie die gleichen Portionen essen wie ein Mann, gehts auf die Hüfte. Ich kenne diese Wurst jetzt nicht aber ich denke dass sie sich nicht durchsetzt. Man kann auch eine halbe Wurst essen😉 Und wenn sie nicht gekauft wird verschwindet sie eh wieder. Btw sind die Männer in der Werbung auch meist schlank und muskulös.

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                    • Ole sagt:

                      Es geschieht bei Männern genau so wie bei Frauen.
                      Werbestrategisch wird Frauen suggeriert, sei müssen schlank und sexy sein, deswegen gibts z.B. ja wichtigerweise die “besonders magere” Frauenbratwurst. Männer müssen richtig reinhauen, damit sie kräftige Männer werden und aus ihnen was wird. Die sollen die normale fettige und “extra deftige” Bratwurst essen. Das Übergewicht von Männern wird damit billigend in Kauf genommen und subtil sogar gefördert. Ist das etwa besser?

                      Du merkst noch nicht mal, wie du dir selbst widersprichst. Erst geschieht es „genau so“ und dann kommt wieder das Gejammer wegen der Diätprodukte, die nur für Frauen beworben werden, während bei Männern (angeblich) Übergewicht gefördert wird. Also doch nicht „genau so“?
                      Dass Frauen mehr mit Schlankheit und Abnehmen assoziierte Produkte nachfragen und das daher auch dementsprechend beworben wird, ist richtig, aber halt wieder knapp am Thema vorbei.

                      Nochmal: lies den Artikel, und versteh ihn am besten auch.

                      Das im Artikel beschriebene Phänomen ist ganz klar gegendert. Fat-Acceptance ist eine Ideologie, die von Frauen ausgeht und sich an das weibliche Subjekt richtet. Das Phänomen, dass bei Männern Übergewicht bejubelt wird und ständig Abgrenzungen zu krankhafter Schlankheit und Magersucht gezogen werden, um Übergewicht zu legitimieren, gibt es nicht. Es wird allenfalls nicht so ein Bohei um Gewicht und Figur gemacht, Übergewicht meinetwegen auch verharmlost, aber es findet nunmal keine systematische Normalisierung adipöser Körperformen statt durch eine Ideologie, wie sie im Artikel beschrieben wird.
                      Da kannst du dich auf den Kopf stellen.

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                    • Ole sagt:

                      @Frank:
                      Eben. Kein Mensch regt sich über schlanke und gutaussehende Männer in der Werbung auf, die „unrealistische“ Schönheitsideale propagieren und die „Normalen“ (anscheinend Übergewichtigen) unter Druck setzen oder in die Magersucht treiben.

                      Es ist das typische Muster. Gender wird immer nur dann sofort unsichtbar, wenn es irgendwie unangenehm ist. Es DARF hier einfach keine Rolle spielen, da kann der Gender-Aspekt noch so offensichtlich sein.

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                    • onyx sagt:

                      @ole, frank
                      Ich merke schon, es ist völlig sinnlos, mit Leuten diskutieren zu wollen, die einem ständig irgendeine ideologische Verschwörung unterstellen wollen. „Feminismusbrille“, ist das euer Diskussionsniveau? Dann ohne mich. Das könnt ihr meinetwegen mit Gerhard & co weiter auskaspern, der auch nicht widerstehen konnte, mir sofort irgendeine eine ominöse „ideologiekeule“ zu unterstellen.
                      Aber ich bin dann immer diejenige, mit der man ja angeblich nicht diskutieren könne weil ich anderen Unwahrheiten unterstellen würde. Hm, is klar. Sieht man ja hier wieder glänzend😀

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                    • Ole sagt:

                      ja, sieht man. Auf der inhaltlichen Ebene tust du dir halt noch etwas schwer.

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                    • Ole sagt:

                      Der Artikel heißt übrigens „Magerwahn und Schlankheitsterror“. Nur falls es übersehen wurde.
                      Wenn man diese aus dem feministischen Diskurs aufgegriffenen Begriffe (die immer nur im Zusammenhang mit weiblichen Schönheitsidealen fallen) mal kritisch beleuchtet, ist es natürlich plötzlich ein völlig geschlechtsneutrales Thema. Yeah, right.

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                    • Margret sagt:

                      @ Frank Du definierst dich nicht als Männerrechtler? Diese habe ich hier unter „euch“ subsumiert.

                      Fakt ist: Es gibt offenbar mehr übergewichtige Männer als Frauen. Insofern sei mal dahingestellt, ob und bei wem „fat acceptance“ nun greift. emn hat mehrfach geschrieben, dass es ihr eben auch um den gesundheitlichen Aspekt und nicht nur um die „fat acceptance“-Bewegung geht (die sich auch nicht rein an Frauen richtet). Insofern ist es eher ungeschickt, nur Frauen als Beispiel zu verwenden.

                      Und zuletzt: Wenn „Fat acceptance“-Aktivistinnen und Aktivisten (die gibt es nämlich auch) ihr Übergewicht nun, wie der Name schon sagt „akzeptieren“ (wie viele Männer und Frauen offenbar auch ganz ohne Zugehörigkeit zu einer „Bewegung“) und somit sagen „der gesundheitliche Aspekt ist mir nicht so wichtig, ich esse gern und mir gefallen meine Pfunde“ nunja, wo genau ist das Problem?

                      Natürlich kann man nun mit Schäden für z. B. Krankenkassen argumentieren, aber die entstehen u. U. auch, wenn jemand zwar schlank ist, aber ansonsten ungesund lebt. Sie entstehen durch Raucher, durch Menschen, die oft Alkohol konsumieren, durch Menschen, die sich nicht gut genug die Zähne putzen undundund. Es ist doch letzten Endes eine Frage der persönlichen Freiheit.

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                    • Margret sagt:

                      „Merkst du es? Es ist alles eine Frage des Blickwinkels. Diese Bratwurst kann man, wie du, durch die Feminismusbrille als Diffamierung von Frauen sehen. Man könnte aber auch begreifen, dass Frauen einen deutlich geringeren Kalorienumsatz haben als Männer. Und wenn sie die gleichen Portionen essen wie ein Mann, gehts auf die Hüfte. Ich kenne diese Wurst jetzt nicht aber ich denke dass sie sich nicht durchsetzt. Man kann auch eine halbe Wurst essen😉 Und wenn sie nicht gekauft wird verschwindet sie eh wieder. Btw sind die Männer in der Werbung auch meist schlank und muskulös.“

                      Ich glaube Frank, Du hast onyx Aussage überhaupt nicht verstanden. In ihrem Kommentar ging es nicht um „Diffamierung von Frauen“ sondern um bescheuerte Rollenklischees, die beide Geschlechter betreffen, nur eben jeweils unterschiedlich.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Man könnte aber auch begreifen, dass Frauen einen deutlich geringeren Kalorienumsatz haben als Männer.“

                      Interessanter Denkanstoß. Vielleicht sollte man fordern, daß Frauen den gleichen Kalorienumsatz haben müssen. Wäre ein gewichtiger Schritt zur Gleichberechtigung.

                      Aber mal im Ernst, die Bratwurst für Frauen dürfte eher ein Werbegag sein, als ein Versuch diese dauerhaft zu etablieren.

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                    • Ich fände es in diesem Fall jetzt gar nicht so schlimm mal geschlechtertrennung zu haben (ich finds ansonsten idiotisch)… aber ich muss zugeben, dass ein Grund dafür, dass ich so verdammt fett geworden bin darin lag, dass ich mein Essverhalten mit dem von Kerl verglichen habe. Bloß ist er ein großer, muskulöser Mann und braucht etwa 1000 Kalorien pro Tag mehr. Wenn wir dasselbe essen nehme ich also etwa 1kg die Woche zu. So wie ich das aus dem Umfeld mitkriege ist das was, was vielen Frauen passiert wenn sie in einer Beziehung sind. Man isst mit dem Partner zusammen und während ER sich die Chips abends noch leisten kann, hat SIE ihr Kalorienlimit bereits erreicht.

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                    • Frank sagt:

                      @Margret
                      „@ Frank Du definierst dich nicht als Männerrechtler?“

                      Nein! Dass es so etwas überhaupt gibt, weiß ich erst seit ich hier mitlese.

                      „Und zuletzt: Wenn “Fat acceptance”-Aktivistinnen und Aktivisten (die gibt es nämlich auch) ihr Übergewicht nun, wie der Name schon sagt “akzeptieren” (wie viele Männer und Frauen offenbar auch ganz ohne Zugehörigkeit zu einer “Bewegung”) und somit sagen “der gesundheitliche Aspekt ist mir nicht so wichtig, ich esse gern und mir gefallen meine Pfunde” nunja, wo genau ist das Problem? “

                      Es gibt kein Problem, wenn ein Übergwichtiger sich ok findet, außer vielleicht irgendwann für ihn selbst. Fällt für mich unter Selbsbestimmung. Es gibt ein Problem wenn die Botschaft vermittelt wird, dass Übergewicht generell nichts Ungesundes ist, denn das ist es erwiesenermaßen doch. Unsere Gesellschaft wird immer dicker, daher ist Aufklärung statt Schönrederei angebracht.

                      „Natürlich kann man nun mit Schäden für z. B. Krankenkassen argumentieren, aber die entstehen u. U. auch, wenn jemand zwar schlank ist, aber ansonsten ungesund lebt. Sie entstehen durch Raucher, durch Menschen, die oft Alkohol konsumieren, durch Menschen, die sich nicht gut genug die Zähne putzen undundund. Es ist doch letzten Endes eine Frage der persönlichen Freiheit.“

                      Das unterschreibe ich sofort. Zur persönlichen Freiheit gehört die Entscheidung. Und um eine Entscheidung treffen zu können, muss man informiert sein. Je mehr – je besser. Vorteile und Nachteile. Verharmlosung hilft da genau so wenig wie Verteufelung.

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                    • Ole sagt:


                      Es gibt kein Problem, wenn ein Übergwichtiger sich ok findet, außer vielleicht irgendwann für ihn selbst. Fällt für mich unter Selbsbestimmung. Es gibt ein Problem wenn die Botschaft vermittelt wird, dass Übergewicht generell nichts Ungesundes ist, denn das ist es erwiesenermaßen doch. Unsere Gesellschaft wird immer dicker, daher ist Aufklärung statt Schönrederei angebracht.

                      Das scheint irgendwie extrem schwer zu verstehen zu sein für manche.

                      Es geht EZM nicht darum mit dem Finger auf Übergewichtige zu zeigen und zu sagen: ihr liegt dem Gesundheitssystem auf der Tasche und müsst endlich abnehmen. (das würde ja für Männer und Frauen gelten)

                      Es geht auch nicht darum zu sagen: hört auf euch so zu akzeptieren wie ihr seid und euer Übergewicht zu beschönigen (das würde ebenso für Frauen und Männer gelten)

                      Das fällt alles unter Eigenverantwortung. Wenn jemand sowas sagt wie „echte Frauen haben Kurven“ oder „ein echter Mann hat nen Bauch“ mag das Verleugnung oder auch nur ein doofer Spruch sein, aber auch das ist ja irgendwie Ansichtssache.

                      In dem Artikel geht es um die mediale Dauerbeschallung mit Propaganda, die Normalgewicht bei Frauen pathologisiert und mit Kampfbegriffen wie „Magerwahn“ arbeitet, um gesunde Frauen ab- und übergewichtige aufzuwerten, so als sei Übergewicht die einzige und bessere Alternative für Frauen zu angeblich krankhafter Schlankheit. Diese Ideologie kann man wohl schlecht bei Männern aufzeigen, eben weil es sie da nicht gibt.

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                    • Margret sagt:

                      Ich persönlich finde unsere Gesellschaft in diesem Punkt einfach schizophren. Topmodels, also diejenigen, an denen Modetrends erstmal gezeigt werden, sind nämlich tatsächlich meist sehr dünn, sprich untergewichtig. Gleichzeitig haben viele Menschen Übergewicht. Insofern ist doch nichts dagegen zu sagen, wenn gefordert wird „normale Frauen“ im Sinne von „normalgewichtig“ zu zeigen und weder die Untergewichtigen noch die (stark) Übergewichtigen, sondern tatsächlich Frauen zwischen 19 und 24 BMI und Plus Size dann eben ab Größe 24.

                      Zum Untergewicht bei Models „Ein striktes Verbot für knochige Models bei der Fashion Week in New York gibt es also nicht. Das hätte wohl auch viele Mädchen (und ihre Agenturen) arbeitslos gemacht, denn der durchschnittliche BMI für amerikanische Top-Models liegt nach einer Untersuchung bei 16,3. “

                      http://www.stern.de/lifestyle/mode/new-york-fashion-week-mit-knabbereien-gegen-die-magersucht-581791.html

                      16,3 IST stark untergewichtig, und das ist genauso ungesund wie starkes Übergewicht, da beißt die Maus keinen Faden ab.

                      http://www.medizinfo.de/ernaehrung/untergewicht/folgen.shtml

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                    • Ole sagt:

                      Das ist ein häufiges Missverständnis.

                      Laufstegmodells sind tatsächlich so etwas wie „Kleiderhaken“. Das sind tatsächlich oft spindeldürre, große Frauen am Rande der Magersucht und oft auch kantigen, ernsten und mysteriösen Gesicherten. Viele Modedesigner meinen wohl, dass ihre Mode so am besten zur Geltung kommt, sie wollen gar nicht, dass eine klassische Schönheit oder gar ein bekanntes, freundliches Gesicht von den Kleidern ablenkt.

                      Das hat aber nur wenig mit den bekannten Supermodells oder den normalen Fotomodells zu tun, die man auf überall auf den Titelseiten von Zeitschriften, inder Werbung usw. findet. Heidi Klum zum Beispiel ist überhaupt nicht für die Laufstege in Paris oder New York geeignet. Die wirklich bekannten Modells, deren Körper vermarktet werden und die auch prägend für das westliche Schönheitsideal sind, haben völlig gesunde Proportionen.

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                    • Margret sagt:

                      Heidi Klum ist, wie ich gerade nachgelesen habe, genauso groß sowie schwer wie ich früher und ich war deutlich untergewichtig und wurde vom Arzt andauernd ermahnt.

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                    • Ole sagt:

                      Gut, Heidi Klum hat anscheinend einen BMI von 18,1. Das entspricht aber nicht „deutlichem“ Untergewicht, sondern leichtem Untergewicht, Normalgewicht beginnt laut WHO bei 18,5.

                      Außerdem sieht das in Heidi Klums Fall sehr gesund aus und bei ihr käme auch kein Arzt auf die Idee, sie zu ermahnen.

                      Und es ist sowieso nicht zu vergleichen mit den Laufstegmodells, die mit dem allgemeinen Schönheitsideal wenig zu tun haben.

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                    • Margret sagt:

                      Ja, es ist leichtes Untergewicht. Und sie gilt Modedesignern als „dick“ und damit als nicht-laufstegtauglich und als „High Fashion“-untauglich. Mit Untergewicht!

                      Die Behauptung, Models hätten regelmäßig „Normalgewicht“, ist doch schlicht falsch.

                      Und ob sie „gesund aussieht“ ist völlig irrelevat. Dank Make Up und Photo Shop kriegst Du selbst Leichen dazu, „gesund “ auszusehen.

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                    • ist das heidi klum gewicht ihr aktuelles? denn zur zeit liest man überall nur „oh mein gooooott, heidi hungert sich düüüüür!!!!! sie ist viel zu dünn, drama, skandal, schrecklich!!!“

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                    • und nur ums ins Verhältnis zu setzen: Ja, sie ist untergewichtig und sollte zunehmen aber wenn die Gute nen großen Kaffee und ein Frühstück im Magen hat, dann hat es sich schon erledigt, denn ihr Untergewicht beträgt ca. 1,5kg. Das liegt bei mir im Rahmen von Wasserschwankungen. Bedenkt man, das Models natürlich ihr Tiefstgewicht angeben und nicht ihr „hab gestern salzig gegessen“-Gewicht, ist Heidi nun nicht im dramatisch untergewichtigen Bereich Ich denke zwar, das sie zunehmen könnte wenn es ihr um ihre Gesundheit geht, aber wenn jemand 2kg im Übergewicht liegt, dann wäre doch das Geheule auch groß wenn ich sagen würde, die Person muss nun dringend abnehmen. Da würde jeder sagen „Meine Güte, wege der zwei kilo, man kanns auch übertreiben“^^

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                    • Ole sagt:

                      Dank Make Up und Photo Shop kriegst Du selbst Leichen dazu, “gesund ” auszusehen.

