Wer „A“ sagt.

Veröffentlicht: Februar 23, 2015 in Comics
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Kommentare
  1. Tante Jay sagt:

    Liegt das Thema grad in der Luft? Grad ne Diskussion auf FB gehabt. Jemand meinte, „das nächstemal wird sie hoffentlich nicht nur fast vergewaltigt, damit sie lernt, die Idioten auch anzuzeigen“.

    In den Kommentaren des Weiteren:
    „Wer würde so ein fettes Schwein denn vergewaltigen?“
    „Die ist zu hässlich, um vergewaltigt zu werden“
    „Kein Mann mit einigermaßen Selbstachtung, würde sich an den Schwein vergreifen“

    Ich hab gedacht, mein Schwein pfeift.

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    • Tristan Rosenkranz sagt:

      Ziemlich daneben. Es gibt genug Falschbeschuldigungen, als dass es so eindimensional wäre.

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      • Ich wusste schon im Voraus, dass wenn ich eine blöde Argumentation zu Vergewaltigung bringe, jemand angeschwurbelt kommt mit „Ja aber Falschbeschuldigung!!!einself!!“

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        • Tristan Rosenkranz sagt:

          Gähn…

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          • Weisst du, grade wenns um Männerrechte geht, sollte man sich über ein Statement wie das linke aufregen. Es sagt nichts anderes, als dass frau bei jedem Mann davon ausgehen sollte, es handle sich um einen Vergewaltiger. Wie männerfeinlich ist das denn bitte? Und grade deshalb passt der Vergleich, denn man muss auch nicht in jeder Diskussion so agieren, als sei das Gegenüber ein cholerischer Gewalttäter, der sich nicht unter Kontrolle hat. Das würde nämlich bedeuten, man könne gar nicht mehr mit anderen Menschen normal diskutieren und man hätte ein extrem schlechtes Menschenbild. Das dürfte jeder soweit verstehen, aber dennoch ist es offenbar OK zu vermuten, jeder Mann ist ein Vergewaltiger, obwohl die Rate an Vergewaltigern und Cholerikern vermutlich etwa gleich hoch sein dürfte.

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            • nomadenseele sagt:

              Es sagt nichts anderes, als dass frau bei jedem Mann davon ausgehen sollte, es handle sich um einen Vergewaltiger.

              – Genau wegen dieser Prämisse tragen viele Muslimas ein Kopftuch: Der Mann kann sich nicht beherrschen, also darf ich ihn nicht reizen. Das vermeidlich frauenfeindliche Symbol ist daher eher männerfeindlich.

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            • DMJ sagt:

              Vollste Zustimmung, mit dem Thema Falschbeschuldigung hat das hier alles nichts zu tun, insofern ist auch jeder Hinweis darauf sinnlos.
              Linksi wird nicht verboten, daran zu zweifeln, dass vergewaltigt wurde. Er glaubt ja selbst an die Tat, er sieht sie nur als verdient bzw. nicht „ausreichend abgewehrt“ an. Und das ist schlicht eine Arschlochhaltung, die der Comic zurecht als absurd darstellt. – Es wäre vielleicht sinnvoll, einen Comic zu lesen, statt nur aufgrund eines Stichwortes ein Gegenstichwort zu bringen.

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            • Henning Veitgen sagt:

              Aber warum wärmst Du dann klischeehaft die Zuweisung auf, dass, wer eine Vergewaltigung hinterfragt, dies mit der Vermutung begründete, „sie hätte ihn ja schließlich nach Hause eingeladen“ und mancher Mann würde das als Beischlafgelegenheit missverstehen?!

              Und warum sollte gerade ein möglicher Choleriker ruhig bleiben, wenn er geohrfeigt wird? Warum, nächstes Klischee, denken so viele Frauen, sie hätten das Recht Männer zu ohrfeigen, was selbstverständlich nur ein Stoppzeichen, aber keine Gewalt wäre?

              In den USA, besonders in der weißen Mittelschicht (wasp), heißt es: Ob es ein bezaubernder Abend war oder eine Vergewaltigung, hängt oft auch davon ab, ob die Eltern noch wach sind, wenn die Tochter viel zu spät nach Hause kommt.

              In Deinen Witzbildchen ist doch konnotiert, dass man den Vergewaltigungsvorwurf immer ernst nehmen muss; es völlig undenkbar ist, dass das angebliche Opfer lügt oder falschbeschuldigt. Wenn man sich, anscheinend oft unbewusst wie auch unkritisch, einem Vorwurf nähert, ohne die Hinterfragung als wesentliches Mittel der Justiz zu betrachten, ist doch die Unschuldsvermutung schon vor der Untersuchung abgeschafft. Ist das Deine Aussage? Wer zweifelt und hinterfragt, bekommt eine in die Fresse, weil die Partei und die Frau immer Recht haben?

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        • Kenshin sagt:

          Auf der einen Seite stimmt das mit den falschen Beschuldigungen scheinbar, auf der anderen Seite bedeutet das aber nicht, das automatisch jede Beschuldigungen falsch ist… Das wäre zu einfach gedacht.

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      • david sagt:

        @tristan: wie kommst du denn jetzt aufs Thema falschbeschuldigung? DAS ist daneben.

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      • tom174 sagt:

        Was hat das auch nur ansatzweise mit dem Comic zu tun? Bei einer versuchten Vergewaltigung ist die Anzeige genau das Richtige. Der Comic beschreibt ziemlich genau das, was leider oft zu Unrecht Victim Blaming genannt wird.
        Genausofalsch wie jeder Beschuldigung unbedingt zu glauben ist es übrigens, keiner Beschuldigung zu glauben.

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      • chrischm sagt:

        Man könnte genauso gut einem Opfer einer Falschbeschuldigung sagen, dass es sich eben nicht mit fremden Frauen einlassen soll. Ist doch schließlich bekannt, dass viele einem was anhängen soll. Der wäre ja genauso schuld daran, dass er jetzt zum Opfer geworden ist. Ist nach dieser fatalen Logik doch absolut plausibel.

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        • uepsilonniks sagt:

          Man könnte genauso gut einem Opfer einer Falschbeschuldigung sagen, dass es sich eben nicht mit fremden Frauen einlassen soll.

          Genau das hat mir mal eine Feministin gesagt als es um mangelhafte Strafbarkeit von Falschbeschuldigung ging: Man solle sich einfach von den „falschen“ Frauen fernhalten. Als ich daraufhin erwiderte, man könne doch die Strafbarkeit von Vergewaltigung abschaffen und den Frauen raten, sie sollen sich halt von den „bösen“ Männern fernhalten, wurde diese Antwort aber nicht freigeschaltet (sueddeutsche.de).

          Zum Thema: Wenn mich eine Frau Abends noch reinbittet, z.B. auf „einen Absacker“, dann kann das Sex bedeuten, muss es aber nicht. Es ist vollkommen daneben, einem Vergewaltigungsopfer vorzuwerfen, dass sie ja freiwillig mitgekommen sei; dasselbe gilt für die Kleider, kein noch so kurzer Rock ist ein Grund, übergriffig zu werden.

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          • IULIUS sagt:

            Es gibt ja nicht nur Falschbeschuldigungen, die zu einer falschen Verurteilung führen kann.
            Es besteht auch die Möglichkeit, von Irrtümern und Mißverständnissen.
            Hier müßte man auf das Opfer sehen, was interpretiert es als versuchte Vergewaltigung undauf den (vermeintlichen?) Täter, was hat er aus welchem Grund getan.
            Versuchte Vergewaltigung heißt immerhin, daß er abgebrochen hat. Möglicherweise hat er sich im Irrtum befunden und hat nach Erkennen diesem abgebrochen.

            Das erkennt man aus dem Comic nicht. Alles was über diese (vermeintliche?) Vergewaltigung gesprochen wird ist reine Spekulation.
            Denke aber, dies ist irrelevant, denn es geht hier darum, wie Menschen bei diesem Thema diskutieren.

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            • Robin sagt:

              Wenn ich mich nicht irre (ich habe darüber mal für nen Artikel recherchiert), dann existiert der Tatbestand der „versuchten Vergewaltigung“ überhaupt nicht. Aber es kann dennoch, je nachdem, was passiert ist, (sexuelle) Nötigung und Körperverletzung sein, falls es zu einem Kampf kam.

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              • tom174 sagt:

                Es gibt strafrechtlich keinen Unterschied mehr, zwischen vergewaltigung und sexueller nötigung.
                Allerdings gilt bei jedem Verbrechen der §23:
                § 23
                Strafbarkeit des Versuchs

                (1) Der Versuch eines Verbrechens ist stets strafbar, der Versuch eines Vergehens nur dann, wenn das Gesetz es ausdrücklich bestimmt.

                (2) Der Versuch kann milder bestraft werden als die vollendete Tat (§ 49 Abs. 1).
                http://dejure.org/gesetze/StGB/23.html

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                • Robin sagt:

                  Das ist etwas unpräzise: Vergewaltigung ist juristisch nur eine Form, praktisch ein „Unterpunkt“ des Tatbestands der sexuellen Nötigung in einem besonders schwerem Fall (= erzwungener Beischlaf). Dennoch ist das nicht identisch. Sprich, jede Vergewaltigung ist eine sexuelle Nötigung, aber nicht jede sexuelle Nötigung eine Vergewaltigung. Neu ist nur, dass beides in einem Paragraphen zusammen gefasst wird.

                  Damit baut das aufeinander auf, weshalb der Versuch der Vergewaltigung schlicht als sexuelle Nötigung angesehen wird. Der Versuch ist, wie in deinem Zitat steht, nur strafbar bei Verbrechen, jedoch ist sexuelle Nötigung in minderschweren Fällen lediglich ein Vergehen.

                  Ich hab die Seiten aus dem Kommentar zum StGB noch irgendwo rumfliegen… wenn ich die finde, kann ich es mit Sicherheit sagen.

