Fettlogik.

Veröffentlicht: Februar 9, 2015 in Uncategorized

Zu den wenigen persönlichen Infos, die ich über die Jahre herausgab gehörte u.a. die Tatsache, dass ich dick bin (ohne näher darauf einzugehen wie dick genau), und dass ich in letzter Zeit meine Einstellung dazu geändert habe. Tatsächlich ist es so, dass ich erst sehr zeitverzögert angefangen habe, darüber zu bloggen, so dass einige Leser den Eindruck hatten, es handle sich um einen jungen Prozess, wo es in Wirklichkeit bereits Monate bzw. über ein Jahr ist.

Nun das erste Outing, denn „dick“ kann ja vieles heißen, von der überkritischen „typischen Frau“, bei der die Größe 38 anfängt zu kneifen bis hin zur 150kg Frau mit Adipositas Grad 3. „Dick“ in meinem Fall ist letzteres. 150kg bei 175cm. So:

me

Viele werden jetzt vermutlich fragen, wie man an den Punkt kommt, und es gibt viel was man dazu sagen könnte. Den Laien könnte ich vermutlich mit meiner Schilddrüsenunterfunktion beeindrucken, der Rest weiß, dass „mehr Kalorien rein als raus“ (a.k.a. „zu viel gegessen“) die Antwort ist, aber die eigentliche Frage ist nicht die nach den körperlichen Abläufen sondern dem „Warum?“, und das ist simpel: Weil es mir (zu) egal war. Es war mir einfach nicht wichtig genug. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich mein Gewicht wesentlich einschränkt. Mir war zwar klar, dass ich nicht „fit“ bin, aber ich war nicht der Meinung, dass es eine große Verbesserung in meinem Leben wäre, abzunehmen. Mein Aussehen war mir nie besonders wichtig und ich hatte tatsächlich nie ein besonders schlechtes Körperbild. Ich konnte mit Schokolade vor dem TV sitzen und Germanys next Topmodel genießen und mir war bewusst, dass ich weit von diesem Ideal weg war, aber es störte mich nicht. Ich sagte mir, dass ich eben andere Ziele hatte, z.B. meinen Doktor oder später die Renovierung unseres Hauses. Und auch wenn ich meinen Mann vor 8 Jahren noch mit „nur Übergewicht“ kennengelernt habe hat er mich mit knapp 150kg geheiratet. Das einzige was mir hin und wieder Sorgen bereitete war der gesundheitliche Aspekt, und das war wohl auch der Bereich, in dem ich mir am meisten etwas vorgemacht habe. Ich wusste, mein Blutdruck war zu hoch, wollte es mir aber nicht eingestehen. Wenn er beim Arzt bei 180 lag log ich, dass ich angespannt sei und er normalerweise nicht so hoch sei. Ich hörte auf die Pille zu nehmen und fing an grünen Tee zu trinken, wodurch ich es tatsächlich schaffte, meinen Blutdruck auf etwa 150 zu senken. Yay. Richtige Untersuchungen mit ausführlichen Bluttests vermied ich und die meisten Probleme saß ich aus. Ich hatte Angst, mein Arzt würde „alles aufs Gewicht schieben“ – obwohl ich sagen muss, dass mein Gewicht tatsächlich kaum bis gar nie Thema war. Vor Jahren informierte ich mich über Adipositaschirurgie (Ja, ich war nicht sooo cool damit, wie ich mir immer sagte, ich hätte mein Übergewicht jederzeit mit Kusshand weggegeben wenn ich ehrlich war). Dieses Infogespräch war auch das einzige Mal dass ich beim Arzt wirklich über das Thema Gewicht sprach. Ich habe mich am Ende dagegen entschieden obwohl ich natürlich mit meinem BMI alle „Qualifikationen“ erfüllte. Grund war, dass mir klar war dass die OP lediglich dafür sorgt dass ich weniger esse, und ich mir sagte, dass ich das lieber so tun und  nicht für den Rest meines Lebens mit beeinträchtigtem Verdauungssystem leben wolle. Aber na ja… getan habe ich es nicht. Statt dessen las ich mit zunehmender Begeisterung Zeitungsartikel und Blogs darüber, dass Übergewicht ja gar nicht sooo gesundheitsschädlich ist und die ganze Sache nur übertrieben werde. Ich sagte mir, dass ich als nichtrauchende, nichttrinkende Vegetarierin doch eigentlich sicher gesünder sei als viele andere.

Vor einigen Jahren passierte dann etwas sehr banales, ich riss mir bei der Hausarbeit das Kreuzband im Knie. Das weiß ich jetzt, denn damals ging ich nicht zum Arzt und konnte nach einer Woche wieder recht normal laufen, so dass ich das Thema für abgehakt hielt. Ab und zu verdrehte ich mir das Knie (durch das fehlende Band war es instabil) und hatte kurz Schmerzen, aber ich ignorierte das. Beim Renovieren unseres Hauses vor etwa 2,5 Jahren hatte ich erneut einen Unfall, bei dem ich vermutlich aufgrund des instabilen Knies den Meniskus riss. Nach einigen Wochen konnte ich wieder einigermaßen laufen, das Knie aber nicht mehr komplett durchstrecken. Im folgenden Jahr hatte ich immer wieder Probleme mit dem Knie und überwand mich sogar zum Arzt zu gehen, der mich mit Schmerzmittel ausstattete und wieder wegschickte – mehrfach eigentlich. Das passierte bei insgesamt drei Ärzten. So richtig gut war das natürlich alles nicht, aber ich konnte weiter arbeiten, renovieren und den Alltag leben sofern ich das Knie nicht sehr überlastete. Im November 2013, nach über einem Jahr Meniskusproblemen muss erneut etwas gerissen sein oder sich verschoben haben, jedefalls lag ich erneut mit extremen Schmerzen flach. Das war dann der letzte Tropfen, denn in dem Moment wurde mir klar, dass ich auf gradem Weg in Richtung Bettlägrigkeit steuerte. Dieses Gewicht, ein kaputtes Gelenk…. ich hatte plötzlich Angst, vielleicht tatsächlich nie wieder laufen zu können. Sicher, das war wohl überdramatisch, aber die monatelangen Phasen von Knieproblemen und die starken Schmerzen taten ihr übriges um mich komplett zusammenbrechen zu lassen. In dem Moment beschloss ich, dass sich etwas ändern muss. Ich fing an, mich in jedes Fitzelchen zum Thema Gewicht, und Ernährung einzulesen und alle Dinge, die ich glaubte oder glauben wollte zu dem Thema zu prüfen – und das meiste zu verwerfen. Ich war kein kompletter Laie, ich hatte meine Diplomarbeit über Diäten verfasst und eine ernährungswissenschaftliche Schule besucht. Und trotzdem gab es so viel, was ich nicht wusste oder wo ich auf Halbwahrheiten vertraut hatte.