                      Wie jetzt, Heidi Klum wird per Photoshop dicker gemacht, um gesünder auszusehen? Sonst wird ja immer das wegtouchieren moniert.
                      Dass Heidi Klum aktuell abgenommen hat und gleich unter Magersucht-Verdacht geriet, wusste ich gar nicht. Ich bin kein Fan von ihr, aber ich fand ihre Figur früher immer sehr gut. Die 1-2 Kilo kriegt sie bestimmt schnell wieder drauf.
                      Ich denke das treibende Motiv bei lästernden Frauen ist da halt doch oft schlicht und einfach der Neid.

                      Mir sind auch viele der bekannten Modells zu dünn, aber die bei Männern derzeit wohl beliebteste, Kate Upton, hat anscheinend sogar einen BMI von 20. Man darf nicht vergessen, dass vor allem Frauen die Zielgruppe sind und das angestrebte Idealgewicht von Frauen unter dem liegt, was Männer am attraktivsten finden.
                      Modells die sich eher an die männliche Zielgruppe richten, auch die Frauen im Erotikbereich, haben bekanntlich in der Regel Normalgewicht.

                      Ja, es ist leichtes Untergewicht. Und sie gilt Modedesignern als “dick” und damit als nicht-laufstegtauglich und als “High Fashion”-untauglich. Mit Untergewicht!

                      Die Behauptung, Models hätten regelmäßig “Normalgewicht”, ist doch schlicht falsch.

                      Hm. Hatten wir das nicht bereits geklärt? Laufstegmodells sind eine ganz andere Kategorie, die sind wiederum überhaupt nicht Mainstream-tauglich, da wirklich viel zu abgemagerte Kleiderhaken, deren bloßen Körper keiner sehen will.

                      Das kann man gerne kritisieren. Aber mit dem weiblichen Schönheitsideal haben die wenig zu tun.

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                    • Margret sagt:

                      Keine Ahnung, ob Heidi momentan nochmal abgemagert ist, ich verfolge das nun nicht so genau. Da sie aber durchtrainiert ist und folglich, anders als „normale“ Untergewichtige, einiges an Muskelmasse haben wird, ist ihr Untergewicht „dramatischer“ als bei einem „normal untergewichtigen“ Menschen. Das ist aber auch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass sie als Untergewichtige im Modellbusiness trotzdem als „dick“gilt.

                      Und ja, man lässt Modells mittel Photoshop „gesünder“ aussehen. Z. B. indem man Rippen wegretuschiert oder eingefallene Wangen auffüllt. Andererseits nimmt man für Bikinifotos oft normalgewichtige Modells und streckt dann deren Bauch, um das Ideal „Busen und Po bei superschlankem Bauch“ zu erreichen.
                      Ich finde das gängige Schönheitsideal oft übrigens unrealistischer als Magermodells. Die haben dann wenigstens, ganz real und wenigstens auf dem Laufsteg sichtbar, keinen Busen und keinen Hintern und knochige Arme. Aber ein superdünner Bauch ohne sichtbare Rippen und dazu ne riesige Oberweite + guter Hintern, das ist real kaum zu erreichen (und wird eben deshalb für Bikini- und Unterwäschefotos künstlich erzeugt).

                      Übrigens danke ich dir, emn für die Fotos. Ich hab sie nämlich einer Freundin zeigen können, mit der ich schon die ein oder andere Diskussion darüber hatte, ob normalgewichtige Frauen auf Fotos „so fett“ wirken, dass Designer sozusagen gezwungenermaßen Untergewichtige nehmen müssen. Angeblich wäre das auch genau das, was die Leute sehen möchten. Wie man sieht, ja offenbar nicht. Man könnte also problemlos normalgewichtige Modells sogar mit einem Gewicht von um die 70 kg nehmen (Größen sind ja meist zwischen 1,73 und 1,85 m).

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                    • Von welchen Fotos redest du denn? Das was das Normalpublikum so vorgesetzt kriegt (TV, Frauenzeitschriften, Kataloge) sind doch normalgewichtige Frauen. Lediglich in der Fashion-Szene wird mit Untergewichtigen gearbeitet, und das sind auch die Sachen, die dann keiner mehr schön findet.

                      Im übrigen, wenn man trainiert ist, IST der Bauch meist recht flach und der Po ziemlich groß, denn dann hat man wenig Körperfett und ausgeprägte Pomuskeln. Ob der Busen dann groß oder klein ist liegt eher an der generellen Ausstattung und vielleicht ein Kleinwenig am Training des darunterliegenden Brustmuskels. So unrealistisch ist das nicht.

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                    • Margret sagt:

                      Zu Kate Upton. Angeblich wiegt sie 58 oder 59 Kilo bei einer Größe von 1,78. Das wäre kein BMI von 20 sondern liegt genau an der Grenze zum Untergewicht, wenn deine WHO Info stimmt. Die deutsche BzgA sagt 19 ist die Untergrenze, da liegen sowohl Heidi wie auch Kate drunter. Kate soll ja auch noch Silikonimplantate in DD haben, die wiegen nochmal ein Kilo, das müsstest Du abziehen. Sie wirkt ja auch nur wegen der großen Brüste so „üppig“, ansonsten ist sie schlank bis dünn. Und auch sie gilt im Modellbusness (trotz Niedrig-BMI) übrigens als „fett“.

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                    • hab jetzt mal ein bild der frau gegoogelt (kannt sie nicht), und auf mich wirkt sie nicht untergewichtig…. woher ist die gewichtsangabe?
                      http://thrillblender.com/wp-content/uploads/2014/12/616.jpg?f6683a

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                    • Grade geschaut. I call bullshit!Sie ist bei healthycelebs gelistet und wiegt 64kg, was sie auf einen völlig gesunden, mittleren BMI setzt: http://healthyceleb.com/kate-upton-height-weight-body-statistics/875

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                    • Ole sagt:

                      Der Punkt ist, dass sie als Untergewichtige im Modellbusiness trotzdem als “dick”gilt.

                      Den Punkt muss man manchen halt wieder drei mal erklären. Heidi Klum gilt nicht „im Modelbusiness“ als dick, das ist einfach falsch. Sie entspricht nur nicht den abgemagerten Fashion-Modells, die immer wieder als Referenz herangezogen werden, deren Körper und Gesicht außerhalb von Pariser Catwalks kein Schwein kennt oder sehen will. Laufsteg ist eine ganz eigene Kategorie.
                      Marco Huck ist auch „zu schmächtig“ für die ganz große Boxkarriere.

                      Unter den wirklich erfolgreichen und bekannten (so genannten Super-) Modells, die es auf die Titelseiten schaffen, ist ein BMI von 18 Standard. Bei rein männlicher Zielgruppe gehen die Maße teilweise noch deutlich nach oben.

                      Aber ein superdünner Bauch ohne sichtbare Rippen und dazu ne riesige Oberweite + guter Hintern, das ist real kaum zu erreichen

                      Och jö. Unsereiner erreicht auch nie den Waschbrettbauch und den „unrealistischen“ Körperfettanteil von Markus Schenkenberg.
                      Modells sind halt besonders und gerade deswegen schauen die Leute sie sich gerne an. Und falls irgendwo nachgeholfen wird, brauch ich erst recht keine Komplexe bekommen, dass ich nicht so aussehe.
                      In meiner Klasse gab es übrigens genau ein solches Mädel, superschlank, riesen Brüste und keine Rippen zu sehen (dafür Piepsstimme und ne extrem langweilige Streberin). Solche Frauen gibt es.
                      Vielleicht müssen manche auch einfach lernen ihren Neid im Zaun zu halten. Kann man durch andere Vorzüge alles ausgleichen, wenn man wirklich will.

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                    • Ole sagt:

                      Gibt man Kate Upton + weight bei Google ein, spruckt der erste Treffer 64 kg aus, das scheint auch realistisch.

                      Margret hat schon in einem unteren Beitrag mit den Zahlen geschummelt. Das merkt man schon beim Zusammenzählen, dass 52% Übergewicht nicht mit 67:43 korrespondieren kann.

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                    • Margret sagt:

                      Ich sprach von Fotos im High Fashion Bereich, denn darum ging es bei den Diskussionen mit der Freundin.

                      Woher hast Du die Info, „Normalmodells“, wären auch normalgewichtig? Meinen Informationen nach sind sie dann eben nur nicht stark, sondern eben „nur“ leicht untergewichtig. Zwei Beispiele habe ich genannt, Gisele Bündchen mit 1,80 und 57 Kilo wäre ein weiteres.

                      Und Du meint, Größe 34 und DD ist nicht unrealistisch? Selbst Größe 36 und D ist nun nicht gerade häufig anzutreffen. Würde man wirklich „normale hübsche Frauen“ abbilden, wie immer wieder mal gefordert, wären das Frauen mit einem BMI irgendwo bei 21 bis 25 und einer Körbchengröße von B und C.

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                    • Mit Normalmodels meine ich die Models, die nicht berühmt sind und in Werbung, Katalogen etc. gezeigt werden. Woher ich weiß, dass die normalgewichtig sind? Weil ich Augen habe und das gut einschätzen kann. So gut, dass ich z.B. ein Foto von Kate Upton sehe und direkt weiß dass du quatsch erzählst wenn du sagst, sie sei untergewichtig😉

                      Warum sollen „normal hübsche Frauen“ als Models arbeiten? Forderst du dann auch, dass Physikprofessoren durch „normal schlaue Realschüler“ ersetzt werden?

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                    • Ole sagt:

                      Kann es denn sein, dass die Gewichtsangaben bei Modells tendenziell zu niedrig ausfallen?
                      Man findet immer wieder welche, die nur einen BMI von 17 oder 18 haben, aber wesentlich gesünder aussehen als andere Frauen in diesem Bereich, die wirklich schon magersüchtig aussehen.
                      Ich schätze, Modells haben einfach oft bessere Proportionen, die ihnen auch einen geringeren BMI erlauben als Lieschen Müller von nebenan. Dann wäre das nur bedingt vergleichbar.

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                    • Klar wird auf den Setcards gelogen. Eine normale Frau schwankt gewichtsmäßig dank Hormonen/Wassereinlagerungen ohnehin bis zu einem BMI-Punkt hoch und runter, und ein Model wird natürlich ihr niedrigstes Gewicht angeben. Ich kann mich auch problemlos mit Entwässerungstabletten, Sauna und 1 Tag fasten innerhalb kurzer Zeit 3-5kg leichter machen, so wie ein Bodybuilder vorm Wettkampf^^

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                    • Ole sagt:

                      Wenn es nur um Fashion Modells geht hätten wir nicht diskutieren brauchen, da sind sicher alle einig dass die nicht gesund aussehen.

                      Giselle Bündchen ist wie Kate Moss natürlich ein Paradebeispiel für ein sehr dünnes Supermodell.

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                    • Ole sagt:

                      Würde man wirklich “normale hübsche Frauen” abbilden, wie immer wieder mal gefordert, wären das Frauen mit einem BMI irgendwo bei 21 bis 25 und einer Körbchengröße von B und C.

                      Ja, ich glaub darum geht es hier halt. Jede normale Frau würde halt auch gerne mal auf dem Cover der Vogue sein mit ihrer ganz natürlichen Figur. Oder am besten gleich Prinzessin sein.

                      So wie ich auch gerne mit meinen normalen sportlichen Fähigkeiten mal bei Jogi Löw eingechselt würde. Leider nehmen die da aber immer nur „unrealistisch“ gute Leute.

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                    • Margret sagt:

                      @ Ole „Unter den wirklich erfolgreichen und bekannten (so genannten Super-) Modells, die es auf die Titelseiten schaffen, ist ein BMI von 18 Standard. Bei rein männlicher Zielgruppe gehen die Maße teilweise noch deutlich nach oben.“

                      Und damit bestätigst Du, dass sie Untergewicht haben. Nur eben leichtes und kein extremes wie die High Fashion Modells.

                      Zu den Zahlen unten. Es stimmt, ich habe mich da in der Klammer verschrieben, es sind 62 % der Männer (nicht 67%) und eben 43 % der Frauen. Die Zahl, auf die es in der Aussage unten ankommt, nämlich 52 % der erwachsenen Deutschen sind übergewichtig, verändert sich damit aber nicht. Und deshalb frage ich mich weiterhin wie emn auf die „gedrittelte“ Gesellschaft (1/3 Adipöse, 1/3 leicht Übergewichtige, 1/3 Normalgewichtige) kommt, wenn nur etwas über die Hälfte der Bevölkerung insgesamt übergewichtig ist.

                      https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/11/PD14_386_239.html

                      Die Kate Upton-Maße habe ich von hier, hier und hier.

                      http://www.woman.at/a/kurven-star-kate-upton-accessorize
                      http://www.desired.de/plus-size-kurvenstar-kate-upton-im-bikini-auf-dem-cover-der-vogue/id_69420928/index
                      http://taddlr.com/de/celebrity/kate-upton/

                      @ emn Und Du meinst, normalgewichtige Frauen mit nicht übertrieben großen Brüsten könnten nicht dennoch außergewöhnlich schön sein? Von den Proportionen, dem Gesicht, den Haaren … her? Aber innerhalb realistischer Größen (das meinte ich oben mit „normal“)? Ich kann deine Argumentation hier überhaupt nicht nachvollziehen: Einserseits bemängelst Du, dass leicht Übergewichtige als „normal“ gelten würden, andererseits redest Du aber Modells mit leichtem Untergewicht das Wort.

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                    • http://www.adipositas-gesellschaft.de/uploads/pics/Praevalenz1_06.gif Hatte meine Zahlen von der deutschen Adipositasgesellschaft. Deine Zahlen resultieren aus einer „Befragung“, sind also soweit ich gesehen habe (telefonische?) Selbstauskünfte. Manschen, und insbesondere Frauen lügen sehr stark bei ihrem Gewicht.

                      Kate Upton wiegt definitiv mehr als 59kg, anhand ihrer Bilder ist sie nicht im geringsten Untergewichtig.

                      Ja, ich bemängle, dass leicht Übergewichtige als normal dargestellt werden und schlanke Frauen vollkommen hysterisch behandelt werden. Ich sehe also keinen Widerspruch darin zu sagen „Ja, Heidi Klum könnte gerne 2kg zunehmen um ins Normalgewicht zu fallen, aber 1,5kg ist auch durchaus etwas, das normalen Wasserschwankungen oder auch nur Vor-oder-nach-dem-„Morgenschiss“ entspricht, also sollte man die Kirche im Dorf lassen“.

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                    • Margret sagt:

                      @ Ole Mit „realistisch“ meine ich natürlich die Obergrenzen. Heißt, wenn Du nun mittels Doping beim Löw tatsächlich eingewechselt würdest, wäre das „unrealistisch“. Genauso wie gephotoshopte und operierte angeblich „natürliche“ Modells.

                      Wenn der gedopte Radrenfahrer allen anderen davonfährt, können die trainieren, wie sie wollen, sie werden den trainierten UND gedopten Fahrer nicht erreichen, wenn sie nicht selber dopen.

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                    • Ole sagt:


                      Und damit bestätigst Du, dass sie Untergewicht haben. Nur eben leichtes und kein extremes wie die High Fashion Modells.

                      Nicht alle, manche haben leichtes Untergewicht. Wobei man noch eben berücksichtigen muss wie EZM sagt, dass die oft ihr niedrigstes Gewicht angeben und außerdem auch perfekte Proportionen haben, die einen niedrigeren BMI erlauben.
                      Leute wie du sprechen da gerne gleich von „dürr“, während du aber sicherlich eine Frau mit ebenso minimalem Übergewicht sicher niemals als „dick“ bezeichnen würdest.

