Guter Rat

Veröffentlicht: Februar 1, 2015 in Comics, Psychozeug
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Kommentare
  1. Kenshin sagt:

    Absolute Zustimmung.

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  2. Bravo! Endlich mal eine ehrliche Meinung dazu, dass das ganze faule Pack, das immer nur jammert und nicht mit Geld umgehen kann, daran ganz alleine Schuld ist!

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  3. Anhora sagt:

    You made my day! Eine klasse Antwort auf einen bescheuerten Ratschlag, den sich leider wohl fast jeder Depressive gelegentlich anhören muss.

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  4. Alex sagt:

    Semi ernst: wird ein depressiver eigentlich stärker depressiv, wenn er den Ratschlag weniger depri zu sein bekommt?

    Umformuliert: mit welcher Chance schaden solch gute Ratschläge?

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    • Kann man so paschal nicht sagen. Kommt sehr auf die Umstände und die Person an. Als Beispiel, ich habe mal in einer Einrichtung gearbeitet in der auch Leute nach Schlaganfällen untergebracht waren, denen es körperlich extrem schlecht ging. Manche die wegen Depressionen da waren hat das noch mehr heruntrgezogen, andere sagten „Mir wird dadurch klar was ich alles habe“ und sie konnten tatsächlich anfangen wieder eine andere Perspektive zu entwickeln. Ganz pauschal kann man es also nie sagen, obwohl ich den „Rat“ „Denk doch mal wie schlimm es anderen geht“ trotzdem für doof halte^^

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  5. gnaddrig sagt:

    Prima Denke von Linksi. Ich sag auch immer: Frier doch einfach nicht, dann ist dir auch nicht mehr kalt!

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  6. sock3 sagt:

    An dieser Stelle mag ich auf folgenden Tweet verweisen:

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  7. ChriSchm sagt:

    Ich hab das auch mal selbst von einem Psychiater mit Doktortitel und „Spezialisierung“ auf Psychotherapie hören müssen. „Sie sind depressiv? Dann gehen Sie doch einfach täglich spazieren und lesen dieses Buch, das ich Ihnen empfehle, sonst brauchen Sie nichts machen.“

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    • IULIUS sagt:

      Eine Möglichkeit, wenn Du zu einer Selbstdiagnose noch in der Lage bist, hast Du auch noch genug Energie, um Dir selber zu helfen.

      Eine Andere, er hat das nicht als Depression diagnostiziert und wollte Dich nur nicht in Deinem Glauben erschüttern.

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      • ChriSchm sagt:

        Dass man genug Energie hat, um sich selbst zu helfen, wenn man bei sich selbst Depressionen diagnostizieren kann, will ich mal stark bezweifeln. Aber zu einem Spezialisten zu gehen, damit der einem hilft, gehört doch eigentlich schon dazu. Und dann ist solch eine Antwort ein ziemlicher Tritt in die Magengegend, wenn man sowieso schon am Boden liegt.

        Und ich wurde davor und auch danach von anderen Spezialisten eindeutig mit Depressionen diagnostiziert. Ich habe auch mit anderen Scharlatanen schlechte Erfahrungen gemacht. Aber der Typ hat echt alles getoppt. Erzählt mir so einen Blödsinn, aber verschreibt mir ohne Zögern gleich Anidepressiva. Auch wenn man versucht, es anders zu erklären: Der Kerl war ein Stümper!

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        • IULIUS sagt:

          Bei richtigen Deressionen bist Du unter Umständen nicht einmal in der Lage Dein Bett zu verlassen. Da ist es schon ein sehr gewaltiger Schritt zum Arzt zu gehen und sich Hilfe zu holen.

          Was meine Beobachtung von Ärzten ist, ist daß diese gerne das Bestätigen, was der Patient selber diagnostiziert hat. Das hört sich für den Patienten erheblich glaubwürdiger an, als wenn der Arzt seine eigene Diagnose anbringt.

          M. E. bist Du nur auf den Arzt sauer, weil der eine andere Meinung hat als Du. Nur weil er eine anderen Meinung ist er nicht gleich ein Stümper.

          Nebenbei gesagt, ich sage damit nicht, daß Du keine Depressionen hast, oder an Deine Angaben zweifle, ich versuche nur darzulegen, daß auch andere Möglichkeiten offen stenen. Was Du damit machst ist allein Dein Ding.

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          • ChriSchm sagt:

            Diese ganze Argumentation erinnert mich an den EMN Comic, in dem sich die beiden Protagonisten darüber auslassen, dass der eine Arbeitskollege, der wegen Depressionen krankgeschrieben ist, ja gar nicht depressiv sein kann, weil er ja ins Fitnessstudio geht. Depressiv zu sein heißt ja nicht, dass man zu nichts mehr in der Lage ist. Es gibt viele Abstufungen und Facetten. Es gibt diejenigen, die wirklich nur noch den ganzen Tag im Bett liegen und nichts mehr zustande bringen. Und es gibt diejenigen, die sich doch Hilfe holen.

            Bei mir wurde irgendwann der Leidensdruck so groß, dass ich mir doch Hilfe geholt habe. Es fiel mir nicht leicht, aber ich wollte einfach nicht mehr so darunter leiden. Und dass es gar lebensgefährlich für mich war, kann ich nicht bestreiten.