Das Thema, sowohl der physiologische Aspekt als auch der Umgang in unserer Gesellschaft damit faszinierte mich, wie ihr sicher auch anhand meiner Comics dazu gemerkt habt. Im letzten Jahr habe ich nicht nur unheimlich viel Wissen über Gewicht und alles drum herum recherchiert, ich habe auch meine Perspektive geändert und viele Reaktionen erlebt. Dieses Jahr lässt sich schlecht zusammenfassen und viele Dinge sind so absurd oder haben mich so beschäftigt, dass ich gerne darüber gebloggt hätte. In dieser Zeit hat sich sehr viel geändert und ich betrachte vieles mit meiner jetzigen Einstellung während mir nur zu gut bewusst ist, wie anders ich dieselbe Sache noch vor ein oder zwei Jahren empfunden hätte.

Wenn ich diesen Text lesen würde, würde ich vermutlich irgendwo an dieser Stelle anfangen zu denken „Okay… (wie viel) hat sie denn nun abgenommen oder nicht?“, denn so ein veränderter Denkprozess mag ja interessant sein, aber neugierig macht das Vorher-Nachher-Bild, schon klar. Also bitte:

bauch

Ich habe ein Bauchbild gewählt weil die erste Frage normalerweise immer ist: „Was ist mit deiner Haut???“ – und wie man sieht ist sie nicht ganz straff aber weniger dramatisch als ich erwartet hätte. Dass mein Bauch etwas ramponiert ist liegt daran, dass ich vor einem Monat die Gallenblase entfernt bekommen habe – Gallenkoliken waren noch so ein Thema, das ich in den letzten 10 Jahren ausgesessen habe, aber die Festtagsschlemmerei hat sie dann leider nicht mehr verkraftet und sich entzündet. Nun habe ich eine etwas ungünstig platzierte Narbe direkt im/über dem Bauchnabel, die die schlaffe-Haut-Situation nicht unbedingt verbessert. Aber ich hatte ohnehin nicht erwartet, mich für diese Staffel Germanys next Topmodel zu qualifizieren^^ Auf diesen tagesaktuellen Fotos wiege ich ca. 66kg bei 175cm. Dass meine Rippen sichtbar sind liegt wohl nach Meinung meiner Physiotherapeutin daran, dass die innere Fettmasse jahrelang meinen Brustkorb nach aussen gedrückt hat und der nun etwas Zeit braucht um sich wieder in eine normalere Position zusammenzuziehen – noch eines dieser größtenteils unbekannten Dinge über Übergewicht.

Und nun zum eigentlichen Grund für diesen Blogeintrag: Ich habe mich entschlossen, mein ganzes, angehäuftes Wissen nicht mehr nur in kurzen Comics zu verbloggen sondern ausführlicher als Buch zu schreiben. Kein Diätrageber oder supitolle „So nimmst du 80kg in einem Jahr ab“-Zauberformel, denn von diesem Mist gibt es wirklich genug. Wie schon in meinen ganzen Comics zum Thema geht es mir darum, was zu dem ganzen Unsinn zu sagen, der zum Thema Gewicht, Abnehmen usw. herumgeistert. Einerseits finde ich das Thema einfach wahnsinnig spannend und mit eines der gesellschaftlich relevantesten unserer Zeit (u.a. auch in „Magerwahn und Schlankheitsterror“ angesprochen) – andererseits bin ich der Meinung, dass es denjenigen hilft, die persönlich in irgendeiner Form betroffen sind von den Mythen und Unwahrheiten die grassieren. Ich selbst hatte ziemlich viele Dinge im Kopf, so wie Jojo-Effekt, Hungerstoffwechsel und anderen Quark, der mir lange im Weg stand. Genau wie die Vorstellung, Schlanksein sei „ein unrealistisches Ideal“ und für mich als eben nicht genetisch gesegnete (Mutter, Vater, Großeltern adipös) Person mit langsamem Stoffwechsel (Schilddrüsenunterfuktion), keinen Bezug/Möglichkeit zu Sport usw. sei es eine Frage ständigen Sich-Einschränkes, Quälens und Verzicht ein normales Gewicht zu haben, und überhaupt nehmen ja dank JojoEffekt 95% der Leute eh wieder zu. Das war mit ein Grund warum ich der Meinung war, eine vernünftige und rationale Entscheidung fürs Dicksein zu treffen, und warum ich mich jetzt furchtbar ärgere über die unwiderbringbare Zeit, die ich auf die Art verschwendet habe.

