Eier ab!

Veröffentlicht: Januar 29, 2015 in Comics
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Kommentare
  1. Thomas sagt:

    Traurig aber wahr. Über das Thema kann man nur mit sehr wenigen Menschen differenziert diskutieren.

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  2. […] Direktlink via […]

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  3. Lars Golenia sagt:

    „Ich finde diesen Cartoon total gut!!!!!“

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  4. Alien sagt:

    Pädos ist die Abkürzung für Pädagogen?😉

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  5. Mika sagt:

    Meint Linksi die Veranlagung, oder das Ausleben?

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    • Hast du den Comic nicht gelesen?^^

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      • Mika sagt:

        Wörtlich sind wohl alle Pädos gemeint, aber wie will Linksi einen heimlichen Pädo erkennen?
        Linksi ist schon typisch Stammtisch, den Witz verstehe ich. Aber ich frage bei Stammtischlern erst genau nach, was sie denn genau meinen, sonst bleiben die immer auf ner anderen Ebene.

        Z.B. Ausländer raus basta! Antwort: genau, zünden wir doch gleich Luigis Pizzaria an und jagen ihn fort. Halt, nöö, den mein ich doch nicht, der arbeitet ja……..und schon führen wir den Nazi vor……

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        • „wie will Linksi einen heimlichen Pädo erkennen?“

          Ich denke, da gibt es viele Möglichkeiten. Zuerst einmal wäre da die, dass der besagte Pädo seine Neigung gar nicht geheim hält, was zwar in unserer Gesellschaft eher unwahrscheinlich ist, aber zumindest theoretisch möglich.
          Als nächstes wäre dann die Möglichkeit, dass einfach mit der Zeit auffällt, dass jemand weder an Frauen noch an Männern sexuelles Interesse zeigt, aber dafür beim Anblick von Kindern (nicht mal zwangsläufig in der Realität) einen erregten Eindruck macht.

          Letzten Endes könnte es sogar sein, dass der besagte Pädo seine Neigung insofern „auslebt“, dass er sich daheim Bilder bzw. Videos von Kindern in ähnlicher Weise zu Gemüte führt, wie andere Menschen das mit Pornos tun. Ich rede hier nicht von Kinderpornographie, sondern von ganz normalem Bildmaterial, das nackte oder auch angezogene Kinder zeigt und von normalen Menschen in keinster Weise mit Sexualität in Verbindung gebracht würde.

          Gerade das letzte Beispiel finde ich insofern interessant, dass dabei in keinster Weise einem Kind geschadet wird und trotzdem selbst die meisten toleranteren Menschen darin eine Grenzüberschreitung sehen würden.

          Und dann wäre da noch der extremste Fall, nämlich dass herauskommt. dass der besagte Pädo sich im Internet echte Kinderpornographie besorgt hat, ganz allein und ohne sich in irgendwelchen Pädo-Netzwerken zu beteiligen, also ohne in irgendeiner Weise Kindesmissbrauch öffentlich zu befürworten oder gar zu beauftragen.
          In diesem Fall macht derjenige sich natürlich strafbar, aber selbst in diesem Fall hat unser hypothetischer Pädo selbst noch keinem Kind Schaden zugefügt, auch wenn er sich natürlich daran „erfreut“ hat, dass jemand anders dies getan hat.

          Das Spektrum der Möglichkeiten, wie ein Pädophiler mit seinen Neigungen ausleben kann, ohne dabei etwas zu tun, was rational betrachtet eine derart radikale Strafe wie „Schwanz abschneiden“ rechtfertigen könnte, ist sehr breit und reicht von völlig harmlosen Menschen, die niemandem etwas zu leide tun, bis hin zu denjenigen, die dann doch sehr grenzwertige Dinge tun.

          Man könnte vermutlich deutlich mehr erreichen, wenn man den „kinderschonenden Umgang“ mit diesen Neigungen fördern würde, anstatt den Betroffenen zu vermitteln, dass sie in jedem Fall extremste Strafen zu erwarten haben, wenn bekannt wird, dass sie pädophil sind.

          Selbst aus Sicht eines Menschen, der selbst völlig unschuldige Pädophile aus vollstem Herzen hasst, ist es schlichtweg dumm, zu fordern, dass man „allen Pädos den Schwanz abhackt“, denn damit würde man in erster Linie vermitteln, dass ein Pädophiler ruhig hunderte Kinder vergewaltigen und ermorden könnte, ohne dafür eine härtere Strafe zu erhalten als die, die er schon für seine bloße Existenz zu befürchten hat!
          Gerade aus Sicht derjenigen, die glauben, dass harte Strafen das beste Mittel sind, um Verbrechen zu verhindern, ist dieser Ansatz der denkbar schlechteste…

          PS: Dass ich von den Pädophilen immer in männlicher Form schreibe, liegt nur daran, dass ich aus praktischen Gründen das generische Maskulinum verwende. Weibliche Pädophile sind genauso gemeint, auch wenn in deren Fall natürlich das mit dem Schwanz abschneiden nicht mehr so ganz passt. (Ich habe aber vollstes Vertrauen, dass dem Lynchmob in so einem Fall entsprechende Alternativen einfallen würden…)

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  6. Jamie sagt:

    Danke dafür! Ich weiß nicht, wie oft ich versucht habe mit Leuten vernünftig zu diskutieren, deren einziges Argument „Schwanz ab!“ ist.

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    • Mika sagt:

      Wie geht man vernünftig mit Pädos um? Und ich meine jetzt die Pädos, die aktiv sind.

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      • St. Elmo sagt:

        Sexueller Missbrauch von Minderjährigen ist meines Wissens eine Straftat.

        Daher ist das im Prinzip ganz einfach wenn man davon ausgeht, dass jemand eine Straftat begangen hat, wird diese Person vor Gericht gestellt und, wenn ihre Schuld bewiesen werden kann, wird sie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

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      • afictionesse sagt:

        Da muss die Polizei eingeschaltet werden. Natürlich wäre es auch gut, wenn du es beweisen kannst. Es macht aber kaum einen Unterschied, ob die Personen aus deinem Bekanntenkreis sind oder du bei Fremden etwas Verdächtiges beobachtest, was dir Anlass zur Sorge gibt. Lieber früh bescheid sagen als zu spät.

        Ansonsten können Pädophile, die nicht kriminell werden, eigenmächtig Hilfe suchen. Es gibt einige Therapiezentren, die sich darauf spezialisiert haben. Leider nicht allzu viele und sehr viele Psychotherapeuten und Ärzte kennen sich auch nicht besonders aus. Da die Bevölkerung schnell in Panik gerät, können sich Pädophile auch selten jemandem anvertrauen. Also wäre es auch sinnvoll, sich als Gesprächspartner anzubieten, nur eben nicht als „Komplize“.