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                  • IULIUS sagt:

                    § 12 – Verbrechen und Vergehen.

                    (1) Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.

                    (2) Vergehen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit einer geringeren Freiheitsstrafe oder die mit Geldstrafe bedroht sind.

                    (3) Schärfungen oder Milderungen, die nach den Vorschriften des Allgemeinen Teils oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind, bleiben für die Einteilung außer Betracht.

                    D. H. für die Definition ob es sich um ein Verbrechen oder Vergehen handelt ist ausschließlich die Strafzumessung nach Abs. 1 im §177 abhängig.
                    Dementsprechend ist sexuelle Nötigung immer ein Verbrechen.

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                    • IULIUS sagt:

                      Wikipedia ist nicht immer stimmig. Und an dieser Stelle definitiv falsch.
                      Lies noch einmal genau den §12 Abs. 3 StGB.

                      Das liegt vermutlich u. a. daran, ein Polizist darf be einem Verbrechen von seiner Schußwaffe gebrauch machen, bei einem Vergehen, außer bei Notwehr etc. – nicht.
                      Das würde darauf hinauslaufen, daß der Polizist entscheiden müßte, ob dieses spezielle Verbrechen nicht evt. ein Vergehen wäre. Zum einen steht die Strafzumessung ausschließlich dem Gericht zu, zum anderen müßte ein Polizist erst umfangreiche Tatermittlungen durchführen. Incl. Opfer und Täterbefragung, ob er nun von der Schußwaffe gebrauch machen dürfe oder nicht.
                      Aus dem Grunde wurde eine Umqalifizierung innerhalb eines einzelnen §§ des StGB ausgeschlossen. Als Maßstab gilt immer die Hauptstrafe.

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    • Naja, der letzte Satz geht ja immerhin tendenziell in die richtige Richtung: Kein Mann mit Selbstachtung würde sich – an irgendwem – vergreifen.

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    • Kenshin sagt:

      Diesen Quatsch hört man doch immer bei solchen Sachen. Fehlt nur noch, dass jemand behauptet der Typ oder die Frau wäre zu hübsch um jemanden vergewaltigen zu müssen.

      Das Problem ist meiner Meinung nach, dass bei Täter wie Opfer rationale Gründe keine große Rolle mehr spielen. Das muss man als außenstehender erst mal begreifen. Der vergewaltiger handelt aus trieb und dem ist es meist egal, wie der andere aussieht. Und das Opfer ist erst mal fertig mit der Welt und macht sich oft auch noch selbst verantwortlich.

      Das läuft alles nicht so, wie man sich das als unbetroffener oft vorstellt.

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      • david sagt:

        Also gerade weil er aus trieb handelt ist es dem Täter wohl absolut nicht egal, wie das Opfer aussieht. Es sind schon in der Regel attraktive Frauen, die so jemand sich aussucht. Wenn man aber von „date rapes“ oder beziehungstaten ausgeht, kann es schon mal jede treffen, die dates hat. Außerdem gibt es auch ab und zu völlig wahllose Opfer bzw. Täter mit absonderlichen Präferenzen, neulich gab es doch nen Fall mit 20jährigem Täter und 80jahrigem Opfer.

        Aber ein Spruch wie „die ist zu hässlich um vergewaltigt zu werden“ ist natürlich sowieso unter aller sau.

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        • Mika sagt:

          Mit Trieb ist der Sexualtrieb gemeint?

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          • Kenshin sagt:

            Ja. Und ich kann da nicht aus eigner Erfahrung sprechen, aber ich denke mal, wenn jemand Sex will und entsprechend zugeballert ist, knallt der doch auch die absonderlichsten Frauen. Zumindest als Mann. Ich habe in meiner Stammkneipe schon die absonderlichsten Frauen mit besoffenen Typen rummachen und nach Hause gehen gesehen.

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            • Mika sagt:

              Also wenn ich zugeballert war, war mir nie nach Sex. Aber egal, wenn zwei Besoffene in die Kiste springen, dann ist das möglicherweise mieser Sex, aber keine Vergewaltigung.

              Und meine Frage richtet sich an David.

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            • david sagt:

              Ich denke nicht, dass Vergewaltiger typischerweise so zugeballert sind, dass sie nicht mal mehr erkennen können, ob sie sich gerade eine hübsche Frau krallen oder einen Typen.
              Selbst wenn Alkohol im Spiel ist, setzt er vielleicht die Hemmschwelle herab, aber nicht jedes ästhetische Empfinden. Dass jede Frau gleichermaßen Opfer wird völlig unabhängig von ihrer Erscheinung, ist ein feministischer Vergewaltigungsmythos.

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              • david sagt:

                Ein anderer: Vergewaltigung hat nichts mit Sextrieb zu, nur mit Macht.

                ja natürlich @mika

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                • Mika sagt:

                  Nach meinem Kenntnisstand agieren Vergewaltiger nicht aufgrund des Sexualtriebs sondern aus einem Machttrieb heraus. Ziel ist nicht Befriedigung (sexuelle) sondern Macht und Kontrolle über das Opfer. Auftreten und Aussehen des Opfers bewegen sich dabei offenbar eher im unscheinbaren Bereich. Die selbstsichere Sexbombe hat wohl das geringste Risiko, so habe ich das verstanden. Ohne Anspruch auf Richtigkeit.

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                  • david sagt:

                    nun, da hast du zuviel Alice Schwarzer gelesen. Ich diskutier so nen Schmarrn nicht mehr.

                    Deswegen sind übrigens auch chemische Kastraktionen so ineffektiv. Natürlich ist es primär der Sextrieb. Von Macht allein bekommt auch niemand eine Errektion.

                    Sexbombe hat wohl das geringste Risiko

                    Wo haste denn das her???

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                    • Mika sagt:

                      Sexueller Mißbrauch vor Gericht: Band 1: Beobachtung und Analyse
                      von Sabine Kirchhoff

                      Ich war mal mit einer Psychologin zusammen. Schwerpunkt Sexualstraftäter. Ich habe immer mal wieder in den Gutachten gelesen. Die Frauen (Opfer), hätte ich zu 100% nicht angefasst.
                      So abwegig ist meine Aussage nicht…..

                      Du bist noch in Ausbildung?

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                    • david sagt:

                      Ich war mal mit einer Psychologin zusammen.

                      Na dann weißt du ja Bescheid.

                      Es gibt da übrigens durchaus einige, die den radikalfeministischen Quatsch nachplappern.

                      Vergewaltigung habe nichts mit Sex zu tun, das zeigt so eine absurde Unkenntnis menschlichen Verhaltens, darauf kann man eigentlich nicht weiter eingehen.

                      Und ja, die meisten Vergewaltigungsopfer (gibt ja nicht wenige, die auch öffentlich bekant sind) entsprechen in der Tendenz dem Schönheitsideal.

                      Es gibt auch Untersuchungen dazu, dass ein nicht geringer Prozentsatz der Männer in die Versuchung einer Vergewaltigung käme, wenn er keine Konsequenzen zu fürchten hätte.
                      Es ist kein vollkommen menschenfernes Verhalten, sich etwas begehrenswertes mit Gewalt zu holen. Sondern eine Extremform auf einem Kontinuum, zu dem Verhalten kommt es dann jedoch nur, wenn alle hemmenden Mechanismen (z.B. weit herabgesetzte Empathie, daher erfüllen laut einer Untersuchung des FBI 50% aller Vergewaltiger die Kriterien der Psychopathie) aussetzen.

                      Triebtäter, deren Sextrieb pharmakologisch unterdrückt wird, berichten auch, keine diesbezüglichen Gedanken mehr zu haben. Es ist hocheffektiv. Ginge es nur um Macht, wäre das wohl nutzlos.

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                    • Mika sagt:

                      Also 50% Psychopathen -könnte passen.

                      Dann wären da noch die Antisozialen, oder?

                      Und wie hoch ist die Anzahl der Triebtäter – die es ja auch gibt.

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                    • david sagt:

                      Ich habe immer mal wieder in den Gutachten gelesen. Die Frauen (Opfer), hätte ich zu 100% nicht angefasst.

                      Abgesehen davon dass ich dir nicht glaube, dass du mit einer Psychologin zusammen warst, die gleichzeitig Expertin für das Thema sein soll und gleichzeitig einen solchen Schmarrn behauptet, wäre das ein schwerer datenschutzrechtlicher Verstoß, dich Gutachten lesen und an den Bildern ergötzen zu lassen. Wobei man in psychologischen Gutachten auch keine Bilder vom Opfer findet, das ist also schonmal gelogen.

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                    • david sagt:

                      Also 50% Psychopathen -könnte passen.

                      Dann wären da noch die Antisozialen, oder?

                      Naja, die Diagnose Psychopathie gibt es aus diversen Gründen in DSM und ICD nicht, die Veranlagung aber durchaus. Daher laufen die bei uns unter Antisozialer bzw. Dissozialer Persönlichkeit, was ätiologisch eigentlich durchaus ein Unterschied ist, den man aber sowieso kaum rausbekommt.

                      Und wie hoch ist die Anzahl der Triebtäter – die es ja auch gibt.

                      Ähm, diese Täter heißen schlicht und ergreifend alle Triebtäter. Aus gutem Grund.

                      Vergewaltigungen aus dem primären Motiv der Erniedrigung mögen vorkommen, z.B. auch im Gefängnis unter Gefangenen. Aber auch das lässt sich nicht isoliert vom Sextrieb betrachten. Immerhin braucht es auch dazu eine Errektion.

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                    • Mika sagt:

                      Es war ein Verstoß, und nun?

                      Und übrigens, das lesen war kein Vergnügen……

                      Meine Vorlieben entsprechen nicht deiner dreckigen Fantasie.

