Denk‘ doch mal einer an die Kassen!

Veröffentlicht: Februar 19, 2015 in Comics
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Kommentare
  1. Tante Jay sagt:

    aua. Der tut weh, triffts aber.

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  2. Dilibi sagt:

    Ich fand diese Seite mal sehr interessant,konfrontativ und zum Nachdenken anregend. Nun bekomme ich aber langsam den Eindruck, dass der Verfasser der Beiträge wohl selbst ein Problem hat, ein heftiges…. nämlich eines mit Dicken. Das schließe ich aus der Häufigkeit, mit der dieses Thema aufgegriffen wird. Sicher sind einige Fakten nachgewiesen und gerechtfertigt. Aber hier werden alle Dicke schonungslos über einen Kamm geschoren ohne auch nur im geringsten an die Ursachen und Hintergründe zu denken, die bei manchen dazu führen. Hier werde Dicke als schokoladenfressende Faule Wesen dargestellt, die allen zur Last Fallen….ach und die armen Krankenkassen. Über die Raucher, andere Abhängige und die Sportler die ihren Sport exzessiv betreiben und somit auch enorme Kosten für die Krankenkassen verursachen, habe ich hier noch nichts gelesen. Als Krankenschwester habe ich übrigens viele von denen untergewichtig und seeeehr krank erlebt.

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    • So sieht es aus. Der Verfasser, also ich, ist der Meinung, jeder Dicke frisst den ganzen Tag nur Schokolade und liegt der Kasse zur Last. Das geht klar aus dem Comic hervor und war genau das, was ich mitteilen wollte. Schön, dass du den dickenhassenden Sinn versteht. Ist natürlich ein großer Verlust wenn du deshalb nun meine Seite nicht mehr besuchen solltest, denn so verständige Leser zu verlieren ist hart.

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    • Mika sagt:

      Kann man alle Dicken über einen Kamm scheren? Ja – kann man. – Sie fressen einfach mehr als gut für sie ist. So, wie ein Raucher raucht und ein Säufer säuft, so frisst der Dicke. Man kann sie alle über eine Kamm scheren. Von 1500 Kalorien wird niemand dick, egal was er hat.

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      • Nicole sagt:

        Das ist doch Blödsinn! Dick wird nicht nur wer zu viel isst, Übergewicht kann auch von einer falschen Ernährung (angefangen bei Fertiggerichten, nicht erst bei FastFood, Schokolade und Chips) kommen und noch viele weitere Ursachen haben.
        Der Vergleich hinkt übrigens auch ausserordentlich in die andere Richtung, denn: wer nicht mehr rauchen will, lässt die Finger vom Glimmstängel, wer nicht mehr saufen will, kippt keinen Alk mehr in sich rein – und wer abnehmen will verzichtet nach Deinem tollen Vergleich dann eben auch komplett aufs Essen?
        Und von 1500 Kalorien wird jeder dick, der nicht ausreichend Bewegung hat, um sie zu verbrennen.

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        • Fertiggerichte machen ja auch nicht dick, wenn man nicht zu viel davon isst. Und technisch gesehen wird wohl kaum einer von 1500 kalorien dick, denn je schwerer man wird, desto mehr verbraucht man auch, und da selbst eine kleine, zierliche frau meist mindestens 1300-1400 kalorien pro tag braucht würde sie wohl irgendwo bei „mollig“ von 1500 kalorien auch nicht mehr zunehmen. der große rest würde eher abnehmen davon, besonders wenn derjenige übergewichtig ist. also ganz daneben ist es auch wieder nicht.

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          • Margret sagt:

            Wie von 1500 Kalorien zunehmen? Angeblich liegt mein Grundumsatz bei totaler Inaktivität schon fast bei 1500. Gut, ich bin groß, aber trotzdem …

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            • Wie gesagt, eine sehr kleine, sehr zierliche Frau, die vollkommen inaktiv ist könnte mit 1500 Kaloren vielleicht bis „mollig“ kommen.

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              • Nicole sagt:

                Was ist dann mit der großen, übergewichtigen Frau, die meist nicht mehr als 1500 Kalorien am Tag zu sich nimmt, dreimal in der Woche schwimmen geht und trotzdem nicht abnimmt?

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            • Margret sagt:

              Wobei ich 1500 auch echt nicht viel finde. Neulich hab ich so einen kleinen Lindt-Riegel gekauft, also die ganz schmalen, optisch die Hälfte von einem Mars. Und der hatte irgendwas um die 300 Kalorien, ich glaube, eher in Richtung 400.

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              • Hm, meine Lindt Riegel haben so um die 150kcal (sind ca. 27g). 400 wäre schon kein kleiner Riegel mehr sondern eher so 2/3 oder 3/4 von ner Tafel Schokolade^^

                Es gibt ne Reddit-Seite „1200 is plenty“ oder so, wo gezeigt wird wie reichhaltig 1200 kcal sein können. ich finde auch, es kommt stark drauf an was man isst. mit viel gemüse, magerem fleisch und fisch plus etwa obst ist das echt ne riesen menge. aber ich bin halt eider auch so jemand, der problemlos 1000 kalorien in schokolade wegfuttert:/

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                • Margret sagt:

                  Wahrscheinlich erinnere ich mich schlicht falsch oder hab mich verguckt. Sind Erdnüsse nicht auch fies? Ich liebe Erdnüsse … am besten noch mit Schoki drum.

                  Fisch wird mir hier verweigert. Außer Fischstäbchen. Und die sind in Fett gebraten. Hühnchen außer Grillhühnchen ist auch bäh. Brokkoli auch. Wobei Gemüse schon gut geht, aber eben nur mit Butter oder als eher fette Cremesuppe. Oder als Rohkost, dann aber nur Bestimmtes. Außerdem Reis, Nudeln und Kartoffeln in allen Variationen. Und weil der Große eh so ein schmales Hemd ist, bin ich auch froh, wenn er ein bisschen Kalorienhaltigeres isst. Insofern müsste ich extra für mich kochen. Oder eben, wie in letzter Zeit, v. a.die Reste futtern …

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                  • erdnüsse sind fies, ja^^ nüsse generell sind mit das kalorienreichste essen überhaupt^^

                    ich gehöre auch zu der fraktion, die nicht so glücklich ist von etwas kalorienreichem nur wenig zu essen… ich esse lieber große mengen von kalorienärmeren sachen. ist aber mit ein grund warum ich tatsächlich extra für mich koche. kerl ist halt nunmal wesentlich größer und schwerer und kann locker 1000 kalorien mehr verdrücken als ich. wenn wir dasselbe essen, werde ich schnell wieder zur kugel^^

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                    • Margret sagt:

                      Ich hab jetzt nochmal geguckt. Also, die Riegel aus der „Nice to sweet you“-Reihe (Habe hier Sweet corn und salty caramel) haben 586 Kalorien bei 100 g, wiegen selbst aber 37 g. Das wären dann knapp 220 g pro Riegel. Ist schon ne Menge, aber doch nicht so viel, wie ich mich irrtümlich erinnert hatte. Trotzdem, 3 von den eher kleinen Teilen und Du hast schon den Gegenwert einer üppigen Mahlzeit. Und dann gibt’s noch die „kleine Schokolade“ nahezu selbe Sorten und die ist dann wirklich 100 g, wirkt aber auch eher klein.

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        • Mika sagt:

          Warum verzichtest du auf Logik? Das wäre echt mal interessant.

          Wer nicht rauchen will, der hört auf zu rauchen. Analog der Trinker.
          Der Dicke muss nur mit Essen aufhören. Wo ist das Problem?
          Mir ist das auch alles egal, friss, rauche und saufe wegen mir, das geht mich nix an.
          Nur bitte, trage du dann auch die Folgen, mehr will ich nicht.

          Und wenn du die 1500 Kalorien nicht glaubst, ich biete eine Wette an, du verbringst 6 Wochen in meinem Ferienobjekt und ich bekoche dich exakt mit 1500 Kcal pro Tag. Wenn du nur ein Gramm zunimmst, zahlst du nix. Du würdest aber abnehmen und in dem Fall zahlst du die doppelte Rechnung. Traust du dich? Nee – du hast ne Ausrede…..

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          • Nicole sagt:

            Der Dicke soll also _nichts_ mehr essen. Aha. Soviel zur Logik.

            Warum verzichtest Du auf Verstand?

            Und jetzt zur „Ausrede“: Ich soll mir von den verfügbaren 28 Tagen 6 Wochen Urlaub nehmen? Finde den Fehler.

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            • Ich denke aus dem Kontext (insbsondere weil er danach von 1500 kalorien redet) geht ziemlich klar hervor, dass er nicht sagt, dass dicke NICHTS essen sollen, sondern WENIGER.

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              • Mika sagt:

                zwecklos, die zickt halt rum…….

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              • Nicole sagt:

                Wenn Du weiter oben meinen Beitrag richtig gelesen hättest, würdest Du verstehen, dass ich nur aufzeigen wollte warum der Vergleich zwischen Dicken, Rauchern und Alkoholikern aus eben genau diesem Grund hinkt.

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                • Nein, tut er eben nicht. Es gibt genügend schädliche Verhaltensweisen, die man nicht komplett abstellen kann, z.B. Kaufsucht. oder andere Dinge, die man nur ändern, nicht aber komplett lassen kann. Und wenn ein Übergewichtiger tatsächlich nie wieder essen will… mittlerweile gibt es einen Nahrungsmittelersatz namens „Soylent Green“, mit dem man komplett auf Essen verzichten kann und täglich alle nährstoffe in einer Trinklösung hat. Komischerweise haben die wenigsten, die sich beklagen, aufs Essen „ja nicht EINFACH SO verzichten zu können“ darauf Bock, dann tatsächlich aufs Essen EINFACH SO zu verzichten.

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    • casparjones sagt:

      Du hast nicht verstanden, das emn genau das Gegenteil von dem zum Ausdruck geben will, was du hier kritisierst? Am besten erst den Comic verstehen, dann lässt es sich besser drüber Nachdenken.😉

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  3. david sagt:

    Ob Fette oder Raucher nun eine positive oder negative Kostenbilanz haben – was für ein Arschloch muss man eigentlich sein, um jemandem seine (potentiellen) Behandlungskosten vorzuwerfen?
    Wir leben Gottseidank in einer freien und solidarischen Gesellschaft, in der man so ungesund leben darf, wie man möchte ohne dass man von der medizinischen Grundversorgung abgeschnitten wird.
    Manche fänden es wohl gut, wenn sich man im Falle von Nieren- Lungen oder Gelenkschäden mit der Versicherung einen Rechtsstreit darüber liefern müsste, ob man den Schaden vielleicht selbst oder fahrlässig mitverursacht hat durch Rauchen, Trinken, Essen, Extremsport oder gar nicht genug Sport. Niemand wird freiwillig krank, und fahrlässig krank werden ist ein Menschenrecht!

