50 Shades of Meinung.

Veröffentlicht: Februar 13, 2015 in Comics
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Kommentare
  1. nomadenseele sagt:

    Das letzte stimmt aber wirklich, die Leute gehen ins Internet und erwarten dort ihre Meinung vorzufinden. Ich habe es immer wieder, dass Kommentatoren ausflippen, weil sie eine abweichende Meinung vorfinden. Besonders viel gab es hier: https://nomasliteraturblog.wordpress.com/2012/01/26/abgebrochen-der-junge-der-traume-schenkte/

    Ich habe für sowas kein Verständnis.

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    • Ich kann es schon zu einem gewissen Grad verstehen:
      Wenn mir ein Film besonders gut gefallen hat, lese ich auch gerne die Rezensionen und hoffe dabei auf Menschen zu treffen, die meine Begeisterung teilen. Das hat für mich aber weniger damit zu tun, dass ich eine Bestätigung meiner Meinung suche, sondern läuft eher auf das Prinzip „geteilte Freude ist doppelte Freude“ hinaus.

      Wenn ich in so einem Fall auf eine Kritik stoße, die meiner Meinung komplett entgegen steht und die nicht gut begründet ist (wenn doch, hinterfrage ich dann eher meine eigene Meinung nochmal), kann es auch durchaus passieren, dass ich das Bedürfnis verspüre, darauf zu antworten und dagegen zu argumentieren, was ich dann auch tue.

      Ich denke, es ist nicht zwangsläufig etwas schlechtes, im Internet gezielt die Diskussion über Dinge, die einen gerade beschäftigen, zu suchen und wenn jemand in Bezug auf etwas, das ich schreibe, eine (durchdachte) Gegenposition gut vertritt, wird es für mich oft erst besonders interessant.

      Wofür ich allerdings auch kein Verständnis habe, sind Leute, die nicht einfach nur eine andere Meinung vertreten, sondern denjenigen, mit denen sie nicht übereinstimmern, das Recht auf deren Meinung absprechen. Dabei sind es meistens recht feine Nuancen, die den entscheidenen Unterschied machen:
      Zum Beispiel wird dir ja in den verlinkten Kommentaren vorgeworfen, dass du dir eine Meinung bildest, ohne das Buch zu Ende gelesen zu haben und dir deshalb das Recht abgesprochen, eine Kritik zu veröffentlichen.
      Während das natürlich völlig daneben ist, reicht schon eine kleine Umformulierung, um daraus ein valides Argument zu machen, beispielsweise:
      „Du solltest dem Buch noch eine zweite Chance geben. Die meisten der von dir genannten Punkte mögen zwar an dem Punkt, bis zu dem du gelesen hast, durchaus Sinn ergeben, aber wenn man auch den Rest liest, findet man für jeden der vermeintlichen Widersprüche doch noch eine plausible Erklärung.“

      Versteh mich nicht falsch: Ich denke nicht, dass ein Buch, dessen erste 250 Seiten nicht überzeugen können, im späteren Verlaufe zum Meisterwerk wird. (Obwohl natürlich es natürlich auch diesen Fall gibt, siehe: Der Herr der Ringe) Mir geht es vielmehr darum, dass eigentlich so ziemlich jede Meinung einen sinnvollen Beitrag zur Diskussion darstellen kann, wenn man sie auf eine angemessene Weise äußert und insofern das Problem nicht schon dann beginnt, wenn Menschen gezielt die Diskussion mit Andersdenkenden suchen, sondern erst, wenn sie dabei ihr Gegenüber respektlos behandeln und anstatt auf respektvolle Weise gegen dessen Meinung zu argumentieren, persönlich oder sogar beleidigend werden.

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      • nomadenseele sagt:

        Wenn mir ein Film besonders gut gefallen hat, lese ich auch gerne die Rezensionen und hoffe dabei auf Menschen zu treffen, die meine Begeisterung teilen.