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  7. uepsilonniks sagt:

    Off Topic

    Es ist häufig so, dass Homohasser Pädophilie mit Homosexualität gleichsetzen, um beide zu gleichermaßen zu verurteilen. Vielleicht machst Du da mal einen eigenen Comic d’raus.

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    • Mika sagt:

      http://www.aerzteblatt.de/archiv/66998/Studie-Gefaehrdung-der-Jungen

      Liegen die Homohasser wirklich so falsch? Ich kann diese Aussagen im Ärzteblatt nicht bewerten, finde sie aber extrem bedenklich. Einfach mal lesen

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      • Mike sagt:

        Hi Mika
        Der Leserbrief ist in einigen wichtigen Teilbereichen irrig:
        1. Setzt er Kindsmißbrauch mit Pädophilie gleich. Dies ist nachweislich nicht der Fall.
        2. Er stzt den Gleichgeschlechtlichen Kindsmißbrauch mit Homosexualität gleich. Auch diese Parallelisierung ist bestenfalls zweifelhaft.
        3. Das Zitieren von Studien mit einer Altersgrenze von 16 ist bezüglich der Pädophilendiskussion relativ wertlos, da Pädophilie definitionsgemäß Kinder bis zur Pubertät betrifft. (Vor allem wenn die Studie 35 Jahre alt ist)
        4. Die Aussage, dass die überwiegende Mehrzahl der männlichen Pädophilen homosexuell sein, wird durch andere Studien („Dunkelfeld“ Präventionsprojekt der Charite z.B.) nicht gestützt.
        5. Der vergleich der Stabilität Homosexueller Beziehungen mit heterosexuellen beziehungen ist ebenfalls wabbelig, da er die Gesamtheit homosexuleller Beziehungen mit der heterosexuellen Ehe gleichsetzt. Es wären die Stabilität eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe zu vergleichen. Da fehlt es aber noch an Langzeitstudien….
        Die Aussage, „lebenslange Treue bei Ehepaaren“ würde bei midestens 75% liegen, ist anhand gegenwärtiger Scheidungsraten schlichtwegs lächerlich…

        Korrekt ist natürlich, dass die Kinder aus lesbischen Partnerschaften stark überrepräsentiert sind, dies hängt aber mit der gesellschaftlichen Konvention zusammen, dass das Kind im Trennungsfall bei der Mutter verbleibt. Aufgrund der Größe der Studie wären aber signifikante Unterschiede auffällig gewesen.

        Des weitern wurde die vom Leserbriefschreiber kritisierte Studie von der bekannt linksradikalen Uni Bamberg durchgeführt (Satz enthält Ironie)

        LG
        Mike

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      • kinchkun sagt:

        Dagegen sind nur ca. ein Prozent der Heterosexuellen pädophil.

        Es sind genau 0% der Heterosexuellen Pädophil. Wie kann man nur so blöd sein?

        Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu missbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden.

        Lol

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      • fink sagt:

        Aus dem genannten Link:
        „Eine neue Studie aus Amsterdam (Mai 2003) belegt, dass Partnerschaften zwischen homosexuell lebenden Männern im Durchschnitt nicht länger als 1,5 Jahre halten. Innerhalb dieser angeblich monogamen Partnerschaften, so die Studie, hat in diesen 1,5 Jahren jeder Partner durchschnittlich noch zwölf andere Sexualpartner (acht Sexualpartner im Jahr).“

        Hier handelt es sich um eines der Lügenmärchen, die seit Jahren in verschiedenen homophoben Hassgruppen herumgereicht werden. Die Studie, die da zitiert wird, hatte sich nicht zum Ziel gesetzt, die Exklusivität oder die Dauer homosexueller Beziehungen in einer repräsentativen Gruppe zu erforschen, sondern es ging darum, die Übertragung von HIV in einem bestimmten urbanen, jungen und eher promiskutiven Personenkreis zu untersuchen. Monogame Paare und Männer über 30 waren von der Teilnahme an der Studie explizit AUSGESCHLOSSEN, weil es um sie nicht gehen sollte.

        Da macht also jemand eine Studie, in der monogame Männer ausgeschlossen werden, und dann schnappt sich jemand die Daten, um zu „beweisen“, dass Schwule nicht monogam sein können. Voilá, so einfach geht wissenschaftlicher Betrug.

        http://www.boxturtlebulletin.com/Articles/000,003.htm

        Zu den Verbreiter*innen dieser und anderer pseudowissenschaftlicher Betrügereien gehört u.a. auch das für seine Sympathie für Homo-„Heilung“ bekannte Deutsche „Institut“ für Jugend und Gesellschaft, das diese Studie ebenfalls immer wieder in dieser verzerrten Weise zitiert. Das ist klarer Betrug und hat mit Wissenschaft nicht das Geringste zu tun, aber das kümmert die ja nicht. Denn wer prüft diese Quellen schon nach?

        Wo immer dieses bekannte Lügenmärchen als angeblich wissenschaftlicher Beleg für irgendwas verwendet wird, da ist sicherlich auch bei den anderen Zahlen größte Vorsicht angezeigt.

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        • Mika sagt:

          Mike und Fink,

          danke für die Beiträge. Es ist erschreckend, was in den Medien als Wissenschaft ausgegeben wird. Man kann praktisch keiner Studie glauben, die man nicht selbst in allen Details geprüft hat.
          Noch eine Frage bitte, kennt jemand eine seriöse Untersuchung zum Thema?

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      • afictionesse sagt:

        Das Problem an diesem Link ist, dass es sich um einen Leserbrief handelt. Der ging zwar durch die Redaktion, aber für die Inhalte ist die Redaktion nicht mehr verantwortlich. Der Verfasser des Leserbriefs verwendet Studien aus den 80ern (wie öffentlich haben Homosexuelle zu dem Zeitpunkt gelebt?), gibt bei einigen Ergebnissen lediglich den Begriff „Studie“ als Quelle an oder nennt nur Namen ohne weitere Angaben zu den Studien.

        Abgesehen davon muss man auch auf die Altersgrenzen achten. Unter 16-jährige sind minderjährig, aber es ist unklar, ob sie unterhalb oder über dem Schutzalter von 14 Jahren liegen.

        Der meiste Missbrauch findet in der Familie statt und das bezieht sich vor allem auf verheiratete oder zusammen lebende heterosexuelle Paare.

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    • Heinz sagt:

      Umgekehrt tarnen/rechtfertigen sich Pädokriminelle aber auch im Schwulsein.

