Frauenquote.

Veröffentlicht: März 6, 2015 in Uncategorized

quote

Kommentare
  1. netreaper sagt:

    Sobald der Bundestag heute die Frauenquote verabschiedet hat, kann man Frauen in Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen nicht mehr ernst nehmen.
    Leider, muss ich dazu sagen. Leider.

    Das ganze Ding ist echt ein einziges Trauerspiel.

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    Gleich ein Dutzend Experten hatte man aufgefahren in den Beratungen, die unisono erklärten, dass eine Männerförderung gar verfassungswidrig sei. Denn, so zitiert der „Spiegel“, „allein aus der Feststellung, dass ein Geschlecht in einem bestimmten Bereich in der Minderheit sei, folge noch keine tatsächliche Benachteiligung“.

    Irgendwie kamen mir diese Argumente bekannt vor und ja, dann fiel es mir wieder ein: Es sind meine eigenen. Diejenigen nämlich, die ich immer schon angebracht habe, wenn ich gegen eine Frauenquote argumentiert habe.
    =======

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/9764-das-einseitige-verstaendnis-von-gleichstellung

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  2. St. Elmo sagt:

    Woher sollen Politiker es besser wissen?
    In einem Beruf, in dem (dank dem Wahlergebnis) über Nacht zu einem Experten auf einem Gebiet wird, weil man zukünftig im entsprechenden Ausschuss sitzen wird.

    Es ist doch keine Wunder das Politiker irgendwann glauben es käme nicht auf Kompetenz an, da in ihrer Realität Fachkompetenz keine Voraussetzung ist um eine Führungsposition zu erreichen.

    Daher erkennen sie auch nicht das ein Quote im Grunde nichts anderes aussagt als
    „Ich schaffe es nicht alleine und brauche (staatliche) Unterstützung“

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    • netreaper sagt:

      Vielleicht brauchen Frauen ja wirklich staatliche Unterstützung, weil sie es alleine nicht schaffen?

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      • Nicht vielleicht … sie brauchen staatliche Unterstützung!😦

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      • Frank sagt:

        „Vielleicht brauchen Frauen ja wirklich staatliche Unterstützung, weil sie es alleine nicht schaffen?“

        Zweifellos, Netreaper. Nur mit dieser Hilfe schaffen sie es in angemessener Menge in diese Positionen. Aber aus welchem Grund? Weil sie nicht so gut sind wie Männer? Oder weil sie nicht gelassen werden, von den Männern?
        Jedenfalls gibt es jetzt ein Gesetz und ich frage mich ernsthaft, wem das etwas nützen soll? Welche Frau, die das Zeug dazu hat in einem Vorstand zu sitzen, wird sich darüber jetzt noch freuen?
        Es ist doch eher so, dass jetzt _jede_ Frau, die es in die höheren Etagen schafft, das staatlich protegierte Dummchen ist, das eben da sein muss. Kann dann ja Kaffee kochen😛
        Heute ist ein sehr schlechter Tag für viele Frauen, glaube ich.

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        • Margret sagt:

          Ich wäre prinzipiell für ein völlig anonymisiertes Bewerbungsverfahren. Auch im Hinblick auf Bewerber mit Migrationshintergrund. Ich denke, dass dies letzten Endes mehr bringen würde als eine Quote.

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          • kinchkun sagt:

            Fände ich auch prima. Aber spätestens beim Bewerbungsgespräch ist mit der Anonymität Schluss.

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            • St. Elmo sagt:

              Genau deswegen macht diese ganze anonymisierte Bewerbung auch keinen Sinn.
              Zum Vorstellungsgespräch werden z.b. von den Bewerben die 10 eingeladen, die am besten für die Stelle Qualifiziert sind, und von denen wird dann die Person genommen die mit den Softskills überzeugen kann, in das Team passt, sympathisch ist.

              In ein Team das nur aus Frauen im Alter von 20-35 ist würde ich keine weitere Frau in diesem Alter einstellen und auch bei einem Mann zwischen 25-40 wäre ich dann vorsichtig.
              Am sichersten wäre in dem Fall eine Frau ab Mitte 40
              Einfach aufgrund der Gefahr, dass mir das Personal wegen Schwangerschaft wegbricht.

              Ist mal in einer Nachbarabteilung passiert.
              Von 4 Frauen und einem Mann wurden innerhalb eines Jahres 3 Frauen schwanger und der Mann nahm Elternzeit.😀

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              • kinchkun sagt:

                Allerdings haben Frauen und Migranten höhere Chancen zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, wenn sie sich anonym bewerben. Wird schwer sein, das anders als über Diskriminierung zu erklären.

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                • ck sagt:

                  Höhere Chancen im Vergleich zu was oder wem?

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                  • kinchkun sagt:

                    Frauen haben höheren Chancen zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, wenn sie sich anonym bewerben, im Vergleich zu Frauen, die sich nicht anonym bewerben.

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                  • St. Elmo sagt:

                    Wenn es um die Studie die mal im Spiegel behandelt wurde, dann halte ich das für Mumpitz
                    Da wurden 4 erfundene Bewerbungen an 528 Unternehmen verschickt 2 von Deutschen 2 von Deutschtürken und das Ergebnis

                    Die 2 Deutschen erhielten 14% mehr Einladungen als die 2 Deutschtürken.
                    Das mag nach viel klingen aber es steht niergends wie viele Einladungen insgesamt überhaupt auf die 528 Bewerbungen gekommen sind.

                    Nur das die Deutschen 14% Erfolgreicher waren als die Deutschtürken aber nicht wie groß der Erfolg insgesamt war.

                    Bei einer Erfolgsquote der Deutschtürken von 20% hätten die Deutschen 14% mehr also 22,8%

                    Was klingt Dramatischer, bzw. Welche Zahl klingt mehr nach Diskriminierung?
                    „Deutsche 3% Erfolgreicher bei Bewerbungen als Deutschtürken“
                    oder
                    „Deutsche erhalten 14% mehr Einladungen zum Vorstellungsgesprächen“

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                    • kinchkun sagt:

                      Unabhängig von der konkreten Studie: Wenn Frauen als Gruppe schlechtere Chancen haben als Männer, gilt dein Einwurf, mit dem individual Versagen nicht mehr.