        Mache ich nie, allerhöchstens überfliege ich die Rezis bei Amazon – um festzustellen, dass mein Geschmack und der der übrigen Welt nicht besonders viel miteinander zu tun haben. (Was mir zu denken geben sollte.)

        Wenn ich in so einem Fall auf eine Kritik stoße, die meiner Meinung komplett entgegen steht und die nicht gut begründet ist (wenn doch, hinterfrage ich dann eher meine eigene Meinung nochmal), kann es auch durchaus passieren, dass ich das Bedürfnis verspüre, darauf zu antworten und dagegen zu argumentieren, was ich dann auch tue.

        Mache ich auch nicht, wobei ich ohnehin der selten kommentiere, da hier in den letzten Tagen ist die absolute Ausnahme. Ich wüßte auch nicht, was es zu argumentieren gibt, das kann man ohnehin nur formale Dinge wie den Aufbau eines Buches, die Kameraführung bei einem Film. Obwohl man über nichts besser streiten kann als über Geschmack – kein Streit ist sinnloser.

        Wofür ich allerdings auch kein Verständnis habe, sind Leute, die nicht einfach nur eine andere Meinung vertreten, sondern denjenigen, mit denen sie nicht übereinstimmern, das Recht auf deren Meinung absprechen. Dabei sind es meistens recht feine Nuancen, die den entscheidenen Unterschied machen:

        Ich kenne es gar nicht anders als das dem anderen, in dem Fall mir, das Recht auf eine eigene Meinung abgesprochen wird. Ich habe es im Internet nie anders erlebt, seien es Computerspiele, Bücher oder Filme: Da wird grundsätzlich nach dem Motto geschrieben: *Wer nicht meiner Meinung ist, ist von grundauf schlecht oder minderbemittelt.* Neustes Beispiel:https://nomasliteraturblog.wordpress.com/2015/02/03/abgebrochen-elisabeth-herrmann-der-schneeganger/
        Anonym lässt sich natürlich wunderbar flamen.

        Mir geht es vielmehr darum, dass eigentlich so ziemlich jede Meinung einen sinnvollen Beitrag zur Diskussion darstellen kann, wenn man sie auf eine angemessene Weise äußert und insofern das Problem nicht schon dann beginnt, wenn Menschen gezielt die Diskussion mit Andersdenkenden suchen, sondern erst, wenn sie dabei ihr Gegenüber respektlos behandeln und anstatt auf respektvolle Weise gegen dessen Meinung zu argumentieren, persönlich oder sogar beleidigend werden.

        Wie ich schon schrieb: Letzteres ist der Standard im Internet. Man bewegt sich in seiner kleinen Bubble und sobald jemand es wagt auszuscheren, wendet man sich ab. Inzwischen sage ich mir: Dann geht eben, letztendlich seid ihr für mich nur Pixel ohne Bedeutung. Ich mache mich da nicht mehr verrückt.

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        • Margret sagt:

          „Ich kenne es gar nicht anders als das dem anderen, in dem Fall mir, das Recht auf eine eigene Meinung abgesprochen wird. Ich habe es im Internet nie anders erlebt, seien es Computerspiele, Bücher oder Filme: Da wird grundsätzlich nach dem Motto geschrieben: *Wer nicht meiner Meinung ist, ist von grundauf schlecht oder minderbemittelt.* Neustes Beispiel:https://nomasliteraturblog.wordpress.com/2015/02/03/abgebrochen-elisabeth-herrmann-der-schneeganger/
          Anonym lässt sich natürlich wunderbar flamen.“

          Mir ist gerade dein Problem da nicht klar. Du fandest das Buch schlecht und schreibst darüber, jemand gibt dir recht und jemand anderer sagt, er fand es aber gut und die Margarine hat ihn nicht weiter gestört. Irgendwie eine völlig normale Online-Diskussion …

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          • nomadenseele sagt:

            Mir ist gerade dein Problem da nicht klar. Du fandest das Buch schlecht und schreibst darüber, jemand gibt dir recht und jemand anderer sagt, er fand es aber gut und die Margarine hat ihn nicht weiter gestört. Irgendwie eine völlig normale Online-Diskussion …