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  8. Markus sagt:

    Das Problem gibt es auch noch in anderen Bereichen, z.B. Radioaktivität und Kernkraft:
    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/11/14/wie-spricht-man-uber-radioaktivitat/

    Mir scheint, wenn ein bestimmter Emotionslevel überschritten wird, dann wird die Welt schwarz/weiß.

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    • Heinz sagt:

      Naja der verlinkte Artikel verharmlost die Gefahren ja auch sehr.
      Wenn man soetwas (wie viele Atomkraftverfechter) als Maßstab nimmt ist natürlich jede Kritik nur Hysterie.
      Ja klar, wenn man wie der Autor (Astronom) Radioaktivität immer nur aus der Ferne beobachtet ist sie ungefährlich.
      Und seine Vergleiche (u.A. brechende Staudämme) spotten ja wohl jeden Kommentars.

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  9. gerry sagt:

    Ausserdem verwechseln die meisten auch Pädophilie mit Pädosexualität, wobei nur das zweitere Illegal ist. Und Vergewaltigung ist wieder ein ganz andres Thema, auch wenn es immer wieder in Kombination auftritt.

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  10. swortfish sagt:

    Man muss sich seinen wenn auch krankhaften Neigungen bewusst sein !! Einem anderen Menschen zu schaden kann man auch nicht mit psychischer Krankheit entschuldigen und sich hinter Diagnosen verstecken !! Es werden nie alle geheilt

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  11. Margret sagt:

    Ich kenne die Unterscheidung zwischen Pädophilem und „Missbraucher“ (letzterer der, der Kinder sozusagen nur als bequeme „Auweichmöglichkeit“ benutzt). Angeblich, so las man zumindest bereits einige Male, sind Pädophile tatsächlich fast ausschließlich Männer (warum auch immer, vielleicht weiß emn mehr), Missbraucher beiderlei Geschlechts.

    „60 Prozent der Täter, die Kinder missbrauchen, sind nicht pädophil. Es gibt auch keine pädophilen Frauen. “ fand ich allerdings eine interessante Aussage, ich weiß nicht, inwieweit v. a. die zweite Aussage tatsächlich zutrifft und falls ja, warum.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/debatte-um-kinderpornographie-paedophilie-hat-sich-niemand-ausgesucht-1.1894404

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    • Tann sagt:

      Bei den Themen Islam und Pegida etc. greifst du IMHO häufig mal kräftig in die Scheiße, aber dann triffst du auch immer wieder mal den Nagel sowas von auf den Kopf, wie mit obigem Beitrag.
      Respekt!

      Besonders Zeile 3 ist sehr relevant grade in Bezug auf Prävention. Zu viele Eltern meinen sie könnten ihre Kinder vor Übergriffen schützen, indem sie einfach auf weiblichen Nachhilfelehrern, Betreuern, Trainern etc. bestehen. Ein fataler Fehlschluss!

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    • gerhardks sagt:

      Puhh Magret was soll ich sagen. Wo fängt man da an.
      1) Pädophilie ist bei Männern und Frauen vorhanden.
      2) Der Anteil von Frauen bei Missbrauch von Kindern ist ca. 20% (ja richtig gelesen ZWANZIG) Und das sagen nicht irgendwelche misogynen Männergruppen oder Männerforscher sondern die Kinderschutzvereinigungen selber.
      Bereits 2004 schätzte man den Anteil auf 10%, dieser ist aber laufend nach oben korrigiert worden. http://www.gegen-missbrauch.de/frauentaeter

      Nein! „Es gibt auch keine pädophilen Frauen“ ist FALSCH und „, sind Pädophile tatsächlich fast ausschließlich Männer“ ist ebenso FALSCH. Warum diese Falschinformationen so hartnäckig verbreitet werden, weiß ich nicht. Vielleicht liegt es am Klischee „Mann=Täter, Frau=Opfer“. Dazu passt ja auch, dass die auch große Zahl von Jungen (Mädchen : Buben 6:4 ) kaum eine Rolle spielt Es wird bei Missbrauch nur die Konstellation Mann – Mädchen betrachtet. Ist es mal umgekehrt, wird von „Liebesverhältnis das der Junge mit der Frau hat“ gefaselt.

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      • Frank sagt:

        Bevor du hier gleich auf Zinne gehst, belege doch deine erste Aussage mal. Und bedenke dabei: Missbrauch ist nicht gleich Pädophilie. Margret hat nur aus einem Interview zitiert.

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      • Margret sagt:

        Gerhard, ich bezweifle gar nicht, dass Frauen auch Kinder missbrauchen. Ich kannte zwar die Zahl 10 %, aber es können gut auch 20% sein oder sogar mehr, die Dunkelziffer wird hoch sein.

        Es ging mir um die Unterscheidung Pädophile/Missbraucher. Da ein tatsächlich anerkannter Experte zu dem Thema im von mir oben zitierten Interview sagt, es gäbe keine pädophilen Frauen, gleichzeitig aber betont, dass ein Großteil der Täter (über die Hälfte) gar nicht pädophil ist. Da könnten die 20% gut hinkommen.

        Mich interessierte einfach die Forschungslage hierzu. EMN wird sich als Psychologin wahrscheinlich auskennen und mich interessierte die Begründung, warum Frauen angeblich nicht pädophil sind / sein können. Es kommt mir unwahrscheinlich vor, aber ich las es nun schon einige Male, als ich zu dem Thema nachgelesen habe.

        Aber selbst wenn nicht, können sie s. o. trotzdem Missbrauch an Kindern begehen.

        @ Danke Frank, Du hast es erfasst.

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        • Ich kenne mich nicht so vertieft mit Pädophilie aus, aber ich habe bisher nie gehört dass Frauen „nicht pädophil sein können“ oder dergleichen. Auch in der Therapieausbildung erinnere ich mich an den Fall einer Frau, bei der Pädophilie im Raum stand und das wurde ganz normal diskutiert und nicht mit „Sie ist eine Frau, sie kann nicht pädophil sein“ von den Ausbildern/Profs verneint. Rein vom Gefühl her hätte ich gesagt, dass Frauen genauso pädophil seinkönnen…. ich wüsste gerne seine Begründung.

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        • gerhardks sagt:

          http://www.spiegel.de/panorama/missbrauch-von-mutter-oder-frauen-a-822115.html
          Es geht auch deutlich wissenschaftlicher, aber damit will ich dich gar nicht belästigen. Nur soviel. Die Neigung Kinder sexuell attraktiv zu finden, ist etwas das jeder Erwachsene haben kann. Bei Frauen wird das innige Streicheln eines Kindes, die immer größer werdende Grenzverletzung anders interpretiert. Da Frauen deutlich mehr Haut- und Körperkontakt halten (sozialisierterweise?) ist dies auch gegenüber Kindern der Fall. Daher wird die pädophile Handlung gar nicht als solche wahrgenommen. Erst wenn sie in Missbrauch übergeht. Das ist die Quelle für „Frauen sind nicht pädophil“. Richtig ist, Pädophilie weiblicher Personen wird nicht als solche betrachtet.