    Ich bin als kerngesunder Mensch gerne bereit, mehr Beiträge in ein System einzuzahlen als ich herausbekomme, solange wir von solchem „Volksgesundheit“-Faschismus bewahrt werden.

    (das spricht natürlich nicht dagegen, dass auch gesetzliche Krankenkassen gerne Anreize für gesundheitsförderliches Verhalten setzen können)

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    • Mika sagt:

      Ich könnte mir ein Modell vorstellen, das gefährliches Verhalten indirekt sanktioniert. Es wird eben ein hoher KK-Beitrag festgelegt und pro nicht erfülltem Kriterium gibt es einen Rabatt. Nachweis periodisch durch eine Vorsorgeuntersuchung. Wer also nicht raucht, trinkt, frisst u.ä., zahlt 40% weniger und gut isses. Krankheitskosten werden unabhängig davon übernommen.

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      • fink sagt:

        Ja sicher. Ist ja auch so leicht, objektiv festzustellen und auch noch zu kontrollieren, ob jemand „frisst“. Vielleicht per Fragebogen? Oder wird dann auch immer jemand neben mir stehen und beobachten, ob ich z.B. immer safer Sex praktiziere oder mich womöglich doch einer volkswirtschaftsfeindlichen ungeregelten Lust hingebe?

        Eine Welt, in der unser gesamtes Verhalten wirtschaftlichen Bewertungen unterworfen würde, wäre sicherlich eine total lebenswerte und humane. *augenroll*

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        • Mika sagt:

          Komisch, in der PKV wird das so gemacht. Beim Zahnersatz läuft es auch so. Du musst nicht zur Vorsorge, aber wenn du gehst, gibts Rabatt.
          Nach dem Modell darfst du fressen, saufen, rauchen, poppen und was sonst noch, aber du zahlst eben für das Risiko. Macht doch die Autoversicherung auch so. Porsche kost halt mehr als Polo, wo ist das Problem? Man könnte das ja mal lokal ausprobieren und dann die Ergebnisse vergleichen.
          Und wo wir beim poppen sind, wer hetero poppt und nicht safer praktiziert, hat ganz schnell Alimente am Hals – weil eben der Verantwortliche löhnen muss. Ist das ungerecht?

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          • fink sagt:

            Du hast meine Kritik nicht so wirklich verstanden, oder?

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            • Mika sagt:

              Doch, hab ich, aber du hast meinen Text nicht richtig gelesen. Ich lasse dir jede Freiheit im Leben, die du dir leisten kannst und willst. Nur bitte nicht auf meine Kosten. Es gibt keine bedingungslose Freiheit, das ist kein Menschenrecht. Der Staat darf lediglich keinen Zwang auf dich ausüben. Friss halt 10 Kilo Schweineschmalz am Tag, aber zahl dann bitte auch deine Medikamente für die Fettleber aus deiner Tasche und nicht aus meiner. Und vom poppen hast du angefangen, nicht ich.

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              • fink sagt:

                Es wird sehr deutlich, worum es dir geht. Ich bevorzuge eine solidarische Gesellschaft.

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                • Mika sagt:

                  Ich bevorzuge auch Solidarität – aber bitte in beide Richtungen. Ich löhne so um die 100.000 Euronen an den Staat – jedes Jahr. Kann ich da bitte von einigen Leuten, die dieses Geld bekommen, ein wenig Rücksicht erwarten? Ein bisserl gesünder leben, zumutbar arbeiten, unnötige Kosten vermeiden? Es gibt wahrlich Kranke und Alte, die Hilfe brauchen und die gebe ich gerne. Wo ich aber die Motivation verliere, ist der 150 Kilo dauerarbeitslose Alkoholiker, der raucht und einen auf Lau macht. Das ist keine soziale Kälte!

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                  • fink sagt:

                    Solidarität heißt eigentlich eher nicht, dass die Armen und Hilfebedürftigen Rücksicht auf die Reichen und Unabhängigen nehmen müssen. Oder dass Letztere Ersteren vorschreiben dürfen, wie sie ihr Leben zu leben haben. Aber offenbar halten manche Begriffe in manchen Köpfen starke Dehnungen aus.

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                    • Mika sagt:

                      Hauptschule? Kannst du keine einfachen Texte lesen und verstehen?

                      Ich versuche es mal noch einfacher;

                      Arme und Schwache -> ich gerne helfen.

                      Sinnlos fresse und saufe -> ich nicht so gerne helfen.

                      Verstehe Unterschied?

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                    • fink sagt:

                      Ich verstehe sogar den Unterschied zwischen Argumenten und klassistischen Beleidigungen.

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                    • Mika sagt:

                      Du beleidigst dich selbst durch deine mangelhafte Kommunikation.
                      Aber darf ich raten? Du bist Transferempfänger? Natürlich kannst du eine andere Meinung vertreten, das ist dein Recht. Aber mir Worte in den Mund zu legen, die ich nicht benutzt habe, ist entweder dumm, oder extrem unfair. Such dir was aus….

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                    • Margret sagt:

                      @ Mika Und Du findest es gut, jemandem, mit dem Du diskutierst „Hauptschule“ vorzuwerfen um ihn niederzumachen?

                      Mal abgesehen davon: Zaunfink schreibt unglaublich kluge und witzige Texte, da könntest du dir eine gute Scheibe von abschneiden.

                      emns Text hast Du offenbar auch nicht verstanden, nunja …

                      emn, sei mir nicht böse, aber das Diskussionsklima hier ist momentan echt unterirdisch. Die Woche der fröhlichen Beleidigungen?

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                    • es gibt immer mal wieder so phasen in denen es schärfer zugeht, aber so ist es halt wenn man nicht moderiert. Ich will aber echt nicht, dass es hier so wie bei der mädchenmannschaft zugeht, wo man in den kommentaren nur liest „oh, das war mal wieder ein ganz hervorragender artikel, ganz wundervoll, vielen dank <3"

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                    • Margret sagt:

                      Naja, aber zwischen der MM (zugegeben oft echt furchtbar, alles Klassismus, Rassismus, irgendwas *ismus) und nicht moderieren gibt es ja auch Graustufen. Also z. B. deutliche Beleidgungen nicht zuzulassen.

                      Ist aber klarerweise dein Blog, ich will dir nichts reinreden.

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                    • Mein Problem ist eher, dass ich nicht die zeit habe immer alles durchzulesen (oft überfliege ich nur oder sehe kommentare auch gar nicht) und keine lust auf den zu erwartenden kindergarten der marke „warum hast du mich moderiert obwohl xy da was viel böseres geschrieben hat???“ habe. da ziehe ich mich lieber raus und lasse erwachsene menschen ihre diskussionen so führen, wie sie das wollen.

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                    • Mika sagt:

                      Margret, das mit der Hauptschule war als Kompliment gemeint. Er liegt ja noch weit darunter.
                      Vergleiche doch mal meine Argumente mit seiner Interpretation. Er unterstellt mir Aussagen, die ich nicht getroffen habe. Wie soll man das benennen? Ich nenne es geistige Masturbation und wer dadurch beleidigt ist, der ist es halt. Selber schuld.

                      Und wenn ich zu deftig bin, wird EMN mir das sicher mitteilen.

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                    • Margret sagt:

                      @ Mika Du siehst DAS

                      „Hauptschule? Kannst du keine einfachen Texte lesen und verstehen?

                      Ich versuche es mal noch einfacher;

                      Arme und Schwache -> ich gerne helfen.

                      Sinnlos fresse und saufe -> ich nicht so gerne helfen.

                      Verstehe Unterschied?“

                      und

                      „Aber darf ich raten? Du bist Transferempfänger?“

                      für konstruktiven Diskussionstil?

                      Nebenbei ist sowohl „Fressen“ als auch „Rauchen“ als auch „Saufen“ bei den „Armen und Schwachen“ häufiger anzutreffen als in anderen Bevölkerungsgruppen. Und das wird seine Gründe haben. Ich zumindest zahle lieber für den Drogensüchtigen, Alkoholsüchtigen, whatever und seine Gesundheitskosten als eine Situation wie in den USA zu haben (schon mal in NY nachts unterwegs gewesen?).

                      Zumal: Wenn Du nun mit supergesundem Lebensstil 110 wirst, steigt dein Risiko für Demenz, Depressionen und körperliche Gebrechen extrem an und Du kostest dann die Kassen enorme Summen. Vielleicht sollte man also eher gesunden Lebenstil sanktionieren? Thank you for smoking? Wer raucht, frisst und säuft zahlt nur die Hälfte?

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                    • Mika sagt:

                      Margret, ich habe die Konstruktive Ebene verlassen und habe das auch benannt. Hast du das überlesen, oder hast du es nicht verstanden?

                      Wozu konstruktiv sein, wenn die Gegenpartei es nicht verstehen will/kann?

                      Und wenn du der Meinung bist, das man die Unterschicht pampern soll, dann zahle auch dafür, damit habe ich kein Problem. Ich will das aber nicht, ich halte es für falsch, den Leuten den Arsch abzuwischen. Eine freie Gesellschaft birgt eben Risiken und wer riskant lebt, kann scheitern. So ist das Leben.

                      Ein Sozialstaat soll in Not helfen, dafür stehe ich ein. Vollkasko fürs Leben lehne ich aber ab.

                      Übrigens: Rotwein und Schmalz beugen Demenz vor und gegen 110 spricht die Statistik, die paar Fälle können wir uns leisten. Was ich mir nicht leisten will, sind Horden von Dicken Säufern, die vom Staat leben, das will ich nicht bezahlen.

                      Ich stehe für Teilkasko mit Selbstbeteiligung. Das ist zumutbar.

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                    • Margret sagt:

                      Es reicht auch, wenn man, sagen wir mal, 95 wird und 5 Jahre davon im Altenheim / Demenzstation verbringt. Dass ein ungesunder Lebensstil die Gesellschaft letzten Endes wirklich teurer kommt, stimmt so einfach nicht. Im Gegenteil, die netten Begründungen des Herrn aus „Thank you for smoking“ mögen zwar zynisch sein aber auch durchaus wahr.

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                    • @fink> Solidarität heißt eigentlich eher nicht, dass die Armen und Hilfebedürftigen Rücksicht auf die Reichen und Unabhängigen nehmen müssen.

                      Doch. Solidarität bedeutet genau das – gemeinsame Werte teilen. Solidarität ist keine Einbahnstraße, auch wenn das diejenigen am Ende der Sackgasse gerne „stark dehnen“. Das ist der Punkt, den Robin unten anspricht: Nein, Reiche und Unabhängige können sich eben nicht aus dem Leben von Armen und Hilfsbedürftigen raushalten. Einerseits, weil der (westliche) Staat zwangsumverteilt, andererseits weil die sonst nur marodierend durch die Straßen laufen und unsere hübschen Autos anzünden.