                      Jetzt mal angenommen, Frauen hätten als Gruppe schlechtere Chancen eingestellt zu werden: Hast du eine bessere Lösung statt Quoten?

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                    • Frank sagt:

                      @kinch
                      „Wenn Frauen als Gruppe schlechtere Chancen haben als Männer“

                      …dann wird das seine Gründe haben. Und wenn diese Gründe asozial sind, haben sie geächtet zu werden. Wenn diese Gründe aber berechtigt sind, hat man sie zu akzeptieren.

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                    • ck sagt:

                      Wie wird denn festgestellt, dass Frauen als Gruppe schlechtere Chancen haben eingestellt zu werden? Wieder: Im Vergleich zu was oder wem.

                      Und wenn Quoten hierfür die Lösung sein sollen, dann müssen diese selbstverständlich auch dort gelten, wo Männer als Gruppe schlechtere Chancen haben eingestellt zu werden, oder nicht?

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                    • „Jetzt mal angenommen, Frauen hätten als Gruppe schlechtere Chancen eingestellt zu werden: Hast du eine bessere Lösung statt Quoten?“

                      Wie siht die Sache eigentlich bei der Gruppe der Männer aus? Brauchen wir da auch eine Quote, zB bei den Gleichstellungsbeauftragten? Oder ist das bei den Männern was gaaanz anderes?

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                    • Michael sagt:

                      gab es so eine Studie nicht auch mal mit dem Schluss das attraktivere Menschen eher eingeladen wurden als unattraktive bei gleicher Qualifikation?

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            • Margret sagt:

              Ja, das stimmt, es geht natürlich nur bis zum persönlichen Gespräch. Aber es würde eventuell dazu führen, dass die Personen überhaupt eingeladen würden. Das würde a) die Chance erhöhen, nicht gleich wegen eines Merkmals (Geschlecht, „ausländischer“ Name, Hautfarbe …) aussortiert zu werden, sondern sich präsentieren zu können (denn mit Sicherheit werden immer wieder auch geeignete Bewerber frühzeitig aussortiert. „Frau um die 30? Besser nicht, laden wir gar nicht erst ein“). Das persönliche Gespräch kann ja dann sehr überzeugend sein. Wir haben auch schon Leute eingestellt, bei denen der Chef zunächst skeptisch war (falsche Konfession zumeist), weil wir die einladen „mussten“ (evangelisch wie gesagt durchaus im katholischen Umfeld ein Ausschlusskriterium, wenn auch nicht offiziell, umgekehrt ebenso). Und b) würde es, wenn z. B. bei deutlich besserer Eignung eines Herrn Mustafa dann doch der Herr Maier genommen wird, dazu führen, dass sich Herr Mustafa besser juristisch wehren kann. Kommt er gar nicht erst ins Auswahlverfahren, ist diese Möglichkeit kaum gegeben.

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              • Frank sagt:

                Aber das ginge doch nur per Gesetz und ändert nicht die Einstellung des Personalers/Chefs. Wenn jemand keine Ausländer einstellen will, dann ist eben nach der Ent-Anonymisierung Schluss. Und einklagen kann sich glüchlicherweise keiner einen Job.

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                • Margret sagt:

                  Es kann aber gut sein, dass ein Personaler eben kein „Arsch“ ist, der Ausländer oder alte Menschen prinzipiell ablehnt oder eben Frauen, sondern den eher so diffuse Ängste plagen (kann der gut genug Deutsch, was werden die Kunden sagen, wird die nicht demnächst gleich schwanger, ist der nicht zu alt und zu wenig dynamisch?), die sich dann im Bewerbungsgespräch zerstreuen, wenn er den Menschen tatsächlich persönlich trifft. Es ist ja bekannt, dass Vorurteile bei einem sympathischen Personen dann kaum mehr Anwendung finden.

                  „Und einklagen kann sich glüchlicherweise keiner einen Job.“ Man kann auf Schadenersatz klagen (allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Zu recht, wie ich finde. Wenn jemand tatsächlich besser geeignet ist und die Ablehnung augfrund von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Hautfarbe erfolgt.

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                  • Frank sagt:

                    Aus diesem Grund wird kein Personaler, der nicht mit dem Klammerbeutel gepudert wurde, sagen, warum er die Stelle nicht an X sondern an Y vergeben hat. Und Qualifikation ist eben nicht alles, es muss auch die „Chemie“ stimmen.

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                    • St. Elmo sagt:

                      Und b) würde es, wenn z. B. bei deutlich besserer Eignung eines Herrn Mustafa dann doch der Herr Maier genommen wird, dazu führen, dass sich Herr Mustafa besser juristisch wehren kann.

                      Nein würde es nicht.

                      Die bessere Eignung hat ja eindeutig Herr Maier sonst hätte das Unternehmen Herrn Mustafa eingestellt.

                      Herr Mustafa mag vielleicht besser Qualifizert sein als Herr Maier, aber über die tatsächliche Eignung für genau diese Stelle, in diesem Unternehmen, mit diesem Chef und diesen Kollegen sagt das nichts aus.

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                    • Margret sagt:

                      Wenn Herr Mustafa genau die in der Bewerbung beschriebenen Abschlüsse, die Berufserfahrung, die Kernkompetenzen hat und es wird dennoch Herr Maier genommen, obwohl dieser einen ganz anderen Abschluss hat oder Berufsanfänger ist, dann hat Herr Mustafa recht gute Karten, mindestens 3 Monatslöhne Schadensersatz zu erhalten. Oder mehr, wenn das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass Herr Mustafa die Stelle auf jeden Fall erhalten hätte, wenn er Huber hieße.