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          • gerhardks sagt:

            Es ist mir schon aufgefallen, dass oft solche männlichen „Experten“ irgendwo so einen Unsinn verbreiten. Ich hab auch schon Interviews gelesen von „Prof. Irgendwem“ dass Frauen keine Verbrechen begehen, sondern immer ein Mann das auslöst. Oder den Schwachsinn, das Männer nicht vergewaltigt werden könnten, wurde ebenfalls von einen Kriminologen behauptet. Ebenso wie ich die „wissenschaftliche“ Behauptung weil Frauen Kinder bekommen, würden sie bessere Manager sein lesen musste. Oder dass Kriege nur von Männern geführt würden, dass läge am Testesteron. Die Trottelei von der „angeborenen Mulittaskingfähigkeit von Frauen“ wurde ja gottseidank inzwischen als diese entlarvt.
            Warum diese Blödmänner das machen, ist mir unklar. Es wirkt aber wie eine bei diesen Männer verklärte Sicht auf ein mythisches „Frausein, dass alle Frauen als eine „bessere, friedfertigere, gesetzestreuere, intelligentere, fähigere „Spezies“ betrachtet. Das diese Männer sich dadurch gleichzeitig selbst als minderwertig darstellen, ist besonders verwirrend. Sind die schizophren?

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            • Margret sagt:

              Auch viele Männer, die Kinder missbrauchen sind nicht pädophil. Dein Problem ist, dass Du Pädophilie gleichsetzt mit Kindesmissbrauch. Eigentlich aber sind die Aussagen „Frauen sind nicht pädophil“ und „auch Frauen missbrauchen Kinder“ kein Widerspruch.

              Weder missbrauchen alle pädophilen Personen Kinder noch werden alle missbrauchten Kinder von Pädophilen missbraucht. Im Gegenteil, der größere Teil der Täter ist eben offenbar NICHT pädophil.

              Auch die Frau in dem von dir verlinkten Artikel scheint, obwohl sie sich selbst als pädophil bezeichnet, ihren Aussagen nach eher eine Missbraucherin zu sein, die, neben Sex mit erwachsenen Männern, auch mal Lust auf Kinder hat.

              Ich persönlich glaube auch nicht daran, dass es keine pädophilen Frauen gibt, ich kann es mir schlicht nicht vorstellen, dass das eine rein männliche Störung sein soll, aber man liest es eben immer wieder z. B. auch hier

              „Sicher scheint nur, dass Pädophilie bei Frauen nicht vorkommt. „Zwar gibt es auch Frauen, die Kinder missbrauchen, aber bisher wurde in keinem dieser Fälle eine pädophile Veranlagung diagnostiziert“, sagt Ahlers. Der Missbrauch hatte immer andere Gründe.“

              http://www.janpfaff.de/text_2.html

              Ich finde aber auch keine Begründung dafür. Kennt jemand denn Studien zum Thema?

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              • Margret sagt:

                Ergänzend. Sogar in Wikipedia findet sich diese Ansicht “ Schmidt bezeichnet Pädophile als „Männer, deren sexuelle Wünsche und deren Wünsche nach Beziehung und Liebe vorrangig oder ausschließlich auf vorpubertäre Kinder gerichtet sind, wobei diese drei Bereiche – Sexualität, Beziehung, Liebe – wie bei anderen Menschen auch unterschiedlich gewichtet sein können“.[6]“

                Etwas weiter unten allerdings beschreibt ein Zitat von Peter Fiedler dann Frauen als in Einzelfällen pädophil.

                http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie

                Die Forschungslage scheint wirklich schlecht zu sein.

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                • IULIUS sagt:

                  Naja, würde vermuten, pädophile Frauen können ihre Neigung ohne daß es auffällt ausleben. Wenn eine Frau bei einem Kind die Windeln wechselt würde nie jemand auf die Idee kommen, daß sie es aufgrund einer pädophílen Neigung tut. Selbst wenn sie ihr Kind bis ins Grundschulalter säugt würde niemand auf die Idee einer pädophilen Neigungen kommen.
                  Selbst dann nicht, wenn sie permanent ihr Kind in ihrem Bett übernachten läßt…

                  Man könnte es auch so sehen, wir hätten ein massives Problem, wenn man Frauen pädophile Neigungen zugestehen würde. Welche Frau könnte dann noch Kinder bekommen, ohne in diese Ecke gedrängt zu werden.

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          • Margret sagt:

            Was Du hier beschreibst, ist Missbrauch ohne Pädophilie.

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            • Margret sagt:

              Was Du hier beschreibst, ist Missbrauch ohne Pädophilie.

              bezog sich auf

              „Die Neigung Kinder sexuell attraktiv zu finden, ist etwas das jeder Erwachsene haben kann.“

              von Gerhard

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            • gerhardks sagt:

              Pädophilie ist die Neigung Kinder(!) erotisch zu finden. Und das bedeutet den eigenen Lustgewinn, Befriedigung durch die Berührung , Anfassen , Streicheln oder Streicheln lassen zu gewinnen. Erst wenn die Aktivitäten übergehen in Berührung von Geschlechtsteilen oder sich berühren lassen, wird aus der Pädophilie, Pädosexualität und Missbrauch. Bei Frauen/Müttern wird die frühe Phase nicht als solche gesehen oder bewertet, weil sie zu den alltäglichen Handlungen am Kind keinen Unterschied bilden. So kann eine pädophile Frau ihrem Sohn beliebig lang den Penis „waschen“ ohne dass auffallen würde, dass sie hier zu einem Lusterlebnis kommt. Ebenso ist für alle Handlungen. Der Missbrauch ist dadurch gegeben, dass der Erwachsene sexuelle Befriedigung am Objekt „Kind“ bekommt. Da sehr innige Verhältnisse von Mutter und Kind keine Seltenheit sind, wird auch keine Pädophilie erkannt, während bei Männern sehr schnell ein Verdacht geäußert wird.
              Das Margarethe hat diesen Mythos entstehen lassen, dass Frauen diese Neigung nicht hätten. In Wahrheit ist das Dunkelfeld enorm groß und Untersuchungen ist bisher genau eine durchgeführt worden. (Peter Fiedler „Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung“)
              Hier hat ein Betroffenen viele Informationen gut lesbar zusammengefasst: http://www.aufrecht.net/utu/paedophile.html

              Wie sehr Kinder unter der Negierung von Übergriffen von Menschen, wenn sie weilblich sind, ist entsetztlich, weil sie zum Schweigen verurteilt sind. In den allermeisten Fällen glaubt ihnen niemand. Es werden nicht mal bei extremen Auffälligkeiten von Kindern, diese Möglichkeit in Betracht gezogen? „Deine MUTTER? Niemals. Frauen machen sowas nicht. Das ist doch nur ein Missverständnis, da hast du sicher was falsch verstanden. Reden wir mal mit ihr.“

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              • Margret sagt:

                Gerhard, ich negiere gar nichts. Du verstehst nur den Unterschied zwischen pädophilen Menschen und Menschen, die Kinder missbrauchen ohne pädophil zu sein, nicht.