Also im Wesentlichen soll es um Fakten & Informationen zu körperlichen (und psychischen) Prozessen gehen und darum, wie gesellschaftlich mit dem Thema umgegangen wird und wie krass wir teilweise verarscht werden (Ja, das kann man wirklich nicht anders ausdrücken). Ich habe mir eine mittlerweile sehr, sehr ausführliche Liste an Studien und Forschungen angelegt und habe vor, jeweils Kapitelweise klassische Fehlvorstellungen („Man muss mindestens 1200kcal/6 Mahrzeiten/… essen, sonst geht man in den Hungermodus“, „Marilyn Monroe war eine Größe 42!“ „Der Jojo-Effekt hat meinen Stoffwechsel kaputtgemacht“) mit Fakten zu widerlegen – meine eigene „Geschichte“ kann dabei auch mal Thema sein, wenn es passt, aber der Schwerpunkt liegt nicht darauf, wie ich persönlich abgenommen habe – Gewisse „Anekdoten“, wie etwa die Reaktionen, ich solle doch jetzt bitte aufhören abzunehmen weil ich so „mager“ sei (als ich noch adipös war….), der Physiotherapeut, der mir riet doch lieber im leicht übergewichtigen Bereich zu bleiben und das Knie operieren zu lassen anstatt Muskeln aufzubauen wie es der Orthopäde empfohlen hatte weil „Sie wollen doch noch gut aussehen, oder?“  oder der Hausarzt, der mir ernsthaft sagte, ich müsse „mehr essen um abzunehmen“ werden definitiv vorkommen, aber der Schwerpunkt sind eher wissenschaftliche Fakten.

Was mir wichtig ist, ist dass es wirklich hilfreich ist, egal ob jemand als völliger Laie bloß das Thema interessant findet oder selbst irgendwie betroffen ist und dadurch etwas ändern will. Das Buch ist zum jetzigen Zeitpunkt zu etwa 2/3 geschrieben, aber was mich interessiert sind eure Themen/Fragen/Einwände, die ich vielleicht nicht bedenke oder vergessen habe. Sei es jetzt dass ihr euch über gewisse Mythen ärgert, konkrete Fragen habt die ihr interessant fändet oder auch eine andere Meinung habt, die ich dann entweder widerlegen kann oder eben so als Fakt ins Buch aufnehme (z.B. habe ich tatsächlich Forschungsergebnisse dazu gefunden, dass Übergewicht positive Effekte auf die Knochendichte/das Ostheoporoserisiko hat).

Mich würde also interessieren was ihr davon haltet und welche Infos ihr wichtig findet, bzw. was ihr interessant fändet. Das Buch wird voraussichtlich den etwas provokanten Titel „Fettlogik (überwinden)“ kriegen, und ich habe mir mal sicherheithalber die entsprechende wordpress-Seite dazu gesichert. Da mir das Thema am Herzen liegt würde ich gerne das Buch weiter aktuell halten und im (dazugehörigen) Blog auf Fragen oder Kritik eingehen. Aber erstmal muss es natürlich fertig geschrieben werden, und dazu würde mich auf jeden Fall euer Input interessieren.

Kommentare
  1. Tim Stallone sagt:

    Tolle Idee, ein paar Gedanken dazu:

    1. Wie motiviert man sich während es Abnehmens? Ich hatte da diverse Phase/Gesichtpunkte bemerkt: 1. mal fühlt sich ohne Völlegefühl besser / 2. man sieht Werte auf der Waage, die man lange nicht mehr gesehen hat / 3. man sieht den Erfolg am Maßband / 4. man sieht den Erfolg im Spiegel / 5. man passt wieder in alte Sachen rein, ohne dass sie zwicken / 6. man schafft sportlich mehr … der Anreiz mit Abnehmen anzufangen ist aus meiner Sicht schnell da, wenn man gerade mal wieder nicht gut an die Schuhe zum Zubinden kommt, aber auf dem langen Weg zum grünen BMI fehlt dieser Anreiz und dann fehlen die Erfolgserlebnisse, wenn man nicht weiß, wie man sie findet.

    2. Essen aus falschen Gründen: Ist mir beim Kalorienzählen aufgefallen: Wenn ich zähle und ganz normale Portionen esse, nehme ich schon ab. Ganz ohne Hungern. Warum nehme ich also zu? Weil ich aus falschen Gründen esse: 1. Streß, 2. „Das gehört zum Fernsehen dazu.“, 3. Das ist übrig, das muss ich sonst wegwerfen., 4. Ich habe Bock auf was bestimmtes, es ist aber nicht da und deshalb esse ich irgendwelche anderen Sachen, bis der Hieper weg ist – was nicht geschehen wird., 5. Ich bin traurig. –> Wie bemerkt man und umgeht man solches Verhalten?

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  2. zauberweib sagt:

    Wow, da kann man ja gleich doppelt gratulieren! Was mir noch einfällt, so blöd es vielleicht klingt: die innere Einstellung macht viel aus. Wenn ich felsenfest davon überzeugt bin, von jedem Stück Kuchen ein Kilo zuzunehmen, passiert das auch. Wenn ich mir stattdessen ein Stück Kuchen gönne und es _genieße_, nehme ich auch nix zu.

    Ich hoffe, in deinem Buch gibts auch ein paar deiner Comics? z.B. als Kapitel-Anreißer?😉

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  3. Tom sagt:

    Chapeau!
    Ich fände Informationen zu den Reaktionen des unmittelbaren Umfeldes spannend.
    Du schriebst ja, dass Dein Mann dich mit 150 kg geheiratet hat und auch wenn er das vermutlich nicht wegen Deines Gewichts gemacht hat, so hast Du dich seitdem dennoch enorm verändert. Ich kann mir vorstellen, dass das für jemanden, der es etwas „weicher“ mag, vllt zum dealbreaker wird.
    Grüße

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    • Frank sagt:

      Da sagst du was. @ EMN – Ist das nicht eigentlich Betrug an deinem Mann? Der hat 150kg geheiratet und jetzt nicht mal mehr die Hälfte übrig. So einen „Wertverlust“ hat er bestimmt nicht berücksichtigt😀

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  4. dasschattenlicht@web.de sagt:

    Ich habe immer mal wieder meine Phasen, in denen ich regelrecht Heißhunger habe und finde es auch schwierig, den zu ignorieren, weil ich dann ziemlich unzufrieden bin.
    Mich würde interessieren, wie man dieses (Heiß)-Hungergefühl gut umgehen oder abschwächen kann, welche Tricks und Kniffe es da also gibt.