                      Heißt: Anonymisiertes Bewerbungsverfahren wird bei nur unsicheren Personalern dazu führen, dass Herr Mustafa oder auch Frau Radetzki überhaupt eingeladen werden. Und dann vielleicht auch eingestellt, weil sie im persönlichen Gespräch überzeugen können. Und für Unternehmen, die eine klar diskriminierende Einstellungspolitik haben, erhöht sich das Risiko eklatant, dann verklagt zu werden.

                      Was wären denn eure Vorschläge? Sowas hier

                      http://www.wkgt.com/presse/international-business-report/weibliche-fuehrungskraefte-deutschland-letzter-platz/

                      Und sowas http://www.jobware.de/Karriere/Hochqualifizierte-Migranten-sind-wenig-begehrt.html

                      ist einfach nur extrem peinlich für Deutschland. Was sind also eure Vorschläge?

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                    • @Margret: Du magst das „peinlich“ finden, aber sprich bitte nicht für Deutschland, denn das schließt mich ein.

                      Wenn Du das ändern willst: Niemand hält Dich davon ab, ein Unternehmen mit ausschließlich weiblichen Führungs- und ausländischen Fachkräften zu gründen. Mach doch.

                      Oder willst Du politisch was ändern? Na gut, dann reduzieren wir das Sozialsystem auf russisches oder chinesisches Niveau, streichen den Kündigungsschutz auf russisches oder chinesisches Niveau, stellen unser Bildungssystem auf russisches oder chinesisches Niveau um und warten 30 Jahre. Dann haben wir zwar wahrscheinlich ziemliches Elend und soziale Unruhen, aber sehr wahrscheinlich mehr Frauen in Führungspositionen und keine arbeitslosen ausländischen Fachkräfte; die gehen dann nämlich in bessere Länder. Wie auch die qualifizierten deutschen Männer.

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                    • Margret sagt:

                      Das ist doch Unsinn. Die USA sind Einwanderungsland Nummer 1 auch für hochqualifizierte Kräfte und haben eine deutlich höhere Quote an Frauen in Führungspositionen. Und Menschen mit Migrationshintergrund. Tu doch nicht so, als wäre die Quote nur in Schwellenländern oder gar Drittweltstaaten besser. Sie ist tatsächlich nahezu überall besser als bei uns. Und ja, ich finde das zutiefst peinlich.

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                    • Margret, _Du_ hast die WKGT-Studie verlinkt, die China und Russland auf die Spitzenplätze bei Frauenquote setzt. Zudem sind das keine „Dritteweltländer“.

                      Die USA hat im Gegensatz zu D weder ein für alle zugängliches tertiäres Bildungssystem, noch ein mit D vergleichbares Sozialsystem, noch vergleichbaren Kündigungsschutz. Das bestätigt nur meinen Punkt.

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                    • Margret sagt:

                      Darum schrieb ich ja auch „Schwellenländer“. Es ist egal, welches Land Du ansiehst. Du kannst auch Frankreich und die skandinavischen Länder, sogar die Niederlande nehmen. Deutschland ist Schlusslicht. Natürlich hat das unterschiedliche Gründe und es kann nicht darauf geschlossen werden, dass dies automatisch ein Indikator für ein hohes Maß an Gleichberechtigng ist. Eher korreliert es wohl mit dem Grad in dem das Frauenbild mit einem Mutterideal verbunden ist. Ich kann für Indien z. B. sagen, dass dort der vergeleichsweise höhere Frauenanteil bei Führungskräften wohl daran liegt, dass die Oberschicht ihre Töchter mittlerweile gut ausbilden lässt, während es gleichzeitig nicht als erstrebenswert gilt, dass die Kinderbetreuung von der Mutter übernommen wird. Trotzdem ist das sicher nur einer von vielen Gründen.

                      Mich würden nur eure Lösungsvorschläge interessieren, wenn Frauenquote Mist ist und das (meiner Ansicht nach effektivere) anonymisierte Bewerbungsverfahren auch.

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                    • Adrian sagt:

                      „Mich würden nur eure Lösungsvorschläge interessieren, wenn Frauenquote Mist ist und das (meiner Ansicht nach effektivere) anonymisierte Bewerbungsverfahren auch.“

                      Ich sehe über haupt keinen Handlungsbedarf. Wir haben in Deutschland also wenige Frauen in Führungspositionen? Na und? Warum impliziert das einen Handlungsbedarf?

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                    • Margret sagt:

                      Klar, so kann man denken. Dann gibt es aber auch keinen Handlungsbedarf bezüglich der Einstellungspolitik bei Bewerbern mit Migrationshintergrund (oben von mir gepostet), keinen Handlungsbedarf bei der offensichtlichen Diskriminierung älterer Bewerber und keinen Handlungsbedarf beim vielbeweinten Männermangel in der Erziehung von Kindern (Erzieher und Lehrer). Können wir einfach alles so lassen. Ist dann halt so.

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                    • @ Magret

                      Wenn es eine Diskiminierung von, sagen wir älteren Bewerbern wirklich geben sollte, wie beweist das dann eine solche gegen Frauen und was wäre mit einer Kleinwüchsigenquote, oder jeder anderen noch zu erfindenden Menschenartquote? Da wäre der Vorstellungskraft sicher keine Grenze gesetzt …

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                    • Margret sagt:

                      Für all die gennaten Punkte wäre ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren sinnvoll.

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                    • @ Magret

                      Gibt es für die Sinnhaftigkeit dieser Bewerbungsverfahren Hinweise? Genau das ist doch NICHT gewollt! Bei Quotenregelungen dieser Art sind diese Verfahren doch geradezu lächerlich! Wie willst Du denn eine Frauenquote einhalten, wenn Du nicht weißt ob Du eine Frau einstellst? – Oder sollte Frausein wirklich eine besonders wichtige Qualifikation darstellen? Sind Frauen dann doch die besseren Menschen, denen mehr Rechte zustehen?

                      Ich verstehe nicht was Du willst. Mal dies, mal das, wie es gerade passt …😦

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                    • St. Elmo sagt:

                      @Margaret.

