Glaubwürdig.

Veröffentlicht: Februar 24, 2015 in Comics
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ernst

Kommentare
  1. Mika sagt:

    An wem liegt es, wenn die Psychologie als „weich“ wahrgenommen wird?

    Ich kenne das von BWL und VWL, beide haben keine Ahnung, aber die BWLer haben einfach das bessere Marketing.

    Oder nimm die Starköche, warum bekommt ein Vollpfosten Sterne, nur weil er Molekularküche aufbläst. Das Zeug ist einfach nur beschissen. Die Sennerin in den Alpen, die das ultimative Lammgericht zaubert, wird dagegen ignoriert.

    Schlechtes Marketing! Oder?

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  2. St. Elmo sagt:

    Das wird den Köchen wie bei den BWLern und VWLern sein,
    die die keine Ahnung haben und einfach nur einen auf (Küchen)chef machen, während die Angestellten die eigentliche Arbeit leisten, bekommen die Sterne verliehen.

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  3. koshoid sagt:

    Wer Dinge wie Tiefenpsychologie unter seinem Banner duldet kann nicht erwarten als Wissenschaft ernstgenommen zu werden.

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    • Mika sagt:

      Jo mei, das Gehirn ist eine sehr komplexe Software und die Forschung steht halt noch am Anfang. Da werden halt Fehler gemacht.

      Die Chemiker wollten auch Gold herstellen und wurden als Scharlatane verlacht.
      Heute kann man Gold erzeugen, wenn auch nicht wirtschaftlich. Die Alchemisten hatten also Recht – es geht. Sie brauchten halt nur etwas länger.

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      • IULIUS sagt:

        Das Problem ist nur, kein Chemiker kann Gold herstellen. Das sind die Physiker.

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        • Mika sagt:

          Ein Chemiker kann das auch. Aber es ist ein Teilgebiet der Physik, daher habe ich „man“ geschrieben. Sogar ich könnte das, wenn ich einen Reaktor hätte. Aber ich brauche die Garage für den kleinen Giftzwerg🙂

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    • david sagt:

      Wer Dinge wie Tiefenpsychologie unter seinem Banner duldet kann nicht erwarten als Wissenschaft ernstgenommen zu werden.

      Also ich finde schon, dass die Medizin (dieser muss man die psychoanalytischen Verfahren nämlich zuordnen, die in der akademischen Psychologie ja kaum Verankerung haben.) eine ernsthafte Wissenschaft ist.
      Wobei das viele anders sehen und die Medizin ja eher als „Heilkunst“ betrachten.

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  4. Psychologie ist “weich“, immerhin ist das Gehirn ein weiches Organ, asser bei den mechanischen Knochengehirnbenutzern …🙂

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  5. Nun, wenn ich der Aussage des Comics grundsätzlich auch zustimme, so komme ich doch nicht umhin, zu bemerken, dass die Psychologie momentan tatkräftig daran arbeitet, ihren akademischen Ruf gründlich zu ruinieren: http://www.zeit.de/2015/06/forschung-fehler-fehlerkultur

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    • david sagt:

      Was den Stapel-Skandal angeht, sicherlich. Das war hochpeinlich nicht nur für die Sozialpsychologie, sondern den gesamten Fachbereich. Man kann sicher vieles berechtigt kritisieren.

      Diesen speziellen Fall halte ich allerdings weniger für ein besonders aussagekräftiges Symptom erodierender Standards, sondern eher für ein Beispiel von populistischem Wissenschaftsjournalismus, den der ist ja das weitaus größere Problem.
      Nur zur Einordnung: der Originalartikel erschien im Journal „Psychology and Aging“ (Rang 14 unter den Journals im Bereich Entwicklungspsychologie). Naja, das ist für ein aufwendiges Langzeit-Panel jetzt nicht so der Bringer, das wird also womöglich schon aufgrund diverser Mängel von besseren Journals abgelehnt worden sein.
      Dass die Medien trotzdem auf sowas anspringen ist klar, wobei ich selbst von der Studie nie gehört hatte.
      Die Kritik der beiden Statistiker scheint schon absolut berechtigt zu sein und hätte auch, wie eigentlich üblich, dazu publiziert werden müssen. Nur ist das natürlich nicht ganz so einfach, wenn man kein Psychologe ist, die Standards einer dortigen Publikation zu erfüllen, dazu gehört auch die Sprache und das plausible Begründen der Kritik anhand begründeter Annahmen, mit Literatur. Man kann nicht einfach nur plausible Störvariablen in den Raum werfen, sondern muss auch argumentieren. Womöglich war man da kleinlich.
      Die Anforderungen konnten oder wollten die beiden wohl nach Rücksprache dann nicht erfüllen.
      Warum man dann eine kleine deutsche Zeitschrift aussucht, die erst ab dem selben Jahr überhaupt mit einem (winzigen) Impact Factor gelistet ist, bleibt unklar. Dass eine so kleine, junge Zeitschrift große Probleme hat, bei einer statistisch aufwendigen Studie geeignete Reviewer zu finden, versteht sich von selbst.