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    • Frank sagt:

      Einen Tipp habe ich direkt parat. Bei mir hilft Fishermans Friend (zuckerfrei), wenn der Appetitt auf Süßes kommt und ich es mir nicht leisten will.

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    • Libellchen sagt:

      Regelmäßig eine Kleinigkeit essen, damit es nicht bis zu einem Heißhungergefühl kommen kann. Am besten ist es natürlich wenn man in solch einer Situation zu Obst greift und nicht zu Schokolade😉

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  5. evilmichi sagt:

    Du motivierst mich gerade ungemein, endlich ernsthaft die verbliebenen 10 kg Baby- und Bequemlichkeitsspeck in Angriff zu nehmen, weißt du das eigentlich?😀

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  6. Libellchen sagt:

    1. Gratulation! Ich weiß ja mittlerweile auch wie es geht, aber ich weiß auch, dass es nicht immer einfach ist!
    2. Ich habe dazu schon einen Blogbeitrag vorige Woche geschrieben: https://libellchen.wordpress.com/2015/02/05/normalgewicht/

    LG

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  7. wischiwaschi sagt:

    Ich finde das schon mal klasse, dass du die Disziplin, weniger Kalorien zu dir zu nehmen als du brauchst, bis jetzt gut durchgehalten hast, und dass du Leuten die das nicht gerne glauben damit zeigst, dass es mit viel Arbeit auch geht.

    Ich habe das auch mal hinbekommen, trotz Hashimoto innerhalb eines Jahres 20 Kg mit mehr Sport und (leider) kompletten Verzicht auf süßen und fettigen Kram abzunehmen. Nur habe ich dann die nötige gewisse Disziplin (man braucht ja nicht hungern) aus Faulheit, Bequemlichkeit und Genusssucht wieder schleifen lassen, und muss mich jetzt auch wieder am Riemen reissen.

    Ich habe mir immer eine Kleidergröße als Grenze gesetzt, die ich nie erreichen will. Aber ich würde auch so gerne wieder ein paar Größen weniger tragen.

    Nicht nur weil es schöner und leichter ist, sondern auch, weil meine 20 Kilo Übergewicht auf Dauer dem Rücken und den Knien schaden werden, da können die „Fat-acceptance“ Fans labern was sie wollen.

    Wenn ich evtl. alt werde, möchte ich mich im Alter wenigstens noch irgendwie ohne große Schmerzen bewegen und liegen können. Daher habe ich eingesehen, dass ich jetzt mal wieder kürzer treten werden muss.

    Egal wie lange das Abnehmen so dauert, das ist egal, jedes Kilo weniger ist prima.

    Leute, die behaupten sie könnten nicht abnehmen, lügen sich in die Tasche. Es mag bei anderen vielleicht schneller klappen, aber gar nicht, trotz Kalorienreduzierung und mehr Bewegung, geht nicht. Selbst wenn man Hashimoto hat. Dann sollte man dran denken, sich nach dem Sport sich kein Eis oder Nudeln mit Sahnesauce oder so reinzuziehen, weil man grade nen riesen Kohldampf bekommen hat, denn grade das machen manche falsch, die mit Sport abnehmen wollen…

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  8. IULIUS sagt:

    Find ich gut.

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  9. Honson sagt:

    Fettlogik (überwinden) finde ich schon mal einen guten Titel. Ich habe mit Allen Carr (Buch und DVD) aufgehört zu rauchen. Dort werden typische Raucherargumente humorvoll entkräftet. Zum Bespiel wird „Zigarette macht ruhiger / Hilft mit Stress klarzukommen“ mit einem Sketch gekontert, wo jemand einen stressigen Job (Fluglotse glaub ich) leider nicht bekommen kann, weil er oder sie nicht raucht🙂

    Für mich hat diese Art der Auseinandersetzung gut funktioniert um zu erkennen, dass ich nicht verzichte, sondern gewinne. Als ich verstanden hatte, dass ich mich als Nichtraucher ohne Zigarette dauerhaft so gut fühlen würde, wie als Raucher mit (statt so jämmerlich, wie als Raucher ohne), ging mir die Entwöhnung recht leicht von der Hand.

    Beim Essen ist es natürlich etwas anders, weil man dass nicht ersatzlos streichen kann, sondern umlernen muss, aber die grundsätzliche Herangehensweise mit „augenöffnendem“ Humor neue Perspektiven zu eröffnen ist hoffentlich übertragbar und würde meiner Einschätzung nach auch gut zu Dir passen.

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    • Ikna sagt:

      Wobei es ja sehr viele Fälle gibt in dem genau diese Begründungen stimmen – jemand der schlichtweg Nikotinsüchtig ist, für den ist eine fehlende Nikotinzufuhr eh schon Stress, und dadurch sinkt natürlich die Stresstoleranz für Stress von außen.
      AD(H)Sler dagegen können sich mit den verschiedenen Darreichungsformen des Nikotin (oder auch mit Koffein z.B.) teilweise selbst „therapieren“.

      Dampfen (also E-Zigarette) ist halt leider aufwändiger, bei der Anschaffung teurer und somit für viele nicht attraktiv genug um seine Droge statt durch Rauch durch Dampf zu erhalten.. aber das wird hoffentlich noch🙂

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  10. Klaus Maria Müllerscheidt sagt:

    Hast Du schon Titelschutz im Titelschutzanzeiger angezeigt?

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    • Margret sagt:

      Im Börsenblatt? Üblicherweise macht das der Verlag. Und ich vermute jetzt auch mal nicht, dass das Buch innerhalb der nächsten 6 Monate erscheinen wird.