                      @Mika: Ich mag Deine Argumentation (grundsätzlich), aber der 100K€-Post macht das echt kaputt. Mit einem solchen Einkommen wärst Du aus GKV und ges. Rentenversicherung raus. Damit bleiben fast nur Steuern, und die zahlst Du dafür, dass Dir der Pöbel nicht besoffen und zugekifft Deinen M, AMG oder Quattro anzündet. Damit verlierst Du Deine Argumentationsgrundlage. Das war also entweder dumm, eine Lüge oder beides.

                      @Margret: Fink versteht ganz offensichtlich nicht, was Mika schreibt. Sein Blog liest sich nach kurzem Drüberlesen nach wenig brillantem Opfergejammere. Das rechtfertigt natürlich nicht, ihm einen niedrigen Bildungsstand oder Arbeitslosigkeit zu unterstellen, aber das ist nicht „böse“. Es ist auch nicht böse, ihm ein asoziales Anspruchsdenken und mangelnden Willen, mal über Reziprozität nachzudenken, zu unterstellen. Das macht Mika aber nichtmal. Das mache ich. Und ich erwarte nicht, dass Du das verstehst. Und auch das ist nicht böse, das ist Erfahrung.

                      @EMN: Danke.

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                    • IULIUS sagt:

                      Ich bin grundsätzlich auch dafür Menschen für ihr selbstgewähltes risikobehaftetes Leben extra zahlen zu lassen.

                      Nur wo fängt das „selbstgewählte“ an?
                      Mitlerweile ist weitestgehend Konsens, daß Süchte anerkannte Krankheiten sind. D. H. man muß auch akzeptieren, daß die ganzen rauchenden, fetten und versoffenen Hartz IV-Empfänger krank sind und damit die Solidarität der Gemeinschaft benötigen.
                      Mitlerweile kommt langsam das Bewußtsein dafür auf, daß Armut krank macht.
                      Anstelle über die „Schmarotzer“ zu schimpfen wäre es doch fairer ihnen zu helfen, damit sie aus diesem Dilemma herauskommen.

                      Was ich an der Sache viel schlimmer finde, sind die ganzen Konzerne, die den Menschen ihre „Suchtmittel“ verkaufen, daran massig verdienen und dann sich dann durch aktive Steuervermeidung aus ihre Verantrwortung stehlen. Hier wäre vielleicht noch einmal über den richtigen Adressaten für die Vergabe des Titels Schmarotzer nachzudenken.

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                    • Margret sagt:

                      @ Lollipops

                      Es ist wohl eher andersherum. Mika versteht nicht, was Fink schreibt. Und Du hast Finks Blog offenbar auch nicht verstanden, ebensowenig wie seine Beiträge hier (die sogar dem ersten Teil deiner Antwort nicht unähnlich sind, allerdings minus das Autoanzünden). Er tritt in seinem Blog für seine Belange ein, und? Das auf sprachwitzige und nicht bierernste Art und Weise.

                      Und Fink hat völlig Recht, wenn man einen ungesunden Lebensstil sanktionieren und damit auch kontrollieren will, dann müsste man das ausweiten auf alle Lebensbereiche. Es gibt in so einem Fall dann keine Rechtfertigung dafür, das nur auf Übergewicht, Nikotin und Alkohol zu beschränken. Dann wäre tatsächlich auch das Thema „Safer Sex“ dran. Und Fernreisen in „unsichere Länder“. Könnte man sich ja was holen und das einschleppen. Oder verletzt werden und damit dann dem Staat auf der Tasche liegen. Risikosportarten oder überhaupt Sportarten, die den Körper schädigen können (Benutzen Sie beim Joggen auch die richtigen Laufschuhe? Ich habe da eine Aufzeichnung, dass sie früher mit Hallenschuhen … Leider können wir die Behandlungskosten für Ihr Knie nicht tragen.). „Riskanter“ Beruf (Tja, Herr Geidobler, dass als Bäcker schnell extreme Mehlstauballergien entstehen können, war Ihnen doch zuvor bekannt. Leider können wir nicht für die Kosten Ihrer ruinierten Bronchien aufkommen). Wer viel arbeitet, viel Stress hat und damit sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht – Pecht gehabt, muss dann eben in der KK viel mehr zahlen? Ich zumindest hab keine Lust auf so eine Gesellschaft.

                      Zudem sind Mikas Ansichten auch noch nachweislich falsch, weil gesunde Menschen, die alt werden die Gesellschaft tatsächlich letztlich teurer kommen als sich schädigende Personen, die früh sterben

                      Wer soll dann eigentlich dafür aufkommen, wenn Mika beispielsweise im hohen Alter in einem Pfleegeheim versorgt werden muss? Kostenpunkt 5000 € aufwärts monatlich, dann wahrscheinlich sogar mehr? Ich? Was kann ich denn dafür, wenn er so gesund lebt. Hat er überhaupt Kinder? Nein? Warum bitteschön sollen meine Kinder dafür aufkommen, wenn Mika so gesund lebt und so alt wird? Und das auch noch ohne Kinder. (Das ist jetzt reine Fiktion, vielleicht hat er Kinder, vielleicht auch nicht, es ist mir auch wurscht, es geht um die ganze Denkart). Und so viel zu arbeiten, wie er angibt, ist ja letztlich auch ungesund.

                      Diese Argumentation ist von vorne bis hinten undurchdacht und reine Polemik.

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                    • david sagt:

                      Als Chefkoch hat Mika sowieso meines Wissens unter allen Berufsgruppen mit das höchste Risiko sowohl für Alkoholabhängigkeit als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ich glaube eine fatalere Statistik hat tatsächlich gar kein, oder kaum ein Beruf. Reine Stresserkrankungen wie Burnout ebenfalls.
                      Aufgrund der Lebenserwartung eines Chefkochs von geschätzten 55 Jahren fallen dafür wiederum die Rentenkosten sehr gering aus.

                      Und wie lollipop schon sagte, bei einem solche Gehalt müsste er eigentlich privat versichert sein und darf dementsprechend schon dreimal die Klappe halten.

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                    • Mika sagt:

                      David, du hast Recht, Köche leben sehr risikoreich und viele sind Alkoholiker. Das gilt insbesondere für Köche, die seit dem 16. Lebensjahr als Angestellte in Spelunken malochen und sich aus Frust einen saufen.
                      Es gibt aber auch eine Anzahl Profis, die selbstständig sind und ihren Beruf lieben und bist 70 arbeiten. ‚Der geschätzte Kollege Witzigmann ist in die 70 und immer noch aktiv. Es geht also, wenn man will.
                      Und übrigens zur Sozialversicherung: auch selbstständige können freiwillig versichert sein. Man nennt das Solidarität. Wäre halt nicht übel, wenns keine Einbahnstraße wäre.

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                    • Margret sagt:

                      Nunja, vielleicht ist er freiwillig in der Gesetzlichen? Oder er will den entsprechenden Personen keine Sozialhilfe zukommen lassen (obwohl die nun unabhängig von Essmenge, Nikotin oder Alkohol ausgezahlt wird). Eventuell geht sein Gedankengang auch in die Richtung, dass die Kiritisierten arbeitsunfähig durch ungesundes Verhalten werden und er dann deren Sozialhilfe löhnen muss. Es bleibt sein Geheimnis.

                      Dass Chefkoch derart riskant ist, wusste ich zwar nicht. Aber ist interessant. Und damit würde seine Argumentation dann auch völlig absurd.

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                    • Cyrano sagt:

                      @ Margret & Co: Fun Fact: Noch vor „Obamacare“ kosteten allein die staatlichen Zuschüsse für Menschen, die sich keine private Krankenversicherung leisten konnten und aufgrund ihres Alters oder als Kriegsveteranen trotzdem berechtigt waren pro Person ebenso viel wie das gesamte deutsche staatliche Krankenversicherungssystem ebenfalls pro Person. Dazu kamen dann noch mal die ebenso hohen Kosten für Privatversicherungen. Diese Statistik sollte man in jeder Diskussion über „amerikanische Verhältnisse“, die ja implizieren, dass das amerikanische System effizienter aber sozial schädlicher sei, im Hinterkopf behalten. Die Wahrheit ist: es war deutlich ineffizienter und gleichzeitig sozial schädlicher. Leute, die meinen Menschenleben quantifizieren zu müssen schlägt man am besten indem man sie ihrer ökonomischen Vorteile überführt.

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                    • david sagt:

                      @Mika:
                      Es gibt auch übergewichtige Raucher, die mit 70 noch praktisch kaum Gesundheitskosten verursacht haben. Dir geht es ja nicht um die tatsächlich erkrankten, sondern um Risikogruppen, zu denen Übergewichtige und Raucher ohne Zweifel zählen. Und du als Chefkoch eben auch.
                      Was du sagst ist nicht ganz richtig. Das besonders hohe Risiko für Herzkreislauf-Erkrankung, Alkoholismus und Burnout hat eben gerade nicht der Spelunken-Koch, sondern eben gerade der Chefkoch mit 100-Stunden Woche, den Job lieben hilft da oft nur bedingt.
                      Ich hatte selbst schon zwei sehr ambitionierte Köche in therapeutischer Behandlung.
                      100-Stunden Woche ist mit einer gesunden Work-life-balance nicht zu verarbeiten, körperliche Schäden und dysfunktionales Stresscoping quasi vorprogrammiert über kurz oder lang.

                      Deswegen dürftest du auch horrende Prämien für eine BU-Versicherung zahlen, falls du denn eine hast. Statistisch verursachst du eben viel mehr Gesundheitskosten (bzw. wirst verursachen), als du an Beitragen zahlst.
                      Für jede Ausnahme lassen sich auch unter dicken Rauchen 10 Ausnahmen finden.
                      Da ist deine Argumentation wohl gänzlich in sich zusammengefallen.

                      Dass du bei deiner offenbarten Einstellung und deinem vorgeblichen Gehalt aus Gründen der Solidarität gesetzlich versichert bist, nimmt dir wohl kein Mensch mehr ab.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Und übrigens zur Sozialversicherung: auch selbstständige können freiwillig versichert sein. Man nennt das Solidarität. Wäre halt nicht übel, wenns keine Einbahnstraße wäre.“

                      Selbstverständlich dürfen sie. Machen tun sie es jedoch nur, wenn sie auch Vorteile davon haben. M. E. größere Rendite und Sicherheit als wie die Rentenversicherung gibt es kaum.
                      Die Beiträge für die Krankenversicherung sind überschaubar und steigen nicht ins unermeßliche. Wenn jemand ein Risiko-Patient ist kann es auch vorkommen, daß er bei der Privaten KV 100% Aufschlag auf die Beiträgehat. Dann ist die gesetzliche selbst beim Höchstsatz billiger.

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                    • Margret sagt:

                      @ Cyrano Danke für deinen Beitrag. Das wusste ich nicht. Ich ging tatsächlich davon aus, dass das US-System wenigstens finanziell etwas Sinn hat(te). Nun verstehe ich noch weniger, warum es solche Widerstände gegen Obama-Care gab und noch gibt.