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                    • david sagt:

                      Naja, du hast hier eine geschmacklose Aussage gebracht wie „Ich habe immer mal wieder in den Gutachten gelesen. Die Frauen (Opfer), hätte ich zu 100% nicht angefasst.“.

                      Das ist ja wohl das Letzte. Aber zum Glück gelogen, da die Gutachten keine Bilder vom Opfer oder Angaben über ihr Aussehen enthalten haben können und du außerdem dann keine radikalfeministischen Mythen hier ausbreiten würdest.

                      Vergewaltiger schnappen sich nicht einfach wahllos eine Frau, die sie sexuell nicht begehrenswert finden. Wenn es um Macht ginge, würden sie nicht Frauen, sondern Männer vergewaltigen. Da würde dann intrasexuelle Konkurrenz Vorrang haben. Oder meinst du, sie nehmen hübsche Frauen nur, weil die Männer sich zu gut wehren können?

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                    • Mika sagt:

                      Du spekulierst ganz ordentlich. Die Akten enthielten Bilder, ob die jetzt im Gutachten waren, ist mir nicht erinnerlich. Und es waren keine angenehmen Bilder, jedenfalls nicht für mich. Ich steh da nicht drauf.

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                    • david sagt:

                      Ich sage übrigens nicht, dass das Erleben von Macht keine Rolle spielt.

                      „Macht“ ist allerdings ein soziologischer und gerade kein psychologischer Begriff, sondern bei uns eher ein emergentes Phänomen, das sich aus primären Grundbedürfnissen wie sozialer Anerkennung, Selbstwert, Vorherseh- und Kontrollierbarkeit der Umgebung sowie eben Sextrieb ergibt (dazu gerne Grawe, Caspar, Maslow oder Sachse lesen)

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                    • david sagt:

                      Du spekulierst ganz ordentlich. Die Akten enthielten Bilder, ob die jetzt im Gutachten waren, ist mir nicht erinnerlich. Und es waren keine angenehmen Bilder, jedenfalls nicht für mich. Ich steh da nicht drauf.

                      Du willst uns also ernsthaft erzählen, dass du aus den zahllosen Gutachten, die deine angebliche Ex-Freundin, die ausschließlich mit Vergewaltigungsfällen zu tun hatte (es gibt längst nicht bei allen Fällen psychologische Gutachten und so viele Fälle sind das auch in D gar nicht) bei sich zuhause zu deiner Verfügung rumliegen ließ (solche Akten bekommt keine Psychologin mit nach Hause) einen repräsentativen Eindruck nicht nur über angebliche Bilder der Genitalien (die Bilder spielen übrigens weder für die psychologische Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Zeugin noch der Persönlichkeit des Täters eine Rolle und sind demnach auch kein Bestandteil), sondern auch über die Attraktivität der Opfer bekommen konntest.
                      Und daraus können wir jetzt schließen, dass die Opfer meist so unattraktiv sind, dass du sie nicht mit der Kneifzange anfassen würdest, aber eben Vergewaltiger schon. Weil es denen ja halt nur um Macht geht, nicht um ihren Sextrieb. Überzeugende Argumentation

                      Hallelujah.

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                    • Mika sagt:

                      Lies mal weiter oben, ich argumentiere nicht, da ich kein Experte bin. Mir wurde eine bestimmte Sicht vermittelt, die richtig oder falsch sein kann. Ich kann das nicht beurteilen.
                      Du dagegen spekulierst wild drauflos und argumentierst gegen meine Person, die du nicht kennst. Du hast ein Problem, das wird nicht nur hier deutlich.

                      ‚Hol die Supervision, du brauchst das echt.

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                    • david sagt:

                      Es gibt übrigens in ganz Deutschland höchstens eine Handvoll renommierte Leute, die für Gutachten in Vergewaltigungsfällen herangezogen werden. Die meisten davon sind Psychiater und keine Psychologen, die meisten dieser Gutachter außerdem Männer. Und nicht gerade 30-jährige.

                      War deine Ex denn Professorin in der Forensik? Wie alt?

                      Diese Sachverständigen haben dann auch nicht ein Gutachten am anderen, sondern machen das ab und zu mal nebenbei, es gibt da nämlich nicht Unmengen, die man dann auch noch zuhause rumliegen hat. Mit Fotos (die sind wenn dann beim Gerichtsmediziner und zeigen das Gesicht höchstens, wenn es Verletzungen hat)

                      Selten war eine Lüge wohl offensichtlicher.

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                    • Mika sagt:

                      “ Und nicht gerade 30-jährige.“

                      Habe ich mein Alter, oder das der Ex erwähnt?

                      „War deine Ex denn Professorin in der Forensik?“

                      Habe ich geschrieben, sie wäre Professorin?

                      Du spekulierst zuviel.

                      Ich habe auch nicht geschrieben, das es um Glaubwürdigkeitsgutachten ging.

                      Und wenn Akten nicht auf dem privaten Notebook sein dürfen, dann können sie das auch nicht sein?

                      Nimm doch die Fakten. Jemand vom Fach hat mir vermittelt, das es nicht um den Sexualtrieb geht. Vergewaltigung ist ein Machtfrage, das war die Aussage einer Fachperson.

                      Ich beurteile das nicht, ich gebe es nur zu bedenken.

                      Wenn du eine bessere Sicht der Dinge hast, dann lege das dar.

                      Und lies genauer, das hilft.

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                    • Mika sagt:

                      Zur Verdeutlichung:

                      Das schrieb ich:

                      “ Auftreten und Aussehen des Opfers bewegen sich dabei offenbar eher im unscheinbaren Bereich. Die selbstsichere Sexbombe hat wohl das geringste Risiko, so habe ich das verstanden. Ohne Anspruch auf Richtigkeit.“

                      Das ist keine Behauptung, das ist eine zu überprüfende Aussage.

                      Es steht dir frei, die Aussage zu präzisieren, oder zu falsifizieren.

                      Nochmals: ich habe zu dem Thema keine eigene fundierte Meinung, ich habe nur gesammelte Aussagen Dritter, die ich selbst nicht beurteilen kann.

                      Lies genauer, das hilft dir auch im Job

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Ich habe begründet, warum dein Argument an der Stelle mehr als nur unglaubwürdig ist. Dabei können wir es belassen.

                      Nimm doch die Fakten.

                      Unplausible Behauptungen sind keine Fakten.

                      Vergewaltigung ist ein Machtfrage, das war die Aussage einer Fachperson.

                      Ich beurteile das nicht, ich gebe es nur zu bedenken.

                      Soweit okay. Es gibt womöglich durchaus eine Minderheit auch an Psycholginnen, die Vergewaltigung auf Macht reduzieren und damit an den Feminismus der 70er anknüpfen.
                      Es würde mich aber sehr überraschen, wenn ein wirklicher Experte eine solch krude Ansicht verbreitet. Noch mehr überraschen würde es mich, wenn er dafür irgendwelche Belege hätte, insofern man „Macht“ überhaupt als psychologisches Motiv fassbar machen kann.

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                  • uepsilonniks sagt:

                    Nach meinem Kenntnisstand agieren Vergewaltiger nicht aufgrund des Sexualtriebs sondern aus einem Machttrieb heraus. Ziel ist nicht Befriedigung (sexuelle) sondern Macht und Kontrolle über das Opfer.

                    Kenn‘ ich, diese These steht aber im Widerspruch zu einem anderen feministischen Vergewaltigungsmythos: Nämlich dass Vergewaltiger ganz durchschnittlich seien und nicht etwa gestört.
                    Wer aber so eine unerotische, gewaltvolle Handlung nötig hat, um ein krankes Machtbedürfnis zu befriedigen, dann ist das eben: krank.

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                    • Mika sagt:

                      Wenn es eine Krankheit ist, dann gibt es keine Schuld. Das ist mir zu einfach.

                      Wenn es ein Trieb ist, dann gibt es auch keine Schuld, denn für einen Trieb kann man nix.

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                    • uepsilonniks sagt:

                      Wie siehst Du das denn: Das der Vergewaltiger der ganz normale, durchschnittlich Mann ist, so dass man im Slogan „Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger“ das „potentiell“ gleich weglassen kann?

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                    • Mika sagt:

                      Warum unterstellst du mir eine Aussage, die ich nicht getroffen habe?

                      Gefällt mir

                    • uepsilonniks sagt:

                      Ich habe eine Frage gestellt. Ich wiederhole sie gerne: wenn Vergewaltiger nicht „krank“ sind, was sind sie dann für dich? Durchschnitt?

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                    • Mika sagt:

                      Eine Frage, die mit einer Unterstellung kombiniert ist, ist keine Frage.

                      Gefällt mir

                    • uepsilonniks sagt:

                      Jetzt beantworten Sie doch einfach die Frage nach der Natur der Vergewaltiger.

                      Gefällt mir

                    • david sagt:

                      Wenn es ein Trieb ist, dann gibt es auch keine Schuld, denn für einen Trieb kann man nix.

                      Blödsinn. Jedes Verhalten ist durch tiefsitzende Instinkte teildeterminiert.
                      Das schließt unser Konzept von Schuld überhaupt nicht aus. Jedem Menschen ist zuzumuten, seinen Trieb zu kontrollieren. Manche können das dennoch nicht, nicht wenige davon sind tatsächlich schwer Persönlichkeitsgestört, möglicherweise haben sie sogar ein angeborenes Empathiedefizit.
                      Solange keine starke Intelligenzminderung, Psychose oder schizoaffektive/bipolare Störung vorliegt und ursächlich für die Tat ist, scheidet Schuldunfähigkeit schonmal aus.

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                  • Mika sagt:

                    Okay David, sehr überzeugend. Du sagst, die von mir zitierte Aussage sei Quatsch. Dann ist das halt so. Ich suche immer noch ein einziges Argument von dir, finde leider keins.