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  11. Libellchen sagt:

    Ich denke du hast den Beitrag gemeint:

    https://libellchen.wordpress.com/2014/12/10/voll-super-aber/

    Ich werd aber noch weiter suchen, ich glaub da war noch ein anderer! LG

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  12. Libellchen sagt:

    Ein „leicht ablehnendes“ Verhalten weil ich andere mit meinem Abnehmen unter Druck setze!:

    https://libellchen.wordpress.com/2014/04/28/frontalangriff/

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  13. Libellchen sagt:

    Das war damals echt ein Stich ins Herz! Ich stand damals bei Minus 27 Kilo (wie ich kurz danach erfahren habe)

    https://libellchen.wordpress.com/2014/04/10/einfach-so/

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  14. Libellchen sagt:

    Hach wieso kann ich nicht einfach das tun, was mein Umfeld von mir will????

    https://libellchen.wordpress.com/2014/02/14/abnehmstop/

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  15. Gerhard sagt:

    Das Buch ist quasi schon gekauft. Gelesen wird es von mir jedoch eher als eBook wegen der Bequemlichkeit.

    Ich selbst mache durchaus etwas Sport, ernähre mich zumindest bewußt, aber abzunehmen schaffe ich doch nicht obwohl ich sehr gerne ca 8 Kg verlieren möchte. Schlußendlich habe ich HUNGER! Und Kalorienzählen klappt nicht so besonders gut. Wieviel ist denn ein Käsebrot mit zwei Scheiben Käse?

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    • Robin sagt:

      http://www.fettrechner.de Benutze ich immer. Musste halt wiegen oder auf der Verpackung kucken. Inzwischen steht ja komfortablerweise bei vielen Produkten schon drauf, wie viele Kalorien ein Teil (z.B. eine Scheibe) hat.

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      • Gerhard sagt:

        Naja, wenns einfach wäre, hätte ich kein Problem damit. Wieviel meine Portion in der Kantine an Kalorien hat, weiß ich aber erst wenn ich eine Waage mitnehme.

        Überhaupt ist das wirklich merkwürdige am Abnehmen, daß man die ganze Zeit ans Essen denken muß weil man sich eben Gedanken über die Ernährung macht. Kalorien zählen und Äpfel kaufen und mitnehmen.

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        • Oderdu kochst Sonntags 5 Portionen vor, frierst es ein und nimmst dann täglich eine Portion mit zur Arbeit. Vorteil: sowas wie Broccoli mit gegrilltem Hähnchenbrustfilet ist extrem kalorienarm, gesund und sättigend, da hält keine Kantine mit^^

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  16. F-Trueck sagt:

    Respekt EMN, es gehört wirklich viel dazu sich sein eigenes Versagen einzugestehen. Es gehört aber mehr dazu, zu begreifen dass man etwas ändern muss. Und es gehört noch viel mehr dazu es nicht einfach nur dabei zu lassen, sondern ersthaft etwas zu verändern. Ich habe größten Respekt vor Deiner Leistung.

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    • F-Trueck sagt:

      Als Ergänzung dazu würde ich gerne versuchen Themen vorzuschlagen die Du in Deinem Buch in Erwägung ziehen könntest:

      – Reaktion der Anderen: Wenn man so viel Übergewicht hat wie Du hattest, oder ich noch jetzt habe, trifft man immer auf die Leute die meinen einem hilfreiche Tipps geben zu können. „Versuch doch mal die Diät, oder friss einfach weniger“. Viele Leute scheinen sich aber überhaupt nicht bewusst darüber zu sein, dass es für Leute mit massiver Adipositas das Wort „einfach“ im Zusammenhang mit abnehmen so aber nicht gibt. Natürlich ist es „einfach“ abzunehmen. Natürlich ist es „einfach“ weniger zu essen. Aber es ist nunmal etwas anderes wenn man den eigenen Körper zum Feind hat und mit all seiner Kraft dagegen ankämpfen muss.

      – Dein Feind und Du: Oder – Wie stelle ich meinen Körper zufrieden, so dass er mich abnehmen lässt. Wie muss die Sichtweise auf das „verlockende“ Essen sich ändern, damit es überhaupt möglich wird abzunehmen? Natürlich ist es verlockend sich eine Tüte Chips zu vereinnahmen und vor dem TV zu hocken. Was kann ich aber statt dessen machen?

      – „Mach doch Sport“: Was können Leute mit massivem Übergewicht an Sport machen, ohne sich selbst und deren Gelenke zu schädigen. Ich selbst weiß dass die erste Antwort immer Schwimmen lautet. Was aber wenn man sich anderen Leuten nicht halbnackt zeigen will, sondern im Stillen etwas gutes Tun möchte?

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      • Auf den letzten Punkt gehe ich recht intensiv ein, auf den zweiten Punkt teilweise. Was die Reaktionen der Anderen angeht war es bei mir eher so, dass ich mit 150kg nie auf mein Gewicht angesprochen wurde und erst mit dem abnehmen plötzlich von allen Seiten ungebetene Kommentare erhielt. Darauf gehe ich auch recht intensiv ein.

        Über die Sichtweise auf Übergewicht in unsere Gesellschaft schreibe ich grade im Moment.

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        • Thomas sagt:

          Die Reaktionen der anderen interessiert mich ebenfalls. Vielleicht hast du ja auch etwas gefunden, inwiefern bestimmte Reaktionen ein gesundes Essverhalten unterstützen oder ihm zu wider laufen. Also auch im Sinne einer Anlage-Umwelt Debatte im Bezug auf Gewicht und Essverhalten.