                      Nein, weil die ganzen Qualifikationen von Herrn Mustafa nur Voraussetzung sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

                      Anonymisierte Bewerbungen führen vielleicht zu mehr Vorstellungsgesprächen.
                      Aber wenn der Arbeitgeber den Ausländer nicht will, dann stellt er den Ausländer nicht ein.
                      Und wenn der dann vor Gericht geht. Muss der Arbeitgeber nur noch eine Geschichte erfinden warum man Herrn Mustafa nicht so sympathisch gefunden hat oder den Eindruck gewonnen hat er passe nicht in das Team, z.b. unhöfliches arogantes auftreten etc. pp.

                      Aber um es mal ganz deutlich zu sagen:
                      Ich stelle als Unternehmer die Person ein von der ich glaube das sie von allen qualifizierten Bewerbern am besten in mein Unternehmen passt.

                      Und das muss dann nicht der sein der 100% auf die Stelle passt, weil der sich vielleicht Langweilt und Unterfordert ist, sondern der der vielleicht nur zu 95% passt.

                      Welche Kriterien ich dabei anlege ist absolut mein Bier, da es mein Unternehmen ist und mein Geld und vor allem mein unternehmerisches Risiko.

                      Und warum Frauen in Führungspositionen wichtig seien sollen ist mir immer noch nicht klar geworden, macht den Frau Merkel alles anders als Herr Kohl oder Herr Schröder?
                      Wäre das nicht der Fall wenn Frau Merkel Herr Merkel wäre?

                      Wenn 75% der Frauen in Deutschland Lehramt, Sprachen, Biologie, Medizin Soziales und Orchideenfächer studieren muss man sich nicht wundern, dass sie nicht in Führungspositionen in der Freien Wirtschaft sitzen.
                      Das hat auch nichts mit Diskriminierung zu tun, denn den Männern die so etwas studieren geht es genauso.

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                    • Matze sagt:

                      Ist es sinnvoll die Diskriminierung von Frauen bei der Bewerbung mit der Diskriminierung von alten Menschen und Migranten gleichzusetzen. Wenn diese Gruppen in jedem Bereich der Arbeitswelt diskriminiert werden, warum wird dann die Frauenquote nur für Posten in denen man Macht über andere hat gefordert?

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                  • Adrian sagt:

                    @ Margret
                    „Dann gibt es aber auch keinen Handlungsbedarf bezüglich der Einstellungspolitik bei Bewerbern mit Migrationshintergrund (oben von mir gepostet), keinen Handlungsbedarf bei der offensichtlichen Diskriminierung älterer Bewerber und keinen Handlungsbedarf beim vielbeweinten Männermangel in der Erziehung von Kindern (Erzieher und Lehrer).“

                    Korrekt. Es gibt keinen Handlungsbedarf.

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          • Frank sagt:

            Das wäre gerecht, ja. Aber wie kinch schon sagt, etwas schwierig. Denn das persönliche Gespräch ist nicht zu ersetzen. Ich hätte schon viele Leute rein vom Papier her eingestellt, aber dann kam das Gespräch…
            Außerdem sprechen wir hier ja nicht über einen beliebigen Job, sondern über Aufsichtsratsposten. Da sollte man wissen, mit wem man redet. Man sollte die Person sogar ziemlich genau kennen.

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      • St. Elmo sagt:

        Die „Frauen“ gibt es nicht, genau so wenig wie die „Männer“.
        Es gibt nur einzelne Individuen

        Und wenn eines dieser Individuen es alleine nicht schafft die Anforderungen zu erfüllen, die andere Individuen alleine schaffen, dann ist diese Person für die Aufgabe nicht qualifiziert. Da

        Mit dem Quotengesetz wird nichts anderes erreicht, als das das Merkmal „Frau“ mit dem Merkmal „Behindert“ gleichgestellt wird.

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  3. Tante Jay sagt:

    netreaper, bullshit.

    Was die Frauenquote angeht, bin ich da etwas ambivalent, vor allem auch, weil mir Zahlen fehlen.

    Ich glaube aber, dass die Frauenquote NIE erreicht werden kann. Unter anderem deswegen:

    auf englisch, aber ich glaub irgendwo gibts das auch mit deutschen Untertiteln.

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  4. gerhardks sagt:

    Allerdings wenn ich EMN richtig verstehen ist das keine Kritik an der Mechanik der Quote selbst, sondern mehr an der Auswirkung. Denn die Quote soll ja erreichen dass Frauen in ausreichender Zahl dort sitzen, wo sie derzeit nicht sind. Warum wird dabei nicht betrachtet bzw. pauschal beurteilt. Wollen sie nicht, dürfen sie nicht? Zuwenig Komfort in CEO-Posten? Zuwenig Vereinbahrkeit mit Privat? Oder doch mehr die gläseren Decke, die alten Seilschaften, die Boys-Clubs die Macht eisern verteidigen wollen? Oder beides gemischt?
    Die Quote wird nun als feministische Technologie betrachtet, die dieses aufbricht. So wie der Comic nicht funktionieren kann weil das Gegenüber eine Frau sein muss (sie spricht ja als Frau über sich. Also würde wenn ein Mann diesen Text sprechen würde, es als Unsinn dastehen „Unsinn, dieser Comic würde ja nicht funktionieren, wenn ich keine Frau wäre“) Daher ist diese „Quote“ notwendig um dies zu ermöglichen. So sieht offenbar EMN die Quote als Ganzes.
    Nur ist ihr offenbar ebenso klar, dass diese als Instrument sehr fragwürdig ist. Weil sie das Flair für alle Frauen die per Quotensänfte in einflussreiche Positionen getragen werden. zumeist als inkompetent betrachten werden. Allerdings sollte diese Quote sobald diese erfüllt ist, auch wieder abgeschafft werden. Leider wurde das noch nirgends gemacht, soweit ich weiß. Und das macht die Quote untauglich. Denn die Terminierung dieser Methode ist zwingender Bestandteil.
    Aber wer gibt ein Werkzeug wieder her, wenn sie Macht so einfach erringen kann mit einem Mittel wie diesen? Warum nicht überall einsetzen. Warum nicht einfach auf Frauen beschränken? Warum nicht alles daransetzen, dass diese Technologie nur für zufällig weiblich geborene Menschen reserviert bleibt, egal wie sich die Gesellschaft in allen Bereichen entwickelt. (Schulsystem in der Unterstufe zu 90% Frauen)

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    • Äh. Nein, ich bin nicht fürdie Quote. Ganzgenerell nicht.