                      Und deshalb frage ich mich weiterhin wie emn auf die “gedrittelte” Gesellschaft (1/3 Adipöse, 1/3 leicht Übergewichtige, 1/3 Normalgewichtige) kommt, wenn nur etwas über die Hälfte der Bevölkerung insgesamt übergewichtig ist.

                      Diese Angaben schwanken je nach Studie, je nachdem wie erhoben wurde und welche Grenzen für welches Geschlecht verwendet wurden, ob extreme Körpergrößen und bei Männern ein hoher Muskelanteil berücksichtigt wurde. Häufig wird auch was zitiert von 67% / 53% (m/w), da kommt das mit den zwei Dritteln ja etwa hin. In den USA sowieso.

                      Die Kate Upton-Maße habe ich von hier, hier und hier.

                      An den Fotos hättest du eigentlich erkennen müssen, welche Zahl wohl stimmt und welche geschummelt ist bzw. falsch querzitiert wird. Man sieht doch am Foto, dass sie offensichtlich nicht untergewichtig ist.

                      Heißt, wenn Du nun mittels Doping beim Löw tatsächlich eingewechselt würdest, wäre das “unrealistisch”. Genauso wie gephotoshopte und operierte angeblich “natürliche” Modells.

                      An der Stelle fängt der Vergleich arg an zu hinken. In einem Sport müssen gleiche Bedingungen herrschen und Doping ist aus gutem Grund illegal.
                      Ich bin beileibe kein Freund von Schönheitsoperationen, aber wenn jemand investieren will um seinen Körper an das, was der (überwiegend weiblich geprägte) Markt nachfragt, anzupassen – wer will es ihnen verbieten?
                      Es können halt nun mal nur sehr wenige so erfolgreich sein. Man kann zwar mit Durchschittsmaßen immer noch sexuell hochattraktiv sein, aber es ist doch klar, dass auf dem Markt besondere Frauen gefragt sind und manche halt auch mit „unfairen“ (?) Mitteln kämpfen, um das Optimum rauszuholen.
                      Und da gilt auch wieder dasselbe wie im Profisport: wenn man einen Nicht-Profi dopt, kommt er dadurch auch noch lange nicht auf Profi-Niveau. Doping bringt nur Nuancen, die aber zwischen zwei Top-Athleten über Sieg und Niederlage entscheiden können. Ich als Amateurfußballer könnte so viel dopen wie ich will und wäre trotzdem nicht im Ansatz gut genug.

                      Die meisten Männer kommen auch gut damit klar, dass sie halt keine Profi-Sportler sind.

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                    • Margret sagt:

                      „http://www.adipositas-gesellschaft.de/uploads/pics/Praevalenz1_06.gif Hatte meine Zahlen von der deutschen Adipositasgesellschaft. Deine Zahlen resultieren aus einer “Befragung”, sind also soweit ich gesehen habe (telefonische?) Selbstauskünfte. Manschen, und insbesondere Frauen lügen sehr stark bei ihrem Gewicht.“

                      Natürlich resultieren die Zahlen aus Befragungen. Was denkst du denn, woher die Adipositas-Gesellschaft ihre Zahlen hat? Haben die die Deutschen alle nachgewogen? Grundlage solcher Studien sind immer entweder Befragungen oder Hochrechnungen von Kontrollgruppen.

                      Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch die von dir angegebenen Zahlen auf keine Drittelung schließen lassen. Die Gesamtgruppe der Übergewichten ist hier höher, entsprechend die Gruppe der Normal- und Untergewichtigen kleiner. 1,4 % sind untergewichtig, etwas über 40% sind normalgewichtig, etwas unter 40% leicht übergewichtig, und nicht einmal 1/4 adipös. Natürlich ist auch das besorgniserregend, aber eine Drittelung ist das nicht.

                      „Kate Upton wiegt definitiv mehr als 59kg, anhand ihrer Bilder ist sie nicht im geringsten Untergewichtig.“

                      „Weil ich Augen habe und das gut einschätzen kann. So gut, dass ich z.B. ein Foto von Kate Upton sehe und direkt weiß dass du quatsch erzählst wenn du sagst, sie sei untergewichtig“

                      Du kannst das genaue Gewicht einer Person aufgrund eines Fotos einschätzen (aus dem hervorstehende Rippen vielleicht noch wegretuschiert wurden)? Wow, mit der Fähigkeit hättest Du dich bei „Wetten dass“ bewerben sollen, als es noch existierte. Entschuldige meinen Sarkasmus, aber das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich.

                      „Ja, ich bemängle, dass leicht Übergewichtige als normal dargestellt werden und schlanke Frauen vollkommen hysterisch behandelt werden. “

                      Wo genau werden schlanke Frauen denn hysterisch behandelt? Was ich gehört habe war, bis auf wenige „Bohnenstangen“-Ausfälle“ „Cool, so will ich auch aussehen“, „Wie machst Du das nur?“, „ich wär auch gern so schlank“. Die angebliche „Hysterie“ bezieht sich doch nur auf einen BMi von unter 18,5, eher noch weniger und da ist sie auch angebracht (meiner Meinung nach wäre 19 richtiger).

                      Findest Du, was die 1 oder 2 Kilo betrifft, diese dann auch verschmerzbar nach oben hin? Also 1 bis 2 kg Übergewicht?

                      Ehrlichkeit wäre übrigens schonmal was. Wenn die BMI 18 Damen dann wenigstens sagen würden „meine Figur ist harter Arbeit, mehreren Stunden Workout täglich und einem straffen Diätplan geschuldet, Kuchen und Süßkram und Chips sind für mich weitgehend tabu und der Busen ist vom Chirurgen“, okay, dann hört sich das schon gar nicht mehr so verlockend an wie „och, ich trinke täglich 3 Liter Wasser und mache diese neue Entschlackungskur einmal im Jahr und laufe täglich 20 Minuten im Park, und meine plötzlich enstandene Körbchengröße D kommt davon, dass ich jetzt die Unterbrustmuskeln 5 Minuten am Tag trainiere“.

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                    • Ich denke nicht, dass ich über herausragende Fähigkeiten verfüge, wenn ich in etwa den BMI einer Person schätzen kann. Das ist keine Zauberei, und ich sagte auch nicht, dass ich es auf ein Pfund genau treffe. Aber bei Kate Upton ist die Differenz zwischen deiner Untergewictsbehauptung und den m.E. realistischeren Zahlen 5kg, also fast 2 BMI-Punkte. Und wenn du mich fragst, sind die 64kg noch etwas nach unten geschummelt, für mich sieht sie sogar eher nach 66+kg aus, bei 178cm. Aber das kann auch täuschen, da will ich mich nicht aus dem Fenster lehnen.

                      Und wenn BMI 18 Damen täglich „mehrere Stunden Workout“ machen, dann essen sie mit Sicherheit mehr als der Durchschnitts-Inaktive-Moppel und dürfen sich auch mal Kuchen und Chips gönnen. Zum Vergleich: Eine inaktive Frau, die 80kg bei 175cm wiegt verbrennt am Tag ca. 2000 kalorien. Eine aktive Frau, die täglich eine Stunde Sport treibt und 58kg wiegt bei der Größe verbraucht mindestens 2500 Kalorien (http://www.online-ernaehrungsberatung.com/tools/bmr-grundumsatz-rechner) …. und iss erstmal 2500 Kalorien von Salat und Magerquark, so viel kriegst du gar nicht runter. Da müssen auch mal kalorienreichere Dinge gegessen werden um überhaupt den Bedarf zu decken. Aber klar, es liest sich viel besser wenn man sagt „Hach, ie armen dürren Models, machen 5 Stunden Sport am Tag und knabbern traurig an einem Salatblatt um SO auszusehen“

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                    • Ole sagt:

                      Ehrlichkeit wäre übrigens schonmal was.

                      Dann fang du doch mal an und gib einfach zu dass du neidisch bist.

                      Wenn die BMI 18 Damen dann wenigstens sagen würden “meine Figur ist harter Arbeit, mehreren Stunden Workout täglich und einem straffen Diätplan geschuldet, Kuchen und Süßkram und Chips sind für mich weitgehend tabu und der Busen ist vom Chirurgen”, okay

                      Also als du damals so viel wie Heidi Klum gewogen hast, hast du das alles gemacht?
                      Sorry, aber ich weiß das auch nächster Nähe dass das nicht nötig ist und viele Frauen auch ohne große Anstrengung eine Top-Figur haben. Sie essen halt einfach nicht mehr als sie brauchen, oder verzichten halt auf Süßigkeiten.
                      Und große Brüste gibt es hier und da auch in echt, stell dir vor.

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                    • Margret sagt:

                      “An der Stelle fängt der Vergleich arg an zu hinken.”

                      Stimmt, dein Vergleich hinkte von Anfang an. Weil “Dünnsein” erstmal keine Fähigkeit ist.

                      “In einem Sport müssen gleiche Bedingungen herrschen und Doping ist aus gutem Grund illegal.”

                      “Ich bin beileibe kein Freund von Schönheitsoperationen, aber wenn jemand investieren will um seinen Körper an das, was der (überwiegend weiblich geprägte) Markt nachfragt, anzupassen – wer will es ihnen verbieten?
                      Es können halt nun mal nur sehr wenige so erfolgreich sein. Man kann zwar mit Durchschittsmaßen immer noch sexuell hochattraktiv sein, aber es ist doch klar, dass auf dem Markt besondere Frauen gefragt sind und manche halt auch mit “unfairen” (?) Mitteln kämpfen, um das Optimum rauszuholen.”

                      Und damit wären wir beim Kern der Sache. Warum unterziehen sich gesunde Menschen (mittlerweile auch Männer) medizinisch nicht notwendigen und teils hochriskanten Eingriffen? Offenbar deshalb, weil das herrschende Schönheitsideal a) unrealistisch ist und b) anders als behauptet, sehr wohl geeignet ist, großen Druck auszuüben.

                      Und wie kommt dieses Schönheitsidel überhaupt zustande, wenn nicht durch “Vorbilder”.

                      @ emn Was ich noch sagen wollte: Du widersprichst dir in einem Punkt selbst: Mehrfach hast Du nun bereits geschrieben, Menschen, gerade Frauen, würden bei ihrem Gewicht lügen und zwar nach unten lügen. Und das beträfe sogar Topmodels wie Heidi Klum. Warum sollten sie dies denn tun, wenn das herrschende Schönheitsideal nicht überschlank wäre? Dann könnte Heidi Klum, wöge sie denn 60 kg, auch ganz entspannt dazu stehen.

                      Wenn “fat acceptance” anerkannt wäre, würde das Gewicht ja eher nach oben korrigiert werden.

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                    • Margret sagt:

                      @ emn Von Magerquark und Salatblatt hab ich nichts gesagt. Aber für einen BMI 18 musst Du dich trotz Workout an einen Diätplan halten.

                      @ ole Woran es genau lag, dass ich so dünn war, weiß ich nicht so genau.Ich war tatsächlich schon als Kind sehr dünn (aß aber damals wohl auch sehr wenig). Ich glaube aber mittlerweile, dass einen nicht unerheblichen Anteil eine lange nicht erkannte bzw. von Ärzten nicht ernstgenommene Fruktose- und Laktosemalabsorption hatte. Und das ist nicht unbedingt erstrebenswert.

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                    • Ich habe dir extra den Kalorienbedarf errechnet, also warum sollte jemand, der 500 Kalorien mehr als die mollige Durchschnittsfrau essen MUSS um das Gewicht zu halten, einen Diätplan befolgen? Weil das in Klischeehausen so ist?

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                    • Ole sagt:


                      Stimmt, dein Vergleich hinkte von Anfang an. Weil “Dünnsein” erstmal keine Fähigkeit ist.

                      Achso, eben hast du noch behauptet, für einen BMI von 18 müsste man quasi den ganzen Tag trainieren. Tut mir leid wenn ich dir die letzten Illusionen nehme, aber ein Top-Modell muss weit mehr leisten als „Dünnsein“. Man braucht halt sehr gute Anlagen, einen herausragenden Körper und dazu noch Disziplin und Arbeit, als Nationalspieler wie als Supermodell. Aber das alles bringen die wenigsten mit, 99% scheitern schon am Talent/Genen.
                      Insofern trägt der Vergleich für meine Argumentation perfekt, für deine jedoch gar nicht.

                      Warum unterziehen sich gesunde Menschen (mittlerweile auch Männer) medizinisch nicht notwendigen und teils hochriskanten Eingriffen?

                      Weil sie es wollen? Weil dieser Beruf so attraktiv für sie ist, dass sie evt. Defizite gegenüber den Besten für viel Geld ausgleichen wollen?
                      Wenn zwei Frauen superschlank sind, die eine aber größere Brüste hat und der Markt genau das nachfragt, warum sollte der Fotograf dann die andere nehmen? So funktioniert ein Markt halt. Und wenn es um viel Geld und Ruhm geht, helfen halt manche nach.
                      Meines wäre es auch nicht, aber der konservative Zeigefinger ist an der Stelle doch wirklich abgelutscht.
                      Sportler trainieren auch über das gesunde Maß hinaus, andere schuften sich für einen Führungsjob kaputt und schlafen nur 4 Stunden. So sind Menschen nun mal, wenn sie im Wettbewerb stehen.
                      Das ist aber auch wieder so eine typische Neid-Äußerung : „die sind doch eh alle operiert! das kann nicht mit rechten Dingen zugehen, dass die so schlank sind

                      Offenbar deshalb, weil das herrschende Schönheitsideal a) unrealistisch ist und b) anders als behauptet, sehr wohl geeignet ist, großen Druck auszuüben.

                      Ideale sind immer „unrealistisch“. Deswegen heißen sie Ideale.
                      Was glaubst du, wie viele Männer eine Penisvergrößerung machen würden (viele tun es sogar schon, es ist mit die häufigste Spam-Mail), wenn der Eingriff einigermaßen erfolgsversprechend wäre? Die meisten wünschen sich auch einen Penis, der weit über das hinaus geht was Frauen realistischerweise wollen. Das hat halt auch viel mit intrasexueller Konkurrenz zu tun.
                      Übrigens zeigen Studien, dass Schönheitsoperationen oft den Selbstwert maßgeblich steigern.
                      Aussehen ist nun mal halt wichtig, und alle streben Ideale an.
                      Wer sich zu viel Druck macht, hat halt ein Selbstwertproblem.
                      Aber die Tendenz, daher die Erfolgreichen, Schönen und Sportlichen am liebsten aus den Medien verbannen zu wollen, ist wirklich ekelhaft.
                      Zumal vor allem Frauen sich die ganzen Zeitschriften kaufen und genau das sehen wollen (oft auch nur, um wie du darüber zu lästern).

                      Und wie kommt dieses Schönheitsidel überhaupt zustande, wenn nicht durch “Vorbilder”.

                      Das ist zu einem sehr großen Teil evolutionsgenetisch bedingt. Die Schwankungen über die Zeit sind nicht so groß wie oft behauptet und es wird auch niemals eine adipöse Frau einem allgemeinen Ideal entsprechen, egal wie viele „normale“ Frauen davon träumen.

                      Warum sollten sie dies denn tun, wenn das herrschende Schönheitsideal nicht überschlank wäre? Dann könnte Heidi Klum, wöge sie denn 60 kg, auch ganz entspannt dazu stehen.

                      Weil innerhalb der Branche die Norm natürlich schon etwas herabgesetzt ist.

                      Aber für einen BMI 18 musst Du dich trotz Workout an einen Diätplan halten.

                      Unsinn!
                      Es haben einfach auch nicht alle Menschen gleich viel Hunger. Nur weil es dir (heute) schwer fällt solch ein Gewicht zu halten, gilt das noch lange nicht für alle Frauen.

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                  • tom174 sagt:

                    „dass ein Grund dafür, dass ich so verdammt fett geworden bin darin lag, dass ich mein Essverhalten mit dem von Kerl verglichen habe.“
                    Interessant, so hab ich das noch nie gesehen. Ich dachte immer, es läge daran, dass Frauen in einer Beziehung einfach nicht mehr so den Druck haben, dem Schlankheitsideal zu entsprechen.