          Werde die Sache auf jeden Fall im Auge behalten und dein Buch wohl auch kaufen. Ich finde, dich kann man gut lesen. Daumen hoch

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  17. Bill sagt:

    Hallo EMN, meinen Respekt haben Sie. Wenn ich das sagen darf, ohne zu sehr zu schleimen, Ihr Beitrag über „ein wenig mehr als Normalgewicht ist ab Mitte vierzig positiv zu bewerten“ hat mich durchaus motiviert und bin laut letzter Messung (vor 30 sec😉 von knapp 95 auf 87 kg gekommen (fehlen noch rd. 5 kg).
    Hatte aber auch von der Ärztin vorher schon einen verflucht großkalibrigen Schuss sehr(!) knapp vor den Bug bekommen.
    Für mich war es bislang erfolgreich, einfach bei jeder Mahlzeit merklich weniger zu essen insbesonders Schokolade. Beides indem ich mehr durch besser ersetzte. Ach ja, jeden Morgen und Abend ein wenig Training und Mittags statt eines „langen“ Essens nur ein bisschen was plus eine 10 min Runde um den Block und die im Geschwindmarsch.
    Keine Selbst-Kasteiung, keine Heisshungeranfälle nüscht.
    Und jetzt ans Training🙂.
    „Two Steps from Hell“ motiviert dabei den Conan in mir😉

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  18. turtle of doom sagt:

    Was ich an der Abnehm-Thematik so spannend finde: An und für sich ist es glasklar, warum man ab- oder zunimmt.

    It’s the Kalorienbilanz, stupid.

    Aber es ist so schwierig, diese simple Erkenntnis in eine alltagstaugliche Form umzubauen. Müsste ich Kalorien zählen, dann würde ich fortan nur noch Fertigprodukte futtern – weil dort die kcal fein säuberlich aufgedruckt sind.

    Es sind vielleicht gerade die Dinge, die mit dem Essen an und für sich kaum zu tun haben. Warum esse ich jetzt? Aus Langeweile? Warum mache ich abends keinen Spaziergang, und verbringe die Zeit mit einem Bier vorm TV?

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    • ich esse lieber Obst und Gemüse weil es einfacher ist, die in meiner kalorienapp zu finden^^ (fertiggerichte sind immer blöd zu suchen weil es mindestens 10 gibt die ähnlich heißen, aber andere nährwerte haben. „apfel“ oder „karotte“ dagegen gibts nur 1x)

      Was ich ebenfalls faszinierend finde ist, dass eigentlich jeder irgendwie weiß, dass es auf „iss weniger und beweg dich mehr“ rausläuft, aber dann doch so enorm viele mythen rumgeistern wie

      … es ist genetisch
      … es gibt krankheiten/medikamete die dick machen
      … der stoffwechsel wird kauttgemacht durch diäten
      … man muss mindestens soundsoviel essen um abzunehmen wegen dem hungermodus
      … im alter wird man dick
      … etc.

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  19. xyz123 sagt:

    Was stimmt in Bezug auf Eiweißbedarf? Manche Seiten sagen, es sollten 0,8-1,2 g pro Tag und kg Körpergewicht sein, andere sagen, 0,4-0,6 g pro Tag und kg Körpergewicht genügen. Was ist die obere Grenze, die man nicht überschreiten sollte?

    Wieviele Tage lang kann man seinen Eiweißbedarf unterschreiten – und um wieviel – bis sich ein Mangel einstellt?

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  20. Janychoo sagt:

    …hast du eine Studie zum Hungerstoffwechsel? Du hast jetzt mehrmals erwähnt, dass eben der schwachsinnig ist. Ich wüsste ganz gerne mal, wieso ich dann bei hohem Kaloriendefizit (>3.500 kcal pro Woche) immer kein Gramm mehr abnehme…. ich habe es bis jetzt darauf geschoben. Ging mir damals bei meiner großen Abnahme von 25 kg so und jetzt wieder.

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    • Im Buch ballere ich Studien raus ohne Ende. Das jetzt in einem Kommentar ohne Fließtext ist etwas schwierig.

      Wenn ich recht verstehe, isst du dann ein Defizit von 500 Kalorien?
      Aktualisierst du deinen Bedarf regelmäßig anhand des niedrigeren Gewichtes? Je mehr man abnimmt, desto geringer wird ja auch der Bedarf (also nicht im Sinne von „Hungerstoffwechsel“ sondern im Sinne von Übergewicht verursacht Mehrbedarf) – irgendwann ist das 500-Kalorien-Defizit halt nur noch ein 100-Kaloriendefizit und man muss weiter reduzieren, wenn man weiterhin ein 500er Defizit will.

      Falls du das schon getan hast: Bist du sicher, dassdu absolut akkurat zählst? Grade gegen Ende hauen dann kleinere Sünden, die man vergisst, leicht rein. Auch darfst du keinesfalls die Angaben übernehmen, die diverse Kalorienrechner zur verbrannten Energie bei Sport machen. Es gibt da einen Rechenfehler und er ist grundsätzlich wesentlich zu hoch. Das heisst, wenn du alles wieder reinisst, was du denkst verbrannt zu haben, isst du kein Defizit mehr.

      Falls es das nicht ist, und du absolut sicher bist dass du ein Defizit isst, dann gibt es zwei möglichkeiten: wenn es über wenige Tage oder 1-2 Wochen geht: normale Wassereinlagerungen. Falls es länger geht: vermutlich unnormale Wassereinlagerungen aufgrund einer körperlichen Krankheit oder nährstoffmangel. Also wenn du 100%ig sicher bist, dass du abnehmen müsstest und dennoch über Wochen nichts abnimmst würde ich als erstes zum Arzt gehen und das Blut testen lassen.

      Ich hoffe, das war erstmal hilfreich… sozusagen die kurzversion^^

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      • Janychoo sagt:

        Mh, ja, ich dachte du hast da was in petto. Habe jetzt über elsevier und sciencedirect nix gefunden. Bin ja selbst in der Forschung tätig.

        Ich habe GU und LU stets angepasst. Habe von ~100 kg auf 68 kg abgenommen.

        Absolut akkurat, d.h. mit Waage und auch jeder Schuss Milch wird gezählt.