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                  • Robin sagt:

                    Können sich Leute, die so viel Geld verdienen, dass sie 100.000 Steuern jährlich zahlen können, vielleicht aus dem Leben von Menschen raushalten, die nicht mal ein Zehntel so viel haben? Dieser blanke Neid von reichen Leuten gegenüber Armen ist doch echt zum Kotzen.

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                    • Mika sagt:

                      Robin, auch du solltest lesen lernen. Ich drücke ca. 100k an den Staat ab, das beinhaltet Sozialabgaben, Steuern, diverse Beiträge an staatliche Institutionen und sonstige Zwangsabgaben. Mir geht es dennoch gut, aber reich beginnt später. Und bei ca. 3000 Arbeitsstunden im Monat erlaube ich mir ein Mitspracherecht auch ohne deine Billigung.

                      Ich habe auch ausdrücklich geschrieben, das ich gerne für wirklich Bedürftige zahle.

                      Ich will aber, das selbstverschuldetes Verhalten, das zu Krankheiten führt, entsprechend nach dem Verursacherprinzip umgelegt wird.

                      Zum Thema Neid: den erkenne ich bei dir ganz deutlich.

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                    • Robin sagt:

                      Jajajaja, „reich“ beginnt für diejenigen am spätesten, die am meisten Geld haben. Die Platte kennt man schon.

                      Andererseits wusste ich nicht, dass du offensichtlich Erfinder einer Zeitmaschine bist – wie sonst könntest du 3000 Stunden im Monat malochen, obwohl der Monat doch nur ca. 720 Stunden hat? DAS gehört natürlich schon honoriert!

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                    • Mika sagt:

                      Ups, eine Null zuviel, nein, ich arbeite keine 3.000 Stunden im Monat. Es sind ca. 25 x 12 im Mittel, also 300 Stunden. Und ich gönne mir sogar 2 Wochen Urlaub im Jahr. Wahnsinn.

                      Und du bist doch neidisch – schwacher Charakter. Dein Problem.
                      Reichtum beginnt bei ca. 7000 netto im Monat und ca. 2 Mio Vermögen. Darunter ist man gut situiert, mehr nicht.

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                    • Robin sagt:

                      Deine Jammerei erinnert mich sehr an einen Artikel, der vor ein paar Wochen ziemlich oft geteilt worden ist. Vielleicht erkennst du dich ja wieder: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ab-wann-ist-man-reich-ein-spitzenverdiener-spricht-13360028.html

                      Ach, zu meiner „Charakterschwäche“: Als armer Mensch neidisch auf Reichtum zu sein, ist das eine. Als reicher Mensch aber neidisch auf das wenige zu sein, das armen Menschen zusteht, ist ekelhaft asozial.

                      Ich bin allerdings nicht neidisch. Mir wäre es völlig egal, wie viel du verdienst, selbst wenn du jeden Monat Millionen scheffeln würdest, aber diese bösartige Treterei nach unten ist einfach nur völlig unerträglich.

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                    • Margret sagt:

                      Mika, weißt du, das ist voll schlecht so viel zu arbeiten und kaum Urlaub zu machen. Ich weiß nicht, ob ich für einen daraus resultierenden selbstverschuldeten Kerzkasperl oder ein Burn Out dann mit aufkommen möchte. Ich hoffe, Du hast das deiner Kasse gemeldet, damit sie deine Beiträge erhöht.

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                    • Mika sagt:

                      Margret, du bist amüsant, aber für eine Diskussion dann doch nicht qualifiziert. Merkst du eigentlich noch, das du nur mit dir selbst schreibst?

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                    • Margret sagt:

                      Du bist ich? Echt?

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          • Frank sagt:

            PKV und Autoversicherung sind auch keine Sozialversicherungen. Vielleicht solltest du mal über den Begriff und seine Bedeutung nachdenken.
            Und wenn man tatsächlich mit dem Kausalitätsprinzip heran gehen will, wo fängt man an und wo hört es auf? Aufklärung kann nur das einzige Mittel gegen „riskantes Verhalten“ sein.

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            • Mika sagt:

              Der Unterschied ist mir bekannt.
              Wo fängt man an? Da, wo man messen und gewichten kann und wo der Einzelne sein Verhalten steuern kann.
              Wo hört man auf? Da, wo es keinen Sinn mehr macht und die Rechte des Einzelnen zu sehr eingeschränkt werden.
              In der RV geht es ja auch. Mehr Einkommen = mehr Rente, Länger arbeiten = mehr Rente. Ungerecht?
              Oder die AV, wer sich schädlich verhält, kriegt ne Sperre. Ungerecht?

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              • Frank sagt:

                Wenn jemand einfache Lösungen für komplizierte Probleme hat, ist Vorsicht angebracht. Gäbe es für bekannte Probleme tatsächlich einfache und gerechte Lösungen, wären sie schon umgesetzt. Außer, man geht davon aus, dass man von unfähigen Idioten umgeben ist. Dann ist man aber eher ein Fall für PEGIDA.
                Das Sozialsystem besteht eben nicht nur aus Versicherungen, sondern aus unzähligen Parametern, die nicht einzeln bewertbar sind, aber erheblich zur „Bilanz“ beitragen. Nehmen wir mal den Raucher als Beispiel:

                1) Man kann eben nicht feststellen, wann und wieviel er raucht, ohne seine Rechte massiv zu verletzen (z.B.: 24-stündige Überwachung). Man kann feststellen, _das_ er in einem bestimmten Zeitraum geraucht hat. Durch Haaranalyse z.B. Diese Analysen müssten regelmäßig gemacht werden. Mal überlegt, was eine Analyse kostet? Dazu der bürokratische Aufwand? Was ist mit Leuten, deren Haarlänge 2cm deutlich unterschreitet? Passivraucher…?

                2) Raucher zahlen neben der MwSt auch Tabaksteuer (zusammen mit Alkoholsteuer 17 Mrd. €/Jahr).

                3) Raucher sterben deutlich früher und „entlasten“ damit die RV. Den Punkt hatten wir irgendwo schon, ist aber wichtig, denn dadurch ergibt sich zusammen mit 2) ein deutlicher Gewinn in der „Sozialbilanz“.

                Wenn es sozial geächtete und in ihrer Wirkung bekannte Fehlverhalten gibt, die individuell feststellbar sind, werden die bereits berücksichtigt. Beispiele hast du selbst gebracht.

                Viele rufen nach mehr Kontrollen (z.B. bei Arbeitslosigkeit) sind aber in der Regel selbst die ersten die jammern, wenn sie betroffen sind. Es ist eben höchst unangenehm, wenn man unter Generalverdacht gestellt wird. Dann fallen Sätze wie: „Da zahlt man jahrelang in die Kassen ein, aber wehe man braucht mal was. Aber diese Faulenzer werden durchgefüttert!“
                Mir geht auch der Hut hoch wenn ich gesunde Menschen sehe, die arbeitslos sind und diese Tatsache schnell ändern könnten, es aber vorziehen, dem Staat auf der Tasche zu liegen. Die sind aber eher die Ausnahme und das muss ein System leider aushalten. Es wird in jeder Variante „Schmarotzer geben. Wir haben ein hochkomplexes Steuerrecht und betreiben viel Aufwand dieses durchzusetzen und trotzdem ist es fast ein Volkssport, eben dieses zu betrügen.

                Den Umstand, dass man als zahlendes Mitglied dieser Gesellschaft (in deinem Falle nicht unerheblich, aber auch nicht sonderlich viel) das Gefühl hat betrogen zu werden, ist wohl menschlich. Nach meiner Erfahrung ändert sich diese Sichtweise schlagartig, wenn man plötzlich zur „Nehmerseite“ gehört. Wenn beispielsweise die Krebsdiagnose kommt und man nicht wegen eines Individualvertrages die Leistungen einklagen muss, sondern ohne Wenn und Aber die fortschrittlichste medizinische Versorgung erhält. Denn für eines sind Versicherungen ja wohl bekannt und das ist die schlimmste Zahlungsmoral die es gibt, wenn der Gegner mehr oder weniger hilflos ist. Aber das ist ein anderer Punkt.

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                • Mika sagt:

                  Nach meiner Erfahrung sind einfache Lösungen die Besten, sie werden nur aufgrund der Klientelpolitik nicht umgesetzt. Du solltest dich auch nicht zu sehr auf Einzelbeispiele konzentrieren. Die Sache mit dem Rauchen ist einfach umsetzbar, man bewertet die Folgekosten und legt sie auf den Produktpreis um. Diese Umlage hat dann eben der KV zuzufließen und nicht dem Fiskus. Problem gelöst.
                  Übergewicht führt zu einer Rabattversagung in der KV, festzustellen durch den Versicherten, kein Problem. Alkohol kann auch analog dem Rauchen abgerechnet werden. Risikosportarten können mit Zuschlägen bewertet werden, auch kein Problem.
                  Und wenn du meine Beiträge liest, wirst du feststellen, das ich auf der Leistungsseite keine Einschränkungen befürworte. Ich fordere lediglich Risikobeiträge, die je nach Einkommen erhoben werden sollen. In der Praxis ergäbe das Beiträge zwischen 12 und 20 Prozent, statt heute einheitlich 15,5 Prozent.
                  Sollten wir uns aber eine Gesellschaft leisten wollen, die alles pampert, dann riskieren wir irgendwann exorbitante Lasten, die von den Leistungsträgern nicht mehr erbracht werden und dann stehen alle Empfänger mit leeren Händen da.
                  Wenn ein Arbeitnehmer einen Rentner, einen Beamten, einen HartzIV und einen Kranken finanzieren muss, dann legt er drauf. ‚Dann steuern wir Richtung Griechenland, nur das uns keiner retten kann. Und dann?

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                  • Frank sagt:

                    “ Die Sache mit dem Rauchen ist einfach umsetzbar, man bewertet die Folgekosten und legt sie auf den Produktpreis um. Diese Umlage hat dann eben der KV zuzufließen und nicht dem Fiskus. Problem gelöst.“

                    Eben nicht. Wie oft soll man es dir noch erklären? Raucher verursachen keine Kosten, sie erzielen einen Gewinn. Du kannst doch nicht immer nur eine Position in einer Rechnung betrachten. Genauso undiskutabel wie bei Trinkern und Übergewichtigen. Du haust „Lösungen“ raus, deren Tragweite du dir nicht im Geringsten bewusst bist und die keiner intensiveren Betrachtung standhalten würden. Mag sein, dass du in deinem Umfeld damit gut fährst, aber das war´s auch schon. Wenn jemand der Meinung ist, einfache Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu haben, wird es Zeit zu sagen:“ Seid zur Heiterkeit bereit.“

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                    • Margret sagt:

                      Der Witz ist: Sie erzielen den Gewinn sogar bei den Behandlungskosten. Ebenso wie Übergewichtige.