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                    • Das ist sicher auch ein faktor, aber ich denke nicht, dass es der hauptfaktor ist. Ich glaube, es liegt eher daran, dass man in Beziehungen oft viele Essintesive Dinge tut (Kino mit Popcorn, Essen gehen, zusammen kochen, Videoabend mit Chips, Picknick…..) und im Schnitt halt die meisten Männer größer und schwerer sind als die Frau. Also is(s)t man permanent mit jemandem zusammen, der tendenziell mehr und häufiger isst als man selbst… das ist auf Dauer dann schon animierend auch nochmal zuzulangen.

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                    • tom174 sagt:

                      Ergibt total Sinn. Habe ich nur nie drüber nachgedacht.

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                    • Michael sagt:

                      @EZM:

                      Mh … plötzlich eröffnet sich mir eine völlig neue Erklärung dafür, warum mein Bruder seit der Hochzeit so eine Wampe bekommen hat … in seinem Fall ist seine Frau nämlich eine ganze Ecke größer, breiter und schwerer 🙂
                      … es könnte natürlich auch schlicht an den 300-400 g Schokolade liegen, die er täglich isst …🙂

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                    • Wirst lachen, es gibt Forschug dazu dass das Risiko Gewicht zuzulegen steigt, je mehr Übergewichtige Menschen man im Umfeld hat, insbesondere in der Partnerschaft wenn der Partner dick ist.

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                    • IULIUS sagt:

                      Bei meinen Partnerinnen liegt das meist daran, daß sie essen, wenn sie hunger haben und dann noch einmal, wenn ich was esse.

                      Demnach ist es eine Kombination zwichen, brauchen für die suche eines Partners nicht mehr attraktiv zu sein und das gemeinschaftliche Essen.

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            • Die Schönheitsnormen gibt es für Männer natürlich auch. Mag sein, dass die nicht ganz so stark wirksam sind. Aber was meinst du, warum ich jahrelang ins Fitnessstudio gerannt bin?

              Der Unterschied ist vielleicht eher: Ich bin jahrelang ins Fitnessstudio gerannt und habe meinen Körper gestählt. Das hat allerdings nicht dazu geführt, dass mir mehr Frauen hinterhergeschaut hätten. Ergo: Kein Nutzen, denn sein wir mal ehrlich: ein Großteil unseres Verhaltens ist doch zumindest teilweise durch die Wirkung auf’s andere Geschlecht bestimmt.
              Gehen Frauen ins Fitnessstudio oder arbeiten anderweitig an ihrem Sex-Appeal, wirkt sich das für sie messbarer aus. Behaupte ich jetzt einfach mal.

              Daher erscheint es dann vielleicht so, als wären die Schönheitsnormen für Frauen stärker, als für Männer. Was kann man da machen? Soll man Männer dazu verdonnern, jetzt auch Frauen hinterherzuschauen, die sie nicht attraktiv finden? Soll man Frauen dazu verdonnern, jetzt offensiver schönen Männern hinterherzuschauen?
              Finde ich alles irgendwie dämlich.

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      • Margret sagt:

        „Ich wei es nicht. Vieleicht weil Fatacceptance vorwiegend ein Feministisches Thema ist und Männer das kaum forcieren.“

        Das hieße aber, Männer forcieren das Thema Fat acceptance nicht, sind aber trotzdem häufiger übergewichtig. Fat acceptance hat also offenbar wenig Einfluss auf Übergewicht (also im Sinne einer bewussten Entscheidung nicht abzunehmen). Ansonsten wäre doch zu erwarten, dass das Verhältnis umgekehrt wäre und folglich Frauen häufiger übergewichtig wären als Männer.

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        • Das ist m.E. ein logischer Fehlschluss. In den US ist z.B. Fatacceptance verbreiteter und es sind sogar noch mehr Leute dick als hier. Aber das sind nur Korrelationen.

          Ein Problem ist, denke ich, dass Männer generell mehr Muskelmasse haben und damit per se etwas schwerer sind. Ich denke jedoch nicht, dass Männer ungerechtfertigt vom BMI als zu dick qualifiziert werden (das ist statistisch bei 3% der Fall) sondern eher, dass der Normal-BMI für Frauen zu hoch angesetzt ist. Wenn 40% der als „Normalgewichtig“ geltenden Frauen laut Körperfettanalyse zu viel Fett haben, dann bedeutet das m.E., dass der Grenzbereich zu hoch angesetzt ist. Wenn Frauen biologisch gesehen weniger Muskeln haben als Männer, dann ergibt es keinen Sinn, dass sie gleich schwer sein sollen.

          Aber versuch mal vorzuschlagen, den BMI für Frauen auf 24 zu senken….. möge das Drama beginnen.

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          • Margret sagt:

            Dass Männer mehr Muskelmasse haben, wird beim BMI doch auch bisher schon berücksichtigt.

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            • Jein. Die allgemeinen Richtlinien (Normalgewicht 18.5-25, Leichtes Übergewicht 25-30, Adipositas ab 30) sind nicht nach Geschlecht aufgeschlüsselt. „Sonderformen“ des BMI werden eher selten genutzt.

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              • Margret sagt:

                Ich habe ja auch schon einige Male meinen BMI ausrechnen lassen (ganz einfach im I-net) und es wurde immer nach meinem Geschlecht gefragt. Was für einen Sinn hätte das, wenn es beim BMI nicht berücksichtigt würde? Wikipedia sagt auch „Alter und Geschlecht spielen bei der Interpretation des BMI eine wichtige Rolle. Männer haben in der Regel einen höheren Anteil von Muskelmasse an der Gesamtkörpermasse als Frauen. Deshalb sind die Unter- und Obergrenzen der BMI-Werteklassen bei Männern etwas höher als bei Frauen. So liegt das Normalgewicht bei Männern laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung im Intervall von 20 bis 25 kg/m², während es sich bei Frauen im Intervall von 19 bis 24 kg/m² befindet.“

                http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index

                Und hier habe ich gerade ausprobiert, 85 kg, 180 cm<, 30 Jahre, 1x männlich , 1 x weiblich. BMI 26,2 ist bei Frauen "mäßiges Übergewicht" und bei Männern "minimales Übergewicht".

                http://de.smartbmicalculator.com/ergebnis.html?unit=0&hc=176&wk=83&us=1&ua=35&gk=68&di=0

                Und hier http://www.bmi-rechner.net/danke.htm

                ist das Normalgewicht für Frauen zwischen 19 und 24 und das für Männer zwischen 20 und 25.

                Und so hat eine 30-jährige Frau mit 80 kg und 1,80 hier bereits leichtes Übergewicht, während ein Mann bei selben Werten noch normalgewichtig ist.

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    • Weil körperliche Schönheit bei Frauen ein gewichtigeres Thema ist und sie es nicht durch Status ausgleichen können. Sie merken es daher eher im Bereich der intrasexuellen Konkurrenz.

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      • Graublau sagt:

        „Gewichtigeres Thema“…😀

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      • Margret sagt:

        Heißt, wenn in Zukunft Status für Frauen auch wichtiger würde, könnten wir das mit der Schönheit entspannter sehen?

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        • Wenn es so wäre, dann wahrscheinlich ja. Aber Status ist bei Männern mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund sexueller Selektion wichtig.
          Ich rechne nicht damit, dass eine Selektion auftritt, die das bei Frauen auch fördert. Und selbst wenn würde es eben erst in evolutionären Zeiträumen geschehen, also länger als wir leben.

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          • Margret sagt:

            „Aber Status ist bei Männern mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund sexueller Selektion wichtig.“

            Dacht ich’s mir doch😉.

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            • @margret

              Sollte das dann eine Art Fangfrage sein oder was willst du damit sagen? Das vertrete ich seit Jahren in diversen Artikeln und es ist eine recht logische Folge evolutionärer Überlegungen zur sexuellen Selektion.
              Das Frauen Status höher bewerten als Männer ist eigentlich auch nichts, was wirklich Leute überrascht oder?

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              • Margret sagt:

                Neee, keine Fangfrage. Allerdings hat es mich letzten Endes nicht überrascht, dass Du davon ausgehst, es handle sich um ein evolutionär bedingtes „Problem“, während ich der Ansicht bin, dass auch bei Frauen über Jahrtausende hinweg der Status (im Sinne der gesellschaftlichen Hierarchie) in Fortpflanzungsfragen / Heiratsfragen sehr wichtig war (eine standesgemäße Braut war keine, die schön war, zumindest nicht zwingend). Und dass sich dies erst in den letzten circa hundert Jahren mit zunehmender Unwichtigkeit starrer Hierarchien (im Sinne eines Ständesystems) anders entwickelt hat. Darum kann ich da nichts „Evolutionäres“ sehen, sondern wenn, dann schlicht eine Versorgungsfrage bei einigen Frauen. Und auch heute noch kann man übrigens beobachten, dass Akademiker auch lieber Akademikerinnen heiraten, auch wenn die Friseurin aus dem „Cut & Go“ vielleicht stärker den gängigen Schönheitsnormen entspricht als die Ex-Kommilitonin. Insofern gehe ich davon aus, dass das „Problem“ schnell und auch leicht behebbar wäre, Du aber davon, dass es Jahrtausende bräuchte, hier eine Änderung herbeizuführen.

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                • IULIUS sagt:

                  @Margret,
                  da wirfst Du ein paar Dinge durcheinander.
                  Standesgemäße verheiratung hat nichts mit Evolution im eigentlichen Sinns zu tun. Da geht es ja um Macht- und Geldfragen und nicht um genetische Verbesserung. Oft wurde sogar das Gegenteil erreicht, daß aufgrund dieser „Standesheiratungen“ die Familien in gänze ausgestorben sind, oder alle Abkommen behindert oder verkrüppelt waren.

                  Betreffend Deiner Argumentation, daß Akademiker lieber Akademikerinnen heiraten ist einfach zu begründen, Intelligenz ist auch ein starke Eigenschaft für die Überlebensfähigkeit der Brut. Somit evolutionär begründbar.

                  Wobei Du recht hast, das Problem wäre aufgrund unser Intelligenz schnell behebbar, da sie unsere Triebe zumindest teilweise unterdrücken und kontrollieren kann. Nur wer tut das gern, denn das ist mit erheblichen Nachteilen verbunden.

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                  • Margret sagt:

                    Dann hätten Menschen also über einige Jahrtausende gegen „die Evolution“ gearbeitet, indem sie „standesgemäße Ehen“ forciert haben? Der negative Aspekt solcher Heiratspolitik kommt ja übrigens bei ausreichend großer Bevölkerungszahl auch erst in der kleinen Gruppe des Hochadels zum Tragen. Standesgemäße Heirat betraf aber fast alle Bevölkerungsgruppen.

                    Und Du hältst auch Intelligenz für ein wesentliches Selektionskriterium (ich persönlich dachte eher an „Gleichwertigkeit“ im Sinne des alten „Gleich und gleich gesellt sich gern“)?

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    • Graublau sagt:

      Eine gute Frage. Wer würde etwa „die armen Jungs“ dagegen verteidigen, dass ihnen völlig unrealistische Schönheitsideale von Schauspielern und Modells präsentiert werden? Man scheint davon auszugehen, dass in diesem Bereich nur Frauen „falsche Ideen“ eingepflanzt werden bzw. dass nur sie schützenswert sind.

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      • gruenkariert sagt:

        Eben, das offensichtlich allen Fakten widersprechende Gejammere von unrealistisch dünnen Körperidealen setzt ein Verständnis von Frauen als arme, schwache, meinungslose Geschöpfe voraus. Wo ist der Feminismus, wenn man ihn braucht?😉

        Disclaimer bevor einer Bomben wirft: Deswegen muss sich trotzdem einiges an der Darstellung von Frauenkörpern in der Öffentlichkeit ändern. Aber halt nicht bezüglich Körpermasse.

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      • Margret sagt:

        Topmodels allerdings haben tatsächlich oft unrealistisch dünne Korpermaße. Und dass „Plus Size“ schon bei Modells mit BMI 19 beginnt und ein „Plus Size Modell“ selten mehr als 23 hat, ist höchst merkwürdig. Warum beginnt das dann nicht mit BMI 24? Denn da beginnt tatsächlich „Übergewicht“ und damit „Plus Size“.

        Hier übrigens ein interessanter Artikel zum Thema http://www.schweizer-illustrierte.ch/stars/international/absurd-plus-size-model-mit-bmi-von-19

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    • Margret sagt:

      Hab ich mich auch spontan gefragt.

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    • gerhardks sagt:

      Liebe Onyx, Unter- und Übergewicht ist eben ein Thema das vor allem von Frauen diskutiert wird. Ich bitte z.B: um ein Äquivalent zur „Bikini Bridge“ bei Männern. Diese angeblich so schöne Körperform, ist dann vorhanden wenn eine Frau Untergewicht hat.
      Nein? Sowas gibt es nicht bei Männer? Weil wenn ein Mann untergewichtig ist, ist er einfach dürr und es wird kein Kult daraus gemacht? QED

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    • Ehrlich gesagt, habe ich noch selten erlebt, dass Männer (in Bezug auf das eigene Geschlecht) über die Definition von Über-/Unter-/Normalgewicht diskutieren.

      Meiner Erfahrung nach, sehen die meisten Männer Über- bzw. Untergewicht als etwas, das man vom Arzt erfährt und zu dick bzw. zu dünn ist man dann, wenn die relevante/n Frau/en sich beschwert bzw beschweren.

      Anders gesagt: Gewicht ist für die meisten Männer mehr ein Zustand als ein Ideal, da lohnt es sich schlichtweg nicht, sich irgendwas schön zu reden, weil letzten Endes interessiert es uns dann doch nicht so besonders…😉

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    • vortex sagt:

      „…fast ausschließlich an Frauen diskutiert…“

      Weil fette Männer wissen das sie Scheiße aussehen. Darum ist das Thema abgehackt und nicht mehr Diskussionswürdig. Der fortgeschrittene Selbstbetrug vieler fetter Frauen verhindert einen erfolgreichen Abschluss dieses Themas. Abgesehen davon machen sich fast ausschließlich Frauen über Gewicht verlautete Sorgen.

      Zusätzlich bestimmt sich der sexuelle Wert einer Frau zu dem überwiegenden Teil aus ihrem Aussehen, bedeutet das Übergewicht ein fundamentaleres Problem für Frauen auf dem Partnermarkt ist.
      Männer haben die Möglichkeit ihren sexuelle Wert mit nicht-körperlichen Attributen ( Geld, Macht, Ansehen ) zu steigern, ergo kein so großes Problem. Siehe Helmut Kohl. Geistig im Eimer, fett und im Rollie und er kriegt in seinem Lebensabend noch eine ab. Wenn Frauen auf Kosten ihrer materiellen Präferenzen ähnlich viel Wert auf Äußerlichkeiten legen würden gäbe es auch mehr Männer die sich in dieses Thema reinknien würden.

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  2. Keks sagt:

    Endlich wieder ein Text \o/
    Und dazu noch so ein guter, genau das ist mir auch schon oft aufgefallen. Besonders weil ich gerade auf der Grenze zum Untergewicht bin und immer schon schlank war, traue ich mich sowas nie auszusprechen, weil dann nur ein „Hör auf Menschen zu beleidigen, du hast ja gut reden und darfst dazu gar nichts sagen.“ kommt. Umso besser finde ich es dazu mal einen so schönen Artikel mit Fakten und Beispielfotos zu lesen udn weiterleiten zu können🙂

    Übrigens: Mit meinem BMI zwischen 18,5 und 19 fühle ich mich selbst viel zu dünn und mir passt keine Kleidung mehr, selbst 32 ist mir oft zu groß. Auf Fotos sehe ich meiner Meinung nach (und auch von bekannten bestätigt) aber nicht zu dünn aus, sondern sogar deutlich normaler/kräftiger als ich mich fühle Das liegt vielleicht auch daran, dass ich absolut kein Sport mache und alles, was an Gewicht da ist, Fettmasse ist. Sehr wenig, aber eben trotzdem keine Muskeln. Dass jemandem, der noch nicht mal einen untergwichtigen BMI hat und auch nicht zu dünn wirkt, sogar die kleinste zu kaufende Kleidergröße nicht mehr passt, ist wohl auch einer der Punkte, die im Artikel genannt werden. Ich habe das Gefühl (und auch schon mit anderen darüber gesprochen, die dasselbe beobachtet haben), dass die Kleidergrößen in den letzten 10 Jahren immer größer geworden sind, so dass sich mehr Frauen schlank fühlen, weil ihnen eine 36/38 passt, obwohl es vor einigen Jahren noch eine 40 gewesen wäre.