                    Zur Erinnerung: ich habe kein Argument gebracht, da ich keins habe. Ich stelle lediglich unbewiesene Aussagen zur Diskussion.

                    Eine Meinungsbildung ist aufgrund deiner Ausbrüche leider nicht möglich. Schade

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                    • Adrian sagt:

                      Soweit ich weiß, gibt es eine negative Korrelation von Vergewaltigung und Verfügbarkeit von Pornografie. Das würde stark für ein Sexmotiv sprechen.

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                    • Robin sagt:

                      Das kann man ja wohl so auch nicht sagen. Die Verfügbarkeit von Pornographie ist in Ländern ohne restriktive Sexualmoral gegeben. Restriktive Sexualmoral ist meist an hohe Religiosität geknüpft. Stark religiöse Länder/Kulturen sind wiederum sehr konservativ, bedeutet: patriarchal, womit dann eine Abwertung des weiblichen Bevölkerungsteils einher geht. Und sowas begünstigt Vergewaltigungen (nicht nur von erwachsenen Frauen), weil es totgeschwiegen wird, Victim Blaming betrieben wird etc.pp.
                      Man könnte sagen, dass das Verbot von Pornographie ein Merkmal solcher Gesellschaften ist, aber ob durch den Konsum von Pornographie die Vergewaltigungsrate sinkt, ist damit noch lange nicht bewiesen.

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                    • Adrian sagt:

                      @ Robin
                      Arne Hoffmann hatte in „Sind Frauen bessere Menschen“ eine ganze Reihe Studien aufgeführt, die eine solche Korrrelation nahelegen.
                      Pornografie wird tlws. übrigens auch bei der Behandlung von Sexualstraftätern eingesetzt.

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                    • david sagt:

                      Ich kenne die Studien nicht, aber bin da wie Robin auch etwas skeptisch, was den Kausalzusammenhang zwischen Pornographie (i. S. einer „Katharsis“) und Vergewaltigungen angeht.
                      Sie hat Recht, dass da eine große Menge kultureller Variablen einen Scheinzusammenhang moderieren könnten.
                      Allerdings halte ich ihr postuliertes Kausalmodell Religiösität->Patriarchat->Abwertung von Frauen->Vergewaltigungen für eher noch fragwürdiger, zumal „Totschweigen“ und eine angeblich erhöhte Anzahl von Vergewaltigungen ja schonmal in ein methodisches Paradox führt.

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  2. Also wer mich besucht, kommt besser ohne Portmonee und wenn der dann den Raub anzeigt, ist der auch selbst schuld? … Denn mein wahrer Name ist Räuber Hotzenplotz und da weiß man doch … 🙂

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  3. Kai V sagt:

    „Da weiss man doch dass es Männer gibt, die das missverstehen…“

    http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/neues-opfer-dieters-sexsuechtige-weggesperrt-mm-2297275.html

    Natürlich ist die Frau keine Vergewaltigerin, sondern eine arme Nymphomanin… Im Gegensatz zum bösen Vergewaltiger DSK, der nun garnicht nymphoman ist, sondern ein pöser Triebtäter…

    Naja, ist auch egal, denn anstatt in der Psychatrie starb die Frau dann fröhlich vögelnd im eigenen Bett…
    http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/sex-sklave-dieter-seine-nymphomanin-mm-2647682.html

    Es ging ja um Vorurteile und das nicht ernst nehmen im Comic. Das macht bei weiblichen Vergewaltigungen heute kein Staatsanwalt und kein Polizist mehr…

    Gruss
    Kai

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    • Klar gibt es noch Vergewaltigungsopfer (beiden Geschlechts) die nicht ernst genommen werden. Bei Männern sind halt die Vorurteile ganz anders und es heißt dann eher „Ach, wie geil, das sollte mir mal passieren, höhö“ oder „Na komm, wenns dir nicht gefallen hätte, hättest du sicher keinen hoch gekriegt, oder?“ – auch dazu gibt es ein Comic, btw. – ich müsste nochmal nachschauen, ob darunter dann kommentiert wurde über weibliches Leid.

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      • Heinz sagt:

        „Klar gibt es noch Vergewaltigungsopfer (beiden Geschlechts) die nicht ernst genommen werden.“
        Ja, nur dass Männer selbst bei guter Beweislage grundsätzlich nicht ernst genommen werden und das gibt es bei Frauen nicht annähernd in dem Umfang.
        http://injusticestories.com/yes-im-a-guy-yes-i-was-raped/

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        • Robin sagt:

          Nicht, dass ich behaupten will, dass Männer nicht Opfer von Frauen sein können und dann leider nicht ernst genommen werden, aber diese Seite ist ziemlich sicher ein Fake.

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      • Kai V sagt:

        Erzählmirnix,
        mir ging es nicht um männliche Opfer, sondern darum dass das personifizierte schlechte Gewissen, dargestellt durch die rechte Figur dieses nicht neutralisiert hat… Es ist halt das ewige wiederholen von Vorurteilen ala ewiger Triebtäter sind Männer, ebenso wie häuslicher Gewalttäter etc. etc. etc.

        Hängt evtl. auch mit posttraumatischer Verbitterung zusammen…

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        • Ich verstehe grade ganz ehrlich nicht, worauf du eigentlich hinaus wllst und ich habe den Eindruck, dass du nicht den eigentlichen Sinn des Comics betrachtest sondern eine weit darüber hinausgehende Interpretation deinerseits, die durch das Stichwort „Vergewaltigung“ ausgelöst wird.

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          • Kai V sagt:

            Es gibt halt Männer die das ausnutzen… Eben nicht, es gibt Menschen die eine Situation ausnutzen. Aber egal, die Allerweltsaussage die man überall hört, auch noch mit den gleichen stereotypen stört mich anscheinend, sonst haben Deine Comics wesentlich mehr Tiefgang… Also, vergiss es einfach…😉

            Beim nächsten Comic bin ich wieder am schmunzeln…

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  4. Mika sagt:

    Interessant, Linksi geht also von der Schuld aus, da er die angebliche Tat rechtfertigt. Ist ne klare Vorverurteilung.

    Dann kommt so ein Heini und führt die klassische Falschbeschuldigung an, auch ne Vorverurteilung.

    Ich sage: Ermittlungen und Prozess abwarten und dann erst beurteilen.

    Wirklich aufgeklärt wird so ein Schlamassel eh nie. Der/die bessere Lügner(in) gewinnt meistens. Ich möchte da kein Richter sein.

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    • kinchkun sagt:

      Man kann sich auch abseits des juristischen Prozederes eine private Meinung bilden.

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      • Mika sagt:

        Genau das ist das Problem. Meinung kommt von meinen und ist beliebig. Betreffend Straftaten sind mir Fakten lieber. Ich erinnere an Kachelmann, was gab es da für krude Meinungen? Und letztlich interessierte sich keiner für die Fakten. Ich bin der Meinung, das ich keine Ahnung habe, was zwischen zwei Menschen hinter geschlossener Türe vorgefallen ist. Wenn es keine Beweise in eine Richtung gibt, dann bleibt es eben offen und ich spare mir meine Meinung.

        Ich mein ja nur….

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        • kinchkun sagt:

          Ich finde nicht, dass das ein Problem per se ist. Das hängt stark davon ab, in welchem Kontext man zum vermeintlichen Täter oder vermeintlichen Opfer steht. Angenommen du hast eine Freundin oder Tochter, die angibt vergewaltigt worden zu sein. Wie reagierst du dann? Sagst du: „Ja, Schatz, mal gucken was der Prozess so ergibt? Bis dahin bin ich dazu neutral“.

          Jemanden zu glauben (oder nicht zu glauben) zu dem man ein engeres Verhältnis hat, ist völlig legitim.

          Im Comic weiß man wenig, wie die beiden zum vermeintlichen Täter oder Opfer stehen, aber sie scheinen mit der Frau relativ gut bekannt zu sein. Ferner stellt niemand in Frage, dass es zur versuchten Vergewaltigung kam; vielleicht gibt es hinreichend gute Fakten, die das Geschehen erklären. Man weiß es nicht (muss man auch nicht wissen, für die Aussage im Comic).

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          • Mika sagt:

            Alles Spekulation. Das steht nicht im Comic.

            Als nicht Betroffener spekuliere ich nicht Punkt Als Mitbetroffener bilde ich mir eine Meinung, aber das ist privat.

            Und aus diesem Grund richten bei uns unabhängige Gerichte und nicht die Verwandschaft.

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  5. david sagt:

    Verdammt nochmal, es ist wohl echt nicht mehr möglich Vergewaltigungen zu thematisieren, ohne dass jemand „angeblich“, „Falschbeschuldigung“ oder „Männer sind auch betroffen!“ ruft.

    Jungs, euer Stichwort kommt dann, wenn es einen konkreten Beschuldigten gibt, der die Tat abstreitet, und die Beweisführung noch nicht abgeschlossen ist. DANN kann man anfangen, sich überhaupt mit der Möglichkeit einer Falschbeschuldigung zu beschäftigen.

    Ansonsten ist es völlig unangemessen, dieses buzzword reflexhaft in die Runde zu schmeißen.

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    • uepsilonniks sagt:

      Verdammt nochmal, es ist wohl echt nicht mehr möglich Vergewaltigungen zu thematisieren, ohne dass jemand “angeblich”, “Falschbeschuldigung” oder “Männer sind auch betroffen!” ruft.

      Du meintest natürlich: Vergewaltigung von Frauen zu thematisieren…

      Das ist die alte feministische Klage, dass man nicht vernünftig diskutieren könnte, ohne das irgendjemand daherkäme und „What about the menz?“ klagen würde.

      Hierzu ein Beispiel: Nehmen wir an, eine Terrorgruppe ermordet Jungen und entführt Mädchen. Erst bei letzterem aber geht ein Aufschrei um den Globus, wohingegen zu den Ermordeten kaum ein Medium berichtet. Wäre da die Frage nach: „What about the menz?“ nicht berechtigt, ja die notwendige Folge eines Femosexismus?