                      „Das Ergebnis: Die Raucher kamen den Staat am billigsten. Im Alter von 20 bis zu ihrem Tod verursachten sie durchschnittlich rund 220.000 Euro an Behandlungskosten. Die Übergewichtigen kosteten 250.000 Euro. Die gesunde, schlanke Gruppe war am teuersten: 281.000 Euro.“

                      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gesundheitskosten-schlanke-nichtraucher-kommen-den-staat-teurer-als-dicke-und-raucher-a-533257.html

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                    • Mika sagt:

                      Frank, ich bin kein Arzt, ich kann nur anhand von Beispielen Anregungen auf hoher Ebene geben. Wenn eine saubere Rechnung ergibt, das Raucher keine Kosten verursachen, dann ist das eben so. Ich bezweifle aber deine Aussage.

                      Meine Forderung lautet, bezogen auf die KV, gesundes Verhalten monetär zu belohnen. Die genaue Definition müssen Fachleute erarbeiten. Die von mir genannten Beispiele: Fressen, rauchen, saufen, Risikosport, sind Beispiele, mehr nicht. Trotzdem kannst du mir nicht erzählen, das diese Beispiele falsch sind.

                      Und was Rente und Pflege betrifft, das sind andere Themen, die man getrennt bewerten sollte. Es ist mir z.B auch nicht verständlich, warum Richter und Dachdecker das gleiche Ruhestandsalter haben, wo doch der Richter meines Wissens die höchste Lebenserwartung hat, der Dachdecker die geringste. Wäre es nicht fair, den Dachdecker mit 58 und den Richter mit 68 in den Ruhestand zu schicken? Nur mal so als Extrembeispiel.

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                    • Mika sagt:

                      Margret, das ist keine Studie, das ist eine Simulation. Aber egal, wenn die Risikofaktoren entgegen meiner Erwartung zu einer Kosteneinsparung führen sollten (was ich bezweifle), dann ist das eben so. Dann zahlen Dicke halt weniger, was solls.
                      Nach dieser Erkenntnis könnte man als Zyniker ja das HartzIV Problem mit fettem Essen, Alk und Tabak lösen. Womöglich sponsort die Krankenkasse ja McDoof und co. spart doch bares Geld.

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                    • Frank sagt:

                      @ Mika „Meine Forderung lautet, bezogen auf die KV, gesundes Verhalten monetär zu belohnen.“

                      Das klingt schon ganz anders, als ungesundes Verhalten zu sanktionieren und findet meine volle Zustimmung. Und nicht nur meine, denn es wird ja schon zaghaft umgesetzt. Diese Belohnung darf aber keine monetäre sein, zumindest nicht direkt. Zuschüsse zum Monatsbeitrag für das Fitnessstudio wären so etwas. Ich glaube, einige Kassen machen das sogar schon. Oder kostenlose Ernährungsberatung. Wird nur noch zu wenig genutzt. Man kann die Menschen eben nicht zu ihrem Glück zwingen.

                      „Wäre es nicht fair, den Dachdecker mit 58 und den Richter mit 68 in den Ruhestand zu schicken?“

                      Ja, vielleicht wäre es das. Aber wer soll das finanzieren? Und wenn ich mal vor einem Richter stehen sollte, dann möchte ich vor einem „guten“ stehen. Und nicht vor einem, der diesen Job nur deshalb bekommen hat, weil der „bessere“ sich in Erwartung der Nachteile dieses Berufes etwas anderes gesucht hat.

                      Man kann alles verkomplizieren oder total vereinfachen. Der Mittelweg ist wohl der richtige. Und ich bin Optimist, denn ich glaube, soweit sind wir nicht davon entfernt.🙂

                      In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes WE und bleibt friedlich😀

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                    • St. Elmo sagt:

                      Risikosport. cool dann müssten Hobbyfußballer einen höhere Abgabe zahlen…
                      finde ich OK wird aber in Deutschland nicht durchsetzbar sein.

                      Da wird es dann nur solche Sportarten treffen die gefährlich aussehen aber bei denen im Verhältnis weniger Verletzungen auftreten als bei Fußball

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                  • St. Elmo sagt:

                    Ich sollte immer erst alles lesen.

                    Ob ich „Gesundes“ Verhalten belohne oder „Ungesundes“ Verhalten bestrafe macht keinen Unterschied.

                    Eine Übergeordnete Institution gibt den Menschen ein Bild vor wie sie zu leben haben und wenn die Menschen sich nicht danach richten werden sie sanktioniert… das hat halt nichts mit Solidarität oder Demokratie zu tun sondern mit Totalitarismus und Diktatur.

                    Die Sozialversicherungen sind Pflichtversicherungen, man kann als abhängig Beschäftigter nicht einfach austreten.
                    Von daher müssen sich die Versicherungsbedingungen auch für alle gleich sein unabhängig von Ihrer Persönlichen ansehen, verhalten usw.

                    Wenn wir einmal damit anfangen Sonderzahlungen für „Gesundes/Ungesundes Verhalten“ einzuführen begeben wir uns auf den Weg der Entsolidarisierung der Sozialversicherungen.

                    Warum dann nicht gleich Gen-Analysen und die mit hohem Krebsrisiko zahlen mehr… ist doch egal ob der Krebs dann doch nicht ausbricht, es bestand ja immerhin die Chance das es passiert.
                    Ach und dann können wir auch gleich für Frauen einen Aufschlag einführen, wegen den möglichen Schwangerschaften.
                    Wenn die Frauen dann in die Wechseljahre kommen könnte man dann den Aufschlag wieder entfernen und vielleicht auch Frauen die keine Kinder bekommen haben eine Erstattung zahlen.

                    Wobei lustig wäre es ja wenn sich dann alles umdrehen würde
                    Die ganzen asketischen kinderlosen Spießbürger der Mittelschicht fangen wieder an Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten, rotes Fleisch etc. zu Konsumieren und viele Kinder in die Welt setzen um sich von der Unterschicht abzuheben die sich aus Kostengründen eine gesundheitsschädigendes Verhalten und Kinder nicht mehr leisten kann.

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                • Robin sagt:

                  Mich erinnert das grade so an eine Diskussion, die ich vor ein paar Tagen zum Mindestlohn hatte. Ich erfuhr erstmals, dass der in meinen Augen völlig normale Umstand, meine Arbeitsstunden zu notieren, eine unsägliche Überwachung darstellt. Ich habe nun schon öfter mitbekommen, dass die betroffenen Chefs den sterbenden Schwan markieren, weil der neue Papierkram ungefähr 2 Minuten Mehraufwand pro Tag bedeutet, aber DAS war mir neu.

                  Und es sind genau solche neoliberalen asozialen „Leistungsträger“, die andererseits eine umfassende Überwachung (Haaranalysen!! WTF!!!) in jedem anderen Sektor befürworten, der sie nicht betrifft, weil sie für das Solidarprinzip völlig ungeeignet sind. Sobald es aber dann darum geht, zahlen zu müssen, weil kein Mensch weniger als 8,50 verdient hat, mutiert man plötzlich zum Bürgerrechtler und prangert „Überwachungsmaßnahmen“ an, zu denen es keine Alternativen gibt und die schon seit Hunderten von Jahren so gehandhabt werden, ohne dass sich je einer beschwert hätte.

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                  • Mika sagt:

                    Hab ich was zu Mindestlohn geschrieben? Ich kann mich nicht erinnern.

                    Ich fordere aber gerne eine Mindestintelligenz und eine Mindestlesefähigkeit, den Beides ist hier kaum wahrnehmbar. Schade.

                    Hast du mal Lohnbuchhaltung gemacht? Oder eine SV-Prüfung? Nein? Dachte ich mir. Da kommt nach 10 Jahren ein Prüfer und wühlt in deinen alten Aufzeichnungen rum. Ein kleines Fehlerchen in der Aufzeichnung und es hagelt Nachzahlungen. Der Unterschied zwischen dir und den Leistungsträgern ist der, das du arbeitest, die Kohle nimmst, auf den Kapitalisten schimpfst und dann fertig bist. Der Kapitalist trägt das Risiko, bekommt keinen Mindestlohn und haftet 10 Jahre lang für deine Lohnnebenkosten, sofern auch nur ein kleiner Fehler in den Unterlagen nachweisbar ist. Aus deinen 2 Minütchen werden dann ganz schnell 20 Minuten Gesamtaufwand und bei 10 AN hast du als Arbeitgeber dann locker 1000 Mehrstunden im Jahr. Wahlweise Nachtarbeit, ne Halbtagsstelle, oder Honorar für den Steuerberater. Echt geil.

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                    • Robin sagt:

                      „Hab ich was zu Mindestlohn geschrieben?“

                      Habe ich dir geantwortet?

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                    • IULIUS sagt:

                      „Ich erfuhr erstmals, dass der in meinen Augen völlig normale Umstand, meine Arbeitsstunden zu notieren, eine unsägliche Überwachung darstellt.“

                      Das Lustige daran ist, daß diese Aufzeichnungen eh erfolgen. Nach welcher Methode will der AG sonst den Lohn/Gehalt berechnen und auszahlen?
                      Neu dürfte lediglich sein, daß die Daten der Behörde auf Aufforderung umgehend zur Verfügung gestellt werden müssen.

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                    • IULIUS sagt:

                      „Ein kleines Fehlerchen in der Aufzeichnung und es hagelt Nachzahlungen.“

                      Wenn ein Prüfer wegen einem kleinen „Fehlerchen“ Streß machen, hast Du den wahrscheinlich vorher geärgert.

                      Sicher haftest Du für Deine Berechnungen. Bei Bedarf kannst Du von den zuständigen Stellen auch Auskunft verlangen.
                      Ansonsten wird die Berechnung ja meistens mit Computer gemacht und wenn man da nicht ungewöhnlich kreative Vorstellungen bei der Berechnung hat, sollte da nicht wirklich was schiefgehen können.

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          • Genau genommen wird in der PKV ganz wertfrei das Risiko berechnet und dementsprechend der Beitrag festgelegt. Ob der Risikofaktor nun eine angeborene Behinderung, eine unheilbare Krankheit oder ein „selbstverschuldetes Problem“ mit Alkohol, Drogen oder Essen ist, interessiert dabei absolut niemanden.
            Auch werden sehr gerne bereits bestehende Erkrankungen komplett aus dem Versicherungsumfang herausgestrichen.