                Und ich denke, Du verstehst auch mein grundsätzliches Dilemma nicht. Ich sehe mich in der Tradition des Gleichheitsfeminismus und insofern ist es für mich schwer vorstellbar, dass eine bestimmte psychische Störung ausschließlich auf ein Geschlecht beschränkt ist (denn ja, ich glaube, dass auch Negatives immer beide Geschlechter betrifft).

                Insofern hatte ich hier auf Hinweise gehofft, ob die o. g. Aussagen hier korrekt sind und wenn ja, was die Gründe dafür sind. Du konntest aber leider auch keine beibringen.

                Die von dir genannte Untersuchung von Pfeiffer geht ja übrigens auch davon aus, dass Frauen nur in Einzelfällen pädophil wären, nennt aber auch keine plausiblen Gründe dafür.

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                • gerhardks sagt:

                  Das ist die Umkehrung von Beweisführung. Niemand behauptet hier (sogar EMN weis nichts davon) dass Pädophilie sich auf Männer beschränkt. Es gibt nur deine Aussage. Daher bist du erstmal in der Beweispflicht. Welche Quellen gibt es, die diese Aussagen bestätigten?

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                  • Margret sagt:

                    Ich habe mehrere Aussagen von anerkannten Experten dazu zitiert. Um die ging es mir. Ich habe nachgefragt und Du hast diesen Aussagen widersprochen ohne mir aber Nachweise zu liefern. Wie gesagt, ich bin eigentlich bei dir, aber demgegenüber stehen eben die o. g. Aussagen. Nunja, das scheint ohnehin nicht klärbar zu sein. Wahrscheinlich ist die Forschungslage einfach derart dünn. Vielleicht wird das in einigen Jahren anders.

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    • jerryfaber sagt:

      Das ist definitiv falsch! Ich weiss von Männern, die als Kinder von ihren Müttern sexuelle Gewalt erfahren haben, die von ihren Müttern an deren Freundinnen weitergereicht wurden u.s.w. Der Grund, weshalb diese Übergriffe der Öffentlichkeit verborgen bleiben, ist das Tabu, welches auf dem Thema Frauengewalt und im Besonderen auf der Gewalt, die von Müttern begangen wird, liegt. Mütter tun sowas nicht!

      Und betroffene Männer schweigen, weil sie sich extrem schämen, weil keiner ihnen glaubt, keiner sie ernst nimmt und weil Männer prinzipiell keine Opfer sind.

      Aber daraus zu schliessen, dass es keine Täterinnen und demnach auch keine männlichen Opfer geben würde ist fatal. Und Mütter vergreifen sich nicht nur an ihren Söhnen. Auch die Töchter sind betroffen.

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      • Och Leute, nun lest doch mal was Margret wirklich geschrieben hat, das ist doch echt nicht so schwer. Du bist jetzt schon der x-te, der sich darüber aufregt, dass Margret angeblich sagt, es gebe keine Täterinnen, dabei hat sie das nie gesagt und nie abgestritten, dass es weibliche Täterinnen gibt. Sie hat lediglich in den Raum gestellt, dass manche Experten offenbar der Ansicht sind, Pädophilie sei bei Frauen nicht der Grund um Kinder sexuell zu missbrauchen (genau wie bei der Mehrheit der Männer). Pädophilie =/= sexueller Missbrauch an Kindern.

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        • jerryfaber sagt:

          Dass dann so viele, das falsch verstehen liegt mit Sicherheit an uns selbst, aber nicht nur.
          Und zum Anderen, mache ich keinen Unterschied zwischen Missbrauch und Pädophilie. Beides ist sexuelle Gewalt und nichts anderes.

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          • Eben nicht. Pädophilie ist nur eine NEIGUNG und kein verhalten. Wenn jemand pädophil ist und diese Neigung nie auslebt, dann ist das keine sexuelle Gewalt und kein Kind wurde geschädigt. Im Gegenteil, solchen Menschen gebührt Hochachtung, dass sie ein Leben lang ihre Neigung unterdrücken, damit kein Kind geschädigt wird.
            Im Gegensatz dazu gibt es dann wieder Menschen, die gar nicht primär von Kindern angezogen werden, aber sie sexuell bedrängen weil es grade „praktisch“ ist oder sie es einfach genießen, ein schwächeres Wesen zu unterdrücken. Die sind nicht pädophil, üben aber sexuelle Gewalt aus.

            Was du machst, ist alles zusammenschmeißen und z.B. Pädophile, die ihr Leben lang nichts falsches tun gleichsetzen mit den Menschen, die nur zum Spaß Kinder quälen.

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            • jerryfaber sagt:

              Nein, das mache ich bestimmt nicht. Vielleicht reden wir auch nur aneinander vorbei.
              Jemand der nichts verbricht, den trifft keine Schuld – keine Frage. Jemand der Gewaltfantasien oder Ähnliches hat und diese nicht auslebt, dem ist auch nichts vorzuwerfen und ein solcher, der aus welchen Gründen auch immer versucht ist, diese auszuleben und dagegen ankämpft, dem gebührt Respekt. Wie du schon sagtest.
              Und ansonsten stimme ich dir voll zu.