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      • gerhardks sagt:

        Ok. Dann habe ich den Satz “Unsinn, dieser Comic würde ja nicht funktionieren, wenn ich keine Frau wäre” falsch interpretiert. Ich dachte dies ist so gemeint, dass die Quote an sich von dir anerkannt wird. Weil ja das Comic sozusagen auch quotiert ist. Also der rechte Platz für eine Frau reserviert wurde.

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    • ! „Denn die Quote soll ja erreichen dass Frauen in ausreichender Zahl dort sitzen, wo sie derzeit nicht sind.“

      Was ist denn diese wichtige Zahl? Woher weß man, daß sie nicht schon längst erreicht ist?

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      • gerhardks sagt:

        Das war ein Missverständnis. Ich dachte EMN sieht das so ähnlich sieht, wie es „Feministinnen“ normalerweise tun. Diese sind ja überzeugt alleine die geringe Anzahl von Frauen in einem Bereich schon ein Qualitätsverlust ist., die gänzliche Abwesenheit von Männern in anderen Bereichen aber keinerlei Wirkung auf die Arbeitsqualität hat.

        EMN hat aber schon klargemacht, dass sie Quote nichts abgewinnt. Ich übrigens genausowenig.

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      • Michael sagt:

        Es herrscht erst dann Gleichberechtigung wenn eine inkompetente Frau genauso auf einen Chefposten kommen kann wie ein inkompetenter Mann (Frei nach Alice Schwarzer)…. In der Politik und gerade bei den Damen in der Regierung (UND ZWAR ALLEN) ist das erreicht.

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  5. ck sagt:

    Vielleicht kann mir jemand erklären, woran diverse Gleichstellungsbeauftragte gescheitert sind. Anhand welcher Kriterien wird festgestellt, ob eine Person, auf die die Quote angewendet oder die bei einem Stellenangebot bevorzugt werden soll, auch tatsächlich eine Frau ist?

    Im Comic ist das einfach. Lange Haare == Frau. Im wirklichen Leben ist das aber nicht ganz so einfach. Aber würde beispielsweise Professx Lann Hornscheidt unter die Quote fallen oder nicht?

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    • St. Elmo sagt:

      Natürlich würde Frau Hornscheidt unter die Quote fallen.

      Im Pass steht (Punkt 5) ob du Mann oder Frau bist.
      Im Notfall gibt es auch noch die Geburtsurkunde in der das Vermerkt ist.

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      • ck sagt:

        Ich besitze keinen Pass. Im Personalausweis ist es nicht aufgelistet. Meine Geburtsurkunde ist verschollen. Ich empfinde nicht mehr als das Geschlecht, als das ich geboren wurde. Ich besitze mittlerweile biologisch ein anderes Geschlecht, als das, mit dem ich geboren wurde. Ich identifiziere mich weder als Mann noch als Frau, sondern als der über anderen 60 Geschlechter. Und so weiter.

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        • St. Elmo sagt:

          Und ich bin ein Außerirdischer

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          • Frank sagt:

            „Und ich bin ein Außerirdischer“

            Dein Problem. Für dich gibt´s noch keine Quote. Du wirst wahrscheinlich seziert.

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          • ck sagt:

            Das ist bedauerlich. Die Ausgangsfrage, anhand welches Kriteriums im Zweifelsfall entschieden wird, ob eine Person eine Frau ist oder nicht, konnten Sie allerdings auch als Außerirdischer nicht beantworten.

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            • St. Elmo sagt:

              Biologisch kann man kein anderes Geschlecht haben als das mit dem man geboren wurde man kann sich höchstens mit Hilfe (plastischer) Chirurgie/Medizin den Körper umgestalten so das man wie das andere Geschlecht aussieht, an der Genetik ändert das aber nichts.

              Aber von der Prämisse das man umoperiert ist und keinerlei Dokument mehr exisiteren, zum Standesamt gehen und das Geschlecht eintragen lassen und den ggf. den Vornamen ändern falls der keine eindeutige Zuordnung zulässt.
              Keine Ahnung ob da vorher noch ein Amtsarzt unter den Rock/ in die Hose schaut ob die Geschlechtsangabe stimmt.

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  6. Matze sagt:

    Es heißt ja das die Frau nur bei gleicher Qualifikation bevorzugt wird… In der Praxis sieht es aber dann anders aus:

    „Der Mann hatte von Anfang an keine Chance“, erinnert sich der mit der Kandidatensuche beauftragte Partner einer großen deutschen Personalberatung – der seinen wahren Namen genauso wenig preisgeben möchte wie Grüttner. Zu groß ist die Angst vor Repressalien. „Um eine Chance auf den Posten zu haben, hätte ich ihm eigentlich nur einen Rat geben können: eine Geschlechtsumwandlung.“

    http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/erfolg-im-beruf-maennerkarriere-trotz-frauenquote/10896320.html

    Hier ist Beispiel aus dem öffentlichen Dienst:

    http://www.gutefrage.net/frage/ist-frauenquote-nicht-gegen-unser-grundgesetz#answer-153232323

    Und dann kann ich mich noch an einen Fall aus de Schweiz oder Österreich erinnern, auch aus dem öffentlichen Dienst glaub ich. Da wurde ein Bewerbertest gemacht und der beste Mann erreicht, keine Ahnung, 96 von 100 Punkten oder so. Die beste Frau aber nur 82 Punkte. Da man aber unbedingt eine Frau haben wollte, wurde einfach gesagt das alle mit über 80 Punkten gleich gut sind und somit nach dem Gleichbehandlunggsetz (ein Witz! Gleichbehandlung…) die Frau bevorzugt eingestellt werden muss. Einen Link konnte ich leider nicht mehr finden.