        Verbrannte Energie (uuh, da haut’s mir als Ingenieurin direkt die Zehennägel an die Decke): Ich schaue, dass ich um die 1800 – 2100 kcal esse. Gesamtumsatz OHNE Sport wären 2200 kcal. Sport meist ca. 1-1,5 h, Mischung aus intensivem Cardio (aerobe Zone, hoher Widerstand) und Krafttraining (zur Zeit Kraftausdauer, damals aber Mischung aus Kraftausdauer und Hypertrophie). Also SPORT. Nicht Hausfrauenaerobic.

        Das Phänomen habe ich während meiner ca. 1,5 jährigen Abnahme immer wieder beobachtet, nicht nur kurzzeitig. Hatte damals alles in einem Forum im Tagebuch notiert. Immer, wenn ich es mit Sport übertrieben habe (ich hatte teilweise berechnete 1800 kcalgegessen, ca. 3000 verbrannt (90min Cardio bei 260W Crossi)), ging nix mehr. Insgesamt konnte ich sagen: Wenn ich in der Woche über 4000 kcal Defizit lag, änderte sich nichts.

        Blut bei mir stets okay, zwischendurch sogar mal Magen- und Darmspiegelung. Bis auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz in Stresszeiten war nix zu finden, was gegen eine normale Abnahme gesprochen hätte. Selbst die führt ja eher zu höheren Defiziten, da in meinem Fall EW nicht mehr gescheit verstoffwechselt wird.

        Ich denke, hier kann man weder pro noch contra Hungerstoffwechsel argumentieren, wenn selbst Forscher der entsprechenden Fachrichtung noch unschlüssig sind (ich arbeite leider nicht im Lebensmittel-Verfahrenstechnik-Bereich). Menschen sind verschieden und ich scheine tatsächlich in eine Art „Hungerstoffwechsel“ zu verfallen. Vielen ging es übrigens in besagtem Forum ähnlich – eine Dame nahm von deinem Startgewicht auf 63 kg ab und machte entsprechende Beobachtungen bei ihrem Plan, auf 55 kg abzunehmen.
        Andere wiederum konnten Defizite variieren und maximieren, wie sie wollten, die Abnahme ging stetig und ohne Plateaus voran.

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        • Ich kann dazu nur sagen, dass es bei mir ähnliche Phasen gab, die sich auch über Wochen bis über nen Monat hinzogen. Ich habe z.B. von Anfang januar bis Anfang Februar bei leichtem Defizit (auch so in dem 500er Bereich) ZUgenommn. Dann aber, als ich weiter dran blieb in einer Woche plötzlich 7kg abgenommen. Wasser.

          Durch Rückverfolgen meines Esstagebuchs habe ich derzeit die Theorie, dass ich eine Weizen (nicht Gluten) unverträglichkeit haben könnte. Wann immer ich Weizen esse, lagere ich Wasser ein wie blöd. Einige Tage Weizenfrei –> mehrere Kilo Wassereinlagerungen weg. Die letzten 1,5 Wochen bin ich komplett Weizenfrei und habe in der Zeit von 69kg auf 63kg abgenommen. Also so ziemlich das, was ich laut Defizit davor eigentlich hätte wiegen sollen.

          Soll heißen: kein Hungerstoffwechsel, Kalorienbilanz traf nach wie vor zu, aber andere Faktoren spielten rein. keine Ahnung ob das auf dich zutrifft, aber evtl. ist es eine Überprüfung wert?

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          • turtle of doom sagt:

            Hmmm… was für „Weizen“? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man bei Vollkornprodukten auch sehr viel trinken muss (weil es mehr Ballaststoffe enthält). Bei Weizenkleie ist das dann extrem.

            Hättest du das auch, wenn du nur Teigwaren aus Hartweizen isst?

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            • Ich sagte ja, es ist erstmal eine Theorie. Klar ist, dass es NICHT an Vollkorn liegt (Ich esse sehr viel selbstgemachtes Popcorn, das ja quasi reines Vollkorn ist) und auch nicht an Kohlehydraten. Der Zusammenhang trat nur auf wenn es sich um Weizen handelte, sei es in Proteintoastbrot, Brezeln, Proteinpancakes oder Brötchen. WEnn ich eins davon an einem Tag gegessen hae, habe ich mit 90%iger Sicherheit an dem Tag zugenommen, unabhängig vom Kalorienintake an dem Tag.

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              • turtle of doom sagt:

                Jetzt dämmert mir etwas. Nachdem ich Brot gegessen habe, wiege ich am nächsten Tag fast garantiert mehr. Du bist nicht alleine mit dieser Beobachtung.

                Wenn du auch noch Proteine erwähnst: Man benötigt zur Verdauung von Proteinen sehr viel mehr Wasser als zur Aufspaltung von Mehrfachzuckern oder Fetten. Wenn ich genug Fondue mit Raclette abwechsle, sollte ich nach einer mehrwöchigen Versuchsreihe den genauen Effekt von Brot mittels einem multivariaten Regressionsmodell herausrechnen können…

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                • Wenn du wüsstest was ich schon alles für Theorien hatte… Kohlehydrate binden mehr Wasser… Sport führt zu Mikroverletzungen der Muskeln und bindet Wasser… Protein(mangel) führt zu ödemen… Glutenintoleranz führt zu ödemen… usw., usw.

                  aber bei mir ließ sich nach ud nach alles davon ausschließen, lediglich die Weizensache scheint bisher der Lösung näher zu kommen. Die reine Nährstoffzusammensetzung kann es nämlich nicht sein. An Tagen,an denen ich Kohlehydrate ohne Ende esse (sogar eine komplette Packung schön salzige Chips und eine Tafel Schokolade… vorgestern^^) nehme ich nicht zu. Nur wenn die Kohlehydrate aus Weizen bestehen.. BAM Kilo mehr am nächsten Tag:/ (Und ich liebe Gebäck. Das ist echt hart)

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                  • Jany sagt:

                    Oh ja, die Theorie habe ich auch schon verfolgt😀 In der Zeit, in der es mir nicht gut ging – rein verdauungstechnisch – habe ich ja eine Magen- und Darmspiegelung machen lassen. Mich auf Sprue testen lassen. War aber negativ. Habe mich trotzdem mal eine gaaanze Zeit weizenfrei ernährt. Hätte ja einfach nur eine leichte Unverträglichkeit sein können… brachte aber keinen Unterschied. Leider😦 Also weder gesundheitstechnisch noch, dass ich es auf der Waage bemerkt hätte.
                    Mittlerweile ist mir das weizenfrei so ins Blut übergegangen, dass ich sowieso keinen Weizen mehr esse. Schmeckt mir nicht mehr, egal ob Brot/Brötchen oder Gebäck oder Nudeln oder oder oder.
                    Man gewöhnt sich echt schnell an sowas.