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    • gruenkariert sagt:

      Da kommt es dann allerdings auch stark auf die Größe an. Mit 180 cm musst du z. B. als Frau auch im unteren Normalgewicht-Bereich einfach mal 40 kaufen, wenn du nicht bauchfrei rumlaufen willst😉

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    • emannzer sagt:

      „… dass die Kleidergrößen in den letzten 10 Jahren immer größer geworden sind, so dass sich mehr Frauen schlank fühlen, weil ihnen eine 36/38 passt, obwohl es vor einigen Jahren noch eine 40 gewesen wäre.“

      Das stimmt sogar. Als z.B. Tchibo mit seinem Non-Food Geschäft in England aktiv wurde, sah man sich im Konzern gezwungen, die Kleidergrößen anzupassen, da die Engländerinnen in der Masse etwas wuchtiger sind.

      Insofern mutierte die 36 zur 38 und größer. Kein Wunder, dass es nun bei dir etwas ’schlabbert‘, denn die Globalisierung fordert ihren Tribut.

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  3. Ja, Übergewicht ist eine weitaus größere Gefahr als Untergewicht bezüglich der betroffenen Personen.
    Was auch interessant ist, weil übergewicht ja eine erhebliche „Gegenpropaganda“ hat. Anscheinend ist der Mensch doch nicht so leicht formbar (im doppelten Sinne)

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  4. Peter sagt:

    Ich vermisse bei den Gewicht-Vergleichen immer das Alter. Auch auf den Fotos beziehst Du Dich ausschließlich auf junge Menschen. Das Alter wird bei der BMI-Ermittlung nicht berücksichtigt und auch in den „normalen Tabellen“ ausgelassen. Wenn ein junger Mensch einen BMI von 26 hat (ca. 84 kg bei 1,8m Größe) ist er übergewichtig, ein 70 jähriger aber meines Erachtens nicht. Oder seh ich das falsch?

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    • semilocon sagt:

      Doch, es gibt den BMI nach Alter gestaffelt. Aber eben nicht so krass. Mit 80 einen BMI von 28 zu haben, ist dann noch gerade gut.

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    • Es gibt da unterschiedliche Ergebnisse. Übergewicht ist wohl trotzdem nicht so gesund für ältere, aber es kann manchmal ein Schutzfaktor sein, da ältere Menschen oft durch chronische Krankheiten schnell an Gewicht verlieren. Dann sind ein paar Extrakilos nicht schlecht um das abzufangen, auch wenn für gesunde ältere Leute das Übergewicht nicht so positiv ist.

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  5. susepedia sagt:

    Wow, spannender Beitrag. Und augenöffnend, was die Körperformen angeht, die mit den unterschiedilchen BMI-Gruppen zusammenhängen. Nichtdestotrotz empfinde ich tatsächlich die „leicht Übergewichtigen“ als vollkommen normal – und für mich persönlich auch erstrebenswert, was die Optik angeht. Ob da wohl die ästhetischen Normgewohnheiten sich wirklich verschoben haben, weil man so oft Übergewichtige sieht? Die Vergleiche aus der Vergangenheit, die du ausgeführt hast, legen das ja tatsächlich nahe. nd es erklärt, warum manch „normale“ Frau im Freundeskreis jammert „ich bin sooo dick“, auch wenn sie für keinen anderen so aussieht – ihr BMI sagt ihr halt was anderes.
    Ob ich dem BMI trotzdem trauen will? Definitiv nicht ohne andere Referenzen.😉

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  6. Mandelcreme sagt:

    Toller und interessanter Text! Deine Comics sind auch immer super, aber hier bietet sich mal ein bisschen mehr Diskussionsstoff =)
    Ein ganz wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach die Unterscheidung zwischen Psyche und Körper. Ich habe schon sehr den Eindruck, selbst wenn es tatsächlich nicht so viele Untergewichtige oder sehr dünne Menschen gibt, dass es aktuell das Idealbild ist und viele, vor allem Teenager, danach streben. Das führt auch leider dazu, dass es unheimlich viele Essgestörte gibt und das ist keine gute Entwicklung.
    Auch das dicke oder adipöse Menschen oft mit negativer Stigmatisierung zu tun haben (ja, sehr Dünne auch, aber ich glaube dennoch, dass es bei dicken Menschen weitgreifender ist) ist ein Problem. Das heisst nicht, dass ich es gut finde, ihnen einzureden, dass so ein Körper „normal“ ist und gesund, aber dieser ganze Psychodruck und Stigmatisierung sollte abnehmen. Allein wenn man sich schonmal ein paar Serien anschaut, die Guten sind immer die Schlanken und Schönen, und die Dicke ist extrem oft die böse. Welchen Rummel es allein um die Serie „Girls“ gab, weil die Hauptdarstellerin einfach mal nicht diesem Schema entspricht zeigt ja schon, wie krass dieses Bild verankert ist. Wer weiß, welche Ursachen dazu geführt haben, dass man dick ist, und dann so oft auch ein negatives Bild zu stoßen und sich nicht akzeptiert zu fühlen ist sehr schwer.
    Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, dass man auf sich achtet, dazu gehören gesunde Ernährung und Sport. Und die wenigsten körperlich Gesunden sind damit dann übergewichtig. Und weil das einfach ein riesen Wohlfühlfaktor ist, sollte ein gesunder Lebensstil propagiert werden. Aber deswegen sollten Menschen, die (noch) nicht diesem Bild entsprechen, nicht diskriminiert werden. Genausowenig sollte man aber sagen, ach ist schon gut so, mach weiter und scheiß auf die Meinung anderer.

    Mit dieser Wahrnehmungsverschiebung, was jetzt dick und was normal ist, kann ich übrigens nur sehr zustimmen. Ich habe leider essstörungsbedingt schon sämtliche Gewichtsstufen mitgemacht und bin aktuell 10kg über dem Beginn des Normalgewichts und versuche, dieses zu erreichen. Mir ist ganz klar, dass ich zu dick bin, was ich zum einen an körperlichen Einschränkungen merke und natürlich auch an so Sachen wie Kleidergrößen etc.. Dennoch bin ich oft am diskutieren mit Freunden oder meiner Familie, weil sie sich dran stören, wenn ich mich als dick bezeichne. Weil ich ich wäre ja noch „normal“, höchstens etwas „kräftiger“. Ich glaube nicht, dass sie das sagen, um meine Gefühle sozusagen nicht zu verletzen. Schon seltsam, welches Bild sich eingeprägt hat.

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  7. kinchkun sagt:

    Einfach ein super Artikel. Danke dafür.

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  8. Dummerjan sagt:

    Man müßte allerdings auch eine Altersstandardisierung durchführen.

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  9. dasschattenlicht@web.de sagt:

    Ich finde den Artikel toll, EMN, aber BMI ist eben nicht alles – so weit ich weiß, sind der Bauchumfang und eben die Lebensgewohnheiten um Längen wichtiger/ aussagekräftiger! Kennst du auch Studien, die direkt danach schauen, wie viel Lebensstil (ich denke da vor allem an sportliche Betätigung und Ernährung) im Vergleich zu Gewicht ausmacht, was die gesundheitliche Prognose angeht?

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    • semilocon sagt:

      Ja, mag sein, aber wenn man moderat Sport treibt und sich gut ernährt, wird man in den wenigsten Fällen trotzdem noch 10 Kilo zu viel wiegen. Also werden so Studien voraussichtlich zeigen, dass es eben doch in den meisten Fällen der Lebensstil ist, der dran schuld ist. Aber so ne Studien veröffentlich vermutlich niemand aus Angst, er wird dann geshitstormt.

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    • Ich habe hier mal einen Auszug aus einer Studie zu Herzerkrankungen:
      So konnte gezeigt werden, dass höhere Fitness mit einem geringeren Herzinfarktrisiko einher ging – unabhängig vom BMI. Allerdings sind adipöse Männer mit dem höchsten Fitnesslevel dennoch in einer höheren Risikogruppe für Herzkrankheiten als normalgewichtige Männer mit dem geringsten Fitnesslevel (Högström et al, 2014). Das zeigt eindrücklich, dass das Herz einfach mehr belastet ist durch die höhere Körpermasse, egal ob es sich dabei um jemanden handelt der viel Sport macht und evtl. auch viele Muskeln hat oder nicht. Es ist die erhöhte Körpermasse an sich, die bereits Schaden anrichtet, unabhängig vom Lebensstil.

      Also als (ein) Fazit würde ich sagen, dass es natürlich verschiedene Gesundheitsfaktren gibt, wie z.B. Alkohol, Rauchen, Ernährung, Sport, Gewicht, aber z.B. Rauchen nicht dadurch gesünder wird dass man 5 Portionen Gemüse isst und Übergewicht nicht dadurch gesünder wird, dass man nicht raucht. Alle Faktoren sind auch für sich selbst ungesund. Aber natürlich kann ein Dicker Mensch, der ansonsten keine Risikofaktoren hat subjektiv gesünder sein als ein schlanker ensch, der raucht, trinkt und nie Sport macht. Aber er ist eben nicht gesünder als wenn er schlank wäre🙂

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      • minoritymagnet sagt:

        Man sollte bedenken, dass es sich um eine Korrelationsstudie handelt. Ein Kausalzusammenhang lässt sich daraus nur vermuten, aber nicht beweisen. Dazu müsste man dünne Männer dickmästen und/oder umgekehrt und dann überprüfen, ob sich das Herzinfarktrisiko ändert. Meines Wissens hat man das noch nicht mit ausreichender Probandenzahl getan. Die Studie schließt nicht aus, dass andere, dritte Faktoren sowohl Übergewicht als auch Herz-Kreislauferkrankungen fördern. Da nicht alle Menschen dick sind, muss es inhärente Unterschiede zwischen dicken und dünnen Menschen geben. Diese sind zum Teil erblich. Denn Kinder stimmen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit in BMI mit ihren Eltern überein. (Unabhängig davon, ob sie bei ihnen aufgewachsen sind –> Adoptionsstudien).

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      • dasschattenlicht@web.de sagt:

        Danke!

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    • Nick sagt:

      aber BMI ist eben nicht alles – so weit ich weiß, sind der Bauchumfang und eben die Lebensgewohnheiten um Längen wichtiger/ aussagekräftiger!

      Ja. Die Erkenntnis, dass insbesondere das Viszeralfett, aus diversen Gründen, ungesund ist scheint sich langsam durchzusetzen.

      Es gibt ja auch den WTHR (Bauchumfang/Körpergröße)

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  10. das ist sehr deprimierend😦

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  11. Graublau sagt:

    Endlich wieder ein richtiger Artikel! Die ersten gezeigten Fotos von Frauen haben natürlich das Problem, dass mit Kleiderwahl, Perspektive usw. viel gemacht werden kann. D.h. die Frauen sehen schlanker / besser aus, als wenn man sie alle von vorne plus im Profil fotografieren würde. Ich denke, dann kämen die Unterschiede deutlicher raus.

    Bei den Frauen mit dem BMI 26 (leichtes Übergewicht) fällt es mir etwa schwer, etwas zu erkennen. Ich sehe vor allem, dass sie (sofern sichtbar) eine große Oberweite haben. Da kollidiert vielleicht „leicht zuviel“ mit „ein wenig kann man durch Perspektve herausholen“.

    Bei den Daily-Mail-Frauen finde ich die 3. von links recht normal. Vielleicht auch bereits „leicht übergewichtig“ – vor allem hält sie sich eine Hand vor die Taille, so dass sie genau das etwas verdecken könnte. Und natürlich steht sie zwischen allen möglichen Frauen, die dicker sind als sie.

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    • Ich habe es zwar BMI 26 genannt, allerdings ist es eher 26-29, also alle Frauen haben mindestens 3, eher aber 5-7kg Übergewicht. In Kombination mit der Tatsache, dass der BMI eher zu „weich“ ist und Brüste zwar groß aussehen aber meist nicht viele Kilogramm wiegen, dürften alle tatsächlich übergewichtig sein. Aber natürlich kann die ein oder andere grade auf der Kippe stehen und würde je nach Fotoperspektive dünner oder dicker wirken.

      Natürlich könnte man auch argumetieren, dass ich bevorzugt leicht bekleidete Frauen genommen habe (weil man die Figur besser sehen kann), die leichter bekleideten Fauen aber vermutlich auch die sind, bei denen das Gewicht schlanker aussieht. Die mit den weniger vorteilhaften Fettpolstern kaschieren ja meist eher.

      Allerdings, so wie ich mein eschlecht kenne, haben die meisten sicher 1-3kg weniger angegeben als sie tatsächlich wiegen😀

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      • Graublau sagt:

        Ich merke gerade, was ich für ein Tabu im Kopf habe, dass ich die Nennung „jemand hat 5-7 kg Übergewicht“ langsam sacken lassen muss. Unglaublich!

        „Natürlich könnte man auch argumetieren, dass ich bevorzugt leicht bekleidete Frauen genommen habe (weil man die Figur besser sehen kann), die leichter bekleideten Fauen aber vermutlich auch die sind, bei denen das Gewicht schlanker aussieht. Die mit den weniger vorteilhaften Fettpolstern kaschieren ja meist eher.“

        Das leuchtet ein. Zumal gerade die voll bekleidete Frau die ist, bei der ich auch am ehesten auf leichtes Übergewicht erkennen würde.

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        • Was ist denn das Tabu bei den 5-7kg? Ist es ein „Das bisschen zu viel sollte man gar nicht zum Thma machen“?

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          • Graublau sagt:

            So eine Art Fatshamingshaming. Überhaupt anzusprechen, dass jemand zuviel wiegt, ist schon ein Tabu. Bei 5-7 kg kann man sich dazu auch noch vorstellen, dass die Leute das tatsächlich dauerhaft abnehmen können (selbst wenn das in der Praxis Änderungen in der Lebensweise bedeutet). Es ist also ein erreichbares Ziel, und da tut es umso mehr weh, wenn es angesprochen wird.

            Dazu kommt, dass – zumindest ich – mir schwer zutraue, in dem Bereich 5-7 kg zuviel nach Augenmaß eine präzise Diagnose zu stellen. Wenn sich also jemand traut, „5-7 kg zuviel“ zu schreiben, geht er aus meiner Sicht ein hohes Irrtumsrisiko ein – was in diesem Fall keineswegs faktisch besteht, Du urteilst urteilen ja nach BMI. Bei diesem Tabu kollidieren also messbare Fakten und gesellschaftliche Regeln.

            Nochmal zur Erinnerung: Ich habe eine Zeitlang 10 kg mehr gewogen. Das war immer noch im Rahmen des Normalsgewichts. Trotzdem waren 5 kg weniger davon schon spürbar besser, und 10 kg weniger außerdem deutlich sichtbar besser. Wir reden hier also nicht über Kleinigkeiten.

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            • kinchkun sagt:

              Überhaupt anzusprechen, dass jemand zuviel wiegt, ist schon ein Tabu.

              Es ist generell problematisch, die Selbstfürsorge bei anderen Menschen anzusprechen und zu kritisieren. Und das imho zu recht.

              In der Regel kann man abwarten, ob man um eine Meinung geben wird, dann kann man auch ehrlich antworten. Und wenn man sich nicht sicher ist, ob jemand 5 oder 7kg mehr oder weniger wiegt, kann man das auch so sagen und davon ausgehen, dass die Person in der Lage ist, sich selbst zu wiegen.

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              • Ich finde es ziemlich interessant wie Mnschen darauf reagieren, wenn man ihnen ehrlich auf die Frage antwortet ob sie zu dick seien. Ich habe es mir zur Regel gemacht, diese Frage absolut ehrlich zu beantworten wenn sie gestellt wird (ansonsten spreche ich sowas nie von mir aus an).