      Vergewaltigung von Männern ist in Deutschland erst seit den späteren 90ern strafbar, kulturell aber immer noch defakto straffrei, weil männliche Vergewaltigungsopfer von Frauen nicht ernst genommen werden, ja Witzfiguren sind. Zu Unrecht. Insofern ist es nachvollziehbar, wenn „Querschläger“ auf Männer zu sprechen kommen.

      Dasselbe gilt für Falschbeschuldigung; bei jeder Beschuldigung wegen Vergewaltigung ist zu bedenken, dass es sich um eine falsche handeln könnte – deswegen ist der Einwand berechtigt.

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      • david sagt:

        deswegen ist der Einwand berechtigt.

        Nein, das denke ich nicht. Erst, wenn wir einen konkreten, nicht-geständigen Beschuldigten haben. Um einen solchen ging es hier gar nicht.
        Und männliche Opfer zu erwähnen gehört sich nicht, so lange überhaupt keine Geschlechterperspektive eingebracht wurde. Das Opfer im Comic ist halt ne Frau, aber keiner hat irgendwie generalisiert auf Frauen oder Männer, also was hat das dann verloren?

        Wenn jemand erzählt, dass bei ihm eingebrochen wurde, ist ja deine erste Reaktion auch nicht „bestimmt Versicherungsbetrug“. Dazu braucht es erstmal Anhaltspunkte und jemanden, der geschädigt wird durch den Vorwurf.

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        • uepsilonniks sagt:

          Und männliche Opfer zu erwähnen gehört sich nicht, so lange überhaupt keine Geschlechterperspektive eingebracht wurde.

          Die Geschlechterperspektive wird automatisch eingeführt, wenn ich mich allein auf weibliche Opfer und männliche Täter konzentriere. Und gerade bei Vergewaltigung (als auch bei häusliche Gewalt, oder sexueller Missbrauch und andere Themen) ist es wichtig, dass diese Geschlechterstereotype aufgebrochen werden.

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          • Wenn ich mich einer spezifischen Aussage widme, dann macht es keinen Sinn, bzw. würde nicht funktionieren, wenn ich dabei stereotype aufbreche. es ist einfach nicht realistisch, dass in dieser konstellation zwei leute darüber reden, dass der peter vergewaltigt wurde, weil er selbst schuld war, wenn er zu der katrin nach hause geht. Eine Vergewaltigung von Frau zu Mann funktioniert selten über reine körperliche überwältigung, und das ist kein klischee sondern biologische realität, weil frauen im schnitt wesentlich weniger stark sind.

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            • uepsilonniks sagt:

              Dein Eingeständnis, dass die Story mit vertauschten Geschlechtern nicht funktionieren würde, nehme ich als Bestätigung meiner These. Mit der überlegenden Körperkraft könnte man auch argumentieren, dass deswegen 99% der Opfer häuslicher Gewalt Frauen sind – was aber (ich hoffe Du weißt das) – nicht zutrifft.

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              • Ich wüsste nicht, dass das ein „Eingeständnis“ war.

                Bei häuslicher Gewalt ist die Situation eine ganz andere, da hier auch eine strkere Person Gewalt „erdulden“ kann, obwohl sie ggf. körperlich in der Lage wäre, sich zu wehren.

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            • Mika sagt:

              Ein Vergewaltiger wird sich ein schwächeres Opfer suchen?

              Eine Vergewaltigerin würde sich ein stärkeres Opfer suchen?

              Vergewaltigung beruht auf körperlicher Überlegenheit? Gibt es weitere Überlegenheiten?

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              • Ich sagte, dass diese spezifische Situation so eher selten vorkommt und nicht, dass Vergewaltigerinnen nicht existieren, nur schwache Männer vergewaltigen oder sonstwas. Eine Frau kann auch starke Männer vergewaltigen, mit Waffengewalt oder Medikamenten/Drogen. Aber eher nicht wenn es ungeplant und ohne Vorbereitung passiert und er noch fit genug ist um mit ihr nach Hause zu gehen.
                Es sei denn eben, es ist eine extrem starke Frau und er ein extrem zierlicher Mann. Aber wie gesagt, es macht keinen Sinn jetzt an der Stelle Geschlechter zu tauschen, nur um Klischees aufzubrechen. Wäre es nämlich eine umgekehrte Konstellation würden die Bekannten wohl eher darüber reden, wie krass das ist, das ein Mann vergewaltigt wurde und nicht „Na selber schuld, wenn er mit ner Frau alleine heimgeht. Muss man ja mit rechnen, dass Frauen einen vergewaltigen“

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                • Mika sagt:

                  Ich sage nur, das sich eine Vergewaltigerin eben auch ein schwaches (wie auch immer die Schwäche aussieht) Opfer suchen würde.

                  Gibt es dazu Erkenntnisse? Anzeigen scheint es jedenfalls kaum zu geben.

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                  • Ich weiß es nicht. In irgend einer Form muss das Opfer ja in dem Moment schwächer sein, sei es dass es unter Drogeneinfluss steht, kleiner, jünger, verletzt, mit Behinderung oder sonstwie nicht körperlich/machtmäßig ebenbürtig ist.

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                    • uepsilonniks sagt:

                      Patricia Pearson beschreibt den Fall der Texanerin Karla Faye Tucker, die
                      nachts in die Wohnung und das Schlafzimmer von Jerry Dean eindrang, eines
                      jungen Mannes, mit dem sie seit Jahren im Streit lag: »Er lag auf dem
                      Rücken, auf einem Futon. Sie schwang sich rittlings auf seine Brust wie eine
                      Rodeokönigin. Seine Angst machte sie an. Sie langte über den Fußboden und
                      ergriff eine Spitzhacke, die sie ihm an die Kehle hielt. Er begann zu zappeln,
                      sie begann zuzuschlagen. Aufbäumen und Sporengeben auf ihrem Bronco,
                      elf Stichwunden in Brust und Hals, ein Orgasmus. >Mir ist dabei einer abgegangen<,
                      prahlte sie später gegenüber ihrer Schwester.« Die Menschen, die
                      von dem Sexualmord erfuhren, waren nicht in der Lage, ihn einzuordnen.
                      Tucker war keineswegs eine bullige Amazone, sondern wird als »von einer
                      rehartigen Schönheit« beschrieben. Sie hatte lediglich ein paar einfache
                      Kampftechniken von einem Kriegsveteranen gelernt. Es existierte auch keine
                      Schublade, in die man eine Frau stecken konnte, die ohne jedes Motiv tötete
                      und dabei sexuelle Lust empfand (363, 182). Die einzige Schublade, die
                      es hierfür gab, war für Männer reserviert

                      Quelle: "Sind Frauen bessere Menschen?" – Arne Hoffmann

                      … nur so als Gegenbeispiel.

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                    • Wo ist das ein Gegenbeispiel? Mit einer Stichwaffe einen schlafenden zu überfallen, dazu muss man keine Amazone sein.

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                    • Uchuu sagt:

                      Vergewaltigung läuft immer darauf hinaus, das man sich über den Willen des anderen hinwegsetzen kann. Dazu braucht man immer erstmal die Macht, das zu tun. Diese Macht muss aber nicht auf körperlicher Überlegenheit basieren. Ein einfaches „Wenn du nicht mit mir schläfst zeig ich dich wegen Vergewaltigung an.“ ist strafrechtlich schon seeeehr grenzwertig (je nachdem ob man der Meinung ist, „unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,“ würde in dem Fall zutreffen).

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  6. IULIUS sagt:

    Vielleicht sollte man die Dinge mal aufbröseln.
    – Zum einen geht es um (vermeintlichen?) Täter und sein Verhalten,
    – zum anderen geht es um das Opfer und sein Verhalten.
    – Zum Dritten geht es um Menschen, die nicht wissen wie man darauf reagiert.
    – Zum Vierten geht es um Menschen, die bei solchen Themen sich hervortun wollen.

    Tatsache ist, daß ein Mensch nicht verhindern kann Opfer zu werden, er kann aber die Wahrscheinlichkeit dazu verringern.
    Wenn Menschen der Meinung sind, daß das Vergewaltigungs-Opfer selber schuld ist, wenn es mitgegangen ist, dann wurde denen das so beigebracht. Das ist einfaches energiesparendes Schubladendenken.
    Das Problem was wir haben, ist eher, daß es jedem freisteht sich mit seinem Schubladendenken öffentlich zu blamieren. Davon wird im Internet reichlich gebrauch gemacht.
    Weiterhin ist ein Problem, daß Sprüche, die einen in der Clique als cool gelten lassen sollen in der Öffentlichkeit geäußert werden.

    Wenn man etwas erreichen möchte hilft es nicht die Personen, die sich falsch benehmen nun seinerseits als willkommene Opfer betrachtet, die man aufgrund ihrer offenen zur Schau getragenen „Dummheit“ jetzt beleidigen darf.

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  7. Hat dies auf Schmetterlingsfamilie❤ rebloggt und kommentierte:
    Es ist traurig, dass dieser Comic tatsächlich die weitläufige Meinung wiedergibt und nicht an den Haaren herbeigezogen ist.
    Liest man die dazugehörigen Kommentare, bleibt kaum ein Wort, das man dazu noch sagen könnte.
    Es steht außer Frage, dass Männer genauso betroffen sind wie Frauen & es nicht selten zu Falschbeschuldigungen kommt, das hat jedoch nichts mit der Kernaussage des Comics zu tun…!