            Ich empfinde den Tonfall als sehr aggressiv. * Dazu hat sie die Lektüre abgebrochen… Berechtigt dies für einen “professionellen” Beitrag??? Ich sage zum Beispiel: Grossartiges Buch, das ich mit Hochgenuss gelesen habe. Und der Name hat mich nicht ein einziges Mal gestört. Hmm! Was zählt jetzt?*. Das ist ein absolut indiskutabler Tonfall, zudem werden zwei Punkte aus dem Text herausgerissen. Im Grunde sollte man solche respektlosen Kommentare stillschweigend löschen, aber dazu kann ich mich nicht so ganz überwinden. Ein typischer Fall, dass jemand mit anderen Meinungen nicht klar kommt und mit zorngeschwellter Stirn etwas in den Computer einhackt. Kein wunder, dass da ein Pseudonym gewählt wird, denn der Schreiber kann sich für den Text nur schämen.

            Dass die *Diskussion* normal fürs Internet ist, spricht nicht dafür, noch irgendetwas im Internet zu besprechen, sondern sich eher zurückzuziehen und den Pöbel sich selbst zu überlassen.

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            • @nomadenseele: „Dass die *Diskussion* normal fürs Internet ist, spricht nicht dafür, noch irgendetwas im Internet zu besprechen, sondern sich eher zurückzuziehen und den Pöbel sich selbst zu überlassen.“

              Ne-ne-ne. Mitpöbeln!

              Ich finde nicht, dass der Kommentar auf Deinem Blog aggressiv ist. Das ist ja nun das Internet und kein Montessori-Kindergarten. Aber diese „markise“ schafft es ja nun nicht einmal, eine über „Grossartiges Buch, das ich mit Hochgenuss gelesen habe“ hinausgehende Bewertung dazu abzugeben. Davon wissen wir halt, dass es irgendwen in der Schweiz gibt, der das Buch mochte, aber nicht warum. Bei deiner Rezension weiß man wenigstens, warum Du es nicht mochtest, das hat insofern Substanz, und der kritische Kommentar ist damit halt doof.

              Ich komme an dieser Stelle nicht umhin, eine eigene Rezension zu verfassen, falls es jemanden interessiert.

              Die Hauptdarstellerin Sanela Beara, von der man sich das ganze Buch lang fragt, wie man denn den Nachnamen aussprechen könnte, da es sich – wie man erfährt – um einen jugoslawischen und nicht, wie man vermuten würde, um einen irischen Namen handelt, löst einen völlig abstrusen Kriminalfall, ohne auch nur ein einziges Mal sinnvoll nachzudenken. Soweit ist das Genretypisch, aber der inkonsistente Plot, der sich nicht durch das Handeln der Protagonistin ergibt, sondern aus einem irgendwie gearteten anderen Grund, den der Leser nicht erfahren wird, ist nicht das, was an dem Buch negativ auffällt. Es sind auch nicht die Klischees, welche die einzig erkennbare Grundlage für irgendwelchen Charakterentscheidungen sind – die schwerreiche Familie, die wie alle schwerreichen Menschen abgrundtief unmoralisch und böse ist, und natürlich der passend „Darko“ benannte Vater, dem sofort jeder noch so unbedarfte Leser zutraut, dass er sein Kind verkauft, alleine wegen des dunkel klingenden Namens. Was wirklich schlimm ist, ist der sich durch das ganze Buch ziehende Rassismus – „natürlich“ sind es Zigeuner, die Schindluder mit kleinen Kindern betreiben. Da hilft es auch nichts, dass die Protagonistin aus dem gleichen Land kommt.
              Natürlich sind die Charaktere flach. Wozu sollte man ihnen auch einen Charakter verpassen, der sie einzigartig oder interessant macht, es reicht ja bereits eine einzige Eigenschaft, um alles, was sie in dem Buch tun, zu beschreiben. Die junge Polizistin ist von der Beschreibung eine herausragende Polizistin, praktisch macht sie nichts, was auch nur im entferntesten mit Polizeiarbeit zu tun hat. Dafür ist sie ehrgeizig. Darko ist gutaussehend. Das ist er aber nur, weil Sanela sich sonst nicht für ihn interessieren würde, da sie oberflächlich und dumm ist, Darko aber eine zentrale Rolle im Geschehen hat. Die reichen Reinatzes zeigen neben der Tatsache, dass die Autorin nicht gelernt hat, keine Namen zu verwenden, die keinen sinnvollen Genitiv besitzen, weil sich das sonst doof liest, außer überheblicher Bösartigkeit auch keine Anzeichen von Verstand. Man könnte sie ohne jegliche Veränderung an der Story durch den bösen Glibber aus dem alten „Mein kleines Pony“-Zeichentrickfilm ersetzen, auch wenn der Glibber gegen Ende des Films deutlich mehr Charakter entwickelt als Familie Reinatz – oder jeder andere Charakter im Buch.