                Die Antwort lautet meistens „Ja.“ oder „Ich denke, dein Gewicht liegt im Normalbereich, aber dein Körperfettanteil ist vermutlich etwas zu hoch und etwas Muskelaufbau würde dir gut tun.“ … tatsächlich sind die meisten dann im allerersten Moment sichtbar vor den Kopf gestoßen und müssen erstmal verarbeiten, dass nicht die erwartete Reaktion („Neeeeiiiiiin!“) kam. Im zweiten Moment ist die Reaktion dann aber fast ausnahmslos positiv und oft bedanken sich die Leute dann für die ehrliche Antwort. Mal ehrlich, die meisten sind ja nicht blöd und wissen, dass sie etwas moppelig sind und angelogen werden wenn man es abstreitet. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Art das zu kommunizieren (nämlich ein unaufgeregtes Fakten feststellen, so als wäre die Frage gewesen „Findest du meine Haare blond oder eher braun?“ – „eher blond“), auch nicht besonders „gemein“ ankommt. Ein paar Kilo extra (oder auch ein paar Kilo mehr extra) sind ja auch kein Drama oder Weltuntergang.

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                • kinchkun sagt:

                  Ich denke durchaus auch, dass man das ziemlich unaufgeregt kommunizieren kann und dann kommt das auch unaufgeregt an. Ich denke, das gilt für vieles.

                  Mir persönlich hat die Frage allerdings noch niemand gestellt. Dabei gibt es da schon einige Kandidaten. Aber die wissen selbst, dass sie zu dick sind und ich muss es denen auch nicht sagen und die müssen auch nicht danach fragen. Die können halt nicht abnehmen, weil ihnen die Selbstdisziplin fehlt, bzw. es ihnen nicht wichtig genug ist. Ist halt so.

                  Schwierig finde ich, wenn die Personen Essstörungen hat, in dem Sinne, dass da eine Wahrnehmungsstörung vorliegt. Was ich bei einigen kenne ist, dass die wirklich nicht sinnvoll Essen können. Unmengen an Junkfood konsumieren und nicht verstehen, warum sie nicht abnehmen.

                  Dabei sind die nicht dumm. Die könnten schon rechnen. Aber die haben eine Sperre im Kopf, die ihnen verbietet, die Kalorienzahl die sie so zu sich nehmen über Tag mal aufzusummieren. Oder sie erfinden wirklich die kreativsten Ausreden. Oder sind schlicht essgestört und der Meinung, sie könnten jetzt nur noch Wackelpudding essen.

                  Da würde ich als Aussenstehender wirklich gerne mal ein Aufklärungsgepräch führen. Aber ich denke, dass ist weder mein Recht noch hat es einen Sinn.

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  12. BMI ist jedenfalls nur ein Durchschnittswert nach dem sich in etwa richten kann. Ab einem gewissen Trainingsgrad ists nicht mehr wirklich aussagekräftig.
    Aber ja, das Thema wird im großen und ganzen falsch behandelt.

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  13. frau k. sagt:

    Aber ist letztendlich der BMI nicht auch nur eine Zahl? Ich bin muskelkrank und habe einen perfekten BMI, bin schlank – habe bestimmt viel zu viel Fett – weil die Muskeln eben weniger sind. skinnyfat sozusagen.

    Natürlich ist das ganze Thema medial und auch sozial dermaßen aufgeblasen und fehltbehandelt, dass sich der Normalsterbliche schon nicht mehr dazu positionieren kann. Weil alles falsch ist und der Korridor, in dem alle Werte den erforschten Richtlinien (nicht nur der BMI) immer enger wird. Und alle immer unsicherer werden. in einer welt, in der mediziner forschen – andere dagegen forschen und jeder faktor berechnet und optimiert wird, ist es eben nicht mehr so leicht für vor 50 jahren😉

    Die laut den Bildern leicht übergewichtigen Frauen sehen für mich persönlich (ich als Teil dieser Gesellschaft ;-)) ganz normal aus – ich war ein wenig geschockt. Unbestritten ist, dass die Menschheit insgesamt über die Jahre immer dicker wird. Danke jedenfalls für den Artikel, der mich hier sehr zwiegespalten zurücklässt…

    ich für mich ganz persönlich sch*** auf den BMI😉 solange ich nicht halbverhungert oder wie eine tonne aussehe, es mir gut geht und der gesundheitscheck soweit möglich okay ist, ist diese zahl für mich ohne bedeutung.

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    • Klar ist der BMI nur eine Zahl… aber sind nicht alle medizinischen Werte „nur Zahlen“? Sind sie deshalb unwichtig?

      Es gibt ja auch eine Norm für die Herzschläge pro Minute, und ich fäde es persönlich Unsinnig zu sagen „Also mein Ruhepuls liegt bei 120, aber das ist ja nur eine Zahl und jeder Puls ist halt anders“… bei dem Puls liegt aber die Wahrscheinlichkeit hoch, dass irgendwas nicht richtig funktioniert im Körper, wenn das Herz so angestrengt schlagen muss.
      Andererseits ergibt es Sinn wenn jemand sagt „Mein Ruhepuls liegt bei 45, aber ich bin auch Sportler und damit habe ich andere Werte als eine Durchschnittsperson“.

      Wenn es keinen konkreten Grund gibt warum ein Wert von der Norm abweicht, dann ist es halt meist ein Zeichen, dass etwas nicht ganz funktioniert und man vielleicht darauf achten sollte. Wenn nun beim Normalbürger (kein Kraftsportler) das Gewicht sich in Richtung Übergewicht bewegt, stimmt offensichtlich die Energiebilanz nicht. Klar stirbt man davon nicht heute oder morgen direkt, aber das dann „nur als Zahl“ abzutun ist halt so als würde man einen zu hohen Blutdruck „nur als Zahl“ abtun und sich dann wundern, warum man 10 Jahre später einen Herzinfarkt hat.

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      • frau k. sagt:

        Ich sehe jeglichen med. Wert als „Richtwert“. Vor allem bei Blutwerten: der Cholersterinnormwert wurde übrigens über die Jahrzehnte hinweg immer wieder „angepasst“ – da frag ich mich schon. Meine Lipase zum Bsp. ist manchmal ein bisschen hoch, klinisch ist aber alles gut. Der PSA Wert (Prostata) hat schon so manchen in den Wahnsinn getrieben. Bei Blutwerten ist es eine Momentaufnahme, auch bei Puls und Konsorten. Ich für meinen Teil versuche Zahlen nicht überzubewerten. Wichtig sind solche Werte durchaus, allerdings scheinen sie ein goldenes Kalb zu sein, um das alle drumrum tanzen. Gerade für Leute, die sich schnell verunsichern lassen. Und nicht zu vergessen: es gibt viele Faktoren, die Gesundheit und Krankheit beeinflussen, die spielen zusammen – logisch.

        Zurück zum BMI: Natürlich hat er seine Berechtigung, aber ich ganz persönlich halte es für falsch sich daran zu klammern. Eine mollige Person (hier schon adipös) kann topfit sein, sich gesund ernähren, Sport treiben und nicht rauchen. Sie wird wahrscheinlich länger leben als eine mit Top BMI, Raucher und Couchpotatoe (Ich klammer die wirklich dicken mal aus). Wie gesagt: multifaktoriell….

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        • Klar ich hatte sogar an anderer Stelle genau dasselbe geschrieben, also dass die dicke nichtrauchende, nichttrinkende, sporttreibende Person gesünder sein kann als die schlanke Person mit anderen Risikofaktoren.

          Wie gesagt, ich sage gar nicht dass jeder maxmal gesund sein muss. Manchmal hat man halt Bereiche wo man andere Prioritäten setzt und sagt „XY ist mir aber wichtiger als Gesundheit“ und dann ist das halt so. Es geht mir nur darum, dass man noch weiß, was tatsächlich das Gesundheitsziel ist. Ich kenne aus eigener Erfahrung Menschen, denen eingeredet wurde, sie seien mit Normalgewicht viel zu dünn (meist nachdem sie abgenommen haben und die Menschen sich noch nicht an den Anblick gewöhnt hatten) und wenn jemand gesundheit priorisiert und was dafür tun will finde ich es schade wenn irgendwer denjenigen demotiviert.

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  14. noxneurotica sagt:

    Echt interessant, ich war echt geschockt was „schon“ als adipös gilt, für mich wäre das eher moderates Übergewicht à la „mollig / etwas kräftiger“ gewesen. Die BMI 22 Mädels kommen mir allerdings nicht zu dünn oder modelmäßig dünn vor, sondern die würde ich schon als normal einstufen. Da, wo bei mir die „unrealistisches Ideal“-Glocken klingeln dürfte so bei BMI 19-20 sein, obwohl das wiederum natürlich auch nicht untergewichtig oder unrealistisch ist. Also fängt bei mir „zu dünn“ nicht wirklich vorzeitig an, aber „zu dick“ offensichtlich deutlich zu spät auf der BMI Skala. Schon spannend, vor Allem weil ich selbst schon in meinem Leben ziemlich nah an die oberen Grenzen des Normalgewichts gekommen bin. Das bestärkt mich natürlich darin, weiterhin einen gesunden, gewichtsreduzierenden Lebensstil zu führen, allerdings deprimiert es auch ein bisschen, zu wissen, dass man auch noch 7-10kg abnehmen könnte und immer noch nur „normal“ wäre. Das ist für mich auch so ein bisschen das Problem, ich finde nicht, dass Schauspielerinnen zu dünn sind, sondern finde es nur schade, dass man erst am unteren Rand des Normalgewichts als „schlank genug“ gilt. Die Frauen auf deinen BMI 22 Fotos wären nach Hollywoodmaßstäben wahrscheinlich zu dick, obwohl mit denen alles ok ist. Wenn da dann Leute meinen, sich runterhungern zu müssen, ist das nicht unbedingt immens ungesund für den Körper, aber für die Psyche schon. Und einfach unnötig.

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    • noxneurotica sagt:

      In die andere Richtung ist es aber auch ziemlich doof, wenn das Umfeld einem ständig einredet, man müsse doch nicht abnehmen. Als ich vor einer Weile wieder mal meine Eltern besucht habe und gerade mal 3-4 Kilo abgenommen hatte hieß es gleich, ich hätte „sooo stark“ abgenommen mit diesem besorgten Unterton, dass ich jetzt bloß nicht weiter abnehmen soll, obwohl ich immer noch genug „Luft nach unten“ habe.

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    • Ich habe neulich eine Seite gefunden healthyhollywodstars oder so ähnlich, wo die Gewichts- und Größenstatistiken von stars angegeben waren.
      Dingens aus „Hunger Games“ ist z.B. BMI ~21 (63kg bei 175 cm, wenn ich mich recht erinnere) und die Stars aus „Pretty Little liars“ sind auch ale um den Dreh. Also soooo dünn muss man als Schauspieler nicht sein… allrdings macht es schon einen Unterschied ob der Körper trainiert/muskulös/straff ist oder ob es einfach nur ein geringes Gewicht ist. Muskeln wirken halt wesentlich schmaler, so dass die Person direkt ein paar Kilo leichter wirkt.

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      • noxneurotica sagt:

        Jo aber wurde grade die „Dingens“ (:D ) nicht schon mehrfach dafür kritisiert, dass sie (für die Rolle) zu dick sei? Und ist die nicht auch so eine, die ganz stolz von sich behauptet, ganz waghalsig keine Diäten zu machen und gerne zu essen, als ob sie wirklich zu viel hätte? Kann mich da aber auch täuschen. Finde das jedenfalls immer so bescheuert wie noch ziemlich schlanke Frauen immer als „mutig“ hingestellt werden, weil sie „zu ihren Pfunden/Kurven stehen“, obwohl sie eben gerade so im Bereich 21-22 liegen. Aber vielleicht ist das ja auch nicht ganz so übel, wenn es eine gewisse „korrigierende“ Gegenbewegung gibt, die bei jedem Kilo zuviel gleich Alarm schlägt, damit die übermäßige Toleranz von Übergewicht wieder ausgeglichen wird ;D

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        • Ja Jennifer Lawrence (hah! Mein hirn hat ihn doch noch rausgekramt) ist ein halbgutes beispiel weil sie tatsächlich extrem damit kokettiert, dass sie angeblich „fett“ sei für hollywoodstandards. sie erzählt allerdings größtenteils mega bullshit. angeblich hasst sie ja sport und isst was sie will… dooferweise sagt ihr personal trainer was ganz anderes, nämlich dass sie ein straffes trainingsprogramm leistet und einen arsch voll sport treibt. und wenn ich mir ihren körper anschaue, dann ist klar wer lügt… solche muskeln entstehen nicht vom chips auf der couch futtern.

          ich kann die frau nicht besonders leiden, weil ich es ätzend finde wenn sie so tut als sei sie ach so verfressen und treibe nie sport ud sei einfach „genetisch gesegnet“… anstatt offen zu sagen, was sie dafür tut redet sie anderen leuten ein, dass man halt damit geboren wird… oder nicht. „pech gehabt, fetti, hättest halt auch mal die guten gene erwischt…“

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          • noxneurotica sagt:

            Klar, das ist Geschwätz, dass man einen fitten Körper haben kann ohne sich dafür die geringste Mühe geben zu müssen. Aber gibt es da überhaupt Stars, die nicht in eine Richtung übertreiben? Die einen bezeichnen sich als „fett“ und sprechen sich gegen Sport und Diäten aus, die anderen scheinen ihr halbes Leben nur im Gym zu verbringen und zucken erschreckt beim Anblick von Nudeln und Brot zusammen. Klar, dass es da bequemer ist zu denken „Naja, wer sich so abrackern muss für seinen Körper, kann ja gar nicht gesund sein.“ und dann kann schonmal der Eindruck entstehen, die würden eine unrealistische, für Normalsterbliche unerreichbare Figur haben, da man dafür ja angeblich Glück haben oder sich extremen Torturen aussetzen muss.

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  15. arwen1234 sagt:

    Ich staune immer über deinen Mut, solche Tabu-Themen ganz schonungslos anzupacken. Klasse,mach weiter so.🙂

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  16. CK sagt:

    Ich hab es bereits auf FB geschrieben. Ich wiederhole es hier nochmal. Ich dachte immer, ich stehe auf schlanke Frauen. Tue ich ja durchaus AUCH. Aber dank EMN weiss ich jetzt dass mir am liebsten doch leicht übergewichtige Frauen sind. So sehr mich mein eigener Bierbauch stört und ihn gerade versuche loszuwerden, umso mehr mag ich bei Frauen ein wenig Bauchspeck. Auch finde ich es in der Tat nicht so schön, Rippen abzählen zu können. Und ich mag pralle Brüste (also lieber Cap C als B oder A) 😉

    Aber eigentlich scheine ich sehr flexibel zu sein. Selbst die Molligen scheinen von den Fotos her noch durchaus ansprechend zu sein. Erst die schwer Adiposen bis hin zu den sorry, „Fettsäcken“ (erstes Foto!), die stossen mich ab. Also ich würde einen solchen Menschen sicher nicht beleidigen oder runtermachen, bin da tolerant, aber ins Bett käme mir so eine Frau sicher nicht. Das ist einfach unschön. Genauso wie die kranken, magersüchtigen Skelette am unteren Ende der Skala.

    Der Vorwurf, die Models seien zu schlank, fand ich immer schon doof. Der Twiggy-Look der 70er war scheisse. Die Models heute sind schon ganz gut.

    Interessant ist übrigens, dass ich selber zur Abizeit nur 56 kg gewogen habe bei 1,78 m. Ich wurde oft in der Schule gefragt ob ich genug esse. Dabei dachte ich immer, ich esse richtig viel. Und laut BMI war das auch Untergewicht. Dann ging es innerhalb von 15 Jahren hoch auf 82. Ich strebe jetzt aber wieder 70-75 an. Mir kommt es aber nicht so vor, als hätte ich immer mehr gegessen. Ich glaub, es war einfach die Qualität dessen, was ich ass (Kantinenessen hat es ja oft kalorienreiche Saucen udgl.) und das viele Bier was an meiner Zunahme schuld sin. Also weniger saufen und mehr Salat essen.😀

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  17. iscribo sagt:

    Uiii, du gehst aber hart ins Gericht mit dem Übergewicht (reimt sich sogar😉. Mein Wissensstand war bisher, dass moderates Übergewicht nicht gesundheitsschädlich ist, sofern die betreffende Person fit ist, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren (mein BMI liegt bei 19.5). Die leicht übergewichtigen Frauen hätte ich vom ersten Ansehen her als normalgewichtig eingestuft und schon gar keine gesundheitliche Gefährdung mit diesem Gewicht verbunden.