            PKV ist zwar eine tolle Sache, aber nur für Leute, die entweder gesund sind oder es zumindest zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses waren…

            (Und mal ganz davon abgesehen: Nicht jeder, der ungesund lebt, tut das komplett freiwillig, weils so viel Spaß macht, sondern es gibt auch durchaus (und nicht zu selten) Fälle, in denen diese gesundheitsschädigenden Verhaltensweisen nur Symptome einer tiefsitzenden, psychischen Krankheit sind.
            Dein Vorschlag, Menschen, die zu viel essen, zu bestrafen, läuft also zumindest in manchen Fällen darauf hinaus, dass du mehr oder weniger sagst: „Wer die Frechheit besitzt, an traumatischen Ereignissen kaputt zu gehen, soll gefälligst die Konsequenzen allein tragen und nicht diejenigen belasten, die das Glück hatten, von so etwas verschont geblieben zu sein…“)

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        • Das „fressen“ ist denke ich noch am einfachsten zu überprüfen. Rauchen fände ich schon schwieriger. Als Raucher muss ich mir schließlich nicht ausgerechnet in der Praxis eine anstecken und kann ja einfach behaupten, Nichtraucher zu sein. Bei Übergewicht ist es schon schwerer, das zu verbergen^^

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          • Mika sagt:

            Also, der BMI ist ja kein Problem und die Abbauprodukte von Nikotin kann man in den Haaren nachweisen. Alkohol an den Leberwerten. Risikosportarten kann man abfragen und wenn es zu einem Unfall kommt, hat man bei falschen Angaben eben ein Problem. Meine KFZ-Vers. macht das auch so. Nur ich darf fahren, nur 9000km im Jahr und nicht ins Ausland. Dafür gibts Rabatt und wenn ich lüge, ne Rechnung nach nem Unfall. Kein Problem für mich. Die BG geht auch so vor. Sichere Arbeitsplätze = weniger Beitrag. Warum nicht auch in der KK?

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            • OK, das mit dem Nikotin wusste ich nicht, aber dann wäre es ja tatsächlich möglich. Wobei dann wieder die Frage ist.. kriegen Raucher und Übergewichtige dann einen Rabatt in der Rentenkasse?^^

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              • Mika sagt:

                Bergleute bekamen früher diesen Rabatt, da ihre Lebenserwartung deutlich geringer war. Hatten wir also schon.

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                • Wobei dann zu Recht Proteste kämen, dass man Leute dazu animiert, ungesund zu leben, nur damit sie früher sterben. Das ist unmenschlich.

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                  • Mika sagt:

                    Und genau aus diesem Grund habe ich diese Forderung nicht erhoben. Man muss nicht alles kapitalisieren. Aber der totale Vollkasko-Staat ist auch ein Fehler. Was spricht gegen einen vernünftigen Mittelweg?

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            • Schlubschi sagt:

              Genau um warum zahlt man in der GKV nicht auch für den mitversicherten Ehepartner und die Kinder? 5 Köpfige Familie, Vater ist Maler und Lackierer und bezahlt sicher nicht den Höchstsatz, sind wahrscheinlich mit AG Beitrag um die 340€ im Monat, die Frau kommt zu uns zum putzen und zahlt, da auf auf 450€ Basis angestellt, keine KK Beiträge.

              Meine Frau und ich zahlen beide den Maximalbetrag, zusammen mit den AG Anteilen sind das rund 1350€ im Monat. Und wer wird wohl die Kasse mehr kosten?

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          • fink sagt:

            Die Frage, wie man ein solches System kontrollieren könnte, ist für mich ehrlich gesagt zweitrangig. Viel wichtiger finde ich die Frage, ob wir ernsthaft in einer Gesellschaft leben wollen, in der immer mehr Lebensaspekte einer finanziellen Bewertung und gleichzeitig einer entfesselten Desolidarisierung unterworfen werden.

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          • JM sagt:

            Aufgrund des hier herrschenden Tons fühle ich mich dazu veranlasst, mal einen allgemeinen Kommentar zu Diskussionsweisen einzuwerfen. Weil ich nicht weiß, wo ich das am besten hinpacken sollte und weil ich niemanden im Besonderen ansprechen will, schreibe ich das einfach mal als Antwort auf emns Kommentar irgendwo hier mitten im Getümmel… In der Hoffnung, dass es vielleicht ein paar Menschen lesen, darüber nachdenken und mir ggf. ihre Meinung dazu sagen.

            Ganz allgemein: Sofern man als Diskussionsteilnehmer die Absicht verfolgt, seine Meinung mit denen Anderer zu vergleichen, sich auszutauschen, seine Position und die Anderer zu überdenken und zu einem Ergebnis inhaltlicher Natur zu gelangen (damit meine ich: Ein Ergebnis den (ursprünglichen) Diskussionsinhalt, nicht z. B. die Mitdiskutierenden als Personen, betreffend), kurz gesagt: zu einem sachlichen Ergebnis zu kommen, liegt es wohl in den meisten Fällen im eigenen Interesse, sich um einen sachlichen Tonfall zu bemühen.

            Am geeignetsten scheinen mir dafür klar formulierte, sachliche und das Diskussionsthema betreffende Argumente. Je klarer und wertungsfreier man seine Aussagen formuliert, desto wahrscheinlicher werden sie in den meisten Fällen von den Mitdiskutierenden richtig verstanden und sachlich beantwortet werden.

            Wertungsfreiheit: Natürlich nehmen viele noch so sachliche Diskussionen ihren Ursprung eben gerade in Wertungen – nämlich in der unterschiedlichen Bewertung einer Sachlage, Aussage oder Ähnlichem durch verschiedene Instanzen. Dennoch kann man aber die eigentliche Argumentation, ist der Anstoß einmal gegeben und das Objekt der Uneinigkeit identifiziert, weitgehend bis ganz wertfrei halten. Bis man am Ende zu einem sachlichen Ergebnis gekommen ist, das es nun wieder in das jeweilig eigene Weltbild einzuordnen und zu bewerten gilt.
            Das Vermischen von Faktenaussagen (bzw. dem Anbringen von Annahmen, die man für ausreichend belegt hält), der Wertung dieser, der Interpretation dieser und der Wertung der Interpretation bzw. Schlussfolgerung derselben ist zwar durchaus möglich, führt jedoch leicht zu Unübersichtlichkeiten, Missverständnissen und logischen Fehlern.
            In Kommentardiskussionen mag es zwar sehr schwer sein, strukturiert vorzugehen, dennoch dürfte es sich jedoch lohnen, soweit möglich einzelne Argumentationsstränge klar voneinander abzugrenzen, genauso wie das Aufstellen und Diskutieren von Thesen und deren subjektive Wertung.

            Weiterhin äußerst hilfreich sind das Vermeiden personenbezogener Wertungen und, besonders im Zusammenhang damit, unnötiger bzw. unkonstruktiver Spekulationen.
            Das Bewerten der Mitdiskutierenden, besonders in einem anonymen Kontext, ist nicht nur unnötig für eine sachliche Urteilsfindung, es lenkt auch vom eigentlich Thema ab und kann Mitdiskutierende persönlich verletzen und zu unsachlichen Kommentaren verleiten. Für die logische Schlüssigkeit einer Argumentation oder die Richtigkeit einer These sind die persönlichen Merkmale und Lebensumstände einer Person immerhin völlig – und wirklich völlig – irrelavant. Sollte man sich doch einmal in der Situation finden, eine persönliche Eigenschaft des Gegenübers für relevant zu halten, sollte man schlicht danach fragen (oder, wenn möglich, zuverlässige Nachforschungen anstellen), nicht aber eine Eigenschaft einfach annehmen oder gar vorwerfen, vielleicht sogar Argumente darauf begründen oder damit entkräften, ohne die genauen Umstände überhaupt zu kennen. Das macht eine sachliche Auseinandersetzung mit den betreffenden Punkten vermutlich nahezu unmöglich bzw. stellt zumindest einen völlig unnötigen Bruch des sachlichen Tons dar.
            Auch Spekulationen das Thema betreffend sollten vermieden werden, wenn man zu einem eindeutigen Ergebnis kommen können will. Ist notwendiges Wissen unbekannt, kann man natürlich auf der Basis von Hypothesen argumentieren, muss dabei aber klar machen (und sich im Klaren sein), dass es sich um rein hypothetische Überlegungen handelt, um Missverständnisse und den Anschein der Willkür und Unsachlichkeit zu vermeiden.

            Auch wenn es mal zu Missverständnissen kommen sollte, ist die wohl zuverlässigste Methode, diese aus dem Weg zu räumen, das erneute, sachliche Erklären der eigenen Aussagen bzw. das sachliche Nachfragen/Bitten um Erklärung. Wiederum völlig unnötig und kontraproduktiv sind Vorwürfe an das/die Gegenüber. Sollte nach mehrmaliger Erklärung desselben Sachverhalts in unterschiedlichem Wortlaut, ggf. anhand von Beispielen oder dergleichen, immer noch keine Klarheit herrschen – oder wenigstens eine Ursache für das Unverständnis gefunden sein – ist es vermutlich empfehlenswert, zunächst eine andere Person zu bitten, denselben Sachverhalt aus ihrem Blickwinkel zu erörtern. Bringt auch das nichts oder ist keine dritte (verstehende) Person verfügbar, kann man entweder die Diskussion vorerst unterbrechen, oder sie unter denen fortsetzen, die sich gegenseitig verstehen.

            Im Falle, dass ein gewissen Grad an Unsachlichkeit oder Verwirrung sich nicht vermeiden lässt – ob aufgrund der beteiligten Personen, des Themas, der Diskussionsplattform etc. – gilt es, dennoch ein möglichst hohes Maß an Konstruktivität zu wahren, indem man seinen Diskussionspartnern den besten Willen unterstellt, selbst freundlich und sachlich zu bleiben versucht, bei Unklarheiten nachfragt anstatt vorzuwerfen o. Ä. und persönliche Angriffe vermeidet und ggf. nicht darauf eingeht.

            Soviel dazu, ich hoffe, man kann einigermaßen verstehen, worum es mir geht. Ich habe jetzt sicher nur einen kleinen Teil der für eine gelingende (im oben beschriebenen Sinne) Diskussion relevanten Faktoren angesprochen, aber für mehr bin ich jetzt zu müde.

            Viele Grüße

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  4. Heinz sagt:

    Linksi ist heute ja richtig nett🙂
    ^^

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  5. oxi39 sagt:

    Eigentlich will ich zu dem Thema gar nichts mehr sagen… aber: dick sein hat erst mal nichts mit Essen zu tun🙂

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  6. Irenicus sagt:

    Hmm mich würde mal interessieren wie du darauf kommst, dass Dicke die Krankenkasse weniger kosten, weil sie früher sterben. Kennst du da irgendeine Studie?

    Schließlich sind sie im Schnitt auch erheblich teurer, bei der gleichen Erkrankung (Beispiel: Krankenhausaufenthalte sind erheblich länger, wundheilung dauert länger etc.), und fallen damit nicht nur stärker zur Last, sondern bringen auch weniger Einnahmen, weil sie einfach länger krank sind (und dann kein Geld verdienen, sondern vond er Krankenkasse bekommen). Zusätzlich halt diverse „dicken-Krankheiten“ etc. Da würde mich eine echte Studie schon interessieren.