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              • Ich denke wir meinen dasselbe, aber du verstehst unter „Pädophilie“ das Ausleben der Neigung, was aber per Definition nicht stimmt. Das Problem dabei ist, dass es nicht nur eine „harmlose“ Wortverdrehung ist wie z.B. „Homophobie“ (ist zwar auch falsch, da Homosexuellen-Gegner meist keine Phobie haben sondern eher Abneigung/Ekel/Hass, aber man weiß allgemein wie es gemeint ist)

                Wenn „Pädophilie“ allgemein falsch verwendet wird, also gleichgesetzt wird mit dem tatsächlichen Verbrechen des Auslebens der Neigung, dann schadet das aktiv Betroffenen (auch Kindern), weil die entsprechend von der Neigung betroffenen sich nicht wagen Hilfe zu suchen aus Angst, das Label „Pädophil“ zu kriegen. Aus meiner Sicht sollte das sehr viel mehr getrennt werden und der ganze Hass, der auf dem Wort „Pädophil“ lastet (und der eigentlich dem „sexuellen Straftäter“ gilt/gebührt) neutraler betrachtet werden. Auch wenn der Gedanke, dass ein Pädophiler sich sexuell von Kindern angezogen fühlt für die meisten verständlicherweise etwas abstoßendes hat sollte eben mehr betont werden, dass jemand, der die Neigung hat, aber sein Leben lang dagegen ankämpft und keinem schadet, damit etwas wirklich gutes tut und eine gewisse Anerkennung und keine Stigmatisierung verdient hat.

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  12. wischiwaschi sagt:

    Genau das ist mir auch bei vielen Diskussionen und Kommentaren anderer aufgefallen…

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  13. maSu sagt:

    Ja so ist das in Deutschland leider. Es wird mehr auf Basis von Emotionen diskutiert als auf Basis von Fakten. Besonders bei Themen die mit Kindern, mutmaßlichen Nazis usw zu tun haben.

    Da wird derjenige, der Israels Außenpolitik auf Basis von Fakten kritisiert gleich als Antisemit bezeichnet, statt dass man die Argumente der Person mal überprüft.

    Da wird jemand, der (unbegründete? diffuse?) Angst vor dem Islam hat gleich als islamfeindlich bezeichnet, statt seine Ängste wenn möglich als wenig stichhaltig zu entzaubern.

    Da wird jemand, der zwischen Pädophilie und sexuellem Missbrauch einen Unterschied sieht auch in die Pädophile Ecke gestellt.

    Ich spreche da leider gerade beim letzten Punkt aus eigener Erfahrung. Ich habe es mal gewagt mich für Pädophilie, die kein Täter oder keine Täterin werden wollen, stark zu machen, ich habe die viel zu wenigen Therapieplätze angesprochen, die oftmals nur für bereits straffällig gewordene Menschen zur Verfügung stehen (also zu spät!), ich habe die gesellschaftliche Tabuisierung des Themas angesprochen, weswegen Pädophile Menschen sich niemanden(!) anvertrauen können und eigentlich immer befürchten müssen, dass ihr Leben von einem wütenden Mob zerstört wird, … und so weiter.
    Statt sich mit den von mir angesprochenen Punkten zu befassen, kam gleich als erste „Antwort“ ein „Stell dir mal vor, dein Kind wäre missbraucht worden!!!“. Es dauerte nicht lange, bis dann Zwangskastrationen gefordert wurden oder öffentliche Listen, sodass jeder sehen kann, wer Pädophil ist und wo er wohnt/arbeitet und so weiter.
    Und als ich weiterhin ruhig meiner Linie folgte und mir dachte: „Diese empörten Leute hören entweder zu oder werden wutendbrand fortgehen“, da kamen dann irgendwann Behauptungen ich wäre ja selber pädophil, sonst würde man diese (O-Ton …) „Kinderficker“ ja nicht noch in Schutz nehmen.

    Ich habe auch mal im Rahmen eines Kinoprojekts diverse Kurzfilme geschaut mit anschließender Diskussionsrunde mit den Schauspielern, Produzenten, Drehbuchautoren usw. Die Filme waren teilweise sehr interessant. Einer davon handelte von BDSM und zeigte auch diverse Praktiken und behandelte auch die gesellschaftliche Tabuisierung (die Hauptdarstellerin erlebte im Film eine Art Wiedergeburt als sie sich selbst begann so zu akzeptieren – ich hoffe ich bringe da nach so vielen Jahren nichts durcheinander).
    Der Regisseur und Autor berichtete von den massiven Vorurteilen der Gesellschaft, er wurde sogar gefragt, ob er denn Polizeischutz oder einen Sicherheitsdienst beschäftigt habe um während der Recherchen nicht Opfer von Verbrechen zu werden und so weiter.
    Da meldete sich ein Zuschauer zu Wort, der dann wild wurde und das alles als abartig bezeichnete, diese Leute würden doch alle in die Klappsmühle gehören und so weiter. Alle blieben ruhig. Versuchten ganz trocken und nüchtern zu antworten. Der Herr geriet weiter in Rage und als er merkte, dass er alleine mit seiner Meinung war, da verließ er mit wilden Beleidigungen den Kinosaal.

    Ich finde der Comic zeigt daher ein Problem auf, bleibt aber oberflächlich, denn:

    Es geht nicht um Pädophilie oder Diskussionen mit zuviel Emotionen, es geht um Denk- und Sprechverbote. Gewisse Dinge darf man heute kaum noch sagen, ohne eine Gesellschaftliche Ausgrenzung oder gar schlimmeres zu erfahren.
    Es wird immer weniger versucht mit Argumenten zu überzeugen, zu viele Menschen beschränken sich darauf, Andersdenkende mundtot zu machen.

    Das ist mMn eine hochgradig gefährliche gesellschaftliche Entwicklung. Denn so bleiben alle Weltbilder unter sich und radikalisieren sich immer weiter.

    Wenn der mutmaßliche Nazi mit keinem „nicht Nazi“ mehr reden kann, weil alle das Gespräch verweigern, dann redet er nur mit Gleichgesinnten und fühlt sich bestärkt. Ebenso im linken Spektrum, auch dort bleibt man unter sich und bestärkt sich in immer extremeren Haltungen.

    Die Israelkritiker reden auch nur noch mit Israelkritikern, denn der Rest schimpft sie Nazi – ungeachtet ihrer Argumente.

    Und so weiter und so fort…

    Es täte allen mal gut, gerade mit Menschen zu sprechen, die eine gänzlich andere Meinung haben. Die eigene Meinungsbildung ist stark davon abhängig, wie viele verschiedene Meinungen (aber auch Argumente zu entsprechenden Meinungen) man kennt.

    Kann der Islamkritiker mit allen Menschen reden, ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden, dann merkt er evt. dass viele Moslems ganz friedlich leben und nicht die Religion, sondern die Interpretation der Religion durch Fanatiker das Problem ist. Und schon ist dieses eine Problem gelöst.

    Aber wir leben in einer Gesellschaft in der Andersdenkende beschimpft und ausgegrenzt werden und in der die meisten Menschen, wenngleich sie für Toleranz demonstrieren, alles andere als Tolerant sind.