              Vor diesem Hintergrund würde ich daher nicht empfehlen, das Buch zu lesen. Ich merke allerdings an, dass ich beim Lesen des Klappentexts

              „Ein kleiner Junge wird entführt – und alle Ermittlungen laufen ins Leere. Vier Jahre später wird sein Skelett im Wald gefunden. Polizeimeisterin Sanela Beara muss dem Vater die schlimme Nachricht überbringen. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet“

              an der abgebrochenen Stelle einen Lachanfall bekam und daher auch das Buch nicht gelesen habe.

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        • „Ich kenne es gar nicht anders als das dem anderen, in dem Fall mir, das Recht auf eine eigene Meinung abgesprochen wird.“

          Also entweder treibst du dich in den falschen Ecken des Internets herum oder du bist extrem überempfindlich…
          Ich frage mich allerdings, ob du in meiner Antwort auf deinen Kommentar auch etwas derart abwertendes siehst, ob dir nicht auffällt, dass du mit einer derart verallgemeinernden Aussage auch jeden, der hier mit dir diskutiert, abwertest oder ob es dir schlichtweg egal ist, dass du dich insofern keinen Deut besser verhältst als die Leute, die du kritisierst…

          Liebe Grüße von einem „Pixel ohne Bedeutung“ …

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  2. IULIUS sagt:

    Das hat vielleich damit zu tun, die Welt in gute Dinge und schlechte Dinge einzuteilen, mit dem Verlangen, daß ander die guten Dinge gefälligst auch gut heißen sollen und die schlechten schlecht.

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  3. Wir sind alle kleine Kinder, wir suchen alle nur nach Bestätigung.

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    • Margret sagt:

      @ wunderverlag Off topic: Wie sieht es eigentlich aus, würdest Du nicht emns Buch verlegen? Passt nicht so ganz dein Programm, ich weiß. Aber ihr Stil scheint dir ja sehr zu gefallen (Du verlinkst oft). Warum also nicht?

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      • Margret sagt:

        wunderwaldverlag, sorry …

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      • Hm, es ist, wie du schreibst, es passt leider nichts ins Programm. Das wäre, als wollte ein Waschmaschinenverkäufer plötzlich Autos verkaufen, ohne Kontakte zu den entsprechenden Abnehmern zu haben. Ich müsste erst mal die richtige Zielgruppe aufmerksam machen, Werbung auf ganz anderen Plattformen anstoßen und noch weitere Bücher dieser Kategorie ins Programm nehmen, damit, falls ein Titel floppt, die andern es wieder herausreißen.
        Da die Bücherlandschaft sowieso total überfüllt ist, sehe ich dieses Buch als Selfpublisher-Projekt, da der Blog ja schon sehr viele private Leser hat. Die Leser würden auf diese Werbung von Seiten eines Verlags wahrscheinlich verhalten reagieren, da Verlage Titel erst mal „auf Linie“ für ihre Programme trimmen … Es gibt auch kleinere Verlage wie meinen, die sich mit Gesundheitsthemen beschäftigen, schau doch einfach mal nach. Ich kann dir derzeit leider keinen empfehlen, weil ich mich in der Ecke nicht auskenne.