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  8. Uchuu sagt:

    Hm… auf den ersten Blick hab ich dem Comic voll zugestimmt, aber beim zweiten Mal lesen bin ich doch ins grübeln gekommen. Das ist wohl unbeabsichtigt, aber ein österreichischer Journalist hat mal ein Erlebnis erzählt, als er im Park joggen war und im eine Frau entgegengelaufen ist, und sobald er in ihren 15 Meter „Sicherheitsradius“ eingedrungen war hat sie sofort „(versuchte) Vergewaltigung“ geschriehen. Mal folgendes Szenario: Sie kommt nach einem date zu ihm nach Hause er denkt sie hat Interesse an Sex, hat sie aber nicht, und sobald ihm das klar wird hört er auf. Dann zeigt sie ihn wegen versuchter Vergewaltigung an. Gerechtfertigt? Mir ist schon klar das der Comic darauf nicht hinauswill, aber trotzdem…

    Das ist halt das doofe an dem Thema. Die Grenzen zwischen normalem Verhalten, Arschloch sein und Vergewaltigung sind irgendwie nicht so ganz klar zu bestimmen – ganz abgesehen von der Nachweisbarkeit. Wenns ihm einfach egal war ob sie damit einverstanden war und versucht hat sich durchzusetzen, dann ist eine Anzeige natürlich gerechtfertigt, und der Einwand dämlich. Und es wird ja durchaus impliziert das nicht der „Tatbestand“ bezweifelt wird, sondern nur (fälschlicherweise) die Reaktion. Und letztendlich muss ja, falls ein Interpretationsunterschied des Geschehenen besteht, einfach das Gericht entscheiden, also ist eine Anzeige auch so gesehen prinzipiell ok. Zumindest, wenn man es gesellschaftlich mit der Unschuldsvermutung genau nehmen würde. Vielleicht ist dass das eigentliche Problem für die reflexartige Ablehnung (mit teils ziemlich doofen Gründen) – die Anzeige kann schon derhaft rufschädigend sein, dass es als eine sehr extreme Handlung gesehen wird, die nur gerechtfertigt ist wenns „wirklich schlimm“ war.

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  9. Das übliche Dilemma: Aussage gegen Aussage. Wir brauchen in Zukunft für jeden Geschlechtsakt wohl Anwälte… dann kann nichts mehr schief gehen. Dazu sollten wir noch den „Videobeweis“ einführen – sicher ist sicher. Big Brother lässt grüßen.

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  10. voix sagt:

    Linksi hat die Ohrfeige absolut verdient. Er schiebt dem Opfer die Schuld in die Schuhe und würdigt die Tat auch noch herab. Das ist abscheulich.

    Derweil scheint es mir, dass in den Kommentaren eine Situation bislang noch gar nicht beachtet wurde, die m.M.n. aber durchaus Beachtung bedarf. Die Situation des Opfers, dem Falschbeschuldigung vorgeworfen wird oder dem die Justiz zumindest nicht ausreichend Glauben schenkt, um den Täter zu verurteilen.
    Nicht bei jeder (versuchten oder erfolgten) Vergewaltigung bleiben physische Spuren zurück und nicht jedes Opfer geht sofort zur Polizei. Ich weiß nicht wie oft man nichts sieht oder wie oft Wochen oder Monate vergehen bis das Opfer sich traut und/oder überhaupt dazu in der Lage ist sich jemandem anzuvertrauen. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es diese Fälle gibt und dass es kaum eine schlimmere Lage gibt in die man geraten kann. Und ich würde jedem Vergewaltigungsopfer, das nicht ausreichend Beweise gegen den Täter in der Hand hat, von einer Anzeige abraten. Nicht nur, dass man während seiner Aussage alles so detailliert wie möglich berichten muss und dadurch unumgänglich all das gedanklich und emotional erneut durchlebt, in einer Zeit, in der einem das Leben aufgrund des Erlebten sowieso schon die Hölle ist. Dann auch noch zu erfahren, dass man als nicht glaubhaft (genug) angesehen wird und der Täter unbestraft bleibt, kann einen unglaublich tief stürzen lassen und sich davon zu erholen kann Jahre dauern. Hinzu kommt, dass man ganz plötzlich keine Hilfen mehr von entsprechenden Organisationen bekommt, die einem gerade eben noch vorgaukelten einen zu unterstützen und Opferentschädigungsgeld gibt es natürlich ohne Verurteilung auch nicht. Man fühlt sich im Stich gelassen und, fehlt es auch an Unterstützung durch Familie und/oder Freunde, unglaublich allein. Wieder auf die Beine zu kommen ist dann sehr schwer. Besser man erspart sich im Falle der „Beweisarmut“ diese kräftezehrende Prozedur und versucht das Erlebte zu verarbeiten und hinter sich zu lassen. So hätte zumindest ich es damals mit dem Wissen von heute gemacht. Das wäre vermutlich einfacher gewesen.

    Das Ganze muss natürlich nicht immer so laufen. Ich will nicht ausschliessen, dass es Opfer gibt, die besser damit zurecht kommen. Nicht ohne Grund wählte ich Kann-Formulierungen. Es handelt sich einfach nur um meine ganz eigenen Erfahrungen.

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    • Mika sagt:

      Bullshit!

      eine Vergewaltigung gehört angezeigt. Natürlich ist die ‚Aussage Scheisse, die gesamte Situation ist Scheisse. Und genau darum gilt: anzeigen! Auch wenn es nicht zu einer Verurteilung kommt. Die Sache muss auf den Tisch und jemand muss sich darum kümmern. Nur so kann sich etwas ändern. Täter zu decken ist Beihilfe!

      Umgekehrt müssen Falschbeschuldigungen genauso verfolgt werden.

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      • voix sagt:

        Mika, von Aussen betrachtet hast du absolut Recht.

        Aus der Opferperspektive gewinnt man aber u.U. nichts dadurch, dass man den Täter anzeigt und den ganzen damit einhergehenden Rattenschwanz erträgt. Im Gegenteil, in meinem Fall verlor ich dadurch auch noch das bisschen Kraft, das mir anderenfalls geblieben wäre und beim Aufstehen geholfen hätte.

        Es geht mir hier nicht nur darum was sein SOLLTE, was richtig wäre oder falsch. Es geht mir darum was in dieser einen spezifischen Situation gut für das Opfer wäre.

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        • Mika sagt:

          Entschuldige bitte meine schroffe Reaktion, das war nicht gegen dich persönlich.

          Natürlich ist die Perspektive des Opfers sehr schwierig und belastend. Ich möchte nicht tauschen.

          Auf der anderen Seite muss der Staat aber zum handeln gezwungen werden, sonst ändert sich nie etwas. Ein Täter, der ungestraft davon kommt, wird es wieder tun. Ein Täter, der die Ermittlungen durchläuft, bekommt möglicherweise doch Angst vor Verurteilung und überlegt es sich beim nächsten mal…..hoffentlich.

          Daher mein Rat: anzeigen, aussagen, kämpfen, dem Täter keine Macht geben.

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          • voix sagt:

            Mika, ich habe es auch nicht als persönlich aufgefasst. Alles gut.🙂

            Bitte lies die Studie des BFF bevor du erneut schreibst, der Staat müsse zum Handeln gezwungen werden. Dort wird sehr gut beschrieben, warum das nicht immer geht und ich mag das nicht alles nachplappern.

            „Ein Täter, der die Ermittlungen durchläuft, bekommt möglicherweise doch Angst vor Verurteilung und überlegt es sich beim nächsten mal…..hoffentlich.“

            Ein Kumpel des Täters in meinem Fall ging, nachdem das Verfahren eingestellt worden war, her und vergewaltigte ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Scheint, als sei die abschreckende Wirkung ausgeblieben. Im Gegenteil, es wurde deutlich wie leicht man ungestraft davon kommt, das kann man dann ja ausnutzen.

            Den Staat zum Handeln zu zwingen würde m.M.n. bedeuten, ihn dazu zu bringen die Gesetze an die Realität anzupassen (siehe besagte Studie). Es bedeutet nicht, Opfer zu aussichtslosen Anzeigen zu überreden, die alles nur noch schlimmer machen.

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            • Mika sagt:

              Ich kenne diese Studie.

              Und ich gehe nicht weiter auf das Thema ein, da ich nicht betroffen bin und dadurch Gefahr laufe, dich als Betroffene zu verletzen. Das will ich nicht.

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              • voix sagt:

                In Ordnung, wie du willst.

                Allerdings sind wir hier nur im WWW, du kannst mich nicht verletzen.
                Und hätte ich Angst vor kontroversen Meinungen, hätte ich hier überhaupt nichts gepostet.😉

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                • Frank sagt:

                  Gerade hier steht meines Erachtens Opferschutz an 1. Stelle. Aber eine Beratung sollte man auf jedem Fall in Anspruch nehmen. Ich bezweifle nämlich, dass man in dieser Situation alle möglichen Konsequenzen einer Anzeige, oder den Verzicht auf diese, überblicken kann. Eine Verantwortung hat man auch als Opfer.

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      • oheinfussel sagt:

        In der Theorie klingt das ja auch alles sehr einfach und sehr sinnvoll – sinnvoll ist es ja auch. Aber eben nicht unbedingt immer. Nicht jeder Mensch hat die Kraft und/oder bekommt die Unterstützung, um eine Anzeige zu machen und/oder den Prozess überhaupt durchzustehen. Und es gibt genug Menschen, die es Betroffenen schwer machen, darüber zu sprechen und diesen ganzen ekelhaften Rattenschwanz zu überleben. Dumme Sprüche, Beleidigungen, Aufwärmen längst widerlegter Mythen und Dergleichen können einen auffressen, auszehren und krank machen und viele Menschen knicken dann ein. Sie sind es schlicht leid, sie sind müde, sie können nicht mehr und irgendwann wollen sie einfach nur noch ihre Ruhe haben und haben keinen Bock mehr auf Rechtfertigungen und andauernde Erklärungen.