      Außerdem wird noch der Eindruck erweckt, Statistik sei sozusagen eine Konkurrenzdisziplin der Psychologie. Statistik als eigenständigen Studiengang gibt es vielleicht an einer Handvoll Fachhochschulen, ansonsten kenne ich kein Fach neben der Psychologie, in dem eine fundierte statistische Ausbildung auf so breiter Basis verpflichtend ist. Die meisten Statistiker sind wohl genuin Psychologen, darüber hinaus stammen dann noch ein paar aus den Randbereichen der Mathematik (auch z.B. Biomathe) und den Sozialwissenschaften.

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      • Wenn sie es nicht abgeschafft haben, gibt’s an der LMU Statistik als selbständigen Studiengang, und es würde mich wundern, wenn das die einzige Uni wäre. Wo Du natürlich Recht hast, ist, dass Psychologen wie auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler einen grundlegende Statistikkurs haben und damit besser dastehen als zB Mediziner; das als „fundierte statistische Ausbildung auf so breiter Basis“ zu bezeichnen ist hingegen vermessen.

        Und auch wenn ich Dir bei „Man kann nicht einfach nur plausible Störvariablen in den Raum werfen, sondern muss auch argumentieren“ grundsätzlich zustimme, ist es viel schlimmer, irgendeinen Scheiß zu korrelieren und sich dann eine Kausalität herbeizuargumentieren, die beim ersten realen Erklärungsgrund zusammenbricht.

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        • david sagt:

          Wenn sie es nicht abgeschafft haben, gibt’s an der LMU Statistik als selbständigen Studiengang, und es würde mich wundern, wenn das die einzige Uni wäre.

          Grade nachgeschaut. An der TU Dortmund auch, außerdem gibt es inzwischen wohl noch nen Masterstudiengang in Bielefeld und Magdeburg.

          Wo Du natürlich Recht hast, ist, dass Psychologen wie auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler einen grundlegende Statistikkurs haben und damit besser dastehen als zB Mediziner; das als “fundierte statistische Ausbildung auf so breiter Basis” zu bezeichnen ist hingegen vermessen.

          Also bei den Soziologen und den Wirtschaftswissenschaftlern ist das soweit mir bekannt schon für den Großteil eher dünne, da muss man sich dann spezialiseren. In der Psychologie ist das schon ein gewichtiger Anteil im Grundstudium, an meiner Uni (und einigen anderen) zumindest musste man auch im Hauptstudium mehrere Scheine machen und kam auch bei der Abschlussarbeit kaum um eine größere quantitative Analyse drumherum. Wenn jemand am Psychologiestudium scheitert, dann eigentlich immer daran. Es gibt sicher auch Unis, bei denen man sich recht gut durchmogeln kann und am Ende praktisch nur qualitativ forscht. Aber selbst dann haben die immer noch wesentlich tiefere Kenntnisse als der durchschnittliche Mediziner, der einen Alibi-Schein absitzt und am Ende des Studiums dann trotz Doktortitel mit nem einfachen t-test überfordert ist.

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  6. @EMN: Hast Du Dir die Studie von Munro & Munro mal angeschaut? Linksi hat schon Recht…

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  7. Heinz sagt:

    Wobei aus dem Psychologie / Pädagogik etc. -Bereich schon wirklich viel Müll kommt, also ist die Einschätzung mit „ernsthafte Forschung“ nicht mal daneben.

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  8. Alex sagt:

    HrHr!

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