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        • Margret sagt:

          Ich weiß schon und Du hast ja auch recht. Aber Self Publishing sehe ich, v. a. für einen neuen Autor, nicht als wirklich gute Alternative. Du kannst niemals das leisten, was ein Verlag an Marketing, Vertrieb und Presse leisten kann – selbst ein kleiner. Ganz zu schweigen von anderen Vertriebsaspekten wie Versand und Lager (kosten ja auch nochmal extra). Und wenn Du als Self Publisher sehr gut bist, verkaufst Du vielleicht mal 3.000 Exemplare und deckst damit eventuell deine Kosten. Nicht umsonst gibt es in der Branche extrem viel schwarze Schafe was Self-Publishing betrifft. Und in der Erstbewertung mogeln alle, selbst die seriöseren. Da werden schnell auch die Lebenserinnerungen von Hans Müllermaier bestsellerverdächtig. Self Publishing Verlage leben nun mal vom Geld der Autoren und nicht von Verkäufen. Die meisten Autoren verkaufen, naja, geschätzt so 60 Exemplare ihres Titels (wie gesagt, ein Schätzwert von mir).

          Insofern dachte ich, du hast wenigstens prinzipiell Erfahrung mit Vertriebskanälen und Marketing. Außerdem ein Lager und eine Vorschau😉.
          Denn, wenn man ehrlich ist, die meiste Self Publishing Verlage drucken das Teil und vergeben eine ISBN und wenn man das „Marketingpaket“ dazu bucht, schreiben sie noch ein paar Briefe oder Mails an Händler und Presse, die meistenteils in Ablage P landen.

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          • 60 Exemplare ist doch schon was. Ernsthaft, mir macht das Schreiben einfach Spaß, genau wie das bloggen hier. Wenn Geld dabei rum kommt ist das natürlich toll und ich würde nicht „nein“ sagen. ich denke, Qualität setzt sich irgendwann durch, und wenn mein Buch gut ist, wird es früher oder später weiterempfohlen und gelesen werden. ICH halte mein Buch natürlich für super, aber wenn der Rest der Welt das anders sieht, dann kann ich auch damit leben, dass es offenbar doch nicht super ist^^

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            • Margret sagt:

              Neee, Du kämst ja ziemlich sicher auf über 60 Exemplare. Das betrifft eher „30 Kurzgeschichten vom Leben“ oder „Meine lyrische Traumreise“ oder „Mein Leben in 30 Bildern“. Wobei es da auch welche gibt, die nur 10 oder 20 Stück verkaufen. Und ich kenne mich auch nicht so aus, wie das mit eBooks läuft. Da verdienst Du als Autor ja auch deutlich mehr und hast weniger Kosten.

              Ich hatte dich nur bisher so verstanden, dass Du ein klassisches Buch möchtest. Du kannst die Kosten z. B. über den Preisrechner von book-on-demand auch ganz gut selbst einschätzen (für eine feste Auflage). Ein Buch im klassischen TB-Format, reines s/w kein 4/4 (also farbig), Softcover, 100 Seiten, Auflage von 2.000 Stück, reines Basispaket, würde dich 4.360 € kosten. Du selbst erhältst aber nur 1,99 € pro verkauftem Exemplar (und das auch nur, wenn Du 19,95 € vom Kunden verlangst, was recht unrealistisch ist bei 100 Seiten). Wenn Du die gesamte Auflage verkaufst, machst Du also immer noch Verlust.