        Es gibt viele Gründe, warum Betroffene nicht anzeigen. Jeder Mensch ist anders und jeder geht damit auch anders um. Viele Opfer würden auch eher reden, wäre ihre Umgebung nicht verseucht mit irgendwelchen Halbwahrheiten und Mythen und Schuldzuweisungen an die Überlebenden von Gewalt.

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    • IULIUS sagt:

      „Dann auch noch zu erfahren, dass man als nicht glaubhaft (genug) angesehen wird und der Täter unbestraft bleibt, kann einen unglaublich tief stürzen lassen und sich davon zu erholen kann Jahre dauern.“

      Das Problem hierbei ist vermutlich, daß mit einer Erwartungshaltung, „ich bin das Opfer, man muß mir glauben“ an die Sache heran geht. Wenn dann die Reaktion der anderen nicht wie gewünscht ist, dann fällt man in ein tiefes Loch.
      Nach unserer Rechtsprechung muß eine Tat mit hinreichender Sicherheit bewiesen werden, um den Tätet auch zu verurteilen. Das ist auch richtig so, auch wenn manche Opfer dadurch keine Genugtuung erlangen können.
      Wenn ein Täter mehrfach wegen Vergewaltigung angezeigt wurde, bei denen die Opfer ungefähr die gleiche Verfahrensweise äußern wird ein Täter auch verurteilt, auch wenn es keine weiteren Zeugen gibt.

      Raten kann ich nur schnellstmöglich aus der Opferrolle rauszukommen. Man muß anfangen sein Leben wieder selber in die Hand zu nehmen und sich nicht darauf verlassen, daß andere einen helfen. Mag schwer sein, ist aber effektiv.

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      • voix sagt:

        „Das Problem hierbei ist vermutlich, daß mit einer Erwartungshaltung, “ich bin das Opfer, man muß mir glauben” an die Sache heran geht. Wenn dann die Reaktion der anderen nicht wie gewünscht ist, dann fällt man in ein tiefes Loch.“

        Nein, für mich war es nicht nur das. Natürlich geht man als Opfer davon aus, dass einem geglaubt wird, man ist schwer traumatisiert, das ist nicht zu übersehen. Wird der Täter nicht verurteilt, heisst das aus der Sicht des traumatisierten Opfers die Tat war erlaubt. Ich verlor ausserdem den Glauben an die Existenz von Gerechtigkeit.

        „Nach unserer Rechtsprechung muß eine Tat mit hinreichender Sicherheit bewiesen werden, um den Tätet auch zu verurteilen. Das ist auch richtig so, auch wenn manche Opfer dadurch keine Genugtuung erlangen können.“

        Dazu lege ich dir auch die weiter oben verlinkte Studie des BFF ans Herz. Nach unserer Rechtssprechung, so wird dort deutlich, können viele Taten überhaupt nicht mit hinreichender Sicherheit bewiesen werden.
        „Die Verurteilungsquote im Jahr 2012, gemessen an den Anzeigen, lag bei nur 8,4%.“, heisst es dort ausserdem. Das ist eine Zahl, die mich wirklich sehr traurig stimmt.

        „Raten kann ich nur schnellstmöglich aus der Opferrolle rauszukommen. Man muß anfangen sein Leben wieder selber in die Hand zu nehmen und sich nicht darauf verlassen, daß andere einen helfen. Mag schwer sein, ist aber effektiv.“

        Ein guter Rat, aber krieg das mal hin. Ich habe nicht die Worte um einem Nicht-Opfer 100%ig nachvollziehbar verständlich zu machen was eine Vergewaltigung und ein anschliessend eingestelltes Verfahren mit einem macht. Ohne Hilfe von aussen hätte ich es nie geschafft wieder auf die Beine zu kommen und selbst mit hat es 12 Jahre gedauert, wobei ich mit einigen Folgen der Traumatisierung noch immer leben muss.
        Weiterhin will ich aber nicht ausschliessen, dass es bei anderen besser läuft. Ich kann eben nur darüber reden wovon ich was weiß.

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        • IULIUS sagt:

          Du solltest solche Seiten wie die von BFF meiden. Die dahinterstehende Gruppe lebt von Deinem Schmerz und schürt ihn.

          “Die Verurteilungsquote im Jahr 2012, gemessen an den Anzeigen, lag bei nur 8,4%.”, heisst es dort ausserdem. Das ist eine Zahl, die mich wirklich sehr traurig stimmt.“
          Vor 2012 lag die Verurteilungsquote bei über 12%, damit im Rahmen anderer Straftaten. Entweder sind diese 8,4% ein statistischer Ausrutscher, es hat sich was geändert, oder die Statistik wurde manipuliert.
          Warum Verfahren einestellt wurden, das wurde nicht dokumentiert.

          „Ein guter Rat, aber krieg das mal hin. Ich habe nicht die Worte um einem Nicht-Opfer 100%ig nachvollziehbar verständlich zu machen was eine Vergewaltigung und ein anschliessend eingestelltes Verfahren mit einem macht.“
          Das das nicht leicht ist, ist mir klar. Um dieses zu verstehen muß man nicht unbedingt Opfer sein. Man muß nur Verständnis für psychologische Abläufe haben und stark abstrahieren können.
          Tatsächlich befindest Du Dich in Deiner Opferrolle: „Keiner kann mich verstehen“.

          „Ohne Hilfe von aussen hätte ich es nie geschafft wieder auf die Beine zu kommen und selbst mit hat es 12 Jahre gedauert, wobei ich mit einigen Folgen der Traumatisierung noch immer leben muss.“
          12 Jahre sind mehr als heftig. Da stelle ich mir Fragen: Haben die von Außen Dir wirklich geholfen? Hättest Du das nicht alleine besser hinbekommen?

          „Weiterhin will ich aber nicht ausschliessen, dass es bei anderen besser läuft. Ich kann eben nur darüber reden wovon ich was weiß.“
          Sicher läuft das bei anderen besser. Den Grund hierfür herauszufinden könnte sich für Dich lohnen.

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          • voix sagt:

            Iulius, über die Studie hinaus habe ich mich mit der BFF nicht wirklich auseinandergesetzt und Statistiken gehören auch nicht zu meinen Hobbies, das gebe ich zu. Doch ob nun 8,4% oder 12%, beides sind in meinen Augen ziemlich kleine Zahlen, über die ich mehr auch gar nicht sagen kann und will.

            „Um dieses zu verstehen muß man nicht unbedingt Opfer sein. Man muß nur Verständnis für psychologische Abläufe haben und stark abstrahieren können.“

            Ist das so? Ich weiß nicht. Dann muss man schon sehr gut sein. Ich selbst würde mir ja nichtmal anmaßen zu wissen was in anderen Opfern vor sich geht.

            „12 Jahre sind mehr als heftig. Da stelle ich mir Fragen: Haben die von Außen Dir wirklich geholfen? Hättest Du das nicht alleine besser hinbekommen?“

            Alleine habe ich gar nichts mehr hinbekommen. Das war ja gerade das Problem. Denn mir Hilfe zu suchen habe ich in den ersten Jahren auch nicht geschafft. Als es dann so weit war, ging es endlich aufwärts, wenn auch nur sehr langsam.
            Eigentlich müsste ich weiter ausholen und viel mehr ins Detail gehen, um dir deine Fragen richtig zu beantworten, möchte ich so öffentlich aber nicht.

            „Sicher läuft das bei anderen besser. Den Grund hierfür herauszufinden könnte sich für Dich lohnen.“

            Was für ein Grund soll das denn sein? Wenn er sich für mich lohnen soll, muss er ja unabhängig sein von den vielen individuell verschiedenen denkbaren und undenkbaren Gründen, die mir dazu in den Sinn kommen warum es bei anderen besser laufen könnte. Ich steh auf dem Schlauch, also bitte klär mich auf.

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            • IULIUS sagt:

              „Doch ob nun 8,4% oder 12%, beides sind in meinen Augen ziemlich kleine Zahlen, über die ich mehr auch gar nicht sagen kann und will.“
              Das heißt 12% der Anzeigen. Unterdiesen anzeigen ist ein gewisser Prozentsatz falscher Beschuldigungen, dann ist ein gewisser Prozentsatz, die irrtümlich annehmen, daß die Kriterien einer Vergewaltigung erfüllt waren. Beide Gründe zusammen können locker bei 50% liegen. D. H. von den berechtigten Anzeigen haben wir plötzlich eine Verurteilungswahrschheinlichkeit von 24%. Das hört sich sicherlich schon besser an. Dann kommen noch die Fälle dazu, bei denen die Täter nicht ermittelt werden können. Dann kommt man schon locker auf eine Verurteilungsquote bei den bekannten Tätern von über 50%. Ich bin der Meinung allein die Zahl ist interessant. Diejenigen die gegen das System Stimmung machen halten die andere für wichtig.

              Du kannst wegen jedem Blödsinn eine Anzeige tätigen. Die Polizei ist verpflichtet die aufzunehmen. Die Polizei darf gar nicht prüfen, ob die Anzeige berechtigt ist. Das ist allein Sache der Staatsanwaltschaft. Das es oft anders gehandhabt wird ist eine ganz andere Geschichte. Aber wenn Du auf die Anzeige bestehst nehmen sie diese auch auf.
              Gerade bei Vergewaltigungen kann ich mir vorstellen, daß da weitestgehend jede Anzeige ohne zu murren aufgenommen wird und erst später geprüft wird, ob sie auch berechtigt ist.

              „Alleine habe ich gar nichts mehr hinbekommen. Das war ja gerade das Problem.“
              Ich könnte mir vorstellen, daß Du keinen richtigen familiären halt hattest.

              Mit detailierten Ratschlägen geben ist ein wenig haarig. Ich kann mir vieles zusammenreimen, aber würde ich einen Bereich betreten, der pure Spekulation wäre und eher schadet.
              Auf den Weg kann ich Dir nur geben, wichtig íst Eigeninitiative.