    Ich habe vor langer zeit mal eine Studie zu einem ähnlichen Thema (Sportler/Nich-Sportler) gelesen, die einfach nur statistisch nachgeschaut hat, welche Krankheiten Sportler und welche Nicht-Sportler betreffen (wie oft im Durchschnitt) und dann die durchschnittlichen Werte für die Ausgaben pro Krankheit benutzt hat. Und dann auf gleiche Werte kam, dabei aber völlig vernachlässig hat, dass die gleiche Krankheit bei Nichtsportlern, aber erheblich teurer ist, weil sie einfach viel länger zur Regeneration/reha brauchen.

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    • Ich sage nicht, dass sie die KRANKENkassen weniger belasten. Sie belasten die KK mehr, aber wenn sie 10 jahre früher sterben, belasten sie die RENTENkassen wesetlich weniger.

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      • Margret sagt:

        Nein, ich hab’s oben schon verlinkt, es gibt auch deutliche Hinweise darauf, dass sogar die Behandlungskosten niedriger sind. Der Grund: Alte Menschen verursachen oft erhebliche Kosten bei den KVen, das eben dann oft über Jahrzehnte.

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  7. Irenicus sagt:

    Nicht, wenn sie dafür 10 Jahre (reine Phantasiezahl) früher mit dem Arbeiten aufhören und deshalb weniger einzahlen.

    Abgesehen mal von Studien die besagen, dass attraktivere Menschen mehr Geld verdienen also auch mehr Geld einzahlen, als unattraktivere. Und Adipositas nicht gerade mit Attraktivität konform geht.

    Ich habe keine Ahnung wie sehr sich Dicksein tatsächlich statistisch auswirkt, dewegen meine Frage nach einer Studie😉

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    • Ich glaube, es ist schwierig, da etwas umfassendes, das ALLE faktoren einbezieht, zu finden. offenbar führt übergewicht auch zu kognitivem abbau, übergewichtige verdienen im schnitt weniger, sind häufiger krank, also ja, sie zahlen evtl. weniger ein. ich denke aber, das sollte wirklich nicht der punkt sein, weswegen man adipositas als problem sieht.

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      • Irenicus sagt:

        Natürlich sollte die allgemeine finanzielle Belastung kein Hauptargument gegen Fettleibigkeit sein. Aber dein comic stellt es so dar, als sei es gängiges Wissen, dass Dicke billiger für den Staat sind. Das wollte ich so nicht stehen lassen.

        Und es sind ja letzlich auch genau die Dinge, die so „teuer“ sind, die die Lebensqualität massiv einschränken. Wer will schon gerne länger und häufiger krank sein, kognitiv abbauen und Medikamente für chronische Krankheiten (Bluthochdruck, Diabetes typ 2, …) benutzen.

        Und für genau die angesprochenen Punkte gibt es ja jede Menge Studien, die da eine Korrelation nachweisen.

        aber ich denke dass auch jedem adipösen Menschen bewußt ist, dass er massiv Lebensqualität einbüßt. Es wird sich nur leider oftmals einfach schön geredet oder als „Jetzt ist es so, ich kann nichts mehr dagegen tun“ abgetan. Insofern kann vielleicht auch der finanzielle Fakt wachrütteln. Dick sein ist nämlich einfach kostspielig.

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        • Ich denke halt nicht, dass jemand, für den seine eigene Gesundheit unwichtig ist, dann plötzlich sagt „na wenn es um die kosten für die algemeiheit geht, nehe ich mal besser ab“… das argument zieht einfach nicht:/

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          • Robin sagt:

            Das kann man halt irgendwie auf alles übertragen. Mich hat mal einer total dumm angemacht wegen meines Piercings – was jetzt keine unbekannte Reaktion war. Neu war nur, dass er auf genau dieser Kostenschiene fuhr. Piercings würden sich ja so oft entzünden und dann müsste ER für die Behandlungskosten aufkommen.
            Und was machte er so in seiner Freizeit? Motorrad fahren. Case closed.

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            • St. Elmo sagt:

              Genau das ist doch das Problem.

              Dein Piercing muss sich nicht entzünden

              Und er muss keinen Motorradunfall haben.

              Ich finde diese Verhaltenssteuerung schrecklich.
              Da sie uns schleichend die Entscheidungsfreiheit nimmt und uns letztendlich
              dazu zwingt unser Individualität aufzugeben.

              Man wird durch kleine Schubser genötigt sich Schritt für Schritt einem Menschen und Verhaltensbild anzupassen, das von irgendwelchen Personen in irgendwelchen Ministerien vorgegeben wird.
              Weil diese Personen glauben, dass alle anderen Menschen zu Blöd sind, um die richtige Entscheidung zu Treffen und deswegen meinen das recht zu Haben, diese Herde von Schafen äh… die Bürger zur (angeblich) richtigen Entscheidung zu schubsen.

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    • Schlubschi sagt:

      An der Stelle möchte ich mal erwähnen, dass jeder nur maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze bezahlt. Ob man also 4125€ oder mehr im Monat verdient, macht keinen Unterschied, es wird der gleiche Betrag an die KK abgeführt.

      Im übrigen würde ich in der PKV mit Zuschlag für das Übergewicht (120kg bei 180cm) doch nochmal deutlich weniger bezahlen als in der GKV. Selbst mein Kollege mit mitte 40, Übergewicht und Raucher, bezahlt etwas weniger in der PKV als den Maximalbetrag in der GKV, hat aber viel bessere Leistungen.

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  8. Mika sagt:

    David:

    du kennst also 2 Köche. Ich kenne mindestens 200. Die Kollegen aus dem gehobenen Segment sind definitiv gesünder als die Spelunken-Köche.

    Köche sind in der BU in Risikoklasse 4, wie viele andere Handwerker auch. Piloten und Künstler z.B. sind in Klasse 6. Du argumentierst also ohne Sachkenntnis. Sehr schwach. Man kann Köche aber auch in Klasse 3 bekommen, wenn man gewisse Vorgaben erfüllt, nämlich sichere Arbeitsplätze.

    Und du kannst offenbar auch nicht lesen. Den Unterschied zwischen Abgaben und Einkommenssteuer hast du nicht verstanden. Und zu meinem Einkommen kannst du keine Aussage treffen, ohne meine BAB zu kennen. Man merkt, das du kein Unternehmer bist. Und wie du darauf kommst, das Selbständige nicht freiwillig versichert sein können, ist mir ein Rätsel.

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    • Mika sagt:

      Ergänzung.

      Du behauptest, Chefköche hätten eine Lebenserwartung von 55 Jahren. Es sind 56. Die Zahl stammt vom Kollegen Rach und wurde in einem Interview in der Taz genannt. Natürlich ist diese Zahl Unfug, weil laut BGN 68% der Köche mit 65 in Rente gehen. 32% gehen in Frührente. Rechne selber. Darf man hier Dummschwätzer schreiben? Oder wäre Dampfplauderer angebrachter? Sesselpupser fällt mir noch ein, oder Lügner?

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      • IULIUS sagt:

        Was BGN heißt habe ich eine Ahnung. Denke nur 95% der anderen Leser nicht.

        Wenn 68% in Altersrente gehen und 32% in Frührente habe ich 100% Köche die in Rente gehen.
        Nach meiner Einschätzung geht es bei den 100% nur um diejenigen, die überhaupt in Rente gehen. Die Zahlen machen keine Aussage darüber, wieviele den Beruf gewechselt haben, oder gar vor erhalt der Rente verstorben sind. Bei einer Lebenserwartung von 55 oder auch 56 Jahren dürfte der Teil immens hoch sein. Damit düften locker mehr als 50% aller Köche, die das Rentenalter nicht erreichen möglich.

        Denke, Du verrennst Dich gerade in etwas. Persönliche Probleme? Erzähl, bleibt unter uns.🙂

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        • Mika sagt:

          BGN Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Ich kann auf die interne Statistik zugreifen. Die Todesraten bei Köchen sind in den Rundungen enthalten. Die Zahlen beziehen sich auf alle Köche und werden auf ein Jahr bezogen. Die normale Sterberate um 60 betragt etwa 0,8. Somit ist die Statistik plausibel. Köche haben also kein abweichendes Sterbeverhalten im Bereich 55 – 65 Jahre. Aussteiger sind nicht erfasst. Die Lebensversicherer erheben für Köche keine Zuschläge. Also ist die Statistik wohl seriös.
          Trotzdem saufen viele Kollegen.

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    • IULIUS sagt:

      BAB?

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      • Mika sagt:

        BetriebsAbrechnungsBogen

        Ein Sammelblatt für die wichtigsten Geschäftszahlen auch BWA genannt

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        • IULIUS sagt:

          Der BAB hat so weit ich mich erinnern kann (primär) nichts mit dem Gewinn zu tun.

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          • Mika sagt:

            Du meinst den Industrie BAB, der ist ein Verteiler.

            Gastro rechnet etwas einfacher, du kannst aus dem BAB den Gewinn ablesen. Der Rohertrag ist dabei eine Kostenstelle, an die von anderen Kostenstellen verteilt wird.

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    • david sagt:

      @Mika: mach mal halblang, denk an deinen Blutdruck!😉

      Ich habe nicht gesagt, ich kenne nur 2 Köche, sondern ich habe 2 behandelt. Ich habe sogar einen Sternekoch aus Barcelona im Freundeskreis (von dem stammt auch die Zahl 55) und habe so als Externer einen kleinen Einblick in die Branche bekommen, dieser ist verheerend.
      Aus deinen Zahlen lässt sich die Lebenserwartung definitiv nicht zusammenbasteln (da fehlen ja Aussteiger, außerdem beinhaltet sie wohl alle Köche, nicht nur Chefköche), im Internet finden sich verschiedene, aber keine belastbaren Zahlen.
      Dass Chefköche aus dem gehobenen Segment gesünder sein sollen als der Durchschnittskoch ist wohl offensichtlich großer Quatsch. Die Lebenserwartung wird bekanntlich hauptsächlich durch den Stress gedrückt und der ist bei 100-Stunden-Jobs zweifellos am höchsten, zumal, das brauch ich dir wohl nicht zu sagen, Verantwortung und Druck in Top-Küchen nahezu unmenschlich sind. Nicht wenige dieser Koche haben übrigens nicht nur ein Trinkproblem, sondern auch ein Aggressionsproblem, das nur am Rande.

      Dass Köche zu den Hochrisikogruppen der von mir aufgezählten Krankheiten (HKS, Alkohol, Stress) gehören, weiß ich außerdem aus Fortbildungen über Burnout und Stressbewältigungsseminaren. Dort wird der Sternekoch sehr gerne als Anschauungsbeispiel gewählt, es ist fast schon ein Klischee. Die Quelle zu den gezeigten Statistiken kann ich dir nicht mehr nennen, ich verwehre mich aber dagegen, von einem Dampfplauderer wie dir als selbiger bezeichnet zu werden.