              Beim eigentlichen BoD (also Print on demand, Produktion nur bei Bestellung) sieht es etwas besser aus (da gibt es auch einen Preisrechner), da ist durchaus ein kleiner Gewinn drin, aber auch das ist letzten Endes mehr Arbeit als Gewinn. Und auch das ist erstmal die Klassikvariante, also nichts dabei, kein Lektorat, kein Satz, kein Freiexemplar, Marketing sowieso nicht.

              Und Super ist leider keine Kategorie im völlig übersättigten Buchmarkt. Auch ein super Buch braucht Marketing, Vertriebskanäle, Pressekontakte … um auch nur halbwegs verkauft zu werden. Ich will dich nicht desillusionieren, nur dir verdeutlichen, was das bedeuten kann, nämlich, dass Du diesen Part dann weitgehend selbst leisten musst. Oder zahlen. Oder sogar beides …

              Aber wenn dir das nichts ausmacht, ist es ja klasse. Ich hatte nur so spontan die Idee, Wunderwaldverlag könnte vielleicht was für dich tun😉.

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              • Margret sagt:

                Und eine echte Warnung vor Selbstkostenverlagen, die dir eine feste Auflage drucken, die Du bezahlst. Dann lieber echt Print on demand, da kann immerhin nicht soviel passieren …

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                • Du meinst, wenn ich ein paar tausend Euro vorschießen muss ist das NICHT seriös? Dann… ist es auch nicht seriös wenn mir der Modelscout sagt, dass er mich ganz groß rausbringt, wenn ich vorher für 5.000 Euro bei ihm ein laufstegtraining mache?😦 und ich dachte, das sei mein Durchbruch:/

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                  • IULIUS sagt:

                    M. E. würde für Dich auch Selbstvertrieb in Frage kommen, jedenfalls wenn Du Lust hast die Bücher selber einzupacken, addressieren und zu verschicken.
                    Kannst eine relativ kleine Auflage ordern und wenn die (fast) verkauft ist die Nächste. Die Kosten für Dich wären dann ziemlich übersichtlich.
                    Zum einen hast Du Deinen Blog hier um Werbung zu machen, zum anderen kannst Du Dir auch eine Seite im Internet sichern und darüber verkaufen. Je nachdem wie sie gestaltet ist könnte sich das richtig lohnen.

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              • Ich finds ganz ehrlich nett, dass du dich so reinhängst, es überrascht mich auch etwas, da ich das Gefühl hatte, du stehst meinem Engagement in Richtung Übergewicht eher kritisch gegenüber.

                ich tendiere und tendierte mehr zum E-Book, beim kurzen überfliegen der Lage vor einigen Wochen blieb ich beim Amazon E-Book hängen und werde da wohl näher reinschauen.

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                • Margret sagt:

                  Du, das ist nicht böse gemeint. Ich habe nur im Laufe meiner Ausbildung auch mal in einem solchen Verlag gearbeitet. Und viele, und auch sehr kluge Leute (u. a. ein Prof von mir), haben dort veröffentlicht. Ganz einfach, weil sie es für normal hielten „einen Teil“ zuzuschießen. V. a. nachdem sie zuvor viele Absagen erhielten. Auch, weil sie von der Qualität von PoD nicht überzeugt waren und PoD zudem für eine Art „Stigma“ hielten und lieber in einem „richtigen Verlag“ mit fester Auflage und sofortiger Lieferbarkeit veröffentlichen wollten. Tut mir leid, wenn es so rüberkam, als wolle ich dir Dummheit unterstellen, denn das wollte ich keinesfalls.