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  18. Robin sagt:

    Sorry, aber ohne richtige Quelle kann ich nicht glauben, dass die „leicht übergewichtigen Frauen“ auch tatsächlich übergewichtig sind. Ich habe meinen BMI immer im Blick und war auch durchaus mal normalgewichtig – die Mädels sehen trotzdem alle schlanker aus. Klar liegt das auch an meiner Größe (ich muss mit meinen knapp 1,60 einen niedrigeren BMI haben, um genauso schlank zu wirken), aber dennoch sehe ich da bis auf ein bisschen gepolsterte Oberschenkel oder Miniröllchen am Bauch wirklich überhaupt nichts, was da auf Übergewicht hindeutet.

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    • Du kannst gerne selbst schauen. Es mag an der Größe liegen, da ich meine Größe (175cm) als Ausgangswert genommen habe. Bei meiner Größe kenne ich nämlich die Gewichtsgrenzen.

      Ich geb mal die genauen Kilos soweit ich se noch finde Also alle sind 175cm

      oben links 77kg
      oben mitte 79kg
      oben rechts 80kg
      unten links 79kg
      unten mitte 78kg
      unten rechts 78kg

      .. aber ich habe definitiv nicht die vorteilhaftesten rausgesucht, da gab es einige, die mit höherem gewicht noch schlanker aussahen.

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      • Robin sagt:

        Gut, dann muss ich akzeptieren, dass ich mindestens genauso dünn ausgesehen habe, das aber einfach nicht so sehen konnte ^^ (Körperwahrnehmungsstörung yay)

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        • gruenkariert sagt:

          Krass, so eine falsche Körperwahrnehmung wird mir gerade auch klar. Habe im letzten Jahr Einiges abgenommen und dachte bei den Fotos von den leicht Übergewichtigen „hm, na gut, da fall ich wohl auch rein“, aber das Gewicht hab ich lange nicht mehrO_o (hooray for Auto durch Fahrrad ersetzen^^)

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  19. Michael sagt:

    Allein schon das Lesen über Fatacceptance schlägt mir aufs Gemüt. Ich arbeite mich jetzt selbst seit einigen Jahren meiner eigenen Adipodas ab. Weiß auch was ein Jojo ist und wie wichtig das Seelische, allein um durchzuhalten, leider nur zu gut. Gefährlich sind diese Weiber!

    @EMN Du hast gleich in einem der oberen Kommentare geschrieben dass das ein Feminismusthema ist. Ein Hauptziel ist ja dass Frauen für Ihre Entscheidungen nicht krisitiert werden dürfen.
    Ob das jetzt rumlaufen wie eine Bahnhofsnutte oder das Fressen bis zum Herzinfarkt…. der dazu bei Frauen noch schlechter festgestellt werden kann als bei Männern. Wann immer irgendwer was dagegen sagt gibts den #Aufschrei!.

    Zur Wahrnehmung:
    Wie man das Gewicht eines Gegenübers warnimmt hat auch mit der Verteilung zu tun und das ist von den Geschlechtern her eben anders. Die Frauen aus der BMI25+ Gruppe hatten alle eher schlanke Oberkörper, aber südlich des Äquators schon deutlich mehr Landmasse.
    Das fällt einfach nicht so auf. Ich knie mich ja nicht erst vor einer Frau hin und schätze Oberschenkel und Hintern ab.

    Bei Männer denk ich mal dass sich Übergewicht zunächst am Oberkörper bemerkbar macht (Bauch u. später die eigenen C-Cups). Hintern und Beine kommen erst später. Dürfte wohl auch mit dem Jäger u. Sammler Genom zu tun haben. Es fällt also eher auf. Man wird also auch früher darauf hingewiesen. Als Mann reagiert man auch eher mit „Geht dich nen Scheißdreck an“. Damit ist das Thema auch meist geklärt. Nicht passiv-aggressiv sondern Aggressiv-Aggressiv.

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  20. Babba sagt:

    Fast 100 Kommentare seit gestern. Scheint die Gemüter doch wirklich zu bewegen.
    Was mich selbst erstaunt hat, ist, dass ich die leicht übergewichtigen auf für Normal halten würde. Es erstaunt mich jetzt wenige, dass ich die Normalgewichtigen extrem ansprechend finde. Ich könnte es sogar evolutionär begründen, ööhm.

    Könntest du die Galerie auch mit Männern nachstellen? Nur zu Selbsteinschätzung. Wobei ich die Realität, fürchte ich, schon kenne.

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  21. Stephi sagt:

    Also, für mich sind die Frauen, die hier auf den Bildern als „adipös“ beschrieben werden, leicht übergewichtig, und die „leicht übergewichtigen“ normalgewichtig.

    Dass die Frau auf dem obersten Bild eine morbide Adipositas hat, darüber brauch man sich nicht zu streiten.

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  22. Margret sagt:

    Was zum Thema: Ich war heute beim Arzt und er machte einen US. Habe mir immer erfolgreich eingeredet, das Bäuchlein wäre, trotz Normalgewicht halt den Schwangerschaften geschuldet. Nunja, er meinte, das wäre größtenteils Fett und ich müsse trotz Normalgewicht zwei bis drei Kilo abnehmen. Seine Aussage zu dem Thema war, dass leichtes Übergewicht gleichmäßig verteilt besser wäre, als Normalgewicht, bei dem Fett am Bauch sitzt. Geht wohl um Druck auf Organe und prinzipielle Beweglichkeit. Er meinte, es wäre v. a. genetisch bedingt, wie sich das Fett auf den Körper verteilt und ein „Rettungsring“ wäre wesentlich schlechter als gleichmäßig verteiltes Fett. Und darum wäre gar nicht mal so sehr das Gewicht entscheidend, sondern eben die Fettverteilung und der Fettanteil. emn kennst Du dich da aus?

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    • Ja, es ist wohl beides. Bauchfett ist das schlimmste Fett weil es direkt die Organe in ihrer Funktion beeinträchtigt. Generell ist halt die Wahrscheinlichkeit Bauchfett zu haben immer höher, je mehr Fett man allgemein hat (Das innere Bachfett kann man auch nicht „sehen, also selbst wenn man recht schlank ist kann es halt sein, dass man inneres Bauchfett hat).

      Das übrige Fett ist wohl weniger schlimm was Hormone angeht, aber es ist halt eine mechanische Belastung aufs Skelettsystem und allgemein werden die Organe schneller verschleißt (Herz und Lunge müssen z.B mehr arbeiten) weil mehr Gewebe mit Blut/Sauerstoff versorgt werden muss.

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      • Ikna sagt:

        Wobei das mit dem Herz für mich anscheinend nicht zutrifft – ich habe einen Puls von 60 im Sitzen während ich im Netz rumhäng, obwohl ich auf meine kleinen 1,68 reichliche 90 Kilogramm wiege, pro Tag 2-4 Kippen rauche, ständig Cola Zero trink UND Venlafaxin nehme.. oO
        Und nein, ich treibe keinen Sport, außer dass ich Anfang des Semesters zwei-drei Wochen lang mit dem Rad zur Uni gefahren bin und zwo/drei mal damals auch ins Fitnesstudio.. seitdem kein Schwimmbad mehr.. Kein Auto haben und im dritten Stock wohnen reicht anscheinend für 60er Ruhepuls \o/

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      • Margret sagt:

        Aber das hieße, leichtes Übergewicht gleichmäßig verteilt, ist tatsächlich gesundheitlich unbedenklicher als Bauchfett bei Normalgewicht?

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        • Frank sagt:

          So gesehen, ja. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Normalgewicht auch viel Bauchfett vorhanden ist, ist eher gering. Wenn es dich wirklich interessiert, hier ein Auszug aus Wikipedia „metabolisches Syndrom“ :

          „Taillenumfang als Kriterium

          Eine große Rolle für die Definition des metabolischen Syndroms spielt, wie oben bereits angedeutet, ein erhöhter Taillenumfang. Denn für das kardiovaskuläre Risiko ist weniger das Ausmaß des Übergewichts als vielmehr das Fettverteilungsmuster entscheidend: Besonders nachteilig wirken sich hier Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen aus. Dieses innere Bauchfett – Fachleute nennen es „intraabdominales Fett“ oder „viszerales Fettgewebe“ – ist sehr stoffwechselaktiv. Es beeinflusst den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel (Zuckerstoffwechsel), so dass Fettstoffwechselstörungen und Diabetes die Folge sein können.

          Eine Messung des Bauchumfangs an der Taille gilt als einfacher und schneller Weg, eine erste Risikoeinschätzung vorzunehmen. Ein erhöhtes Risiko liegt laut ATP III für Frauen mit einem Taillenumfang über 88 cm vor. Bei Männern beginnt der Risikobereich bei 102 cm. In Deutschland überschreiten ca. 30–40 % diese Risikoschwelle. Durch die Reduktion des Bauchumfangs, z. B. durch Sport, kann das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erheblich reduziert werden.“

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  23. Margret sagt:

    Mal was anderes: Mich interessieren gerade die Zahlen. Du schreibst ja, unsere Gesellschaft wäre in etwa gedrittelt. Hier aber

    http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/studie-zu-uebergewicht-mehr-als-jeder-zweite-deutsche-ist-zu-dick-a-1001097.html

    lese ich, dass 52% der Deutschen (v. a. Männer mit 67% gegen 43 % bei Frauen) Übergewicht hätten. Das passt ja dann nicht. Wenn etwas mehr als die Hälfte der Deutschen Übergewicht haben (also leichtes und starkes zusammengenommen), könnte zwar 1/3 leichtes Übergewicht haben, aber nicht ein weiteres Drittel starkes Übergewicht. Und die Gruppe der Normalgewichtigen wäre dann weiterhin die deutlich größte.

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    • Margret sagt:

      emn auf welche Zahlen beziehst Du dich denn bei der Drittelung?

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      • Hab nochmal nachgesehen, ich hatte wohl eher US zahlen im kopf, da ich meist in US foren stöbere. In Deutschland sieht es marginal besser aus mit ca. 40% normalgewichtigen, 37% Übergewichtigen und 22% Aipösen oder so. Also eine gaanz entfernte Drittelung mit gutem Willen, oder halt nicht, wie du willst. Wir reden in 5 Jahren nochmal, ich denke bis dahin haben wir aufgeholt^^

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  24. NWO-Agent sagt:

    Etwas OT, aber in meiner schönen Heimatstadt findet demnächst eine von den ortsansässigen Jusos organisierte Veranstaltung namens “ Mein Fett ist politisch“ statt. Die Referentin ist Mitglied der Mädchenmannschaft…

    https://www.facebook.com/events/1524872537788405/

    Allein die Beschreibung ist ja schon ein Knüller, ein Buzzword nach dem anderen. Irgendwie reizt es mich ja schon, mir diesen Kram mal tatsächlich in Persona reinzuziehen. Aber zwei Fragen treiben mich da um. Erstens: Kann ich es mir verkneifen, wahlweise laut loszulachen oder vor Gram aufzustöhnen? Und Zweitens: Bin ich da als schlanker weißer Hetero-Mann nicht 4-fach unerwünscht?😉

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    • Ja, dieses „mein Fett ist politisch“ ist ganz toll…. die Nachfolgeveranstaltungen heißen dann „Mein Diabetes ist politisch“ und „Mein Rollstuhl ist politisch“

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    • mitm sagt:

      „Allein die Beschreibung ist ja schon ein Knüller“

      kann man nicht anders sagen, das ist wirklich unfaßbar, was da steht. Dummheit kombiniert mit Größenwahn. Dummheit, denn jeder Schüler ab Klasse 6 weiß wahrscheinlich mehr über gesundheitlich Risiken durch Übergewicht als diese kommenden Politiker.
      Größenwahn, denn wenn man dank ideologischem Allmachtsgefühlt schon glaubt, das Geschlecht sei sozial konstruiert und frei wählbar, dann auch gleich der restliche Körper. Über die Biologie ist man erhaben. Gesundheitliche Risikofaktoren sind sowieso nur eine Erfindung des Patriarchats ….

      @EMN: noch nachträglich danke für die Nachhilfestunde im BMI-Schätzen. Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich die normalen BMIs für ziemlich dürr gehalten habe und die Klasse 25-30 für ganz normal.

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  25. Alex sagt:

    So ein Gedanke/Frage zu fat acceptance
    Ich hab mich damit ni HT beschäftigt, aber mir drängt sich Verdacht auf, dass es nicht darum geht das über gewichtige mit ihrem Gewicht zurechtkommen sollen, sondern vielmehr, dass gefordert wird, dass fette als genauso attraktiv wie schlanke wahrgenommen werden müssen

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  26. Frank sagt:

    Magerwahn und Schlankheitsterror sind ja nicht nur schlimm, weil dadurch die verschwindend kleine Anzahl von Übergewichtigen kompromittiert wird, nein die Auswirkungen für die Gesellschaft sind das Schlimmste. Die 50 Millionen Magersüchtigen, die bald alle zwangsernährt werden müssen und damit zum Kollaps der Krankenversicherungen sorgen. Der Schaden für die Wirtschaft, weil diese Dürren ja ständig krank sind. Und wenn sie denn mal arbeiten, schaffen die ja nichts. Kippen bei der kleinsten Belastung ja weg. Schaut euch mal im Kino die Snacks an. Was soll man denn mit so einem Schnapsglas Cola oder dieser Streichholzschachtel voll Popcorn anfangen? Wer wird denn bei Mc Donalds von diesen XXS-Portionen noch satt? Das alles sind Auswirkungen dieser Schlankheitspropaganda. Da spielen doch die 2% Übergewichtigen insofern keine Rolle, da dort auch beispielsweise noch die ganzen aufgeblähten Raucher, Drogensüchtigen oder Krebskranken mit eingerechnet werden.
    Leute, erkennt die Zeichen! Esst um euer Leben!

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  27. tonweya sagt:

    Hat dies auf Lieblingsplatz rebloggt und kommentierte:
    Sehr interessante Diskussion. Und für mich zeigt das sehr, wie weit wir von Natur, natürlichem Leben und Körpergefühl weggekommen sind.

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  28. Sissi sagt:

    Hallo erzählmirnix, ich finde deinen Post sehr interessant und kann dem teilweise auch zustimmen, deine Bilder kommen mir aber sehr, sehr unrealistisch vor. Die normalgewichtigen Frauen sind alle sehr trainiert, mich würde interessieren wie eine normalgewichtige Frau aussehen soll die nicht täglich ins Fitnesstudio geht?

    Es ist nämlich so, ich bin 1,75m groß und wiege 68 kg, also genau im normalgewichtigen Bereich (BMI = 22,5). Um übergewichtig zu sein müsste ich also laut BMI noch 7 kg zunehmen. Leider habe ich jetzt kein Foto, aber mein Körper sieht ungefähr wie bei den Frauen die du als adipös abbildest aus.

    Mein Wohlfühlgewicht liegt bei ca 60 kg, also ganzen 8 kg weniger, obwohl ich Normalgewicht habe. Ich werde auch von Freunden und Familie oft ein wenig damit aufgezogen, dass ich so moppelig bin. Wenn ich mir da überlege ich könnte sogar noch ganze 7 kg zunehmen und trotzdem als normalgewichtig gelten (das müsste bei mir dann ca. Kleidergröße 42 sein), dann wird mir ganz anders.

    Ich stimme dir also einerseits zu, durch den BMI wird suggeriert, dass eine Frau meiner Größe bei 75 kg noch normal wäre was definitiv nicht meiner Vorstellung von normal, sondern meiner Vorstellung von dick entspricht. Andererseits sehen Frauen mit Normalgewicht auch nicht so aus wie von dir abgebildet und schon gar nicht so wie in Zeitschriften und im Fernsehen. Vor daher finde ich es auch schlimm, dass es so hingestellt wird, als sei eine so dünne Frau normal, obwohl in der Realität eine Frau mit Größe 40 auch noch im normalen Gewichtsbereich liegt.