    Ein ziemlich verarsche… Da ja eine Männerquote von sicherlich ganz unabhängigen Experten als VerfassungFEINDLICH eingestuft wurde, während die Frauenquote auch weiterhin ein ganze toller und wichtiger Sieg auf dem Weg zum mehr Sonstweißwas gilt, sollte es Politikern eigentlich jetzt auch schwer fallen Gleichstellung und eine Gleichverteilung der Geschlechter in wichtigen Positionen immer noch als ein angestrebtes Ziel ihrer Politik zu verkaufen.

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  7. Offen gesagt bin ich etwas enttäuscht darüber, wie die Diskussion hier abläuft. Nicht, dass ich anderes erwartet hätte, aber viele machen es sich doch sehr einfach.
    Entscheidend ist ja die Frage: Gibt es eine Diskriminierung? Offen gesagt: Ich weiß es nicht. ABer viele scheinen das ja sehr genau zu wissen, wobei sie dann paradox argumentieren: Einerseits wird die Quote für Frauen abgelehnt, weil es angeblich keine Diskriminierung gibt. Andererseits regt man sich dann darüber auf, wenn die Quote für Männer abgelehnt wird, obwohl dafür dieselben Gründe angeführt werden.

    Um diese Debatte mal vom Kopf auf die Füße zu stellen, wäre mal interessant, zu erfahren, ob es seriöse Studien gibt, die eine Diskriminierung von Frauen belegen und solche, die eine Diskriminierung von Männern ausschließen (was natürlich mit einem popper’schen WIssenschaftsverständnis schon schwer zu vereinbaren wäre).

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    • Margret sagt:

      Nn ja. So etwas hier http://www.wkgt.com/presse/international-business-report/weibliche-fuehrungskraefte-deutschland-letzter-platz/ spricht dafür, dass in Deutschland etwas nicht stimmt. Denn dass nur bei deutschen Frauen die Genetik dergestalt ist, dass sie Führungspositionen ablehnen, ist doch recht unwahrscheinlich. Wenn sogar Saudi-Arabien und China mehr weibliche Führungskräfte haben, spricht das schon Bände.

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      • Warum spricht das Bände? Weil wir etwa weniger Freiheit haben als etwa China?

        Ist Dir mal in den Sinn gekommen, daß solche Wirtschaftsprüfer versuchen mit solchen Quotenunsinn Geld zu verdienen?

        “ …und in Russland und China gibt es praktisch keine Unternehmen mehr, die keine Frauen in ihren Führungsriegen haben.“

        So einen Mist glaubst Du wirklich?

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        • Margret sagt:

          „Warum spricht das Bände? Weil wir etwa weniger Freiheit haben als etwa China?“

          Weil offenbar in fast allen Ländern dieser Welt, demokratischeren und weniger demokratischen, Ländern mit hohem und Ländern mit niedrigem Grad an Gleichberechtigung der Anteil an Frauen in Führungspositionen höher ist als bei uns.

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          • Matze sagt:

            Stand 2010

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            • Margret sagt:

              Die Zahlen sind von 2010. Nicht von 2014. Außerdem geht es da nur um Blue-Chip-Index Unternehmen.

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              • Matze sagt:

                Ich hab das gepostet, weil ich die Positionierung auf einen der letzten Plätze halt dumm fand. Hier sind andere Länder zum Vergleich herangezogen worden und ich bin mir sicher das es auch möglich ist mit einer geeigneten Auswahl an Ländern Deutschland auf Platz 1 zu kriegen.

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          • Ja und? Das hat doch keine Aussagekraft, ausser, daß dort wohl mehr Frauen sowas machen … angeblich.

            Was soll das eigentlich sein, dieser Grad an Gleichberechtigung? Deutschland kannst Du wohl nicht meinen, denn hier haben wir keine Gleichberechtigung. Nicht alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, Männer haben zB weniger Rechte als Frauen. Diese Ungleichberechtigung wird mit der Frauenquote weiter ausgebaut.

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      • St. Elmo sagt:

        @Margret
        Es ist halt die Frage wie Sinnvoll diese Umfrage ist.

        „Über die Umfrage

        Der „IBR-International Business Report“ von Warth & Klein Grant Thornton befragt seit Jahren regelmäßig Führungskräfte aus mittelständischen und großen Privatunternehmen aller Branchen und Industriezweige. Die Daten für die aktuelle Veröffentlichung basieren auf Interviews mit 3500 Unternehmen in 45 Volkswirtschaften weltweit.

        Befragte Personen sind CEOs sowie geschäftsführende und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen einer bestimmten Größenklasse (Vereinigte Arabische Emirate: 50 bis 499 Beschäftigte; Deutschland, Frankreich, Italien, Russland: 100 bis 499 Beschäftigte; China: ab 100 Beschäftigte). Die Anzahl der Unternehmen in der Umfrage richtet sich nach der Größe und Bedeutung der jeweiligen Länder und reicht von 100 (Vereinigte Arabische Emirate) über 200 (u.a. Deutschland, Frankreich) bis 600 (USA).“

        Das klingt für mich nicht wirklich nach einer Repräsentativen Studie
        Man müsste sie aber mal im Detail sehen bzw. lesen um das endgültig beurteilen zu können.

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      • @ Margret
        Das ist genau das Problem, was ich habe: Da wird von Korrelationen auf Kausalitäten geschlossen. Will man herausfinden, ob eine Diskriminierung vorliegt, dann muss man schon genauer hinsehen. Warum genau sind die Verteilungen so unterschiedlich?