                  Was das Thema Übergewicht betrifft: Ich finde es sehr gut, wenn Menschen, die ihr Übergewicht loswerden wollen, einen guten und sinnvollen Ratgeber an die Hand bekommen und nicht irgendws in Richtung „Mit Sauerkraut in 40 Tagen zum Traumgewicht“ oder die Dukan Diät o. ä. Ich finde es auch sinnvoll, auf die gesundheitlichen Aspekte von Übergewicht hinzuweisen. Was ich nur nicht gut finde, jemandem, der sich bewusst dafür entscheidet (weil er gerne isst, weil er es schön findet whatever) zu erzählen, dies wäre falsch oder dumm. Das ist meine prinzipielle Ansicht auch zum Thema Rauchen, sogar Drogen. Und ich finde es nicht gut, jemandem, der z. B. eine esssuchtbedingte Adipositas hat, hinzuhauen, er müsse sich nur mal zusammenreißen und einfach weniger essen. Aber ich habe dich nun so verstanden, dass Du das auf keinen Fall vorhast. Und deshalb finde ich dein Engagement im Sinne eines Aufräumens mit Mythen zu dem Thema sehr gut. Was leichtes Übergewicht betrifft, sind wir wohl nicht ganz einer Meinung. Aber ich muss auch nicht mit jedem Menschen zu jedem Thema einer Meinung sein und kann die grundsätzliche Intention trotzdem gut finden.

                  Und last but not least find ich dich sympathisch und fände es sehr schade, wenn Du nach langer Verlagsuche bei irgendeinem halbseriösen „Verlag“ landen würdest (was, wie gesagt, vielen und absolut keinen dummen Leuten passiert).

                  „ich tendiere und tendierte mehr zum E-Book, beim kurzen überfliegen der Lage vor einigen Wochen blieb ich beim Amazon E-Book hängen und werde da wohl näher reinschauen. “

                  Hast Du auch mal bei BoD geguckt? Da gibt es auch die Kombi E-Book und Print. Ich würde es, wie gesagt, nicht grundsätzlich empfehlen, man zahlt auch ein bisschen was, ist aber noch okay. Ich kenne einige, die da recht zufrieden waren, weil sie eben nicht mit mehr als ein paar verkauften Exemplaren gerechnet hatten und die Kapazitäten hatten, einen großen Teil des Marketings selbst zu übernehmen. Übersicht: http://www.bod.de/autoren/buch-veroeffentlichen/produkte-und-preise.html. Ich glaube, die haben auch ein reines E-Book-Angebot.

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                • Michael sagt:

                  Amazon hat inzwischen auch ein Print-on-Demand-Angebot:
                  https://www.createspace.com/

                  Wie man es von Amazon gewohnt ist, unterbieten die den Preis ihrer Konkurenten bei weitem; das war vor 1,2 Jahren, als ich mich mal intensiver damit beschäftigt habe, der einzige Anbieter, der PoD-Bücher zu einem Preis herstellen konnte, der halbwegs mit Verlagsbüchern konkurrenzfähig war. Das Probeexemplar, das ich mir mal habe schicken lassen, war qualitativ gut, nichts dran zu mäkeln.
                  Von daher könntest du durchaus eBook und PoD kombinieren – bei 0 (!) Fixkosten deinerseits.

                  Dir muss aber klar sein, dass du dich dann auch um alles kümmern musst: Das Cover, der Satz, das Lektorat, natürlich die Werbung. Ich bin dann letztlich davon zurückgeschreckt, weil ich meine Zeit mit Schreiben verbringen will und nicht mit verkaufen. Du hast allerdings mit dem Blog schon einen ersten Grundstock an Lesern, die dann z.T. ebenfalls vernetzt sind und es weiter verbreiten können. Von daher würde es für dich vielleicht auch leichter werden …

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          • „Selfpublishing-Verlage“ sind im Grunde Druckereien, aber das nur am Rande. Und wenn ein Verlag 3000 Stück verkauft, ist das ein Bestseller, aber das kommt nicht so oft vor, wie du wahrscheinlich glaubst, selbst wenn man Vertriebsstrukturen und Lager sein eigen nennt. (Und ich als E-Book-Verlegerin habe eher ein virtuelles Lager – noch.) Selfpublisher können inzwischen wesentlich erfolgreicher werden, als wenn sie mit einem Verlag arbeiten. Ja, ich weiß, in Autorenkreisen wird anderes gemunkelt, aber das ist, mit Verlaub, Schwachsinn, der z.T. mit sehr viel Neid unterfüttert ist. Verleger und Selfpublisher haben heutzutage die gleichen Möglichkeiten, die gleichen Probleme – wo liegt also das Problem?
            Wenn du ganz konkrete Antworten brauchst, dann schreib mir einfach eine E-Mail. Ich beantworte deine Fragen kostenlos und so gut ich kann: info@wunderwaldverlag.de