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    • Hm. Also wenn du mit 175cm und 68kg Größe 40(?) trägst wäre das schon relativ groß. Bei dem Gewicht würde ich eher auf 38 oder sogar bei manchen Schnitten eher 36 tippen. Ich will nicht ausschlieen, dass jemand mit diesem Gewicht, der extrem untrainiert ist und vielleicht eher unvorteilhaftere Proportionen hat, etwas schwerer aussieht, aber so spontan würde ich eher sagen, dass du dich vermutlich dicker siehst, als du bist. Viele schlanke Frauen haben diese leichte Körperschemastörung, weil man sich selbst oft aus ungünstigeren Winkeln sieht (von schräg oben sieht man halt oft etwas dicker aus als frontal, so dass man selbst schwerer und alle anderen schlanker wirken).

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  29. ikna sagt:

    nochmal etwas wozu niemand Stellung genommen hat:

    Wobei das mit dem Herz für mich anscheinend nicht zutrifft – ich habe einen Puls von 60 im Sitzen während ich im Netz rumhäng, obwohl ich auf meine kleinen 1,68 reichliche 90 Kilogramm wiege, pro Tag 2-4 Kippen rauche, ständig Cola Zero trink UND Venlafaxin nehme.. oO
    Und nein, ich treibe keinen Sport, außer dass ich Anfang des Semesters zwei-drei Wochen lang mit dem Rad zur Uni gefahren bin und zwo/drei mal damals auch ins Fitnesstudio.. seitdem kein Schwimmbad mehr.. Kein Auto haben und im dritten Stock wohnen reicht anscheinend für 60er Ruhepuls \o/

    Insofern ist doch die Theorie das Fett würde den Kreislauf SOOO belasten totaler Quark wenn man trotz allem dann noch nen Ruhepuls von 60 haben kann, und auch keinen Bluthochdruck hat.. o.O (Verdacht auf Bluthochdruck hatte ich dagegen in der Zeit in der ich noch dreimal die Woche trainiert hab und 70 Kilo etwa wog xD)

    Ebenso werde ich ums verrecken von allen und v.a. auch Ärzten (obwohl ich mich defintiv nicht kaschierend kleide.. ich bin modisch unbegabt) konsequent ein gut Stück zu leicht geschätzt (>10 kg).

    Scheint in diesem Fall echt der Grund zu sein dass meine Schultern echt eher die Maße haben eines Mannes in meiner Größe, als die einer Frau.. und mein Unterbrustumfang war auch in Normalgewichtzeiten schnell über den 80 cm rüber >.>
    Somit ist mein Oberkörper im Profil immernoch dreistufig – Brust, Brustkorb, Bauch.. :3 (und ich kann genausogut wie immer ein die unterste Rippe umgreifen😉

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    • Na ja, aus einem Einzelfall nun abzuleiten, dass xy generell kein Problem darstellt ist etwas… schwierig. Das ist halt wie der 90jährige, kettenrauchende Opa, der keinen Krebs hat. Nur weil derjenige mit extrem guten Erbanlagen gesegnet ist und das Glück hatte, keine Konsequenzen zu spüren bedeutet das nicht, dass Rauchen deshalb nicht ungesund ist. Es gibt immer Leute, die starke Organe haben und mehr belastung wegstecken als andere.

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  30. Ole sagt:


    Insofern ist doch die Theorie das Fett würde den Kreislauf SOOO belasten totaler Quark

    Stimmt. Und diese ominöse Verschwörungstheorie, nach der Rauchen Lungenkrebs verursachen würde, hast du ja auch schon eindrucksvoll widerlegt. Schließlich hast du ja (noch) keinen.

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    • Ikna sagt:

      Dass es IMMER so sein muss wie bei mir behaupte ich gar nicht😉 Bloß halt: wer den Hals durchtrennt hat, der ist tot. Immer. Wer mehr Fett herumträgt, KANN Herzprobleme kriegen, muss aber entgegen der vielen „du wirst sie garantiert kriegen“ Behauptungen nicht.

      Menschen deren Kreislauf extrem stabil ist von gewissen Tätigkeiten (z.B. bestimmte Sportarten) abzuraten nur schon wegen „wer Übergewichtig ist hat nen schlechten Kreislauf“ ist einfach totaler Mist.

      Das Problem ist einfach, dass man mit Übergewicht ständig irgendwelche Leiden angehängt bekommt die man gar nicht hat. Umgekehrt werden dafür andere Leiden die schon evtl. viel länger vorliegen oder genetisch deteminiert sind als seltene Nebenwirkung des Übergewichts bezeichnet (und somit besteht die Behandlung aus „Nehmen sie doch ab!“), oder gleich gar nicht beachtet. Wenn man Depressionen hat ist natürlich das Übergewicht schuld (oder wenigstens ist das Übergewicht die Folge der Depression!), undsoweiter.

      Ich jedenfalls sollte laut Arzt der sich mit meinem Krankheitsbild des Körpers (Hypermobilität) auskennt z.B: auf KEINEN Fall einfach nur gewollt weniger Essen um abzunehmen – ich bin nämlich auf die vorhandenen Muskeln die mich beim Gehen und Stehen unterstützen damit meine Gelenke nicht kompletten Mist machen extrem angewiesen, wenn ich mir die ausversehen schwäche, dadurch dass ich eben ein Kaloriendefizit einfahre, aber keinen Sport zusätzlich mache besteht die Gefahr dass ich mir Gelenke ausrenke oder viel häufiger umknicke.. also MUSS ich zuerst Sport machen, und darf erst dann das Abnehmen als Zielsetzung nehmen.
      Aber das erstmal herauszufinden ist schwierig, wenn die meisten Ärzte beim Thema „Gelenkprobleme“ und „Übergewicht“ erstmal „Ernährungsumstellung“ krähen.

      Genauso ist die Wahl des Sportes nicht beliebig – Radfahren ist schonmal nicht soo schlecht, besser ist aber ein Fitnesscenterbesuch bei dem neben Ausdauertraining auch Abduktoren, Adduktoren, der gesamte Rumpf, Schultermuskulatur, etcpp trainiert werden. Schwimmen alleine z.B. würde die Muskulatur zwischen Knien und Füßen zu wenig belasten im Vergleich zum Rest😉

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      • Ähm. OK. Ich persönlich hätte wohl eine Zweitmeinung eingeholt, denn bei Hypermobilität nicht weniger zu essen um keine Muskeln abzubauen…. oooookay. Du baust Muskeln ab wenn du zu wenig PROTEIN isst und/oder sie niht beanspruchst. Selbst wenn wir von einem unrealistisch hohen Proteinbedarf ausgingen, von 150g am Tag, dann wären das ca. 600 Kalorien. Wozu du dann noch x(tausend) Kalorien in Kohlehydraten zuführen solltest obwohl du ausreichend Energie am Körper gespeichert hast und der Körper daraus Glucose selbst herstellen kann, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Ist ja nicht so als würde Übergewicht eine Hypermobilität der Gelenke massiv verschlechtern…

        Btw., Depressionen und Übergewicht haben in beide Richtungen erwiesenermaßen eine Kausalbeziehung, also ist eine (Mit)fokussierung auf Gewichtsreduktion hier keineswegs falsch.

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  31. […] schreibt einen guten Artikel zu Magerwahn und Schlankheitsterror. In dem geht es darum, dass wir hier schon deutlich abgestumpft sind und “dick” […]

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  32. stefanolix sagt:

    Ich finde, dass bei der Bewertung von BMI und Gesundheit viel zu kurz gegriffen wird. Um die Auswirkungen des Übergewichts auf die Gesundheit und vor allem die persönlichen Risiken einschätzen zu können, wäre IMHO ein kompletter Check mit körperlicher Belastung (Kraft, Ausdauer) und Auswertung der Leistungen notwendig. Dazu eine große Laboruntersuchung des Bluts. Und das aller zwei Jahre. Das würde eine Reihe von Messwerten ergeben, die man dann in einer Analyse statistisch auswerten könnte.

    Ich denke, dass Menschen in einem relativ breiten »Korridor« gesund leben können. Natürlich lastet das Gewicht auf dem Stütz- und Bewegungsapparat, aber man kann andererseits durch ganz ruhigen und gelassenen Muskelaufbau wie z. B. beim Kieser-Training den Rücken und die Gelenke auch entlasten.

    Ich habe in der ersten Kalenderwoche das Projekt »10.000 Klimmzüge« für 2015 gestartet (es sind langsame, ruhige Klimmzüge, denn im Februar werde ich 48). Hintergedanke des Projektes ist: Wer sein Gewicht immer wieder mit den eigenen Armen hochziehen muss, achtet natürlich mehr auf seine Ernährung und Bewegung. So schiebe ich die Klimmzüge (und wegen des Ausgleichs die gleiche Anzahl Beugestütze) einfach in das sonst sehr ruhige Kieser-Training mit ein. Ich wende im Winter etwa drei bis vier Stunden pro Woche für den Sport auf, in den anderen Jahreszeiten vier bis acht. Ich fühle mich mit 1.75 m und 67 kg relativ sportlich, habe Jeans mit 32 Zoll Umfang und trotzdem ein ganz leichtes Bäuchlein.

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  33. Jana sagt:

    Danke für diesen Artikel! Ich sehe das Ganze nämlich sehr ähnlich.
    (Vorweg, ich will hier keinen persönlich angreifen und es ist sehr vereinfacht, aber es geht mir ums Prinzip😉
    Ich frage mich z.B. sehr oft, warum „Plussize Blogs“ so gehyped werden. Blogs mit dünnen Mädels sind gefährlich, aber Plussize Blogs sind super?! Verstehe ich irgendwie nicht. Sowohl Über- als auch Untergewicht sind nicht gut, aber bei Übergewicht wird, wie du es so schön dargestellt hast oben, gerne darüber „hinweg gesehen“. Es wird immer normaler, und das ist ein genauso gefährlicher Trend wie der „Magerwahn“ mMn. Dünne Fashionblogger werden als Trigger für den Magerwahn gesehen, aber Plussize-Blogger eben nicht für „Verfettungswahn“ (sorry für das blöde Wort).
    Es gibt angeblich Läden, wo es extra große Möbel für Übergewichtige gibt. Reaktionen darauf? „Oh toll, das ist sehr hilfreich!“. Und die Reaktion bei Klamotten, die eben Dünnen passen? „Baaah Magerwahn das ist so schlimm“. Hä?😀
    Oder z.B., dass es ja zum Glück immer mehr ankommt, dass ein „fette Sau“ eben unter aller Sau ist. Wird jemand dickes beleidigt, kommen sofort Gegenreaktionen, dass das nicht okay ist. Finde ich ja auch absolut super! Aber auf der anderen Seite ist es anscheinend völlig okay, dünne Leute zu beleidigen. Bei „Skelett“ oder „Iss mal was“ gibt es mehr Daumen hoch als Einwände. Aber ein „Iss mal weniger“ wird nicht akzeptiert.

    Bodyshaming ist NIE okay, aber ich finde auch, dass das „Normale“ sich immer mehr in eine ungesunde Richtung bewegt, und zwar eben genau nicht in die Magerwahn-Richtung. Ich muss aber auch zugeben, dass mich die Bilder oben schon ein wenig schockiert haben. Klar ist BMI nicht alles, und je nach Sport/Muskeln siehts eh nochmal ganz anders aus, aber ich hätte die Zahlen den Fotos nicht zuordnen können.

    Soviel zu meinem Senf hier😉
    Liebe Grüße!

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  34. […] so irren konnte? Das hat ErzählMirNix in 2 ihrer Blogbeiträge schön erklärt. Da war zum einen Magerwahn und Schlankheitsterror und zum anderen Models essen nicht. Als ich die Blogbeiträge gelesen hatte, wurde mir einiges […]

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  35. Angi sagt:

    Hab das: http://www.welt.de/vermischtes/article137182353/Wunderschoene-Frau-in-einer-realitaetsfernen-Welt.html grade mal auf meiner fb Seite gepostet, die Anzeigenkampagne mit dem Plus Size Model in der Sports Illustrated. Und dass Dick langsam das neue Normal würde. Hui, da fühlt sich grade eine angegriffen glaub ich. Hab deinen Beitrag nochmal verlinkt, damit sie bei den Fotos mal ein realistisches Bild bekommt. Ich kann niemand mehr anschauen, ohne die Bilder hier im Hinterkopf, weil es mir dadurch klar geworden ist, wieviel dicke Menschen es inzwischen gibt! Als ich Kind war, waren wir überwiegend lauter Spargel in der Klasse, mal ein bisschen kräftiger im Sinne von stabilerem Körperbau, aber wir hatten nicht ein wirklich dickes Kind in der Klasse! Auch später am Gymnasium kaum. Und heute laufen da vor allem Mädchen mit Figuren rum, die würden mich locker zerquetschen! Kein Wunder, wenn sie nach der Schule alle bei Burgerladen einfallen. WIr hätten nie die Kohle dafür von unseren Eltern bekommen. Aber damals waren auch viele Mütter noch zuhause und haben selber gekocht…. Cola gab’s an hohen Feiertagen MAL. Limo halt. ABer auch nicht in diesen Mengen.

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  36. […] Schonungslos zeigt die Autorin auf, dass wir keinesfalls in einer Gesellschaft leben, in der “Magerwahn und Schlankheitsterror” herrschen, sondern vielmehr in einer, die immer übergewichtiger wird und in der inzwischen das […]

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  37. Christina sagt:

    Ach du liebe sch***e- ich find es ja toll, dass du so schön abgenommen hast und dich jetzt wohl fühlst… herzlichen Glückwunsch! Und eigtl liebe ich deine Comics- aber mal ehrlich, glaubst du dir da selber, oder willst du dein Diät-Buch verkaufen? also „das dickste Drittel“, die „leicht übergewichtigen“- die sind schlank!!! Entweder hast du da absichtlich gemogelt, oder iwas stimmt in deiner Optik nicht…. das sind eindeutig fitte, belastbare, wunderschöne, WEIBLICH geformte junge Frauen- und was da als ideal hingestellt wird, sind sportfanatische Magergestelle. Ich sehe da kaum Unterschied zu „ab da wirds zu dünn“. Frauen haben nun mal Fettzellen am Körper, wo Männer weniger haben- Kinder kriegen und so, nich? die Kleinen wollen ja auch versorgt sein im Körper… Ich bitte dich, horch mal in dich rein- du kommst mir wie eine ehemalige Raucherin vor, so wie du da abgehst- nur weil du so dünn bist jetzt, ist es eben trotzdem Fakt, das kleine Speckpolster bei Frauen GESUND sind. Infektionen und Fruchtbarkeit, mal so als Schlagwörter.
    Und nein, ich bin NICHT neidisch… ich war auch mal so schmal (52 kg). Und weißt du was? Ich will es nie nie mehr sein. Ich war ständig krank, mein Blutdruck war viel zu niedrig, ich war deppressiv, mir war nur noch kalt… jetzt hab ich bei 1,68m gut 70 kg, Körbchengröße D und einen Samba-Arsch zum niederknien. Ich fühle mich wohl, laufe teilw. 25 km am Tag, tanze die meisten Leute in Grund und Boden und bin GESUND
    Tut mir echt leid für die harten Worte, aber bei deinen Bild-Beschreibungen kam mir echt die Galle hoch….

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    • IULIUS sagt:

      @Christina,
      daß Du normalgewicht hat ist Dir schon aufgefallen?

      Möglicherweise sind deine damaligen Probleme gar nicht gewichtsbedingt gewesen, sondern wurden durch Mangelernährung verursacht.
      Mangelernährung = Ein ölebensnotwendiger Stoff fehlt oder ist in zu geringem Maße vorhanden.

      Ansonsten, schön daß es Dir gut geht.🙂

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      • Michael Mendelsohn sagt:

        Ihr BMI liegt bei 24,8, sie ist als Frau damit als übergewichtig einzustufen.

        Allerdings schreibt ENM auch (aber nicht nur) hier im Artikel, dass der BMI nicht immer korrekt ist, und dass der „Anteil an Körperfett zur Muskelmasse“ ein besserer Indikator ist. Gerade weil Christina gut durchtrainiert ist, dürfte sie nach diesem Maßstab besser dastehen als der BMI es anzeigt.

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