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    • Frank sagt:

      „Gewisse Dinge darf man heute kaum noch sagen, ohne eine Gesellschaftliche Ausgrenzung oder gar schlimmeres zu erfahren.“

      Das klingt als wenn es bereits Zeiten gab, in denen es besser war. Sehe ich komplett anders. Noch nie konnte man in Deutschland freier diskutieren als heute. Noch nie waren Deutsche toleranter.
      Und wenn der Islamkritiker mit allen Menschen reden möchte, ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden, sollte er eben NICHT wie ein Nazi reden oder sich denen anschließen.

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      • Ich denke, dass selbst waschechte Nazis ihre Meinung äußern können sollten, ohne beschimpft zu werden…

        In der Praxis ist es doch nicht wirklich so, dass Rechtsradikale in allem, was sie von sich geben, komplett falsch liegen, sondern vielmehr setzt sich deren Meinung im Normalfall aus einer Mischung von rassistischen Vorurteilen, extremen Lösungsansätzen zu real existierenden Problemen (ähnlich wie das Schwanz abschneiden im Comic) und Positionen, die nicht einmal rechts sind zusammen.

        Wenn man im Gespräch mit diesen Leuten nicht zwischen diesen verschiedenen Dingen unterscheidet, bestärkt man sie doch letztendlich nur, denn dann können sie sich sehr leicht darauf berufen, dass ihre Gegner ja nicht einmal auf objektiv richtige Kritik eingehen und stattdessen nur hirnlos zu allem, was sie sagen, Nazi brüllen.

        Wenn mir gegenüber jemand über die assozialen „Kanacken“ schimpft, deren Existenz ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann, neige ich eher dazu, demjenigen in einem gewissen Maße zuzustimmen, aber gleichzeitig auf die deutlich komplexeren Ursachen des Problems hinzuweisen. Im Idealfall kann man sich dann darauf einigen, dass wir ein Immigrationsproblem haben und dafür Lösungen gefunden werden müssen, aber dass dies nicht möglich ist, indem man das Problem darauf reduziert, dass Ausländer scheiße sind.
        Natürlich kann es immer auch damit enden, dass ich entnervt aufgebe, weil derjenige einfach nicht bereit ist, über den Tellerrand zu blicken, aber immerhin besteht eine Chance, dass ich etwas bewirke, indem ich Meinungen, die ich leicht mit Argumenten widerlegen kann, ernst nehme, anstatt jeden Punkt, in dem mein Gegenüber zumindest teilweise Recht hat, gleich komplett zu verleugnen und das Gespräch mit der Begründung „mit Nazis diskutiere ich nicht“ zu verweigern.

        Leider ist der Ansatz, die Rechten ernst zu nehmen, hierzulande alles andere als weit verbreitet und selbst Menschen, die ich ansonsten als intelligent und weltoffen erlebe, demonstrieren plötzlich begeistert gegen die Pegida-„Nazis“, ohne sich überhaupt damit auseinander gesetzt zu haben, was deren Positionen sind, und feiern jede Aktion, bei der „die Nazis“ in ihrem verfassungsmäßigen Recht zu demonstrieren behindert werden…

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        • Frank sagt:

          “ Und wenn der Islamkritiker mit allen Menschen reden möchte, ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden…“
          „Ich denke, dass selbst waschechte Nazis ihre Meinung äußern können sollten, ohne beschimpft zu werden…“

          Erkennst du den Unterschied? Da gibt es keinen Widerspruch. Im Übrigen bin ich deiner Meinung.

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          • Der Unterschied besteht mmn. darin, dass dein Islamkritiker sich offenbar beleidigt fühlt, wenn man ihn als Nazi bezeichnet, während man für meinen Nazi vermutlich schwerere Geschütze auffahren müsste… Der Punkt ist, man sollte Leute nicht beschimpfen, weil man ihre Meinung nicht mag.

            Natürlich hast du aber insofern Recht, dass auch der Islamkritiker bei seinen Äußerungen darauf achten kann, dem Nazi-Vorwurf vorzubeugen, indem er Begriffe wie „Herrenrasse“ oder Konzepte wie die massenhafte Vernichtung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe aus seinen Aussagen heraushält. Mir fällt jetzt aber auch kein Beispiel ein, in dem einer derjenigen, die zwar islamfeindlich sind, aber sich selbst nicht als Nazi betrachten, wirkliche Nazi-Terminologie benutzt hätte.
            Aber selbst wenn: Wäre es wirklich angemessen, sich auf das gleiche Niveau herabzulassen? Eigentlich sollten wir uns doch von dem, was wir kritisieren, abheben…

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      • maSu sagt:

        Was für einen Sinn hat es, Menschen, die nicht ihre Meinung teilen, zu beschimpfen? Damit wird eine echte Debatte unmöglich. Sie verhindern damit höchstpersonlich, dass ein mensch überzeugt werden könnte, denn durch Beschimpfungen und Anfeindungen wird sich ein Mensch nur weiter radikalisieren und primär mit Seinesgleichen reden.

        Auch absurd, dass sie meinen, man könne freier diskutieren als je zuvor und zeitgleich das Beschimpfen von Andersdenkenden in Ordnung finden… evt. finden sie ja irgendwann den Widerspruch.

        In Hamburg wird bald der Senat gewählt und Kandidaten der AfD werden angegriffen: Steine werden durch Fenster ihrer Häuser und Farbbeutel an die Fassade geworfen. Wahlplakete werden im großen Stil abgerissen und so weiter.

        Läuft das unter Meinungsfreiheit bei ihnen? Bei mir zeigen solche Dinge auf, dass unsere Gesellschaft unfrei und zutiefst undemokratisch ist! Mit freier Rede hat das alles nichts mehr zu tun!

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        • maSu sagt:

          das war an Frank gerichtet -.-

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        • Frank sagt:

          „Kann der Islamkritiker mit allen Menschen reden, ohne gleich als Nazi beschimpft zu werden“

          Das haben SIE (wenn Sie drauf bestehen) geschrieben, nicht ich.
          Wo steht geschrieben, dass ich es ok finde, wenn andersdenkende Menschen beschimpft werden?
          Wenn sich jemand öffentlich zu Nazis bekennt, oder sich offensichtlich so zeigt, ist es dann eine Beleidigung ihn so zu nennen?
          Was geht mich die AfD in Hamburg an? Habe ich die Steine geschmissen? Habe ich das gutgeheißen? Was wollen Sie von mir?