                    Ich hatte leider nie Phasen, wo ich etwas auf Wasser zurückführen könnte😦 Ich habe mein Defizit dann beibehalten, wenn ich dachte, es ist mal wieder zu viel zu wenig (;-)), allerdings bin ich dann mal auf so 3000 kcal die Woche gegangen. Und erst dann fing es laaaaaaangsam an, weiterzugehen. Aber nicht so, dass es auf einmal dann viel gewesen wäre.

                    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen *seufz* Vielleicht hätte ich noch Ernährungswissenschaften studieren sollen. Dann könnte ich meine Diss dazu schreiben😉

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    • Los, bringt mir Chips und Schokolade, ich hab ja eh keine Chance.

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    • turtle of doom sagt:

      Ich liebe sowas. Dass ungenannte „Forscher“ in einer Fachzeitschrift, die immerhin erwähnt wird, dieses und dieses behauptet haben, ohne einen Kontext, ohne eine Reflexion. Auch dies nährt meine Vermutung, dass sämtliche Arbeit sämtlicher Medienunternehmen von unbezahlten Praktikanten erledigt wird.🙂

      Ich habe soeben diesen Kommentar gelesen. Ist keine Forschungsarbeit an und für sich. Sie verdeutlichen bloss, wie wahnsinnig schwierig es ist, ein Übergewicht wieder zu senken – wenn es schon für eine lange Zeit bestanden hat! Jedes Mal, wenn der Körper für längere Zeit ein Rekordgewicht hält, „resettet“ ein hormonell gesteuerter Mechanismus das „Normalgewicht“.

      Sie schreiben, dass Ärzte nicht erst Übergewicht behandeln sollen, sondern ein entstehendes Übergewicht mittels Beratung und anderen Massnahmen aufhalten sollen. Auch, dass es wahrscheinlich am Besten ist, wenn man bei grossem Übergewicht zuerst abnimmt, um dann das Gewicht mittels Magenband und medikamentösen Massnahmen zu halten.

      Und dass bei grossem Übergewicht 10% Gewichtsreduktion oft schon reichen, um Blutzucker, Blutdruck und andere klinische Werte deutlich zu verbessern.

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      • Ich persönlich denke, dass rein psychologisch dieses geunke eine self fullfilling prophecy wird. „buhuu, armes puffpuff, du hast es so schwer nicht zwei tafeln schokolade zu futtern, und es wird für iiiiiiimmer schrecklich sein für dich… … klar, dass bei der aussicht viele dann direkt aufgeben. es gibt auch andere forschung, die sagt dass es nicht extrem schwer ist das gewicht zu halten und wennman es ein jahr geschafft hat, ist die wahrscheinlichkeit sehr groß, es weiter zu halten. gehirnscans zeigen dass das hirn umprogrammiert werden kann und sogar die gene geändert (bestimmte gene aktiviert oder deaktivier, je nach lebensstil) – man muss halt eine bestimmte zeit dranbleiben. und durchhalten.

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        • IULIUS sagt:

          Manches verstehe ich nicht.
          Konfuzius:
          Wer neu anfangen will, soll es sofort tun, denn eine überwundene Schwierigkeit vermeidet hundert neue.
          Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.
          Es ist nicht wichtig, wie langsam du gehst, sofern du nicht stehen bleibst.
          Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.

          Die Problem gab es offensichtlich schon vor 2.500 Jahren.

          Der ganze Artikel scheint mir eine Entschuldigung für jemand zu sein, der die Grundsätze des eigenen Handelns nicht begreifen will.

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  21. Aha! sagt:

    Herzliche Gratulation🙂
    Was ich mich für das Buch wünsche: das Thema Kalorien anhand der Fakten zu betrachten. Zb https://youtu.be/5fcTKgCuZk0?t=1092 oder http://www.medicaldaily.com/freelee-banana-girl-eats-51-bananas-day-high-calorie-raw-vegan-diet-it-safe-276486

    Es sind nicht die täglichen Kalorien, die uns fett machen. Es ist, was wir essen. Je roher, desto mehr Kalorien verträgt der Körper, ohne fett zu werden.

    Sonst finde ich sehr fein, dass Du Deinen Weg gefunden hast und ich nach dieser Post kein Fat-Bashing mehr gefunden hab. Dann kann ich ja ab jetzt wieder regelmäßig mitlesen *freu*.

    PS: Dank konsequentem Umstellung von Frühstück (1 Smoothie mit Wasser) und Mittagessen (1/2-1 Ananas, 1 Mango oder 1/2 Melone, 4 Babybananen, 250-500g Beeren, 1-2 Mandarinen) und trotz entsetzter Gesichter meine Kollegen (soooo viel Fruchtzucker) konnte ich in 6 Monaten nicht nur 25% meiner Triglyceride (Blutfette) verlieren, sondern auch meine Fettleber. Vielleicht hilft das ja beim weiteren Gewichthalten/Gesund bleiben🙂

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  24. […] ich stieß vor 2 Monaten auf diesen Blogeintrag von ihr und habe sie daraufhin massiv per Mail in einem anderen Forum gestalkt. Die Ärmste hatte […]

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