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            • Margret sagt:

              „“Selfpublishing-Verlage” sind im Grunde Druckereien, aber das nur am Rande.“

              Noch schlimmer, viele sind Dienstleister und arbeiten wiederum nur mit Druckereien zusammen. Wie gesagt, ich hatte im Laufe meiner Ausbildung mal „das Vergnügen“ in einem solchen Haus zu arbeiten.

              “ Und wenn ein Verlag 3000 Stück verkauft, ist das ein Bestseller, aber das kommt nicht so oft vor, wie du wahrscheinlich glaubst, selbst wenn man Vertriebsstrukturen und Lager sein eigen nennt.“

              Öhm naja, ich habe in der Vergangenheit in mehreren Verlagen (Fachbuchbereich mit vergleichweise kleinen Auflagen) gearbeitet und eine 3.000er Auflage war dennoch immer das untere Ende bei sehr vorsichtiger Kalku, meist ging es eher um 5.000 Stück. Und keines davon fand sich auf einer Bestellerliste, auch wenn das Buch in mehrere Auflagen ging. Bzw. nur einmal ein einziges auf einem der unteren Plätze mit fast 10.000 verkauften Exemplaren innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Aber wie ich ja bereits oben sagte, prinzipiell hast Du recht, und im Self Publishing Bereich und bei kleinen Fachbuchverlagen ist das eben eine sehr hohe Zahl an Verkäufen. Ich hatte das nur erwähnt, um zu verdeutlichen, was so die Relationen sind.

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              • Na, dann kennst du dich ja im Grunde besser aus als ein Verleger, denn du kennst dein Buch, du weißt, was du willst. Ich verlege jedoch keine Fachbücher, nur Belletristik – daran würde es höchstwahscheinlich schon scheitern.

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                • Margret sagt:

                  Ich will doch gar kein Buch verlegen sondern emn😉.

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                  • Margret sagt:

                    Wobei ich das grade echt faszinierend finde. Ich bin nun ein paar Jahre raus aus der Branche und hatte zugegebenermaßen gar nicht mitbekommen, dass die amazon e-Book-Sache mittlerweile so ein großes Ding geworden ist. Es wäre fast lustig, die Schnappatmung in den größeren Verlagen mitzubekommen😀.

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  4. Nachdem hier ja die Hölle los ist, da sich wohl die meisten Deiner Kommentatoren angesprochen fühlen und daher lieber mal ruhig sind, möchte ich noch eine kleine Kritik loswerden: Warum sollte sich jemand, der kein Fan der Bücher ist, über die Hauptdarsteller beschweren?

    Ich kann zum Buch nicht mehr sagen als dass ich es keine fünf Seiten ausgehalten habe, zu den Darstellern nur, dass meine Frau findet, dass Neal Caffrey eine viel bessere Besetzung für „sexy junger Milliardär“ wäre (weil Thor zu alt ist), und zum BDSM-Thema… ach Gott, wenn Leute Spaß an Duct-Tape, Polyesterseilen und Kabelbindern haben, lassen wir sie doch. Es kann doch sein, dass es Menschen gibt, die auf abgerissene Hautfetzen, Reibungsverbrennungen und abgestorbenen Körperteilen stehen – sind doch alle „erwachsen“.

    Ich werde den Film wohl auch nicht schauen – bin aber natürlich nicht die Zielgruppe. Die ist nach der Encyclopedia Dramatica „forty year-old housewives whose husbands are busy fucking the young secretary that will actually suck and swallow“.

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  5. IULIUS sagt:

    Ampeln lenken vom Verkehr ab und vermindern die Aufmerksamkeit.

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