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          • IULIUS sagt:

            Vielleicht hat er nur etwas falsch interprettiert.
            So etwas soll vorkommen…😉

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            • Frank sagt:

              Ja, soll vorkommen😉

              „In Hamburg wird bald der Senat gewählt und Kandidaten der AfD werden angegriffen: Steine werden durch Fenster ihrer Häuser und Farbbeutel an die Fassade geworfen. Wahlplakete werden im großen Stil abgerissen und so weiter.“

              Mit den Problemen haben andere Parteien auch zu kämpfen. Allen voran die NPD. Aber es ist eben so, dass provokante Slogans eben auch extreme Reaktionen hervorrufen können. An dieser Stelle eine Erklärung für maSu: Ich finde das auch NICHT gut. Zumal das nur den Steuerzahler belastet. Aber es ist vorhersehbar, denn Idioten sterben nicht aus. Und wenn mir Jemand erzählt, er sei ein Nazi, dann nenne ich ihn ein Arschloch. Soviel Ungezogenheit gönne ich mir. Da gibt es auch nichts zu diskutieren. Die Demokratie muss solche Leute wegstecken können – ich aber nicht. Das Gleiche würde ich aber auch einem Linken sagen, der am 1. Mai Autos anzünden muss usw.

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              • IULIUS sagt:

                „Und wenn mir Jemand erzählt, er sei ein Nazi, dann nenne ich ihn ein Arschloch.“

                Jep. Und genau dazu muß man ihn erst einmal zu Wort kommen lassen. Das scheinen einige nicht zu begreifen. Das zeigt Dein Beispiel mit der AfD. Kreiden bestimmte Disfunktionen an und zeigen aber genau das antidemokratische Verhalten, was sie der AfD ankreiden wollen.
                -> Das sind die eigentlichen Demokratiefeinde.

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  14. Heinz sagt:

    Ja, wenn man als Mann vergewalötigt wird hat man es schwierig:
    http://injusticestories.com/yes-im-a-guy-yes-i-was-raped/

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  15. afictionesse sagt:

    Wie bist du denn auf dieses Thema gekommen?

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  16. Robin sagt:

    Ich finde, dazu passt dein alter Comic gut, in dem es darum ging, dass jeder Missbrauchsfall direkt als „Mord an der Kinderseele“ hochdramatisiert wird und man sogar Betroffenen aktiv einzureden versucht, dass sie nie, nie, nie wieder glücklich sein können. Das ist auf so vielen Ebenen falsch.

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  17. jerryfaber sagt:

    Pädophilie wird heute von Wissenschaftlern und Experten als sexuelle Präferenz aufgefasst, die, niemand kann sagen wieso und warum, in unserer Persönlichkeit festgelegt ist. Genauso wie Hetero- Trans- und Homosexualität. Letztere leidet auch heute noch unter der Ächtung von vielen Menschen.
    Betroffene definieren Pädophilie als Liebe zum Kind und unterstellen diesen eine Sexualität, die gleich der von Erwachsenen ist.

    Beides finde ich bedenklich. Auch die Unterscheidung von Pädophilie und Ersatztätern ist vielleicht für Wissenschaftler relevant!? Den Kindern nützt es in keinster Weise.

    Sexueller Missbrauch ist ein irreführender Begriff, suggeriert er doch, dass es einen sexuellen Gebrauch von Kindern gäbe, der in Ordnung ist.

    Erwachsene, die sich an Kindern vergreifen, üben sexuelle Gewalt aus und fügen den Kindern erhebliche Schäden zu, unabhängig davon, ob sie zusätzlich körperliche Gewalt ausüben oder nicht. Sie benutzen die Sexualität, um diese Gewalt auszuüben. Die Gewalt ist das Problem – Mißbraucher, Pädophile, Kinderschänder usw. sind Gewalttäter. Der Fokus wird falsch gesetzt, nämlich auf die Sexualität.

    Diese Erwachsenen sind unfähig mit anderen Erwachsenen gleichberechtigte und gleichwertige Beziehungen zu führen. Wie alle Menschen tragen sie aber eine tiefe Sehnsucht nach menschlicher Nähe in sich, die sie sich bei den Kindern, über den Weg der Sexualität, holen. Dass sie sich nach einiger Zeit, anderen jüngeren Kindern zuwenden hat damit zu tun, dass ihre Opfer älter und zu unbequem werden.

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  18. timo06 sagt:

    Hat dies auf timo06 rebloggt.

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  19. Hekate sagt:

    Die erste Szene habe ich leider am eigenen Leib erlebt … war gar nicht lustig in dem Moment als mein Gegenüber mich genau wegen dieses Einwands als „Pädo-Freund“ (= „ich finde es total gut, wenn Kinder vergewaltigt werden o.ä.“) betrachtet hat.

    Ich verstehe nicht, wie man das inhaltlich so hinbiegen/“miss“verstehen kann … jedenfalls habe ich für mich den Schluss daraus gezogen mir zukünftig sehr genau zu überlegen, ob ich was dazu sage wenn wieder diese Stammtischreden über „die Pädophilen“ kommen … lohnt sich nicht; Zeitverschwendung und schlechtestenfalls bekommt man auf die Fresse als vermeintlicher Pädo-Freund *kopfschüttel*

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  20. WeiterSo sagt:

    Woah. Ich bin ja einer der Kommis, der sich unter vielen Nicks versteckt und eigentlich nur flamen und trollen will – oftmals. Aber ich ich find es soooo krass, dass es sogar Frauen gibt, die diese Mainstream-Hetze hinterfragen. Kenne halt nur aus dem Bekanntenkreis: „Schwanz ab!“ in erster Linie von Weibchen und in zweiter Linie von Beta-Männchen, um bei den Weibchen landen zu können. Natürlich auch von Humanisten, aber denen begegne ich kaum noch, was mich in tiefe Trauer absumpfen lässt.

    Nein, ich bin nicht (bewusst) pädophil. Und selbst wenn, diese Leute sind Menschen. Danke, dass das mal so auch von einer Frau thematisiert wurde, im Namen der Menschlichkeit.

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  21. […] Eier ab für Pädophilie (erzaehlmirnix) […]

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  22. Ich fand mal im Internet eine Umfrage, bei der 89 Prozent dafür waren, Magnus Gäfgen umzubringen und nur 11 Prozent dagegen und ich postete meinen Unmut darüber in einem Forum… eine fragte: „Was hast du denn? 89 Prozent sind doch dafür!“ Ihr glaubt gar nicht, was los war, als ich schrieb, dass es das ja sei.

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    • maSu sagt:

      Willkommen in meiner Welt …:/

      ich finde es echt erschreckend, wie wenig der Rechtsstaat und Menschenrechte geschätzt werden. Als ob da erst ein langer Urlaub in Nordkorea notwendig wäre (oder Syrien soll derzeit auch gut für solche Bildungsreisen taugen) um zu erkennen, dass Menschenrechte richtig und wichtig sind….

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