        Das Gender-Paradoxon besagt ja gerade, dass je geschlechtergerechter eine Gesellschaft ist, die Berufswahl der Frauen im Durchschnitt umso klischeehafter ausfällt. Je größer die Wahlfreiheit, desto mehr Frauen entscheiden sich für die sog. klassischen Frauenberufe. Demnach wäre also der geringe Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland gerade nicht das Resultat von Diskriminierung, sondern das Resultat von Wahlfreiheit, während der relativ hohe Anteil in Ländern wie China oder Saudi-Arabien auf Zwangsmaßnahmen zurückzuführen wäre.
        Oder anders gesagt: Dass der Frauenanteil in einem Land mit Quote höher ist als in einem ohne Quote, ist zwangsläufig. Das ist vergleichbar mit dem Phänomen, dass sich mancher Laie immer darüber wundert, warum die Wahlbeteiligung in Belgien so viel höher ist als in allen anderen europäischen Ländern. Es liegt ganz einfach daran, dass es dort eine Wahlpflicht gibt.

        Also: Diskriminierung kann durchaus vorliegen, aber diese Studien untersuchen das überhaupt nicht. Sie werden lediglich so interpretiert – entweder, weil die Interpreten das gerne so hätten, oder weil sie keine Ahnung von multivariater Datenanalyse haben.

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        • Margret sagt:

          „Das Gender-Paradoxon besagt ja gerade, dass je geschlechtergerechter eine Gesellschaft ist, die Berufswahl der Frauen im Durchschnitt umso klischeehafter ausfällt.“

          Selbst wenn Herr Eia recht hätte, wäre das keine Begründung für den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen. Derzeit sieht es ja so aus, dass selbst in frauendominierten Branchen die Führungspositionen meist Männer innehaben (das trifft für Norwegen allerdings weniger zu als für Deutschland). Selbst wenn Frauen und Männer sich tendenziell geschlechtsspezifisch für bestimmte Berufe entscheiden, müsste es ja dann so sein, dass die fraendominierten Branchen auch in hohem Maße von Frauen geführt werden.

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          • St. Elmo sagt:

            Bullshit.

            Wie alt sind den Menschen in Führungspositionen also ganz oben
            45+ die ganz Jungen die meisten sind aber eher 50+ oder sogar 55+
            Studium mit 20 also haben die die heute in der Führung ganz oben sind vor ca. 30 Jahren Studiert.
            Also wie groß war der Frauenanteil bei den Studenten der VWL, Jura, IT, Ingenieurswissenschaften, vor 30 Jahren?

            Mit einem Dr. in Soziologie kann man vielleicht Wissenschaftsminister werden aber Vorstandsvorsitzender von einem Industrieunternehmen wird man damit nicht.

            Welche Freiheit hat man den in Deutschland nicht?

            freie Berufswahl?
            frei Wahl des Studienfachs?

            Es gibt sogar Bafög um Kindern aus Familien mit geringem Einkommen das Studium zu ermöglichen.

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          • Das Genderparadoxon geht nicht auf Eia zurück, das ist in den Gender Studies wohl bekannt. Er thematisiert das ja mit den Leuten.

            Woran liegt denn das, dass in Führungspositionen weniger Frauen sind? GIbt es jetzt Belege dafür, dass das eine Folge von Diskriminierung ist? Oder müssen wir hier wirklich so im Nebel des Unwissens rumstochern?

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        • Margret sagt:

          Deine These träfe übrigens nur zu, wenn Deutschland nachweislich auch das Land mit den höchsten persönlichen Freiheiten wäre.

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    • @ nachdenklicher

      Du hast es nicht verstanden? Die Quotenfreunde behaupten einmal eine Diskriminierung, die man an der Geschlechterverteilung feststellen könne und ein, zwei Sätze bestreiten sie genau diese Behauptung. So wie es ihnen gerade passt. Beweise und Belege haben sie weder für das eine noch das andere. Ist denen aber egal, Hauptsache Frauenquote und keine Männerquote.

      Es geht weder um Wissenschaft oder Tatsachen, es geht um Politik, um Ideologie, sonst nix.

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      • Ich würde mir die Belege, die sie ins Feld führen – die ja durchaus zweifelhaft sein können, da bin ich voll bei dir – gerne mal genauer ansehen, damit meine Kritik etwas mehr Hand und Fuß bekommt – oder ich vielleicht sogar einsehen muss, dass ich falsch liege, was ich ja nicht ausschließen kann.

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    • St. Elmo sagt:

      Naja die Sache aus dem Spiegel die ich oben Beschrieben habe gibt schon einen gewissen Hinweiß auf Diskriminierung.
      Die Frage ist allerding

      Wie relevant ist es überhaupt?
      Bzw. ist es ein gesellschaftliches Problem aufgrund dessen der Gesetzgeber die Freiheitsrechte der Bürger einschränken darf?
      Es geht hier ja nicht um das Verhältnis Staat gegen Bürger sondern um das Verhältnis zwischen Bürgern.

      Selbst wenn ein Unternehmer nach dem Motto „Der Schwarze bekommt den Job nicht, und der Neger erst recht nicht“ einstellt.
      Ist es doch immer noch seine privat Angelegenheit, wen er einstellt oder nicht.
      Schließlich muss er ja auch das Gehalt für den Angestellten bezahlen, und trägt das unternehmerische Risiko.
      Daher halte ich es absolut für Legitim wenn man als Unternehmer sagt ich will nur querschnittsgelähmte, lesbische, schwarze, zum Buddhismus konvertierte Ex-Muslimas mit Dyslexie einstellen.
      Ist doch sein Problem wenn er dann keine Arbeitnehmer findet und den Laden dicht machen muss.

      Wenn ich einen Verein für an Hodenkrebs erkrankte gründe, ist es dann Diskriminierung wenn ich nur Männer aufnehme und Frauen die Mitgliedschaft verweigere?
      Ist es Diskriminierung wenn ich die Avancen einer in meiner Wahrnehmung unattraktive Frau ablehne und mich nur für die Attraktive interessiere?

      Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot kann es aber nur im Verhältnis Staat zu Bürger geben.
      Auf der Eben Bürger zu Bürger ist dies in einer freien Gesellschaft nicht möglich, da sich hier zwei Individuen gegenüber stehen.

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  8. turtle of doom sagt:

    PRUUUUUST, Strichfrauen.

    Du hast die vierte Wand puttgemacht, EMN.

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  9. Mir geht „Strichfrauen“ nicht aus dem Kopf. Ich assoziiere da „Nutten“, nicht „weibliche Strichmännchen“. Strichweibchen?

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  10. zauberweib sagt:

    Wieder mal äußert treffend formuliert. Hab heute versucht, meinem Liebsten meine Position zu dem Thema darzulegen – was schwierig ist, da die Sache an sich einerseits sicher ihre Berechtigung hat. Andererseits genau dadurch eben nun jeder Frau pauschal jegliche Kompetenz abgesprochen werden wird. … werden muss? Du hast das wieder prima auf den Punkt gebracht. Danke!

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  11. afictionesse sagt:

    Was mich beschäftigt, ist die Sache mit dem Aufsichtsrat. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie lange es dauern kann, sich gegen eine männliche Chefetage zu behaupten. Die sozialen Regeln sind auch für ’normale‘ Männer ungewöhnlich.

    Mich würden aber andere Bereiche, außerhalb von Führungsebenen, interessieren. Eine Männerquote in Kindergärten und Grundschulen, eine Mädchenquote im Mathe-LK und Informatik, eine Verpflichtung für Schüler zu je einem Handwerks- und Haushaltskurs oder einem Praktikum sowohl in einer männlichen als auch in einer weiblichen Domäne, eine Frauenquote auf dem Bau und in der Logistik, eine Männerquote in der Psychotherapie und Seelsorge, eine Frauenquote in der Filmregie und Malerei, etc.

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    • Ikna sagt:

      Wenn du eine Männerquote in Kindergärten forderst wird dich ein Mob wütender Eltern töten😀

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      • afictionesse sagt:

        Ich bin dafür. Man darf Männer nicht vorverdächtigen. Diese ganzen Erzieherinnen treiben zum Teil auch miese Sachen mit den Kindern und Kolleginnen. Vielmehr wird es Zeit für eine Qualitätskontrolle in pädagogischen Einrichtungen.

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  12. Alex sagt:

    Ich finde ja man sollte Hirn quotieren..

    Andererseits ist ja eh jeder der Überzeugung genug verstand zu haben.
    Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge hat man damit auch recht! Quelle postillon

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  13. Michael sagt:

    Gerade die Argumentation, dass ein prozentual niedrigerer Anteil kein Beweis für Diskriminierung darstellt wird hoffentlich noch zurückbrennen. Dass Ei hat sich die Schweswig selbst ins Netz gelegt und die Anwälte der dt. DAX Unternehmen werden sich freuen dass auszunutzen.
    Ich hoffe dass innerhalb eines Jahres Siggi und Angi ihr das vollste Vertrauen aussprechen werden.

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    • gerks sagt:

      Ich hoffe ja sehr, dass das Gesetz vorm Verfassungsgerichtshof angefochten wird. Denn dort kann genau diese Argumentation gegen dieses verwendet werden. Gegen eine Einstellung einer Frau für genau die Posten der 30% wird man nichts machen können, da diese Posten ausdrücklich nur Frauen vorbehalten sind, womit ein Mann nicht diskrimniert, da für diese restlichen 70% bleiben, bei denen die gleichen Chancen angenommen werden.
      Es müsste aber dann vom VGH geklärt werden, ob bei Frauen bei Bewerbungen für Bewerbungen ins Management tatsächlich eine generelle Benachteiligung vorliegt, die diese „positive Diskriminierung“ erlaubt. da von einer solchen ja laut Stellungnahmen zur Gesetzesänderung auch nicht nur aufgrund einer geringen Zahl von Frauen in einem Bereich ausgegangen werden kann.

      Nur diese Klage hat Aussicht auf Erfolg. Nicht aber individuelle Klagen von Männern gegen die „Benachteiligung“ da die ausdrücklich zum Beheben von groben Missständen vom GG erlaubt ist.

      Ich bin gespannt, wie das ausginge. Derzeit hat es noch Aussicht auf Erfolg, da Susanne Bär derzeit noch die einzige nach Geschlechterideologie handelnde und urteilende Verfassungsrichterin ist.

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      • Michael sagt:

        allerdings sind für die 70% beide vorgesehen.

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        • gerks sagt:

          Ja. Ich meinte nur, dass dann für die 70% wieder die normalen Regeln der Auswahl gelten. Dann wird man diese 70% wieder analysieren und sagen, ja auch hier werden Frauen wieder benachteiligt, weil nur in Minderzahl da, daher braucht es wieder eine Quote bis 50% Dann werden bei den restlichen 50% eine Tolleranzgrenze von 10% einzogen, die Männer noch hinnehmen müssen, so dass sie nur noch 40% der Personen stellen. Und am Ende wird die Quote dann aufgehoben (wenn die Männer diesen Bereich frustriert wg der ständigen Benachteiligung aufgeben haben) um das Streben „DER Frauen“ nicht zu verhindern. Und wieder ist eine neue Frauenbastion entstanden. Wobei ja offen gesagt wird, dass es nicht nur drum geht Frauen in die Justiz zu bringen, sondern geschlechterideolgisch gut indoktrinierte Frauen. Keine „reaktionären Helferinnen des Patriarchats, die sich auch Männerförderung vorstellen können, wo sie in der Minderzahl sind.“. Toll😦

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      • Alex sagt:

        Vorm GG würde das dann wohl bei Frau Baer landen. Über die kannste bei dänisch ein bisserl lesen.
        Aka: keine Aussicht auf erfolg.

        Abgesehen davon musst du Pirat sein um dich auf das GG zu berufen, und das sind eher Richtlinien.

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