            Der Arzt war ein Stümper, und das sage ich nicht, weil ich einfach nur sauer auf ihn wäre. Er hat mir Antidepressiva verschrieben. Das tut man nicht einfach so nur um jemandem nach dem Mund zu reden. Wenn er es doch deshalb getan haben sollte, ist er ein Stümper. Dann versuchte er mir einzureden, dass ein bisschen regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und die Lektüre eines Buches das alles schon wieder ins Lot bringen würde. Aber gleichzeitig mir Tabletten verschreiben! Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Kerl ist ein Stümper.

            Er hätte es damals in Kauf genommen, dass ich mir was antue. Ich habe ihm von meinen Suizidgedanken berichtet, und er gibt mir so einen dummen Rat. Ich hätte mich von einer Brücke stürzen können und er wäre dafür mitverantwortlich gewesen.

            Wie gesagt, es ist mir nicht leicht gefallen, mir Hilfe zu holen. Ich habe letztendlich ein ganzes Jahr gebraucht, bis ich wirklich einen Experten gefunden habe, der mir wirklich helfen konnte. Depressionen sind eine Krankheit, bei denen man die Symptome nicht pauschalisieren kann. Man kann auf viele verschiedene Arten depressiv sein. Dass man nicht mehr aus dem Bett kommt KANN ein Symptom sein, muss es aber nicht. Und jemandem, der unter so etwas leidet, zu sagen, er könne ja nicht depressiv sein, weil… ist schon ziemlich heftig. Nein, du hast es nicht so gesagt, aber es hat einen gewissen Unterton, der da mitschwingt.

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            • IULIUS sagt:

              Das hat bei mir keinen Unterton.
              Was ich jetzt sehe, ist daß Du diesem „Idioten“ enorm viel Deiner Energie opferst. Normales Handeln wäre den aus dem Gedächtnis zu entfernen, hilfsweise gar nicht an ihn zu denken. Das geht aber nicht so einfach, wäre vielleicht sogar problematisch, denn Du projizierst einen Teil Deiner Wut auf ihn. Wut wiederum ist ein Triebmittel, was selbst Depressiven ungeahnte Möglichkeiten bietet.
              Das Problem ist jetzt von dem grundsätzlich schädlichem Denken, einersets zieht es Dich runter (fördert Deine Depression), anderseits liefert es Dir Energie, wegzukommen und Deine Kraft in positive Dinge zu lenken. Hier sollte Dir ein Therapeut helfen.

              Tatsache ist wohl, daß bei Depressionen die Gehirnchemie ins Ungleichgewicht gefallen ist. Durch Spaziergänge in der Sonne kann man die zumindest zum Teil wieder ins Lot bringen. Den Hauptteil müssen aber oft Medikamente leisten. Helfen tut auch das Vermeiden von Stress.
              Aber das laß Dir lieber von EMN erklären.

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              • ChriSchm sagt:

                Glaub mir, mir dem Kerl habe ich im Grunde abgeschlossen. Ich denke eigentlich gar nicht mehr an diese Geschichte. Ich wollte hier einfach nur meine Erfahrung teilen. Dann hast du mich wohl ein wenig getriggert, weil du meine Einschätzung dieses Arztes in Frage gestellt hast und ich sah mich dummerweise dazu genötigt, darauf einzugehen. Bitte akzeptiere einfach, dass es auch Psychiater gibt, die ihren Beruf eben nicht beherrschen, sondern einfach auch mal „Idioten“ sein können.

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          • Margret sagt:

            „Bei richtigen Deressionen bist Du unter Umständen nicht einmal in der Lage Dein Bett zu verlassen.“

            Das sind schwere Verlaufsformen einer „Major Depression“. Es gibt auch genügend andere Varianten, die den Alltag bereits sehr beeinträchtigen.

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      • gnaddrig sagt:

        Eine Möglichkeit, wenn Du zu einer Selbstdiagnose noch in der Lage bist, hast Du auch noch genug Energie, um Dir selber zu helfen.

        Hat man so einen Vorschlag jemals einem Patienten mit Grippe, Malaria, Asthma oder gebrochenem Bein gemacht? Warum nicht?

        Das wäre überhaupt nur denkbar, wenn Depression ein Energie- oder Motivationsproblem wäre. Ist es aber nicht.

        Wikipedia schreibt dazu: Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff depressiv häufig – beispielsweise für eine Verstimmung – verwendet; gleichwohl ist die Depression im psychiatrischen Sinne eine ernste behandlungsbedürftige Störung, deren Symptome sich der Beeinflussung durch reine Willenskraft entziehen.

        Wenn ChriSchm also tatsächlich eine Depression hatte, hat der konsultierte Psychiater nicht geholfen, sondern einen Tritt in den Magen verteilt. Wenn der Psychiater zu dem Schluss gekommen war, dass ChriSchm keine Depression hatte, hätte er das eigentlich sagen müssen. Und versuchen herauszufinden, was für ein Problem ChriSchm stattdessen hatte. So oder so hat der sich nicht mit Ruhm bekleckert.

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  8. Robin sagt:

    Das fand ich auch ganz groß:

    http://9gag.com/gag/aGwY1p5?sc=comic

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