      Die Risikoklasse von Berufen variiert erstmal je nach BU, abgesehen davon spart sich die BU ja eine ganze Menge, falls das mit der Lebenserwartung stimmt (kommt mir auch ein wenig arg niedrig vor). Selbst wenn Piloten und Künstler noch drüber liegen, Risikogruppe 4 ist eben schon ein hohes BU-Risiko, somit sind von dir, noch dazu als „Overworker“ statistisch hohe Gesundheitskosten zu erwarten.

      Du brauchst mir ansonsten keinen Vortrag über Selbstständigkeit halten, nur weil dir deine Argumentation auf die Füße gefallen ist. Hat mit meinem Posting rein gar nichts zu tun.
      Aus deinen Kommentaren ging doch bereits hervor, dass du – aus Gründen der Solidarität – gesetzlich versichert seist.
      Wenn du dich schon so aufplustert, lies wenigstens richtig. Ich sagte nicht, dass dies nicht sein könne. Ich sagte, dass dir dies anhand deiner Äußerungen (auch wenn du ja inzwischen weit zurückgerudert bist und nur noch das vorschlägst, was bereits Praxis der GKVs ist) niemand mehr abnimmt.

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      • Mika sagt:

        Halten wir fest, du hast die Zahl 55 für Chefköche genannt, nicht ich. Ich wollte die Zahl verifizieren, was mir nicht gelingt. Du bist trotzdem in der Beweispflicht. Du warst doch mal an einer Uni? Ich übrigens auch und ich erinnere mich an saubere Quellenangaben und so……ein angeblicher Bekannter in Spanien ist keine Quelle.

        Du warst nie in einer Küche? Klar gibt es dort Stress, an einigen Tagen im Monat, das ist normal und man lernt den Umgang damit. Es gibt auch krankhaft ehrgeizige Küchenpsychos, aber die können ihre Brigade meist nicht lange halten und verschwinden schnell wieder vom Markt.

        Komisch, ich war als Betriebsrat für Arbeitsschutz auf vielen Seminaren, auch zum Thema Stress und Burnout. Köche als Beispiel kamen da nie vor. Schwindelst du etwa?

        Aber egal, ich vertrete immer noch die These, das krankmachendes Verhalten die Versicherungskosten beeinflussen sollte. Sei es durch Rabatte, oder durch Zuschläge, das ist Feintuning. Bis zum Nachweis des Gegenteils vermute ich sehr stark, das fressen, rauchen und saufen die größten selbst verschuldeten Krankmacher sind. Sollten es andere Faktoren sein, lasse ich mich gerne überzeugen.

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        • david sagt:

          Du bist trotzdem in der Beweispflicht.

          Nein, bin ich nicht. Wir sind hier ja eben gerade nicht an der Uni und ich habe dies auch nicht als unumstößlichen Fakt behauptet, den ich unbedingt aufrecht erhalten müsste. Da es dein Beruf ist, lasse ich mich da grundsätzlich gerne von dir korrigieren, mein Fachgebiet sind lediglich psychische Erkrankungen, keine soziologischen Daten. Da wir aber beide keine qualitativ hochwertigen Quellen haben, sehe ich für mich persönlich zumindest genug Hinweise dafür, dass die Lebenserwartung von Chefköchen weit unterdurchschnittlich ist. Es steht dir frei, was anderes zu glauben.

          Komisch, ich war als Betriebsrat für Arbeitsschutz auf vielen Seminaren, auch zum Thema Stress und Burnout. Köche als Beispiel kamen da nie vor. Schwindelst du etwa?

          Nun, das darf nun jeder selbst überlegen ob es für ihn glaubwürdig ist, dass du als Chefkoch viele Burnout-Seminare besucht hast in denen es nie um Chefkochs ging.
          Falls dem so wäre, ist es zumindest begrüßenswert, dass offensichtlich Arbeitsschutz inzwischen auch zunehmend psychosoziale Risiken berücksichtigt. Das würde ich in Deutschland und gerade diesem Gewerbe nun so gar nicht erwarten.

          Ich gehe dennoch davon aus, da etwas besser im Bilde zu sein.

          Der größte Krankmacher und Lebensverkürzer ist in der Tat: Stress!
          Dich davon mit einschlägiger Literatur zu überzeugen, überzeugt mich aber wiederum nicht so als Wochenend-Programm.
          Du kannst also gerne deine kümmerlichen paar Stunden Freizeit, die dir dein 100-Stunden-Job lässt, mit dem (ebenfalls ungesunden) Fluchen gegen vermeintlich noch ungesünder lebende Menschen verbringen.

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  9. St. Elmo sagt:

    Böse 🙂

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  10. Ikna sagt:

    Das will ich sehen wie jemand einer Person die ne Glatze hat (egal ob nun rasiert oder durch Haarausfall) beweisen will dass sie raucht 😀

    Und Leberwerte müssen bei weitem nicht mit dem Alkoholkonsum korrelieren – Wikipedia weiß da was:
    „Ursache für einen Anstieg der Leberwerte können eine Vielzahl von Medikamenten, Erkrankungen (bakteriell, parasitär, viral), toxische Schädigung (Alkohol, andere Drogen, Gifte aller Art) oder eine fettlastige Ernährung über einen längeren Zeitraum sein. Auch eine Verengung der Gallenwege durch Gallensteine, Gallengries oder eine PSC und ein dadurch verursachter Rückstau der Galle (Cholestase) kann zu erhöhten Leberwerten führen.“
    Übrigens kann auch eine Eiweißmangelernährung zu einer Fettleber führen. Oder Diabetis mellitus.

    Ich fänd das schon sehr zynisch jemandem weil er unerkannterweise durch Gifte in der Umgebung (z.B. Arbeitsplatz, Wohnung) geschädigt wird einen höheren Krankenkassensatz aufzudrücken.

    Auch ich nehme Medikamente die sehr wohl die Leberwerte erhöhen können – und die deshalb überwacht werden müssen. Wie rechnen wir dann aus den Werten raus wieviel Alkohol ich zu mir nehme (ob ist garkeine Frage, außer man macht einen großen Bogen um Obst und Obstsäfte.. Und Mundspülungen mit Ethanol)?

    Übrigens ist so ne Schwangerschaft auch verdammt teuer.. sollten da Frauen nicht generell mehr bezahlen?

    Übergewicht, Rauchen und auch Alkoholismus sind allesamt Faktoren die AUCH durch die Genetik beeinflusst werden. Rauchen aufzugeben fällt mit einer bestimmten Genvariante anscheinend schwerer als wenn man diese nicht hat. Für Süchte allgemein sind insbesondere auch verschiedene Psychische Erkrankungen ein Risikofaktor. Grundumsatz, Muskelaufbau, Verdauung undsoweiter hängen wiederum teilweise an den Genen, eventuell ist sogar eine unerkannte Schilddrüsenunterfunktion oder ähnliches dabei.

    Aber bestrafen wir erstmal die unerkannt Kranken, sie sind ja selber schuld oder so😀

    Übrigens ist dein Vitamin D Spiegel bei dieser Arbeitsbelastung bestimmt nicht im Normalbereich, Mika. Ich würde dir empfehlen zu supplementieren, wenn du nicht extraviel zahlen möchtest🙂

    Die Beitragsbemessungsgrenze abzuschaffen ist viel sinnvoller als so einen Mumpitz zu versuchen, der nur die Mehreinnamen durch die ganzen notwendigen überprüfungen wiederauffrisst.

    Das ganze mit dem „Gesünderen Lebensstil supporten“ ist übrigens auch schon als Patient sehr witzig – Fitnessstudiobesuch bekommt nix an zuschüssen, Ernährungsberatung – wie wäre es denn mit in 6 Monaten in Stadt-nur-mit-Auto erreichbar? Wir übernehmen natürlich nur 30% der Kosten..
    Nein, mehr gibt es auch nicht. Außer halt so sauteure Rückenkurse wo wir auch einen Furz übernehmen und sie mindestens 10 Stunden im Vorraus bezahlen müssen.

    Da kannst du wollen was du willst – das Angebot ist lausig hier.

    LG

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    • Mika sagt:

      Okay, ich verstehe.

      Alles bleibt so und wir ändern nix.

      Der KK Beitrag wird auf 30% steigen, die RV auch, die PflegeV geht gegen 5%. Irgendwann haben wir dann Lohnnebenkosten von 70%. Bei 50% +- kollabiert das System und keiner bekommt mehr was. Geile Vorstellung.

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      • IULIUS sagt:

        „Irgendwann haben wir dann Lohnnebenkosten von 70%. Bei 50% +- “

        Da haben wir es doch.😀

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      • St. Elmo sagt:

        Es gibt keine Lohnnebenkosten und auch keine Lohnzusatzkosten.

        Lohnkosten sind Lohnkosten.

        Es macht für deine Lohnkosten keine Unterschied ob du wie in Deutschland die Einkommenssteuer und Sozialabgaben direkt an die Zuständigen stellen überweist oder ob du sie dem Arbeitnehmer ausbezahlst und der die dann selbst Überweist. (wie z.b. in den USA)

        Deine Kosten sind Identisch.

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      • Ikna sagt:

        Die Krankenkasse MACHEN doch Gewinne. Warum sollen also die Beiträge steigen?

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  11. Ich find das super von Linksi:
    Rechtsi ist es gelungen, eine blöde Aussage mit ganz simpler Logik zu kontern, ohne dabei unfreundlich zu werden und zur Belohnung gibt’s einen Schokoriegel…
    Davon ausgehend, dass Linksi das immer so macht, wird dessen Umfeld also darauf konditioniert, vernünftig zu argumentieren und auf diese Weise trägt Linksi auf ganz liebe, validierende Weise dazu bei, dass die Welt ein besserer Ort wird.
    ->
    Ich wünschte, mehr Menschen wären wie Linksi!!

    @EMN: Finde es total toll, dass du zur Abwechslung mal nicht nur schlechte Verhaltensweisen karrikierst, sondern auch mal zeigst, wie es anders sein kann. Bitte mehr davon!🙂

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    • Margret sagt:

      @ Malvar infected Ich muss kurz nachfragen: Ist dein Beitrag ironisch gemeint? Denn vielmehr ist es doch so, dass Rechtsi Linksi den Schokoriegel anbietet, nachdem Linksi zuvor auf die niedrigere Lebenserwartung von Übergewichtigen und die damit einhergehende Entlastung der Kassen hingewiesen hat, sowie auf die niedrigere Lebensqualität. Insofern eine „böse Aktion“ von Linksi.

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  12. Quineloe sagt:

    Renten „kosten“ eigentlich nichts, da Renten praktisch vollständig sofort in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen. Wisst ihr, was wirklich teuer ist? Zinsen. Die fließen auf Konten der Reichen, und liegen dann dort und machen noch mehr Zinsen. Dafür brauchen wir Wirtschaftswachstum, damit wir mehr Geld erwirtschaften können, das diese weiteren Zinsen bezahlt.

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