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              • Mika sagt:

                Zahlen für 2013 – grob aus PKS und Destatis

                7400 Fälle von sexueller Nötigung.

                80% Aufklärungsquote, also ca. 6000 Täter.

                1100 Urteile. – ohne weitere Darlegung.

                Aber wirklich nur sehr grob.

                Werden nun 5000 Täter nicht verfolgt, oder sind das Falschbeschuldigungen? Keine Ahnung.

                Aus der Erinnerung: in BW sitzen etwa 20% der Verurteilten eine Haftstrafe ab.

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                • david sagt:

                  Mich würde auch mal interessieren, wie sich diese 5000 aufteilen. Angenommen man könnte den wahren Sachverhalt wissen.
                  Ist bekannt, ob da auch ein paar Frauen dabei sind?

                  Es sind sicher viele (falsch-negative) Freisprüche aus Mangel an Beweisen dabei, ich schätze mal der Hauptanteil? Zumindest suggeriert das die Berichterstattung.
                  In einigen Fällen dürfte man den falschen Täter ermittelt und angeklagt haben.
                  Dann haben wir natürlich einen nicht bekannten Anteil Falschbeschuldigungen, wobei davon wohl nur ein Bruchteil weiterverfolgt und zur Anklage gebracht wird.
                  Dann wird es wiederum etliche Fälle geben, wo das Verfahren eingestellt wird, weil die Geschädigte ihre Aussagen zurückzieht, nicht aussagen will oder es zu einem Vergleich kommt (wenn der Hauptvorwurf keine Aussicht auf Erfolg mehr hat).
                  Einen gar nicht so geringen Anteil dürften auch schuldunfähige Täter ausmachen, wo die Tat zwar festgestellt wird aber der Täter halt „nur“ in der Forensik landet.
                  Auch interessant wäre, ob in diese Statistik abgemilderte Urteile fallen. Also nicht Freisprüche, sondern Schuldsprüche nach einem anderen Paragraphen, weil Tatbestand nach §177 nicht erfüllt.

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              • voix sagt:

                Iulius, es ist wirklich sehr nett, dass du diese Zahlen etwas aufgedröselt hast, das wirft nun ein anderes Licht darauf. Allerdings hab ich es wirklich nicht sehr mit Zahlen und müsste mich, um da vernünftig mitreden zu können, erst eingehend informieren. Dazu bin ich, um ehrlich zu sein, aber zu faul. Deine Mühen weiß ich aber zu schätzen und bedanke mich dafür.

                „Ich könnte mir vorstellen, daß Du keinen richtigen familiären halt hattest.“
                Ich hatte überhaupt keinen familiären Halt, sondern wurde von meiner Mutter sogar noch als Hure beschimpft in Bezug auf die Vergewaltigung. Und meine Freunde waren mit dem Thema maßlos überfordert und mieden es deshalb.

                Wenn du möchtest, können wir das Gespräch per Email fortführen. Wenn nicht, hab bitte Verständnis dafür, dass ich öffentlich keine weiteren Details mehr preisgeben möchte.

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  11. Ikna sagt:

    Naja, das Glaubwürdigkeitsproblem bekommt man nicht nur bei Vergewaltigungen, sondern auch bei Erpressungen, Drohungen, Stalking und so weiter – das geht auch mit Abstand nicht spurlos vorbei, und trotzdem kann es natürlich passieren dass jemand der dich massiv eingeschüchtert und bedroht hat ungeschoren davonkommt. Aber das kann nunmal bei ALLEN Sachen passieren, egal ob man nun seine Eltern der Kindesmisshandlung beschuldigt oder wenn man fast überfahren wurde weil ein Autofahrer meint Radfahrer seien Freiwild.

    Aber eben OB das so rauskommt am Ende weiß doch vor der Anzeige niemand. Und ehrlicherweise finde ich jemanden praktisch der Vergewaltigung bezichtigen (also z.B. Freunden erzählen XY hätte einen zum Sex gezwungen), aber das nicht anzeigen finde ich einfach nur hässlich – denn es kann dem Beschuldigtem massiv schädigen, ohne dass derjenige überhaupt eine Chance hat gerichtlich zu Beweisen dass zumindestens er es nicht war.

    Das ganze lässt oft so ein Geschmäckle von „will dem Beschuldigten das Leben zur Hölle machen, hat aber Angst dass bei näherer Untersuchung sich die ganze Geschichte in Luft auflöst“ zurück.

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    • oheinfussel sagt:

      Na ja, viele Betroffene brauchen jemanden, den sie es erzählen können – aber sie sind noch nicht soweit, eine Anzeige zu machen. Manche sind es auch nie. Wofür es vielfältige Gründe gibt. Andererseits, erzählt man es niemanden und macht „hintenherum“ sein Ding – also „heimlich“ Anzeige und Dergleichen – dann heißt es ganz schnell: Warum hast du es uns/mir nicht gesagt?

      Erzählt man es und macht Anzeige, dann kann das auch schiefgehen – denn oftmals sind alte Mythen im Hirn der Menschen noch tief verwurzelt und entsprechend entmutigend sind oftmals die Reaktionen.

      Erzählt man es nicht und macht auch keine Anzeige und es kommt irgendwann mal heraus, dann heißt es: Warum hast du nichts gesagt? Warum hast du keine Anzeige gemacht?

      Tja… ich schätze mal, eine optimale Vorgehensweise gibt es da wohl nicht.

      Und natürlich ist die Glaubwürdigkeit auch in anderen Strafbereichen im Fokus – ist ja auch richtig so. Aber in kaum einen anderen Bereich muss sich der Betreffende so rechtfertigen, wie er vor, während und nach der Tat sich verhalten hat und das er auf jeden Fall alles getan hatte, um die Tat zu verhindern.

      Es ist eben eine sehr problematische Sache – mit der leider sehr viele Menschen äußerst kontraproduktiv für die Betroffenen umgehen.

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      • IULIUS sagt:

        Ich denke ein noch größeres Problem sind die falschen bzw. eigennützigen Ratschläge vermeintlicher Freunde oder Helfer.

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      • Ikna sagt:

        Naja, aber genau dieses „Na ja, viele Betroffene brauchen jemanden, den sie es erzählen können – aber sie sind noch nicht soweit, eine Anzeige zu machen. Manche sind es auch nie.“ kann – völlig zurecht – auch in einer Anzeige wegen übler Nachrede enden.

        Opfern von häuslicher Gewalt wird auch ständig vorgeworfen sich dem nicht früher zu entziehen (v.a. wenn Kinder auch im Spiel sind), Kindergärtnern die mit ständiger falscher Verdächtigung des Kindesmissbrauchs nicht zurechtkommen wird empfohlen sich einen anderen Job zu suchen, Kinder die ihre eigenen Eltern nicht anzeigen wird dies vorgeworfen..

        Und natürlich gibt es eine optimale Vorgehensweise: so schnell wie möglich Spuren sichern lassen und eine Anzeige aufgeben. Und dies gilt für ALLE Verbrechen bei denen körperliche Spuren vorhanden sind, oder sonstige Spuren welche verwischbar sind. Wenn jemand in die Wohnung einbricht (was übrigens übel traumatisch sein kann – schließlich wurde der höchstpersönliche Lebensbereich verletzt! Viele können selbst nach einem Umzug sich in dein eigenen vier Wänden nicht sicher fühlen..) ist es sehr kontraproduktiv noch zwei Wochen in ebenjener zu leben, Blutspuren des Einbrechers wegzuwischen und dann erst die Polizei zu informieren. Je früher die Anzeige, desto höher ist die Aufklärungsrate, egal worum es geht.

        Das ist nicht die schönste, nicht die angenehmste und nicht die schonenste. Aber die effektivste, sicherste und vernünftigste.

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        • oheinfussel sagt:

          Sicher ist es die effektivste, sicherste und vernünftigste Methode. Wem man das rein rational sieht. Nur ist man nach einer Vergewaltigung nicht unbedingt in Stimmung und befähigt, für rationales Handeln, zumal einen teilweise auch erst später klar wird, was da passiert ist. Schockstarre kann auch länger anhalten und man rennt herum, wie in Watte. Und das als nicht schön, nicht angenehm und nicht schonend zu bezeichnen, ist schon arg milde ausgedrückt. Für Viele ist es kaum möglich, sich von einen fremden Menschen im Intimbereich anfassen zu lassen, nachdem sie genau dort angegriffen wurden. Zumal sind nicht alle Ärzte auf solche Fälle vorbereitet und nicht jeder geht damit so um, wie er es tun sollte. Viele Stellen, die Beweise sichern sollten, sind auch unterbesetzt -ich finde, es sollte möglich sein, Beweise sichern zu lassen und sich auch später noch für eine Anzeige entscheiden zu können. Es ist nämlich nicht für jeden möglich, nach einen sexuellen Gewaltübergriff, dass einem Polizisten haarklein und bis ins Detail zu erzählen.

          Eine gute Sache ist es, sich jemanden anzuvertrauen, der objektiv ist -also jemand vom Weißen Ring zum Beispiel. Dann hat man jemanden, der zuhört, aber da kommt natürlich keine Anzeige wegen Nachrede oder so.

          Richtig übel ist es ja auch, wenn ein Opfer erzählt, dass dies und jenes passiert ist und wenn es erwähnt, dass es anzeigen will, oftmals von Familienmitgliedern und Freunden davon abhalten wird oder es wird versucht, es zu beeinflussen. Zumal die meisten Täter, wie du sicher weißt, Familienmitglieder sind oder nahe Bekannte. Und nicht jeder ist so stark, dass dann immer noch durchzuziehen.

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  12. alter Jakob sagt:

    Was mich am meisten wundert ist, dass Mr. Fantastic hier eine Gastrolle als Rechtsi hat. Da hat EMN mal gut gecastet…

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